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Archiv - Event-Tipps

Theater Akzent: Bewitched (Premiere)

3. Mai 2008
18:00bis20:00

Theater Akzent: Bewitched die total verhexte Tanzshow (Premiere)
Produktion des Studios an der Wien

3. Mai 2008, 18:00 Uhr
Weitere Vorstellung: 4. Mai 2008, 18:00 Uhr

Eine abenteuerliche Reise durch die Welt der Hexen, Zauberer und Geister unternehmen die großen und kleinen TänzerInnen des Tanz- und Ballettstudios an der Wien. Denn gezaubert wird überall - ob beim Hexensabbat in Transsylvanien oder beim Hofball in der Kaisergruft …

Tickets: Tel: 01/967 44 58

Volksoper: The Sound of Music (Wiederaufnahme)

4. Mai 2008
18:00bis21:00

Volksoper Wien: „THE SOUND OF MUSIC“

ERSTE VORSTELLUNG AM SONNTAG, 4. MAI 2008, BEGINN: 18:00 UHR
Weitere Vorstellungen: 8., 14., 21., 22., 23., 24., 25., 26. Mai 2008; 8., 9., 10. Juni 2008

Die Kraft der Musik katapultiert die junge Novizin Maria aus dem Kloster direkt hinein ins Eheglück. Über das gemeinsame Singen und
Tanzen gewinnt die als Kindermädchen engagierte Maria nicht nur die Herzen der sieben Kinder, sondern auch das des Vaters, des verwitweten Kapitän von Trapp.

Mit „The Sound of Music“ kehrt einer der größten Publikumserfolge der letzten Jahre auf den Spielplan der Volksoper zurück. Als junge Novizin Maria debütiert Johanna Arrouas, die mit dieser Rolle in gewissem Sinne erwachsen wird, ist sie doch schon als Trapp-Kind Liesel auf der Bühne gestanden. Alternierend mit ihr wird wieder Musicalstar Sandra Pires die Maria spielen. Als Kapitän von Trapp sind Kurt Schreibmayer und Michael Kraus zwei „Sound of Music“ - erprobte Seefahrer.

Dirigenten: Gerrit Prießnitz / Elisabeth Attl
Regie: Renaud Doucet

Cast
Johanna Arrouas / Sandra Pires (Maria)
Kurt Schreibmayer / Michael Kraus (Kapitän Trapp)
Sigrid Marikke / Regula Rosin (Schwester Sophie)
Mirjana Irosch / Regula Rosin (Schwester Bertha)
Ulrike Steinsky (Mutter Oberin)
Guggi Löwinger / Susanne Litschauer (Frau Schmidt)
u. a.

Wiener Urania: “Let me love you” mit Christina Bahlo

6. Mai 2008
19:30bis21:30

Wiener Urania: Christina Bahlo - “Let me love you”
6. Mai 2008

Im Zentrum der Musikreihe “Viaggio Musicale” stehen am 6. Mai Broadwayhits wie “Memory”, “Don’t Cry For Me Argentina”, “Let The Sunshine In”. Unter dem Titel “Let me love you” singt Christina Bahlo bekannte Melodien, begleitet von Gabor Rivo am Piano.

Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19.00 Uhr bei freier Sitzplatzwahl im Mittleren Saal.
Eintritt: Abendkassa 12,- Euro / Vorverkauf und Ermäßigung für Studierende, SeniorInnen und Ö1-Mitglieder 9,- Euro
Nähere Informationen und Anmeldung unter www.urania.vhs.at

armes theater wien: Eine Unbekannte aus der Seine (Premiere)

7. Mai 2008
20:00bis22:00

armes theater wien: Eine Unbekannte aus der Seine
von Ödön von Horváth
im Moulin Rouge, Walfischgasse 11, 1010 Wien
(bei der Staatsoper, U1, U2, U4, D, J, 1, 2, 62)

Premiere 7. Mai 2008
Weitere Vorstellungen 11., 14., 21., 25., 28. Mai 2008
Beginn jeweils 20 Uhr

