Archiv - Musical
Martin Bruny am Donnerstag, den
5. Dezember 2013 um 01:08 · gespeichert in Musical

Am 17. Dezember 2013 findet im Wiener JazzCafà© Bird (Mittelgasse 26, 1060 Wien; Beginn: 20.30 Uhr) eine kleine »Geschenkübergabe« – in Form eine Konzerts – statt. Judith von Orelli und Jil Clesse interpretieren Songs, die ihnen besonders am Herzen liegen.
Die beiden Sängerinnen studieren an der Konservatorium Wien Privatuniversität Musikalisches Unterhaltungstheater (4. Jahrgang), begleitet werden sie am Klavier von Kons-Absolvent Manuel Heuser und Lior Kretzer, dem stellvertretenden Leiter der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater am Kons, sowie an der Gitarre und dem Cajà³n von Lydia Onku.
Die Einladung:
Liebe Leute,
wir wollten euch (und uns) in der vorweihnachtlichen Stresszeit ein wenig mit gemütlicher Musik entspannen und unsere eigenen Interpretationen von Songs, die uns besonders am Herzen liegen mit euch teilen. Sozusagen als “Geschenk” (frz. cadeau). In diesem Sinne hoffen wir, viele von euch am 17. Dezember im Jazzcafe Bird zu sehen.
Lots of amouuuuur,
Judith&Jil
Link
- Facebooksite zum Konzert
Martin Bruny am Mittwoch, den
4. Dezember 2013 um 14:50 · gespeichert in Musical
Am 16. Dezember 2013 tritt Pia Douwes mit ihrem Soloprogramm »Ein Abend im Dezember« im Wiener Theater Akzent auf. Im ersten Teil der Show singt sie Maury Yestons Liederzyklus »Dezemberlieder«, im zweiten Teil interpretiert sie Songs aus Musicals, die sie im Laufe ihrer Karriere gespielt hat, und das eine oder andere Weihnachtslied. Am Klavier wird sie von Marina Komissartchik begleitet, als Gast wird Ethan Freeman dabeisein. Tickets gibt es –> hier.
Im Folgenden acht Fragen an Pia Douwes:
1
Haben Sie Maury Yestons Liederzyklus selbst entdeckt oder hat Sie jemand darauf aufmerksam gemacht? Von wem ging die Initiative aus, 2007 eine deutsche Version einzusingen? Haben Sie auf die deutsche Übersetzung in irgendeiner Weise eingewirkt? Was verbinden Sie mit diesen Liedern?
Pia Douwes: Der deutsche Übersetzer Wolfgang Adenberg hat mich gefragt, mit ihm eine CD aufzunehmen. Die Übersetzung war genial und Marina Komissartchik spielte mit so viel Gefühl, dass ich direkt Ja sagte. Man gelangt in eine ganz andere Welt, wenn man diese Lieder singt und hört, und kann hautnah nachempfinden, was diese Frau spürt und wie sie ihre Situation verarbeitet.
2
Wie bereiten Sie sich auf den Konzertabend vor? Gibt es bei den »Dezemberliedern« einen Moment, auf den Sie sich besonders freuen, weil er Sie besonders berührt, fordert, oder einen Moment, in dem Sie besonders auf Reaktionen des Publikums achten?
Pia Douwes: Ich bereite mich musikalisch mit meiner Pianistin sehr gründlich vor, und wenn wir anfangen, spüre ich, wie stark wir zwei bei diesem knapp 50 Minuten langen Songzyklus verbunden sind. Ich freue mich dann immer sehr auf dieses »Dezemberlieder«-Abenteuer. Ich finde es auch schön, dass es zwischen den einzelnen Liedern keinen Applaus gibt. So kann das Publikum leichter mit auf diese musikalische und von der Geschichte her imaginäre Reise gehen. 



3
Künstler wollen belogen werden, zumindest unmittelbar nach der Premiere. Wenn man nicht ein »Du warst fabelhaft« nach einer Premiere rausbringt, sollte man sich lieber von Premierenfeiern fernhalten. – Das haben mir einige Schauspieler bestätigt, und auch von Stephen Sondheim ist in Form einer Geschichte, erzählt von Jason Robert Brown, eine ähnliche Einstellung bekannt. Wie stehen Sie dazu und zu Kritiken?
Pia Douwes: Wenn man seine ganze Seele in eine Rolle hineingibt, ist man sehr empfindsam, und negative Kritik und harte Worte können einen sehr verletzen. Dann bleibt oft nur die Erinnerung an die negative Reaktion und man hört die positiven Sachen gar nicht mehr. Das ist für uns als Künstler sehr kontraproduktiv. Wenn man zuerst mit liebevollen Worten und positiver Energie umgeben wird, kann man mit einer möglichen negativen Kritik am nächsten Tag viel besser umgehen und diese vielleicht sogar kreativ umsetzen. Außerdem fängt die Reise eines Stückes bei seiner Premiere doch erst an, dann ist man noch gar nicht so gut wie später, wenn man sich die Rolle eigen gemacht hat.
4

