Martin Bruny am Dienstag, den
30. November 2010 um 00:55 · gespeichert in Rezensionen, Theater, 2010
Derzeit im VINDOBONA, im “Kabarett für Hiesige und Zuagraste”, zu sehen: “Mitten ins Herz”, eine Art Revue, eine Art Konzert, eine Art Erinnerungs-Singspiel an länger vergangene und nicht mal gar so lange vergangene “Schlagermusik”-Zeiten und auch an das, was Gerhard Bronner in seiner legendären Radiosendung “Schlager für Fortgeschrittene” nannte, wenn man denn beispielsweise manches von STS, Rod Stewart, Herbert Grönemeyer, Liza Minnelli et al Interpretierte dazureihen möchte, was ich befürworten würde. Schlager in neuen Arrangements, in witzigen Kombinationen.
Die Show ist ein Hit, aber sie ist scheinbar kein Hit, was das Publikum betrifft. Das, so hört man, kommt einfach nicht. In der besuchten Vorstellung waren gerade mal 20 bis 30 Personen, die meisten davon weiblich und schon in etwas fortgeschrittenem Alter. Aber Halt, das ist kein Werturteil, denn was das Showbusiness betrifft, so fischt sich diese Branche ihr Publikum aus dem langen, langen Fluss des Lebens. An der Quelle holen die Teenies wie Justin Bieber sich ihr Publikum, und den ganzen Fluss entlang finden sich immer neue Richtungen, Ströme - für jeden Streckenabschnitt gibt es immer genau das Richtige, und ein Teil des Publikums für “Mitten ins Herz” würde man im Mündungsgebiet des Flusses finden. Das ist durchaus positiv zu werten, denn wenn man einmal so weit gekommen ist, hat man Zeit, man hat Geld und will sich was Schönes leisten, beispielsweise die Hirschsteaks oder die Jakobsmuscheln, die es heute in den Pausen der Show zum Bestellen gab.
Ohne Werbung allerdings wird man an die Menschen, die man in der Show als Zuschauer haben möchte, nicht rankommen. Und Werbung gibt es für “Mitten ins Herz” einfach zu wenig. Natürlich könnte man es über einen Umweg versuchen, denn ein Abend im Vindobona mit diesem Programm ist durchaus ein nettes Geschenk, das das Enkerl seiner Oma machen kann, der Sohn seiner Mutter, etwas, wo man sicher sein kann, dass es der Oma, der Mutter gefallen wird, weil sie mit dieser Musik gelebt hat und sie geliebt hat. Meiner Mutter, die vor einigen Wochen gestorben ist, hätte es großartig gefallen, und es wäre für sie ein schöner, sentimentaler Abend geworden, an dem sie in Erinnerungen geschwelgt hätte. Das ist durchaus ein Aspekt dieser Show - Impulse zu geben, die es erlauben, sich in diese vergangenen Zeiten hineinzuversetzen. Freilich ist das ganze Konzert mit reichlich Augenzwinkern und Ironie gewürzt, das passt dann für Alt und Jung, aber es hat schon auch seine tatsächlich sentimentalen Momente, die man dann doch gar nicht so schrecklich findet, wenn man mit der Mutter oder Oma oder gleichaltrigen FreundInnen im Vindobona sitzt.
Natürlich könnte man auch bei den Musicalfans fischen. Kerstin Ibald, Dennis Kozeluh sind neben dem Newcomer Christof Messner und der Sopranistin Agnes Palmisano auf der Bühne zu erleben - da kann man als Wiener Musicalfan doch nun nicht behaupten, dass das Namen wären, die man nicht kennt.
Natürlich sind das Konzept der Show und die Inszenierung ein Tanz auf einem schmalen Grat. Es kann schon vorkommen, dass man sich für einige wenige Momente wie in einem Lokal für Singles vorkommt, wo nur noch die roten Telefone am Tisch fehlen, dann wieder fühlt man sich viel eher in einen Nachtclub, in eine Bar versetzt. Ganz wird man wohl nicht schlau aus der Show, aber gerade das ist auch der Reiz, diese einerseits manchmal großartigen Arrangements von Liedern wie “Ich hab dich lieb” (Herbert Grönemeyer) und dem Gefühl, dass Großteile der Setlist in einer TV-Show von Peter Frankenfeld, Catarine Valente oder Peter Alexander auch nicht unpassend gewesen wären. Es ist ein Spiel, und es ist ein bewusst inszeniertes Spiel. Und manchmal macht es auch Spaß, die anderen Zuschauer zu beobachten, wie sie die Vorstellung erleben - man sieht in diesen zweieinhalb Stunden wohl keine Fadesse in den Gesichtern der Zuschauer. Die einen sind gerade begeistert, andere lachen sich einen ab und ein paar haben sich gerade in Christof Messner verliebt, während gleichzeitig einige Omis gerade in Erinnerungen abgetaucht sind. Ein wahrlich generationenübergreifendes Konzept, charmant von allen Darstellern präsentiert, die von Herbert Otahal mit seinem Herzkammerorchester begleitet werden.
Also, nichts wie hin ins Vindobona. Für eine Show von dieser Qualität sind die Eintrittspreise geradezu eine Okkasion. Schon ab 16,80 Euro ist man dabei, und die teuerste Karte kostet gerade mal 38,10 Euro. Dafür kommen Sie bei der “Tommy”-Produktion, die nächstes Jahr im MuseumsQuartier gastieren wird, gerade mal bis zur Kassa, um sich da eventuell die billigste Kategorie zu gönnen, die allerdings 50 Euro kostet.
