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Archiv - Musical

Schauspielhaus Graz 2013/14: »Cabaret«

Das Schauspielhaus Graz hat am 26. April 2013 seinen Spielplan für die kommende Saison präsentiert.

Mit »Cabaret« kommt zum zweiten Mal ein Schauspieler-Musical auf die Hauptbühne. Basierend auf autobiografischen Erzählungen des britisch-amerikanischen Autors Christopher Isherwood und dem erfolgreichen Broadwaystück »I Am a Camera« von John van Druten entstand 1966 ein Musical, das nicht zuletzt durch die Verfilmung mit Liza Minnelli zum Welterfolg wurde. Für Graz inszeniert es Ingo Berk (zuletzt »Der einsame Weg«). Premiere ist am 31. Oktober 2013.

Link
- Schauspielhaus Graz: Spielplan 2013/14

VBW: Die lästige Wahrheit

Ich muss gestehen, ich habe die Pressekonferenz des Geschäftsführers der Vereinigten Bühnen Wien am heutigen Tage nicht besucht. Es ging um den Zustand der Vereinigten Bühnen Wien.
Die Zeiten werden ungemütlicher und wie ich es von mehreren Seiten im Laufe der Jahre vernommen habe, driftet man in den Augen des von den Steuerzahlern, also auch von sozusagen dir und mir, finanzierten Unternehmens oft in dem Moment in die Abteilung jener Journalisten, die man bei solchen »Events« lieber nicht dabeihaben möchte, wenn man nicht mehr bloß »Bericht erstattet«. Und eines ist mal klar: Ich erstatte nicht Bericht, und ich sehe auch keinen Sinn und Zweck darin, über Musicals »Bericht zu erstatten«.
Ich habe zum Beispiel null Interesse, eine Angabe wie »70 Prozent Auslastung« des Musicals »Natürlich blond« wiederzukäuen, denn ich bezweifle diese Angabe. Ich halte auch den Begriff und die Art und Weise, wie er interpretiert wird, für völlig uninteressant oder und falsch. 9 Fragen, 9 Antworten sind es, die man in diesem Zusammenhang bräuchte:

1) Wie viel Prozent der Karten, die den Besitzer wechseln, gehen zum vollen Preis über den Tisch?
2) Wie viel Prozent der Karten gehen als Restplatzkarten über den Tisch?
3) Wie viel Prozent der Karten werden verschenkt?
4) Wie viel Prozent gehen als Regiekarten über den Tisch?
5) Was bringt es, eine zusätzliche Reihe im Ronacher einzurichten, dafür aber geplante Nachmittagsvorstellungen wieder abzusagen?
6) Ist es wahr, dass »Natürlich blond« nur deswegen bis zum letzten lebenden Mann durchgespielt wird, also bis Ende des Jahres, weil man sonst nicht den gesamten Subventionsbetrag erhalten würde? Wäre das nicht degoutant angesichts all jener freien Theatergruppen, die keinen Cent bekommen?
7) Hallo Grüne Wiens. Habt ihr gar keine Prinzipien mehr, dass ihr angesichts dieses Kulturdebakels kuscht?
8) Herr Drozda, es nervt Sie, dass Ihr Betrieb als »Krisenbetrieb« dargestellt wird? Sie sollen gesagt haben: »Die Stadt Wien als Eigentümer müsste sich klar darüber werden, was diese Institution leisten kann und soll: Aber mehr Leistung bei weniger Geld, das wird auf Dauer nicht gehen.« Wie definieren Sie Leistung im Bereich Musical?
9) Herr Drozda, Sie meinen, dass die Ronachersanierung die »Wurzel allen Übels« gewesen sei? Haben da auch alle schön gelacht während der Pressekonferenz? Die Wurzel allen Übels im Musicalbereich ist, dass sich die VBW nunmehr zwei Opernhäuser leisten, die ein ein sehr gutes, sehr elitäres Programm bieten, dass sie im klassischen Bereich auch im Bereich der Jugendbildung vieles leisten, während man sich für den Musicalbereich einen Intendanten geholt hat, der nun Musical-McDonald’s-Ware brutzelt. »Warum nicht mal einen Burger«, habe ich in einer Kritik zu »Natürlich blond« gelesen. Einfache Antwort: Weil dieser verdammte Burger einfach zu viel kostet und wie ein Burger nichts kann, außer demjenigen, der ihn zu sich nimmt, zu schaden. Man nennt das auch Volksverblödung.