Sie haben bei Susi Nicoletti Unterricht genommen, so wie etwa auch Ute Lemper, Senta Berger oder Paulus Manker. Wie ist es zu diesem Unterricht gekommen, wie hat Nicoletti unterrichtet, was haben Sie davon mitgenommen? Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Susi Nicoletti?
Pia Douwes: Sie war der Grund, zusammen mit Sam Cayne, warum ich im Musicalfach angekommen bin. Die beiden glaubten zu einem Zeitpunkt an mein Talent, wo ich selbst noch gar nicht realisiert hatte, dass ich eins hatte … Ich bin einst auch immer zu Susi Nicoletti gegangen, um Rat bei schwierigen beruflichen Entscheidungen zu erfragen. Sie war eine Art Mentor, nicht nur für mich, sondern auch für viele meiner Kollegen! Ich vermisse sie noch immer.
5
Nun wird es wirklich ernst mit der Weihnachtszeit. Viele mögen sie, manche hassen sie (oder umgekehrt). Was bedeutet Ihnen die Weihnachtszeit und welches sind Ihre 5 Lieblingsweihnachtslieder?
Pia Douwes: Ich liebe Weihnachten!!! Ich mag die Songs: »Winter Wonderland«, »White Christmas«, »The Christmas Song (Chestnuts Roasting On An Open Fire)«, »Have Yourself A Merry Little Christmas« und »Merry X-mas Baby« – ganz besonders in der Version der Rounder Girls!
6

Sie singen, ohne das jetzt kritisieren zu wollen, im Rahmen ihrer Solokonzerte, ein relativ fixes Repertoire an Liedern (aus Shows, bei denen Sie mitgewirkt haben), das man fast als »Greatest Hits« bezeichnen könnte. Sie ändern langsam die Zusammensetzung, aber was auffällt, wenn man sich die Setlists durchliest, junge englische/amerikanische Komponisten sind nicht übermäßig viel vertreten. Warum sind die Klassiker relativ dominant in Ihrem Programm?
Pia Douwes: Der Grund, warum ich im zweiten Teil meine größten Hits singe, ist der, dass mich der Produzent Andreas Luketa von »Sound of Music«-Concerts darum gebeten hat. Außerdem passt die Musik von den modernen »jüngeren« Komponisten für mich nicht unmittelbar zusammen mit dem ersten Teil des Programms, den »Dezemberliedern« von Maury Yeston. Es geht ja eigentlich hauptsächlich um diesen Songzyklus, und der dauert halt nur knapp 50 Minuten. Ich denke aber auch, dass mein Publikum gerne die Hits aus meinen großen Bühnenerfolgen hört, und für all die, die »Ein Abend im Dezember« schon einmal besucht haben, ändere ich zwischendurch das Repertoire. Generell singe ich gerne auch ein anderes Repertoire. Ich habe letztens in meiner großen Soloshow in Holland einige eher unbekanntere Songs gesungen, und dabei viel Spaß gehabt.
7
Worum geht’s im Leben?
Pia Douwes: Liebevolle Begegnungen, Freundschaften, Wachstum/Entwicklung.
8

Der französische Journalist Bernard Pivot hat einen berühmten Fragenkatalog erstellt. James Lipton, sein amerikanischer Kollege, stellt seit Jahrzehnten in seiner TV-Sendung »Inside the Actors Studio« seinen Gästen am Ende der Sendung die von Pivot erdachten 10 Fragen. Wie würden Sie sie beantworten?
a. Was ist dein Lieblingswort?

Gentle
b. Was ist dein am wenigsten gemochtes Wort?
Gleichgültigkeit
c. Was macht dich an?

Die Natur
d. Was macht dich überhaupt nicht an?
E-Mails beantworten
e. Welches Geräusch oder welche Stimme liebst du?

Das Geräusch vom Wind in den Bäumen. Stimme: u. a. von Michael McDonald, Eva Cassidy
f. Welches Geräusch oder welche Stimme hasst du?

Ich mag den Lärm von Motorrädern gar nicht. Eine Stimme, die ich nicht so gerne mag, ist die von Randy Newman
g. Was ist dein Lieblingsschimpfwort?
Haha, das erzähle ich hier lieber nicht! Aber es ist holländisch!
h. Welchem Beruf, außer deinem eigenen, würdest du gerne nachgehen?

Entwicklungshelfer oder etwas mit Tieren
i. Welchem Beruf würdest du nicht gerne nachgehen?

