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Archiv - Wien

Gloria Theater: Little Shop of Horrors (Premiere)

16. November 2007
20:00bis22:30

LITTLE SHOP OF HORRORS - DER KLEINE HORRORLADEN

ab 16.11.2007 bis 27.12.2007

Regie: Gerhard Ernst
Musikalische Leitung: Mario Pecoraro
Choreographie: Cedric Lee Bradley

mit den Rounder Girls (Tini Kainrath, Kim Cooper und Lynne Kieran), Caroline Vasicek / Sandra Högl, Eddie Cole, Gernot Kranner / Leopold Paul Dallinger, Rochus Millauer, Gerald Pichowetz / Gerhard Ernst, Mat Schuh, u.a.

Keyboard: Bernhard Eder
Bass: Juan Garcia
Gitarre: Christoph Helm
Drums: Silvio Berger
Klavier: Mario Pecoraro

Inhalt:
Der unscheinbare Seymour arbeitet als Aushilfe in Mushnick’s heruntergekommenem Blumenladen. Er hat eine neue Blumenart aus einer Kreuzung zwischen einer Butterblume und einer Venus Fliegenfalle gezüchtet. Doch diese fleischfressende Pflanze begnügt sich nicht mit Fliegen, hier müssen ganze Menschen verfüttert werden. Eigentlich ist Mushnick absolut dagegen, die Pflanze bringt als Attraktion jedoch sehr viele neue Kunden, so dass der angeschlagene Blumenhändler die Pflanze behält, was ihn und Seymour in Teufels Küche bringt, denn sie ist oft hungrig und …

Konservatorium Wien: Anything Goes (Premiere)

24. Januar 2008
19:30bis22:00

Anything Goes
25.1.2008 | Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal

Eine Produktion mit dem 2. und 3. Jahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater

Konservatorium Wien: Der Reigen, oder so (Premiere)

6. Dezember 2007
19:30bis22:00

Der Reigen, oder so …
Do, 06.12.2007, 19:30 Uhr | Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal

nach Arthur Schnitzler

Produktion mit dem 4. Jahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater

Regie Erhard Pauer
Raum: Erhard Pauer und Ernst Wilfinger
Musikalische Leitung: Lior Kretzer
Choreografie: Marcus Tesch
Produktionsleitung und Assistenz: Michaela Riedl-Schlosser
Inspizienz: Doris Richter

Den Reigen formieren sechs Personen in sechs Dialogen, die sich (mit Ausnahme des letzten) jeweils in Halbszenen vor und nach der geschlechtlichen Vereinigung aufteilen. Nach jeder Szene wird ein Partner ausgetauscht. In diesem Liebesreigen, in jenem Moment, auf den es Ihnen allen, dem Brutalsoldaten wie dem liebevollen Ehemann, ankommt, werden Standesunterschiede ebenso gleichgültig, wie sich der Übergang vom weniger Wichtigen zum Wichtigen (Klimax), von der Prostitution zur Ehe als bloßer Schein, als die Wiederkehr des ewig Gleichen herausstellt.

Ort der Veranstaltung
Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Kartenpreise
15,-/9,- (erm.)

weitere Vorstellungen:
Fr, 07.12.2007, 19:30 Uhr
Mo, 10.12.2007, 19:30 Uhr
Di, 11.12.2007, 19:30 Uhr

Hauptbücherei der Stadt Wien: Sigrid Löffler: Was hat «Harry Potter», das andere Bücher nicht haben?

