Archiv - 2006
Martin Bruny am Montag, den
8. Mai 2006 um 10:52 · gespeichert in Netz, Musical
BroadwayWorld.com bietet allen Musicalinteressierten ein rund halbstündiges Videofeature über die Castpräsentation des Broadway-Revivals von A Chorus Line (Premiere: 5. Oktober 2006) und über die Premiere von “Lestat”.
Viele weitere Videofeatures lassen sich auf Broadway.com abrufen, auch hier unter anderem ein Bericht über die “Lestat”-Premiere.
Martin Bruny am Montag, den
8. Mai 2006 um 10:51 · gespeichert in Musical, Broadway
Der Zuschauerschwund bei “Lestat”, der letzten Broadway-Versuchung von Elton John & Bernie Taupin, scheint nicht aufzuhalten zu sein. Neuerlich sank die Auslastung dramatisch und liegt nun bei 59 Prozent (minus 11,4 Prozent im Vergleich zur Vorwoche).
Was könnte man nun unternehmen? Vielleicht eine Anzeigenkampagne? TV-Spots? Gelingt es den Produzenten nicht, die Zuschauer in den ersten Wochen davon zu überzeugen, dass “Lestat” eine Show ist, die es sich zu sehen lohnt, darf sich der Gute für immer in die Gruft zurückziehen. Das ist nur eine der Schlussfolgerungen, die man aus einem hochinteressanten Artikel von Peter D. Kramer ziehen kann. Nach wie vor hat die New York Times die Macht, einem Musical das letzte bisschen Leben auszusaugen. Ist “Lestat” nur ein Beispiel von vielen oder letzten Endes vielleicht doch die Ausnahme?
Martin Bruny am Sonntag, den
7. Mai 2006 um 10:52 · gespeichert in Awards
Am 5. Mai 2006 ging im New Yorker Marriott Marquis Hotel am Times Square die 72. Annual Drama League Awards Ceremony über die Bühne. Die Gewinner:
DISTINGUISHED PRODUCTION OF A MUSICAL
Jersey Boys
DISTINGUISHED PRODUCTION OF A PLAY
History Boys
DISTINGUISHED REVIVAL OF A MUSICAL
Sweeney Todd
DISTINGUISHED REVIVAL OF A PLAY
Awake and Sing!
Martin Bruny am Samstag, den
6. Mai 2006 um 10:53 · gespeichert in Musical, Broadway
Wie “United Press International” berichtet, steht es schlecht um “Lestat”, das neue Musical von Elton John und Bernie Taupin. Der Ticketverkauf läuft katastrophal. 50.000 Dollar Einnahmen pro Tag sind genau um 40.000 Dollar zu wenig, um profitabel arbeiten zu können.
Warner Bros. plant nun eine TV-Kampagne, um die schwer angeschlagene Show zu retten. Broadway-Insider sehen den letzten Vorhang für “Lestat” jedoch noch vor den Tony Awards am 11. Juni kommen.
Die Auslastung der Show vor der Premiere lag bei rund 85 Prozent. In der Woche nach den verheerenden Kritiken stürzte man auf 70 Prozent. Alles andere als ein baldiges Aus der Show wäre ein kleines Wunder. Rezensionen wie jene der Village Voice scheinen Elton John seinen ersten Broadway-Flop zu bescheren:
Schlock and Awe: A potential weapon against terrorists: Bloodsuckers who sing by Michael Feingold
Our government has invaded and destroyed Iraq, and is now casting its hawkish eye on Iran. Before we nuke Tehran, I’d like to propose an alternative target: I think our armies should invade and destroy Lestat, the new musical based on Anne Rice’s vampire novels. Saddam Hussein was unquestionably an oppressor, but he can’t have been as oppressive as two and a half hours of Lestat. The Palace Theatre, with its long history of glamorous, crowd-pleasing entertainments, is the wrong venue, this show should play Abu Ghraib or Guantà¡namo. The first act alone would induce the most hardened terrorist to confess.
Even granting the appeal (lost on me) of Rice’s wheezily verbose novels, squeezing all their complications into one draggy evening of subliterate pop-rock oatmeal is a notion only an entertainment conglomerate could love. The concept of vampires as mother-fixated homophile men with philosophic pretensions, which the show toys with in a thoroughly confusing peekaboo manner, doesn’t help either. If Sir Elton and his team had really wanted to write a musical about the walking dead, they should have made them all upper-echelon Warner executives. For performers like Hugh Panaro, Carolee Carmello, Jim Stanek, and Roderick Hill, who sing their devoted lungs out trying to make this garishly inert sucker fly, I have only sympathy. Why the excruciatingly inept actor who plays Armand has been told to use a Jose Jimenez accent is beyond my comprehension. Hello, Defense Department? Get me Secretary Rumsfeld, please. And start sharpening our stakes.
