Martin Bruny am Montag, den
16. März 2009 um 17:04 · gespeichert in Deutschland
Morgen, am Dienstag, dem 17. März 2009, findet im Münchner Prinzregenten Theater die Premiere von Jonathan Larsons “Rent” in der Neuinszenierung von Stefan Huber statt. Es spielen Musicalschüler der Bayerischen Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München.
Das nahm der Radiosender Bayern 2 zum Anlass, eine Reportage nicht nur über die Musicalausbildung in Deutschland, sondern auch generell über die Kunstform Musical im deutschsprachigen Raum an sich zu senden.
Titel der Reportage: Der harte Alltag von Musical-Darstellern: Kein Broadway in Deutschland?
Bayern 2: Montag, 16. März 2009, 22.30 Uhr (WH)
Die Sendung ist auch bereits als Podcast zum Downlad verfügbar, und zwar –> hier
Martin Bruny am Montag, den
5. Januar 2009 um 10:48 · gespeichert in Deutschland
Sind Stadt- und Staatstheater zu zaghaft, wenn es um Musicals geht?
Wir haben keinen wirklichen Markt für Theaterkultur. Unsere Subventionstheater bilden ein geschütztes Biotop. In diesem Biotop wächst das, was gefördert wird, und gefördert wird das, was Intendanten für förderungswürdig halten. Das Problem ist, dass der Maßstab dafür von den Feuilletons und den meinungsbildenden Kreisen der gebildeten Oberschicht geliefert wird. Ein Intendant, der sich bereit erklärt, Musicals zu kreieren und zu spielen, hat es sehr schwer – nicht nur in den Printmedien, sondern auch bei den meinungsbildenden Menschen innerhalb einer Stadt, eines Landes und vor allem bei den Kollegen. Diese Kreise entscheiden aber über seine Karriere. Wieso also sollte er sich für das Musical einsetzen, nur weil die Zuschauer es wünschen?
Wie sieht Ihre Zukunftsvision für das Musical in Deutschland aus?
Zugegeben, zum Angebot eines Stadttheaters gehört in jeder Spielzeit in der Regel ein Musical. Aber bei der Auswahl nimmt man das Genre nicht ernst. Man wirft dem Publikum gewissermaßen einen Knochen hin. Mein Wunsch wäre, dass man Autoren aus Deutschland eine Chance gibt oder öfter einen Stephen Sondheim aufführt, der hierzulande noch viel zu wenig bekannt ist und wie viele andere der bedeutendsten Musicalautoren nur von subventionierten Bühnen gespielt werden kann.
Was könnten Zuschauer dann erwarten?
Musiktheater kann heute eigentlich alles. Man muss nur aufhören, das Musical am Broadway zu messen. Schon in Off-Broadway-Theatern sieht man Innovatives und Erstaunliches. Zum Beispiel das Stück »Passing Strange«, das es 2008 an den Broadway geschafft hat. Es ist die Geschichte eines in Berlin lebenden jungen Komponisten, der in einer Identitätskrise steckt. Erzählt wird sie von einem Hip-Hop-Sänger, der sich mit seiner Gitarre in der Bühnenmitte befindet. Die Schauspieler stehen um ihn herum und spielen, was er singt. Das ist Musical in seiner reinsten Form, dafür brauche ich gar keine große Bühne. Es zählt hier nur die Qualität der Musik und der Texte. Solche Entwicklungen gehen an uns vorbei, weil wir nicht teilnehmen an dieser Kunstform, die so lebendig ist. Ähnlich innovativ ist die Musicalversion von »Frühlings Erwachen«, die derzeit Triumphe feiert außerhalb Deutschlands. Es ist eine dumme und arrogante Haltung, Musiktheater von vornherein als Bustourismus-Event einzuordnen, das nichts mit seriösem Theater zu hat.
»Sweeney Todd« ist Ihr Lieblingsstück. Warum?
Dieses Musical ist eine virtuose Leistung. Ein Meisterwerk. »Sweeney Todd« wird mit Sicherheit eines Tages im Repertoire der Opernhäuser seinen Platz finden.
Martin Bruny am Samstag, den
27. Dezember 2008 um 11:09 · gespeichert in Deutschland
Cover of The Producers (1968 Film)Am 15. Mai 2009 feiert das Mel Brooks-Musical “The Producers” seine Deutschland-Premiere. Gezeigt wird die Wiener Fassung mit den Darstellern der Wiener Produktion. Im Orchestergraben spielen fünfzehn Musiker aus Deutschland.
Anders als in Wien geht man in Berlin an die Bewerbung der Show heran. Das “H”-Wort wird nicht gänzlich verschwiegen. Auf der Homepage wird die Produktion als “THE PRODUCERS - Frühling für Hitler” angekündigt, in einem Mediaplayer wird aus dem “Producers”-Film von 1968 die “Frühling für Hitler”-Showsequenz gezeigt.
Danach kann man immer noch darauf eingehen, dass es sich bei “The Producers” um kein “Hitler”-Musical handelt, auch wenn es völlig unsinnig ist, weil ein Thema (in einem bestimmten Gebiet) auch von der Bedeutung her so übermächtig sein kann, dass es alles andere überwiegt. Wer das nicht begreift, wird “The Producers” nicht erfolgreich vermarkten können.
