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Archiv - Broadway

Off-Broadway: Aus für “Frankenstein”

Dracula, Frankenstein, Vampire - irgendwie keine erfolgversprechenden Themen für New York. Das aktuelle “Frankenstein”-Musical (Musik: Mark Baron, Buch und Text: Jeffrey Jackson), das derzeit Off-Broadway im 37 Arts Theatre läuft, ist fast schon Geschichte. Heute, am 9. Dezember 2007, geht bereits die letzte Vorstellung über die Bühne. Insgesamt wird die Produktion auf 25 Previews und 70 reguläre Aufführungen kommen.

Eine Cast-CD soll in den kommenden Wochen produziert werden, immerhin hat man eine recht attraktive Cast mit Hunter Foster als Victor Frankenstein, Christiane Noll als Elizabeth und Steve Blanchard als The Creature sowie Jim Stanek als Henry und Mandy Bruno als Justine. Das Ensemble: Becky Barta, Nick Cartell, Casey Erin Clark, Struan Erlenborn, Eric Michael Gillett, Leslie Henstock, Patrick Mellen und Aaron Serotsky. Eine US-Tour wird von den Produzenten in Erwägung gezogen.

Broadway-Streik nach Marathonverhandlungen beendet

Monatelange Verhandlungen zwischen der Vereinigung der Theaterproduzenten und der Gewerkschaft der Bühnenarbeiter führten in der vergangenen Nacht zu einer vorläufigen Vereinbarung. Eine Vereinbarung, die es den Produzenten ermöglicht, schon heute den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Die letzte Verhandlungsrunde dauerte 48 Stunden. Buchstäblich Tag und Nacht wurde über die Bedingungen einer Beendigung des Streiks diskutiert.

Bruce Cohen, Sprecher der Gewerkschaft der Bühnenarbeiter:

We’re glad there’s a deal, and everyone should go back to work and the public should go see a Broadway show.

Charlotte St. Martin, Executive Director der Vereinigung der Theaterproduzenten:

It’s a good compromise that serves our industry. What is most important is that Broadway’s lights will once again be shining brightly with a diversity of productions that will delight all theatergoers during this holiday time.

Links:
- Broadway im Streik
- Broadway, 12. November 2007: Ein Abend ganz ohne Shows
- Broadway: Vorstellungen auch für 14. November gecancelt
- Broadway: Kein Ende des Streiks in Sicht, Verhandlungen am Wochenende

Broadway: Kein Ende des Streiks in Sicht, Verhandlungen am Wochenende

Die Vereinigung der Theaterproduzenten und die Gewerkschaft der Bühnenarbeiter werden erst am kommenden Wochenende ihre Verhandlungen wieder aufnehmen. In einem gemeinsamen Statement heißt es:

Talks have been scheduled between Local One and The League of American Theaters and Producers beginning this weekend, at an undisclosed place and time. No interviews or comment from either organization will be issued until further notice.

Am Donnerstag, dem 15. November, werden 27 Broadway-Theater den 6. Tag bestreikt. Was das für finanzielle Verluste bedeutet, kann man am Beispiel des Musicals “Jersey Boys” festmachen. In der Woche vor dem Streik lag der Umsatz bei rund 1,2 Millionen Dollar. In der Woche vom 5. bis 11. November bei rund 730.000 Dollar (bei zwei Streiktagen, am 10. und 11. November). [PLAYBILL]

Broadway: Vorstellungen auch für 14. November gecancelt

Der 14. November 2007 ist Tag 5 des Streiks der Broadway-Bühnenarbeiter. Sämtliche Nachmittags- und Abendvorstellungen wurden gecancelt. Insgesamt trifft der Streik 27 Theater. Nur 8 Theater sind nicht vom Streik betroffen.

Eng wird es für jene Produzenten, deren Shows dieser Tage Premiere feiern sollten, wie beispielsweise “The Farnsworth Invention”, das ab 14. November im Music Box Theatre zu sehen hätte sein sollen, oder “The Seafarer”, das am 15. November im Booth Theatre einen Uraufführungstermin angekündigt hat. Beide Theater werden bestreikt.

