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Archiv - Broadway

Billy Elliot tanzt am Broadway

Billy Elliot - The MusicalAb 17. September 2008 ist das englische Erfolgsmusical “Billy Elliot” am Broadway zu sehen. Angaben zur Cast bzw. zum Theater wurden bis dato keine gemacht.

Das Kreativteam der Londoner Produktion soll für ausverkaufte Vorstellungen in New York sorgen: Stephen Daldry (Regie), Elton John (Musik) und Lee Hall (Buch und Texte). Daldry und Hall waren auch die Masterminds bei der Filmvorlage für das Bühnenmusical.

“Billy Elliot” feierte am 11. Mai 2005 am West End seine Uraufführung und wurde mit einem Olivier Award in der Kategorie “Bestes Musical” ausgezeichnet. [broadway.com]

Update/20. August 2007
“Billy Elliot” wird am Broadway im Imperial Theatre zu sehen sein, das meldet das Branchenfachblatt Playbill. Als Quelle dienen Poster, die im Times Square Theaterviertel in den vergangenen Tagen affichiert wurden. [Playbill]

Broadway: +10 % Ticketverkauf im Vergleich zum Vorjahr

Zwar befindet man sich am Broadway gerade mitten in den umsatzschwachen Wochen, doch im Vergleich zum Vorjahr zur selben Zeit stieg der Ticketverkauf um 10 Prozent.

Die Zahlen:
$ 18.282.467 diese Woche (Vorwoche: $ 18.416.615)
$ 211.463.246 bis 12. August 2007 für die Saison 2007/08 ($ 191.178.397 bis zum 12. August 2006 für die Saison 2006/07)

Die erfolgreichsten Shows der vergangenen Woche:
- Wicked $ 1.492.271 (100 % Auslastung)
- The Lion King $ 1.320.574 (100 % Auslastung)
- Mary Poppins $ 1.217.197 (100 % Auslastung)
- Jersey Boys $ 1.207.628 (100 % Auslastung)
- The Color Purple $ 1.004.966 (95 % Auslastung)
- Legally Blonde $ 949.783 (80 % Auslastung)

Die schlechtesten Einspielergebnisse der vergangenen Woche:
- Xanadu $ 357.527
- The 25th Annual Putnam County Spelling Bee $ 261.987
- Deuce $ 168.945
- The Year of Magical Thinking $ 162.264
- Old Acquaintance $ 158.505
- The Drowsy Chaperone $ 551.686

Off-Broadway: »Idol – The Musical« floppt

Die Premierenvorstellung von »Idol – The Musical« (siehe auch Kultur-Channel vom 21. Juni) am 12. August 2007 war gleichzeitig auch die letzte Vorstellung. Aufgrund des schwachen Vorverkaufs wurde die Show am Tag der Uraufführung auch gleich wieder abgesetzt. In einer Presseerklärung werden die Gründe etwas näher erläutert:

Todd Ellis, the producer of Idol: The Musical, has chosen to close the show due to a lack of advance ticket sales, a lack of positive feedback from audience members and critics, and a lack of sustainable financial resources.

Turbulent ist es schon während der Previews, die am 5. Juli im 45th Street Theatre starteten, zugegangen, so wurde während der Einspielvorstellungen die gesamte Cast ausgewechselt. [Playbill]

Mel Brooks: Mit “Young Frankenstein” casht er ab wie keiner zuvor

Young Frankenstein - Mel BrooksMel Brooks macht Ernst. Wer sein neues Musical “Young Frankenstein” sehen will, muss, wie ansatzweise schon Anfang Juli berichtet, tief in die Tasche greifen. Die offiziellen Ticketpreise:

PREMIER SEATING
US $450 (unter der Woche: $350)

PREMIUM SEATING
US $375 (unter der Woche: $275)

ORCHESTRA SEATING
US $120

DRESS CIRCLE/MEZZANINE
US $120

BALCONY SEATING
US $60-$80 (unter der Woche: $50-$75)

Wie geschäftstüchtig Brooks ist, lässt sich daran erkennen, dass er bei “Young Frankenstein” so richtig abcashen wird, falls die Show ein Renner wird. 24 Prozent des Nettogewinns wandern in seine Tasche. Wird “Young Frankenstein” ähnlich erfolgreich wie “The Producers”, das einen Gewinn von 70 Millionen Dollar erzielen konnte, macht Frankenstein Brooks um 17 Millionen Dollar reicher.

