Martin Bruny am Sonntag, den
21. Dezember 2008 um 18:45 · gespeichert in West End, Listen
Image by wallyg via FlickrWeihnachtszeit ist Listenzeit. Die besten CDs, die besten Bücher, die liebsten Omas und putzigsten Stofftiere - alles kann man auflisten. Warum also nicht auch zum Beispiel die schönsten und hässlichsten Theater Londons. Genau das hat der Telegraph getan und ist zu folgendem Ergebnis gekommen
Die besten Londoner Theater
01 Wyndham’s
02 The Donmar Warehouse
03 Chichester Festival Theatre
04 The National Theatre
05 Shakespeare’s Globe
06 Royal Court
07 Manchester Royal Exchange
08 Young Vic
09 Hull Truck
10 Watermill Theatre, Newbury
Die schlechtesten Londoner Theater
01 New London Theatre
02 Hampstead Theatre
03 West Yorkshire Playhouse, Leeds
04 Garrick Theatre
05 Derby Playhouse
06 King’s Head, Islington
07 Lyric Hammersmith
08 Mercury Theatre, Colchester
09 Nottingham Playhouse
10 Arts Theatre
Martin Bruny am Donnerstag, den
18. Dezember 2008 um 18:05 · gespeichert in West End, Netz
Eine neue Website hat sich Andrew Lloyd Webbers “Really Useful Group” gegönnt (Link zur neuen Website –> hier) und für alle “Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat”-Fans gibt es ein spezielles Weihnachtsvideo: “The 12 Days of Joseph” (Link zum Video –> da)
Martin Bruny am Samstag, den
13. Dezember 2008 um 10:50 · gespeichert in Listen, Flicks
Image by Getty Images via DaylifeBestsellerautor Stephen King hat einen teilweise recht ausgefallenen Geschmack. Für «Entertainment Weekly†schreibt er seit einigen Jahren um die Weihnachtszeit herum Listen. Listen, die seinen ausgefallenen Geschmack dokumentieren, Listen seiner Lieblings-CDs des Jahres, oder auch seiner Lieblingsfilme. Da kann es schon vorkommen, dass man von seinen Lieblings-CDs noch nicht mal gehört hat, bei den Filmen scheint er ein wenig mainstreammäßiger unterwegs. Aber das hat einen Grund. Stephen King:
Let’s start with a confession: I’m not trustworthy when it comes to movies. I’m two-minded about them. Take this year’s Saw film. I sat there in my favorite seat — third row middle, so the screen towers above me — and my forebrain was thinking, Oh, man, this is the year’s biggest pile of cinematic dog vomit. But the rest of my brain is thinking, I’m at the mooooovies! IS THIS GREAT OR WHAT?
So when I get flamed in the letters column, as I usually do after one of these lists, I know why. This is almost surely the only 10-best list you’ll read that contains not one but two Jason Statham movies; it’s that two-brains thing.
Was hat dem Master of Horror 2008 im Kino am besten gefallen? Auf Platz 5 beispielsweise die USA-Adaption von “Funny Games” durch Michael Haneke, die beim Publikum gefloppt ist, dafür die Kritiken aber auch nicht überzeugen konnte - beste Voraussetzungen also dafür, dass “Funny Games” schon bald zum Kultfilm schlechthin wird.
Martin Bruny am Samstag, den
13. Dezember 2008 um 01:32 · gespeichert in West End, Netz
Image via CrunchBase, source unknownAndrew Lloyd Webbers “Really Useful Group” ist seit einigen Wochen mit einem eigenen Channel bei YouTube vertreten - mit Clips aus den Archiven des Komponisten.
Die “Really Useful Group”, deren alleiniger Inhaber Lloyd Webber ist, steigt damit ein wenig konkreter ins digitale Zeitalter ein.
Was bietet der YouTube-Channel der RUG? Nun, insgesamt bereits 74 Videoclips, großteils Ausschnitte aus den Verfilmungen von “Jesus Christ Superstar” oder “Joseph”, Liveauftritte mit Ausschnitten aus “Evita” - also ein Anfang, keinesfalls der Bringer bis jetzt.
Ganz offiziell:
With clips from the film versions of many of our famous shows, including ‘Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat’ and ‘Jesus Christ Superstar’, as well as live performances and music videos from artists including Donny Osmond, Sarah Brightman and Jason Donovan, this is where you’ll find clips from all your favourite shows - and maybe some you don’t know so well, too.
If you find yourself singing along, follow the link at the top of this page to head over to the Backstage section of our website, where you can sign up for your free backstage pass and upload your own video clips.
