Archiv - News
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. August 2006 um 23:38 · gespeichert in Netz, Musical, Tonträger
Komponist Alan Menken, 8-facher Oscar-Preisträger für Filme wie “Hercules”, “Arielle, die Meerjungfrau”, “Die Schöne und das Biest”, “Aladdin”, “Pocahontas” oder “Der Glöckner von Notre Dame”, bietet auf seiner Homepage ein häufig wechselndes Angebot an Gratisdownloads aus seinem Backkatalog an - rare, begehrte Songs, beispielsweise CDs, die längst vergriffen sind und auf absehbare Zeit nicht mehr veröffentlicht werden, aber auch Demo-CDs, Filmclips, Sheet Music und und und. Derzeit im Angebot unter anderem Demo-Songs von “The Hunchback of Notre Dame”.
Alan Menken schenkt damit nicht nur seinen Fans etwas, sondern sorgt auch dafür, dass man seine Site immer wieder gerne besucht. Bravo.
Martin Bruny am Samstag, den
29. Juli 2006 um 01:12 · gespeichert in Theater, Skurriles

Für alle, die schon Urinetown als Titel für ein Musical etwas merkwürdig fanden, und dann mit der deutschen Übersetzung Pinkelstadt ihre ärgsten Befürchtungen bestätigt sahen, gibt es eine gute/schlechte Nachricht: Man kann alles toppen.
Am 1. Juni 1857 wurde Joseph Pujol geboren. In die Theatergeschichte ist er unter seinem Künstlernamen »Le Pà©tomaneq eingegangen. Der Name leitet sich von dem französischen Verb pà©ter (furzen) ab. Bereits in seiner Jugend entdeckte Pujol sein Talent, durch Kontrolle seines Darmschließmuskels Luft anzusaugen, in Form geruchsfreier Darmgeräusche wieder auszustoßen und dabei die Tonhöhe zu modulieren, wobei er später bei seinen Bühnenauftritten auch einen Schlauch einsetzte oder Blasinstrumente mit dem Hintern spielte. Sein erstaunliches Repertoire umfasste populäre Melodien wie das Kinderlied »Au clair de la lune« oder »Le bon roi Dagobert«, die Imitation von Musikinstrumenten wie der Tuba bis hin zu einer eigenen Improvisation über die Geräuschkulisse des Erdbebens in San Francisco von 1906.
Beim diesjährigen New Yorker Fringe Festival feiert am 11. August im Harry de Jur Playhouse ein Musical über das Leben von Joseph Pujol unter dem Titel »The Fartist« seine Uraufführung. Charlie Schulman zeichnet für das Buch verantwortlich, Michael Roberts für Musik und Texte. Unter der Regie von John Gould Rubin sind Kevin Kraft (The Fartist), Mark Baker (Toulouse Lautrec), Jim Corti (Charles Zidler), Rebecca Kupka (Elizabeth), Lyn Philistine (La Goulue) und Nick Wyman (Aristide Bruant) sowie Molly Curry, Tom Gamblin, Rachel Kopf, Lindsay Northen, Charly Seamon und Steven Scott zu sehen.
Martin Bruny am Montag, den
24. Juli 2006 um 01:17 · gespeichert in Event-Tipps

Am 5. Dezember 1966 ging im 46th Street Theatre in New York die Premiere von I Do! I Do! über die Bühne. Das Musical aus der Feder von Harvey Schmidt (Musik) und Tom Jones (Libretto/Songtexte) brachte es auf insgesamt 560 Vorstellungen und ging in die Musicalgeschichte als die erste Show ein, die mit nur zwei Darstellern auskommt. Die Dernià¨re fand am 15. Juni 1968 statt. Mit Mary Martin (She/Agnes) und Robert Preston (He/Michael) standen zwei der bekanntesten Showstars aller Zeiten auf der Bühne.
Die Deutschsprachige Erstaufführung fand am 24. August 1968 im Schauspielhaus Düsseldorf statt. Die Übersetzer Peter Goldbaum und Walter Brandin machten aus “I Do! I Do” kurzerhand “Das musikalische Himmelbett”.
Im Rahmen des Musikfestivals Steyr, das vom 27. Juli bis 13. August läuft, findet am 10. August im Alten Theater Steyr eine österreichische Premiere von I Do! I Do! statt, mit Susanne Kerbl als Agnes und Jürgen Hirsch als Michael. Am 13. August ist die Produktion noch ein zweites Mal zu sehen.
