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Archiv - Theater

Wie stehen Sie zu Kritiken? Lesen Sie die, Klaus Maria Brandauer?

Mich interessiert sehr, was über mich gesagt wird. Doch im Theater zählt der Besucher. Die Zeitung macht Kritiken, nicht die Charts. Meine Inszenierung der »Dreigroschenoper« 2006 war immer ausverkauft, aber die Kritiken waren so, dass ich mich eigentlich hätte erschießen müssen. Der Taxifahrer hat mir am nächsten Morgen gesagt: »Also, nach diesen Kritiken würde ich mich heute nicht auf die Straße trauen!« Das macht aber nichts. Der eine findet es großartig, der andere grauenvoll. Beide wissen oft nicht einmal warum. Der Zugang zum Theater ist ein emotionaler. Das Spielen ist ein Balancehalten zwischen kritischer Kraft und Sich-gehen-Lassen.[via Die Presse]

Wien: Kabarett Spektakel schließt aufgrund Nichterfüllung “formaler Kriterien”

Kafka

–> Link zum Standard-Bericht

Sommertheater Purkersdorf: “Der Zauberer von Oz”/”Der Zerrissene”

Im Rahmen des Sommertheaters Purkersdorf werden 2009 zwei Theaterstücke präsentiert: L. Frank Baums “Der Zauberer von Oz” und Johann Nestroys “Der Zerrissene”. Die Premieren finden am 11. Juni 2008 statt. “Der Zauberer von Oz” ist ab 17:30 Uhr zu sehen, “Der Zerrissene” ab 20:30 Uhr.

Weitere Vorstellungen: 12., 13., 18., 19, 20., 25., 26 und 27. Juni. Nächere Infos auf der Website des Sommertheaters Purkersdorf –> hier.

Eric Whitacre dirigiert “Nox Aurumque” (Uraufführung)

Link
- SoaringLeap.com, Eric Whitacres Blog

Tag der offenen Tür im Theater an der Wien

Foto: Paul Ott

Das neue Opernhaus Theater an der Wien lädt zum Tag der offenen Tür am Samstag, dem 25. April 2009, von 13.00 bis 16.00 Uhr.

Im Januar 2006 ist das Theater an der Wien zum neuen Opernhaus der Stadt Wien geworden, nun haben alle Opernfans die Gelegenheit, einen Blick »backstage« zu werfen. Geboten wird ein vielfältiges Programm: Bühnenführungen, Singen mit dem Arnold Schoenberg Chor, Künstlergespräche, ein bunt gemischtes Kinderprogramm, Filmvorführungen und vieles mehr. Der Eintritt ist frei.

Information: www.theater-wien.at
Info-Telefon: +43 1 588 30-660

Ensemble Theater: “Dirt” mit Norman Stehr


Am 13. und 14. Mai 2009 zeigt das vienna theatre project im Wiener Ensemble Theater seine neueste Produktion: “Dirt”, einen dramatischen Monolog in englischer Sprache von Robert Schneider.

Der österreichische Schriftsteller (geboren 1961) publizierte sein Theaterstück “Dreck” 1993 im Reclam Verlag Leipzig, die Uraufführung ging am 10.1.1993 im Thalia Theater in Hamburg über die Bühne. Der dramatische Monolog wird zum meistgespielten Theaterstück der Saison 1993/94, bringt es in diesem Zeitraum auf 43 Inszenierungen, Schneider erhält zahlreiche Auszeichnungen: Dramatikerpreis der Potsdamer Theatertage, Alemannischer Literaturpreis, Robert-Musil-Stipendium der Stadt Wien. Die Zeitschrift “theater heute” wählt den Autor zum Nachwuchsdramatiker des Jahres.

Die Österreichische Erstaufführung des Stücks fand am 9. Juni 1993 im Theater an der Wien als Koproduktion der Wiener Festwochen mit den Bregenzer Festspielen statt. Paul Wimmer schrieb damals in seiner Kritik für die “Wiener Zeitung”:

Es ist ein moralisches Drama, das der Menschenverachtung und der Dummheit entschlossen entgegentritt, ein erschütterndes Psychogramm, das jeder sehen sollte, der über Asyl und Ausländerintegration mitreden will.