So if you’re a budding Phantom or a Cats lover, come and join in …
Was fehlt, sind Raritäten, unveröffentlichte Clips, all das, worauf Lloyd Webber ja nun ganz leicht Zugriff haben sollte. Man muss also abwarten, wie sich der OfficialRUG-Channel in Zukunft entwickeln wird.
Martin Bruny am Freitag, den
12. Dezember 2008 um 02:04 · gespeichert in Fotos, Theater, 2008
Sie müssen sich das so vorstellen. Sie betreten das Wiener ODEON-Theater, diesen herrlichen, großen Saal der ehemaligen Wiener Getreidebörse, im klassizistischen Stil der italienischen Renaissance in den Achtziger-Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut, von der Taborstraße - und schrittweise wandern sie in eine andere Sphäre. Abgedroschen, ja, das ist immer im Theater so, dass man abschaltet, sich eine Auszeit vom Alltag nimmt … O. K.! Kennen Sie “Stargate”? Diese Serie, in der es um eine Vorrichtung geht, eine Art Rad, in dessen Mitte ein waberndes, durchlässiges Gel pulsiert, in das die Menschen eintauchen, um so in eine andere Dimension zu gelangen. Eine ähnliche Wirkung können Sie am eigenen Leib verspüren, wenn Sie sich dazu aufraffen, “Treibgut” im Wiener ODEON-Theater zu besuchen. Zwei Stunden lang schwebt man in Musik, und am Ende der Show fühlt man sich - erholt. Es ist nur Musiktheater, und doch von einer ganz eigenen Magie.
Es machte keinen Sinn, hier eine Art Handlung zu skizzieren, denn in “Treibgut” geht es vor allem um eines: pure Musik, um den Wohl-, Ein- und Vielklang von Stimmen. Es mag um vieles andere auch gehen, das Thema ist die Donau, Menschenschicksale zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer, und neben dem musikalischen Part gibt es auch einen schauspielerischen, das kann man trennen, man muss es aber nicht, denn alle Texte, die in “Treibgut” gesungen oder vorgetragen, gesprochen oder geflüstert werden, sind Teil des Gesamtkonzepts Musik. Natürlich wird Literaturkennern einiges geboten, die Zitate aus bekannter und sehr wenig bekannter Literatur sind jedoch auf so kunstvolle Weise verflochten, dass sie ein neues Ganzes ergeben und man nicht unbedingt Literatur studiert haben muss, um die Vorstellung zu genießen.
Der Schauspielteil von “Treibgut” ist, streng genommen, als Collage gebaut aus Tagebüchern und Briefen, Chroniken, Gedichten, Mirakelberichten und Reisebrichten. So steht beispielsweise die britische Romanautorin und Reiseschriftstellerin Frances Trollope in einigen wunderbar gespielten Szenen im Mittelpunkt des Geschehens. Sie hat 1838 ein immens witziges Buch mit dem Titel “Vienna and the Austrians” publiziert (2003 vom Promedia Verlag unter dem Titel “Ein Winter in der Kaiserstadt” neu herausgegeben). Gespielte Zitate aus diesem Buch setzen zu Melancholischem einen ironisch-witzigen Gegenpart.
Die Stimmen, die Michael Schnack (Vokal-Arrangements und Musikalische Leitung) engagiert hat, sind ein Crossover von Oper und Musical, von Klassik und (Musikalischem Unterhaltungs)theater. Diese Stimmen interpretieren Volkslieder in einer Unzahl von Sprachen, angefangen bei Rumänisch, über Jiddisch, Slowakisch, Deutsch, Ungarisch, Tschechisch, Ukrainisch … wenn man alle Sprachen zusammenzählte, man käme auf um die 30.
Michael Schnack hat an “Treibgut” gute sechs Jahre gebastelt, und dass sein Herzblut in der Show steckt, sieht man, wenn man ihn beobachtet, wie er vor, während und nach der Vorstellung praktisch an allen Ecken und Enden gleichzeitig ist. Keine Stelle im riesigen ODEON-Spielsaal, von der aus er nicht entweder halb versteckt oder offen seine Künstler dirigiert, ihnen die Einsätze signalisiert, darüber hinaus singt und spielt er sich die Seele aus dem Leib, richtet Programme, Poster und Postkarten her - und ist dabei noch ansteckend fröhlich. So muss man Theater machen, wenn man begeistern will.