29. Oktober 2007
19:00bis20:00

Sigrid Löffler: Was hat «Harry Potter», das andere Bücher nicht haben?
Montag, 29. Oktober 2007, 19:00 Uhr

Hauptbücherei am Gürtel, Urban-Loritz-Platz, 1070 Wien, Veranstaltungssaal

Anatomie des größten Bucherfolgs der Welt
Am 27. 10. 2007 erscheint auf Deutsch der letzte Band der Buchserie über die Abenteuer des Zauberlehrlings Harry Potter im Zauber-Internat Hogwarts: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Was 1997 mit dem Fantasy-Kinderbuch einer völlig unbekannten englischen Autorin namens Joanne K. Rowling ganz bescheiden begann, entwickelte sich binnen eines Jahrzehnts zu einem Bucherfolg, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Die «Potter»-Bücher sind längst keine Kinderbücher mehr. Sie erreichen Leser aller Altersgruppen, in allen Sprachen und allen Erdteilen. Und sie sind des Buchmarkts größte Geldmaschine, ein Milliardengeschäft in allen Medien.
Ein solcher Doppelerfolg - als Lese-Abenteuer und als Markt-Phänomen - verlangt nach Erklärungen. Denn dies ist die allseits bewegende Frage: Was hat Harry Potter, das andere Bücher nicht haben?

Sigrid Löffler, geboren 1942 in Aussig/Elbe, Studium der Anglistik, Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Wien. 1972-1993 Redakteurin bei profil, Leiterin des Kulturressorts, 1996-1999 Feuilleton-Chefin der Zeit, seit 2000 Chefredakteurin der Monatszeitschrift Literaturen. 13 Jahre lang Mitglied des “Literarischen Quartetts”(ZDF), zahlreiche Preise und Publikationen.

Online: Lukas Permans Auktionsplattform zugunsten “Menschen für Menschen”

Lukas Permans Auktionsplattform
Mit 1. Oktober hat Musicaldarsteller und Schauspieler Lukas Perman eine Auktionsplattform online gestellt, mit deren Hilfe er Geld für die Organisation «Menschen für Menschen” sammeln möchte.

Erstes Versteigerungsobjekt: ein “Elisabeth”-Programmheft von der Japan-Tour der Vereinigten Bühnen Wien, handsigniert von allen Darstellern.

Aktuelles Versteigerungsobjekt
Bis 16. Dezember läuft die Aukion einer “Elisabeth”-DVD (DVD der Wiener Produktion, unterschrieben von den Hauptdarstellern der Japan-Tour 2007: Maya Hakvoort, Mate Kamaras, Bruno Grassini, Lukas Perman, Markus Pol, Christa Wettstein, Dennis Kozeluh, Caroline Sommer). Sie endet am 16.12.2007 um 18.00 Uhr.

Mitmachen ist ganz einfach: registrieren - bieten und - gewinnen. Zur Auktionsplattform auf der Website von Lukas Perman geht es –>hier<--

Arena Wien: Rufus Wainwright LIVE

Rufus WainwrightWenn Rufus Wainwright (der Sohn der Folksänger Loudon Wainwright III. und Kate McGarrigle) am 23.11.2007 in der Großen Halle der Wiener Arena sein Solokonzert absolviert haben wird, ist eines der Highlights des Wiener Konzertherbstes über die Bühne gegangen.

Zwar ist der kanadisch-US-amerikanische Sänger kein Household-Name, eine Kultfigur ist er mit seinen 33 Jahren allemal - spätestens, seit er mit seiner Judy Garland-Show “Rufus in Person” Triumphe feiern konnte. In dieser Show rekreierte Wainwright jenes legendäre Konzert, das Judy Garland 1961 in der Carnegie Hall gegeben hat. Begleitet von einem 40-köpfigen Orchester, gekleidet von den Modedesignern Viktor & Rolf und gefilmt von Sam Mendes, startete er am 14. Juni 2006 das erste dieser Serie von Judy Garland-Konzerten, die er am 23. September 2007 mit einem Auftritt in der “Hollywood Bowl” in Hollywood beendete. Ein TV-Special dieses Programms, aufgezeichnet bei einem Auftritt im London Palladium, soll im Herbst 2007 im französischen und englischen Fernsehen gesendet werden. Am 4. Dezember 2007 erscheinen die DVD “Rufus! Rufus! Rufus! Does Judy! Judy! Judy! Live At The London Palladium” sowie die CD “Rufus Does Judy at Carnegie Hall”.