Cast
Caroline Athanasiadis, Walter Gellert, Sarah Laminger, Georg M. Leskovich, Stefano Marcello, Erika Mottl, Martin Oberhauser, Krista Pauer, Michael Schusser, Thomas Weißengruber

Regie: Erhard Pauer

Tickets
Preis € 17,– (ermäßigt € 15,–)
Reservierung +43 699 81 63 93 94, info@armestheaterwien.at

Theater im Zentrum: Die Revolution frisst ihre Kinder (Premiere)

8. Mai 2008
19:00bis20:00

Theater im Zentrum: Die Revolution frisst ihre Kinder
Performance des Jugendklubs klub15 nach Georg Büchners „Dantons Tod“

Theater im Zentrum, Liliengasse 3, 1010 Wien
8., 14., 16. Mai 2008, jeweils um 19.00 Uhr
(Dauer der Vorstellung: ca. 1 Stunde)
ab 12 Jahren

Kartenpreis: 1 Euro (unbedingt vorbestellen!) unter abo@tdj.at
(Tel.: 01/52110 230)
Die Karten sind bis eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse abzuholen.

Konzept und Regie: Harald Volker Sommer, Theaterpädagoge des TdJ
Besetzung: Mattea Cavic | Lena Geyer | Hanna Grossauer | Sandra Hold | Katharina Kneissl | Bibiane Kovacs | Lena Pospischil | Alena Soucek | Barbara Walter | Simone Weiss

„Wie weit geht man, wenn man wütend ist? Startet man eine Revolution?“ (Sandra Hold, Darstellerin) Zehn Mädchen treffen sich zu einer Party: Sich zurückziehen, abfeiern, den Frust rauslassen. Was macht mich wütend? Was will ich verändern? Ist Gewalt das einzige Mittel sich zu wehren? „Wir müssen was treiben, was treiben!“ heißt es bei Büchner. Aber was? Die Welt verändern wollen – ist das nicht nur Zeitverschwendung? Auf der Basis des Revolutionsdramas „Dantons Tod“ von Georg Büchner werden von den Mädchen Extreme menschlichen Handelns hinterfragt und ausprobiert. Büchner hat die zentrale Frage formuliert: Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet? Die Party kippt und die Mädchen beginnen, einzelne Rollen aus Büchners Drama zu übernehmen. „Frust rausbrüllen und ganz still sein; über Grenzen springen und sich dabei selbst näher kommen. Sind wir wirklich nur Puppen - von unbekannten Gewalten am Draht gezogen, wie es bei Büchner heißt? Ich bin mir sicher, dass mehr dahinter steckt!“ (Hannah Grossauer, Darstellerin). Nach einem intensiven Jahr der Stückentwicklung, der Improvisation und des Probens stellt der klub15 des Theater der Jugend seine aktuelle Produktion vor.

WUK: SCHLAF KINDLEIN SCHLAF … frei nach “Einer flog über das Kuckucksnest” (Premiere)

8. Mai 2008
20:00bis22:00

SCHLAF KINDLEIN SCHLAF … frei nach “Einer flog über das Kuckucksnest” von Ken Kesey
STUTHE – Studierende Theater

Termin: 08.05.2008 bis 13.05.2008, außer 9. Mai, 20:00, WUK Saal

Inhalt
Die Kleinkriminelle Andrea wird zur genaueren Untersuchung in eine psychiatrische Anstalt überwiesen. Dort soll festgestellt werden, ob bei ihr tatsächlich eine Borderline-Störung vorliegt, oder sie diese nur vortäuscht, um den härteren Haftbedingungen zu umgehen. Doch für Andrea ist die Situation in der Anstalt befremdend. Der Alltag ist von scheinbar sinnlosen Regeln, Vorschriften und Routinen geprägt. Sie will sich diesem Trott weder beugen noch anpassen. Vom ersten Schritt an in die Station rebelliert sie gegen den Arzt und das Personal. Die anderen Patientinnen fühlen sich anfangs durch das eigenwillige Verhalten von Andrea vor den Kopf gestoßen und sind verunsichert. Für einige sind die Regeln nicht zu hinterzufragen, andere haben einfach resigniert. Doch durch den Neuankömmling, beginnen sie an dem Sinn der Routine und Vorschriften zu zweifeln. Als Dr. Eckhart das Gefühl bekommt, dass Andrea die anderen Patientinnen zur Unruhe anstiftet, eskaliert die Situation.

