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Archiv - News

“The Juliet Letters” - Drew Sarich & The Dead Poet Quartet in Salzburg und Wien

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Romeo und Julia hätten längst das Zeitliche gesegnet, wären sie je aus Fleisch und Blut gewesen. Und doch teilen wir alle mindestens einmal in unserem Leben ein gemeinsames Schicksal - das Schicksal einer unerfüllten Liebe. Noch heute steht in Verona, bekanntermaßen Heimat des unglücklichen Liebespaares, ein Briefkasten, in den man Briefe an Julia einwerfen kann. Dieser Umstand war die Initialzündung für Elvis Costello und das Brodsky-Quartet, ihre ganz persönliche Korrespondenz mit Julia Capulet zu führen. Briefe über die Sehnsucht, das Verliebtsein, die Eifersucht, die Hoffnungslosigkeit, den Tod und die unerfüllte Liebe. Und welche Sprache könnte all diese Facetten besser einfangen als die Musik.

Mit “The Juliet Letters” realisieren Drew Sarich und The Dead Poet Quartet ein langgehegtes Wunschprojekt. Am 28. November 2010 ist die seltene Besetzung von Sänger und Streichquartett beim Winterfest in Salzburg um 17 Uhr im Spiegelzelt zu sehen, am 20. Dezember 2010 gibts einen Gig im Wiener Porgy & Bess und am 13. Januar 2011 ist eine Show im Salzburger OVAL angesetzt. Zu erleben wird der Reiz des Variantenreichtums an Ausdrucksmöglichkeiten, aber vor allem auch der glaubwürdige Austausch von Rock, Pop und Klassik sein.

“The Juliet Letters” setzt nicht nur technisch perfektes, feinfühligstes Quartettspiel voraus, sondern ermöglicht es den Musikern sowie dem Publikum, neue musikalische Landschaften zu erforschen. Mit Drew Sarich fand das Quartett einen Sänger, der sich zweifellos zu den Ausnahmekünstlern seines Genres zählen darf. Die bedingungslose Auseinandersetzung mit seinen Charakteren, die Farbenvielfalt seiner Stimme, sein großer Erfahrungsreichtum sind nur einige wenige Attribute, die ihn zur Idealbesetzung dieses Projektes machten.

Einen Brief zu bekommen, ihn zu öffnen, hat etwas Geheimnisvolles, etwas Magisches. Fremde Briefe zu lesen, ist wie durch ein Schlüsselloch zu spähen. Sie eröffnen intime Ausschnitte einer Beziehung zwischen zwei Menschen - Momentaufnahmen eines Dramas.

Mit “The Juliet Letters” gelingt es, durch die Verbindung von Wort und Musik eine Geschichte zum Leben zu erwecken, die von jedem ganz individuell nachempfunden werden kann, jedoch mit ein und demselben Inhalt - nämlich der Liebe.

DREW SARICH - THE DEAD POET QUARTET - THE JULIET LETTERS
Michaela Girardi: Violine
Georg Wimmer: Violine
Sarah Grubinger: Viola
Matthias Bartolomey: Violoncello
Drew Sarich: Gesang

Aufführungstermine
28. November 2010, 17 Uhr, Salzburg, Spiegelzelt (Ticketinfos –> hier)
20. Dezember 2010, 20:30 Uhr, Wien, Porgy & Bess (Ticketinfos –> hier)
13. Januar 2010, Salzburg, OVAL (Ticketinfos demnächst –> hier)

Der Coca-Cola-Weihnachtstruck 2010 wieder in Wien

18. Dezember 2010
17:00bis19:45

Am Samstag, dem 18. Dezember 2010 findet das Finale der diesjährigen Coca-Cola-Weihnachtstruck-Tour wieder in Wien statt. Am Friedrich-Schmidt-Platz gehts um 17 Uhr mit der Eröffnung los. Im stimmungsvollen Weihnachtsdorf können Kinder malen, basteln, eine Runde mit dem Karussell fahren oder sich mit dem Weihnachtsmann fotografieren lassen.

Wer möchte, kann sich via www.coke.at oder direkt im Rahmen der Weihnachtstruck-Tour eine virtuelle Wunsch-Schneekugel mit einem persönlichen Wunsch für gemeinsam schönere Weihnachten gestalten. Wer mitmacht, kann einen Tag mit dem Coca-Cola-Weihnachtsmann samt Coca-Cola-Weihnachtstruck gewinnen.