Ist Wainwright also auf der einen Seite ein viel zu verkannter Kultstar, haben die meisten doch schon das eine oder andere Lied von ihm gehört. Regelmäßig ist er auf Soundtracks mit seinen Songs vertreten, so steuerte er Lieder zu “Tommy Tricker and the Stamp Traveller” (1989), “The Myth of Fingerprints” (1997), “The McGarrigle Hour” (1998), “Big Daddy” (1999), “Moulin Rouge!” (2001), “Shrek” (2001), “Zoolander” (2001), “Ich bin Sam” (2002), “When Love Speaks” (2002), “Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns” (2004), “The Aviator” (2004) und “Brokeback Mountain” (2005) bei.

Auch die Liste seiner bereits veröffentlichten Solo-CDs ist umfangreich:
* Rufus Wainwright (1998, DreamWorks)
* Poses (2001, DreamWorks)
* Want One (2003, DreamWorks)
* Waiting for a Want (EP; 2004, DreamWorks)
* Want Two (2004, DreamWorks/Geffen Records)
* Alright Already (EP; 2005, DreamWorks/Geffen Records)
* Want (2005, Geffen Records)
* Release the Stars (2007, Geffen Records)

Im Februar 2006 hat die New Yorker Metropolitan Opera eine Reihe von Künstlern für eine Zusammenarbeit engagiert, unter ihnen Tony Kushner, Scott Wheeler, Michael Torke und Rufus Wainwright. Nach seiner aktuellen Tour wird sich Wainwright seiner ersten Oper, “Prima Donna”, widmen, die einen Tag im Leben einer Opersängerin zum Inhalt hat. Eine Uraufführung dieses Projekts ist für die Saison 2011-12 geplant.

Als Wainwright sich das letzte Mal die Ehre gab, in Wien aufzuspielen, schrieb das Szene-Magazin “skug”:

»Rolling Stone«-Coverstory sagt: »Der Göttliche!«, für »Spex« Platte des Monats, der »Spiegel« nennt ihn »Der Schwarm« und auch die meisten anderen sind sich einig: Rufus Wainwright ist ein Talent, das zu übersehen sich nicht lohnt. Ein Songwriter, der mit einer gewissen schelmenhaften Tapferkeit neue (und alte) Wege bestreitet, die ihn zu seiner Idee, seiner Vision eines Songs führen. Das meint hier insbesondere dieses operettenhafte, dieses verspielt-melancholische, dieses traurig-zuckersüße Gefühl, das er versucht zu erklimmen und zu vermitteln. Rufus Wainwright wurde daher von vielen Seiten als das große, neue Ding der Popmusik bezeichnet.

Die Erwartungshaltung vor einem Konzert wie diesem ist, würde man all dem Trubel Glauben schenken, enorm. Rufus eröffnet vor Keane, und trotzdem ist der Lautstärkepegel im Publikum während seines Auftrittes unerwartet hoch. Doch einige scheinen an dem Abend nur wegen ihm da zu sein, da ihn seine baldige Solo-Tour nicht nach Österreich führen wird. Auch wenn Rufus Österreich offensichtlich mag, wie wir aus seinen unzähligen Anekdoten entnehmen. Am Vorabend spielte er in Salzburg (klar: Mozart) und war dort von der »Hey, You’re Cute. Come over here«-Schlagfertigkeit beeindruckt. Einen roten Jodler-Hut hat er mitgenommen, und trägt ihn während des ganzen Wien-Konzerts. Die Stimmung ist gut, seine Laune offensichtlich auch. Letztes Jahr in Schönbrunn, als Vorband von Sting, gefiel ihm das bescheuert-elegante Gehabe der Habsburger, und Rufus’ Geschichten spinnen sich dann in unendlichen Zirkeln, assoziieren frei herum und landen auch bei Psychoanalyse und der Bescheidenheit, die eine Stadt wie Wien für ihn ausstrahlt. Selbige teilt er zwar nicht, er bezeichnet ja fast jeden seiner Songs als »beautiful«, aber es ist auch gut so, denn die Songs, die er an diesem Abend präsentiert sind wahrlich eines: schön. Da muss nicht viel herumgesucht werden nach Bacharach-Visionen oder Rehabilitation der Oper. Das ist wunderschöne Popmusik, die in wunderschönen Songs wunderschöne Ideen preisgibt und verheimlicht, und einen nie im Zweifel lässt, ob der Kitsch nun fatal oder genial ist. Rufus Wainwright ist einfach nur auf der Suche nach einem »cute Austrian«, der ihn küssen möchte. Selten zuvor war Kitsch so genial inszeniert.

