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Archiv - 2011

Matthias Bollwerk @”Die Päpstin”: Musicalpromotion mit Pfiff

Wenn man Matthias Bollwerk als Darsteller für ein Musical engagiert, bekommt man, wenn man will, ein Promotionpackage gleich mitgeliefert. Der Musicaldarsteller hat seit seinem Wiener Engagement bei “Frühlings Erwachen” 2009 seinen “Notizblog” am Laufen, in dem er in mittlerweile bereits 226 Folgen nicht nur sein berufliches Leben, aber viele Aspekte des beruflichen “Alltags” eines Musicaldarstellers im Theater, bei Proben, Premieren und Pannen, aber auch außerhalb des Theaters etwa bei Promotionauftritten covert.

Derzeit ist Bollwerk bei der Musicalproduktion “Die Päpstin” in Fulda engagiert, und auch hier bietet er in einigen Folgen seines “Notizblogs” Blicke hinter die Kulissen.

Folge 223: –> Fulda, die Erste
Folge 224: Die ersten Chorproben, Rom
Folge 225: Intro und Pseudo-Akrobatik, Jahrmarkt
Folge 226: Sterben üben
Folge 227: Chorprobe

Cooking Class

Theater Nestroyhof/Hamakom: Neurotic Lounge

28. Juni 2011
21:00bis23:00

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Vom 28. bis 30. Juni 2011 bringt das Theater Nestroyplatz/Hamakom die cross-over Lese-Performance “Neurotic Lounge”.

Juliane Gruner, Jaschka Lämmert, Lucy McEvil, Eduard Wildner und andere lesen Texte amerikanischer jüdischer Autoren wie Philip Roth, Woody Allen, Isaac Bashevis Singer, Maxim Biller, Melvin Jules Bukiet über das Thema Sex.

Es geht um amerikanische, urbane Wirklichkeiten in Slums und sozialen Ghettos oder bekannteren New Yorker Lebenswelten. Die Geschichten beschreiben innere Einsamkeiten wie furiose sinnliche Versuche, aus diesen auszubrechen. Sie erzählen aber auch (einfach) von der »Lust« als Möglichkeit, sich von seiner Subjektivität zu befreien und die eigene Individualität wiederzufinden.

Die Geschichten sind stilistisch genauso heterogen wie die soziale Prägung ihrer Protagonisten: Vom »Stedtlbewohner« zum »Stadtneurotiker«, im Spannungsfeld religiöser Tradition, die behindert wie auch beflügelt. Von jüdischen Klischees wie Klischees über Juden. Von der unanständigen »Rückführung« eines Beschneidungsrituals als moderne Selbstfindung, einem chassidischen, schizophrenen Elvis Presley, von einem schamlosen freien Inzestverhältnis eines Geschwisterpaares in kleinbürgerlichen Milieus mitten in Brooklyn.

»Neurotic Lounge« versucht der inhaltlichen und stilistischen Heterogenität dieser Geschichten formal gerecht zu werden und überlässt es dem Zuschauer wie viel »jüdische Textur« er darin entdecken mag.

»Sex ist, wie die Religion, eine versöhnliche Macht, die soziale Ungerechtigkeit ausgleicht. In beiden seiner sinnlichen und fortzeugenden Prozesse schafft der menschliche Verkehr (in beiden seiner großartigsten Verkörperungen: nämlich Ficken und Schreiben) eine Entschädigung dieser Welt für Verlust, Mangel und, vor allem, Sterblichkeit. Sex und Geschichtenerzählen sind die Gaben, die aus einem Schneider einen König, aus einer Näherin eine Königin machen. Das Laken ist, wie das Blatt des Schriftstellers, ein sauberer, weißer Thron, der allen zugänglich und, weil jedes Geschenk seinen Preis hat, auch für alle gefährlich ist.« [Melvin Jules Bukiet, Autor der Anthologie »Neurotica. Jewish writers on sex.«]

Neurotic Lounge
Eine cross-over Lese-Performance amerikanischer jüdischer Autoren über Sex.
Spieltermine: 28., 29. und 30. Juni 2011, jeweils 21.00 Uhr
Inszenierung: Frederic Lion
Mit: Juliane Gruner, Jaschka Lämmert, Lucy McEvil, Eduard Wildner u.a.
Raum: Andreas Braito
Live-DJ: Sweet Susie

Link
- Theater Nestroyhof/Hamakom

Dancing Stars: Alfons Haider oder der Mann, ders nie kapieren wird

Von Stunde Null an fühlte sich Alfons Haider, der personifizierte Publicity-Stunt in der ORF-Serie “Dancing Stars”, verfolgt. Verfolgt von einigen Promis wie Niki Lauda und Dagmar Koller, verfolgt von Medien und verfolgt von Bloggern. Und warum fühlte er sich verfolgt? Er meinte, man würde nicht goutieren, dass zwei Männer miteinander tanzen.

Das war aber nicht der wirkliche Grund, warum manche Medien so vehement auf das Vorgehen Haiders reagierten. In Wahrheit ging es nicht darum, dass zwei Männer miteinander tanzten, auch nicht darum, dass sie das im TV machten, es ging schlicht und einfach darum, dass damit ein Tanzwettbewerb ad absurdum geführt wurde.

