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Archiv - News

HitSquad Records: »Scrooge«, die Cast-CD

Am 5. Dezember 2014 veröffentlicht HitSquad Records die Cast-CD zu »Scrooge«, dem Familienmusical von Christian Berg und Michael Schanze, basierend auf der Vorlage »A Christmas Carol« von Charles Dickens.
Das Musical hatte am 22. November 2014 seine Uraufführung (die VBW würden sagen: Welturaufführung, vermutlich verbunden mit dem Begriff »fulminant«) im der Hamburger Komödie Winterhuder Fährhaus. Dort spielen: Christian Berg, Steve Alex, Petter Bjällö, Alexandra Kurzeja und Valerija Laubach.

Mehr Infos zur CD –> hier
Mehr Infos zur Show –> hier

CD: SCROOGE - Eine Weihnachtsgeschichte
Interpreten: Christian Berg u. v. a.
VÖ: 5.12.2014
Label: HitSquad Records
EAN: 9120006683531 | Catalogue: 668353 | Packaging: Jewelbox CD

Markus Olzinger & Caspar Richter bringen »Blutsbrüder« nach Gmunden

Im März 2014 gründeten Markus Olzinger (Initiator, Gesamtleitung) und Caspar Richter (Mitgründer, Musikalische Supervision) den Verein »Musical Frühling in Gmunden«, mit dem Ziel, künstlerisch hochwertige Musicalproduktionen im Rahmen alljährlich stattfindender Musicaltage im Stadttheater Gmunden zu realisieren.

Im März 2015 geht die erste Produktion über die Bühne: »Blutsbrüder«, mit Marika Lichter als Mrs. Lyons und Elisabeth Sikora als Mrs. Johnstone (die komplette Besetzung wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben).

Nähere Infos –> hier.

Der »Nestroy 2014«: Was ist er wert?

Dieser Tage postete Klaus Werner-Lobo auf seiner Website das Protokoll zum Kulturausschuss des Wiener Gemeinderats (vom 4.11.2014). Darin zu lesen:

Post Nr. 8
Die Subvention an den Wiener Bühnenverein im Jahr 2014 für die im Rahmen seiner allgemeinen Tätigkeit durchzuführende Ausrichtung des »NESTROY Theaterpreises 2014« in der Höhe von 180 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3240/757 gegeben.

Seitdem frage ich mich: Was genau wird von diesen 180.000 Euro bezahlt? Und ist ein Preis diesen finanziellen Aufwand wert? Sollte man solche Beträge nicht lieber vermehrt Theatern zur Verfügung stellen? Etwa dem stadtTheater walfischgasse, damit es doch nicht von der Staatsoper »geschluckt« wird, oder dem Interkulttheater, damit es wieder aufsperren kann?

180.000 Euro? Na, ich hoffe, da wird dann auch jeder einzelne Beleg veröffentlicht.

David Winterberg: »Spatz und Engel«

Unlängst war ich wieder einmal in der Burgtheater-Produktion von David Winterbergs »Spatz und Engel«. In den Hauptrollen: Maria Happel als Edith Piaf und Sona MacDonald als Marlene Dietrich. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Matthias Hartmann mit Musiktheater-Stoffen umgehen kann. Seine Arbeit wird im Programmheft als »Szenische Einrichtung« bezeichnet, lustigerweise wird aber im selben Programmheft ein Posten »Regieassistenz« angeführt.
»Spatz und Engel« beweist, wie unsinnig es war, eine Vielzahl an Hartmann-Regiearbeiten zu Ende der letzten Saison abzusetzen, darunter auch eine weitere Musiktheater-Produktion: »Fool of Love«, ein Stück, das längst eine eingeschworene Fangemeinde gewinnen konnte und sicher noch mehrere Saisonen am Spielplan verdient hätte.
Aber zurück zu »Spatz und Engel«. David Winterberg hatte die Idee zu dieser Show. Was immer das zu bedeuten hat, und wie immer er mit den Autoren dann kooperiert oder auch nicht hat – wie immer aus dieser Idee die Show entstand. Eigentlich eine spannende Geschichte. Oft füllen Geschichten, wie es zur Idee einer Show kam, ganze Bücher. Doch merkwürdigerweise steht Winterbergs Name nicht im Programmheft der Burgtheater-Produktion. Absurd, mindestens so absurd, als würde man die Autoren nicht nennen. Aber soll’s ja alles geben.

»Theater braucht selbstverständlich keine skrupellosen Geschäftsmänner als Geschäftsführer«

Interessante Lektüre für alle, die Theater lieben:

[…] Und Theater braucht keine künstlerischen Leiter, die vor allem gute Politiker sind – das kann die Öffentlichkeitsarbeit oder die Geschäftsführung übernehmen –, sondern künstlerische Leiter. Und Theater braucht selbstverständlich keine skrupellosen Geschäftsmänner als Geschäftsführer, sondern – wie eigentlich jeder öffentlich finanzierte Bereich – zuallererst eine grundsätzlich offengelegte, transparente Geldvergabe, wodurch sich derzeitige Frechheiten durch ungleiche Verteilung von selbst erledigen sollten.