Steuerberater
j. Wenn der Himmel existiert, was würdest du von Gott gerne hören, wenn du an der Himmelspforte ankommst?
Hier darfst du weitersingen!
Martin Bruny am Freitag, den
29. November 2013 um 09:12 · gespeichert in Musical
Am 6. August 2014 geht in Amstetten die österreichische Erstaufführung des Musicals »Flashdance« über die Bühne. Werner Sobotka (Regie/Bearbeitung), Christian Frank (Musikalische Leitung) und Ramesh Nair (Choreografie) erstellen als eingespieltes Team die Amstettner Fassung. Die Auditions beginnen am 14. und 15. Dezember, 18 bis 20 Rollen sind zu besetzen.
Die Uraufführung des Musicals »Flashdance« fand im Juli 2008 im Theatre Royal in Plymouth statt, es folgte eine Tour durch England. 2010 wurde die Produktion 16 Wochen lang im Londoner Shaftesbury Theatre gezeigt. Die deutschsprachige Erstaufführung ging am 9. November 2013 in Luzern über die Bühne, eine Broadway-Premiere ist für das Frühjahr 2014 geplant, gespielt wird die Show derzeit auch in den Niederlanden (->offzielle Website), in den USA ist eine Tourproduktion zu sehen.
Die Show basiert auf dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1983, zu hören sind die Hits des Soundtracks, die ergänzende Musik stammt unter anderem von Robbie Roth (Texte: Robbie Roth und Robert Cary), das Buch von Tom Hadley und Robert Cary. Giorgio Moroder (Musik), Keith Forsey (Text) und Irene Cara (Text) bekamen für »Flashdance« (Song) einen Oscar, der Soundtrack wurde mit einem Golden Globe als Album des Jahres ausgezeichnet.
Martin Bruny am Montag, den
25. November 2013 um 14:49 · gespeichert in Musical, Wien, Ausbildung
Seit 14 Jahren bringt das Performing Center Austria (PCA) zur Weihnachtszeit eine Xmas-Produktion ins Wiener Theater Akzent – mehr als 40.000 Zuschauer waren bisher dabei und konnten im Rahmen dieser Veranstaltungen den Beginn der einen oder anderen erfolgreichen Künstlerlaufbahn miterleben. Beste Beispiele dafür sind Jakob Semotan und Denise Jastraunig.
Auch in diesem Jahr zeigt die Wiener Musicalschule wieder eine Weihnachtsshow. 38 junge Talente im Alter von zehn bis 18 Jahren spielen ab 12. Dezember 2013 »Xmas Angels«. Buch und Idee zur diesjährigen Produktion stammen von Tommy Tatzber, die Regie hat Jürgen Kapaun übernommen, für die Choreografie verantwortlich: Lisa Tatzber und Susi Rietz. Musikalische Leitung: Arpad Krämer.
Handlung
Weihnachtsabend in »Heaven’s Gate«, einem Ort irgendwo zwischen Himmel und Erde. Während in einem großen Hotel die Reichen feiern, versuchen ein Mann und eine Frau gemeinsam mit einem Baby Schutz vor der Kälte zu finden – und werden abgewiesen.
15 Jahre später verschwindet Chrissie, die Tochter von Joe und Mary Holy, spurlos und hinterlässt einen Brief. Mit dem Auftrag, diesen Fall zu lösen, machen sich Gabby, Ari und Danny, die von ihrem Boss »Big G« immer »Engel« genannt werden, auf den Weg nach Antworten.
Was hat Chrissie dazu gebracht, von zu Hause wegzugehen? Was hat der neue Freund des Mädchens, der mit seiner Cateringfirma »Bread & Wine« Chrissie das wahre Leben zeigen möchte, damit zu tun? Welche Rolle spielen ihre drei Taufpaten und Entertainment-Könige, die mit ihren Investitionen Joe Holys Karriere maßgeblich ermöglicht haben?
Oder hat das Verschwinden ganz andere Gründe?
Termine
(für die es noch Karten gibt)
12. Dezember, 19 Uhr
17. Dezember, 9 Uhr, 11.30 Uhr
19. Dezember, 19.00 Uhr
20. Dezember, 19.00 Uhr
Tickets
-> über die Website des Theater Akzent
Link
- Performing Center Austria
Martin Bruny am Sonntag, den
17. November 2013 um 16:07 · gespeichert in Musical, Wien

Am 7., 9. und 17. Dezember 2013 ist Jason Robert Browns Liederzyklus »Songs for a New World« als österreichische Erstaufführung im Wiener Off Theater zu sehen. Es singen: Ulrike Figgener, Lisa Maria Greslehner, Philipp Dürnberger und Konstantin Zander.
Die Show feierte am 26. Oktober 1995 ihre Off-Broadway-Premiere im WPA Theatre und brachte es auf genau zwölf Vorstellungen – nicht wirklich ein rauschender Erfolg, dennoch hält sich in so manchen deutschsprachigen Medien die irrige Annahme, die Show sei ein »Riesenerfolg« gewesen. Was dem damals 25-jährigen Komponisten und Texter allerdings mit »Songs for a New World« gelang, war ein deutlicher Talentbeweis. Und auch für die Cast, damals praktisch Newcomer, war die Produktion ein Meilenstein: Brooks Ashmankas, Andrea Burns, Jessica Molaskey und Billy Porter – sie alle machten ihren Weg. Ein Song aus der Show – »The Stars and the Moon« – wurde innerhalb kürzester Zeit Bestandteil des Repertoires der internationalen Musicalszene – und Hal Prince (seine Tochter Daisy Prince führte bei »Songs for a New World« Regie) zeigte sich von Brown beeindruckt. Prompt engagierte er ihn für sein nächstes großes Broadway-Musical: »Parade« (Musik & Text: Jason Robert Brown) – diese Show brachte es übrigens auf 84 Vorstellungen.
Doch »Erfolg« ist bei Jason Robert Brown, wenn man damit nur den finanziellen Erfolg seiner Off- und Broadway-Abenteuer meinen möchte, irrelevant. Imagemäßig ist er in der Musicalwelt eine unverrückbare Größe, »Songs for a New World” hat sich als Meisterwerk bewiesen, das weltweit hunderte Male inszeniert wurde – und nun endlich auch in Wien aufgeführt wird.
Wer die Künstler bei der Umsetzung der Produktion finanziell unterstützen möchte, kann dies per Startnext machen –> hier.
Songs for a New World
Text/Musik: Jason Robert Brown
Deutsche Übersetzung: Wolfgang Adenberg
Off Theater
Kichengasse 41
1070 Wien
Cast
Ulrike Figgener
Lisa Maria Greslehner
Philipp Dürnberger
Konstantin Zander
Band/Leading Team
Klavier/Musikalische Leitung: Ronald Sedlaczek
Bass: Sebastian Küberl
Drums/Percussion: Alex Kerbl
Supervisor: Caroline Frank
Ton und Licht: Andreas Ladik
Vorstellungen
Premiere: 7. Dezember 2013, 20 Uhr
9. Dezember 2013, 20 Uhr
17. Dezember 2013, 20 Uhr
Tickets
Per Mail: ichwillkartern@gmail.com
Tel.: 0043 1 9908151
20 Euro bzw. 15 Euro (Studenten)
Links
– Songs for a New World @Facebook
– Songs for a New World/Website
– Off Theater
– Lisa Greslehner
– Konstantin Zander
– Caroline Frank
– Ronald Sedlaczek