Die Coca-Cola Weihnachtstruck-Tour 2010
* Freitag, 26. November: Vorarlberg / Bregenz / Parkplatz Seestadt
* Samstag, 27. November: Tirol / St. Johann i.T. / Hauptplatz
* Donnerstag, 2. Dezember: Niederösterreich / Zwettl / Sparkassenplatz
* Freitag, 3. Dezember: Salzburg / St. Johann i.Pg. / Busparkplatz Zentrum
* Samstag, 4. Dezember: Oberösterreich/ Gmunden / Rathausplatz
* Freitag, 10. Dezember: Steiermark / Kapfenberg / Kolomann-Wallisch-Platz
* Samstag, 11. Dezember: Kärnten / Wolfsberg / Weiherplatz
* Freitag, 17. Dezember: Burgenland / Eisenstadt / Schloss Esterhazy
* Samstag, 18. Dezember: Wien / Wien / Friedrich-Schmidt-Platz (zw. Rathaus und 2er-Linie)

Programmablauf
17.00 Uhr Eröffnung des Coca-Cola Weihnachtsdorfs
17.30 Uhr Beginn des Programms
18.00 Uhr Einfahrt des Coca-Cola Weihnachtstrucks
19.00 Uhr Ende des Bühnenprogramms
19.45 Uhr Ende der Aktivitäten im Coca-Cola Weihnachtsdorf

Theater Nestroyhof Hamakom: Nordost

30. November 2010
20:00bis22:00

Nordost
von Torsten Buchsteiner
Eine Produktion von Theater Nestroyhof Hamakom
Premiere: 30. November 2010

Premiere: Dienstag, 30. November, 20.00 Uhr
Öffentliche Generalprobe: 29. November 2010, 20.00 Uhr, mit anschließendem Salongespräch

Aufführungstermine
1., 4., 5., 7.-11. Dezember, jeweils 20.00 Uhr
14.-18. Dezember, jeweils 20:00 Uhr

Spielort
Theater Nestroyhof Hamakom
Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Ensemble
Monika Bujinski, Barbara Gassner, Karin Yoko Jochum

Leading Team
Inszenierung: Barbara Schulte
Dramaturgie: Susanne Höhne
Raumkonzept/Videoprojektionen: Andreas Braito
Kostüme: Julia Eisenburger
Sounddesign: Roumen Dimitrov
Licht: Stefan Pfeistlinger
Produktions-/Regieassistenz: Iris Harter
Realisierung/Bühnentechnik: Reinhard Taurer
Tontechnik: Jürgen Lentsch
Videoassistenz: Keskin Hüseyin
Hospitanz: Lukas Czech
Bühnenrechte: Henschel Schauspiel Theaterverlag Berlin GmbH

Das Stück
Am 23. Oktober 2002 besetzten über 40 tschetschenische Terroristen im zweiten Akt des Musicals “Nord-Ost” das Theater an der Dubrowka in Moskau und nahmen die Angestellten des Theaters, die Schauspieler und 850 Zuschauer als Geiseln. Die islamistischen Rebellen forderten die Beendigung des Tschetschenien-Krieges und den Abzug der russischen Truppen. Unter den Geiselnehmern waren auch 20 “Schwarze Witwen”, tschetschenische Frauen, die Angehörige im Krieg verloren hatten und daraufhin zu Kämpferinnen und Terroristinnen wurden. Die Geiselnahme wurde am 26. Oktober blutig beendet. Bei der Befreiung wurde ein Betäubungsgas eingesetzt, welches für viele Geiseln tödliche Folgen hatte. Es kamen im Zuge des Gaseinsatzes und der Stürmung des Theaters 130 Geiseln und 40 Terroristen ums Leben. Letztere wurden, durch die Wirkung des Gases bewusstlos, von der Spezialeinheit des russischen Inlandsgeheimdiensts an Ort und Stelle erschossen.

Das auf diesen Tatsachen beruhende Stück “Nordost” von Torsten Buchsteiner, welches am Royal Dramatic Theatre in Stockholm 2006 zur Uraufführung kam, enthält drei schonungslose Gedankenprotokolle. Zu Wort kommen drei Frauen: Zura, eine der schwarzen Witwen, Tamara, eine Ärztin die in jener Nacht mit dem Notarztwagen in Moskau unterwegs ist, und Olga, eine sich unter den Geiseln befindende Zuschauerin. Sie alle suchen unter der Wucht der existentiellen Bedrohung auch nach Spuren, die über das drei Tage währende Geiseldrama hinausreichen.