Mitten ins Herz
Mit: Kerstin Ibald, Agnes Palmisano, Dennis Kozeluh und Christof Messner
Musik: Herbert Otahal live mit seinem Herzkammerorchester
Zu sehen am 30.11. sowie am 1.12. und vom 8.12. bis 13.12.2010
Tickets
Tel.: 01/ 512 39 03 (bis 12h) bzw. 01/ 512 47 42 (ab 14h)
bzw. direkt an der Kassa des Kabarett Simpl in der Wollzeile oder an der Abendkasse im Vindobona
Martin Bruny am Mittwoch, den
24. November 2010 um 00:06 · gespeichert in Tonträger
Auch 2010 gibt es zur schönsten Zeit des Jahres reichlich viel Soundtrack. Es ist für jeden etwas dabei, von R & B über Gospel, Rock und Pop bis zu den Vertretern moderner christlicher Popmusik. Die Jazzer haben geliefert, und auch die Opernsänger, Teeniestars genauso wie gefeierte Instrumentalisten. Eine kleine subjektive Auswahl der interessantesten Weihnachts-CDs 2010 könnte folgendermaßen aussehen:
Jason Crabb: Because It’s Christmas [2010]
01. Go Tell It On The Mountain
02. Joseph
03. Let’s Make A Baby King
04. I’ll Be Home For Christmas
05. Christmas In The Country
06. Mary Did You Know
07. Reach Out
08. Don’t Save It All For Christmas Day
09. Strange Way To Save The World
10. The Christmas Song
11. Silent Night
Take 6: The Most Wonderful Time Of The Year [2010]
01. It’s The Most Wonderful Time Of The Year
02. White Christmas
03. Grinch Intro / The Grinch
04. Sleigh Ride
05. I’ll Be Home For Christmas
06. It Came Upon a Midnight Clear
07. The Sugarplum Dance
08. I Saw Three Ships
09. Jingle Bells
10. Christmas Time Is Here
Bryn Terfel: Carols & Christmas Songs [2010]
Disc: 1
01. O Come All Ye Faithful
02. White Christmas
03. O Holy Night
04. Candelight Carol
05. Silent Night
06. In The Bleak Midwinter
07. Have Yourself A Merry Little Christmas
08. I orwedd mewn preseb (Away in a Manger)
09. O Jesulein zart
10. Wexford Carol
11. Shepherd’s Pipe Carol
12. El Nacimiento
13. Mary’s Boy Child
14. Still, Still, Still
15. What Child Is This?
16. Nadolig? Pwy a wyr
Disc: 2
01. Tawel nos (Silent Night)
02. Deuwch ffyddloniad (Oh, come all ye Faithful)
03. Cwsg, Cwsg, Cwsg (Still, still, still)
04. Pa fab yw hwnyn dyner roed (What Child is this)
05. Ganol Gaeaf Noethlwn (In the Bleak Midwinter)
06. Candlelight Carol (Welsh version)
07. Tua Bethlehem
08. Gwyl Y Baban
Joe: Home Is Essence Of Christmas [2010]
01. Christmas in New York Lyrics
02. Christmas Time is Here Lyrics
03. God Rest Ye Merry Gentlemen Lyrics
04. Grown Up Christmas List Lyrics
05. Have Yourself a Merry Little Christmas Lyrics
06. I’ll Be Home For Christmas Lyrics
07. It Ain’t Christmas Lyrics
08. Make Sure You’re Home Lyrics
09. The Christmas Song Lyrics
Spectra Paris: Christmas Ghouls [2010]
01. Silent night
02. Movie ghouls (Italian version)
03. Joaquin Murietta
04. Time behind the clock
05. Snoqualmie is sleeping
06. Snowy cross tale
07. King Snow’s Garden
08. Spectrelfen
09. Movie ghouls (album version)
10. Stille Nacht
Erin Bode: A Cold December Night [2010]
01. Skating
02. See Amid the Winter’s Snow
03. A Cradle in Bethleham
04. A Cold December Night
05. The Holly and the Ivy
06. Holy Night, Peaceful Night
07. The Star’s Song
08. The Coventry Carol
09. From Heaven Above to Earth I Come
10. Bethlehem Down
11. In the Bleak Midwinter
Wilson Phillips: Christmas In Harmony [2010]
01. I Wish It Could Be Christmas Every Day
02. Little Drummer Boy
03. Warm Lovin’ Christmastime
04. When A Child Is Born
05. Christmastime
06. Silent Night
07. Santa Claus is Coming To Town
08. Silver Bells
09. Sleigh Ride
10. Joy
11. Winter Wonderland
12. The Christmas Song
13. Our Prayer
Shelby Lynne: Merry Christmas [2010]
01. Sleigh Ride/Winter Wonderland
02. Ain’t Nothin’ Like Christmas
03. Christmas Time Is Here
04. Silver Bells
05. Christmas Time Is Coming
06. O Holy Night
07. Santa Claus Is Coming To Town
08. Xmas
09. Rudolph The Red Nosed Reindeer
10. Silent Night
11. White Christmas
Katharine McPhee: Christmas Is The Time … (To Say I Love You) [2010]
01. Have Yourself a Merry LittleChristmas
02. Jingle Bells
03. It’s Not Christmas Without You
04. O Holy Night
05. Silver Bells
06. Christmas Is the Time
07. Medley: O Little Town of Bethlehem/Away in a Manger
08. What Are You Doing New Year’s Eve
09. White Christmas
10. Who Would Imagine a King
Dave Barnes: Very Merry Christmas [2010]
01. Very Merry Christmas
02. Christmas Tonight (With Hillary Scott)
03. All I Want For Christmas Is You
04. Meet Me At The Mistletoe
05. I’ll Be Home For Christmas
06. I Pray On Christmas
07. Family Tree
08. Holiday Made For Two
09. The Christmas Song
10. Mary And Joseph
Mark Masri: A Christmas Time With You [2010]