Die Cover-Version von Einer flog über das Kuckucksnest von Ken Kesey, das die Erwartungshaltungen des Publikums auf den Kopf stellt: Geschlechterrollen wurden vertauscht, Szenen neu interpretiert und improvisiert.

Der Verein STUTHE.Studierende-Theater bietet Studierenden die Möglichkeit, Theater zu machen. Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, organisatorische Hilfe für Produktionen und Aktionen aller Art zu leisten und Kunstschaffende zu gemeinsamen Projekten zusammenzuführen.

Besetzung
Barbara Jansenberger, Markus Glatzl, Monique Ehmann, Christina Wintersteiger, Sandra Herout, Catalina Molina, Maike Ammen, Birgit Etlinger, Lena Arends, Ann Catrin Malessa, Sebastian Schley, Erika Büttner

Leading Team
Inszenierung: Michael Blihall
Bühne: Thea Hoffmann-Axthelm
Kostüm und Maske: Daniela Raffl
Musik: Bernhard Jurjevec
Licht: Lisa Weiß, Friederike Schwarz
Dramaturgie: Birgit Etlinger
Produktionsleitung: Joanna Przadka
Produktionsbetreuung/STUTHE: Martin Thomas Pesl

Interkult Theater: Magic to do (Premiere)

9. Mai 2008
19:30bis21:30

Interkult Theater: Magic to do (Premiere)

Fr, 9. Mai
Sa, 10. Mai
So, 11. Mai
Mo, 12. Mai
Beginn jeweils 19.30 Uhr

Cast
Richard Schmetterer, Gery Schasche, Dustin Peters, Karin Figar, Markus Krenek, Nina Würzl/Kumari Kukla, Evita Komp/Martina Michal, Phillip Sievers, Stefanie Elias, Julia Mahr, Theresa Manschein, Katharina Sacher, Caro Zins

Eine non-profit Musicalproduktion unter der künstlerischen Gesamtleitung von Birgit Moser.

Das Musical “Magic to do” handelt von Pippin dem Buckligen, dem naiven ältesten Sohn Karls des Großen.
Pippin versucht seinem Leben einen Sinn zu geben und durchlebt verschiedenste Ereignisse. Dazu zählen z. B. Krieg, „Fleischeslust” oder Haushalt. Erst im Rückzug in ein bürgerliches Eheleben findet er sein Glück. Durch das Musical führt der Erzähler; er versucht, Pippin auf das “große Finale” vorzubereiten.

Mit Absolventen und Studenten des Konservatoriums Wien Privatuniversität und des Vienna Konservatoriums.

Gesamtleitung und Gesangscoaching: Birgit Moser
Regie: Artur Ortens
Musikalische Leitung: Mag. Masaaki Saito
Choreografie: Sascha Ahrens
Produktionsleitung: Dr. Nina Würzl
Produktionsassistenz: Karin Figar

Tiroler Landestheater: The King and I (Premiere)

10. Mai 2008
19:30bis22:30

Tiroler Landestheater: “The King and I”
Premiere: 10. Mai 2008, 19:30 Uhr
Weitere Aufführungstermine: 11. Mai, 19. Mai, 24. Mai, 30. Mai, 5. Juni, 6. Juni, 8. Juni, 25. Juni, 26. Juni 2008, jeweils 19:30 Uhr