Der Text fußt auf einer sehr präzisen Recherche des real Vorgefallenen, aber darüber hinaus gibt der Autor den drei Frauen eine genaue Biographie, lässt sie sehr intim über Lebensumstände sprechen und öffnet damit einen Blick in drei sehr unterschiedliche und doch exemplarische Leben. Olga, Zura, und Tamara sind durch ein Erlebnis geprägt, das sie als Frauen verbindet: die Zerstörung ihrer familiären Umfelder durch den Krieg. Auch wenn sie sich als Opfer und Täter am Schauplatz des realen Dramas begegnen, teilen sie am Ende des Stückes ein gemeinsames Schicksal, nämlich jenes Witwen zu sein.

Torsten Buchsteiner verzichtet auf eine szenische Handlung im üblichen Sinne. Die drei Frauen erzählen jeweils aus ihrer Perspektive über die realen Vorgänge und über ihre Lebensumstände. Der Autor verschränkt dabei Monologe, Dialoge und Trialoge, aber das Sprechen geschieht immer aus einer verdichteten Erinnerung der Erlebnisse ohne hierbei die Schuldfrage zu stellen. Für sein Stück erhielt Buchsteiner 2005 den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis der Kulturstiftung Rheinland-Pfalz sowie den Jurypreis der 1. St. Galler Autorentage.

Wo jedoch liegt die Grenze zwischen Darstellbarkeit und grausamer Wirklichkeit? Die junge Regisseurin Barbara Schulte nähert sich in ihrer Inszenierung (in konzeptioneller Zusammenarbeit mit Frederic Lion) dem Text unter anderem mit Hilfe performativer Spiegelungen. Die Figuren, die Zuschauer und der Ort selbst spiegeln sich. Die Zuschauer werden selbst zur “Öffentlichkeit” erklärt, an die sich der Text richtet. Der Nestroyhof als Schauplatz spiegelt sich mit seiner Atmosphäre zwischen Vergänglichkeit und Intervention und wird zum kollektiven Erinnerungsraum, zur Projektionsfläche der erzählten realen Ereignisse.

Tickets
Tel.: +43 1 8900314
Mail: ticket@hamakom.at
WWW: www.hamakom.at
Abendkassa: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn

Vollpreis: 18,00 Euro
Ermäßigt: 12,00 Euro

Ö1- Clubmitglieder erhalten 10% Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis.
Der Standard - Abonennten erhalten 30% Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis.
Aktion Hunger auf Kunst und Kultur - Freier Eintritt für Kulturpass-Inhabern (mit Reservierung)

Nähere Infos –> hier

Wohnpark Alterlaa: Willkommen im Leben

5. Dezember 2010
11:00bis13:00

Premiere für zwei neue Teenie-Musicalproduktion: “Kleine Monster” und “Willkommen im Leben” am 5. Dezember 2010 im WFC-Podium A4-02 im Wohnpark Alterlaa. Konzipiert wurden beide Shows von Harald Buresch, nähere Infos auf www.wfc-alterlaa.at.

In “Willkommen im Leben” präsentieren sich Teenies von 11 bis 17 Jahren von einer anderen, ungewohnten Seite: Sie erzählen von ihren Sehnsüchten und Ängsten, authentisch und ehrlich.

“Kleine Monster” bietet eine Halloween-Party bei den Kids. Als “Kleine Monster” machen sie sich auf die Suche nach einem schrecklichen Halloween-Monster.

Aufführungstermin
Sonntag, 5. Dezember 2010 um 11 Uhr und um 14 Uhr
Eintritt. 6 Euro, freie Platzwahl
(1. Akt: Kleine Monster; 2. Akt: Willkommen im Leben)

Tickets
per mail: musical@wagner4u.com

Renaissancetheater: Der Lebkuchenmann

14. Dezember 2010
16:00bis18:00

Inhalt
Aufregung im Küchenregal! Denn Herr von Kuckuck, stolzer Bewohner der gleichnamigen Uhr, hat seine Stimme verloren. Das wäre an sich noch nicht so schlimm, allerdings droht er deshalb bei den »Großen« in Ungnade zu fallen – denn wer möchte schon eine Kuckucksuhr mit einem krächzenden Zeitansager? Und wie das bei den Menschen so ist: Alles, was nicht mehr gefällt, landet prompt im Mistkübel. Das gilt es natürlich zu verhindern!

Gut, dass Herr von Kuckuck sowie seine beiden Bekannten Frau Pfeffer und Herr Salz soeben Verstärkung bekommen haben – von einem frischgebackenen Lebkuchenmann. Gemeinsam machen sie sich an die Rettungsmission. Mit ein bisschen Honig aus dem Topf im obersten Regalfach wird sich doch sicher die Stimme ölen lassen. Doch auf dem Weg nach oben lauern eine Menge Gefahren: Nicht nur die Menschen können jederzeit hereinplatzen, auch Flitsch Gamasche, die süßigkeitenhungrige Mafia-Maus, und der schrecklichste, gefährlichste, grausamste Teebeutel aller Zeiten treiben in der Küche ihr Unwesen. Der Lebkuchenmann will sich tapfer all diesen Herausforderungen stellen – doch wird Mut am Ende reichen, um diesen Auftrag zu Ende zu führen?