Kein Autor konnte jemals einen solchen Deal abschließen. Andrew LLoyd Webber beispielsweise bekommt 12 Prozent vom Gewinn, den “Das Phantom der Oper” einspielt. 12 Prozent von bisher 2,5 Milliarden Dollar ist freilich auch kein schlechtes Ergebnis.

Mel Brooks wird zusätzlich auch als Komponist, Texter, Koproduzent und Koautor einen ordentlichen Batzen Geld verdienen, und zwar wöchentlich (wenn die Show ausverkauft ist) bis zu 100.000 Dollar, was pro Jahr die Summe von 5,2 Millionen Dollar ergibt.

Susan Stroman führt bei “Young Frankenstein” Regie und ist für die Choreographie verantwortlich. Ihr Anteil am Gewinn beträgt 4 Prozent. Damit spielt sie ungefähr in einer Liga mit den reichsten Broadway-Regisseuren: Hal Prince bekommt 7 Prozent von den Gewinnen des “Phantoms der Oper”, Mike Nichols 5 Prozent von “Spamalot”. [NY Post]

Broadway/Edwin Schloss: “Producing quality is an exercise in masochism”

Vergangenen Sonntag fiel für das Broadway-Musical “Grey Gardens” der letzte Vorhang. 307 Vorstellungen wurden gegeben, die Show wird als finanzieller Flop in den Geschichtsbüchern des Broadway aufscheinen.

Produziert wurde das 5-Millionen-Dollar-Debakel von Edwin Schloss & Schloss Associates. Seit 33 Jahren ist das Theaterbusiness eine der kleineren Investmentschienen, die die Firma unter seiner Leitung fährt, nach dem “Grey Gardens”-Flop zieht er er jedoch die Konsequenzen. Schloss:

I felt wounded by the experience. If a serious musical like “Grey Gardens” can’t make it, I feel producing quality is an exercise in masochism.”

In der vergangenen Broadway-Saison schafften es nur fünf Shows von mehr als 24, zumindest die Produktionskosten wieder hereinzuspielen. Nach drei Flops hintereinander zieht Schloss einen Schlussstrich.

Edwin Schloss wuchs in New York auf, war immer schon ein begeisterter Theaterbesucher, studierte “Playwriting” an der North Carolina School of Arts, war sich aber unsicher, ob sein Talent auch tatsächlich ausreichen würde, um in dieser Branche erfolgreich zu sein. Er stieg daher in die Investmentfirma seines Vaters, Walter Schloss, ein. Warren Buffet, ein amerikanischer Investor mit einem geschätzten Privatvermögen von 52 Mrd. US-Dollar und Studienkollege von Walter Schloss, gab Edwin folgenden Rat, als er zum Thema “Investieren in Broadway-Produktionen” befragt wurde:

If the music is wonderful, with the best script in the world and the most gifted cast, just shut your eyes and say no.

Edwin Schloss produzierte nicht nur Flops. Sein erstes Stück, “Gypsy” (1974, Revival) mit Angela Lansbury, machte Gewinn. Insgesamt 15 Broadwaystücke hat er (mit)finanziert, “Kiss me, Kate” (1999) war sein größter Erfolg. Die Show wurde mit 5 Tony Awards ausgezeichnet, allerdings kein Tony für Edwin als “Associate Producer”, denn nur “Full Producer” können gewinnen.

2003 steckte Schloss Geld in den Flop “Wonderful town” mit Donna Murphy. 2005 floppte seine Produktion “Sweet Charity”.

Den Misserfolg von “Grey Gardens” führt Schloss zum Teil auf eine falsch konzipierte Werbekampagne zurück, zum Teil bezweifelt er auch, dass eine Show wie “Grey Gardens” Touristen anzusprechen vermag, dass eine Show ohne bekannte Hits, ohne einen Star, ohne einen Rockmusik-Score heute noch Chancen hat.

Schloss plant, sich in der Nonprofit-Theaterszene von New York oder Connecticut zu engagieren. Seine Investments wird er auf Aktien und Wertpapiere konzentrieren. Schloss:

If you make a mistake on a stock, most of the time you get 70 percent back. With a show, it’s all or nothing.” [bloomberg]

Broadway: Erstes Reading für “Nine to Five” - ein Musical von Dolly Parton

Vergangene Woche wurde in einem ersten Reading ein Musical von Country-Sängerin Dolly Parton präsentiert. “Nine to Five” basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 1980 (der in der deutschen Fassung unter dem Titel “Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?” zu sehen war) in dem Jane Fonda, Lily Tomlin und Dolly Parton in den Hauptrollen zu sehen sind.