01. The Gift of Christmas Love
02. Christmas Is… (Featuring Jim Brickman)
03. Everytime it Snows (Featuring Olivia Newton John)
04. Ave Maria
05. Silent Night
06. Panis Angelicus
07. Holy Child
08. Have Yourself a Merry Little Christmas with I’ll Be Home for Christmas (featuring Dawn Langstroth)
09. A Christmas Time With You
10. Don’t Save it All for Christmas Day (featuring Toronto Mass Choir)
11. Lullaby, My Love
12. What Child is This?
13. O Holy Night
Annie Lennox: A Christmas Cornucopia [2010]
01. Angels From The Realms Of Glory
02. God Rest Ye Merry Gentlemen
03. See Amid The Winter’s Snow
04. Il Est Ne Le Divin Enfant
05. The First Noel
06. Lullay Lullay (Coventry Carol)
07. The Holly And The Ivy
08. In The Bleak Midwinter
09. As Joseph Was A Walking
10. Oh Little Town Of Bethlehem
11. Silent Night
12. Universal Child
Jessica Simpson: Happy Christmas [2010]
01. My Only Wish
02. Here Comes Santa Claus/Santa Claus Is Coming to Town
03. O Come O Come Emmanuel
04. I’ll Be Home for Christmas (featuring John Britt)
05. Happy Xmas (War Is Over)
06. Mary, Did You Know
07. Merry Christmas Baby (featuring Willie Nelson)
08. Kiss Me for Christmas
09. Have Yourself a Merry Little Christmas
10. Carol of the Bells
The Wondrous Gift: A Pure Piano Christmas by Jeff Bjorck [2010]
01. O Little Town of Bethlehem
02. O Holy Night
03. What Child Is This?
04. O Come All Ye Faithful
05. Hark! the Herald Angels Sing
06. Silent Night
07. It Came Upon a Midnight Clear
08. Away in a Manger
09. Bring a Torch, Jeanette Isabella
10. Coventry Carol
11. O Come, O Come Emmanuel
12. Come, Thou Long-Expected Jesus
Aled Jones: Aled’s Christmas Gift [2010]
01. Mary Did You Know?
02. Away In A Manger
03. In the Bleak Midwinter
04. Silent Night
05. See Amid The Winter’s Snow
06. Rocking Carol
07. What Sweeter Music
08. The Sussex Carol
09. O’ Little Town Of Bethlehem
10. Sans Day Carol
11. Tua Bethlehem Dref
12. The Shepherd’s Farewell
13. Silver Bells
14. The First Noel
Christopher Cross: Christmas Time Is Here [2010]
01. Silent Night
02. Christmas Time is Here
03. The Christmas Song
04. Does It Feel Like Christmas
05. Little Drummer Boy
06. I’ll Be Home For Christmas
07. A Dream Of Peace At Christmas Time
08. Count Your Blessings instead of Sheep
09. Do You Hear What I Hear
10. The Best Christmas
11. Have Yourself a Merry Little Christmas
12. O Come, O Come, Emmanuel
Allan Harris: “Dedicated to you: Allan Harris sings a Nat King Cole Christmas” [2009]]
01. Winter Wonderland (live)
02. Baby It’s Cold Outside (live)
03. Blue Christmas (live)
04. The Little Boy That Santa Claus Forgot (live)
05. The Christmas Song (live)
06. Silver Bells (live)
07. Have Yourself a Merry Little Christmas (live)
08. White Christmas (live)
09. Santa Claus Is Coming to Town (live)
10. All I Want for Christmas (live)
11. Oh Holy Night (live)
12. Oh Come All Ye Faithful (live)
13. Silent Night (live)
14. I’ll Be Home for Christmas (live)
Michael Martin Murphey: “Acoustic Christmas Carols - Cowboy Christmas II” [2010]
01 Home, Sweet Home
02 O Little Town of Bethlehem
03 The First Noà«l
04 In the Bleak Midwinter
05 ‘Twas in the Moon of Wintertime
06 Away in a Manger
07 Joy to the World
08 It Came Upon the Midnight Clear
09 We Three Kings
10 Go Tell It on the Mountain
11 Silent Night
12 What Child Is This?
13 I Heard the Bells on Christmas Day
14 Home, Sweet Home (Reprise)
The Priests: Noel [2010]
01. Ding Dong Merrily On High
02. The First Nowell
03. Sussex Carol
04. Little Drummer Boy/Peace On Earth
05. The Holly And The Ivy
06. Away In A Manger
07. God Rest Ye Merry Gentlemen
08. In The Bleak Midwinter
09. In Dulci Jubilo
10. Joy To The World
11. Silent Night (English Version)
12. Come All Ye Faithful
13. What Child Is This
14. Hark The Herald Angels Sing
15. Little Drummer Boy/Peace On Earth
Michael Bolton: Home For Christmas [2010]
01. The Prayer (Duet with Lara Fabian)
02. The Christmas Song
03. Silent Night (Duet with Helene Fischer)
04. I’ll Be Home For Christmas
05. Santa Claus Is Coming To Town
06. Let It Snow
07. Have Yourself A Merry Little Christmas (Duet with Helene Fischer)
08. White Christmas
09. O Holy Night (Duet with Katherine Jenkins) [Live]
10. Joy To The World
The Great British Barbershop Boys: Christmas Time [2010]
01. It’s The Most Wonderful Time Of The Year
02. God Rest Ye Merry Gentlemen
03. Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!
04. The Christmas Song (Chestnuts Roasting)
05. White Christmas
06. I’ve Got My Love To Keep Me Warm (Feat Jodie Prenger)
07. Santa Claus Is Coming To Town
08. The First Noel
09. Jingle Bells
10. Be My Christmas Number One
11. Silent Night
12. Deck The Halls
13. Lonely This Christmas
14. We Wish You a Merry (Twelve Days Of) Christmas
15. Little Saint Nick
16. Auld Lang Syne
Mariah Carey: Merry Christmas II You [2010]
