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Archiv - Netz

»Kiss me, Kate«, in Wunsiedel

Am 30. Dezember 1948 ging am Broadway im New Century Theatre die Uraufführung von Kiss me, Kate über die Bühne. In den Hauptrollen: Alfred Drake (Fred Graham/Petruchio), Patricia Morison (Lilli Vanessi/Katharine), Lisa Kirk (Lois Lane/Bianca) und Harold Lang (Bill Calhoun/Lucentio). Diese erste Produktion brachte es auf insgesamt 1077 Aufführungen, die Dernià¨re fand am 28. Juli 1951 statt. Bei den Tony Awards 1949 war “Kiss me, Kate” der Abräumer: 5 Auszeichnungen konnte die Produktion für sich entscheiden: Best Musical, Best Author (Bella Spewack, Samuel Spewack), Best Composer (Cole Porter), Best Costume Design (Lemuel Ayers), Best Producer (Saint Subber, Lemuel Ayers).
Die Deutschsprachige Erstaufführung fand am 19. November 1955 in Frankfurt/Main (Städtische Bühnen) statt und seit damals ist das Musical aus den Spielplänen vieler Bühnen Deutschlands und Österreichs kaum wegzudenken. 2006 beispielsweise ist “Kiss me, Kate” in einer Produktion der Luisenburger Festspiele zu sehen. Die Besetzung: Gudrun Schade, Sissy Staudinger, Ina Nadine Wagler, Kai Bronisch, Wolfgang Haubner, Axel Herrig, Gerry Hungbauer, Mario Mariano, Manfred Molitorisz, Stephan Wapenhans, Frank Wünsche, sowie Sophie Blümel, Susanna Kratsch, Thorsten Kugler, Kerstin Löcker, Korbinian Reile, Barbara Schmid, Walter Spanny, Uwe Schwalbe, Christian Zmek,und Wolfgang Fellinger, Stephan Först, Christian Frank, Martin Grünzweig, Matthias Klausberger, Hans Lassnig, Bernd Leichtfried, Markus Leinholz, Klaus Lippitsch, Primus Sitter und Heimo Trixner. Für einige Vorstellungen konnte als Stargast Rainhard Fendrich verpflichtet werden. Zu sehen ist er noch in den Vorstellungen am 4. und 5. August.
Wer es nicht nach Wunsiedel schafft, kann sich per Webcam einen kleinen Eindruck von der Atmosphäre verschaffen. Die wird allerdings nur alle 30 Minuten aktualisiert, aber immerhin. Interessante Backstage- und Szenenfotos sind auf der Website von Thorsten Kugler (unter “News” zu finden), der selbst bei der Produktion im Ensemble mitwirkt.

Der Spezialist in Sachen zeitlos schöne Songs …

… ist Jason Robert Brown. Seine Lieder wirken immer, auch wenn sie einfach am Piano von einem Schüler gesungen werden. Ganz ohne Dekos, Glitter und Staging. “Nothing in common” stammt von Jason Robert Browns Solo-CD “Wearing Someone Else’s Clothes”.

Ingrid Michaelson: “Girls and Boys”