2007 ging in New York die englischsprachige Premiere von “Dreck” an den Start. Für das New York International Fringe Festival übersetzte Paul Dvorak “Dreck”, nun “Dirt”, ins Englische. “Dirt” feiert einen Überraschungserfolg und wird zum internationalen Erfolgsstück. So ist es zum Beispiel im Juli 2009 auch in London zu sehen. Die offizielle Website (–> Link zur Website) zur englischsprachigen Produktion bietet unter anderem auch einen guten Überblick über die begeisterten internationalen Kritiken.

In Wien ist der Schauspieler, Sänger und Musicaldarsteller Norman Stehr als Protagonist zu erleben. Stehr erhielt seine Ausbildung in den Bereichen Schauspiel, Gesang und Tanz an der Hamburger Hochschule für Musik und darstellende Kunst und am New Yorker B. Reynolds Institute. Der vielseitige Künstler ist auch Autor (”Zeit zum Essen”), Regisseur und Maler mit diversen Auftragsarbeiten und Ausstellungen.

Inhalt
Ein Mann betritt die Bühne mit einem Strauß Rosen in der Hand. Er fängt an zu reden. Dieser Mann heißt Sad; er ist Araber. An den Abenden verkauft er Rosen, um sein Studium zu finanzieren. So sehr ist der Hass der Inländer in ihm Fleisch geworden, dass er ihn gegen sich selbst kehrt. Es stimmt, sagt er, ich bin dreckig. Ich wasche meine Hände, aber ich bleibe dreckig. Das stimmt. – Er redet weiter. Er schreit. Schreit um sein Leben.

“Dirt” von Robert Schneider
(in englischer Sprache)

Leading Team
Regie: Joanna Godwin-Seidl
Regieassistenz: Eva Drnek
Produktionsassistent: Lisa Storch
Stage Manager: Sharron Aubrey
Set Design: Joanna Godwin-Seidl
Poster Design: Astrid Levin
Sponsoring: Monica Melega, Dan Melega
Eine Produktion des vienna theatre project

Es spielt: Norman Stehr

Ensemble Theater
Petersplatz 1, 1010 Wien

13. und 14. Mai 2009, 19.45 Uhr
Tickets: 01-5353200 oder per Mail: et-info@ensembletheater.at
www.viennatheatreproject.at

“Pension Fritzl”: Hubsi Kramar sorgt für Aufsehen

Am 23. Februar 2009 findet im 3raum-Anatomietheater die Premiere von “Pension Fritzl - eine Keller-Soap” statt. Die Ankündigung dieser satirischen Theaterproduktion hat mittlerweile internationales Aufsehen erregt. The Associated Press berichtet darüber ebenso wie die amerikanische Klatschbase Perez Hilton.

Österreichische Medien halten sich bei ihrer Berichterstattung zum Teil noch zurück, wie beispielsweise der Standard, der einen Vorankündigungstext der APA im Kulturteil gut versteckt hat.

Wer ein wenig mehr über das Aufsehen erfahren will, das die Produktion im Vorfeld erregt, surft am besten in die Schweiz. Auf der Website “20 minuten” ist zu lesen:

Als einen «unglaublichen Skandal der nach harten Konsequenzen ruft» bezeichnete der rechtsorientierte Landtagsabgeordnete und Kultursprecher der FPÖ-Wien, Gerald Ebinger, das Vorhaben des Künstlers.
Kramar, so der Abgeordnete, «möchte durch sein unappetitliches Schauspiel nicht nur die Amstettnerinnen und Amstettner verunsichern und verärgern, sondern hat zeitgleich offenbar vor, dem österreichischen Volk einen unbeschreiblich grossen Schaden im Ausland zuzufügen», schreibt er in einer Pressemitteilung. Ebinger droht mit der Schliessung des Theaters.

Ganz im Fahrwaser der KRONE (oder auch der BILD) schwimmt ausgerechnet die Plattform “Gegen Sexuelle Gewalt”. Hier liest man:

…das schwere Leid des betroffenen Opfers Elisabeth und deren Kinder seine Phantasie erst angestoßen? Der sadistische Sexsoziopath-Folterer- Fritzl aufs Postest der Verewigung gestellt, da findet man keine Worte mehr für soviel Empatielosigkeit dieses Theatermachers in Wien!
Das ist ÖSTERREICHS KUNST-BEGRIFF ?
Man nehme einen der traurigsten brutalsten Sadisten & Sexverbrecher Österreichs und gibt ihm noch eine satirische BÜHNE um nie in Vergessenheit zu geraten, wie berühmt er wurde durch seine Grausamkeit, nicht nur im Internet »YouTube,« nein, auf Wiens Bühne von !
Kaum haben die Opfer begonnen ein neues Leben zu beginnen, hat ein Künstler die Idee UND MACHT ALLES ZU NICHTE, da auch Elisabeth F. die Krone lesen wird.
Wie empathielos den Kindopfern dem Menschen Elisabeth (F.)-und ihren 6 Kindern gegenüber sein? Wie verachtend pervers muss man sein, um damit berühmt zu werden, noch Geld zu machen, Herr Hubsi Kramar?
Ist das der Sinn der österreichischen Kunst und deren Verantwortlichen Ministerin Schmied?
So muss ich sagen dass ist eines der grausamsten Länder, das aus dem Kriegs -Holocaust nichts gelernt hat, sondern ihre Sadisten weiter herangezüchtet hat, da sich am Leid der sadistisch gequälten, vergewaltigten als Sklaven gehaltenen Person, Elisabeth und deren Kinder, erst ihre Phantasien anspringen, sich davon anregen lassen, sieht man ebenfalls in der Kunstszene Österreichs den Werte Verfall!

Postings über “The Producers - Frühling für Hitler” findet man auf der Homepage dieses Vereins nicht. Ganz offensichtlich wird hier mit anderen Maßstäben gemessen und nichts anderes als die Freiheit der Kunst an sich in Frage gestellt.

Aus einer Aussendung des Klubs der Freiheitlichen:

Im Jahr 2006 eröffnete Kramar das 3raum Anatomietheater in Wien Landstraße, welches durch das Wiener Kulturamt für 4 Jahre - also bis 2010 - subventioniert wurde. Nun seien vor allem Bürgermeister Häupl, aber auch der Wiener Kulturstadtrat am Zug, dieses abscheuliche Vorhaben des Herrn Kramar zu beenden, bevor es noch begonnen hat.

Hier also eine eindeutige Empfehlung: Ja, man sollte sich “Pension Fritzl” ansehen. Wir leben in einem Land, in dem die Heuchelei, Sensationsgier und die Abgeschmacktheit keine Grenzen kennen. Wir leben in einem Land, in dem die Innenministerin die Ärmsten der Armen, nämlich Flüchtlinge, via Hochglanzmedien zynisch verspottet (”Ich habe nach den Gesetzen vorzugehen, egal ob mich Rehlein-Augen aus dem Fernseher anstarren oder nicht”, ORF.at) - all das wird von den KRONE-Lesern eifrig Tag für Tag konsumiert. Wenn es aber dann darum geht, die eigene Verderbtheit im Theater, satirisch gebrochen, vorgehalten zu bekommen, dann ist Schluss mit lustig. Tickets für “Pension Fritzl” sind ab sofort erhältlich.

PENSION FRITZL - Eine Keller Soap
Im Keller unterm Teppich: Tiefer gehts nicht mehr. Einfach: Nieder-Österreich

ab 23. Februar im 3raum-anatomietheater
3. Beatrixgasse 11

Knapp vor dem Fritzl-Prozess startet die Keller-Soap “Pension Fritzl”. In der “Pension Fritzl” tummeln sich die bekanntesten und beliebtesten Österreicher: Der Herr Fritzl, der Fritzlsohn, die Fritzltochter, die Fritzlfrau, das Fritzlstein-Monster (noch nicht so bekannt, aber das kommt schon noch), eine Runde von »echten« Experten und Promis als Überraschungsgäste. »Pension Fritzl« live - Premiere ist am 23.2.09. Alles, was Sie immer schon über die Fritzl wissen wollten. Solange der Prozess dauert, wird die Pension Fritzl runderneuert

Karten (18€/ 12€ erm.): 0650 / 323 33 77 oder onLine reservieren

Regie: Hubsi Kramar
Idee: Hermann Fritzl
mit: Lucy Mc Evil, Hubsi Kramar, ER-ICH, Heidi Gross, Bernd Charabara, Rainer Fussgänger, Julia Karnel, Hannes Lengauer, Felix Lenz, Eva Schuster, Iris Maria Stromberger, Tini Trampler, Josef Trimmel, Sascha Tscheik, Mathias Wiltsche
Produktion: Alexandra Reisinger
Kostüme: Hanna Hollmann

Dress Circle Awards 2009: The Greatest Musical of the Last 30 Years

Dress Circle ist für alle musicalbegeisterten London-Besucher eine Pflichtstation bei jeder Reise in die Musicalmetropole Englands. Man findet dort nicht nur immer die aktuellsten Cast CDs, sondern auch Raritäten aus aller Welt, und wenn man sich mit den Leuten da ein wenig unterhält, bekommt man durchaus auch so manchen Tipp, welche Plattenneuerscheinungen gerade am empfehlenswertesten sind. Das Konzept des Shops wurde vielfach kopiert und nie erreicht, die Angestellten sind freundlich, die Atmosphäre im “Showbiz Shop” ist einzigartig.

