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Archiv - 2011

Tanz der Vampire: Die Konsequenz der “Geheimlisten”

Am 25. Juni 2011 findet im Wiener Ronacher die letzte Vorstellung des Musicals “Tanz der Vampire” statt. Das Unternehmen VBW hat sich dazu entschlossen, die Tickets für diese Vorstellung nicht in den für alle zugänglichen freien Verkauf zu geben, sondern mittels einer geheimen Liste bei der Vergabe vorzugehen.

Die Konsequenz? Die Tickets landen unter anderem bei eBay, wo sie zu abenteuerlichen Preisen versteigert werden. So offeriert der Anbieter “prankenkrater” zwei Karten im 2. Rang (Kategorie rosa). Originalkaufpreis beider Tickets zusammen: 40 Euro. In diesem Kaufpreis ist schon der hundertprozentige Aufschlag inkludiert, den das Unternehmen VBW verrechnet. Derzeitiges Gebot für diese beiden Tickets: 200 Euro. (Zur Auktion gehts –> hier)
Über den virtuellen Ladentisch gingen die Tickets letztendlich um 291 Euro. 251 Euro Gewinn, da kann sich der glückliche Verscherbler 25 Mal “Ich war noch niemals in New York” ansehen um jeweils 10 Euro.
Ist das im Sinne der VBW? War das der Sinn der Geheimlisten-Aktion?

PS: Ein weiterer Hinweis, wie man, typisch für Wien, zu Karten kommt, findet sich –> hier. Aber vielleicht sollte man dieses Schauspiel für die Ewigkeit festhalten:

Spider (Benutzer) 18.06.11 01:24 - “Also, ich habe heute eine Karte für den 25. Juni 2011 im Ronacher bekommen!;) 2. PK und dass für weniger als 100 Euro!;) aber bissi mehr als 70 Euro!;)
Also, wenn man eine haben möchte findet man Wege eine zu bekommen! - freu mich schon!;)

Spider (Benutzer) 18.06.11 11:59 - “ja, weil alle meinten es sei so schwer.
Naja, mann muss hald teilweise die richtigen Leute kennen bzw zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. - leucht wars nicht!”

Und schließlich:

Spider (Benutzer) 18.06.11 13:13 - “Edit: ich habe die Karte weder aus dem Internet noch von einem Mitarbeiter der VBW! nur dass keine falschen Infos in Umlauf kommen.”

Man könnte fast von Karlsplatz-artigen Zuständen ausgehen, bei derartigen Postings.

Love finally dies

Tatsachen muss man ins Auge sehen. Andrew Lloyd Webbers Musical “Love never dies” geht recht frühzeitig den Weg aller Musicals. Am 27. August 2011 fällt der letzte Vorhang in Londons Adelphi Theatre. Nähere Infos dazu –> hier.

Maya Hakvoort live in der Wagenburg in Schönbrunn

Bei freiem Eintritt singt Maya Hakvoort am Sonntag von 14:30 bis 15:30 Uhr im Rahmen des Open House im Festzelt vor der Wagenburg in Schönbrunn unter anderem Lieder aus dem Musical “Elisabeth”.

Das Fest in Schönbrunn dauert von 9 bis 18 Uhr und wird als Spektakel für die ganze Familie beworben. Die Programmpunkte im Detail gibts –> hier.

Wien:”Cats” beibt bis Ende März 2012

Der Kartenvorverkauf für das Wiener Gastspiel von “Cats” läuft blendend. Daher haben sich die Produzenten dazu entschlossen, länger als geplant in Wien zu spielen. Tickets sind nun bis 25. März 2012 im Verkauf. Weiteren Verlängerungen wird wohl nichts im Weg stehen, und mit Sicherheit wird auch die Dernià¨re, die dann irgendwann einmal stattfinden wird, im Verkauf sein und nicht via Geheimlisten ausverschenkt und an alle Voikoffer, die nicht Marmeladeproduzenten, ehemalige Operettenwasauchimmer oder Busunternehmer sind, zu Wucherpreisen verscherbelt.