Martin Bruny am Sonntag, den
10. November 2013 um 11:31 · gespeichert in Musical, Wien
Jura Soyfers (1912–1939) satirische Posse »Broadway-Melodie 1492« ist vom 13. bis 16. November 2013 im Theater in der Ruckergasse als Aufführung der Kolpingbühne Meidling zu sehen.
Als Grundlage für sein Werk diente Soyfer Kurt Tucholskys und Walter Hasenclevers Stück »Kolumbus«. Erzählt wird die Entdeckung Amerikas, voll Witz und Ironie, in bewährter Tradition der Wiener Volkskomödie, quasi als Verbindung von Nestroy und Brecht. Fabel, Parodie, Ironisierung, Kontrafaktur waren Stilmittel Soyfers, um politischer Verfolgung und Zensur zu entgehen.
»Broadway-Melodie 1492« ist ein Teil des von Soyfer für die Kleinkunstbühne ABC (künstlerische Leitung ab 1935: Leon Askin) verfassten »Mittelstücks«, das eine gewisse dramatische Geschlossenheit des Programms garantierte und maßgeblich für das prägnante Profil der im ABC wirkenden Schauspieler und Regisseure war. Diese Mittelstücke – »Der Weltuntergang« (1936), »Astoria« (1937), »Vineta« (1937) und »Broadway-Melodie 1492« (1937/38) – sind die wichtigsten Werke des 1939 im Konzentrationslager Buchenwald zu Tode gekommenen Autors.
Cast
Columbus: Roman Ciesielski
König Ferdinand/Häuptling Winnetutu: Dominik Kalwoda
Königin Isabella/Matrosin/Minehaha: Julia Leitner
Staatskanzler/Matrose/Professor Nohau: Thomas Krisper
Rodrigo Sanchez: Klaus Berning
Sänger/Grande: Robert Stefan
Alibi Pepi: Anna Krasser
Wirtin/Eierfrau/Tacuana: Sabine Seidl-Berning
Ehrenjungfrau/Belihualaschek/Indianerin/Grandin: Petra Auenheimer
Portier des Burgtheaters/Grande/Indianischer Postbeamter: Walter Pertlwieser
Die Regisseurin einer Avantgardebühne: Helene Bayer
Leading Team
Textfassung: Reinhard Auer/Georg Mittendrein
Musik: Günter Leopold
Regie: Kurt Schernhammer
Bühnenbild/Kostüme: Anna Krasser
Einstudierung Gesang: Robert Chionis/Ivo Zopf
Choreografie: Sandor Racz
Licht: Wilhelm Blaha
Projektion: Martin Blaha
Musik
Ivo Zopf: (Klavier/musikalische Leitung)
Monika Blaschke (Querflöte)
Wolfgang Vancura (Gitarre)
Tickets
Telefon: 0664-7893170
Link
- Kolpinghaus Meidling
Martin Bruny am Sonntag, den
3. November 2013 um 14:36 · gespeichert in Musical, Wien
In der Bar & Co des Wiener Theaters Drachengasse ist vom 7. bis zum 10. Jänner und am 14. Jänner 2014 das Musical »I do! I do!« zu sehen.
Handlung
Eine 50-jährige Ehe ist eine emotionale Achterbahn von fast epischem Ausmaß. In der deutschsprachigen Aufführung des Broadway-Erfolgsmusicals durchleuchten Katharina Lochmann und Dennis Kozeluh die Höhen und Tiefen einer langen Liebes- und Lebensgeschichte spielend, tanzend, singend.
Cast & Leading Team
Klavier: Walter Lochmann
Flöte, Saxophon: Christine Lochmann
Mit: Dennis Kozeluh, Katharina Lochmann
»I do, I do«
Harvey Schmidt (Musik) und Tom Jones (Buch, Gesangstexte)
Basierend auf The Fourposter von Jan de Hartog, Originalproduktion am Broadway von David Merrick, Originalregie von Gower Champion
Deutsch von Peter Goldbaum und Walter Brandin
Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit Josef Weinberger Ltd., London im Namen von Music Theatre International, New York. Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, Ges.m.b.H.
Link
- Theater Drachengasse
Martin Bruny am Montag, den
28. Oktober 2013 um 12:23 · gespeichert in Musical