Eine gewisse Anna Leonowens, eine verwitwete echte englische Lady, ging 1862 nach Siam und verbrachte fünf Jahre als einflußreiche Hauslehrerin am Hof des Königs Mongkut. Ihre Erlebnisse in der fremden Welt zeichnete sie gewissenhaft in Tagebüchern auf, die auch veröffentlicht wurden (”The English Governess at the Siamese Court”). Die Schriftstellerin Margaret Landon formte daraus 1939 einen vielgelesenen Roman, “Anna und der König von Siam”. Mit viel Einfühlungsvermögen für die fremdartige orientalische Mentalität schufen Rogers und Hammerstein II schließlich 1951 das zauberhafte Erfolgsmusical “The King and I”.
Zu Beginn hält Anna den König für einen unkultivierten, absolutistischen Tyrannen, während er in der jungen Lehrerin eine arrogante Vertreterin des britischen Kolonialreiches sieht. Doch die Vorurteile weichen gegenseitiger Achtung. Bei einem Bankett für Gesandte der britischen Krone hilft Anna dem König, sich als fortschrittlicher Herrscher zu präsentieren. Um so mehr ist sie schockiert, als Prinzessin Tuptim für ihren Fluchtversuch aus dem Palast grausam bestraft werden soll. Anna bricht mit dem König und will fort …

Fünfmal wurde der Stoff verfilmt: 1946 als glühende Liebesgeschichte mit Rex Harrison, 1956 als Musical mit Deborah Kerr und Yul Brynner, 1972 als 13teilige Fernsehserie, 1999 als Zeichentrickfilm und als Anna and the King mit Jodie Foster. Am TLT werden Jennifer Chamandy und Alfons Haider das gegensätzliche Paar verkörpern.

Leading Team
Musik: Richard Rodgers
Libretto: Oscar Hammerstein II
Musikalische Leitung: Leif Klinkhardt
Regie: Dale Albright
Choreographie: Stefano Giannetti
Bühne und Kostüme: Michael D. Zimmermann

Cast
Anna: Jennifer Chamandy
König: Alfons Haider
Tuptim: Debra Fernandes/Ines Lex
Lun Tha: Brenden Gunnell/Martin Mitterutzner
Lady Thiang: Kristina Cosumano/Anne Schuldt
Prinz Tschululongkorn: Michel Heil
Kralahome: Helmuth A . Häusler
Captain Orton/Sir Edward: Johannes Nikolussi
Bebe: Pine Fenz
Phra Alack: Il-Young Yoon

Universität für Musik und Darstellende Kunst: A Funny Thing happened on the Way to the Forum (Premiere)

14. Mai 2008
19:00bis22:00

Universität für Musik und Darstellende Kunst: A Funny Thing happened on the Way to the Forum (Premiere)
Mittwoch, 14. Mai 2008, 19:00 Uhr (Premiere)
Weitere Vorstellungstermine: 15. Mai und 16. Mai 2008, 19:00 Uhr
Neue Studiobühne, 14, Penzingerstraße 7-9

A Funny Thing Happened on the Way to the Forum
Musik/Texte: Stephen Sondheim
Buch: Burt Shevelove, Larry Gelbart
Inszenierung: Michael Mohapp
Musikalische Leitung: Jürgen Tauber
Aufführung des Instituts für Gesang und Musiktheater/Musical

Neue Studiobühne, 14, Penzingerstraße 7-9
Tickets ab 7. Mai 2008: +43 1 711 55-2702 (Ursula Schmiedpeter)
Mail: schmiedpeter@mdw.ac.at

Staatsoper Stuttgart: Le Comte Ory (Premiere)

17. Mai 2008
18:30bis22:30

Staatsoper Stuttgart: Gioacchino Rossini - “Le Comte Ory”

Oper in fünf Akten
Libretto von Eugène Scribe und Charles-Gaspard Delestre-Poirson
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Sonntag, 17. Mai 2008, 18.30 Uhr, Staatsoper Stuttgart, Opernhaus
Weitere Aufführungen: 24. Mai, 15. und 19. Juni, 4., 18. und 23. Juli 2008

Musikalische Leitung: Enrique Mazzola
Regie und Bühne: Igor Bauersima
Kostüme: Johanna Lakner
Video: Georg Lendorff
Licht: Reinhard Traub
Chor: Johannes Knecht
Dramaturgie: Sergio Morabito