01. Santa Claus Is Coming To Town
02. Oh Santa!
03. O Little Town Of Bethlehem/Little Drummer Boy Medley
04. Christmas Time Is In The Air Again
05. The First Noel/Born Is The King Interlude
06. When Christmas Comes
07. Here Comes Santa Claus (Right Down Santa Claus Lane)/Housetop Ce
08. Charlie Brown Christmas
09. O Come All Ye Faithful/Hallelujah Chorus
10. O Holy Night
11. One Child
12. All I Want For Christmas Is You – Extra Festive
13. Auld Lang Syne
Northern Light Orchestra: Celebrate Christmas [2010]
01. Agnus Dei
02. Beautiful Night
03. Peace On Earth
04. Who’s At The Door
05. Gloria
06. Celebrate Christmas
07. Noel
08. Go Tell It
09. Lead Me On
10. Emmanuel (You Rescued Us)
11. Vessel
12. Christmas Time Again
Glee: The Music, The Christmas Album [2010]
01. We Need A Little Christmas (Glee Cast Version)
02. Deck The Rooftop (Glee Cast Version)
03. Merry Christmas Darling (Glee Cast Version)
04. Baby, It’s Cold Outside (Glee Cast Version)
05. The Most Wonderful Day Of The Year (Glee Cast Version)
06. Last Christmas (Glee Cast Version)
07. God Rest Ye Merry Gentlemen (Glee Cast Version)
08. O Christmas Tree (Glee Cast Version)
09. Jingle Bells (Glee Cast Version)
10. You’re A Mean One, Mr. Grinch (Glee Cast Version)
11. Angels We Have Heard On High (Glee Cast Version)
12. O Holy Night (Glee Cast Version)
Pink Martini: Joy To The World [2010]
01. White Christmas, Part 1
02. White Christmas, Part 2 (Feat. Saori Yuki)
03. Schedryk
04. Santa Baby
05. Elohai, N’ Tzor
06. Little Drummer Boy
07. Congratulations (Happy New Year)
08. Do You Hear What I Hear
09. La Vergine Degli Angeli
10. We Three Kings
11. A Snow Globe Christmas
12. Ocho Kandelikas
13. Silent Night
14. Auld Lang Syne
Sean Smith: Christmas [2010]
01. The First Noel
02. Good King Winceslas
3. Little Drummer Boy
4. Joy To The World
5. Silent Night, Holy Night
6. We Three Kings
7. Hark! The Herald Angels Sing
8. Christmas Morning (Improvisation I)
9. Christmas Morning (Improvisation II)
10. Christmas Time Is Here, A Meditation
11. O Tannenbaum
12. O Come All Ye Faithful
13. Deck The Halls
14. It Came Upon A Midnight Clear
15. Twelve Days Of Christmas
16. Auld Lang Syne
Shannon Wexelberg: Love Came For Me [2010]
01. Joy to the World
02. Good Christian Men, Rejoice
03. The Magnificat
04. Come, Thou Long-Expected Jesus
05. O Come, O Come Emmanuel
06. This Child
07. Angels from the Realms of Glory
08. What Child is This
09. O Holy Night
10. Christmas Morning
11. Love Came for Me
Michele McLaughlin: Christmas - Plain & Simple II [2010]
01. O Christmas Tree
02. Little Drummer Boy
03. O Come Emmanuel
04. Christmas Cheer
05. Coventry Carol
06. Deck The Halls
07. Midwinter Memories
08. O Little Town Of Bethlehem
09. Carol of the Bells
10. Bring A Torch, Jeanette Isabella
11. I Saw Three Ships / Pat-a-pan
12. Did Santa Come?
13. Melancholy Snowfall
14. It Came Upon A Midnight Clear
15. The Littlest Snow Angel
Jaimee Paul: Christmas Time Is Here [2010]
01. I’ve Got My Love To Keep Me Warm
02. The Christmas Song
03. Christmas Time is Here
04. Jingle Bells/Jolly Old St. Nicholas
05. The Man With the Bag
06. That’s What I Want For Christmas
07. Silent Night
08. Have Yourself a Merry Little Christmas
09. God Rest Ye Merry Gentlemen
10. I’d Like You For Christmas
11. Rockin’ Around the Christmas Tree
12. Santa Baby
13. White Christmas
Indigo Girls: Holly Happy Days [2010]
01. I Feel The Christmas Spirit
02. It Really Is ( A Wonderful Life)
03. O Holy Night
04. Your Holiday Song
05. I’ll Be Home For Christmas
06. Mistletoe
07. Peace Child
08. The Wonder Song
09. In The Bleak Midwinter
10. Happy Joyous Hanukkah
11. Angels We Have Heard On High
12. There’s Still My Joy
Tom Howard: Piano Christmas [2010]
01. Carol Of The Bells
02. O Come All Ye Faithful
03. Lo How A Rose
04. It Came Upon A Midnight Clear
05. The First Noel
06. We Three Kings
07. Angels We Have Heard On High
08. Coventry Carol
09. Bring A Torch
10. God Rest Ye Merry Gentlemen
11. In The Bleak Midwinter
12. What Child Is This
13. Silent Night
14. Come Thou Long Expected Jesus
15. Joy To The World
Matt Wilson: Matt Wilson’s Christmas Tree-O [2010]
01. Winter Wonderland
02. The Chipmunk Song (Christmas Don’t Be Late)
03. Angels/Angels We Have Heard on High
04. Christmas Time Is Here
05. You’re a Mean One Mr. Grinch
06. Happy Xmas (War Is Over)
07. O Come O Come Emmanuel
08. Mele Kalikimaki
09. Hark! The Herald Angels Sing
10. I’ll Be Home for Christmas
11. Hallelujah Chorus
12. Snow Fall
13. Little Drummer Boy
14. We Wish You a Merry Christmas
Martin Bruny am Dienstag, den
23. November 2010 um 20:42 · gespeichert in Theater
Becoming Peter Pan - An Epilogue to Michael Jackson
Am 25. Juni 2009 wurde der King of Pop offiziell für tot erklärt. “Becoming Peter Pan - An Epilogue to Michael Jackson” erzählt die fiktive Geschichte eines Mannes, der sich Michael Jackson nennt und in eine Anstalt für psychisch Kranke eingeliefert wird, weil er glaubt, Peter Pan zu sein. Das Schubert Theater Wien präsentiert ab 16. Dezember 2010 ein faszinierendes Panoptikum aus realer Biografie und Phantasie über den selbsternannten König des Pop, und den verstörenden Menschen hinter der Kunstfigur Michael Jackson.