Am 25. November 2013 zeigt Carin Filipcic im Wiener Theater Akzent ihr erstes Soloprogramm: »Telling Stories«. Musicalsongs, Pop-Klassiker, Wienerlieder und Chansons – angekündigt ist ein kammermusikalisches Abenteuer: bekannte Melodien, neu interpretiert, Unerwartetes und Überraschendes. Als musikalischer Leiter und Pianist dabei: Herbert Pichler. Er hat die Songs des Abends für Geige, Bass, Klavier und Schlagzeug arrangiert. Special Guest: Rob Fowler. (–> Tickets)
Als Einstimmung auf das Konzert 8 Fragen an Carin Filipcic:
1
Wie und wann ist die Idee zu Ihrer Soloshow entstanden? Wer hatte sie? Wer hat die Songs ausgewählt, und wer die Band? Gibt es einen Regisseur? Wie wichtig ist Ihnen ein Regisseur für Soloshows, ein Skriptschreiber? Wie geplant ist das Ganze, und wie viel Freiraum bleibt für Spontanes? Welche Bedeutung messen Sie diesem Schritt in Ihrer Karriere bei?
Carin Filipcic: Ideen für einen eigenen Soloabend gibt es, so lange ich auf der Bühne stehe, also in Wahrheit fast 20 Jahre. Doch was hätte ich in meinen Zwanzigern erzählen sollen? Nicht, dass junge Menschen nichts zu sagen hätten oder nicht bereits reich an Erfahrung sein können! Ich habe im Zuge der Recherchen für den Abend uralte Aufzeichnungen gefunden, die mich für einen Block in »Telling Stories« inspiriert haben, in denen es um meine Anfänge im Business geht. Aber meine Themen – persönlicher wie auch professioneller Natur – waren damals eben andere, es war einfach noch nicht an der Zeit, durch einen Abend zu führen.
Andreas Luketa, erfolgreicher deutscher Konzertveranstalter, hat mich dann bereits vor gut zwei Jahren bestärkt, wieder drüber nachzudenken, mit dem Hintergrund, den Abend zu produzieren. Dann war ich im Sommer 2012 Teil eines spannenden Musicalkonzerts in Korneuburg, mit Herbert Pichler als musikalischem Leiter – den ich ja seit Jahren auch aus dem VBW-Orchester kenne – und einer für Musical-Konzerte eher ungewöhnlichen Bandbesetzung und dementsprechenden Arrangements. Und so war mir auch rasch klar, dass ich genau diese Besetzung bei mir und meinem Solo haben möchte.
Abgesehen von den schönen zwischenmenschlichen Tönen dieser zusammengestellten Band, bestehend aus Klavier, Kontrabass, Schlagzeug und einem wahren Teufelsgeiger, sind eben auch die musikalischen Zwischentöne zu hören. Herbert Pichler steht auf Virtuosität, aufs Kammermusikalische, und das inspiriert mich wieder enorm! Wir haben uns dann im Frühling zu vielen Sessions, die Liedauswahl aus unser beider Vorschläge immer wieder hinterfragend, getroffen, und Andreas Luketa, der ja nicht nur als Produzent tätig, sondern auch für Konzepte diverser seiner Konzerte verantwortlich zeichnet, über die Zwischenergebnisse informiert. Er hat dann wiederum lange Listen an Songs geschickt, die er sich für mich vorstellen könnte. Ein großartiger Rainer-Bielfeldt-Song stammt zum Beispiel aus einer dieser Listen.
Daraus hat sich dann schnell ein Konzept ergeben, ein roter Faden, der durchs Programm schwebt. Daher, dass es ein persönlicher Abend sein wird, schreibe ich die Moderationen erstmal selbst, um dann im Feedback mit den Beteiligten zu überprüfen, ob es auch verständlich ist.
Durchgeplant ist bei mir im Kopf sicher alles, wie immer ;), aber auf der Bühne herrscht dann – eigentlich auch immer – eine Art Ausnahmezustand, und ich habe gelernt, mir nicht alles hundertprozentig zusammenzustellen, sodass Raum bleibt für Spontanes; was selbstverständlich auch in die Hose gehen kann, wenn man sich während einer Moderation für eine gedankliche Abzweigung entscheidet, die das Publikum aber so nicht versteht … auch schon schöne Situationen erlebt …Erde mach dich auf! Somit zugegeben: Dieser offene Raum macht mich natürlich höllisch nervös, aber – und auch das haben wir gelernt – eine gewisse Unruhe macht eben auch wach, und die Sensoren, die man braucht, um gemeinsam auf der Bühne zu stehen, sind bis ins Universum ausgefahren.
Ehrlich gesagt, habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, »welche Bedeutung ich diesem Konzert in meiner Karriere beimesse«; es ist überhaupt mittlerweile sehr selten, dass mir der Gedanke kommt, jene Rolle oder jenes Theater wäre karrieremäßig jetzt klug. Das ist mir viel zu verbissen, da werd ich nicht glücklich dabei. Ich hatte Glück, all die Jahre so arbeiten zu können, mit spannenden Regisseuren in Kontakt zu kommen, mit tollen Kollegen zu spielen. Und ja, natürlich war nicht immer alles »auf dem Punkt«, natürlich hab auch ich mich verirrt in Rollengestaltungen, aber ich lerne nach wie vor in jeder Produktion, und so werde ich auch durch diesen Soloabend lernen. Wir wachsen an all den Dingen, die wir tun, und zu guter Letzt geht es doch darum, dem Publikum einen guten Abend zu bereiten.
2
Es gibt Musicaldarsteller, die in Soloshows vor allem ihre »anderen Seiten« zeigen wollen. Bisweilen gewinnt man den Eindruck bei manchen Musicaldarstellern, dass der »Musicaljob« der Brotjob ist und die Soloshows die eigentliche Passion. Wie ist das in Ihrem Fall, was die Musik betrifft? Ist Musical Ihre wahre Leidenschaft, oder doch etwas ganz anderes?
Carin Filipcic: Ich kann das schon verstehen, wenn Kollegen, die sich vielleicht in einem Rollenbild gefangen sehen, ihre anderen Seiten in Soloshows, für die sie selbst ganz und gar verantwortlich sind, zeigen möchten. Wir sind ja nicht nur »die zerbrechliche Tragische«, »der dicke Lustige«, »der strahlende Held« oder »die böse Antagonistin«.
Alleine auf der Bühne zu stehen, hat natürlich was für sich, auch weil man das erst mal BEstehen muss! Niemals werde ich die Gegebenheiten beim großen Song der Amme vergessen: hinter mir die Kulissenwand, unter mir das Orchester und vor mir die weiche Schwärze des Publikums. Und ich auf dem relativ schmalen Streifen Bühnenboden mit 3 gesetzten Gängen während des Liedes. 4 Minuten totale Aufmerksamkeit des Publikums, 4 Minuten, in denen du sie nicht auslassen darfst … Als ich dann Jahre später meine erste Vorstellung von Georg Kreislers »Heute Abend: Lola Blau« in einer ganz spannenden Adaption von meiner Regisseurin Isabella Gregor spielte, waren’s ganze 90 Minuten allein auf der Bühne, abgesehen von meinem Pianisten Belush Koreny. Und natürlich ist das sehr speziell in jeglicher Hinsicht (Konzentration etc.), dennoch sind meine schönsten Erinnerungen an Bühnenerlebnisse gekoppelt an Menschen, Kollegen, Duette: Wenn sich Situationen entwickeln, sich das Geprobte weiterbewegt, man sich gegenseitig berührt – das ist für mich immer noch wunderschön, fast magisch.
