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Archiv - Wien

Raimund Theater Wien: 10 Jahre “Tanz der Vampire” In Concert

Am Samstag, den 3. Februar 2007, ging im Wiener Raimund Theater die erste von insgesamt acht Vorstellungen der konzertanten Fassung des Jim Steinman Musicals “Tanz der Vampire” über die Bühne.

Tanz der Vampire In Concert, Wien, 2007, Foto: Martin Bruny

In den Hauptrollen zu sehen: Thomas Borchert (Graf von Krolock), Lukas Perman (Alfred), Marjan Shaki (Sarah), Gernot Kranner (Professor Abronsius), Thomas Bayer (Chagal), Tina Schöltzke (Rebecca), Tim Reichwein (Herbert) und Suzanne Carey (Magda).

Tanz der Vampire In Concert, Wien, 2007, Foto: Martin Bruny

Rappende Vampire, ein blendend aufgelegter Graf, Roman Polanski im Publikum - Restkarten wie immer bei Wien-Ticket. Und die Kritik zum Stück in “musicals” (Ausgabe April/Mai 2007).

Tanz der Vampire In Concert, Wien, 2007, Foto: Martin Bruny

Tanz der Vampire In Concert, Wien, 2007, Foto: Martin Bruny

Tanz der Vampire In Concert, Wien, 2007, Foto: Martin Bruny

Tanz der Vampire In Concert, Wien, 2007, Foto: Martin Bruny

Geschäftemacherei mit “Tanz der Vampire” auf eBay

Im Februar 2007 geht in Wien eine konzertante Aufführungsserie des Jim Steinman Musicals “Tanz der Vampire” über die Bühne des Raimund Theaters. Längst sind die Vorstellungen großteils ausverkauft.
Zum Teil ist dies auf Geschäftemacher bei eBay zurückzuführen. Seit Wochen läuft auf dieser Versteigerungsplattform ein recht widerliches Spektakel ab. Dutzende Verkäufer bieten Tickets für “Tanz der Vampire” an. Teilweise werden Plätze mit Sichtbehinderung zu völlig überteuerten Preisen verscherbelt. Negative Bewertungen des Verkäufers, die daraufhin folgen, werden meist nach wenigen Tagen “in beiderseitigem Einverständnis” zurückgezogen.
Als registriertes eBay-Mitglied hat man die Möglichkeit, Auktionen zu beobachten. Ich beobachte derzeit nicht weniger als 59 Auktionen. Dabei geht es um nicht weniger als an die 110 Einzeltickets. Wenn man sich vor Augen hält, dass diese Farce seit Wochen abläuft, sollte man sich von Seiten des Veranstalters vielleicht Gedanken machen, wie man die unwürdige Geschäftemacherei in Zukunft verhindern kann.

Eröffnen “The Producers” das Wiener Ronacher 2008?

Ein Auszug aus einem Profil-Interview, das Angelika Hager im Januar 2007 mit Kabarettist, Autor, Komponist und Entertainer Gerhard Bronner geführt hat, der vor wenigen Tagen verstorben ist:

profil: “Sollte es gelingen, “The Producers” für die Ronacher-Eröffnung an Land zu ziehen, werden Sie die deutsche Fassung mitgestalten. Wie provokant war die filmische Vorlage “Springtime for Hitler” in ihrem Entstehungsjahr 1968?

Bronner: “Als der Film damals herauskam, hat man sich gefürchtet, das in Wien aufzuführen. Es gab nur sogenannte “Interessentenaufführungen” um 23 Uhr im Burg-Kino, das fand also quasi unter der Tuchent statt. In Deutschland - ich hatte damals in Köln zu tun - fuhren wir sogar mit einem Bus bis nach Ahrenheim, als ruchbar wurde, dass Lubitschs “Sein oder nicht sein” aufgeführt wurde. Es hat sich ja damals fast niemand getraut, so etwas zu zeigen - aus Angst, dass Alt- oder Jungnazis das Kino anzünden würden.

