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Wiener Metropol: »Der Hofnarr«

In Wien-Hernals ist eine fast eigene Gattung des Musicals zuhause: das Metropol-Musical. Man müsste natürlich mal ernsthaft den Versuch unternehmen, genau zu definieren, was ein typisches Metropol-Musical ausmacht, aber ein wichtiger Faktor ist zweifellos das Gespür des Direktors des Hauses, Peter Hofbauer: Er weiß, was sein Publikum mag. Noch wichtiger: Er hat ein Stammpublikum. In den letzten Jahren hat Hofbauer verschiedenste Formen des Musicals, bis hin zur grandiosen Produktion »Hedwig and the angry inch« (die auch ebenso grandios gefloppt ist), getestet, und dann seine Konsequenzen gezogen. Seither lauft das Radl, und Jahr für Jahr ist das Metropol-Musical ein Fixpunkt in der Wiener Musicallandschaft. Dieses Gespür vermisst man an manch anderem Haus. Da wird bei Misserfolgen dann entweder die Branche als solche gleich infrage gestellt oder das Publikum bezichtigt, zu dumm zu sein, um zu verstehen, wie genial es vom Planungspersonal des Hauses war, ein Stück zu shoppen und 1:1 so, wie es im Iran, in Üzbühül oder am Broadway gelaufen ist, in Wien auf die Bühne zu pfropfen. Und statt aus Misserfolgen zu lernen, macht man munter weiter, immer nach dem gleichen Prinzip. Da ist doch eine Show im Metropol, die nicht vorgibt, was sie nicht auch halten kann, gleich ganz was anderes.

Die jüngste Ausgabe des Metropol-Musicals »Der Hofnarr« wurde im Juli 2013 in Asparn an der Zaya uraufgeführt und erlebt seine Wien-Premiere am 11. Februar 2014. Basis der Show ist der gleichnamige Film mit Danny Kaye, für die Bühne bearbeitet von Vicki Schubert, mit Musiknummern von Christian Deix und Peter Hofbauer. Mehr als 30 Mal ist die Show im Wiener Metropol zu sehen.

Zum »Hofnarr« gibt es eine übersichtlich gestaltete Website mit allen nötigen Informationen, die findet man –> hier. Nicht vermissen wird man sicher krampforiginelle Merchandisingartikel wie Hofnarr-Unterhosen, -Manschettenknöpfe, -Häferl, Inkontinenzwindeln für die alte Dame des Hofnarren oder ähnlichen Schmonzes.

Handlung
Diese Geschichte erzählt, wie sich die Geschicke einer Nation durch ein Muttermal änderten – ein königliches Muttermal, auf dem königlichen Hinterteil eines Säuglings von königlichem Geblüt. Am englischen Hof herrscht Roderick, der sich nach der Ermordung der gesamten Königsfamilie des Throns bemächtigt hat. Das royale Baby wurde beim Gemetzel allerdings übersehen. Das Gerücht geht um, dass der königliche Balg vom „Schwarzen Fuchs“ im Wald verborgen wird. Intrigen, Morde, verräterische Taschentücher am Herzen, ritterliche Zweikämpfe in klappernden Rüstungen, Giftpillen im Becher mit dem Fächer oder doch im Pokal mit dem Portal? – Kurz: turbulenter mittelalterlicher Spaß, bei dem die Degen nur so klirren!

Besetzung
Alexander Jagsch, Doris Hindinger, Miriam Mayr, Pia Strauss, O. Lendl, Christof Messner, Christian Deix, Otto Jaus, Georg Leskovich, Wolfgang Klivana u. a.

Regie: Vicki Schubert
Liedtexte: Peter Hofbauer und Vicki Schubert
Musik: Christian Deix

Nähere Infos –> hier

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