Ich glaube, meine ungebrochene Leidenschaft fürs Musiktheater ist im Beschriebenen zu lesen!? Denn JA, ich finde das Aufeinandertreffen von Gesang, Schauspiel und Choreografie immer noch unglaublich spannend! Und in Wahrheit gibt es für mich keinen Unterschied mehr in der Herangehensweise an die Interpretation eines Liedes aus anderen Genres! Geschichten werde in Stücken erzählt, in Liedern, in Gedichten, manchmal sogar in nur einem Satz. Das Programm in »Telling Stories« setzt sich, wie gesagt, aus einigen unterschiedlichen Stilen und Genres zusammen, die mich aber auch ausmachen, und ich freue mich einfach über die Gelegenheit, mich auch mal ohne eine Rolle in einem Stück, sei es wie gerade eben eine Aldonza, oder Ludovika, oder im Jänner 2014 als Mrs. Lovett zu präsentieren.
Warum werden Schauspieler nicht gefragt, ob Schauspiel wirklich ihre Passion ist, wenn sie Lesungen machen? Richtig, weil das genauso Teil ihres Berufs sein kann. Und glauben Sie mir, ein Musicaldarsteller, der seinen Beruf als »Brotjob« sieht … dem glaub ich das nicht wirklich! Die Umstände sind oft viel zu widrig, zu anstrengend, das Private so oft so fern, dass das ohne dem nötigen Feuer längerfristig durchzuhalten wäre …
3
Künstler wollen belogen werden, zumindest unmittelbar nach der Premiere. Wenn man nicht ein »Du warst fabelhaft« nach einer Premiere rausbringt, sollte man sich lieber von Premierenfeiern fernhalten. – Das haben mir einige Schauspieler bestätigt, und auch von Stephen Sondheim ist in Form einer Geschichte, erzählt von Jason Robert Brown, eine ähnliche Einstellung bekannt. Wie stehen Sie dazu und zu Kritiken?
Carin Filipcic: Es gibt doch dieses Bild eines Eisbergs als Ganzes als Synomym für Theaterarbeit: Unter Wasser sehen wir sechs Siebtel dieses Bergs, wenn ich mich richtig erinnere, und an der Oberfläche ein Siebtel. Der untere Teil steht für »The Rehearsal«, also die Probenarbeit, die investierte Zeit, den kommenden und gehenden Zweifel etc. Die kurze Eisbergspitze als Symbol für »Die Show« …
Ja, auch ich wehre mich gegen Menschen, die sich bemüßigt fühlen, gleich nach der Premiere negatives Feedback zu geben, weil es nicht der richtige Zeitpunkt sein kann! Eine Premiere ist der Endpunkt eines langen, individuell emotional abverlangenden, intensiven Prozesses. Man fühlt sich im optimalen Fall befreit, »the Baby is born!« (Dass einem manchmal erst in Folgevorstellungen »der Knopf aufgeht«, ist dann wieder eine andere Sache!)
Spätestens, wenn ich nach einer Premierenfeier mit meinem Mann im Auto nach Hause sitze, kommt ohnehin mein Satz »Und? Wie fandest du’s wirklich? Worauf muss ich aufpassen?« … und ich lade ihn und gewisse andere Menschen somit aktiv zur Nach-Kritik ein, deren genereller Respekt an meiner Arbeit mir sicher scheint. Den meisten Kritikern selber stehe ich, ehrlich gesagt, skeptisch gegenüber. Oft fehlt mir eben dieser Grundrespekt im Umgang mit Wörtern, Attributen, die sie der Arbeit eines Künstlers oder auch ihrer Person umhängen. Und auch Wissen! Opernliebhaber, Opernkenner zum Beispiel, die für die Öffentlichkeit Musical kritisieren, haben leider oftmals viel zu wenig Ahnung, wie zum Beispiel Musicalstimmen funktionieren oder klingen (sollten) … das macht mich immer noch richtig, richtig wütend. Abgesehen von der in Österreich immer noch herrschenden Meinung, Musical wäre keine Kunstform, Musicalsänger keine richtigen Sänger, leichtes, seichtes Entertainment (ja, das auch manchmal in die Hose geht) sei alles, was das Genre Musical zu bieten hätte.
Ich erlaube mir mittlerweile, Premierenkritiken erst später zu lesen, weil es in der Vergangenheit nebst den schönen, positiven Ansichten (die im Grunde überwiegten) dann doch auch Sätze und Meinungen gegeben hat, die mich wirklich verletzten. Und offensichtlich ist es uns gegeben, dass ein böses Wort in uns mehr bewirkt als zehn gute … aber da gibt’s Hoffnung ;))
Andererseits: Ich bin, wie es so schön heißt: »eine Person des öffentlichen Lebens«, sobald ich mich jeden Tag auf eine Bühne stelle. Und muss somit mit Erfolg und Misserfolg umgehen lernen. Genauso wie mit euphorischen Kritiken und Verrissen. Chacun à son goà»t!
4
»Leading Lady« ist ein schöner Titel, so wie »Musicalstar«. Ist es schwieriger geworden, in diese Kategorie aufzusteigen, sich als solcher zu etablieren? Und was ist ein Musicalstar?
Carin Filipcic: Ach Gott, diese Kategorisierungen – mit denen hab ich so meine liebe Mühe. Ab wann ist man ein Star? Wenn einen die anderen als solchen bezeichnen? Nun, das geht in der nach Superlativen gierenden (Medien-)Welt heute schon ganz schnell. Und Leading Lady … bringt das nicht auch ein bestimmtes Rollenprofil mit sich? Und wird man die erst durchs Spielen einer solchen Rolle, oder muss man das schon vorher sein?
Für mich persönlich ist Pia Douwes nach wie vor eine der wenigen Musicalstars im deutschsprachigen Raum, weil einfach alles, was sie angreift, für mich zu Gold wird. Gute Leute setzen sich nach wie vor genauso durch wie früher auch. Mir fällt oft auf, dass die jungen Kollegen heute nicht mehr so »schubladig« denken wie vielleicht noch in meiner Generation. Viele springen erfolgreich zwischen Musiktheater und reinem Schauspiel hin und her, Rollenerarbeitung an den Schulen (zumindest in Deutschland) gewinnt wieder an Wert und Zeit, Engagements an den großen Musicalfabriken sind nicht mehr ein Non-plus-ultra.
Und ob eine(r) im Hintergrund der Ausbildung/Arbeit die Affirmation »Ich möchte ein Star werden« mit sich rumträgt, ist mir auf gut wienerisch »herzlichst wurscht«!
5
Im deutschsprachigen Raum wird das Musicalgenre recht häufig auch in Schlagersendungen promotet. Das kann man gut finden, im Sinne von: besser überhaupt Werbung, als gar keine, oder aber auch kritischer. Wie ist Ihre Einstellung dazu?
