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Archiv - Theater

Die Liebe zu Sylvia, der Ziege


Martin, ein 50-jähriger Architekt, ist am absoluten Höhepunkt seines erfolgreichen Lebens. Soeben hat er als jüngster Preisträger in der Geschichte den prestigeträchtigen Pritzker Preis für Architektur erhalten sowie den sensationellen Auftrag, das visionäre Millionenprojekt World City zu bauen. Seine Ehe mit Stevie ist außerordentlich glücklich, beide lieben ihren 17-jährigen Sohn Billy, dessen Homosexualität sie voll akzeptieren.Doch Martin hat ein Problem: Er hat seit 6 Monaten eine Affäre, freilich keine banale Affäre. Martin ist verliebt - das Objekt seiner Liebe heißt Sylvia, und Sylvia ist eine Ziege!
Im März 2002 feierte Edward Albees “The Goat” am Broadway Premiere, Bill Pullman und Mercedes Ruehl sowie Sally Field und Bill Irwin brillierten in den Hauptrollen - derzeit kann man das Werk am Vienna’s English Theatre erleben, und im Dezember 2003 findet am Wiener Akademietheater die deutschsprachige Premiere unter dem Titel “Die Ziege oder Wer ist Sylvia?” in einer Übersetzung von Alissa und Martin Walser statt.
Die derzeit in Wien laufende englischsprachige Fassung dürfte auch für alle “Buffy”-Fans interessant sein, spielt doch Michael Zlabinger die Rolle des Billy. Okay, nur peripher interessant, denn seine Rolle in “Buffy” war nicht wirklich groß …

Premiere am Wiener Burgtheater: Ödipus in Kolonos


Heute geht im Wiener Burgtheater die Wiener Festwochenpremiere Ödipus in Kolonos über die Bühne. Bemerkenswert, wer hier am Werke ist: Peter Handke lieferte die Neuübersetzung, Klaus Michael Grüber zeichnet für die Regie verantwortlich, die Besetzung ist im deutschsprachigen Theater der Gegenwart nur schwer zu toppen:
Ödipus Bruno Ganz, Theseus Otto Sander, Antigone Birgit Minichmayr, Kreon Johann Adam Oest, Erster Fremder Martin Schwab, Polyneikes August Diehl, Chorführer Ignaz Kirchner, Chor Branko Samarovski, Martin Schwab, Paul Wolff-Plottegg, Bote Martin Schwab, Ismene Mareike Sedl.
Rezensionen: Kurier orf.at diepresse.com derStandard.at DieWelt

6 Schriftsteller, 6 Regisseure, 24 Schauspieler und 24 Stunden Zeit


… das sind die wichtigsten Zutaten für die “24 HR. Plays”. Rechnet man die Production Staff dazu, kommt man auf zirka 50 Leute.
Wie entsteht nun so ein “24 HR. Play”? Nun, wenn einmal der Tag der Produktion der 24-Stunden-Schauspiele gekommen ist, treffen sich alle Beteiligten um 22 Uhr am Vorabend der Aufführung zur Initialisierung ihres Rituals. Man bespricht am Ort des Geschehens (also im Theater) die Details und lässt danach die 6 Schriftsteller alleine. Ihre Aufgabe ist es, bis 7 Uhr morgens je ein 10-Minuten-Schauspiel zu verfassen. Punkt 7 Uhr morgens treffen die Regisseure ein und übernehmen. Sie lesen die brandneuen Werke, besprechen sich und beginnen mit dem Casting. Um 8 Uhr morgens stoßen die Schauspieler zur Gruppe, die Proben beginnen um 9 Uhr. Von 17 Uhr bis 19:30 finden die letzten Proben statt, pünktlich um 19:45 wird das Publikum eingelassen. Um 20 Uhr beginnt die Vorstellung.
Seit 1995 sind auf diese Art und Weise über 200 10-Minuten-Schauspiele entstanden und zur Aufführung gebracht worden. Keine üble Idee das. Wann steigt Schlingensief ein?

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