Martin Bruny am Sonntag, den
7. Dezember 2008 um 23:36 · gespeichert in Deutschland
Wie die dpa meldet, hat der Berliner Admiralspalast bestätigt, dass das Mel Brooks-Musical “The Producers” im Mai 2009 seine deutsche Erstaufführung feiern wird. Der Vorverkauf für das Gastspiel der Wiener Ronacher-Produktion mit der Wiener Besetzung im Berliner Admiralspalast startet am 11. Dezember 2008.
Martin Bruny am Dienstag, den
18. November 2008 um 17:47 · gespeichert in Deutschland
Statt, wie ursprünglich geplant, in Wien, geht die Uraufführung der Musicalversion von Eric Woolfsons “Edgar Allan Poe” am 27. März 2009 im Berliner Admiralspalast über die Bühne.
Woolfson, Gründer des »Alan Parsons Project«, würdigt mit diesem Bühnenstück sein Idol Edgar Allan Poe und führt mit seiner Musik, die er unter dem Titel »POE: More Tales of Mystery and Imagination« veröffentlichte, den weltweiten Erfolg seines 1976 veröffentlichten Albums »Tales of Mystery and Imagination« fort, das sich bis heute knapp neun Millionen Mal verkaufte. Woolfson über seine Motivation, das Projekt “Poe” als Musical auf die Bühne zu bringen:
Als ich vor fast 30 Jahren “Tales of Mystery” aufgenommen habe, war mir sehr wohl bewusst, dass das Thema weit mehr hergibt, als ich bis zu dem damaligen Zeitpunkt herausgefunden hatte. Heute, viele Jahre später, fühle ich, dass die Zeit reif ist, meinem Helden Edgar Allan Poe einen weiteren Besuch abzustatten.
Aus der ersten, im November 2003 in den Londoner Abbey Road Studios aufgeführten konzertanten Preview von “Poe” entwickelte Eric Woolfson ein Bühnenstück, das nun 2009 als Produktion der INTERNATIONAL LIVE ENTERTAINMENT GROUP AG (www.ileg.ch) in Zusammenarbeit mit TIMES SQUARE PRODUCTIONS zur Aufführung kommt.
Für die deutsche Übersetzung wird der Schriftsteller Daniel Call verantwortlich zeichnen, Regie führt Frank Alva Buecheler, das Bühnenbild stammt von Christoph Weyers. Musikalische Leitung: Volker Plangg, Choreografie: Jaroslav Staniek.
Martin Bruny am Mittwoch, den
20. August 2008 um 20:32 · gespeichert in Deutschland
Am 25. und 28. August 2008 spielt Markus Pol (derzeit im Theater des Westens als Franz Joseph im Levay/Kunze-Musical “Elisabeth” zu sehen) sein Soloprogramm “brel-a-porter” im Berliner BKA-Theater. Alexander Kuchinka begleitet ihn am Klavier und hat für diese Show Texte des belgisch-französischen Chansonniers Jacques Brel neu übersetzt.
Eine Hörprobe (”Das Lied der alten Liebenden”) gibt es auf der –> Website von Markus Pol.
Martin Bruny am Mittwoch, den
6. August 2008 um 21:15 · gespeichert in Deutschland
Spannendes und weniger Spannendes bietet das Stuttgarter Kelley Theatre in der kommenden Saison. Unter anderem wird die ambitionierte Theater-Company die Deutschland-Premiere (in englischer Sprache) von Mel Brooks’ “The Producers” auf die Bühne bringen, weiters die spannenden Projekte “High School Musical 2″ und, sicher ein absolutes Highlight: “Curtains” von John Kander & Fred Ebb.
Update, 20. November 2008
Das Kelly Theatre wird “The Producers” nicht spielen, aus “Urheberrechtsgründen”. Ob dies mit einer eventuellen Tour der österreichischen Produktion der “Producers” 2009 in Deutschland zu tun hat, bleibt offen.
Martin Bruny am Dienstag, den
5. August 2008 um 19:34 · gespeichert in Netz, Deutschland
Der erste Song, der für das Musical “Tarzan” (Phil Collins) in deutscher Sprache produziert wurde, geht per Gratis-Download an alle Interessierten, und zwar –> hier. Es handelt sich dabei um “Dir gehört mein Herz” (”You’ll be in my heart”), gesungen von Anton Zetterholm und Elisabeth Hübert.
Martin Bruny am Freitag, den
25. Juli 2008 um 22:17 · gespeichert in Wien, Deutschland
Image via WikipediaWie heute bekannt wurde, findet die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals “Spring Awakening” (frei nach “Frühlings Erwachen” von Frank Wedekind) am 29. März 2009 im Düsseldorfer Capitol Theater statt - es sei denn, eine Amateurgruppe etwa schafft es, vor diesem Termin eine Produktion auf die Beine zu bekommen. Das war bei “High School Musical” der Fall, das wär auch bei dieser Show möglich, aber wohl unwahrscheinlicher.
Wie auch immer, vertrauen wir doch einmal Wikipedia, und gehen wir doch einfach einmal davon aus, dass “Spring Awakening” 2009 auch in Wien zu sehen sein wird. Tippen wir mal auf das Ronacher und schaun wir am Ende des nächsten Jahres, wie weit wir daneben gelegen haben. Ein Schritt in die Zukunft sozusagen, auf jeder Ebene.