Carin Filipcic: Das ist so eine Sache … mit der ich selber kämpfe ab und an. Sind wir uns mal ehrlich: Ein Lied wie »Gold von den Sternen« wäre tatsächlich in die Schlagerkategorie einzureihen, da gibt es keinen Unterschied, außer in der Interpretation – immerhin aber erzählt es eine wunderschöne Geschichte in Parabelform, und ich habe das Lied im Laufe meiner Karriere wahrscheinlich schon zigfach gesungen. Also gibt es unbestreitbar Parallelen! Shows wie »Ich war noch niemals in New York« über Carmen Nebel und Konsorten zu promoten, macht Sinn, das sehen unfassbar viele Menschen, die auch unser Publikum sind, und das ist auch gut so.
Ich habe kein Problem mit Schlager-Liebhabern an sich, auch nicht mit dem Genre, höchstens mit der oftmals musikalischen Einfältigkeit, der Vermarktung und der oft so großen Lüge dahinter. Aber gut, wo ist das nicht so!
Dennoch – der Gedanke ist berechtigt: was macht eben das Promoten über Schlagersendungen mit der allgemeinen Wahrnehmung des Genres und unserer Arbeit!? Das ist tatsächlich problematisch – und liest man dann ja auch immer wieder in unreflektierten Statements in Musicalkritiken.
6
Schauspieler gelten bis zu zwei Stunden nach einer Vorstellung als »vermindert schuldfähig« – angeblich. Wie lange brauchen Sie, um nach einer Vorstellung runterzukommen? Sind Sie vor Auftritten nervös, haben Sie ein bestimmtest Ritual vor Auftritten? Und hätten Sie diese verminderte Schuldfähigkeit schon mal gut »gebrauchen« können nach einer Vorstellung?
Carin Filipcic: »Vermindert schuldfähig« lässt mich lächeln! Sehr schön und gut zu wissen, wenn ich nach einer Vorstellung wieder mal zu schnell unterwegs bin ;)) Im Normalfall aber lasse ich während des Schlussapplauses los. Ich finde nichts schrecklicher, als sich »in der Rolle« seinem Publikum zum Applaus zu zeigen. Und dennoch: Wenn ich zum Beispiel ein – in meiner Wahrnehmung – gutes Konzert hinter mir habe, erfüllt mich das mit immensem Glück, mit Euphorie, die natürlich erst mal »wohin muss«. Ebenso stark kann dann aber auch Unzufriedenheit, manchmal sogar eine so starke Regung wie Scham über Nicht- Geglücktes sein – besser, wenn man mich da erst gar nicht anspricht …
Und ja, selbstverständlich gibt es immer wieder noch Situationen, in denen ich nervös bin! (Spätestens am 25.11.;))
Bezüglich meiner Rituale vor einem Auftritt bin ich sehr streng, diszipliniert. Ich brauche Zeit, bin meistens eine der Ersten im Theater. Für gewöhnlich dusche ich noch mal ausgiebigst, irgendwie gibt mir das ein Gefühl von »den Tag runterwaschen«, andere Projekte, Proben, Privates loszuwerden, um mich dem anzunähern, das vor mir liegt. Ich schminke mich auch meistens selber, erstens, weil es mir Spaß macht, aber auch um bewusst »einzusteigen«. Diese Rituale sind mir irgendwie fast heilig, ich könnte also nie zur maximalen Sign-in-Zeit, eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn erst im Theater sein.
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Bald beginnt die Weihnachtszeit. Viele mögen sie, manche hassen sie (oder umgekehrt). Was bedeutet Ihnen die Weihnachtszeit und welches sind Ihre 5 Lieblingsweihnachtslieder (+ der jeweilige Lieblingsinterpret dieser Lieder)?
Carin Filipcic: Nachdem auch ich Weihnachten für längere Zeit versucht habe zu boykottieren, mag ich’s mittlerweile wieder. Vielleicht war es auch wichtig, meine eigene Art des Feierns zu finden und mir zu erlauben, mich vom kommerziellen Wahnsinn abzuwenden. Die Zeit an sich hat was von angenehmer Einkehr, meistens schon allein aufgrund der Wettersituation und von Liebevollem, wenn ich selbstgebackene Kekse geschenkt bekomme oder selber dann doch irgendwann den gut verstauten Krimskrams, wie Lichterln und Kugerln, aufhänge. Ich liebe Weihnachts-Singrunden, egal ob privat oder als öffentliches Konzert, weil mir erstens das Gemeinsame immer ans Herz geht und speziell Weihnachten uns alle an das Kind in uns erinnert, ob wir’s wollen, oder nicht.
Generell hab ich so meine Schwierigkeiten mit den »Lieblings-Kategorien«, weil es einfach zu viel schöne Lieblingsmusik gibt! Bing Crosbys und Frank Sinatras Weihnachtslieder führen mich in Kindheitswahrnehmungen zurück, Al Jarreaus »Christmas« ist angenehmes Easy Listening, Bachs Weihnachtsoratorium hat was wunderbar Festliches usw., dennoch spontan 3 Lieder, die ich immer gern höre und singe: »Es wird scho glei dumpa«, »The Christmas Song« und »Oh Holy Night«.
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Der französische Journalist Bernard Pivot hat einen berühmten Fragenkatalog erstellt. James Lipton, sein amerikanischer Kollege, stellt seit Jahrzehnten in seiner TV-Sendung »Inside the Actors Studio« seinen Gästen am Ende der Sendung die von Pivot erdachten 10 Fragen. Wie würden Sie sie beantworten?
a. Was ist dein Lieblingswort?
Großartig und spannend…..verwende ich wahrscheinlich auch etwas inflationär.
b. Was ist dein am wenigsten gemochtes Wort?
Hassen und Burnout
c. Was macht dich an?
Konträres
d. Was macht dich überhaupt nicht an?
Lethargische Opferhaltung
e. Welches Geräusch oder welche Stimme liebst du?
Vogelgezwitscher im Garten
f. Welches Geräusch oder welche Stimme hasst du?
Gepresste Frauenstimmen, die lieb sein wollen und in Wirklichkeit gerne »Scheiße« sagen möchten …
g. Was ist dein Lieblingsschimpfwort?
Ich glaube, ich sage ziemlich oft »fuck« – in der Kürze liegt die Würze ;)
h. Welchem Beruf, außer deinem eigenen, würdest du gerne nachgehen?
Profilerin, Detektivin (man sieht: ein Nick-Knatterton-geschädigtes Kind der Siebziger;))
i. Welchem Beruf würdest du nicht gerne nachgehen?
Servierkraft in einem überfüllten Lokal – keine Geduld!!
j. Wenn der Himmel existiert, was würdest du von Gott gerne hören, wenn du an der Himmelspforte ankommst?
»Willkommen! Wie wär’s mit einem Glas Shiraz!?«
Martin Bruny am Sonntag, den
20. Oktober 2013 um 10:44 · gespeichert in Musical, Wien
Premiere: kommenden Donnerstag
Tickets: –> hier
Martin Bruny am Donnerstag, den
17. Oktober 2013 um 09:04 · gespeichert in Musical, Wien

