Martin Bruny am Dienstag, den
6. Mai 2014 um 16:13 · gespeichert in Theater
Auf der Probebühne im Theater in der Josefstadt ging heute die Präsentation der Spielzeit 2014/15 des Theaters in der Josefstadt und der Kammerspiele der Josefstadt über die Bühne. Es wird in der kommenden Saison keine Musicalproduktion wie in den vergangenen Jahren geben – warum, darauf war nicht wirklich eine Antwort zu erhalten. Wie auch immer, es wird sehr wohl Musiktheater-Produktionen geben, siehe –> hier. Das Gesamtprogramm kann dem Spielzeitheft 2014/15 entnommen werden, das zum Download (PDF) bereitsteht –> hier. (Und im Stream – unten – nachgehört werden.)
Hier soll es kurz um die einleitenden Worte vom Stiftungsvorstand des Theaters in der Josefstadt, Günter Rhomberg, gehen (siehe auch den Mitschnitt der Pressekonferenz als Stream unten). Rhomberg fasste kurz die finanzielle Situation des Theaters zusammen: Das Theater in der Josefstadt kommt zusammen mit den Kammerspielen der Josefstadt auf eine Sitzplatzauslastung von 90 Prozent (Zeitraum: September 2013 bis Ende April 2014; Josefstadt: 86 Prozent; Kammerspiele 94 Prozent). Ha, werden nun einige sagen, andere Theater haben da noch bessere Auslastungen: 96 Prozent konnte man in den Medien lesen, und mehr, grade, dass nicht von 189 Prozent gesprochen wurde. Das mag vielleicht stimmen. Man wird aber von diesen Theaterunternehmen eine Zahl nie bekommen, und dabei handelt es sich um die sogenannte wirtschaftliche Auslastung, also um Angaben zum verkauften Kartenwert im Vergleich zur möglichen Höchsteinnahme. Der macht im Fall des Theaters in der Josefstadt 69,78 Prozent aus und im Fall der Kammerspiele der Josefstadt 78,25 Prozent, insgesamt also 75 Prozent. Wahnsinnig gerne würde ich dazu Angaben der Vereinigten Bühnen Wien haben. Werden wir sie je bekommen?
Kein anderes vergleichbares deutschsprachiges professionell geführtes Theater, so Rhomberg, kann so wie die Josefstadt 40 Prozent seines Budgets selbst einspielen, der Durchschnitt liegt bei den deutschsprachigen und Schweizer Bühnen bei 16 bis 25 Prozent. Das allerdings ist im Falle des Josefstadt und der geringen Subventionen, die sie erhält, eine unbedingte Notwendigkeit, um nicht in die Schuldenfalle zu geraten.
6,2 Millionen Euro brachte die Josefstadt für die Renovierungen der vergangenen Jahre (2006/2007) im Theater in der Josefstadt privat auf, mehr als Bund und Stadt beigetragen haben. Privat heißt, so Rhomberg: durch Sammeln, Betteln und Bitten.
Im Fall der Renovierung der Kammerspiele der Josefstadt war die Ausgangssituation noch extremer: 12 Millionen Euro betrug das Investitionsbudget, und es ging um nichts weniger als die Existenz der Kammerspiele. 100 Jahre nach der Eröffnung des Hauses war das Theater desolat, es war abzusehen, dass das Haus in wenigen Jahren geschlossen werden würde. 8 Millionen Euro wurden vom Theater in der Josefstadt aufgebracht, Bund und Land gaben je 1,8 Millionen Euro. Rhomberg: »Das ist eigentlich dann doch ein Glück gewesen, denn hätte der Bund, der als Letzter zugesagt hat, diese 1,8 Millionen nicht gebracht, wäre das ganze Gehäuse zusammengebrochen. Viele Großspender haben ihre Geldzusagen natürlich davon abhängig gemacht, ob die öffentliche Hand mitmacht oder nicht.«
In den vergangenen Wochen haben Gespräche des Theaters mit Andreas Mailath-Pokorny, dem Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, sowie Josef Ostermayer, dem Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und öffentlichen Dienst, bezüglich zusätzlicher Mittel stattgefunden. Schließlich dürfe man doch nicht nur die unterstützen, die schlechte Zahlen bringen. Ergebnis: null. Standardsatz von Ostermayer, so Rhomberg: »Jetzt gibt’s nix.« Sollte es auch 2016 zu keiner Erhöhung des Budgets oder gar zu einer Kürzung kommen, dann würden, so Rhomberg, Strukturen brechen, professionelle Theaterstrukturen, die weltweit einzigartig sind.
