Martin Bruny am Mittwoch, den
26. März 2014 um 14:03 · gespeichert in Tonträger
Für den 4. April 2014 kündigt MG Sound/HitSquad Records eine Konzept-CD des Musicals »Artus – Excalibur« an. Das Stück von Frank Wildhorn (Musik), Ivan Menchell (Buch) und Robin Lerner (Texte) ist derzeit in St. Gallen in der deutschen Fassung von Nina Schneider zu sehen; Orchestrierung und Arrangements der Fassung von St. Gallen stammen von Koen Schoots.
Die Konzept-CD wurde im Dezember letzten Jahres aufgenommen, also vor der eigentlichen Theaterproduktion. Dafür wurden einige Songs angepasst und für die CD editiert. Auch Arrangements und Orchestrierung der CD stammen von Koen Schoots und wurden zum Teil für die Theaterproduktion leicht adaptiert, um der Bühne gerecht zu werden.
Die Cast der CD ist die gleiche wie in St. Gallen, bis auf Eric Papilaya, der einen kleinen Gesangspart auf der CD (König Loth) übernommen hat. Die Besetzung der Hauptrollen: Patrick Stanke (Artus), Annemieke van Dam (Guinevere), Thomas Borchert (Merlin), Sabrina Weckerlin (Morgana) und Mark Seibert (Lancelot).
CD: Artus / Excalibur - Das Musical
Interpreten: Thomas Borchert, Annemieke van Dam, Mark Seibert, Sabrina Weckerlin, Patrick Stanke, Eric Papilaya
VÖ: 4. April 2014
Label: HitSquad Records
EAN: 9120006683470 | Catalogue: 668347 | Packaging: Jewelbox CD
Martin Bruny am Samstag, den
8. März 2014 um 14:28 · gespeichert in Theater
Jahrhundertelang lief Ken Ludwigs »Otello darf nicht platzen« mit dem unverwüstlichen Otto Schenk als Tito Merelli in den Wiener Kammerspielen. Quasi Generationen von Boulevardkomödienliebhabern sind damit aufgewachsen und auch damit alt geworden – könnte man meinen. Wenn mans genau nimmt, fand die Premiere am 24. Oktober 1990 statt und die letzte Vorstellung am 11. November 2009. 19 Jahre war »Otello« Garant für ausverkaufte Vorstellungen, genau genommen für 470.
2014 geht im Theater Akzent eine kleine Aufführungsserie des Stücks über die Bühne, mit einer interessanten Schauspieler-Melange: Marika Lichter, Ann Mandrella, Marjan Shaki, Katja Thost-Hauser, Tobias Eiselt, Georg Leskovich, Bruno Thost und Thomas Weissengruber. Es inszeniert Katja Thost-Hauser; für das Bühnenbild verantwortlich: Manfred und Roland Tscherne.
Interessant ist der folgende Hinweis auf der Website des Theaters Akzent:
Das Theater Akzent weist darauf hin, dass die inhaltliche Verantwortung für das eingemietete Stück »Otello darf nicht platzen« ausschließlich bei den durchführenden ProduzentInnen liegt. Das Theater Akzent distanziert sich von allfälligen politisch unkorrekten, nicht mehr zeitgemäßen Darstellungsweisen.
Mit »Darstellungsweise« meint die Theaterleitung das im Stück eingesetzte »Blackfacing«. Die Blackfacing-Debatte hat Wien schon vor einigen Wochen erreicht. Am Opernball versuchte sich Puls-4-Moderator Chris Stephan schwarz geschminkt Kim Kardashian zu nähern, die Wiener Festwochen gerieten in die Schlagzeilen, weil sie für eine Aufführung von Jean Genets »Die Neger« mit einem Plakat werben, auf dem schwarz geschminkte Schauspieler zu sehen sind.
So richtig es ist, sensibel »Theatertraditionen« zu hinterfragen, so einfach lautet im Fall von »Otello« die Antwort von Bruno Max (im Kommentarteil –> hier):
In »Othello darf nicht platzen« schminken sich zwei Schauspieler nicht als Schwarze. Sie schminken sich als als Schwarze geschminkte Opernsänger. Den Unterschied möchte ich Klavierspielen können! Dieser Auftritt denunziert höchtens Opernsänger, zeichnet sie stereotyp, als hysterische, hohltönende, geile Alkoholiker.
Insofern ist die Aufführung im Theater Akzent vermutlich nicht nur unterhaltsam, sondern sogar hochaktuell.
Vorstellungstermine
12., 20., 21. und 30. März sowie 2. April
(Beginn: 19.30 Uhr, ausgenommen 30. März (Beginn: 15.00 Uhr))
Martin Bruny am Samstag, den
15. Februar 2014 um 11:04 · gespeichert in Theater
Wie man als Ensemble eines führenden Theaterunternehmens medienwirksam seine Bedenken gegen einen Führungsstil artikulieren kann, demonstrieren uns dieser Tage die Schauspieler des Wiener Burgtheaters. In einer Ensembleversammlung haben sie ihrem Direktor ein Misstrauensvotum ausgesprochen.