Und seien wir doch ehrlich: Listen? Angeblich existiert die Liste für die Dernià¨renkarten für “Tanz der Vampire” seit November 2010. Seit November 2010 haben es also die Vereinigten Bühnen Wien nicht geschafft, auf ihrer Homepage oder per Aussendung an die Musicalclub-Mitglieder die Information weiterzugeben, dass man sich auf einer Liste eintragen muss, um - möglicherweise - die Chance zu erhalten, eine der Karten zu erwerben.
Am 16. November erhielt ich auf die schriftliche Anfrage: “Stimmt es, dass die Tickets für die Dernierenvorstellung von »Tanz der Vampire« nicht in den öffentlichen Verkauf kommen?” die Antwort: “Momentan ist die Dernià¨re von TANZ DER VAMPIRE nicht im öffentlichen Verkauf, das stimmt!” Ist das Customer Care des 21. Jahrhunderts? Wäre da nicht der Hinweis angebracht gewesen: Aber Sie können sich gerne auf eine Liste eintragen lassen?

“The Book of Mormon”: Cast-CD auf Platz 3 der BILLBOARD 200, aber …

BILLBOARD meldet einen “großen Verkaufserfolg” der Cast-CD des Musicals “The Book of Mormon”, das unlängst mit neun Tony Awards ausgezeichnet wurde. Um 200 Plätze hat sich die CD in den Charts verbessert. Nun liegt sie auf Platz drei der BILLBOARD 200, einen Platz hinter Lady Gaga (Platz 2), zwei Plätze hinter Adele (Platz 1).

61.000 Einheiten des Tonträgers wurden an den Mann und die Frau gebracht. Seit 1991 (da begann Soundscan mit der Aufzeichnung derartiger Daten) habe es einen solchen Erfolg nicht mehr gegeben. Würde man in der Geschichte des Musicals einen ähnlichen Verkaufsschlager suchen, müsste man zurück ins Jahr 1969 gehen, als “Hair” die Charts aufmischte. 13 Wochen war “Hair” damals auf Platz 1 der Charts. Ein vergleichbarer Verkaufserfolg datiert aus dem Jahr 1992, als zu Weihnachten 54.000 Exemplare von “The Phantom of the Opera (Highlights)” abgesetzt wurden.

Wunderbar also, “The Book of Mormon” auf Platz drei in den Charts, 61.000 Einheiten verkauft. Wobei - das mit dem “verkauft” stimmt ja nicht so ganz, denn der Verkaufserfolg lässt sich auf einen Marketinggag zurückführen, den sich Amazon einfallen ließ, um iTunes mal zu zeigen, dass man auch noch da ist.

“The Book of Mormon” gabs auf Amazon.com um umgerechnet rund 1,40 Euro (1,90 Dollar) als Download. Anfangs war in diesem Paket das digitale Booklet noch nicht enthalten, aber da wir Musicalfans ja so anspruchsvoll … kurzum, recht rasch gabs das ganze Package inkl. Digi-Booklet um 1,40 Euro.

Drei Tage konnte man dieses “Sonderangebot” bei Amazon downloaden. 85 Prozent der 61.000 “verkauften” Einheiten stammen aus dieser 3-Tage-Marketingaktion. Rechnet man die Kosten dieser Marketingaktion ab, die im Internet, im amerikanischen Fernsehen - doch auch diese Kosten trug … Amazon. Und diese Kosten dürften nicht gering gewesen sein. Auch während der Liveübertragung der Tony Awards lief eine Werbeeinschaltung - finanziert von Amazon. Großartig für die Produzenten der Show und das Plattenlabel Sh-k-Boom.

Bleibt die Frage, wo wir “The Book of Mormon” nächste Woche erwarten dürfen. Die Cast-CD stieg vor drei Wochen in die Charts auf Platz 31 ein mit 13.000 verkauften Einheiten und fiel dann auf Platz 124 mit 4000 verkauften Einheiten - für eine Cast-CD ein vergleichsweise guter Wert. “How to succeed …” brachte es ebenfalls auf 4000 Einheiten, danach folgten schon die Longseller wie “Wicked” und “Jersey Boys” mit Absätzen pro Woche von knapp 1000 Einheiten. “Catch Me If You Can” beispielsweise findet man auf Platz 7 mit 650 verkauften Einheiten.