Lassen wirs einmal bei den paar Fragen, die nicht beantwortet werden. Macht Spaß, da kommt sicher noch viel mehr.

Links
- Kurier: Natürlich Defizit
- ORF-TV-Bericht: VBW in Finanznöten
- APA: VP-Leeb: Vereinigte Bühnen Wien haben strukturelles Problem - Mailath-Pokorny sieht seit Jahren zu
- orf.at: Vereinigte Bühnen in Finanznöten
- Wiener Zeitung: Vereinigte Bühnen: “Kein Krisenbetrieb” trotz roter Zahlen
- derstandard.at: Vereinigte Bühnen defizitär: Drozda fordert mehr Steuergeld
- Kleine Zeitung: 4,3 Millionen Minus für Vereinigte Bühnen Wien
- Salzburger Nachrichten: 4,3 Millionen Minus für Vereinigte Bühnen Wien
- Die Presse: 4,3 Millionen Minus für Vereinigte Bühnen Wien
- wien-heute.at: Vereinigte Bühnen-Boss: “Mehr Geld oder weniger Leistung!”

LOL of the week :-)

die schreib:maschine: »Nehmt mich« (Danny Marandola/Patrik Cieslik)

Die schreib:maschine ist das deutsche Forum für Komponisten, Liedtexter, Buchautoren und all jene, für die Musik, Theater und Tanz nicht gleich in einem Grabenkampf zwischen U und E enden. Um es frei nach Kurt Weill zu sagen: »Es gibt kein U und E, nur gutes und schlechtes Theater.«
Im Gegensatz zu den USA und Großbritannien gibt es in Deutschland (reden wir lieber erst gar nicht von Österreich) kaum Strukturen, um neue Musicals zu fördern oder Autoren gegenseitigen Austausch und Weiterbildung zu ermöglichen. Daran möchte »die schreib:maschine« etwas ändern.

Ein Beispiel von der letzten offenen Bühne der schreib:maschine, wo Musicalautoren sich und ihre Projekte präsentieren können, ist der Song »Nehmt mich« aus einem Stück mit dem Titel »Märchenprojekt« (Arbeitstitel), für das Michael Bellmann (Musik) und Ralf Rühmeier (Text) sich von Märchen zu Songs inspirieren ließen. Das Ganze soll im Herbst als Liederabend auf die Bühne kommen.

»Nehmt mich«
Musik: Michael Bellmann
Text: Ralf Rühmeier
Regie: Mathias Weibrich
Klavier: Dimitris Grydakis

Die beiden Prinzen: Danny Marandola und Patrik Cieslik

Links
- die schreib:maschine
- Patrik Cieslik @YouTube
- Ralf Rühmeier
- Michael Bellmann

Amstetten: »Xanadu« – die Besetzung

Am 11. April 2013 wurde die Besetzung der Amstettner »Xanadu«-Produktion bekanntgegeben:

Jana Stelley: Clio/Kira
Riccardo Greco: Sonny
Angelika Niedetzky: Kalliope
Carin Filipcic: Melpomene
Andreas Steppan: Danny Maguire / Zeus

Lisa Habermann: Euterpe
Ed Hall: Terpsicore
Daniela Lehner: Erato
Gernot Romic: Polhymnoa
Niran Straub: Thalia
Nina Weiss: Urania

Link
- Musicalsommer Amstetten

The Anatomy of a Song (Working In The Theatre #417)

Host Thomas Schumacher gives us a unique look at a song — what it is, where it comes from, the process from idea to stage, and how it fits in a show. He’s joined by Tony, Oscar and Grammy award winning composer Alan Menken who plays and sings us through the stages of some of his most memorable work including his numerous collaborations with Tom Schumacher and Disney Theatricals; Newsies lyricist Jack Feldman; and Newsies star, actress Kara Lindsay.