30 Jahre Dress Circle, das war Anlass genug für den Shop, eine Umfrage nach den beliebtesten Musicals der letzten 30 Jahre zu starten. Das Ergebnis ist nun nicht wahnsinnig überraschend, spiegelt aber teilweise ganz gut das wider, was in London recht erfolgreich war und ist (oder hätte sein können):

1st Place Wicked
2nd Place Les Misà©rables
3rd Place The Phantom of the Opera
4th Place Sweeney Todd
5th Place Rent
6th Place The Rocky Horror Show
7th Place The Lord of the Rings
8th Place Blood Brothers
9th Place West Side Story
10th Place Hairspray

“Les Misà©rables” am zweiten Platz. So mancher Amerikaner mag das wohl am wenigsten verstehen. Schlicht und einfach deswegen, weil die “Broadway-Leute” Les Mis noch nie mochten. Im Mai 2008 ist die überarbeitete Taschenbuchauflage von “Broadway Musicals: The 101 Greatest Shows of All Time” (Ken Bloom, Frank Vlastnik und Jerry Orbach) erschienen. Die Autoren haben sich für diese Neubearbeitung dazu entschieden, 5 Shows rauszukicken und dafür 5 neue reinzunehmen. Entfernt wurden: “Les Misà©rables”, “George White’s Scandals”, “A Connecticut Yankee”, “The Full Monty” und “Destry Rides Again”. Hinzugefügt hat man: “Grease”, “Sunday in the Park with George”, “Wicked”, “Grey Gardens”, “Avenue Q” und “The Drowsy Chaperone”. Natürlich darf man die Frage stellen, ob ein Buch, in dem die besten 101 Broadway Musicals gelistet sind und das auf Les Mis verzichtet, so umwerfend relevant sein kann, aber mein Gott, es ist eben der Broadway, und da gelten andere Gesetze als in Europa.

Foto: VBWDas hat man nicht zuletzt bei Mel Brooks’ “The Producers” gemerkt - einer Show, die für den Broadway maßgeschneidert war und es im deutschsprachigen Teil Europas bisher schwer hat.
Um den wunderschönen Saal des Wiener Ronacher vollzubekommen, ist nun auch das letzte “Tabu” gefallen. Hat man es bisher vermieden, einen Konnex zu Hitler in der Promotion für das Musical herzustellen, ist er nun zum Plakatsujet mutiert.
Das soll nun keine Kritik sein, im Gegenteil. Das wäre vermutlich kein so übler Weg gewesen, um das Interesse der Öffentlichkeit auf das Etablissement zu lenken. Und wenn Mel Brooks zur Premiere erschienen wäre, hätte er sicher einen Kamm bei sich gehabt, wenn Sie wissen, was ich meine …
Von wegen, “The Producers” ist kein Hitler-Musical, kann man nun mit Hinweis auf eben dieses Plakat sagen, egal ob gerechtfertigt oder nicht.

Michael Kunze: “Wie kommt man überhaupt dazu, zu glauben, dass der Komponist wichtiger ist?”

Zu Gast bei “Apropos Musik. Das Magazin” war am 7. Dezember 2008 Michael Kunze, Librettist und Songwriter. Was die Moderatorin Irene Suchy mit einer zugegeben recht provokanten Frage entzündete, im Folgenden kurz zitiert:

Irene Suchy: Sie arbeiten jetzt zum ersten Mal an einer Oper. Ist da noch mehr Demut vom Librettisten erfordert, noch mehr Zurückstecken oder Verzicht manchmal, also vom Librettisten. Wenn man mit Turrini gesprochen hat … Ist das stärker … oder wie verändert sich Ihre Arbeit als Librettist an einer Oper nun?