Link
- BILLBOARD: Adele Reclaims No. 1 on Billboard 200, ‘Book of Mormon’ Makes History

“The Postman and the Poet” - Live @London mit Ethan Freeman

Das neue englische Musical “The Postman and the Poet”, basierend auf dem Roman, nach dem der italienische Film “Il Postino” entstanden ist, wird am 27. und 28. Juni 2011 in einer gekürzten Fassung in London (Angel Studios, 311-312 Upper Street, Islington, London N1 2TU) vor geladenem Publikum aufgeführt und von JAY Productions Ltd. für eine CD-Veröffentlichung aufgezeichnet.

Es spielt das National Symphony Orchestra unter der Leitung von Craig Barna. In den Rollen zu sehen:

Pablo Neruda, the Poet: Ethan Freeman
Matilde, Neruda’s wife: Clare Burt
Mario Jimenez, the Postman: Simon Thomas
Jose Jiminez, Mario’s father: Stuart Pendred
Beatriz Gonzalez: Joanna Ampil
Rosa Gonzalez, Beatriz’s mother: Siobhan McCarthy
Labbe, the Political deputy: Hal Fowler
Cosme, the Postmaster: Graham Bickley
Father Zulueta, the Priest: Arvid Larsen

Women of Isla Negra:
Guilietta: Robyn North
Carmen: Jennifer Hepburn
Raffaela: Madalena Alberto
Dolores: Sarah Lark
Francesca: Aimie Atkinson
Maria: Rosa O’Reilly

Fishermen:
Antonio: Ben Watson
Paco: Paul Betts
Miguel: Adam Ellis
Tomas: Robin Chalk
Paolo: Stephen Carlile
Fernando: Matt Harrop

Drew Sarich: Hello St. Petersburg, welcome to the world of the undead

Für den 3. September 2011 ist die Erstaufführung der russischen Version von “Tanz der Vampire” geplant.
Von Drew Sarich gibts dazu eine kleine Begrüßungsrede in 3 Teilen.

Zu Teil 2 gehts –> hier
Zu Teil 3 gehts –> hier

Grüße gibt es auch von Roman Polanski -> hier

Zwa Voitrottln live im Wiener Wurschtlprater

Die “Zwa Voitrottln” (Johannes Glück & Dieter Hörmann) geben am 23. Juni 2011 ihre ersten öffentlichen Konzerte. Zweimal werden sie auf der Bühne des Original Wiener Praterkasperl (Prater, Wurstelplatz1, in unmittelbarer Nähe vom Schweizerhaus) stehen.

Das erste Konzert findet um 19:30 Uhr statt, das zweite um 22 Uhr. Eintritt: 6 Euro, freie Platzwahl. Mit dabei auf der Bühne: Michaela Schmetterer und Caroline Zins.

Links
- Event-Ankündigung @Facebook
- Die Voitrottln auf Facebook

Michael Kunze: Freikartenbesucher sind kein gutes Publikum

Frage: Ich bin auf einem Forum auf einen Beitrag gestoßen der kritisiert, dass, hier im Speziellen die VBW, seit einigen Jahren die Dernià¨re nicht zum öffentlichen Verkauf freigeben. Begründet würde dies Laut dem Posting damit dass die Dernià¨re für die Künstler und deren Familien sei. Weiters wurde angemerkt dass sich aber viele “Promis” dort tummeln die vermutlich für ihre Karte nichts zahlen mussten, und das finden einige unfair, die sich um die regulären Preise Karten kaufen würden. Dass dann auch noch Wartelisten schlampig geführt würden und die Verteilung der Karten erst 2 Wochen davor erfolgen würde, setzte dem noch laut Verfasser die Krone auf. Was hältst du von dieser Handhabe der Situation und dem Umgang mit treuen Fans?