Föttingers Baudrang ist noch nicht gestillt. Aus ökonomischen Gründen, so der Direktor, sei ein Vorhaben ganz wichtig: Am Beginn jeder Saison gebe es eine Premierendichte, die nach einer Probebühnendichte verlange. Die Josefstadt hat aber nur zwei davon, eine dritte muss immer angemietet werden, um 60.000 Euro pro Jahr. Föttingers Rechnung – ja, auch Theaterdirektoren können rechnen: In fünf Jahren kommt da eine Summe von 300.000 Euro zusammen, warum also nicht eine eigene dritte Probebühne errichten, und zwar im Dekorationsdepot des Hauses in Aspern (eine Minute von einer U-Bahnstation entfernt). Der Plan wird noch in diesem Sommer umgesetzt. In Aspern wird eine Probebühne errichtet, die genau den Erfordernissen der Josefstadt entspricht, inklusive Drehbühne. Baukosten: 250.000 Euro, die aus dem Investitionsbudget (150.000 Euro) und mittels Fundraising-Dinner (100.000 Euro) bestritten werden. Und wenn Föttinger ein paar Donatoren findet, dann wird das Investitionsbudget vielleicht doch nicht belastet. Föttinger: »Und daher brauchen wir keine öffentliche Hand, das machen wir einfach – so.«
Und noch ein Projekt steht am Plan: die Renovierung und Modernisierung der Dekorationswerkstätten 2015. Werden Werkstätten geschlossen oder in angrenzende Länder transferiert, bedeutet das eine Schwächung des Arbeitsmarktes. Dagegen setzt die Josefstadt ein deutliches Zeichen.
Eine letzte Neuerung: Ab der kommenden Saison gibt es für das Theater in der Josefstadt und die Kammerspiele einen Jahresspielplan, das macht es dem Publikum leichter, Wunschtermine zu finden. Die einzelnen Produktionen werden in kleinen Blöcken gespielt, aber natürlich bleibt die Josefstadt ein Repertoiretheater. Für Föttinger ist der Jahresspielplan zukunftsweisend – und selbstverständlich gibt es keine Schließtage. (Apropos Schließtage: Im Mai gibt es im Theater an der Wien laut Folder des Theaters an der Wien an lediglich zehn Tagen Aufführungen, im Juni an vier Tagen. Man sieht also, dass das ein wichtiges Thema ist.)
Martin Bruny am Dienstag, den
6. Mai 2014 um 07:23 · gespeichert in Musical, Deutschland
Das Theater Dortmund zeigt ab 29. November 2014 Paul Abrahams (Text: Alfred Grünwald, Hans Weigel) Fußball-Operette »Roxy und ihr Wunderteam«. Der Fußballschwank wurde am 25. März 1937 in Anwesenheit der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft im Theater an der Wien, als Parodie auf die Berliner NS-Olympiade von 1936, uraufgeführt. Auch in Budapest war das Stück 1937 zu sehen. »100 Aufführungen in Budapest! 100 Aufführungen in Wien!«, heißt es auf dem Textbuch zum Stück.
Handlung
Eine Fußballmannschaft versucht, sich im Trainingslager auf ihr nächstes Spiel vorzubereiten, ohne Sex und Drogen, nur dem Sport und dem Sieg verpflichtet. Da tauchen elf Damen vom Turnverein auf, der denselben Trainingsauftrag hat. Das wars dann mit den Idealen, ein wildes Liebesspiel beginnt. Der Titel der Show ist eine Anspielung auf das österreichische »Wunderteam«. Die Fußball-Nationalmannschaft war 1931/1932 sehr erfolgreich unterwegs. Einige Spieler des Teams standen in der ersten »Sport-Operette« auf der Bühne.
Theater Dortmund: »Roxy und ihr Wunderteam«
Musikalische Leitung: Philipp Armbruster
Inszenierung: Thomas Enzinger
Choreografie: Ramesh Nair
Premiere: 29. November 2014
Weitere Vorstellungen: 7., 13., 21., 27.12. und 31. Dezember 2014 (2x); 17., 29. Januar 2015, 7., 13., 18. und 27. Februar 2015 und 15. März 2015.