Haiders Standardreflex, diese Kritik auf das Thema Sexualität hin zu interpretieren, spricht Bände und disqualifiziert ihn.

Mein Gott, Herr Haider, dass Männer miteinander tanzen, ist nun wahrlich nichts Neues, Sie sind nun bei Gott nicht der erste Mann, der mit einem Mann die Beinchen am Tanzparkett schwingt.

Könnten Sie bitte endlich zur Kenntnis nehmen, dass Sie bei “Dancing Stars” ausschließlich als Publicity-Stunt am Werke waren? Sie haben es doch schon lange vor Beginn der Show zugegeben.

Wenn diese Show auch nur Entertainment ist, die Jury musste sich regelrecht verarscht vorkommen, dass etwas zu bewerten war, das im Rahmen dieser Show nicht bewertet werden konnte. Zwei Männer tanzen nunmal anders als ein Mann mit einer Frau tanzt und, wie sie selbst ja so trefflich immer bemerkt haben, es gelten andere Regeln. Daher war es letztendlich ein Akt äußerster Unfairness, hier überhaupt anzutreten.

Sie können also gerne weiter das Opferlamm mimen, es wird Ihnen niemand abnehmen. Gehen Sie also in Würde, wie Sie meinten, aber gehen Sie.

Linktipp: Niklas & die Vampire - ein deutscher Miterdenbewohner besucht das Ronacher

… und schildert seine Eindrücke, die er bei einem Besuch von “Tanz der Vampire” gesammelt hat. Nachzulesen –> hier.

Sylvester Levays Internationaler Musikwettbewerb

Derzeit im Gange: Sylvester Levays Internationaler Musikwettbewerb, an dem 300 Interessenten aus acht Ländern teilgenommen haben. Die Vorrunden sind abgeschlossen, vom 29. bis 30. Juni findet mit den verbleibenden 50 Teilnehmern das Semifinale und am 1. Juli 2011 das Finale des Wettbewerbs statt. In einer Gala werden die Preisträger am 4. Juli im Budapester Operettentheater präsentiert.

Infos bietet die Website zum Wettbewerb –> hier.

IHS-Studie belegt einmal mehr Umwegrentabilität der VBW-Subventionen

Die Vereinigten Bühnen Wien präsentierten heute eine IHS-Studie, die beweisen soll, dass sich die Subventionen an die VBW auch rechnen. Per Presseaussendung wird gemeldet:

Pro Jahr investiert die Stadt Wien 37,3 Millionen Euro an Subventionen für die Vereinigten Bühnen Wien. “Mit dem Einsatz dieser Mittel ermöglichen wir nicht nur Musiktheater auf höchstem Niveau, sondern schaffen damit Arbeitsplätze und unterstützen das Wachstum der Wiener Wirtschaft. Jeder Subventionseuro kommt 2,3 Mal an die Stadt zurück. Insgesamt sind das 87,4 Mio. Euro an Wertschöpfung allein für Wien. Dazu kommen 1.529 Arbeitsplätze, die durch die Tätigkeit der VBW gesichert werden”, so Vizebürgermeisterin Brauner bei der Präsentation der IHS-Studie. [ots]

Das wiederum lässt sich die ÖVP nicht so einfach verkaufen, schon im Vorfeld vermutete VP-Kultursprecherin Isabella Leeb, die IHS-Studio würde als wissenschaftliche Unterfütterung für eine geplante Erhöhung der Subventionen an die VBW dienen.

Und glaubt man den Gerüchten im Rathaus, dann soll diese Studie als Argumentationshilfe dienen, um den Musical-Bühnen der Stadt mehr Geld zukommen zu lassen; möglicherweise in Form einer Abgangsdeckung, denn die Bilanz der Vereinigten Bühnen soll heuer nicht besonders rosig ausfallen. “Ein wirtschaftlich komatöser Patient wird mittels Subvention künstlich am Leben erhalten”, meint VP-Kultursprecherin Isabella Leeb. [derstandard.at]

Dem ist - natürlich - nicht so, hat doch die SPÖ in Wien die Grünen im Koalitionsboot, und die würden ohnedies am liebsten Musical im Weltall, gesponsert by NASA, aber keinesfalls aus den Mitteln des Wiener Budgets, sehen. Nur so einfach wirds wohl nicht werden, wenn man in der Küche mitkochen will. Das heißts auch manchmal mitmachen beim Zwiebelschälen.