Besetzung
Le Comte Ory: Angelo Scardina
Le Gouverneur du Comte Ory: Matias Tosi
Isolier: Tina Hörhold
Raimbaud: Adam Kim
Adèle / La Comtesse de Formoutiers: Ina Kancheva
Dame Ragonde: Ezgi Kutlu
Alice: Yuko Kakuta

Staatsorchester Stuttgart
Chor Staatsoper Stuttgart

Autor von «norway.today» Igor Bauersima inszeniert in Stuttgart seine erste Oper
Betrüger, Betrogene, Begehren: Gioachino Rossinis „Comte Ory“ ist ein amoralisches Spiel der Verwandlung und Verführung. Mit der selten gespielten Komödie zum Saisonabschluss wird einmal mehr dem französischen Schwerpunkt an der Staatsoper Stuttgart Rechnung getragen und gibt Igor Bauersima am 17. Mai um 18.30 Uhr sein Opern-Regiedebüt.

Angesiedelt im Mittelalter schickt Librettist Eugène Scribe in diesem Rossini-Werk Väter, Brüder und Ehemänner auf den Kreuzzug, bindet die daheim gebliebenen Frauen an ein Keuschheitsgelübde und zwingt so die jungen Männer, allen voran den Grafen Ory (Angelo Scardina gibt sein Stuttgartdebüt), zur wildesten Maskerade, um Kontakt mit dem anderen Geschlecht, respektive der Gräfin Adèle (Ensemblemitglied Ina Kancheva) aufzunehmen.

Ist das 1828 in Paris uraufgeführte Spätwerk eine Parodie und Maskerade, trifft dies auch auf die musikalische Struktur zu: Der italienische Komponist „recycelt“ zur Hälfte seine Krönungsoper „Il viaggio a Reims“ und verbindet in dem Zweiakter, den in Stuttgart Enrique Mazzola dirigieren wird, Elemente der Opéra Comique mit der Verve der italienischen Buffa und dem überquellenden Reichtum einer „Großen Oper“.

Dass Igor Bauersima sowohl für Regie als auch Bühne verantwortlich zeichnet, ist symptomatisch für das in der Schweiz lebende Mulitalent mit tschechischen Wurzeln: Denn es zeichnet den Architekten, Filmemacher, Theaterregisseur und Autor aus, unterschiedliche Kunstgenres in Personalunion zu vereinigen. So inszenierte er auch selbst sein erfolgreiches Drama „norway.today“, das ihm 2001 den Titel „Nachwuchsautor des Jahres“ einbrachte. Heute zählt Bauersima zu den meistinszenierten Autoren, seine Stücke wurden in über 20 Sprachen übersetzt und an über 100 Theatern weltweit gespielt.

Der 44-Jährige sieht Rossinis „Graf Ory“ als „Komödie über einen Betrüger und ein Volk, das ihm auf den Leim geht und gehen will. Es zeigt sich, dass es den Betrug nur gibt, weil der Betrogene es zulässt. Das scheinbare Opfer wird zum Täter. Das ist doch hoch aktuell“. Dabei wird Verführung mehrfach durchdekliniert: Sie findet auf erotischer Ebene statt, ist aber auch Volksverführung, die bei Rossini gleich zweimal erzählt und von Bauersima aus einer materiellen und einer mystischen Perspektive beleuchtet wird: „Symbolisch lese ich das so: Im ersten Akt werden die Leute `aus sich herausgelockt’, von ihren Überzeugungen weggeführt; im zweiten dringt der Eroberer, der Graf Ory, ins Innerste der Leben vor und untergräbt die Werte seiner Opfer.“

Auch optisch tragen Bauersima und Kostümbildnerin Johanna Lakner – ergänzt durch Videoprojektionen (Georg Lendorff) – dieser doppelten Perspektive Rechnung: ein Rum-melplatz, „der technologischen Fortschritt spielerisch zur Schau stellt“, ist der Außenraum des Ersten Aktes, „eine hochmoderne Villa“ steht für das Interieur des Zweiten

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