Kartenvorverkauf:
Tourismusverband Steyr, Stadtplatz 27, A-4402 Steyr Tel. +43/ (0)7252/53229-0, Fax: +43/ (0)7252/53229-15 / Email: info@tourism-steyr.at oder tickets@musikfestivalsteyr.at
Martin Bruny am Donnerstag, den
20. Juli 2006 um 10:04 · gespeichert in Event-Tipps

Am 29. Juli 2006 geht am Kölner Himmel die Post ab. Kölner Lichter nennt sich ein Feuerwerkspektakel, das einmal jährlich Hunderttausende anlockt. Das Motto dieses Jahres: Cologne goes Musical.
WECO Feuerwerk, der Weltmeister der Pyrotechnik, wird mit seinem mehr als 45-köpfigen Pyrotechnikerteam rund um Chefpyrotechniker Georg Alef alle Großfeuerwerke anlässlich der “Kölner Lichter” ausrichten. Neben den mittlerweile schon traditionell stattfindenden 6 Großfeuerwerken entlang des Rheins von Köln-Porz an bis nach Mühlheim, liegt das Hauptaugenmerk auf dem großen Abschlussfeuerwerk, abgeschossen aus einem auf dem Rhein schwimmenden Container-Schiff, zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke.
“Unter dem Motto “Cologne goes Musical” werden wir 28 Minuten lang spektakulärste und imposante Großfeuerwerkseffekte zu Musikstücken aus den bekanntesten Musicals der Welt schießen”, so Markus Schwarzer, Pressesprecher des Unternehmens mit Stammsitz in Eitorf, bei Bonn. Das Programm:
1. Phantom der Oper
2. Tanz der Vampire
3. Elisabeth
4. Jesus Christ Superstar
5. We will rock you
6. Rocky Horror Picture Show
7. Roberta
8. Cats
9. Starlight Express
10. Dirty Dancing
11. Finale: Tanz der Vampire
Mit einer Dauer von ca. 28 Minuten ist es das bis dato längste musik-synchrone Grossfeuerwerk anlässlich der “Kölner Lichter”. Nicht weniger als 2,8 Tonnen Pyrotechnik werden allein aus dem Schiff herausgeschossen. “Pyrotechnische Highlights sind u. a. ganz neue portugiesische Blitz-Salven-Bomben”, fährt Schwarzer fort. Dazu wird es noch mehr imposant-synchron gesteppte Feuertopfläufe geben. Die Charakteristik des Großfeuerwerks in Kombination mit den abgespielten Musikstücken ist Romantik, gepaart mit sehr temperamentvollen Effekten. “Somit wird es in diesem Jahr ein besonders lautstarkes Abschlussfeuerwerk geben.”
Martin Bruny am Sonntag, den
16. Juli 2006 um 10:05 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
Am 19. Juli 2006 steigt in der Schweiz am Thunersee die Premiere von Michael Kunzes & Sylvester Levays Musical “Elisabeth”.
In den Hauptrollen:
Willemijn Verkaik (Elisabeth) / Sergio-Maurice Vaglio (Luigi Lucheni) / Christoph Goetten (Der Tod) / Jan-Martin Mächler (Franz Joseph) / Manuela Floryan (Sophie) / Nico Gaik (Rudolf) / Christoph Wettstein (Max/alt. Graf Grünne) / Bettina Oswald (Ludovika/Frau Wolf) / Roberta Valentini (Gräfin Esterhazy/alt. Elisabeth) / Margarete Hamm (Gouvernante/Sophie) / Armin Rostami (Fürst Schwarzenberg/alt. Der Tod) / Ingolf Unterrainer (Rauscher/alt. Franz Joseph) / Oliver Arno (Ein Professor/alt. Rudolf)
In weiteren Rollen: Philipp Hägeli, Petter Udland Johansen, Debora Schaffner, Carin Lavey, Gisela Stoll, Damaris Jenzer, Caroline Schneider, Samuel Kobel, Erna Beutler, Rosita Zwahlen, Sandra Schmitz, Sandra Reinhard-Moser, Martin Turnherr, Raymond Pfister und Stephan Stauffer
Auf der Website der Thuner Seespiele gibt es unter anderem bereits ein paar Videoclips von den Solistenproben, Sprechproben und vieles andere mehr. “Elisabeth” ist bis 30. August 2006 zu sehen. Neben der Show werden auch Backstageführungen angeboten. Infos unter Tel. +41 (0)33 225 45 55.