Mit: Nikolaus Habjan
Buch und Regie: Simon Meusburger
Puppendesign: Nikolaus Habjan
Termine: 16. Dezember 2010 (Premiere)
18., 19., 21., 22. Dezember 2010
15., 16., 17., 18. Januar 2011
Martin Bruny am Dienstag, den
23. November 2010 um 12:20 · gespeichert in Musical, Theater, Pop
Romeo und Julia hätten längst das Zeitliche gesegnet, wären sie je aus Fleisch und Blut gewesen. Und doch teilen wir alle mindestens einmal in unserem Leben ein gemeinsames Schicksal - das Schicksal einer unerfüllten Liebe. Noch heute steht in Verona, bekanntermaßen Heimat des unglücklichen Liebespaares, ein Briefkasten, in den man Briefe an Julia einwerfen kann. Dieser Umstand war die Initialzündung für Elvis Costello und das Brodsky-Quartet, ihre ganz persönliche Korrespondenz mit Julia Capulet zu führen. Briefe über die Sehnsucht, das Verliebtsein, die Eifersucht, die Hoffnungslosigkeit, den Tod und die unerfüllte Liebe. Und welche Sprache könnte all diese Facetten besser einfangen als die Musik.
Mit “The Juliet Letters” realisieren Drew Sarich und The Dead Poet Quartet ein langgehegtes Wunschprojekt. Am 28. November 2010 ist die seltene Besetzung von Sänger und Streichquartett beim Winterfest in Salzburg um 17 Uhr im Spiegelzelt zu sehen, am 20. Dezember 2010 gibts einen Gig im Wiener Porgy & Bess und am 13. Januar 2011 ist eine Show im Salzburger OVAL angesetzt. Zu erleben wird der Reiz des Variantenreichtums an Ausdrucksmöglichkeiten, aber vor allem auch der glaubwürdige Austausch von Rock, Pop und Klassik sein.
“The Juliet Letters” setzt nicht nur technisch perfektes, feinfühligstes Quartettspiel voraus, sondern ermöglicht es den Musikern sowie dem Publikum, neue musikalische Landschaften zu erforschen. Mit Drew Sarich fand das Quartett einen Sänger, der sich zweifellos zu den Ausnahmekünstlern seines Genres zählen darf. Die bedingungslose Auseinandersetzung mit seinen Charakteren, die Farbenvielfalt seiner Stimme, sein großer Erfahrungsreichtum sind nur einige wenige Attribute, die ihn zur Idealbesetzung dieses Projektes machten.
Einen Brief zu bekommen, ihn zu öffnen, hat etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches. Fremde Briefe zu lesen, ist wie durch ein Schlüsselloch zu spähen. Sie eröffnen intime Ausschnitte einer Beziehung zwischen zwei Menschen - Momentaufnahmen eines Dramas.
Mit “The Juliet Letters” gelingt es, durch die Verbindung von Wort und Musik eine Geschichte zum Leben zu erwecken, die von jedem ganz individuell nachempfunden werden kann, jedoch mit ein und demselben Inhalt - nämlich der Liebe.
DREW SARICH - THE DEAD POET QUARTET - THE JULIET LETTERS
Michaela Girardi: Violine
Georg Wimmer: Violine
Sarah Grubinger: Viola
Matthias Bartolomey: Violoncello
Drew Sarich: Gesang
Martin Bruny am Sonntag, den
21. November 2010 um 17:39 · gespeichert in Rezensionen, Theater, 2010
Uwe Kröger ist auf Tour - im Wiener Raimund Theater startete der Musicaldarsteller am 15. November 2010 die Tourproduktion seiner Soloshow “Absolut Uwe”, und lieferte insgesamt gesehen eine gute Show ab, wenngleich der Sänger Uwe Kröger an diesem Abend scheiterte, dafür aber sein Publikum mit attraktiven Gästen versöhnte.
Begonnen hat alles mit einer “Begrüßung” ohne jeglichen Sinn. Aber lesen Sie selbst:
“Einen wunderschönen guten Abend meine Damen und Herren zu ABSOLUT UWE hier im RAIMUND THEATER. Nein, wir spielen heute Abend nicht “Ich war noch niemals in New York”, wobei diese Lampen da vorne mich ein bisschen so an Bullaugen erinnern, die könnten fast so die Form eines Schiffes haben. Meine Damen und Herren ABSOLUT UWE hat natürlich nicht nur mit dem wunderbaren kühlen Nass zu tun, was ich hin und wieder mal, so, ganz selten natürlich, mir selbst kredenze, nein, sondern absolut ist mein absolut Lieblingswort. Man könnte auch den Abend nennen “Absolut Uwe” oder “Typisch Uwe”. (Warten auf Applaus — es kommt aber keiner.)”
Bullaugen, die an Schiffe erinnern? Lampen, die die Form von Schiffen haben? Sollte der zweite Teil der Ausführungen eine Begründung für den Titel des Programms beinhalten, fehlten da Sätze? Jüngst hat unser Absoluter ja in einer österreichischen TV-Comedy-Sendung (”Willkommen Österreich”) gestanden, dass er immer dann, wenn er auf der Bühne auf Autopilot läuft, Sätze vergisst. War das eine der berüchtigten Autopilot-Sequenzen? Wir werden es nie erfahren. Wurscht.
Das Hauptproblem Uwe Krögers an diesem Abend war nämlich nicht die misslungene Einleitung oder etwa, dass er eine Soloshow entertainermäßig nicht stemmen könnte, das gelang ihm sogar sehr sympathisch, da nahm er in Wien auch immer wieder gerne auf den Wiener Dialekt, die Taxler und den guten Kaffee Bezug, das lockerte auf und sorgte jederzeit für Lacher. Nein, das Hauptproblem, und das ist für einen Sänger ein existentielles Problem, war Krögers Stimme. Kaum ein Song, bei dem die Stimme nicht zumindest an einer Stelle leicht kippte oder wegbrach, wenig Nuancen, wenige leise Zwischentöne, sehr oft nur mehr recht lauter oder gar gebrüllter Gesang beziehungsweise gehauchter Gesang - alles Versuche, mit viel Technik und Anstrengung noch das Beste aus einer Grundsituation rauszuholen, die wohl nur der Darsteller selbst kennt.