[profil, Nr. 4, 38. Jg., 22. Jänner 2007, S. 87]

“Sunrise Studios”: Neue Musicalschule in Wien ab Februar 2007

Ab 5. Februar 2007 geht eine weitere Musicalschule in Wien an den Start. Die “Sunrise Studios” bieten Ausbildungseinheiten in Ballett, Modern, Jazz, Schauspiel, Improvisation, Gesang, Sprechtechnik, Theatersport und Floor Barre an.
Die Dozenten: Manuela Bayer, Peter Beil, Andie Gabauer, Tania Golden, Juci Janoska, Mike Loewenrosen, Natascha Shalaby, Lysabel Urbano, Paul Wimberger.

Links:

- Sunrise Studios
- ZDF Theaterkanal

Benefizgala “Wider die Gewalt”, 20.11.2006/Bildersammlung

Am 20. November fand im Wiener Raimund Theater zum 17. Mal die Benefizgala “Wider die Gewalt” statt, organisiert von Marika Lichters Agentur “Glanzlichter”. Für die gute Sache live auf der Bühne waren neben anderen Uwe Kröger, Manuel Ortega, Rob Fowler, Sandra Pires, Kerstin Ibald und Maya Hakvoort. Viele Bilder dieser Veranstaltung sind im APA-OTS Bildarchiv gratis abrufbar.

Konservatorium Wien Privatuniversität zeigt “Vienna C@lling: Städtebewohner - Stadtneurotiker”

Copyright: Konservatorium Wien Privatuniversität

Eine Revue von Erhard Pauer und Michaela Riedl-Schlosser mit
dem 4. Jahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater der Konservatorium Wien Privatuniversität feiert am Samstag, dem 25. November 2006, seine Premiere.

Wie nun schon seit einigen Jahren zeigt der jeweils aktuelle Abschlussjahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater im Rahmen einer Nummernrevue die Bandbreite des im Laufe von vier Jahren “Erlernten”. Schauspielszenen, Monologe, Solonummern, Ensemblenummern - ein umfangreiches Programm.

Erhard Pauer hat sich für die Show gemeinsam mit Michaela Riedl auf die musikalische Spurensuche nach “herumirrenden Seelen in der Großstadt” mit österreichischem Schwerpunkt begeben. Das Ergebnis ist eine “geführte Wanderung durch den Irrgarten der (österreichischen) Seele” mit Liedern u. a. von Fritz Grünbaum, Fritz Löhner-Beda, Hugo Wiener, Kurt Weill bis herauf zu Falco und Wolfgang Ambros. Die musicalische Seite des Programms decken Jason Robert Brown, Andrew Lippa, Bill Russell, Frank Wildhorn, Sylvester Levay sowie Dean Pitchford und Tom Snow ab, zum Drüberstreuen gibt es Songs aus “We Will Rock You”, “Heidi”, “The Boy From Oz”, “Tanz der Vampire” und “3 Musketiere”, und das war noch lange nicht alles.

Wer bei dieser ersten Aufführungsserie keine Karten mehr bekommt: Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Theater der Jugend ab 21. Februar 2007 im Metropol wieder aufgenommen. Ende Jänner 2007 bereits geht der 2. und 3. Jahrgang mit einer Produktion von Stephen Sondheims “A Little Night Music” (”Das Lächeln einer Sommernacht”) an den Start (Aufführungsort: Leonie-Rysanek-Saal/Konservatorium Wien Privatuniversität).