Martin Bruny am Sonntag, den
30. April 2006 um 10:54 · gespeichert in Skurriles
Heute groß in der Printausgabe des KURIER beworben: der neue Online-KURIER. Auch beim Relaunch des KURIER-Online-Angebots bleibt eines auf der Strecke: die Kultur. “Nachrichten”, “Sport”, “Freizeit”, Interaktiv” und “Service” wurden als Hauptkategorien eingerichtet, das war’s. Schade, und auch ein völlig unlogisches Konzept, geradezu klassisch konsumentenunfreundlich. Per Klickmarathon zu Theaterkritiken, falls online überhaupt verfügbar? Wirtschaftsnews? Nach wie vor beispielgebend: derStandard.at.
Martin Bruny am Freitag, den
28. April 2006 um 10:54 · gespeichert in Musical, Broadway
Am 29. April 1996 feierte das Jonathan Larson-Musical “Rent” im New Yorker Nederlander Theatre seine Broadway-Premiere. In den Hauptrollen: Taye Diggs, Wilson Jermaine Heredia, Jesse L. Martin, Idina Menzel, Adam Pascal, Anthony Rapp, Daphne Rubin-Vega, Fredi Walker, Gilles Chiasson, Rodney Hicks, Kristen Lee Kelly, Aiko Nakasone, Timothy Britten Parker, Gwen Stewart und Byron Utley.
Bis heute sind rund 4.100 Vorstellungen über die Bühne gegangen, Jonathan Larson, der wenige Wochen vor der Premiere starb, wurde posthum für “Rent” mit dem Pulitzer-Preis und 4 Tonys, darunter in der Kategorie “Best Musical”, ausgezeichnet.
Am 24. April 2006 ging ein Anniversary-Konzert mit der Original-Cast über die Bühne. Ausschnitte aus dieser Show und Interviews mit einigen der legendären Rent-Performer gibt es auf BroadwayWorld TV.
Martin Bruny am Donnerstag, den
27. April 2006 um 13:54 · gespeichert in Event-Tipps
Es hat sich herumgesprochen. Wenn ein Theater ausverkaufte Vorstellungen braucht, dann gibt es da so ein klitzekleines Wundermittel, das mit Sicherheit wirkt. Die Volksoper schwört seit Jahrzehnten drauf, das Volkstheater wirft sich im März 2007 eine ganz große Portion davon ein: MUSICAL heißt die Wunderdroge, die das Publikum anlockt, Stimmung in die Bude zaubert, Bühnentürln einen ganz neuen Sinn verleiht, die Homepageindustrie zum Erblühen bringt, die Kassen klingeln lässt und der Häme der Kritiker Zucker gibt. Angaben aus den Ankündigungen des Volkstheaters:
Cabaret
Musical
Buch von Joe Masteroff
nach dem Stück Ich bin eine Kamera von John van Druten
und Erzählungen von Christopher Isherwood
Musik von John Kander
Gesangstexte von Fred Ebb
Deutsch von Robert Gilbert
in der reduzierten Orchesterfassung von Chris Walker
Premiere: 11. März 2007
Da ist der Kit Kat Klub im Berlin der Weimarer Republik - ein etwas zwielichtiges Cabaret mit pomadisiertem Confà©rencier, der sein Publikum in drei Sprachen begrüßt: Willkommen, Bienvenue,Welcome …
Da ist der amerikanische Nachwuchsschriftsteller Cliff Bradshaw im Zug von Paris nach Berlin, der eine seltsame Begegnung mit einem übertrieben zuvorkommenden Deutschen hat, der ihm in Berlin Tür und Tor öffnet.
Da ist Sally Bowles, eine englische Sängerin, flatterhaft und liebenswert,leicht exzentrisch und auf ihre Karriere bedacht, die im Kit Kat Klub auftritt und sich in Cliff verliebt.
Und da ist das politische Klima in Deutschland, der Vormarsch der braunen Horden und Hakenkreuze.
Die brutale Gefährlichkeit des Naziterrors greift immer mehr um sich. Ein Tanz auf dem Vulkan. The show must go on. Sally Bowles bleibt in Berlin, im Cabaret. Sie hat sich für ihre Karriere entschieden. Cliff fährt nach Paris zurück. Die private Show ist zu Ende.
Das Musical basiert auf Christopher Isherwoods Episodenroman Goodbye to Berlin aus dem Jahr 1939, in dem collagenhaft die politische und moralische Auflösung Deutschlands, das dekadente Lebensgefühl der sterbenden Republik, die hektische Betriebsamkeit und die politische Ahnungslosigkeit der Menschen kurz vor der Machtübernahme Hitlers geschildert werden.
Für die Musicalfassung orientierten sich die Autoren an den Bühnenwerken Brechts und Weills.