Irgendwann, irgendwo, und warum auch immer, ist Kröger vor vielen Jahren die Fähigkeit zu einer gewissen Solidität abhanden gekommen, die seine Auftritte in Longrun-Produktionen lange Jahre ausgezeichnet hat. Müsste ich es zeitlich festmachen, so würde ich es in die Zeit nach “Napoleon” legen, also in den Beginn der 2000er Jahre. Seitdem ist fast jeder Auftritt ein leiser Abschied vom einstigen Gestalter Uwe Kröger hin zum Kämpfer um jeden Ton. Seit dieser Zeit kann man nicht mehr davon sprechen, dass er seine Auftritte jederzeit solide abliefern “kann”. Ich meine, der Zeitpunkt ist gekommen, da auch Uwe Kröger dazu Stellung nehmen muss (er kann das ja auch gerne hier machen). Er hat eine dermaßen getreue Gefolgschaft, dass er es einerseits seinen Fans schuldig ist, ihnen reinen Wein einzuschenken - aber vor allem auch all den anderen, die für Tickets bezahlt haben. Es ist fast berührend zu erleben, wie Kröger in seinem Konzertprogramm “Die Musik der Nacht” aus dem Musical “Das Phantom der Oper” völlig verhaut und dennoch sein Publikum vor Begeisterung tobt. Man darf das nicht mal mit Mitleid verwechseln, es ist, nach wie vor, ehrliche Begeisterung, als würde jeder dieser Fans einen Filter aktivieren, der jeden akustischen Fehltritt des Meisters absorbiert.
Wenn Uwe Kröger so weitermacht, dann besteht die Gefahr, dass er zur männlichen Florence Foster Jenkins mutiert, und das wird sein Ziel wohl nicht sein. Es kann, bei einem Alter von 45 Jahren, keine natürliche “Abnützungserscheinung” sein, die seine Stimme zu dem werden ließ, was sie jetzt ist.
Nach wie vor gilt Uwe Kröger als “der” Musicalstar im deutschsprachigen Raum. Das ist nicht nur ein Etikett, das man gerne als “Lob” akzeptiert, das sollte auch Verpflichtung sein, Qualität abzuliefern, oder, wenn das aus bestimmten Gründen nicht mehr der Fall ist, sich zu erklären. Derzeit ist es so, dass fast schon die Branche darunter leidet, wenn derjenige, der als eines der Flaggschiffe bezeichnet wird, dann Leistungen wie jene im Raimund Theater abliefert. Ich frage mich, warum Kröger Lieder versucht, von denen er wissen muss, dass er sie nicht astrein schaffen wird, bei deren Interpretation man ihm die höllischen Qualen ansieht, die er ganz offensichtlich beim Singen erleidet - beim Versuch, den einen oder anderen Ton aus sich herauszupressen. Warum?
Natürlich bemerkt man die immer raffinierteren Arrangements, bei denen Instrumentalparts Teile der für Kröger völlig unsingbaren Gesangsparts übernehmen, aber wenn auch der Rest nicht mehr funktioniert - warum? Natürlich kann das als Krögers Privatsache angesehen werden. Er ist niemandem Rechenschaft schuldig. Wer ihn nicht sehen will, soll einfach keine Tickets mehr kaufen. Das passiert auf der einen Seite ohnedies, denn das Raimund Theater war alles andere als ausverkauft. Auf der anderen Seite sollte es kein Problem sein für all jene, die an den schiefen Tönen mehr als gelitten haben, sich ihr Eintrittsgeld einfach zurückzuholen. Wer nicht liefert oder liefern kann, sollte zurückerstatten. Oder?
Ein Uwe Kröger, der die Schlager der Musicalliteratur gesanglich nicht mehr schafft, muss deswegen ja noch lange nicht in Rente gehen. Starke Momente hatte Uwe Kröger nämlich auch im Raimund Theater in seiner derzeitigen Form, beispielsweise, wenn er es schaffte, persönliche Betroffenheit zu zeigen. Von Udo Jürgens sang er das Lied “Vater und Sohn” und widmete es seinem Vater. Da passte die Conference, da passte die brüchige Performance, da passten sogar die Unsicherheiten und die Art und Weise, wie er etwa mit Herwig Gratzer interagierte, so als wollte er auch ihm danken.
Nicht wirklich durchschaubar ist das Inszenierungskonzept der Show, was die Chorteile betrifft. So musste das Ensemble immer dann, wenn es Chorbegleitung ohne Tanz gab, auf der Seitenbühne, für das Publikum unsichtbar, singen. Das macht im Showbusiness genau niemand. Man hätte auch sicher ein nettes Plätzchen im hinteren Teil der Bühne gefunden - aber natürlich, wenn man sich zu praktisch jedem Song erstmal umziehen muss, dann wird das Ganze eine Hatz mit der Zeit. Was die Tanzszenen der Uwe Boys & Girls betrifft, so merkt man die Handschrift von Steven Seale (nach Vorarbeit von Simon Eichenberger), und leider sieht man auch, dass Seale der Eifrigste auf der Bühne ist, der ständig ein bisschen mehr geben will, als eigentlich nötig ist. So wirkt er zu sehr bemüht und killt die Einheit des Ensembles. Aber letztlich ist auch das egal, weil all die Kostümwechsel, all die verschiedenen Tanzsequenzen so unglaublich überambitioniert und bemüht wirken, dass man es nach einer gewissen Zeit fast nicht mehr aushält. Das liegt nicht an den Damen und Herren des Ensembles, die machen ihre Sache gut, es liegt einfach am Konzept. Sicher einer der Tiefpunkte: Die balletteusenhaften Bewegungen der Uwe Boys beim James-Bond-Segment des Konzerts - dieses absolut übergrazile fast nur mehr in der Luft Schweben, dieser Anneliese-Rothenberger-Fernsehballett-Abklatsch - da fühlte man sich in die billigste aller vorstellbaren Shows versetzt. Das konnte nur mehr getoppt werden von der “Musik der Nacht”, bei der das Arrangement klang, als wäre es für eine Pompfüneberer-Band erstellt worden.