»Anstatt die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass finanzielle Misswirtschaft von allen Verantwortlichen stattgefunden hat, wird stattdessen uns MitarbeiterInnen des technischen und künstlerischen Personals seit Amtsantritt von Matthias Hartmann die jederzeitige Kündigung als Sparmaßnahmen-Rute ins Fenster gestellt, was einer unwürdigen und unproduktiven Angstpolitik entspricht«, zitiert »DiePresse.com« aus dem Schreiben. [apa]
Martin Bruny am Mittwoch, den
12. Februar 2014 um 09:34 · gespeichert in Theater
Es gibt ein paar Begriffe im Theaterbereich, die eindeutig definiert sind. Ein Begriff wie »Postdramatisches Theater« würde vielleicht nicht dazu gehören, aber sagen wir »Uraufführung«, ja, darauf konnten sich alle einigen bis jetzt. Was eine Uraufführung ist, das ist mal klar:
Eine Uraufführung ist die erste öffentliche Aufführung eines Musikstückes oder Bühnenwerkes.
Ist ganz simpel. Einfach zu kapieren. Im Musicalbereich hierzulande kam mal wer auf die geistvolle Idee, zu behaupten, jaja, am Broadway hat man ja auch vorher Try-outs, und dann … Ja, was dann eigentlich? Kein Mensch hat es am Broadway nötig, von »Welturaufführungen« zu sprechen. Warum? Weil der Broadway jedem ein Begriff ist, und eine Broadway-Premiere ist eben eine Broadway-Premiere. Mit Labels verkauft man kein Ticket mehr, dahinter stecken andere Motive, und vielleicht sollte man sich deren Aufdeckung mal ganz intensiv widmen.
Doch wie auch immer: Ein Musical hat auch in den USA nur eine Uraufführung, und kein Mensch käme auf die Idee, nur weil die Hauptdarstellerin eine neue Perücke hat oder ein neues schickes Paar Pumps, nur weil irgendein depperter Bühnenboden wichtiger ist als musikalische Substanz oder es zwei neue Lieder in irgendeinem Musical gibt, diese überarbeitete Fassung dann als »Uraufführung« zu verkaufen. »Plays aren’t written, they’re rewritten«, diesen Spruch kennen wir seit über 100 Jahren, er wird Dion Boucicault (1820–1890) zugeschrieben, und der Spruch wurde auch fürs Musicalgenre adaptiert. Musicals werden ständig umgeschrieben … und kein Mensch käme auf die Idee, jede neue Fassung zu einer »Uraufführung« hochzujazzen.
Das Gute ist, dass Fachmagazine, die noch einen Ruf zu verlieren haben (alle gehören aus Gründen, die man ebenfalls mal genauer besprechen muss, nicht mehr dazu), nicht auf Etikettierungsbluffs aufspringen werden. Sie würden sich damit disqualifizieren.
Martin Bruny am Sonntag, den
9. Februar 2014 um 22:57 · gespeichert in Theater
Vom 10. bis 15. Februar 2014 zeigt das Vienna Theatre Project in Zusammenarbeit mit der US-Botschaft im Wiener Theater Drachengasse »Topdog/Underdog«, ein Stück von Suzan-Lori Parks. Gespielt wird in englischer Sprache.
Handlung
Two brothers in their mid-to-late thirties struggle to eek out an existence in a shabby little rooming house. The older brother, Lincoln (also known as «Linkâ€), was once a skilled 3-card Monte con-artist who gave it up after the untimely death of his friend. The younger brother, Booth, wants to be a big shot – but spends most of his time shoplifting and awkwardly practicing the art of card hustling. Their father named them Booth and Lincoln; it was his dismal idea of a joke.
Booth talks about his many goals and dreams. He discusses his sexual conquests and his romantic frustrations. Lincoln is much lower-key. He often thinks about his past: his ex-wife, his successes as a card hustler, his parents who abandoned him when he was sixteen. Booth is impulsive throughout most of the play, sometimes reacting violently whenever frustrated or intimidated. Lincoln, on the other hand, seems to let the world step all over him.
Instead of grifting, Lincoln has settled into a very odd job at a carnival arcade. For hours on end, he sits in a display box dressed as Abraham Lincoln. Because he is black, his employers insist that he wears «white-face†make-up. He sits still, reenacting the final moments of the famed president (the «real†Lincoln was assassinated as he watched the play, My American Cousin ). Throughout the day, paying customers sneak up and shoot Link in the back of the head with a cap-gun. It’s a strange and morbid occupation. I certainly don’t blame Link for being lured back into card hustling; he’s in his natural element when he’s working the cards.