Martin Bruny am Freitag, den
23. Juni 2006 um 10:23 · gespeichert in Event-Tipps
Auch in diesem Jahr steigt in Wien wieder das beliebte Donauinselfest. An vier Tagen (23. bis 26. Juni) werden rund 2.000 Künstler auf insgesamt 22 Bühnen beim größten Open-Air-Festival Europas performen. Schätzungsweise drei Millionen Zuschauer werden unter anderem Auftritte von Wolfgang Ambros, Umberto Tozzi, Flying Pickets, Christina Stürmer, Tocotronic, Reamonn, Lukas Resetarits, Manuel Ortega, Doretta Carter und Timna Brauer erleben.
Am Sonntag (25. Juni) findet ab 20:15 Uhr auf der Wien Energie/Radio Wien-Festbühne ein Musicalspektakel der Vereinigten Bühnen Wien statt. Moderiert von Alexander Goebel und unterstützt vom VBW-Orchester unter Caspar Richter stehen dabei Maya Hakvoort, Mà¡tà© Kamarà¡s, Carin Filipcic, Marjan Shaki, Annette Wimmer, Mark Seibert, Lukas Perman, Jacquie Biggs, Sean Gerard, Sanne Buskermolen, Ivo Giacomozzi, Daniela Harbauer, Kevin Hudson, Sabrina Harper und Peter Lesiak auf der Bühne. Zu hören gibt es Ausschnitte aus GREASE, ELISABETH, TANZ DER VAMPIRE, CHICAGO, MOZART!, WEST SIDE STORY, FREUDIANA, JESUS CHRIST SUPERSTAR, ROMEO & JULIA und der ROCKY HORROR SHOW.
wienweb.at überträgt auch heuer wieder von zwei Bühnen im Livestream (Wien Energie- und Ö3-Bühne). Einige Top-Gigs werden im Anschluss an das Fest auf wienweb.at und im TV-Kanal W:24 als WebTV-Beiträge zu sehen sein.
Martin Bruny am Montag, den
5. Juni 2006 um 10:40 · gespeichert in Netz, Pop

Ingrid Michaelson soll ich mir anhören, hat man mir empfohlen. Girls and Boys sollte mir gefallen. Ich persönlich geh ja immer mit den geringsten Erwartungen an solche Empfehlungen heran. Vorteil: Enttäuscht zu werden, ist einigermaßen unwahrscheinlich, zumindest kann ich dann sagen: “Jo, nett.” Nicht anders bei Ingrid Michaelson. Hör ich halt mal rein. Nett. Gleich wieder weglegen? Naja, noch ein Track. Interessant. “The way I am”. Angenehme, relaxte Stimme - was für ein fröhlich stimmender Refrain. Ich hasse die Sonne, aber da geht ne Sonne auf, die mir gefallen könnte - eine relaxte, die nicht brennt und blendet, die man gerne anstarrt, in die man gerne versinkt, eine mit nem lachenden Mund und verträumten Augen. Da ist auch ein bisschen Melancholie, ich hörs genau, und noch mehr bei anderen Tracks. “Overboard” zum Beispiel. Der Song startet mit diesen Gitarren- & Pianoakkorden, die alle Melancholie instantmäßig in See stechen lassen. Michaelson tanzt am Heck dazu und lässt die Schaumkrönchen der Melancholie in den Himmel wachsen.
Michaelson findet man nicht bei Amazon, noch nicht. Aber sie hat eine nette Homepage, da kann man in ein paar Songs reinhören. CDBaby hat auch ihre erste Scheibe “slow the rain” im Angebot, auch da kann man ein bisschen reinhören.
Ein wenig klingt sie wie Norah Jones, Vanessa Carlton, dann wieder hört man was von Fiona Apple und Coldplay aufblitzen, auch ein bisschen Ben Jelen ist dabei, andererseits, wer kennt den hier schon. Was immer da ist: spannender, meistens überraschender Liedaufbau, ein interessanter Text und eine einprägsame Melodie. Stimmungsmäßig hat sie die uferlose Melancholie einer Joni Mitchell drauf. Dort, wo Norah Jones und Vanessa Carlton schon schön brav massenmarkttauglich produziert wurden, ist Ingrid indie geblieben, indie pop, folk, alternativ aufbereitet.
Kaufempfehlung? Ne, wozu? Diese CD mag nicht empfohlen werden. Es ist eine der CDs, die wie für einen selbst geschrieben scheint und auch von jedem selbst entdeckt werden muss.