An acclaimed fixture on New York television and in the theatre community for 30 years, the American Theatre Wing’s “Working in the Theatre” offers an unprecedented forum for the meeting of theatrical minds.

For more visit: /www.americantheatrewing.org

Volksoper Wien: Mit »Sweeney Todd« zum Musicalhotspot der Stadt

Copyright: Barbara Pà¡lffyAm 3. April 2013 präsentierte Robert Meyer das Saisonprogramm 2013/14 der Wiener Volksoper auf der Probebühne des Hauses.

In die Saison geht man am 13. September 2013 mit der Premiere von Stephen Sondheims »Sweeney Todd«. Das ist für die Volksoper ein Schritt in eine neue Richtung. Bisher konzentrierte man sich im Bereich Musical vor allem auf das Gebiet des »klassischen Musicals«. Mit »Sweeney Todd« kann man fast von einem neuen Aufbruch sprechen, der noch viele weitere Möglichkeiten bieten könnte.

»Sweeney Todd« feierte am 1. März 1979 im Uris Theatre, New York, seine Uraufführung und war bis zum 29. Juni 1980 da zu sehen. Es wurde mit einer Unzahl an Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit 8 Tony Awards, 2 Theatre World Awards und 9 Drama Desk Awards. Mit dieser Musicalpremiere in der Wiener Volksoper und der Premiere von »Catch me if you can« in den Kammerspielen hat Wien im Herbst zwei Musicalhotspots.

Sweeney Todd
Musical in zwei Akten
Musik und Gesangstexte von Stephen Sondheim
Buch von Hugh Wheeler nach einer Adaptation von Christopher Bond
Deutsche Fassung von Wilfried Steiner
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Vorpremiere am Mittwoch, 11. September 2013
Premiere am Samstag, 14. September 2013
Weitere Vorstellungen am 19., 21., 25., 27. September,
5., 12., 18. Oktober 2013, 6., 8., 13. Jänner, 3., 9. Februar 2014

Musikalische Leitung: Joseph R. Olefirowicz
Regie: Matthias Davids
Bühnenbild: Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme: Susanne Hubrich
Licht: Fabrice Kebour
Choreographie: Florian Hurler
Choreinstudierung: Thomas Böttcher
Dramaturgie: Christoph Wagner-Trenkwitz

Cast
Sweeney Todd: Morten Frank Larsen
Mrs. Lovett: Dagmar Hellberg
Tobias Ragg: Tom Schimon/David Sitka
Anthony Hope: Alexander Pinderak/Daniel Ochoa
Johanna: Anita Götz
Richter Turpin: Robert Meyer/Kurt Schreibmayer
Büttel Bamford: Kurt Schreibmayer/Wolfgang Gratschmaier
Pirelli: Vincent Schirrmacher/Jeffrey Treganza
Bettlerin: Patricia Nessy
Jonas Fogg: Franz Suhrada
Vogelhändler: Georg Wacks

Musical ist der Renner an der Volksoper schlechthin, in der kommenden Saison sind vom 29. Dezember 2013 bis zum 2. März 2014 fünf verschiedene Musicalproduktionen zu sehen: »My Fair Lady«, »Sweeney Todd«, »Kiss me, Kate«, »Guys and Dolls« sowie eine Musical-Soiree. Für diesen Zeitraum bietet die Volksoper einen Musical-Pass an, der zahlreiche Ermäßigungen und ein Vorverkaufsrecht beinhaltet. Der Musical-Pass kostet 25 Euro und ist ab 1. Juni erhältlich.