Martin Bruny am Montag, den
5. Mai 2014 um 21:24 · gespeichert in Theater
Nicht fürs Popcorn-Theater, für 2000, 3000 oder 4000 Zuschauer, ist Wiens neuestes Theater, das »franzjosefskai21«, angelegt, nein, 50 Plätze hat Alexander Waechters Bühne, die am 6. Mai 2014 eröffnet wird.
Bis 2006 wurde an dieser Adresse das 1970 von Herbert Lederer gegründete »Theater am Schwedenplatz« bespielt, eine Ein-Mann-Bühne, die nach 36 Jahren geschlossen wurde. Waechter hat in seine Bühne 50.000 Euro investiert. Er bekommt keine Subventionen.
Über seine Ambitionen meint Waechter:
Ich halte es mit Bertolt Brecht: »Besorgen Sie sich ein eigenes Theater, sonst spielt Sie keiner!«
Als Premiereninszenierung ist eine für die Bühne adaptierte Fassung von Franz Kafkas »Die Verwandlung« zu sehen. Bis Ende Mai steht die Produktion am Spielplan (Dienstag bis Samstag; Tickets um 20 Euro; Beginn: 20 Uhr). Die Folgeproduktionen: ein Stück über Oscar Wilde, Henrik Ibsens »Peer Gynt«, eine Produktion mit den Votivkirchen-Flüchtlingen und ein Abend mit Briefen, die Mitglieder des Bunds Deutscher Mädchen an Hitler geschrieben haben.
Martin Bruny am Sonntag, den
4. Mai 2014 um 12:37 · gespeichert in Musical, Broadway
Immerhin wird es das »erfolgreichste« (an der Zahl der gespielten Vorstellungen gemessen) Musical sein, das Jason Robert Brown je am Broadway zur Aufführung gebracht hat, wenn am 18. Mai 2014 im Gerald Schoenfeld Theatre der letzte Vorhang für »The Bridges of Madison County« fällt. 135 gespielte Vorstellungen (eine Laufzeit von drei Monaten), damit ist die Show ein weiterer kommerzieller Flop des Komponisten. Einen Renner hatte er noch nie.
Warum die Show gefloppt ist? Didier C. Deutsch erklärt einige der Schwächen des Musicals in der aktuellen Ausgabe von »musicals« (April/Mai 2014, Seite 94 bis 96) sehr gut, die Reaktionen der New Yorker Presse waren gespalten. Das Fazit von Deutsch:
Insgesamt kann man … als ein Musical beschreiben, das am besten den Besuchern der Nachmittagsvorstellungen gefallen wird, die sonst gern ihre tägliche Portion Seifenoper im Fernsehen anschauen und sich nach einem sentimentalen Stück sehnen, das von einer intensiven, aber dem Untergang geweihten Liebesaffäre erzählt. Das neue Musical hat durchaus Charme, seine Musik mit ihren wunderbaren Melodien gehört zur schönsten, die wir seit langer Zeit hier gehört haben. Das Stück bietet ebenfalls fein schattierte Porträts, vor allem von Kelli O’Hara, die man andererseits als anbiedernd qualifizieren könnte. Die Summe der positiven Punkte aber reicht nicht aus, das neue Musical zu dem erhofften Riesenerfolg zu machen, der es eigentlich hätte werden müssen.
Die Jury der Tony-Awards scheint dies ähnlich gesehen zu haben. »The Bridges of Madison County« erhielt Nominierungen in den Kategorien:
01) »Best Original Score« (Jason Robert Brown: Music, Lyrics)
02) »Best Performance by an Actress in a Leading Role in a Musical« (Kelli O’Hara)
03) »Best Orchestrations« (Jason Robert Brown)
04) »Best Lighting Design of a Musical« (Donald Holder)
Keine Nominierung erfolgte gerade in der für den Vorverkauf so wichtigen Kategorie »Best Musical«. Da vergab die Jury vier Nominierungen und hatte die Möglichkeit, eine weitere Nominierung zu vergeben, entschied sich jedoch explizit dagegen und ließ den Platz lieber frei, als sie der Show von Jason Robert Brown zuzusprechen.
Gar nicht verstehen können »Fans« die Kritiker und auch die Tony-Jury. Sie posten dann etwa in Richtung Didier C. Deutsch Ausfälliges wie:
Dass die Kritiken aus New York von einem 76jährigen unter aller Sau (entschuldigung) ist ja irgendwie nichts neues mehr, aber…auch bei den beiden Beiträgen zu Gypsy im Red Rose und Schwestern im Geiste rollen sich die Fußnägel auf.