Broadway, 12. November 2007: Ein Abend ganz ohne Shows

Der Abend des 12. November 2007 wird auf seine Art in die Broadwaygeschichte eingehen: Theaterfans werden keine Möglichkeit finden, heute eine Broadway-Produktion zu erleben. Ein Großteil der Shows ist streikbedingt außer Gefecht, darüber hinaus haben jene acht Produktionen, die spielen könnten, heute ihren spielfreien Tag.

Eine komplette Übersicht über alle Broadwayshows, die ab morgen wieder (nicht) zu sehen sein werden, bietet PLAYBILL.

Broadway im Streik

Seit 10. November 2007 werden die meisten der 35 derzeit laufenden Broadway-Produktionen bestreikt. Grund des Arbeitskampfes der Bühnenarbeiter des Great White Way sind die von den Produzenten geplanten Lockerungen der Arbeitsschutzvorschriften. Konkret wollen die Produzenten beispielsweise selbst bestimmen dürfen, wieviele Bühnenarbeiter für ihre Shows wirklich notwendig sind. Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften der Produzenten und der Bühnenarbeiter sind bis jetzt ohne Ergebnis geblieben.

Ausgenommen von den Folgen des Arbeitskampfes sind jene Theater, die eigene Verträge abgeschlossen haben, und alle Off-Broadway Produktionen. Nicht bestreikt werden also am Broadway die folgenden Theater (Shows):

- The New Amsterdam (Mary Poppins)
- Helen Hayes Theatre (Xanadu)
- Hilton Theatre (Young Frankenstein)
- Circle in the Square (The 25th Annual Putnam County Spelling Bee)
- American Airlines Theatre (Pygmalion)
- Studio 54 (The Ritz)
- Biltmore Theatre (Mauritius)
- Vivian Beaumont (Cymbeline)

Eine Liste der derzeit laufenden Off-Broadway-Shows bietet broadwayworld.com.

Der November ist für jede Broadway-Produktion einer der profitabelsten Monate. Dauert der Streik zu lange, könnte das für Shows wie “Cyrano” oder “The Seafarers” das Aus bedeuten.

Broadway: Aus für William Finns “Spelling Bee”

21 Previews und 1136 reguläre Vorstellungen, das werden die Daten sein, mit denen die erste Broadway-Produktion von William Finns Musical “The 25th Annual Putnam County Spelling Bee” in die Musicallexika eingetragen wird.

“Spelling Bee” feierte 2004 in Massachusetts seine Uraufführung. Unter der Regie von James Lapine fand am 7. Februar 2005 die Off-Broadway-Premiere im Second Stage Theater statt. Am 2. Mai 2005 wurde aus “Spelling Bee” eine Broadway-Produktion. Am 20. Januar 2008 geht im Circle in the Squares Theatre die Derniere über die Bühne.

“The 25th Annual Putnam County Spelling Bee” wurde 2005 mit zwei Tony Awards in den Kategorien “Best Featured Actor” (Dan Fogler) und “Best Book” (Rachel Sheinkin) ausgezeichnet. Weitere Preise: zwei Lucille Lortel Awards (”Outstanding Musical”, “Outstanding Featured Actor” (Dan Fogler)), drei Drama Desk Awards (”Outstanding Ensemble Performance”, “Outstanding Director of a Musical” (James Lapine), “Outstanding Book of a Musical” (Rachel Sheinkin)) und zwei Theatre World Awards (Celia Keenan-Bolger, Dan Folger).

Broadway-Premiere: “Young Frankenstein” - die ersten Kritiken

Mel Brooks hat zumindest einmal die Broadway-Premiere seines neuen Musicals “Young Frankenstein” in der vergangenen Nacht hinter sich gebracht. Wie und ob die Show die Kritiken überstehen wird, die derzeit langsam hereintröpfeln, wird eine Frage sein, mit der er sich die nächsten Tage und Wochen beschäftigen muss. Hier ein paar Ausschnitte:

New York Times

We may as well start with the obvious questions about «Young Frankenstein,” the really big show from Mel Brooks that opened last night at the Hilton Theater. The answer to all of them is no.
No, it is not nearly as good as «The Producers,” Mr. Brooks’s previous Broadway musical. No, it is not as much fun as the 1974 Mel Brooks movie, also called «Young Frankenstein,” on which it is based. No, it does not provide $450 worth of pleasure (that being its record-setting price for «premier seating”).
Well, unless you measure your pleasure in decibels. Even by the blaring standards of Broadway, «Young Frankenstein,” directed and choreographed by Susan Stroman, stands out for its loudness — in its ear-splitting amplification, eye-splitting visual effects and would-be side-splitting jokes. It’s as if the production had been built on the premise that its audiences would be slow on the uptake and hard of hearing, the sort of folks who would say: «That pun flew right by me. Could you repeat it a couple of times, louder?” (…)
If I haven’t said much about the musical numbers, it’s because they mostly blend together. Mr. Brooks’s songs have a throwaway quality, as if they were dashed off on the day of the performance, and mostly they lack the witty affection for period styles of «The Producers.” Ms. Stroman, too, often seems on automatic pilot as a choreographer.
There is one truly exhilarating number, though you have to sit through most of the show before it arrives. It comes when Dr. Frankenstein introduces his show-business-trained creature to the world by having him perform Irving Berlin’s «Puttin’ On the Ritz.” Ms. Stroman pulls out all the stops (and most of the usual contents of her bag of dance tricks) for this one, evoking a catalog of top-hat styles. But what really makes it fly is Mr. Hensley’s evocation of the monster’s pleasure in what he’s doing. This big galoot of a mannequin is being seduced by the singular joys of musical comedy and loving it. For the first and only time in the show, so are we.
This jolt of feeling isn’t enough to erase the impression that from its opening number, «Young Frankenstein” has never stopped screeching at you. This means that: (a) it has soon worn out its voice, and (b) it leaves you with a monster-size headache.

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Broadway: Letzter Vorhang für “Les Misà©rables”

Das Broadway-Revival des Schönberg/Boublil-Musicals “Les Misà©rables” steht vor dem Aus. Am 6. Januar 2008 wird im Broadhurst Theater die letzte Vorstellung über die Bühne gehen. Angekündigt war “Les Misà©rables” als eine auf sechs Monate befristete Produktion, als am 6. November 2006 die Premiere stattfand. Schlussendlich werden es 479 Vorstellungen sein, die man mit dieser zweiten Broadway-Produktion erzielen konnte.

Broadway: Fast-American Idol Clay Aiken tritt bei “Spamalot” an

Clay AikenEs gibt sie tatsächlich, die wirklich erfolgreichen, die wirklich wirklich erfolgreichen Castingstars. Gewinnen muss man einen solchen Wettbewerb nicht wirklich, es reicht, wenn man auf den Plätzen landet, wie beispielsweise Clay Aiken (29). Er schaffte es 2003 ins Finale der zweiten Staffel von “American Idol” und unterlag da Ruben Studdard. Der gute Ruben ist heute mehr oder weniger Geschichte, Clay Aiken aber konnte von seinen bis dato drei CDs (”Measure Of A Man”, “Merry Christmas With Love” und “A Thousand Different Ways”) mehr als sechs Millionen Tonträger absetzen, das von ihm verfasste Buch “Learning To Sing: Hearing The Music In Your Life” landete in den Bestseller-Charts, seine sechs US-Tourneen waren bis auf den letzten Platz ausverkauft.

“Das ist viel zu musicalmäßig”, bemängelten die Juroren oft seine Auftritte bei “American Idol”, das Fernsehpublikum liebte jedoch genau diesen Stil. Nächste logische Stufe: Clay Aiken am Broadway. Vom 18. Januar 2008 bis 4. Mai 2008 wurde der Popsänger als Staraufputz für “Spamalot” verpflichtet. Mit Recht rechnen die Produzenten damit, dass sie damit eine völlig neue Zielgruppe ins Shubert Theater locken können: Einmal Aiken-Fan, immer Aiken-Fan, so lautet das Motto der Anhänger des Entertainers.

Regisseur Mike Nichols über Clay Aiken:

Clay Aiken is amazing beyond that glorious voice. Turns out he is an excellent comic actor and a master of character. People will be surprised by his wide ranging talent, since the first impression is of great country charm and a singer to remember. This guy is not only a star, he is a lot more. We are lucky to get him for SPAMALOT.

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