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Crowdfunding: How-to(-NOT)

Crowdfunding-Projekte sind eine wunderbare Möglichkeit, Geld für ein Ziel durch die Beteiligung möglichst vieler Interessierter aufzutreiben. Pioniere wie Amanda Palmer haben bewiesen, dass man Crowdfunding-Ziele, die man mit Leidenschaft anstrebt und sinnvoll plant, auch verwirklichen kann.
Es gibt einige Rahmenbedingungen, die man dabei allerdings beachten sollte.

1) Alles oder nichts
Bei vielen Crowdfunding-Plattformen geht es um alles oder nichts. Strebt man etwa den Betrag von 5000 Euro an und erreicht in der vorgegebenen Zeit nicht die gewünschte Summe, so wird das Geld nicht ausbezahlt und alle Unterstützer bekommen ihre Beiträge rücküberwiesen. Die »Gefahr«: Plötzliche Großspender am Ende der vorgegebenen Zeitperiode. Theoretisch kann man natürlich sagen: Hey, also besser 1000 Euro als nichts, ich leg mal selbst den Rest drauf. Bei Startnext.de etwa fallen nicht einmal Provisionen an.
Sollte ein solcher Verdacht aufkommen, ist das umgehend den Besitzern der Plattform zu melden.

2) Sinnvolle Ziele
Crowdfunding ist kein Tool, um möglichst viele Deppen zu finden, die für nichts Geld abgeben. Das Ziel sollte im Vordergrund stehen. Die einzelnen »Dankeschöns«, wie das etwa auf Startnext.de formuliert wird, sollten genau beschrieben werden und in ihrem Wert nicht lächerlich rüberkommen. Etwas anzubieten, etwa eine Seite in einem gedruckten Buch, und dann in der Beschreibung dazuzuschreiben, dass man sich vorbehält, alles, was nicht zu diesem Buch passt, abzulehnen, ist sinnlos und fragwürdig. Dasselbe trifft auf Premierentickets für eine Show zu, deren Preis geradezu absurd hoch angesetzt ist. Man sollte nicht vergessen, dass man keine »Sponsoren« sucht, sondern Unterstützer. Ein bisschen Know-how gehört daher dazu, wenn man Crowdfunding erfolgreich betreiben will, ohne eine wunderbare Möglichkeit der Finanzierung zu diskreditieren.

3) Reputation
Die Menschen, die hinter den Crowdfunding-Projekten stehen, sollten erkennbar sein und über eine gewisse Reputation verfügen. Ist das Gegenteil der Fall, trägt das nicht unbedingt zum Erfolg des Projekts bei.

4) Regelmäßige Updates, und noch einmal: Was hat es mit den „Dankeschöns“ auf sich
Musterbeispiel: Amanda Palmer. Wer immer Crowdfunding machen möchte, sie ist ein Beispiel in jeder Hinsicht (siehe -> hier).

5) Vertragstreue
Wurde ein Projekt ausreichend finanziell unterstützt, etwa die Produktion einer CD, dann sollte der angegebene Zeitplan eingehalten werden. Das muss nicht auf die Sekunde, den Tag oder die Woche genau sein, aber monatelange Verzögerungen sind rufschädigend.

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