Wirklich starke Szenen gabs erstmals, als die Gäste Krögers auf die Bühne kamen. Annemieke van Dam gab das unvermeidliche “Erinnerung” aus “Cats”, dafür aber schön gesungen (ebenso wie “Once Upon A Time” aus “Brooklyn”) und dann erschien, als Überraschungsgast, der koreanische Popstar Eun Tae Park, der extra für die Tourproduktion von “Absolut Uwe” engagiert wurde, auch in Deutschland auftreten wird und mit der koreanischen Version von “Wie wird man seinen Schatten los?” (”Mozart!”) zum ersten Mal an diesem Abend für wirklichen Beifall sorgte, wie man ihn von den Wiener Musicalfans gewohnt ist. Stark, dank der Gäste, aber auch sehr bühnenpräsent von Kröger gegeben: der gesamte “Elisabeth”-Block. Und wie auf Kommando waren sie wieder da im Publikum, die Hardcore-”Elisabeth”-Fans, die sich mit Mitdirigieren und lautlosem, aber gebrüllt lautlosem Mitsingen (man denke an Fischmäuler unter Wasser) bemerkbar machten. Fast herzig, die Musicalgoldfische - sie outen sich bei egal welchem ersten Takt zu welchem Lied aus “Elisabeth” auch immer. Wahnsinn pur, aber auch das ist Wien.
Fazit: Wer Uwe schön singen hören will, soll sich die DVD zur Show kaufen. Da passt alles. Klar, damals (am 4. Dezember 2009) in der Stadthalle, da war er halt noch in Form, da hat er NATÜRLICH keine falschen Töne serviert, da wurde danach nichts neu eingesungen, völlig logo. Wer vielleicht doch wissen möchte, wie die Realität klingt: Einfach Tickets kaufen für “Absolut Uwe” und sich selbst eine Meinung bilden.
ABSOLUT UWE (Tourversion 2010)
Teil 1
01 Chicago-Ouvertüre (”Chicago”)
02 Bin nur für die Liebe da: Uwe Kröger (”Chicago”)
03 Born Free: Uwe Kröger (OST “Born Free”)
04 California Dreamin’: Uwe Kröger (The Mamas and the Papas)
05 Is It Okay If I Call You Mine: Uwe Kröger (”Fame”)
06 Hair-Medley: Ensemble (”Hair”)
07 Starlight Express: Uwe Kröger (”Starlight Express”)
08 Fame-Medley: Ensemble (”Fame”)
09 (I’ve Had) The Time Of My Life: Uwe Kröger & Annemieke van Dam (”Dirty Dancing”)
10 Erinnerung: Annemieke van Dam (”Cats”)
11 Wie wird man seinen Schatten los?: Eun Tae Park (”Mozart!”)
12 Wenn ich tanzen will: Uwe Kröger & Annemieke van Dam (”Elisbeth”)
13 Die Schatten werden länger: Uwe Kröger & Eun Tae Park (”Elisabeth”)
14 Ich gehör nur mir: Annemieke van Dam (”Elisabeth”)
15 Der letzte Tanz: Uwe Kröger (”Elisabeth”)
Teil 2
16 Goldfinger: Uwe Kröger (”James Bond”)
17 Diamonds Are Forever: Annemieke van Dam (”James Bond”)
18 All I Want: Uwe Kröger
19 Vater und Sohn: Uwe Kröger (Udo Jürgens)
20 All That Jazz: Annemieke van Dam (”Chicago”)
21 Die Musik der Nacht: Uwe Kröger (”Das Phantom der Oper”)
22 Das Phantom der Oper: Uwe Kröger & Annemieke van Dam (”Das Phantom der Oper”)
23 Once Upon A Time: Annemieke van Dam (”Brooklyn”)
24 Dancin’ Fool - (”Barry Manilow’s Copacabana”)
25 Wind Beneath My Wings: Uwe Kröger (”Beaches”)
26 Sweet Transvestite: Uwe Kröger (”The Rocky Horror Show”)
Kröger hingegen presst seine Stimme oft inbrünstig durch die Nase, sie gerät scharf und ist nicht immer kompatibel mit der Musik. Wenn er spricht, und das mag an der Technik liegen, bewegt sich seine Stimme auf und ab wie die Durchsage auf einem Bahnhof.
Stimmlich konnte der Entertainer an diesem Abend leider nicht besonders hervorstechen, gerade neben einer so starken Partnerin, wie Annemieke van Dam. Schon in »Born free« brach Kröger hin und wieder die Stimme weg. Auch in den höheren Tonlagen wollte die Stimme nicht immer den richtigen Ton treffen, wodurch die Songauswahl, wie z.B. »Aquarius« aus »Hair« nicht wirklich glücklich schien.
Die Stimme ist bei Uwe Kröger an diesem Abend etwas angeschlagen, aber es verdient wirklich Bewunderung, wie er den Abend trotz der Erkältung meistert. […] Leider waren viele, viele Sitze im Theater leer – sehr schade bei einer solchen Show. Das trübt das Erlebnis für Künstler und Publikum. Doch wirklich erstaunen kann das nicht, denn Ankündigungen in der Presse oder auf Plakaten hat man vergeblich gesucht.
In den Höhen wirkt seine Stimme brüchig und schwach, teils presst er die Töne heraus oder näselt. Die Tiefen hingegen hat er auf Abruf parat. Bei “Aquarius” und “Goldfinger” wendet er einen Kniff an. Das Ensemble hilft ihm über musikalische Schwachstellen hinweg.
Kuriose Situation Schließlich kommt es zu einer kuriosen Situation. Uwe Kröger holt seine Kollegin Annemieke van Dam auf die Bühne. Dieses 28-jährige Fräulein, das die Zuschauer aus Stuttgarter “Elisabeth”-Zeiten kennen dürften, singt den an die Wand, in dessen One-Man-Show sie sich befindet. Respekt.