Martin Bruny am Freitag, den
2. Juni 2006 um 10:40 · gespeichert in Event-Tipps

Mit einer Uraufführung startet die Wiener Kammeroper am 7. November in die Saison 2006/07. Gegeben wird A Good Man, ein Musical von Ray Leslee (Musik) und Philip S. Goodman (Buch/Texte), basierend auf einer Novelle von Jefferson Young. Das Stück spielt im Mississippi des Jahres 1946, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, und handelt von Albert, einem schwarzen Landarbeiter, und seiner Familie.
Albert ist ein armer Farmpächter, aber er liebt sein Leben, er ist stolz auf das, was er erreicht hat, und auf seine Stellung innerhalb seiner Gemeinde. Als Albert erfährt, dass seine Frau nach zehn Jahren der Bemühungen endlich schwanger geworden ist, beschließt er ein Zeichen zu setzen: Seinem Haus will er einen neuen Anstrich verpassen, einen strahlend weißen. Doch das ist eine Idee, die man innerhalb der Gemeinde gar nicht goutiert. Man versucht ihn von seinem Entschluss, letztendlich sogar mit Gewalt, abzubringen.
Eine dramatische, lustige, traurige Story, a bissl fürs Herz und a bissl für d’ Fiass - Rhythmus pur, Blues & Gospel: “Best American sound of music” aus den weiten Ebenen des Mississippi.
Ray Leslee hat sein Werk im Jahre 2002 komponiert und in den letzten Jahren in diversen Workshopproduktionen weiterentwickelt, so unter anderem:
- im The Actor’s Studio in New York (Juni 2002);
- in einer Produktion von Thomas Cott und Musical Theatre Works im MTW Studio Theatre in New York City (Oktober 2003);
- an den Dodger Stages in New York City als Produktion der National Alliance for Musical Theatre im Rahmen des Festival of New Musicals (Oktober 2004);
- und am Schomburg Center for Research in Black Culture in Harlem (Februar 2005).
Mit “A Good Man” bringt die Wiener Kammeroper bereits das zweite Werk von Ray Leslee nach Wien. 2004 war “Avenue X” als europäische Erstaufführung zu erleben. Noch bis Juli laufen die Auditions für die Show. Insgesamt sind neun Rollen (6 Männer, 3 Frauen) zu besetzen.
Das Leading Team:
Musikalische Leitung: Michael Schnack
Inszenierung: Esther Muschol
Ausstattung: Thomas Goerge
Lichtdesign: Lukas Kaltenbäck
Die offizielle Website zur Show bietet 4 Songs zum Download (Links auf der Website oder gleich in der Songliste unten). Bei dieser Aufnahme aus dem Jahre 2003 wirkten die folgenden Künstler mit:
- Lawrence Clayton (Albert)
- John-Martin Green (Augustus)
- Marva Hicks (Lettie: Orleans, Male Ways)
- Rosalind Brown (Lettie: One Man)
- Tina Fabrique (Lettie: Long Brown Woman)
- Cameron Barnett (Cooter: Male Ways, Night Moves)
- Randy Aaron (Cooter: What’s Out There?)
- Cheryl Alexander (Granny)
- Wayne Pretlow (Preacher Tom)
- sowie: Venida Evans, Lawrence Hamilton, Bambi Jones, Vanessa Shaw, C.E. Smith, Jeffrey Thompson
- Stew Cutler (Guitar/Harmonica)
- Ray Leslee (Keyboards)
Die Songs:
- Mule Song (Albert, Co.)
- Long Brown Woman (Augustus, Co.)
- Whitehouse (Albert)
- New Orleans (Lettie)
- Male Ways (Cooter, Lettie, Granny)
- Figurin’ Paint (Albert, Augustus & Company)
- Take Me Home (Preacher Tom & Co.)
- I Got A Right (Albert)
- One Man (Lettie)
- Prayer (Granny)
- How the Happy Girl Got Lost (Louella)
- Lay-By (Albert)
- Celebration (Preacher Tom & Company)
- Can’t You See What I See? (Albert, Louella)
- Let the Wheel Come Round (Albert)
- I Got a Right (reprise) (Albert)
Esther Muschol (Regie) über “A Good Man”:
Wir alle träumen von mehr oder weniger gefährlichen Dingen, aber selbst der harmloseste Traum hat die Sprengkraft, ein Leben zu zerstören oder es neu zu erfinden, die Welt zu verändern oder sie in ihren ewigen Mechanismen zu festigen. Warum? Weil jeder Träumer ein Spieler ist, weil jeder setzt und riskiert, gewinnt und verliert in diesem Spiel ums Glück. “A Good Man” erzählt die ewige Geschichte vom Traum des guten Menschen von einer guten Welt und nimmt mit Humor und Blues seinen Weg durch unwegsames Gelände.