2007 tritt Wainwright in Wien mit seinem Soloprogramm ohne Band an. Rund 490 Konzertbesucher werden den Entertainer sehen können. Tickets sind auf www.musicticket.at, im Musicticket-Shop (Skodagasse 25, 1080 Wien), bei Ö-Ticket (01/96096 oder www.oeticket.com), in allen Filialen der Bank Austria, Ermäßigung für Bank Austria Club-Mitglieder unter www.clubticket.at, www.megacard.at, (01/24924) oder (050505-15) sowie bei wienXtra-Jugendinfo (01/1799 und www.wienxtra.at) erhältlich.
Karten außerdem erhältlich bei Ticket Online unter www.ticketonline.at oder telefonisch 01/88 0 88 und in allen TO Vertriebsstellen.

Links
- Rufus Wainwright: Official Site
- Rufus Wainwright: MySpace

Wiener Stadthalle/Performing Center Austria: High School Musical

Ein paar Momentaufnahmen von der “High School Musical”-Vorstellung vom 27. September 2007 sind ab sofort bei flickr abrufbar.
Wahleise als Slideshow oder in Einzelbildern, wobei man sich jedes Foto auch bis zu einer Größe von 640 x 450 Pixel anzeigen lassen kann.

“Musical - Die Show” - abgeklärte Ausgebildete suchen ein Engagement

Noch weiß niemand, was es eigentlich bringen soll, bei dem ORF-Castingbewerb “Musical - Die Show” mitzumachen. Gerüchten zufolge sollte es mal eine Rolle bei “The Producers” gewesen sein - einer Produktion, die Mitte 2008 im Wiener Ronacher Premiere feiern wird. Danach hieß es, eine kleine Rolle in “We Will Rock You” könnte es sein - wobei sich das “winzige” Problem stellt, dass “We Will Rock You” bereits ab Ende Januar 2008 im Wiener Raimund Theater zu sehen ist, “Musical - Die Show” aber erst im November auf Sendung geht und acht Wochen dauern soll.

Würde man für eine Rolle in “We Will Rock You” eine geeignete Besetzung suchen, wäre es, nur mal so laut gedacht, ja auch nicht so ganz egal, wer schlussendlich in die weiteren Runden kommt. Dann würde auch nicht “der/die beste Musicalsängerin” gesucht (was ohnedies ein völlig falscher Ansatz ist), sondern eine für genau die Rolle passender Typ. Der kann dann nicht männlich oder weiblich sein.

Und nur so nebenbei: Wenn das Publikum abstimmt, wer in der Show weiterkommt, nach welchen Kriterien sollte es sich da richten? Andrew Lloyd Webber hatte es vergleichsweise leicht. “Joseph” oder “Maria” - die Probleme konnte das Publikum für ihn lösen, denn das sind populäre Musicals, vor allem in England. Wer aber kennt in Österreich “We Will Rock You”?

Aber egal, das sind Probleme des ORF. Obwohl, dem ORF kann es wurscht sein, was schließlich mit dem “Gewinner” passiert, er ist nur einer von vielen “Gewinnern” von ORF-Shows. Dass ein Castingprozess ohne konkretes Ziel aber eine Farce ist, wen kümmert das schon.

Momentan ist die Medienresonanz jedenfalls eine, die dem Genre als solchem nicht gut tut. Was in TV und Print/Internet an Statements rüberkommt, ist alles andere als positiv. Zitat aus dem Online-Standard:

Gloria, 23, am Wiener Konservatorium musicalgeschult, will unbedingt im Inland zu einer Hauptrolle kommen: “40 Leute passen in ein Musical, und darauf warten 1000 Ausgebildete!” ORF-Publicity hilft da. Wahrscheinlich.