Den ganzen Artikel findet man –> hier.

Steffi Paschke & Susanna Hirschler: »Sex sells«

sexsells.jpgAm 26. Oktober 2014 feiert »Sex sells«, ein Music-Comedy-Programm mit Steffi Paschke und Susanna Hirschler, in der Kulisse (Wien) Premiere. Unter der Regie von Thomas Smolej geht’s unter anderem mit Songs wie »Verbotene Frucht«, »Dr. Frühling«, »Sex ist toll« und »Orgasmusdiät« tabulos um Liebe, Lust und Leidenschaft.

Im Pressetext liest man dazu:

Es war doch gerade Sommer. Aber wie oft haben Sie geschwitzt? Ernüchternde Antwort?
Kopf hoch! Denn zwei Damen sorgen dafür, dass Ihnen ab 26. Oktober so richtig schön heiß wird.
Mit ihrem ersten gemeinsamen Kabarettprogramm »SEX SELLS«! Lüstern ersehnt, sinnlich erobert, prall gefüllt: Steffi Paschke und Susanna Hirschler!
Frivol, frech, offenherzig witzige Aussichten und sinnliche Bekenntnisse über das, was Mann/Frau heutzutage tun muss, oder kann, oder soll… für ein bisschen Liebe.
Sie sind willig. Sie sind tabulos. Sie machen alles. Eben für ein bisschen Liebe…
Denn sie sind alt und brauchen das Geld!
Die beiden freuen sich, wenn Sie kommen!

Sex sells: Steffi Paschke & Susanna Hirschler
Regie: Thomas Smolej
Choreografie: Daniel Feik
Produktionsassistenz: Natascha Ties
Buch und Musik: Eva Schuster, Stefan Konrad und Ronnie Verà³ Wagner
Graphik & Web: Markus Pendl
Fotos: Marvin Dietmann

Susanna Hirschler
war lange Zeit am Ingolstadttheater, sowie am Volkstheater, Ronacher, Metropol und Kabarett Simpl in Wien als Schauspielerin engagiert. Ebenso arbeitet sie als Sängerin und Sprecherin und entwickelt seit einiger Zeit eigene Programme. 2013 war Susanna Hirschler Teilnehmerin der ORF Show »Dancing Stars«.

Steffi Paschke
hat jahrelang im Kabarett Simpl, bei diversen Musicalproduktionen sowie in den Erfolgsserien »Kaisermühlen Blues«, »Novoty & Maroudi«, »Die liebe Familie – Next Generation« gespielt und war Gründungsmitglied der »Rounder Girls«. Weitere Arbeiten als Regisseurin (Kabarettprogramme) und Sprecherin.

Thomas Smolej
arbeitet als Darsteller in allen Bereichen des Theaters und war jahrelang fixes Ensemblemitglied des Kabarett Simpl. Des weiteren ist er als Sprecher für Werbung und Voice-overs tätig. Regiearbeiten bei Theaterstücken, Musik-Shows sowie Kabarett- und Comedy-Programmen mit Künstlern wie Dagmar Koller, Elke Winkens, Peter Kraus, Christoph Fälbl und Angelika Niedetzky.

Links
- Website zu »Sex sells«
- Kulisse Wien

Subventionskürzungen: Interkulttheater geschlossen

Wien verliert die kleinen Theater. Man fragt sich, welcher Masterplan dahintersteckt. Nun betrifft es sogar schon Häuser, die einen gewissen Multikulti-Anspruch haben. Jüngstes Opfer: das Interkulttheater.
Aret Güzel Aleksanyan, der Leiter des Interkult, von den Subventionskürzungen betroffen: »Ich will nicht mehr weiter machen. Mit Ende September ist das Theater geschlossen worden.«

(Infos-> hier)

Wien, die Stadt der gemeuchelten Kleintheater

Und wieder ist es passiert. Ein kleines Theater in Wien muss dichtmachen. Diesmal ist es das stadtTheater. Vor ein paar Jahren war es die Kammeroper, und auch das International Theatre gehört in diese Reihe. Bald wird man eigene Touristenroute einrichten können, zu all den den Theatern, die in der Ära Mailath-Pokorny schließen mussten oder den großen Molochen der Stadt überantwortet wurden. Die Begründung liest sich zum Zeitpunkt der Schließung immer wunderbar geschönt. Um die Zukunft des Hauses finanziell abzusichern, hat sich Anita Ammersfeld entschlossen, das stadtTheater ab der Saison 2015/16 der Wiener Staatsoper zu überlassen, nein, nein, zu vermieten. Das muss man sich mal vorstellen. Statt dass man eine der aktivsten Wiener Bühnen fördert, fördert man lieber den Moloch Staatsoper, damit er noch ein Haus übernehmen kann. So als ob es nicht schon genug Opernspielstätten in Wien geben würde. Oder will jemand ernsthaft behaupten, Anita Ammersfeld würde ihre Bühne schließen, wenn sie ausreichend Subventionen bekäme?
(orf.at)

