Martin Bruny am Mittwoch, den
12. Mai 2010 um 07:47 · gespeichert in Netz, Pop
Er sorgt derzeit im Internet via YouTube für Furore, ein User mit dem Accountnamen “Greyson97″. Nicht (noch nicht) allerdings mit der hier eingebundenen Performance seines sebst komponierten Songs “Broken hearts”, sondern mit einem Cover von Lady Gagas “Paparazzi”. Zu diesem fabulösen Video gehts –> hier
Eine kleine Selbstbeschreibung von Greyson97:
I am very inspired by Lady Gaga and Augustana. Lady Gaga is a freak but she has so much talent and her style of music is what I would like mine to be when im older. Augustana is one of the most underated bands I think ever to step the planet. They have so much talent it is not funny. They have such a good concept with folk and rock. It is very sad that they are so unknown.
Schlimm, wenn man bei den Bands von Personen aus der schauspielenden Zunft immer als erstes und fast ausschließlich über ebendiesen bekannten Typen spricht. Haken wir es also ab: Robert Stadlobers Band Gary hat ein neues Album gemacht. Und fortan lasse man die Indie-Töne sprechen.
Auch wenn man nach dem 2002 erschienenen Debüt “The Lonely Cnorve Machine” und den diversen Umbesetzungen und Selbstauflösungsgedanken nicht mehr viel von Gary erwartet hatte, wird man nun eines Besseren belehrt: Gary spielt wieder als eine Band. Und diese will es nicht wissen, sondern hat etwas zu singen - aus dem Bauch und Herzen heraus.
Selbst wenn man es bei einem Albumnamen wie “One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji” nicht auf Anhieb antizipieren mag, so steckt hinter diesem Titel doch ein großer Batzen Indierock der poppig charmanten Sorte. Da fällt man gerne mal mit der Refrain-Tür in den Song und singt man auch nicht um den heißen Brei herum. Unbeschwert und losgelöst, heiter bis wolkig und immer charmant geschröddelt erklingen hier 12 Songs, die in einer Pavement-Tradition und Sebadoh-Schule stehen und dieses Album so zu einer auf Tonträger gepressten Herzensangelegenheit machen. Gary sind also keine musikalische Eintagsfliege. Gary sind: Astrid Noventa, Rasmus Engler und Mensch und Musiker Robert Stadlober. [tonspion.de]
“Will you”, das brandneue Lied von Gary, gibt es als Gratis-Download –> hier
Gary sind derzeit auf Deutschland- und Österreich-Tour. Die aktuellen Termine gibt es –> hier. Der nächste Wien-Termin: 2 Juni 2010 im Flex.
Martin Bruny am Samstag, den
1. Mai 2010 um 14:25 · gespeichert in Pop, Newcomer
Im Jahre 2008 beschloss die japanische Popsängerin Reni Mimura, es auch in Amerika zu versuchen und ihren ganz persönlichen Stil in den Staaten zu promoten. Seit zwei Jahren ist sie nun ein Mal pro Monat im “Top Tunes”, einer Bar in Manhattan, mit ihrer “Maid”-Show zu erleben und tritt bei “Anime”-Fantreffen in ganz Amerika auf. Schön langsam wird das was mit der angestrebten Popularität in den Staaten.
Begonnen hat Reni im Showbusiness bereits mit sieben Jahren in Japan- mit Tanz. Im Laufe der Jahre versuchte sie sich in praktisch jeder Branche der Glitzerwelt: Theater, Film, vor und hinter der Kamera, sie schrieb Drehbücher - und es wollte doch nicht so recht klappen, bis sie mit einigen Freunden eine Band gründete, Leadsängerin wurde, Songs schrieb und Demobänder produzierte. Bei einem Castingwettbewerb wurde eines ihrer Demobänder zum Sieger gekürt. Takahiro Yamautsuri, ein Komponist, der die Musik für viele Pokemon-Filme geschrieben hat, wählte ihre Einsendung aus und produzierte 2006 ihre erste CD.
Was an Reni Mimura faszinieren könnte, ist die absolut gewollte Konstruktion ihres Images. Sie selbst beschreibt diese Konstruktion in einem Interview mit TheEpochTimes folgendermaßen.
My performance includes many different elements, but it is mainly based on the word Moe.
“Moe” also. Interessant. “Moe” ist nämlich als Wort nicht wirklich existent oder sagen wir besser bedeutungsleer. Japanische Jugendliche verwenden es zur Beschreibung von Personen, die die Fähigkeit haben, überaus süß und unschuldig zu wirken.