Sie kommen teilweise frisch von der Schauspielschule bzw. Musicalschule, wie beispielsweise Florian Graf (Studio der Erfahrungen von Elfriede Ott) oder Gernot Romic (Performing Arts), sind dabei durchzustarten, wie man es beispielsweise von Max Mayerhofer (Gustav Mahler Konservatorium) erwarten könnte, können teilweise auf Engagements an den ersten Häusern verweisen wie Kaoko Amano (Burgtheater), Eva Maria Neubauer (Theater in der Josefstadt) oder sind bekannt aus Film und Fernsehen - wie Alexander Pschill, der für die Regie verantwortlich zeichnet und mit dieser Produktion sein Regiedebüt gibt. Ein mehr als gelungenes, eine bis in die kleinsten Einzelheiten fein justierte Arbeit, die ständig spannend bleibt. Ein Traum von Farben und Gesang, mit Vokal-Arrangements von Paul Hille und Michael Schnack.
“Treibgut” ist, und das ganz ohne zu übertreiben, eine der sehenswertesten Musiktheaterproduktionen, die in diesem Jahr in Wien Premiere feierten. Zwei Vorstellungen stehen noch am Spielplan: am 16. und 17. Dezember 2008. Wer sich was Gutes tun will im Weihnachtsstress, sollte ins ODEON pilgern. Ticketinfos ->> hier
Leading Team
Regie: Alexander Pschill (Österreich)
Musikalische Leitung: Michael Schnack (USA)
Arrangements: Paul Hille (Deutschland) und Michael Schnack (USA)
Martin Bruny am Montag, den
8. Dezember 2008 um 02:06 · gespeichert in Skurriles
Come and hear «the music of the night!” – in a very special way! This package is a Broadway fan’s dream come true! Not only will you sit in the orchestra pit for the longest running show on Broadway (now in its 20th smash hit year) THE PHANTOM OF THE OPERA, listening to it from the orchestra’s point of view, but you’ll also be in the spotlight as you are handed the conductor’s baton and you have the amazing experience of single-handedly conducting the PHANTOM orchestra during the exit music!
You’ll receive 2 VIP seats so that friends can witness your Broadway conducting debut, as well as an autographed PHANTOM poster, a rehearsal with the music director to prepare for your big moment, a photo of you on the podium, and a backstage tour for you and your guests following the performance! This will truly be the Broadway thrill of a lifetime!
This experience was donated by the Broadway orchestra and company of THE PHANTOM OF THE OPERA for sale on The Actors Fund’s AUCTION OF 1000 STARS online benefit.
High bidder receives:
* Admission to a seat in the orchestra pit for a performance of THE PHANTOM OF THE OPERA at The Majestic Theatre, New York City
* You conduct the exit music following the performance
* Your picture taken on the podium
* A rehearsal with the musical director
* 2 Orchestra House Seats for your friends to witness your conductorial debut
* Backstage tour for you and your guests following performance of THE PHANTOM OF THE OPERA
* An autographed poster from THE PHANTOM OF THE OPERA
* PLEASE NOTE: Dates are subject to availability and approval of The Actors Fund and PHANTOM General Management
* PLEASE NOTE: Travel and lodging not included
* PLEASE NOTE: Participant must be 18 years of age or over
* PLEASE NOTE: Experience valid from January 15, 2009 – October, 2009 [LINK zur Auktion]
Viele weitere Auktionen des Actors Fund gibt es –> hier
Martin Bruny am Montag, den
8. Dezember 2008 um 01:03 · gespeichert in Flicks
In Hollywood scheint der Remake-Wahn ausgebrochen zu sein, nicht so sehr, was die Quantität der Filme betrifft, sondern den Kultstatus der Originale.
So planen die Universal Studios & Strike Entertainment eine Neuverfilmung von John Carpenters “They Live” (”Sie Leben”) (1988). Marc Abraham und Eric Newman (beide von Strike) sowie John Carpenter selbst werden als Executive Producer an Bord sein.
“They Live” ist teils Sci-Fi-Kult und teils Sozialsatire, in der der arbeitslose Ölarbeiter John Nada mittels einer Sonnenbrille, die er in einer Kirche findet, mysteriöse Botschaften und Wesen erkennt. Berühmt wurde der Streifen durch eine fünfeinhalbminütige Kampfszene und den Spruch: “I have come here to chew bubblegum and kick ass … and I’m all out of bubblegum.”
Strike Entertainment arbeitet auch an einer Neuverfilmung von John Carpenters “The Thing” (”Das Ding aus einer anderen Welt”) (1982).