Ingrid Michaelson: Girls and Boys
Ingrid Michaelson soll ich mir anhören, hat man mir empfohlen. Girls and Boys sollte mir gefallen. Ich persönlich geh ja immer mit den geringsten Erwartungen an solche Empfehlungen heran. Vorteil: Enttäuscht zu werden, ist einigermaßen unwahrscheinlich, zumindest kann ich dann sagen: “Jo, nett.” Nicht anders bei Ingrid Michaelson. Hör ich halt mal rein. Nett. Gleich wieder weglegen? Naja, noch ein Track. Interessant. “The way I am”. Angenehme, relaxte Stimme - was für ein fröhlich stimmender Refrain. Ich hasse die Sonne, aber da geht ne Sonne auf, die mir gefallen könnte - eine relaxte, die nicht brennt und blendet, die man gerne anstarrt, in die man gerne versinkt, eine mit nem lachenden Mund und verträumten Augen. Da ist auch ein bisschen Melancholie, ich hörs genau, und noch mehr bei anderen Tracks. “Overboard” zum Beispiel. Der Song startet mit diesen Gitarren- & Pianoakkorden, die alle Melancholie instantmäßig in See stechen lassen. Michaelson tanzt am Heck dazu und lässt die Schaumkrönchen der Melancholie in den Himmel wachsen.
Michaelson findet man nicht bei Amazon, noch nicht. Aber sie hat eine nette Homepage, da kann man in ein paar Songs reinhören. CDBaby hat auch ihre erste Scheibe “slow the rain” im Angebot, auch da kann man ein bisschen reinhören.
Ein wenig klingt sie wie Norah Jones, Vanessa Carlton, dann wieder hört man was von Fiona Apple und Coldplay aufblitzen, auch ein bisschen Ben Jelen ist dabei, andererseits, wer kennt den hier schon. Was immer da ist: spannender, meistens überraschender Liedaufbau, ein interessanter Text und eine einprägsame Melodie. Stimmungsmäßig hat sie die uferlose Melancholie einer Joni Mitchell drauf. Dort, wo Norah Jones und Vanessa Carlton schon schön brav massenmarkttauglich produziert wurden, ist Ingrid indie geblieben, indie pop, folk, alternativ aufbereitet.
Kaufempfehlung? Ne, wozu? Diese CD mag nicht empfohlen werden. Es ist eine der CDs, die wie für einen selbst geschrieben scheint und auch von jedem selbst entdeckt werden muss.

Polen: “Tanz der Vampire”-Demos online

Am 8. Oktober 2005 fand in Warschau die polnische Premiere von Jim Steinmans Musical “Tanz der Vampire” statt. Roman Polanski wachte als künstlerischer Supervisor über das Projekt, eine offizielle Cast-CD ist in Arbeit. Demos dieser Produktion sind mittlerweile auf einer polnischen Website aufgetaucht. 4 Tracks, “Vor dem Schloß”, “Carpe Noctem”, “Unstillbare Gier” und “Totale Finsternis”, sind auf pawlowski.art.pl als Stream abrufbar. Um zu den Streams zu gelangen, einfach auf “Enter” klicken, danach im sich öffnenden Fenster auf “Quick Menue” und schließlich auf “Multimedia”.

Videofeatures: “A Chorus Line”, “Lestat” und manches mehr

BroadwayWorld.com bietet allen Musicalinteressierten ein rund halbstündiges Videofeature über die Castpräsentation des Broadway-Revivals von A Chorus Line (Premiere: 5. Oktober 2006) und über die Premiere von “Lestat”.
Viele weitere Videofeatures lassen sich auf Broadway.com abrufen, auch hier unter anderem ein Bericht über die “Lestat”-Premiere.

Stephen Sondheim im Interview (Gratisdownload)

Ein Interview, das Rick Pender am 15. März 2006 mit Stephen Sondheim anlässlich des Playhouse in the Park-Revivals von “Company” in Cincinnati geführt hat, ist zum Gratisdownload auf der Website der Stephen Sondheim Society bereitgestellt worden.
Rick Pender ist Mitarbeiter von “Around Cincinnati” und der “Sondheim Review”, einem viermal pro Jahr erscheinenden Magazin, das ganz dem Werk und der Person Stephen Sondheim gewidmet ist.
Im Interview verrät der Komponist unter anderem Details zu einem neuen Musical, das er im nächsten Jahr am Broadway zur Aufführung bringen will.

Die Hürden zum Web 2.0

Kamaras im Regen, 2006 (Snapshot: © Martin Bruny)

(Musical-)Webtipps 3/2006

Stage Beauty
Dem “Golden Age of Theatre in England”, also der Epoche von 1870 bis 1920, ist die Website Stage Beauty gewidmet. Mit viel Liebe wurde hier ein interessanter Fundus an Biographien online gestellt, den man nur weiterempfehlen kann.