Im April 2014 gibt es dann eine weitere Serie der Volksopern-Version von Stephen Sondheims »Die spinnen, die Römer«

Im Bereich der Neuen Medien ist die Volksoper überraschend aktiv. Neben Flashmob-Videos, die bis zu 1,2 Millionen Klicks erzielten, bietet man nun für das iPhone/iPad (und bald auch für das Android-Betriebssystem) das Saisonprogramm als Gratis-Download im App-Store an, angereichert mit vielen eigens produzierten Videos und einem Einleitungsvideo des Direktors. Es gibt die Volksopern-Zeitung ebenfalls gratis im App-Store und man wird in Zukunft die Programmhefte um 89 Cent das Stück via App-Store kaufen können. Ein Probeheft ist gratis zum Download online.

Infos zu den weiteren Premiere gibt es auf der Website der Wiener Volksoper als PDF-Download -> hier

Einen Audiostream der PK gibt es hier:
Audiostream der Pressekonferenz

Links
- Wiener Zeitung: Blut Pasteten – und die Inflation
- Der Standard: Naturtalent und Märchenwelt
- orf.at: Volksoper: Auftakt mit »Sweeney Todd«
- Salzburger Nachrichten: Volksoper 2013/14 mit Blut und Italienischem
- Heute.at: Das Programm der Wiener Volksoper für 2013/14
- Kurier: Wenn ein Direktor genüsslich massakriert wird
- Die Presse: Volksoper: »Fidelio« und »Sweeny Todd« [sic!]
- Heute.at: Sweeney Todd metzelt sich durch Volksoper

Ein Aprilscherz, der keiner war

Als am 1. April 2013 auf orf.at die Meldung zu lesen war, dass der Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien den bisherigen Verlauf des Ticketverkaufs von »Natürlich blond« als »zufriedenstellend« bezeichnet hat, musste man unwillkürlich von einem Aprilscherz ausgehen.

Wer den Ticketverkauf mitverfolgt, wer die Gewinnspiele in Betracht zieht, wer diverse Angebote beobachtet, etwa auf Facebook, Tickets günstigst zu erwerben, wer die langen Schlangen um Restplätze ebenso miteinbezieht, der wird vielleicht neben der Angabe »80 Prozent Auslastung« vor allem eines gerne wissen wollen: Wie viel Prozent dieser 80 Prozent sind zum regulären Preis über den Tisch gegangen?

Und was bedeutet eigentlich »Gewinne machen« im Konzept der Vereinigten Bühnen Wien?

Und welche Logik steckt dahinter, für eine Show, bei der die Auslastung alles andere als optimal ist, die Anzahl der verfügbaren Tickets zu erhöhen?

Und wie lange müsste die Show denn laufen, damit sie »Gewinn« abwirft?

Link
- »Natürlich Blond«: Hoffen auf Gewinn

Tiroler Landestheater 2014: »Jekyll & Hyde«

Frank Wildhorns Musical »Jekyll & Hyde« feiert am 22. März 2014 Premiere am Tiroler Landestheater in Innsbruck. Die musikalische Leitung hat Hansjörg Sofka übernommen, Roger E. Boggasch ist für die Regie, Enrique Gasa Valga für die Choreographie verantwortlich.
Nähere Infos –> hier.

Jekyll & Hyde
Musical von Frank Wildhorn
Buch und Liedtexte von Leslie Bricusse
Nach der Erzählung »The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde« von Robert Louis Stevenson
Bühnenkonzept von Steve Cuden und Frank Wildhorn
Deutsch von Susanne Dengler und Eberhard Storz

Großes Haus
Premiere: 22.03.2014

Musikalische Leitung: Hansjörg Sofka
Regie: Roger E. Boggasch (nach einer Konzeption von Johannes Reitmeier)
Bühne: Elke Schlottermüller
Kostüme: Ursula Beutler
Choreographie: Enrique Gasa Valga

Vienna’s English Theatre: »Spring Awakening – The Musical«

Das »Vienna’s English Theatre Youth Ensemble«, eine Jugendausbildungsschiene von »Vienna’s English Theatre«, zeigt vom 4. bis 5. Juli 2013 das Rockmusical »Spring Awakening« von Steven Sater und Duncan Sheik.

Nähere Infos –> hier.

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