Postings zum 1. April über die VBW sind heikel, daher wird’s auch diesmal keines geben. Egal, was für einen Stuss man postet, die Wirklichkeit übertrifft die Fiktion. »›Schönbrunn-Version‹ von ›Elisabeth‹« als Inbegriff der Shrinkflation im Musicalbereich, die Marketingkampagne von »Maria Theresia«, bei der man als Schutzschild den Sanctus von Sachbuchautorinnen vor sich her getragen hat, um Plots knapp am Rand des Belegbaren zu konstruieren. Darsteller von »Maria Theresia« singen am Balkon eines Casinos, als wäre ausgerechnet Glücksspiel das, was man promoten sollte.
Jetzt hat der Geschäftsführer der VBW, Franz Patay, dem »Kurier« ein Interview gegeben, das wieder fast nicht zu toppen ist. Auf die Frage, wie er die Einsparung von fünf Millionen an Subventionen verarbeiten will, fällt ihm – und da ist es völlig egal, was er sonst noch gesagt hat – die Berufsgruppe der Nachtportiere ein. Klassisches »cherry picking« der übelsten Art. Eine prekäre Berufsgruppe, niedriges Gehalt. Hier hätte man sofort nachhaken müssen. Es fehlt nur noch die Aussage: Na bitte, stellen Sie sich das vor. Jetzt müss ma uns das Taxi nach der Weihnachtsfeier um 3 in der Früh selbst rufen.
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»Kurier«-Interview