“A Good Man” - Wiener Kammeroper
Premiere: 07. November 2006
Weitere Vorstellungen: 09*., 11., 14., 16., 18*., 21., 23., 24*., 25., 28., 30. November 2006 / 02., 05., 07., 09., 12., 14*., 16., 19*., 21. Dezember 2006
Beginn: 19.30 Uhr
* Theater der Jugend, geschlossene Vorstellung in der Wiener Kammeroper
Martin Bruny am Montag, den
15. Mai 2006 um 10:47 · gespeichert in Netz, Musical, Tonträger
Am 8. Oktober 2005 fand in Warschau die polnische Premiere von Jim Steinmans Musical “Tanz der Vampire” statt. Roman Polanski wachte als künstlerischer Supervisor über das Projekt, eine offizielle Cast-CD ist in Arbeit. Demos dieser Produktion sind mittlerweile auf einer polnischen Website aufgetaucht. 4 Tracks, “Vor dem Schloß”, “Carpe Noctem”, “Unstillbare Gier” und “Totale Finsternis”, sind auf pawlowski.art.pl als Stream abrufbar. Um zu den Streams zu gelangen, einfach auf “Enter” klicken, danach im sich öffnenden Fenster auf “Quick Menue” und schließlich auf “Multimedia”.
Martin Bruny am Donnerstag, den
27. April 2006 um 13:54 · gespeichert in Event-Tipps
Es hat sich herumgesprochen. Wenn ein Theater ausverkaufte Vorstellungen braucht, dann gibt es da so ein klitzekleines Wundermittel, das mit Sicherheit wirkt. Die Volksoper schwört seit Jahrzehnten drauf, das Volkstheater wirft sich im März 2007 eine ganz große Portion davon ein: MUSICAL heißt die Wunderdroge, die das Publikum anlockt, Stimmung in die Bude zaubert, Bühnentürln einen ganz neuen Sinn verleiht, die Homepageindustrie zum Erblühen bringt, die Kassen klingeln lässt und der Häme der Kritiker Zucker gibt. Angaben aus den Ankündigungen des Volkstheaters:
Cabaret
Musical
Buch von Joe Masteroff
nach dem Stück Ich bin eine Kamera von John van Druten
und Erzählungen von Christopher Isherwood
Musik von John Kander
Gesangstexte von Fred Ebb
Deutsch von Robert Gilbert
in der reduzierten Orchesterfassung von Chris Walker
Premiere: 11. März 2007
Da ist der Kit Kat Klub im Berlin der Weimarer Republik - ein etwas zwielichtiges Cabaret mit pomadisiertem Confà©rencier, der sein Publikum in drei Sprachen begrüßt: Willkommen, Bienvenue,Welcome …
Da ist der amerikanische Nachwuchsschriftsteller Cliff Bradshaw im Zug von Paris nach Berlin, der eine seltsame Begegnung mit einem übertrieben zuvorkommenden Deutschen hat, der ihm in Berlin Tür und Tor öffnet.
Da ist Sally Bowles, eine englische Sängerin, flatterhaft und liebenswert,leicht exzentrisch und auf ihre Karriere bedacht, die im Kit Kat Klub auftritt und sich in Cliff verliebt.
Und da ist das politische Klima in Deutschland, der Vormarsch der braunen Horden und Hakenkreuze.
Die brutale Gefährlichkeit des Naziterrors greift immer mehr um sich. Ein Tanz auf dem Vulkan. The show must go on. Sally Bowles bleibt in Berlin, im Cabaret. Sie hat sich für ihre Karriere entschieden. Cliff fährt nach Paris zurück. Die private Show ist zu Ende.
Das Musical basiert auf Christopher Isherwoods Episodenroman Goodbye to Berlin aus dem Jahr 1939, in dem collagenhaft die politische und moralische Auflösung Deutschlands, das dekadente Lebensgefühl der sterbenden Republik, die hektische Betriebsamkeit und die politische Ahnungslosigkeit der Menschen kurz vor der Machtübernahme Hitlers geschildert werden.
Für die Musicalfassung orientierten sich die Autoren an den Bühnenwerken Brechts und Weills.
Regie: Michael Schottenberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
« zurueck ·
vor »