Damit disqualifizieren sich diese »Musicalinteressierten«. Man wird ihre Meinung nicht mehr ernst nehmen können.
Jason Robert Brown @ (Off-)Broadway
1) Songs For A New World (26.10.1995; WPA Theatre, Off-Broadway)
12 Vorstellungen
2) Long Day’s Journey Into Night (22.3.1998; Irish Repertory Theatre, Off-Broadway)
Incidental Music by Brown
49 Vorstellungen
Martin Bruny am Dienstag, den
29. April 2014 um 22:37 · gespeichert in Musical, Wien
Zu einer Dringlichen Anfrage, die VBW betreffend, ist es am Dienstag dieser Woche im Wiener Gemeinderat gekommen. Der Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, Andreas Mailath-Pokorny, nahm zur Anfrage Stellung und berichtete unter anderem von 30 neuen Sponsoren, die die VBW gewinnen konnten. Interessant, da sollte man doch glatt eine Liste online stellen. Ich vermisse ja auch die genaue Auflistung der 100 Punkte, die die interimistische Leitung des Burgtheaters gefunden haben will, um künftig Einsparungen zu erzielen.
Isabella Leeb von der ÖVP bemerkte, dass die Dringliche auf einer DIN-A4-Seite beantwortet wurde. Das ist ebenfalls interessant. Warum stellt die ÖVP diese Beantwortung nicht online. Viele am Musicalgenre Interessierte würden das sicher gerne lesen.
Die APA-Aussendung zur Dringlichen Anfrage findet man –> hier.
PS: Bei der PK nächste Woche zu »Mary Poppins« interessiert es mit Sicherheit niemanden, ob einer der Darsteller irgendwann mal Wienerlieder gesungen hat. Ein paar Sätze zur Lage der Neuorientierung der VBW wären weit interessanter. Und mein Gott, es sind doch eh nur die handverlesenen Medien eingeladen. Also keine Bange.
PPPS: Was sagen denn die Grünen dazu?
Die Antwort: »GR Mag. Klaus Werner-Lobo (Grüne) betonte, dass es ein Bekenntnis zur fundamentalen Neuerung der Vereinigten Bühnen gebe. Zudem würden die Grünen die Diskussion über Transparenz bei Gehältern weiter im Auge behalten. Außerdem wolle er gemeinsam mit ExpertInnen unter anderem über ein Mehrspartenhaus oder das Theater an der Wien als selbstständiges Opernhaus nachdenken.« (LINK)
PPPPS: Nun wurden auch noch ein paar ausgewählte Musicalclub-Mitglieder zur »Mary Poppins«-PK eingeladen. Gratulation an das wie immer so hervorragend arbeitende Social-Media-Team der VBW.
PPPPPS: Man könnte es glatt für einen Aprilscherz halten. Es soll Überlegungen geben, das Raimund Theater in ein 1600 Plätze fassendes Theater umzubauen. (LINK)
Martin Bruny am Samstag, den
26. April 2014 um 10:15 · gespeichert in Musical, Wien
Vom 20. Januar bis 1. März 2015 ist das Queen-Musical »We Will Rock You« in der Halle F der Wiener Stadthalle zu sehen.
Brian May über das Wien-Gastspiel:
Wir sind überglücklich, dass wir WE WILL ROCK YOU nach seiner ausverkauften Laufzeit in 2008 endlich wieder in Wien präsentieren können – und dieses Mal in seiner neuesten technisch überarbeiteten Version. Wir sind sehr stolz auf diese deutsche Produktion. Sie ist mit keiner anderen auf der Welt zu vergleichen. Das Ensemble und die Band haben einen einzigartigen Stil. Aber was am allerwichtigsten ist… die Show ist live, sie ist gefährlich und mehr als alles andere: Sie rockt!
Tickets sind natürlich bereits erhältlich, und zwar –> hier.
Als Veranstalter auf der Website der Wiener Stadthalle vermerkt: Concertbüro Oliver Forster GmbH & Co. KG. Auf der Website von BB Promotion finden wir jedoch ebenfalls die Wien-Termine vermerkt (LINK).