Das ist die Frage, ob Publicity da hilft. Ausgebildete Musicalsänger haben sich auch bei “Starmania” immer wieder versucht. Nutzen konnte es nur wenigen (und die, die ich meine, hätten es ohne die Show vielleicht leichter gehabt, so generell in ihrem Leben), andere tauchten in der Rubrik “The Best of the Worst” auf.

Der “Standard” schließt mit:

Ein Gutteil der Bewerber wirkt abgeklärt – vorerst jedenfalls. Nicht die beste Voraussetzung für ein TV-Spektakel, das von Emotionen lebt.

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UPDATE, 1. Oktober 2007
Was den Gewinner der Show nun tatsächlich als Preis erwartet, steht mittlerweile, glaubt man den Oberösterreichischen Nachrichten, fest: Weiterbildung.

Die zuständige ORF-Redakteurin Katja Pokorny zum Siegerpreis: »Erst war an eine Mitwirkung in der Musical-Produktion ,We Will Rock You’ (Vereinigte Bühnen Wien) gedacht. Nach intensiven Verhandlungen kam das doch nicht zustande. Nun ist es so: Wir schauen uns an, welche Ausbildung der Sieger oder die Siegerin bisher genossen hat, dann verhelfen wir ihm/ihr zu einer maßgeschneiderten Fortsetzung dieser Ausbildung.”

Kulttour: Showblock der Vereinigten Bühnen Wien

Seit dem 21. September läuft “Kulttour”, das Kulturfestival der Wien Holding, das in der nächsten Woche auch ein paar Musicalevents bringt.

So präsentieren die Vereinigten Bühnen Wien beispielsweise am kommenden Mittwoch, dem 26. September um 15 Uhr im Festzelt vor dem Rathaus bei freiem Eintritt einen ca. 20-minütigen Showblock mit Highlights aus dem Musical “Rebecca”. Mit dabei sind Uwe Kröger, Wietske van Tongeren, Susan Rigvava-Dumas, Kerstin Ibald und Carsten Lepper.

Weiters gibt es für je eine Vorstellung von “High School Musical” und “Rebecca” Ermäßigungen von 50 Prozent. Einen Überblick über die einzelnen Angebote bietet wien.gv.at.

“Die Weberischen”: Von der “musikalischen Komödie” zur “Oper”

Medien haben es nicht leicht. Und wenn man es schon nicht leicht hat, dann kann man es sich doch wenigstens ein wengerl leichter machen. Also: Das Burgtheater macht “Theater”, die Staatsoper macht “Oper”, die Vereinigten Bühnen Wien machen “Musical” - na geht doch. Freilich nicht immer. Die Vereinigten Bühnen Wien haben beispielsweise ihre Produktion “Die Weberischen” jedenfalls nie als “Musical” bezeichnet. Die genaue Bezeichnung lautete “Musikalische Komödie”, ab und an auch “Bänkelsang”. Von den Medien freilich wurde die RonacherMobile-Show, die am 28. August 2006 im Wiener Museumsquartier ihre Premiere feierte, fast durchgehend als “Musical” rezipiert. Nicht etwa, weil sie auch nur die geringste Ähnlichkeit hatte mit dem, was man gemeinhin als Musical bezeichnen würde, sondern vermutlich einfach deswegen, weil die Vereinigten Bühnen Wien als Produzenten fungierten.

Nun übernimmt die Wiener Volksoper das Stück 2008 in ihr Repertoire, und, nicht vergessen —- volksOPER —-, schwupps mutieren “Die Weberischen” in der Berichterstattung am gloriosen 20. September 2007 zum ersten Mal zu einer Opernproduktion. So notiert der Standard in seinem Artikel “ORF 2008: Sex and the Küniglberg”:

Am 1. Oktober startet das vierteljährliche Büchermagazin “les.art”. Ansonsten viel Oper: Ring des Nibelungen, Romeo und Julia, Idomeneo, Die Weberischen.

Die Weberischen

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