Regie: Michael Schottenberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
Martin Bruny am Mittwoch, den
26. April 2006 um 13:55 · gespeichert in Musical, Broadway
Gestern feierte das neue Elton John/Bernie Taupin-Musical “Lestat” seine Broadway-Premiere. Heute sind die ersten Kritiken am Markt. Die New York Times, eines der wichtigsten Medien, wenn es um Theaterpremieren geht, beginnt ihren Verriss folgendermaßen:
A promising new contender has arrived in a crowded pharmaceutical field. Joining the ranks of Ambien, Lunesta, Sonata and other prescription lullaby drugs is “Lestat,” the musical sleeping pill that opened last night at the Palace Theater.
Böse, böse, und leider kein gutes Zeichen für Lestat, das Musical. Anders als in Deutschland oder Österreich, wo Verrisse eine Show geradezu adeln, kann eine schlechte Kritik in New York, wo Profis am Werk sind, die wissen, worüber sie schreiben, und auch beurteilen können, was sie sehen, das baldige Aus einer Show besiegeln. Man wird sehen, wie sich Lestat in den nächsten Wochen macht.
Links zu weiteren Kritiken gibt es im Laufe des Tages in der Furl-Rubrik (”Entertainmnet-News”).
Martin Bruny am Montag, den
24. April 2006 um 13:57 · gespeichert in Musical, Wien

teatro, eine freie Theatergruppe, 1999 von Norberto Bertassi und Josef Prenner gegründet, feiert am Samstag, den 29. April 2006, um 15.00 Uhr im Stadttheater Wiener Neustadt die Uraufführung des Musicals Die Geggis - reloaded. Frei nach einem Buch der bekannten österreichischen Kinderbuchautorin Mira Lobe erzählt “Die Geggis - reloaded” die Geschichte der grünen Sumpfgeggis und der roten Berggeggis. Wer oder was sind Geggis? Mira Lobe erklärt das folgendermaßen: “Es gibt zwei Sorten: die FELSGEGGIS und die SUMPFGEGGIS. Felsgeggis sind rot, können klettern und klimmen; Sumpfgeggis sind grün, können tauchen und schwimmen. Die Spitznasen-Schnäuzchen, die Schwänze und Pfoten ähneln sich sehr bei den Grünen und Roten. Im nächtlichen Dunkel kann man die beiden kaum unterscheiden. Doch können die beiden einander nicht leiden! Drum lernt jedes grüne Sumpfgeggi-Kind, dass die Roten gefährliche Feinde sind; und umgekehrt lernt jedes Felsgeggi-Kind, was die Grünen für schreckliche Schurken sind. Weil sie sich stets aus dem Wege gehn, hat keiner den andern jemals gesehn. Doch dann verlieben sich Rokko & Gil, ein Felsgeggi und ein Sumpfgeggi, ineinander. Die Liebesgeschichte von Rokko & Gil kann beginnen.”

Regisseur und Komponist Norberto Bertassi, ab Herbst als “Ben” im neuen Levay/Kunze-Musical “Rebecca” auf der Bühne des Wiener Raimund Theaters zu erleben, bringt sein neuestes Musical mit professionellen Musicaldarstellern und Schauspielern sowie 28 begeisterten, begabten Kindern und fünf Musikern auf die Bühne.
Cast:
Gil - Sigrid Spörk
Rokko - Tomas Tomke
Tante Odumei - Andrea Malek
Onkel Babo - Thomas Hurter
Vater im Film - Walter Ludwig
Mutter im Film - Bettina Soriat
Creative Team:
Textbuch - Mira Lobe
Regie und Musik - Norberto Bertassi
Musikalische Leitung - Franz Haselsteiner
Choreographie+Regieassistenz - Beatrix Knoth
Bühnenbild - Giovanni de Paulis
Kostüme - Verena Werni
Filmregie - Max Zankl
Maske - Lucie Knapp
2. Regieassistenz - Christoph Manss
Hospitanz - Nina Kusche
Praktikantin - Claudia Stanetty
Spieldaten:
Premiere: Sa, 29.04.06, 15.00 Uhr, Stadttheater Wr. Neustadt
Sa, 15.07.06, 18:00 Uhr, Katzelsdorf (NÖ)
So, 16.07.06, 18:00 Uhr, Katzelsdorf (NÖ)
Sa, 22.07.06, 18:00 Uhr, Katzelsdorf (NÖ)
So, 23.07.06, 18:00 Uhr, Katzelsdorf (NÖ)
Karten sind ab sofort in allen Verkaufsstellen von ÖsterreichTicket sowie unter der Tickethotline 01/96096 (täglich von 9 bis 21 Uhr) sowie unter www.oeticket.com erhältlich.
Infos unter: 0650-99 22 100 bzw. office@teatro.at
Martin Bruny am Freitag, den
21. April 2006 um 13:59 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos
Eine Slideshow von rund 70 Fotos, die im Rahmen der “Rebecca”-Pressekonferenz entstanden sind, kann ab sofort hier abgerufen werden. Die Pics kann man sich auch einzeln ansehen, dann am besten hier klicken. Viel Spaß!
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