Ein moderner Klassiker
Der vielfach preisgekrönte englische Autor David Wood hat mit seinem »Lebkuchenmann« einen modernen Klassiker geschaffen. Seit der Uraufführung im Jahr 1976 wurde die zauberhafte Geschichte der Küchenregalbewohner rund um Freundschaft, Zusammenhalt, Mut und die Überwindung von Vorurteilen mehrfach verfilmt und in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt aufgeführt. Und auch heute hat das abenteuerliche Küchenspektakel mit Spannung, Humor und jeder Menge Musik nichts von seinem Reiz verloren.

Der Autor
David Wood kam 1944 zur Welt und studierte an der Oxford University. Sein erstes Stück für Kinder schrieb er mit 23 Jahren, heute sind es über 60, darunter einige für Erwachsene. Das Feld seiner Tätigkeiten geht jedoch weit über das Schreiben von Theaterstücken hinaus: Gründung und Leitung einer Theatergruppe, Komposition von Musicals und Songs, Regie in Theater, Film und Fernsehen. Er hat einige Kinderbücher geschrieben, ist zudem Produzent, Drehbuchautor und nicht zuletzt Schauspieler. 1999 veröffentlichte er gemeinsam mit Janet Grant »Theatre für Children«, ein praktisches Handbuch für die Arbeit im Bereich des Theaters für ein junges Publikum. In den USA hielt er mehrere Vorlesungen und leitete Theaterworkshops. Renommiert ist David Wood auch durch seine Dramatisierungen bekannter Kinderbücher, darunter mehrere Werke von Roald Dahl. Am Theater der Jugend zu sehen war seine Fassung von Dahls »Danny oder Die Fasanenjagd« (2008) ebenso wie Philippa Pearces »Tom’s Midnight Garden oder Als die Stunde dreizehn schlug« (2007). »Der Lebkuchenmann« entstand 1976 und avancierte international zu einem Klassiker des Theaters für Kinder.

DER LEBKUCHENMANN
von David Wood
Deutsch von Angela Kingsford Röhl und Heidi Zerning (Liedtexte)
Regie: Folke Braband
Ausstattung und Licht: Stephan M. Dietrich
Choreographie: Marcus Tesch
Musikalische Neufassung: Klaus Erharter
mit Matthias Hacker, Matthias Hungerbühler, Ronald Kuste, Eva Neubauer, Markus Schöttl und Barbara Spitz

Musiker: Klaus Erharter, Robert Pistracher, Ilse Riedler

Renaissancetheater
7, Neubaugasse 36
Aufführungen ab 9. Dezember 2010
Premiere am 14. Dezember 2010 um 16:00 Uhr
Weitere Vorstellungen:
täglich außer sonntags bis 22. Jänner 2011
Eine Produktion des Theater der Jugend für Kinder ab 6 Jahren

Nähere Infos –> hier

Die Neue Tribüne Wien: Der Zettelträger Papp und Frühere Verhältnisse

9. Dezember 2010
20:00bis21:25

Die Neue Tribüne Wien: “DER ZETTELTRÄGER PAPP” und “FRÜHERE VERHÄLTNISSE” von Johann N. Nestroy

9. und 10. Dezember 2010, Beginn jeweils 20 Uhr

Es spielen:
Michaela CHRISTL
Eveline SCHLOFFER
Randolf DESTALLER
Hubert Michael EICHHOLZER

Gesamtleitung: Pola CLARICINI
Regieassistenz: Thomas SUCHANEK
Musikalische Leitung: Peter Uwira
Textbearbeitung: Peter Lodynski
Technik: Miklos KOSIK