Der Inhalt: Den ekelhaften, widerlichen, kaffeetrinkenden, unfähigen, sexbesessenen und diktatorischen Chef aus dem Verkehr zu ziehen - welche Sekretärin hat nicht schon einmal davon geträumt. Aber Judy, Doralee und Violet reden nicht nur über eine solche Arbeitserleichterung, sie nehmen diese Angelegenheit auch gleich in Angriff.

“Nine to Five”, der Titelsong aus dem Film, brachte Dolly Parton 1981 eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung ein, und es war ihr erster Nummer-1-Hit in den Pop-Charts. Für ihre darstellerische Leistung wurde sie für einen Golden Globe in der Kategorie “New Star Of The Year” nominiert.

Für die Musicalversion hat Parton neue Lieder rund um die Nummer-1-Hymne “Nine to Five” komponiert, “signature Dolly songs that also work as musical theater songs; the show feels like a real Broadway musical, not one of those movies like ‘The Wedding Singer’ where you just shove the songs into the screenplay”, so ein Insider.

Das Buch stammt von Patricia Resnick, die auch das Drehbuch für den Kinohit geschrieben hat. Als Regisseur wurde Joe Mantello (”Wicked”) verpflichtet
Beim Reading vergangene Woche spielte “West Wing”-Star Allison Janney die Rolle von Lily Tomlin, Megan Hilty jene von Dolly Parton (die selbst nicht in der Show mitmacht), die Rolle von Jane Fonda hat Stephanie J. Block verkörpert. Marc Kudish spielte den Big Boss.

Produzent Bob Greenblatt plant die Broadway-Premiere für die Saison 2008/09. [GAC; New York Post]

“Lone Star Love” -Broadway-Debüt für Randy Quaid

Manchmal dauert es ein paar Jährchen, bis man sein Ziel erreicht. Manchmal muss man auch Umwege gehen, um dahin zu kommen. Davon können John L. Haber (Autor) und Jack Herrick (Komponist) ein Lied singen. Die beiden wollten ihr Musical “Lone Star Love” 2004 an den Broadway bringen, geklappt hat aber “nur” eine Produktion am Off-Broadway, die am 8. Dezember 2004 ihre Premiere feierte und bis zum 6. Februar 2005 im John Houseman Theatre lief.

“Lone Star Love” ist die Übertragung von Shakespeares “Die lustigen Weiber von Windsor” ins Texas zur Zeit des Sezessionskriegs (1861-1865) und wurde 2005 für 2 Lucille Lortel Awards nominiert (”Outstanding Musical” und “Outstanding Choreographer, Randy Skinner”).

2007 werden die Karten neu gemischt, eine neue Produktion geht an den Start und bevor die am 3. Dezember 2007 (Previews ab 1. November 2007) tatsächlich im Belasco Theatre ihre Broadway-Premiere erleben wird, gibt es in Seattles 5th Avenue Theatre die Chance, vom 8. bis 30. September ein Try-Out mitzuerleben.

Die Stars der Neuproduktion:
- Broadwaystar Robert Cuccioli, bekannt aus Musicals wie “Jekyll & Hyde” (wofür er mit einem Drama Desk Award ausgezeichnet wurde), “On the Twentieth Century” oder “Les Misà©rables”.
- Hollywoodstar Randy Quaid, bekannt aus Filmen wie “Brokeback Mountain”, “Hard Rain”, “Texasville”, “Fool For Love”, “Midnight Express” oder “The Last Picture Show”.
- Broadwaystar Dee Hoty, die für ihre Rollen in “Footloose”, “The Best Little Whorehouse Goes Public” und “The Will Rogers Follies” jeweils für einen Tony Award nominiert wurde.

Was man sich musikalisch von der Show erwarten kann, erklärte John L. Haber im Jahre 2000 folgendermaßen:

“It’s a cowboy Western, with music not normally what you hear on Broadway. Very eclectic, with a vast array of American sounds. [Playbill, 2004]

Eine Cast-CD der Off-Broadway-Produktion von 2004 ist bei PS Classics erschienen. Einige wenige Hörproben gibt es >hier<.

[International Herald Tribune; TheaterMania; Lortel Archives]

Broadway: Nur wenige Shows der Saison 2006/07 in der Gewinnzone

In einem interessanten Artikel auf New York Business.com wird unter anderem darauf Bezug genommen, wieviele Shows der Saison 2006/07 schon in der Gewinnzone sind.