Michael Kunze: Da ich keinen Einblick habe in die Kartenvergabe bei derartigen Events, kann ich dazu direkt auch nicht Stellung nehmen. Ich bin immer dafür, möglichst viele Tickets zum freien Verkauf zu geben - schon deshalb, weil die an wirklich interessierte Besucher gehen. Freikartenbesucher sind kein gutes Publikum. [Storyarchitekt]

Link
- Kultur-Channel: Wien: «Tanz der Vampire” - die Dernià¨re

Konservatorium Wien Privatuniversität: Rent unplugged

27. Januar 2012
19:30bis22:00

Das berührende und mehrfach ausgezeichnete rockige Erfolgsmusical von Jonathan Larson ist eine moderne Variante von Giacomo Puccinis Oper “La Bohà¨me”, spielt in den neunziger Jahren in einem heruntergekommenen Teil von New York und erzählt die Geschichte einer Gruppe junger Künstler. Die unterschiedlichen Charaktere kämpfen dabei authentisch und lebensbejahend um ihre Ideale und ums Überleben.

“Rent” ist ein Stück reales Leben, ein Drama, das sich mit aktuellen und brisanten Themen wie Drogensucht, Homosexualität und HIV auseinandersetzt. Gefühlvoll und romantisch sowie gleichzeitig wild, dramatisch und humorvoll werden dabei das Leben und die Beziehungen der jungen Menschen dargestellt, Konventionen entblößt und Tabus gebrochen. Schlussendlich meistern diese mit Mut, Liebe und Kreativität ihre Schicksale und Krisen.

Leading Team
Musikal. Leitung: Peter Uwira
Regie, Bühnenbild, Produktionsleitung: Wolfgang Groller
Bühnenbildassistenz, Layout Flyer: Johannes Nepomuk
Graffities: Alixa Kalaß
Choreografie: Christoph Riedl
Choreografie »Flieg mit mir zum Mond«: Alixa Kalaß
Staging »Alles klar«: Tanja Petrasek
Kostümdesign, Regieassistenz, Inspizienz, Requisite: Doris Richter
Lichtdesign: Barbara Dulcinea Jan
Maske: Alexandra Zimmermann/Doris Hackbeil
Technische Leitung: Martina Grillhofer
Bühnenmeister, Lichtoperator: Harald Lindermann
Bühnenbildbau, Bühnentechnik: Stefan Michelfeit
Verfolger: Martin Haslacher
Kostüme: bereitgestellt von Kostümhaus Lippitsch
Konsultantin: Alexandra Fitzinger
Garderobe: Sophie Raab/Sarah Matzke

All-Star-Ein-Mann-BAND
Klavier: Peter Uwira
unplugged

Cast
Roger Davis: Johannes Nepomuk
Mark Cohen: Dieter Hörmann
Tom Collins: Manuel Walcherberger
Benjamin Coffin III, Händler: Steven Klopp
Joanne Jefferson: Tanja Petrasek
Angel Schunard: Manuel Heuser
Mimi Marquez: Salka Weber (27., 30.1., 1.2.)/Franziska Kemna (28., 31.1., 2.2.)
Maureen Johnson: Alixa Kalaß
Mrs. Cohen, Selbsthilfegruppe, Obdachlose, Ensemble: Judith von Orelli
Obdachloser, Selbsthilfegruppe, der Mann, Kellner, Ensemble: Marcel-Philip Kraml
Mr. Jefferson, Gordon, Händler, Mr. Grey, Ensemble: Matthias Weißschuh
Mrs. Jefferson, Sue, Obdachlose, ein Mädchen, Mimis Mutter, Ensemble: Jil Clesse
Ein Schläger, Steve, Scheibenputzer, Ensemble: Lawrence Karla
Ali, Frau in Decken, Mantelverkäuferin, Rogers Mutter, Ensemble: Marja Hennicke
Pam, Polizei, Alexi Darling, Ensemble: Karolin Konert
Ein Schläger, Paul, Polizei, Rodney, Pastor, Ensemble: Michael Souschek

Tickets
ausverkauft

Termine
Fr, 27.01.2012
Sa, 28.01.2012
Mo, 30.01.2012
Di, 31.01.2012
Mi, 01.02.2012
Do, 02.02.2012
jeweils 19.30 Uhr

Karten erhältlich an der Kassa der Konservatorium Wien Privatuniversität
unter Telefon: (+43) 01 512 77 47- 89329 oder unter kassa(at)konswien.at

Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
Johannesgasse 4a, 1010 Wien

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