Weg vom Sci-Fi-Kult hin zur Komödie. Auf dem Terrain arbeitet der britische Komiker Russell Brand. Er hat sich einen anderen Kultfilm vorgenommen: “Arthur”, die legendäre Komödie, mit der Dudley Moore 1981 einen Riesenerfolg einfahren konnte und für einen Oscar nominiert wurde, ebenso wie Steve Gordon, der Autor und Regisseur des Films. Zwei Oscars für diesen Film konnten John Gielgud (Beste Nebenrolle) und Burt Bacharach, Carole Bayer Sager, Christopher Cross und Peter Allen für das Titellied “The Best That You Can Do” ergattern. Das Remake wird von Larry Brezner (MBST) für Warner Bros. produziert.
Und noch ein Starvehikel wird für eine Neuverfilmung vorbereitet: “Romancing The Stone” (”Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten”) (1984), ein Film, der aus Robert Zemeckis einen Starregisseur machte und Michael Douglas, Kathleen Turner sowie Danny DeVito endgültig als Leinwandstars etablierte. Fox wird den Hit neu verfilmen, Daniel McDermott wurde beauftragt, die Story zu schreiben.
Dermott hat sich als ehemaliger Boss von DreamWorks Televison eine neue Karriere als Drehbuchautor erarbeitet. Er schrieb am DreamWorks-Film “Eagle Eye” mit, entwickelt gerade für Tom Cruise eine Story mit dem Titel “Adventurer’s Club” und arbeitet an einem Remake eines weiteren Klassikers: “Soylent Green” (”Jahr 2022 … die überleben wollen”) (1973).
Martin Bruny am Montag, den
1. Dezember 2008 um 22:59 · gespeichert in Wien, Fotos, Theater, 2008
Tu Gutes und sing dafür, diesem Motto verschrieben sich am 1. Dezember 2008 Marika Lichter, Uwe Kröger, Ruth Brauer-Kvam, Michael Dangl, die idance company, Herwig Gratzer und drei BackgroundsängerInnen. In den Wiener Kammerspielen traten sie zugunsten der ORF-Spendenaktion “Seitenblicke - Licht ins Dunkel” in Anwesenheit von unter anderem Arik Brauer und Oscar-Preisträger Maximilian Schell auf.
7500 Euro kamen durch den Abend zusammen. Ein schönes Ergebnis, und auch durchaus ein gelungenes Event, das jedoch nur langsam auf Touren kam. Das Konzert oder das “bunte Programm”, wie immer man das sehen möchte, eröffnete eine Gruppe von Backgroundsängern (nicht akustisch verständlich namentlich vorgestellt), zwei Sängerinnen und ein Sänger, mit einem Weihnachtsliedermedley. Das hatte, leider, ein bisschen zu wenig Weihnachtsdrive und hat mich persönlich an so manchen Weihnachtsabend erinnert, als ich als 5-Jähriger gefühlte drei Trillionen Lieder, mal weniger und mal noch weniger spannend gesungen, über mich ergehen lassen musste, um zum real deal, zum Weihnachtsbaum und zu den Geschenken, zu kommen. Aber wollen wir nicht ungnädiger sein als nötig, die drei Sänger(Innen) müssen es ohnehin verkraften, nicht mal richtig vorgestellt worden zu sein.
Marika Lichter war stimmlich blendend drauf und auch sonst bei bester Laune. Sehr schön ihr “Have yourself a merry little Christmas” oder “Someone to watch over me”.
Dass an einem solchen Abend nicht nur gesungen wird, war vor allem dem Hausherrn, Direktor Herbert Föttinger, der die Kammerspiele zur Verfügung stellte, ein Anliegen.
Mit Ruth Brauer-Kvam und Michael Dangl brachte er zwei Schauspieler in die Show, die mit ihren Lesungen weihnachtlicher Kurzerzählungen und Gedichte die Stimmung in die richtige Lage schraubten, sodass am Ende dann, als auch Uwe Kröger und Marika Lichter sich vollends weihnachtlichen Schwingungen hingaben, ein ganzer Saal in “Leise rieselt der Schnee” einstimmte, wie das folgende kleine File demonstrieren soll:
Die Konzertreihe “k.spiele.montagabend”, in dessen Rahmen “It’s Christmas Time” stattfand, wird am 19. Januar 2009 mit dem Programm “Gershwin On A String” fortgesetzt. Tini Kainrath, Willi Resetarits & Stringfizz widmen sich darin ganz dem Gershwin-Songbook. Tickets sind bereits –> hier <– erhältlich.