Ein neues Zentrum für Off-Theater nimmt ab Montag in Wien (Spittelbreitengasse 34, 1120 Wien) seinen regulären Betrieb auf: die Theatercouch. Gegründet von Silke Müllner und Rory Six, möchte der Verein Theatercouch Möglichkeiten bieten, Treffen zu veranstalten, Workshops abzuhalten, in Ruhe zu proben, vor Publikum zu experimentieren und sich selbst zu präsentieren – zu leistbaren Preisen.
Am kommenden Montag, dem 21. Oktober 2013, geht die Veranstaltungsschiene der Theatercouch in Betrieb: Jacqueline Braun und Rory Six bringen »Greetings from Broadway – Songs von Andrew Lloyd Webber«. Tickets dafür gibt es diesmal zum Kennenlernen gegen eine freie Spende. Pro Vorstellung gibt es 40 Sitzplätze.
Der weitere Spielplan:
31.10. 19.30 Uhr: Greetings from Broadway – Best of Webber (Jacqueline Braun & Rory Six)
04.11. 19.30 Uhr: Anja Backus, Flickenteppich
09.11. 19.30 Uhr: Greetings from Broadway – Best of Broadway (Jacqueline Braun & Rory Six)
19.11. 19.30 Uhr: Greetings from Broadway – Best of Broadway (Jacqueline Braun & Rory Six)
28.11. 19.30 Uhr: Greetings from Broadway – Best of Schönberg & Boublil (Jacqueline Braun & Rory Six)
02.12. 19.30 Uhr: Schall[er]Platten
Link
– Theatercouch
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