Mimuras Performance wiederum besteht aus verschiedenen Elementen gegenwärtiger japanischer Popkultur. Hauptsächlich aber setzt die Sängerin “cosplay” ein. “Cosplay” setzt sich aus den englischsprachigen Worten “costume” und “role-play” zusammen. Was damit gemeint ist? Nun, Mimura kleidet sich für ihre Auftritte wie eine berühmte Figur eines typisch japanischen Animes beziehungsweise einer Heldin eines Videospiels, dessen Rolle sie während der Performance auch spielt. “Cosplay” ist eines der Lieblingshobbys von japanischen Jugendlichen.
Alternativ wird Mimuras Stil auch als «Akihabara style†bezeichnet, was nichts anderes bedeutet als
emphasizes the cute look of Japanese pop-culture with the hip appeal of Japanese animation.
Reni Mimura:
Cosplay is my life! While doing cosplay, people can easily change their personality, and in so doing, they can make many friends…what I wanted since the beginning is for people to come to my show, become friends, socialize and meet new people while being physically in the same place.
Reni ist selbstverständlich auch im WWW vertreten:
- sie twittert –> hier
- sie hat eine eigene Website –> hier
- sie hat ein eigenes Reverbnation-Profil
- sie hat ein eigenes Facebook-Profil –> hier
- und natürlich bloggt sie auch –> hier
Martin Bruny am Freitag, den
16. April 2010 um 01:54 · gespeichert in Theater, Pop
[…] Ganz anders das Performancestück »Silver Streetcar for the Orchestra« für Triangel von Alvin Lucier. Etwa zehn Minuten lang drosch der Schlagzeuger rapide die Triangel – Tempo, Dämpfung und Anschlag immer leicht modifizierend. Fast aus dem Nichts entstand dabei ein fiepsender Liegeklang, indem sich die raschen, harten Schläge im resonierenden Aktionsraum des Hamburger Bahnhofs schichteten. Dieser Klang gab dem »Blick nach draußen« einen weiteren Dreh, hin auf ein verdrängtes und verbotenes Draußen, das Hans-Peter Dürr in seinem Buch »Traumzeit« für verschüttet erklärte. Ein Draußen jenseits des Zauns, auf dem einst die Hexe als Hüterin der Schwelle zur Wildnis saß und nun Alvin Lucier als Herrscher über die Magie der Klänge thront.
Björn Gottstein, die taz, berlin-kultur, 11. Juni 2001
Martin Bruny am Sonntag, den
4. April 2010 um 23:31 · gespeichert in Pop
Kyrre Kvam (”Hair”, Raimund Theater; “Into the Woods”, Stadttheater Klagenfurt; “Poppea”, Schauspielhaus Wien), Gründer des K & L Orchestra, geht unter die Videoblogger. YouTube-mäßig möchte er die Arbeit an seinem neuen Album dokumentieren und bis zur Fertigstellung jede Woche ein Video posten.
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, könnte sich beispielsweise die erste CD des K & L Orchestra zulegen. Auf der 2009 bei Manuel Normal Records erschienenen Scheibe “Pling Plong” finden sich 11 Originalsongs, produziert von Clipwerk/Christoph Burgstaller. Erhältlich ist die Aufnahme bei:
Wer schließlich Kyrre Kvam live erleben möchte, hat dazu in Wien recht regelmäßig die Gelegenheit. Der Musiker spielt ein Mal die Woche im ost klub. Der nächste Termin: Freitag, 9. April 2010, 20.30 Uhr bis 23:30 Uhr.
Martin Bruny am Freitag, den
26. März 2010 um 23:38 · gespeichert in Pop
“Slamdance” - so lautet der Titel der neuen Single von Choreograph, Regisseur, Sänger, Musicaldarsteller und Tausendsassa Cedric Lee Bradley. Der Videodreh zur Single fand am vergangenen Dienstag statt, und einige Backstageeindrücke schildert Isabell Schatz, die als Fotografin den Dreh gecovert und auch das für diesen Artikel verwendete Bild geschossen hat, in ihrem Blog:
This Tuesday Cedric Lee Bradley was shooting the video for his new song “Slamdance” and I took some photos on the set. It was really interesting to see how much work a music video can be! […] There were many dancers, many faces I already know: Gernot Romic, Caroline Frank, Nina Tatzber, Lisa Tatzber, Miruna Mihailescu, Kerstin Löcker, Jerà´me Knols, Doris Seiringer, Eva Prenner, Albert Kessler, Annakathrin Naderer, … very cool choreography, nice location (”The Box”), and Cedric is so talented in choosing costumes and combining everything! I hope the video/the song will be successful! Last year we already took the photos for the CD-Cover.