Link
- orf.at: Nur Täuschung? Studie betont VBW-Erfolg
- Kurier: “Keine Kampfstudie für mehr Geld”
- derstandard.at: Wirtschaftsfaktor Musical
- wienweb.at: Vereinigte Bühnen zahlen sich aus
- ots.at: VP-Leeb: Jegliche Subventionserhöhung für Vereinigte Bühnen ist durch nichts zu rechtfertigen
- wien.gv.at: IHS-Studie belegt: Vereinigte Bühnen Wien rechnen sich
- oevp.at: Keine Subventionserhöhung für Vereinigte Bühnen!
- zukunftswissen.apa.at: Subventionen an Vereinigte Bühnen Wien unter der Lupe
- die presse.com: IHS-Studie zeigt bestens investierte Subvention für Vereinigte Bühnen Wien (VBW)

Die Tony Awards und die Kategorie Das “beste Musical”

Was haben

- “The Light in the Piazza”
- “Grey Gardens”
- “Wicked”
- “Caroline, or Change”
- “Next to Normal”
- “The Drowsey Chaperone”
- “Amour”
- “The Color Purple”
- “A Class Act”
- “The Wild Party”

gemein? Nun, sie waren zwar nominiert, haben aber den Tony Award in der Kategorie “Bestes Musical” nicht gewonnen.

Und was haben:

- “Memphis”
- “Billie Elliot”
- “In the Heights”
- “Spring Awakening”
- “Jersey Boys”
- “Spamalot”
- “Avenue Q”
- “Hairspray”
- “Thoroughly Modern Millie”
- “The Producers”
- “Contact”

gemein? Sie wurden als die jeweils besten Musicals ihres “Jahrgangs” mit dem Tony Award als “Best Musical” gekürt, sie sind die besten Musicals des 21. Jahrhunderts, bis dato, so es nach jener Jury geht, die die Tonys vergibt.

Dieses Jahr sind nominiert: “The Book of Mormon”, “Catch Me If You Can”, “The Scottsboro Boys” und “Sister Act”.

In der New York Times machte Kritiker Ben Brantley dieser Tage auf sich aufmerksam, als er die Show “The Book of Mormon” als das beste Musical des Jahrhunderts, also des 21. Jahrhunderts, bezeichnete (”the show that snared 14 Tony nominations this month and happens to be the best new musical (so far, anyway) of the 21st century”).

Kann man nur hoffen, dass die Tony-Jury sich da an seiner Meinung orientiert, denn fast könnte man anhand der Listen den Eindruck gewinnen, dass “Sister Act” am ehesten “Best Musical”-kompatibel ist.

Schickt Baden sein Orchester stempeln?

Die Stimmung ist gar nicht gut im Stadttheater Baden. Ein drohender Schatten schwebt über dem 25-köpfigen Orchester.

Die Musikerinnen und Musiker waren bisher im Vergleich zu anderen Klangkörpern zwar deutlich unterbezahlt, aber sie hatten wenigstens Ganzjahresverträge. Findet sich kein Ausweg, werden sie ab 2012 nur Zehnmonatsverträge bekommen – und müssen zwei Monate stempeln gehen.

Schuld trägt die Stadt, die bisher mit knapp 400.000 Euro das Orchester mitfinanziert und dafür 140 Kurkonzerte eingekauft hat – eine hundertfünfzigjährige Tradition, die in Europa einzigartig ist. Jetzt will man für 70 Konzerte nur noch knapp 200.000 Euro zahlen.

Die fehlende Summe kann und will das Stadttheater nicht auffangen, obwohl es – seit im Eigentum des Landes stehend – um jährlich 800.000 Euro mehr Subvention bekommt.

Das Geld ist aber längst verteilt, auf Verwaltung und Technik vor allem. Mit ein Grund, warum sich das Orchester als Stiefkind des Hauses fühlt. [noen.at]

Wiener Kammerspiele: Singin’ In The Rain

1. April 2012
20:00bis23:00

Basierend auf dem gleichnamigen MGM-Film feierte die Musicalproduktion der Wiener Kammerspiele “Singin’ In The Rain” am 22. September 2011 Premiere. Ab 1. April 2012 (bis 30. April) steht die Sow wieder am Programm der Wiener Kammerspiele.

Leading Team
Drehbuch und Adaptierung: Betty Comden und Adolph Green
Musik und Songtexte: Nacio Herb Brown und Arthur Freed
Deutsche Fassung: Hartmut H. Forche
Regie: Werner Sobotka
Bühnenbild: Amra Bergman-Buchbinder
Kostüme: Elisabeth Gressel
Musikalische Leitung: Christian Frank
Choreografie: Ramesh Nair
Choreografische Assistenz: Katrin Mersch

Cast
Don Lockwood: Gaines Hall
Cosmo Brown: Ramesh Nair
Lina Lamont: Jennifer Kossina
Kathy Selden: Nina Weiß
R. F. Simpson: Thomas Weissengruber
Dora Bailey/Miss Dinsmore: Katharina Dorian
Roscoe Dexter: Ronnie Verà³ Wagner
Sprachlehrer: Markus Simader
Tenor: Christian Petru
Zela Zanders: Jennifer Pöll
Sid Phillips: Oliver Liebl

Swing: Katrin Mersch

Damenensemble
Katharina Dorian, Wilbirg Helml, Daniela Lehner, Jennifer Pöll, Katharina Strohmayer

Herrenensemble
Ronnie Verà³ Wagner, Christian Petru, Oliver Liebl, Markus Simader

Komparsen
Daniela Baresch, Julia Melcher, Georg Blume, Piotre Danzinger

Link
- Wiener Kammerspiele

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