Da gelingen seine großen Erfolge wie «Starlight Express†und der «Letzte Tanz†aus Elisabeth nicht mehr und enden mit enormen Stimmproblemen. Seine Stimme versagt gerade in den hohen Tönen und beginnt zu flattern und man hat den Eindruck, als quäle er sich durch diese Lieder. Am Ende des Konzertes ist er ziemlich außer puste. […] Die wahren Fans von Kröger waren nicht enttäuscht und verzeihtem ihm wohl seine gesanglichen Patzer, denn er wurde mit viel Applaus verabschiedet. Jedoch waren auch sehr viele (wie auch ich) mehr als nur enttäuscht. Man kann ihm nur wünschen, dass er sich seinen guten Ruf nicht mit solchen Konzerten kaputt macht und sich und seiner Stimme etwas mehr Pause gönnt. Den Uwe mit der gigantischen Stimme und der unglaublichen Bühnenpräsenz - das wollen wir wieder sehen. Auch wenn wir einige Jahre ohne ihn auskommen müssten.
Martin Bruny am Donnerstag, den
18. November 2010 um 14:06 · gespeichert in Musical, Wien
»Singin’ in the rain« wird die Auftaktpremiere im September 2011 in den Wiener Kammerspielen. Werner Sobotka (Regie), Christian Frank (Musik) und Ramesh Nair (Choreographie) sind nun auf der Suche nach Talenten im gesamten deutschsprachigen Raum.
Audition für die Musicalproduktion “Singin’ in the rain”
nach dem MGM Film (1952)
Choreographie: Ramesh Nair
Musikalische Leitung: Christian Frank
Regie: Werner Sobotka
Premiere am 22. September 2011
Gesucht werden:
- Don Lockwood: gutaussehender Filmstar, Frauenschwarm, hervorragender Stepptänzer und Sänger, SA: 30-40
- Cosmo Brown: Dons bester Freund, komödiantisches Talent, hervorragender Stepptänzer, guter Sänger, Komiker, SA: 30-40
- Kathy Selden: Dons Schwarm, temperamentvoll, gute Stepptänzerin und Sängerin, SA: 20-30
- Lina Lamont: gutaussehende Stummfilmdiva, Zicke, nicht gerade hell, gute Sängerin, hervorragende Komikerin, kein Tanz, SA: 25-35
- 5 Damen und 5 Herren: hervorragendes komödiantisches Talent, gute Sänger und Tänzer
Tanzkleidung und Steppschuhe sind mitzunehmen, vorzubereiten sind zwei Gesangsstücke im Stil der Show.
Nähere Infos, Anmeldung mit Foto und Lebenslauf per Mail: singingintherain@josefstadt.org
Ende der Anmeldefrist: 15. Dezember 2010
Martin Bruny am Donnerstag, den
18. November 2010 um 13:29 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger
Neu erschienen ist dieser Tage die CD zu Gernot Kranners “Das kleine Vamir-ABC”. Die Idee zu dieser Show hatte Gernot Kranners Sohn Sheby bereits im Alter von neun Jahren. Er fand das Musical “Tanz der Vampire” für die Kleinen noch zu gruselig.
Durch die spannenden, lustigen und die Phantasie anregenden Geschichten des “kleinen Vampir-ABC” erfahren die Zuschauer anhand von Liedern und Szenen mehr über Leben und Vorlieben von Vampiren und Geistern. Und im Gegensatz zur “Erwachsenen-Show” ist hier das Mitsingen, Mitmachen und Mitlachen ausdrücklich erwünscht.
Walter Lochmann spielt Klavier und Gernot Kranner singt, spielt und spricht alle darin vorkommenden Figuren – von Fridolin, dem furchtlosen Vampirjäger, dem Geisterkönig Eduard, der rückwärtssprechenden Vampirfledermaus Kunigunde, Schneewittchens böser Stiefmutter Kriemhilde und Markus, dem sprechenden Spiegel bis hin zu dem süßen, kleinen Gruselinchen Vampirinchen, Tochter des Geisterkönigs. Aber auch Sohn Sheby durfte aktiv beim kreativen Prozess mitwirken – gemeinsam mit seiner fünf Jahre alten Schwester Oli erzählt er auf der CD die Geschichte des »kleinen Vampir-ABC«.
Die ist CD bei den Vereinigten Bühnen Wien sowohl im Internet unter www.musicalvienna.at als auch in den Souvenirshops der VBW um € 9,90,- erhältlich.
Martin Bruny am Dienstag, den
16. November 2010 um 12:02 · gespeichert in Netz, Musical, Wien
Walter Lochmann war bis Oktober 2009 in den verschiedensten Funktionen für die Vereinigten Bühnen Wien tätig, unter anderem als musikalischer Leiter, Dirgent, Korrepetitor, Leiter der “künstlerischen Produktion”, Studienleiter, “artistic director”, Einstudierender der Ensemblenummern … und wie die mitunter identen Aufgabengebiete nicht noch bezeichnet wurden. Seit seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen (auf eigenen Wunsch) ist er mit vielen neuen Projekten am Start - und nun auch online.
Auf Walter Lochmanns Website finden sich unter anderem auch einige Erinnerungen an die Arbeit an den Musicals der VBW, so beispielsweise Erinnerungen an “Rudolf”:
Rudolf
…oder “Was Frank Wildhorn zu den Habsburgern zu sagen hat.”
…oder: Haben wir in Europa denn niemanden, der so ein Thema dem österreichischen Publikum näherbringen kann? Das Stück stellt für mich eine Anhäufung von (durchaus vermeidbaren) Fehlern dar. Hier eine Wiedergabe eines Gesprächs zwischen Frank Wildhorn und mir im Aufzug des RONACHER:
Walter: “Frank, ich hab’ die Nummer WEG IN DIE ZUKUNFT (”The steps of tomorrow”) auf einer ungarischen Aufnahme mit einem langsamen, fast charismatischen Groove gehört. Warum spielen wir die so schnell, so gehetzt? Wie hast du die Nummer beim Komponieren denn gefühlt?” Frank: “Ich hab’ sie langsam gefühlt. Aber sie funktioniert so nicht.”
Ab dem 26. Februar 2009 (Premiere) musste ich den Begriff “schwungvoll” beim Wiener Walzer mit “schnell” vertauschen. Mit meiner Vorstellung am 8. Oktober 2009 hab ich den selbstgewählten Schlusspunkt hinter meine Dirigate bei den Vereinigten Bühnen Wien gesetzt.
Zu Walter Lochmanns Website, dem Webtipp des Tages, gehts –> hier