“Slamdance” - das ist auch gleichzeitig der Titel des neuen Albums von Cedric Lee Bradley. Die Single gibts im Laufe des April 2010, den Longplayer einen Monat später. Zur Website von Isabell Schatz mit den aktuellsten Fotos gehts –> hier
Martin Bruny am Freitag, den
26. März 2010 um 11:23 · gespeichert in Pop, Newcomer
In England wird er mit George Michael verglichen, mit “I’m not mad” geht er kommenden Montag an den Start und hofft auf seinen Durchbruch. Sein Name: Alex Gardner. Mehr davon –> hier
Romeo und Julia hätten längst das Zeitliche gesegnet, wären sie je aus Fleisch und Blut gewesen. Und doch teilen wir alle mindestens einmal in unserem Leben ein gemeinsames Schicksal - das Schicksal einer unerfüllten Liebe. Noch heute steht in Verona, bekanntermaßen Heimat des unglücklichen Liebespaares, ein Briefkasten, in den man Briefe an Julia einwerfen kann. Dieser Umstand war die Initialzündung für Elvis Costello und das Brodsky-Quartet, ihre ganz persönliche Korrespondenz mit Julia Capulet zu führen. Briefe über die Sehnsucht, das Verliebtsein, die Eifersucht, die Hoffnungslosigkeit, den Tod und die unerfüllte Liebe. Und welche Sprache könnte all diese Facetten besser einfangen als die Musik.
Mit “The Juliet Letters” realisieren Drew Sarich und The Dead Poet Quartet ein langgehegtes Wunschprojekt. Am 12. April 2010 debütiert die seltene Besetzung von Sänger und Streichquartett im Wiener ost klub. Zu erleben wird der Reiz des Variantenreichtums an Ausdrucksmöglichkeiten, aber vor allem auch der glaubwürdige Austausch von Rock, Pop und Klassik sein.
“The Juliet Letters” setzt nicht nur technisch perfektes, feinfühligstes Quartettspiel voraus, sondern ermöglicht es den Musikern sowie dem Publikum, neue musikalische Landschaften zu erforschen. Mit Drew Sarich fand das Quartett einen Sänger, der sich zweifellos zu den Ausnahmekünstlern seines Genres zählen darf. Die bedingungslose Auseinandersetzung mit seinen Charakteren, die Farbenvielfalt seiner Stimme, sein großer Erfahrungsreichtum sind nur einige wenige Attribute, die ihn zur Idealbesetzung dieses Projektes machten.
Einen Brief zu bekommen, ihn zu öffnen, hat etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches. Fremde Briefe zu lesen, ist wie durch ein Schlüsselloch zu spähen. Sie eröffnen intime Ausschnitte einer Beziehung zwischen zwei Menschen - Momentaufnahmen eines Dramas.
Mit “The Juliet Letters” gelingt es, durch die Verbindung von Wort und Musik eine Geschichte zum Leben zu erwecken, die von jedem ganz individuell nachempfunden werden kann, jedoch mit ein und demselben Inhalt - nämlich der Liebe.
DREW SARICH - THE DEAD POET QUARTET - THE JULIET LETTERS
Michaela Girardi: Violine
Georg Wimmer: Violine
Sarah Grubinger: Viola
Matthias Bartolomey: Violoncello
Drew Sarich: Gesang
Tickets für den Gig in Wien können per Mail bestellt werden: julietletters@gmail.com
Preis: 13 Euro im Vorverkauf, 15 Euro am Abend der Veranstaltung im ost klub (Schwindgasse 1, 1040 Vienna)
Martin Bruny am Dienstag, den
9. März 2010 um 20:27 · gespeichert in Pop
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Die Premiere ihres Programms “Tribute to Motown” feiern Ola Egbowon & The Part of Soul Band am kommenden Sonntag (14. März) im Wiener ost klub. Die Einnahmen kommen den Opfern der Naturkatastrophe in Haiti zugute.
Songs von Stevie Wonder, Marvin Gaye, The Supremes, The Four Tops, The Jackson 5, The Temptations, Gladys Knight & the Pips, interpretiert vom phänomenalen Ola Egbowon - das sollte man nicht verpassen.
BENEFIZ 4 Haiti @ost klub mit Ola Egbowon
Ola Egbowon…..vocals
Jojo Lackner…..bass
Dieter Kolbeck…..keyboards
Ariel Ramirez…..guitar
Peter Kronreif…..drums
Werner Wurm…..trumbone
Josef Burchartz…..trumpet/french horn
Manfred Franzmeier…..saxophone