Cast:
Oliver Arno, Irà©na Flury, Sandra Högl, Jan Hutter, Birgit Radeschnig, Nicole Radeschnig, Elisabeth Sikora, Bernhard Viktorin

Kreativteam:

Erhard Pauer (Regie), Lior Kretzer (Musikalische Leitung), Mimi Zuzanek (Ausstattung), Marcus Tesch, Christoph Riedl (Choreographie), Barbara “Dulcinea” Jan (Lichtdesign), Michaela Riedl-Schlosser (Dramaturgie und Assistenz), Doris Richter (Inspizienz), Nina Korecky (Kostümassistenz)

Vienna C@lling Muppets Band:

Lior Kretzer, Alfred Kern, Gerfried Krainer, Bernd Klug

Tickets:
Aufführungsort: Leonie-Rysanek-Saal/Konservatorium Wien Privatuniversität, 1., Johannesgasse 4a.
Aufführungstermine: 25., 27., 28. und 29. November, jeweils 19.30 Uhr.
Tickets zum Preis von 15 bzw. ermäßigt 9 Euro gibt es an der Kassa des Konservatoriums (Tel.: 512 77 47 - 89 329) beziehungsweise über die Website der Konservatorium Wien Privatuniversität.

“Jesus Christ Superstar” - Raimund Theater, Wien 2007

Über die Besetzung ist noch nichts bekannt, der Ort steht fest: Im Wiener Raimund Theater geht zu Ostern 2007 drei Mal die Webber-Rockoper “Jesus Christ Superstar” über die Bühne. Die Termine: 6. April, 7. April und 9. April 2007. Tickets sind über Wien-Ticket bereits erhältlich.

“Ansichtssache” - Hannes Muik & Caroline Frank live im Cenario

Hannes Muik“Ansichtssache” - eine Show von und mit Hannes Muik und Caroline Frank, geht am 27. November sowie am 4. und 11. Dezember 2006 im Wiener Szene-Lokal Cenario über die Bühne. Die beiden Künstler gehen in ihrer Show mit selbst geschriebenen Liedern und Texten sowie auch Bildern auf die Suche nach “Ansichtssachen” über Liebe, Tod, Geld, Kindergeburtstage, Alleinsein - und was Prinzessinnen und Zorros damit zu tun haben. Am Klavier begleitet sie Bà©la Koreny jun.

“Ansichtssache”
Premiere: 27. November 2006, 20:00
Vorstellungen: 4., und 11. Dezember 2006, 20:00
Eintrittspreis: 9 Euro
Kontakt und Reservierung: hannes.muik@chello.at

Musical Christkindl 2006

Gloria Wind: Copyright: kreitner & partner

Am Samstag, den 18.11.2006, wird der Christkindlmarkt vor dem Wiener Rathaus feierlich eröffnet. Um 16:30 Uhr geht es los mit allerlei Gardemusik und einem Hauch von Hymnen und Walzer. Kann man geteilter Meinung sein, ob das ideal ist. Die richtige Stimmung wird jedenfalls (dennoch) aufkommen.
Auch ein “Christkind” gibt es natürlich dieses Jahr wieder. Darstellen wird es Gloria Wind, Absolventin der Konservatorium Wien Privatuniversität (Abteilung Musical). Die Aufgaben des Christkinds? Nun: Jede Woche ist das Christkind von Donnerstag bis Sonntag am Wiener Adventzauber von 16 bis 19 Uhr unterwegs. Für die Kinder liest es um 17 Uhr eine Geschichte vor und natürlich werden auch Wunschzettel entgegengenommen.

Kathrin Zechner: Warum in Wien Musicals subventioniert werden

Im Rahmen ihrer Pressekonferenz vom 25. Oktober 2006 nahm die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien auch Stellung zu diversen Querschüssen aus der Wiener Staatsoper, von wo sporadisch aus vollen Rohren wie weiland im fliegenden Holender auf alles geschossen wird, was mit Musical in Wien zu tun hat. Ein paar Zitate aus der Pressekonferenz Zechners zur Frage, warum Musicals in Wien subventioniert werden:

Ich schätze den Staatsoperndirektor Holender sehr, weil er nicht nur ein interessantes volles Staatsopernhaus dieser Stadt beschert, sondern weil er weiß, wie er sich immer wieder zum Gesprächsmittelpunkt macht.
Auf der einen Seite ist der kommerzielle Musicalmarkt Deutschlands oder noch viel mehr des West Ends oder des Broadways mit dem kleinen Markt Wien und Umgebung sprich Österreich nicht vergleichbar. Wir sprechen von einem Einzugsgebiet in London von rund 10 Millionen, am Broadway von rund 15 Millionen Besucherpotential, der Ruhrpott Hamburg/Berlin bewegt sich zwischen 3 und 5 Millionen Besucherpotential. Sie wissen, wie groß Wien ist und wie groß das Einzugsgebiet hier ist, da bewegen wir uns zwischen 1,7 und 2,2 Millionen Menschen. Das ist das eine, der Markt. Das andere: Sehr klar erkennbar in Deutschland ist, dass ein ausschließlich kommerziell positionierter Produzent kein Risiko eingeht, sondern Produktionen einkauft, sprich reproduziert, die erwiesenermaßen Erfolge sind. Für mich, und dazu bekenne ich mich klar, gehört es für ein Musiktheater, Musicalhaus der Stadt Wien, einer Musikstadt Wien auch dazu, eigene Projekte zu realisieren, ins Risiko zu gehen

Ein Wahrzeichen und eines der wichtigsten Seelenelemente der Vereinigten Bühnen Wien ist, dass wir eigene Stoffe kreieren, weil diese eigenen Stoffe nicht nur das Profil unserer Theater schärfen und uns Artikel bis zur “Variety” verschaffen, sondern uns den Ruf einbringen, DIE deutschsprachigen europäischen Produzenten zu sein, die eigene erfolgreiche Stoffe auf die Bühne bringen und damit Auslandsverwertungen ermöglichen - nach einer erfolgreichen Spielzeit im Inland. Wir arbeiten weiter daran, diese künstlerische, aber natürlich auch wirtschaftliche interessante Verwertbarkeit fortzuführen im Sinn von Gastspielen, wie es jetzt bei “Elisabeth” passiert, Konzertreihen, wie wir es bei “Mozart!” und “Tanz der Vampire” gemacht haben, das heisst wir schaffen eine künstlerische und wirtschaftliche Verwertbarkeitskette, die für ein Theater hochinteressant ist. Natürlich werden wir auch internationale Produktionen hereinholen und hereinholen wollen. Mir ist es sehr wichtig, mich von den deutschen Theatern oder Musicaltheatern zu unterscheiden, die ausschließlich reproduzieren. Wir produzieren und kreieren eigene Stoffe, aber es ist natürlich nicht nur mein Interesse, mein Plan und mein Tun, in Verhandlungen interessante internationale Produktionen nach Wien zu holen. Das ist eine Frage der Verhandlung, des richtigen Zeitpunkts und welche Produktion zu den richtigen wirtschaftlichen Bedingungen nach Wien passt.

Kein Mensch hätte vor einem Jahr gesagt, Zechner macht “Die Weberischen”, weil das eine klare Sache ist. Das war ein Risiko, aber mit professionellen Leuten, einer professionellen Vorgehensweise sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich und der nötigen Portion Intuition und Glück ist es uns gelungen, eine hervorragende Produkion auf die Beine zu stellen, und genauso war es mit “Rebecca”. “Rebecca” ist entwickelt worden über 7 Jahre. Sehr viele Produzenten, auch in Deutschland, fanden das Projekt interessant, aber zu riskant. Wir haben das Glück, dass wir das Risiko auf uns genommen haben, und ich sag nicht nur Glück, sondern es war meine Überzeugung, an diesen Stoff zu glauben und an die beteiligten Personen bis hin zu einer hervorragenden Cast. Der Erfolg gibt uns recht. Das ist der große Unterschied, und ich wünsche dem Staatsoperndirektor und mir so erfolgreiche Zahlen wie wir sie beide in den letzten Jahren hatten, auch weiterhin.

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