Peter Michael Lingens über die »Hygiene von Verträgen« im Theaterbereich

Es war unmöglich, dass Matthias Hartmann seine Ehefrau Alexandra Liedtke an der Burg beschäftigte. Aber es ist ein Glücksfall, dass sie jetzt an der Josefstadt eine großartige »Liebelei« inszenierte. (profil 38/2014)

Wie schade, dass sich der Kolumnist nicht auch mit der Hygiene an anderen Häusern mit großer Vergangenheit beschäftigt. Andererseits, warum sich damit noch abgeben?

Sinfonie, Singspiel & Ballade: Schauspielhaus-Chef Andreas Beck verabschiedet sich mit 3 Mal Musik

In seiner Abschiedssaison setzt Andreas Beck, der Intendant des Schauspielhauses Wien, auf Musik. Gleich drei musikalische Produktionen stehen am Programm. Drei Uraufführungen. Insgesamt stehen 2014/15 neun Produktionen auf dem Premierenkalender des Hauses. (Nähere Infos, siehe –> hier)

»Sinfonie des sonnigen Tages«
Uraufführung
Stück von Anja Hilling
Musik von Mouse on Mars
Regie: Felicitas Brucker
Premiere: 2. Oktober

Sinfonie des sonnigen Tages folgt dem traditionellen Aufbau einer Sinfonie in vier Sätzen. Die Handlung findet am Meer statt, einer Naturgewalt mit unendlich scheinender Tiefe, der markanten und gnadenlosen Trennung zweier Kontinente, die man gemeinhin mit Erster und Dritter Welt konnotiert. Auf der einen, der europäischen Seite, herrscht radikaler Stillstand: Ein urlaubendes Paar kämpft um den Fortbestand seiner Beziehung. Auf der anderen, der afrikanischen Seite, rasante Bewegung: Eine Frau kämpft um den Fortbestand ihrer nackten Existenz.
Anja Hillings Stück ist weder Ehe- noch Flüchtlingsdrama, vielmehr ein Rausch der Körper, Töne, Materialien, eine Widerrede im Angesicht des Universums. Diesem Exzess des Schmerzes verschaffen die deutschen Elektro-Avantgardisten Mouse on Mars eine polyrhythmisch pulsierende Klanggrundlage, in der – wie in der klassischen Form des musikalischen Melodrams – der Text nicht gesungen, sondern kompositorisch immer wieder kommentiert, überlagert, konterkariert wird.

»Das Gemeindekind«
Uraufführung
Singspiel von Anne Habermehl (Libretto)
Nach dem Roman von Marie von Ebner-Eschenbach
Komposition: Gerald Resch
Regie: Rudolf Frey
Uraufführung am 5. März 2015

Die Adelige Marie von Ebner-Eschenbach, einst als bedeutendste Schriftstellerin Österreichs apostrophiert, veröffentlicht 1887 mit dem Roman »Das Gemeindekind« ihr zentrales Werk. Zu einem Zeitpunkt, da die Bemühungen der Sozialdemokratie dem industriellen Proletariat gelten, stellt sie bereits die Schattenseiten der ländlichen Unterprivilegierten ins Zentrum ihres Interesses.
Anne Habermehls Stück ist eine Neudichtung in Form eines Librettos. Ähnlich wie in Lars von Triers Film »Dogville« wird ein Modellfall durchgespielt: Titelheld Pavel wird, familiär vorgeprägt, zum Ausgestoßenen, droht in die Kriminalität abzustürzen. Habermehl geht der Frage nach, was mit einem Gemeindekind passiert, wenn das einstige Gemeindemodell nicht (mehr) existiert. Wie lässt sich ein solches Sujet beschreiben, wenn der Glaube an pädagogische Erzählformen obsolet geworden ist?
Gerald Resch, einer der wesentlichen Protagonisten der österreichischen zeitgenössischen Musik, vertont das Libretto – eigens für das Schauspielhaus-Ensemble – als Singspiel. Es ist seine erste musiktheatralische Arbeit.

»Johnny Breitwieser – Eine Verbrecher-Ballade aus Wien«
Uraufführung
Von Thomas Arzt
Komposition: Jherek Bischoff
Regie: Alexander Charim
Premiere: 28. November 2014

Thomas Arzt übersetzt die rasante Verbrechervita des 1891 in der Wiener Vorstadt geborenen Johann Breitwieser in eine knappe, bisweilen in Kunstdialekt gehaltene Abfolge von Bildern: eine für die Bühne konzipierte Ballade.
US-Komponist Jherek Bischoff steuert melancholisch-orchestrale Musik mit Streichquartett und Percussion als Live-Elemente bei.

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