Besetzung
Lincoln: Ricky Watson
Booth: David Wuwara
Martin Bruny am Dienstag, den
4. Februar 2014 um 14:08 · gespeichert in Event-Tipps
1. April 2014
10:00
bis
18:00
Am 1. und 2. April 2014 (jeweils 10 Uhr bis 18 Uhr) findet zum zweiten Mal der Walter-Jurmann-Gesangswettbewerb statt (1. April: Vorrunde; 2. April: Hauptrunde und Finale). Teilnahmeberechtigt sind Studierende der Abteilungen Gesang und Oper, Musikalisches Unterhaltungstheater und Schauspiel sowie des Lehrgangs Klassische Operette der Konservatorium Wien Privatuniversität.
Für das Wettbewerbsprogramm sind Interpretationen von drei Liedern, Chansons, Songs von Walter Jurmann gefragt. Ein Stück soll aus dem englischen oder französischen Repertoire des Komponisten stammen. Für die musikalische Begleitung ist der/die TeilnehmerIn verantwortlich. Die PreisträgerInnen werden im Rahmen der Preisverleihung ihr Programm vortragen.
Termin: 1. und 2. April 2014, 10.00–18.00 Uhr
Konservatorium Wien Privatuniversität,
KONS.podium (ehem. Anton-Dermota-Saal)
Johannesgasse 4a
1010 Wien
Martin Bruny am Dienstag, den
4. Februar 2014 um 12:35 · gespeichert in Event-Tipps
15. Februar 2014
19:30
bis
22:30
Irgendwo, ein kleines Stadttheater in den 1920er Jahren. Ein Sänger, ein Schauspieler und ein Dirigent versuchen sich erfolglos daran, Operetten zu schreiben. Als ein energischer Theaterdirektor “so rasch wie möglich” ein Auftragswerk bestellt, wird ihr Talent und ihre Freundschaft auf die Probe gestellt. Und eine Operette ist keine Operette, ohne einen zündenden Walzer.
Ein schillernder Figurenreigen, Theater am Theater, eine schwungvolle Komödie, eingebettet in ein Panoptikum der berühmtesten Robert Stolz-Melodien. Neben dem titelgebenden Walzer »Zwei Herzen im Dreivierteltakt« zu hören: spritzige Tanznummern, komödiantische Duette, und unvergessene Hits wie »Ob blond, ob braun«, »Auch du wirst mich einmal betrügen« und »Du bist meine schönste Träumerei«.
»Zwei Herzen im Dreiviereltakt« Der verlorene Walzer. Operette in 3 Akten (8 Bildern) nach dem gleichnamigen Tonfilm des Walter Reisch und Franz Schulz von Paul Knepler und J.M. Welleminsky; Musik: Robert Stolz; Textl. Einrichtung: Robert Herzl/Kurt Huemer
Musikalische Leitung Oliver Ostermann
Inszenierung Alexandra Frankmann
Choreografie Marcus Tesch
Bühnenbild Sam Madwar
Kostüme Friederike Friedrich
Besetzung
Ingrid Habermann / Edith Leyrer / Katja Reichert / Jasmina Sakr // KS Josef Forstner / Nikolaus Hagg / Robert Herzl / Franz Josef Koepp / Darius Merstein-MacLeod / Aris Sas
Martin Bruny am Dienstag, den
4. Februar 2014 um 12:22 · gespeichert in Event-Tipps
11. März 2014
20:00
bis
22:00
Anlässlich der 100. Wiederkehr des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges, der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, präsentiert die Konservatorium Wien Privatuniversität eine Collage aus prägnanten Texten und Musik dieser Zeit. Zur Aufführung gelangen Werke bekannter und weniger bekannter Autoren und Komponisten. Kriegseuphorie und -propaganda werden dabei ebenso erklingen wie Artefakte der Erschütterung und des Friedenswillens, aber auch der Weltflucht angesichts des nicht Vorstellbaren. Bedacht wird aber auch das Jahr 1913, das letzte Friedensjahr, dessen Musik bereits vielfältig-seismografisch den Krieg ahnte.
Mit Werken von Ralph Benatzky, Leo Fall, Emmerich Kà¡lmà¡n, Franz Lehà¡r, Robert Stolz und Carl Michael Ziehrer.
Künstlerische Leitung: Wolfgang Dosch und Erhard Pauer
Eine Kooperation der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und der Konservatorium Wien Privatuniversität.
Di, 11.03.2014, 20:00 Uhr
Wiener Musikverein, Gläserner Saal/Magna Auditorium
Musikvereinsplatz 1
1010 Wien
tickets@musikverein.at www.musikverein.at
Kartenpreise: 19,-/16,-/5,- Euro
Karten beim Wiener Musikverein erhältlich –> hier
»Die Csà¡rdà¡sfürstin« – nicht nur Hitparade der Evergreens, nicht nur Wunscherfüllung im Walzertakt, sondern schillernder Spiegel ihrer Zeit. Die Aufführung der Csà¡rdà¡sfürstin durch den Lehrgang Klassische Operette der Konservatorium Wien Privatuniversität bildet den Abschluss des Forschungsschwerpunkts »Operette und die Welt im Krieg – 100 Jahre 1914«.