Producers say that although overall grosses are robust—Broadway took in a record $939 million last season—most of the increases have been achieved by a small number of breakout hits. On average, they say, only 20% of shows recoup their investment, and it takes them nearly two years to do so.

Of the 27 shows that opened in the 2006-07 season, for example, 23 have not yet recovered their investment. Of that total, 11 have closed, with cumulative losses of more than $52 million. [New York Business.com]

Broadway: “Beauty and the Beast”, Statistiken zum Abschied

Am 31. Juli 2007 findet im New Yorker Lunt-Fontane Theatre die letzte Broadway-Vorstellung des Disney-Musicals “Beauty and the Beast” statt. Wie immer bei letzten Vorstellungen ist das die beste Zeit für ein paar statistische Angaben.

Die Premiere der Show von Alan Menken (Musik), Howard Ashman (Texte) und Tim Rice (Texte) sowie Linda Woolverton (Buch) fand am 18. April 1994 statt. Bis zum 31. Juli 2007 werden insgesamt 5.464 reguläre Vorstellungen und 46 Previews zu sehen gewesen sein.

1994 wurde “Beauty and the Beast” für 9 Tony Awards nominiert und mit 1 Tony Award für “Best Costume Design” auch tatsächlich ausgezeichnet. Die Show wurde 1994 für 10 Drama Desk Awards nominiert, konnte aber in keiner Kategorie gewinnen. Neben dem einen Tony Award ging 1994 auch der Theatre World Award an die Disney-Show.

Unter den 17 Schauspielerinnen, die die “Belle” gespielt haben, waren Stars wie Susan Egan (Premierenbesetzung), Kerry Butler, Deborah Gibson, Toni Braxton, Andrea McArdle, Jamie-Lynn Sigler, Christy Carlson Romano und Annelise van der Pol.

Steve Blanchard, die momentane Erstbesetzung des Biests, wird seine Rolle mehr als 3.300 Mal gespielt haben. Davor hat er ein Jahr lang in derselben Produktion “Gaston” gespielt.

Mehr als 250 verschiedene Schauspieler waren im Laufe der Jahre Mitglieder des Ensembles von “Beauty and the Beast”.

Weltweit hat die Show mehr als 1,4 Milliarden Dollar umgesetzt. 26 Millionen Menschen haben Aufführungen in 13 verschiedenen Ländern gesehen. In den USA haben zwei Tourproduktionen in 90 Städten und 36 Staaten die Disney-Show zur Aufführung gebracht. [IBDB; SFGate.com]

Broadway: R&B-Crooner Brian McKnight debütiert in “Chicago”

Brian McKnight (geboren am 5. Juni 1969 in Buffalo, New York) ist aus der Geschichte des R&B längst nicht mehr wegzudenken, auch wenn er in letzter Zeit nicht mehr wirklich Bedeutenswertes zu seinem Songkatalog hinzufügen konnte. Seit 1991 ist er im Geschäft, 16 Millionen Platten hat er verkauft, zeitweise war er in einer Liga mit Größen wie Michael Jackson, Luther Vandross und Stevie Wonder. Sein Stimmumfang umfasst vier Oktaven, wenn er seine Falsettstimme einsetzt, kann er einen Abend unvergesslich machen.

1999 gewann McKnight einen Soul Train Award für seine CD “Anytime”, 2000 einen Image Award als “Outstanding Male Artist”. 2001 wurde Brian McKnight mit einem American Music Award ausgezeichnet in der Kategorie “Favorite Male R&B/Soul Artist”, 16 Mal war er für einen Grammy nominiert. Seine CD “Anytime” verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal. Seinen größten Hit hatte er mit seinem Longplayer “Back at One” und der gleichnamigen Hitsingle (Nr. 1 der BILLBOARD Top 100 im Jahre 2000).

Vom 8. Oktober bis 18. November wird Brian McKnight die Rolle des Billy Flynn in der Broadway-Produktion des Musicals “Chicago” geben. Um sich einzuspielen, steigt er am 25. September in die Tourproduktion in Washington D. C. ein und wird da bis 7. Oktober zu sehen sein. Am Broadway wird McKnight an der Seite von Lisa Rinna als Roxie Hart, Brenda Braxton als Velma Kelly, Rob Bartlett als Amos Hart und Roz Ryan als “Mama” Morton agieren. [Broadway.com]

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