Michael Kunze: Also es ist prinzipiell so, dass ich nicht auf die Knie gehe vor Komponisten. Ich habe mein Leben lang mit Komponisten gearbeitet, und ich kenne sehr gut ihre Begrenzungen. Und ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass der Komponist ein gottbegnadeter Künstler ist, während der Librettist lediglich ein Zuträger ist. Im Gegenteil, ich bin der Meinung, der Komponist ist jemand, der meine Geschichte illustriert, und ich sehe ihn auch als Illustrator.

Irene Suchy: Jetzt, wir haben schon kurz Geld angeschnitten und Wertschätzung. Die Tantiemenverteilung zwischen Librettist und Komponist oder Librettistin und Komponistin, ist, seit es Tantiemen gibt, also seit Beginn des 20. Jahrhunderts, immer wieder ein Konfliktstoff. Brecht/Weill - Dreigroschenoper - Brecht will 60 Prozent. Wie halten Sie das?

Michael Kunze: Ja, also generell ist es ja so, dass wir hier drei Autoren haben: den Komponisten, den Buchautor und den so genannten Lyricisten oder Liedertexter. Ich bin in meiner Person zwei Autoren, insofern stünden mir an sich zwei Drittel zu, und nach den amerikanischen Musiktheaterregeln wären es auch zwei Drittel, aber aus Kollegialität hab ich immer nur 50:50 vereinbart. Wie kommt man überhaupt dazu, zu glauben, dass der Komponist wichtiger ist bei der Erzählung einer Geschichte? Die Geschichte ist doch das wichtigste. Ich kenne ja die öffentliche Beurteilung, und da ist es nun mal leider so, dass der Komponist als Schöpfer des Werkes gilt. Es ist ein Kindermärchen, dass er das ist. Aber wenn die Leute das glauben wollen, sollen sie es halt glauben. Also das stört mich überhaupt nicht. Meine Eitelkeit ist mir nicht so wichtig wie die Entstehung eines Werkes. Und selbstverständlich gönne ich dem Komponisten die Befriedigung seiner Eitelkeit, aber er hat mit der Schaffung des Werkes nur seinen Anteil, und 50 Prozent ist schon sehr hoch gerechnet.

Weitere Aussagen bezüglich Komponisten

Michael Kunze: Als Librettist nehme ich in Anspruch, dass ich die Charaktere besser kenne als der Komponist, und ich verlange von dem Komponisten, dass er die Charaktere zeichnet, dass er die Geschichte, die ich erzähle, noch einmal musikalisch darstellt.

Michael Kunze: Da nunmal Komponisten die Leute sind, die gerne im Vordergrund stehen und die auch in der ganzen Tradition immer nach vorne gestellt wurden, und oft auch zurecht, muss ich natürlich sagen, selbstverständlich, gibt es da auch sehr oft viele Werke, wo die Kompositionen einfach überdauert haben und die Libretti eben nicht. Aber ich habe ja nur in meinem Leben ja nicht zu tun mit Puccini und Mozart, das muss man auch mal sagen. […] Die Wertschätzung, die die Oper generell oder das Musiktheater generell dem Komponisten widmet, ist ja eigentlich verdient durch die ganz großen Genies. Gut, jedem gegönnt, dass er mit einem Genie zusammenarbeitet, mir ist es noch nicht passiert.

theater-center-forum: Premiere für “Frühlings Erwachen”

Einige Jahre ist es her, dass Frank Wedekinds “Frühlings Erwachen” auf einer Wiener Bühne zu sehen war. 2001 inszenierte Christina Paulhofer am Akademietheater den Klassiker mit David Rott (Moritz), Birgit Minichmayr (Wendla) und Michele Cuciuffo (Melchior Gabor) in den Hauptrollen.

Ab 26. Februar 2009 zeigt das Wiener theater-center-forum eine neue Inszenierung des Schauspiels in einer Bearbeitung von Christoph Prückner.

Darsteller
Wendla Bergmann - Eva-Christina Binder
Lisa Bessel - Eszter Hollà³si
Melchior Gabor - Max Mayerhofer
Moritz Stiefel - Simon Schober
Frau Bergmann - Christine Renhardt
Frau Gabor - Monika Schmatzberger
Weitere Schüler / Jugendliche - David Czifer, Kathrin Herbst, Lukas Kavin
Lehrer / Erwachsene - Christine Renhardt, Monika Schmatzberger, Elisabeth Seethaler, Christoph Prückner

Regie, Stückbearbeitung und Raum: Christoph Prückner
Lichtdesign: Michael Heidinger
Regieassistenz: Kathrin Herbst

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