Martin Bruny am Samstag, den
26. April 2014 um 09:46 · gespeichert in Musical
In den vergangenen Saisonen brachte das Schauspielhaus Graz interessante Musicalproduktionen, 2012 etwa »Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs«, 2013 »Cabaret«. Für die kommende Saison ist kein Musical angekündigt. Das Spielzeitbuch ist auf der Website des Theaters downloadbar –> hier.
Auch das Theater in der Josefstadt hat sich nach dem Erfolg von »Catch me if you can« dazu entschlossen, zwar musikalische Theaterproduktionen in der kommenden Saison zu bringen (wobei mittlerweile ohnedies in jedem zweiten Sprechstück auch Musik eine immer wichtigere Rolle spielt), aber kein Musical der Marke Sobotka. (LINK)
Martin Bruny am Mittwoch, den
23. April 2014 um 18:28 · gespeichert in Musical
Die Grazer Oper bringt in der Saison 2014/2015 zwei Musicalproduktionen. Eine davon, Andrew Lloyd Webbers »Evita«, hat man offensichtlich in Osnabrück geshoppt. Das Stück wird als Produktion der Städtischen Bühnen Osnabrück angekündigt. Für die Titelrolle in Graz wurde Bettina Mönch engagiert.
Die interessantere Produktion ist die als Familienmusical angekündigte Uraufführung von »Grimm!«. Der Untertitel der von Thomas Zaufke und Peter Lund geschriebenen Show: Die wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf.
Handlung
Die Dorfbewohner sind sich einig: Im Wald ist es gefährlich. Da haust der große böse Wolf, mit dem jeder bereits seine schlechten Erfahrungen gemacht hat: Mutter Geiß mit ihren sieben Geißlein, die drei Schweinchen und der alte Hofhund. Doch das Rotkäppchen will trotz aller Gruselmärchen dorthin, um die kranke Großmutter zu besuchen, und stellt dabei fest, dass der junge Wolf namens Grimm, dem sie im Wald begegnet, gar nicht so böse, sondern äußerst interessant ist! Also beschließt sie, Grimm mit ins Dorf zu nehmen, um allen Gerüchten ein Ende zu setzen – doch die Dorfbewohner wollen sich nicht so einfach ihre Märchen zerstören lassen und machen es dem tapferen Mädchen nicht leicht, ihre Version vom »bösen Wolf« durchzusetzen … Und so beginnt eine spannende Geschichte um Wahrheit und Lüge, Vorurteile und eine große Freundschaft, die man so bestimmt noch nicht gesehen hat … Mit ihrer gewitzten Interpretation der ewigen Geschichte von Gut und Böse stellt das Erfolgsduo Thomas Zaufke und Peter Lund den Grimmschen Kosmos liebevoll auf den Kopf – denn mal ehrlich: Wer ist heute eigentlich der Böse? Oder umgekehrt: Wer ist es nicht?
Grimm!
Die wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf
Uraufführung
von Thomas Zaufke und Peter Lund
Ab 6 Jahren
Martin Bruny am Mittwoch, den
23. April 2014 um 12:21 · gespeichert in Musical
Die Bühne Baden zeigt ab 14. Februar 2015 Stephen Sondheims »Das Lächeln einer Sommernacht«, inszeniert von Robert Herzl, mit Katharina Dorian, Kerstin Grotrian, Kerstin Ibald, Karin Pagmar, Dagmar Schellenberger, Marjan Shaki, Vanessa Zips, Andreas Jankowitsch, Franz Josef Koepp, Darius Merstein-MacLeod, Lukas Perman und anderen.
Ausstattung: Pantelis Dessyllas; Choreografie: Michael Kropf; Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik.
Damit setzt der neue Intendant, Sebastian Reinthaller, fast könnte man sagen: einen Musicalschwerpunkt – denn als zweite Musicalproduktion der Saison steht »Annie« auf dem Programm, das Musical von Charles Strouse (Musik), Martin Charnin (Texte) und Thomas Meehan (Buch). Besetzung: Birgit Arquin, Katharina Dorian, Elisabeth Ebner, Dagmar Hellberg, Daniela Nitsch, Johanna Öhner, Zoà« Riedl, Beppo Binder, Otto Jaus, Franz Josef Koepp, Peter Kratochvil, Erwin Windegger. Musikalische Leitung: Oliver Ostermann; Inszenierung: Alexandra Frankmann; Bühnenbild: Sam Madwar; Kostüme: Friederike Friedrich; Choreografie: Marcus Tesch.