Jason Robert Brown
Jason Robert Brown (”Songs for a New World”, “Parade”, “The Last 5 Years”, …) ist einer jener Musicalkomponisten der Post-Sondheim-Ära, die für das Genre die so wichtigen neuen Impulse bringen, Songs schreiben, die für die Ewigkeit komponiert scheinen, trendlos - Perlen, die man heute genauso schätzt, wie man sie in 20 oder 100 Jahren lieben wird. Lange Zeit war Brown im Internet nur mit einer Fansite vertreten, nun ist seine offizielle Page online gegangen. Sie ist noch im Aufbau begriffen, aber immerhin … und als Begrüßungsgeschenk gibt es im “Weblog”-Bereich der Site die Songs “That’s How Texas Was Born” (unveröffentlichtes Lied aus dem Musical “Urban Cowboy”) und “In this room” (ein Song, den Brown für seine Hochzeit geschrieben hat) zum Gratis-Download.
Brown ist bekannt dafür, dass er sich gerne mit Musicalinteressierten austauscht. In seinem Weblog beantwortet er Fragen sehr ausführlich. Kurz und gut: Browns Site ist schon jetzt ein Musterbeispiel dafür, wie man das Web als Künstler sinnvoll nützt.

Urban Dictionary
Sprache lebt - und verändert sich ständig. Jeder von uns gestaltet mit, der eine mehr, der andere weniger. Das Urban Dictionary bietet für den englischsprachigen/amerikanischen Sprachraum ein Slang-Wörterbuch, das aktuellste Trends auffängt und katalogisiert.
Aktuelles Beispiel: Der Film “Brokeback Mountain” hat gleich mit 5 Redewendungen in das Wörterbuch Eingang gefunden.

Der Wicked-Blog
“Wicked” ist drauf und dran, eines der populärsten Musicals aller Zeiten zu werden. Wie groß diese Show tatsächlich wird, kann man meiner Meinung derzeit noch gar nicht abschätzen, aber die Chancen stehen gut, dass sie sich viele viele Jahre großer Beliebtheit erfreuen wird. Für all die verrückten Fansites rund um Wicked sei mal eine herausgegriffen, die recht witzig ist.

Frank Wildhorn - Global Vision
Am 18. April 2006 werden gleich zwei neue Cast-CDs von Musicals aus der Feder Frank Wildhorns erscheinen: “Jekyll & Hyde: RESSURECTION” (mit Rob Evan als Jekyll/Hyde, Kate Shindle als Lucy und Brandi Burkhardt als Emma) und “Dracula: Concept Recording”. Die Aufnahmen werden vom Label Global Vision veröffentlicht.

“Unchained Melody” - Videopremiere auf Amazon.com pusht Manilow-CD in Top 10

Am 18. Januar ging das Video zur neuen Barry Manilow-Single “Unchained melody” bei Amazon.com (und Amazon.ca) online. Manilows CD “The Greatest Songs of the Fifties” lag zu dieser Zeit auf Platz 124, Stunden später stieg die CD bis auf Platz 3 der Amazon.com Sales Rank.
Inwiefern diese Zahlen chartsrelevant sind, wird man spätestens dann abschätzen können, wenn die CD am 31.1.2006 offiziell erscheint und in BILLBOARD gelistet wird. Bis dahin ist “Unchained Melody” unter folgendem Link zu sehen und hören: ZUM VIDEO

Über 30 ungekürzte Autoren-Interviews in MP3 zum Herunterladen

Eileen Stiller und Wolfgang Tischer waren mit dem Mikrofon auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs und sprachen mit bekannten und unbekannten Autoren, Verlagen und Lesern. Unter anderem mit: Roger Willemsen, Elke Heidenreich, den 7 Todsünden, Robert Gernhardt, Jess Jochimsen, Klaus Bednarz, Hans-Ulrich Treichel, Kirsten Fuchs, Harald Welzer und Manuel Andrack. Das Ergebnis kann man sich im Literatur-Cafe kostenlos herunterladen: über 30 Interviews - gratis.

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