ZETTELTRÄGER PAPP
Theaterfreund Kieselbach hat anlässlich des Geburtstags seiner Frau eine Truppe fahrender Schauspieler in sein Haus bestellt - denn die Frau Gemahlin hat eine große Schwäche für das Theater. Immerzu ärgert sie sich darüber, keinen “weiblichen Heroismus” mehr auf den Bühnen vorzufinden und “erhofft sich daher vom heutigen Stück, dass zarte weibliche Wesen der neuesten Zeit als Heldinnen erscheinen.” Kieselbach selbst ist auf die Vorstellung ebenfalls sehr neugierig, liebt doch auch er das Theater, aus anderen Gründen freilich als seine Frau: etwas Neues will er sehen, “ob gut oder schlecht, das ist einerlei, wenn’s nur etwas Neues ist.” Man erwartet daher schon voll Ungeduld die Ankunft des Zettelträgers mit den Programmankündigungen.
Doch Papp, der mit Sehnsucht erwartete Gast, entpuppt sich als mehr als nur ein gewöhnlicher Zettelträger: Er findet seine Erfüllung zum einen selbst im Rampenlicht - was er mit einer höchst eigenwilligen Interpretation von Hamlets berühmten Monolog (”Wem g’hörts: Mein oder sein?”) unter Beweis stellt. Zum anderen erweist er sich - sehr zur Bestürzung seines Gastgebers - als eifriger Bearbeiter von Stücken, und zwar so, “dass sie in die neuesten Zeiten passen”.

FRÜHERE VERHÄLTNISSE
Der Haushalt des Holzhändlers Scheitermann steht Kopf: Er hat seinen Hausknecht beim Zigarrenstehlen erwischt, Frau Josephine hat die Köchin entlassen, weil ihr Gemahl der guten Sali einmal zu oft “die Wangen gestreichelt” hat. Doch wie’s der Zufall will, schneien just an diesem Tage zwei neue Anwärter ins Haus: Peppi Amsel, in früheren Verhältnissen Köchin in Josephines Elternhaus, später “stabile erste Liebhaberin auf ambulanten Bühnen”, nie jedoch an einem “guten” Theater, “wo in jeder Loge ein Millionär und auf jedem Fauteuil ein Kapitalist sitzt” und deshalb “enttäuscht von der Theaterwelt”, möchte wieder “ein glücklicher Dienstbot” bei ihrer ehemaligen “Fräul’n” werden. Und Muffl, ein schuldlos in die Pleite geratener Unternehmer, der sich um eine Stelle als Hausknecht bewirbt: er hat ein bewegtes Leben hinter sich - Bankrott, “Schuldenarrest, Unterstandslosigkeit, gänzliches Verkommen waren die reizende Stufenleiter nach abwärts”.

Die Überraschung ist groß, als die beiden Männer feststellen, dass fatale
frühere Verhältnisse sie verbinden: Scheitermann, aufgestiegen durch Heirat mit der Professorentochter, war ehemals Muffls Hausknecht, und ist natürlich ängstlich darauf bedacht, sein unwürdiges Vorleben vor seiner Gattin zu verbergen. Muffl erkennt rasch, dass sich daraus vor allem finanzielle Vorteile ziehen lassen… Doch als er auf Peppi trifft und sie für seine Dienstgeberin hält, glaubt er, Scheitermann über das anrüchige Vorleben seiner Frau aufklären zu müssen: Denn sie hatte ein früheres Verhältnis mit Muffl, den sie aber zugunsten reicher Russen und Engländer sitzenließ…

Nähere Infos –> hier
Tel.: 0664/23 44 256
Mail: office@tribuenewien.at

Tanz- und Theaterzentrum (TTZ) Graz: Eine Weihnachtsgeschichte

25. November 2010
15:00bis17:00

Mit großem Erfolg lief das Familien-Weihnachtsmusical “Eine Weihnachtsgeschichte” in den Ferientagen um Weihnachten 2009 im Tanz- und Theaterzentrum (TTZ) in Graz und wird ebendort heuer zwischen 25. November und 24. Dezember wieder aufgeführt.

Die »Weihnachtsgeschichte« (Original: »A Christmas Carol«) von Charles Dickens aus dem Jahre 1843 zählt zu den Klassikern der Kinder- und Jugend-Weihnachtsliteratur schlechthin. Viele von uns kennen die Bücher, noch mehr kennen die Filmversionen, etwa jene mit den Muppets oder mit Bill Murray.

Charles Dickens stellt in seiner Geschichte die Frage nach dem Guten im Menschen und nach dem Sinn von Weihnachten. Das ist natürlich gerade dann spannend, wenn man einen tieferen Sinn von Weihnachten abseits religiöser Klischees konsumübersättigten Kindern näher bringen will. Seine Polarisierung zwischen reich und arm gewinnt dabei in Zeiten von Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit zusätzlich an Bedeutung.

Der Grazer Musiker, Komponist, Regisseur und Sänger Robert Perschà© bringt mit Co-Autor Andreas Braunendal unter der Mitwirkung eines 6-köpfigen Ensembles aus bekannten Musikern und Schauspielern den bekannten Stoff so auf die Bühne, dass Kinder ebenso wie Erwachsene eine absolut vergnügliche und intensive einstündige Theatervorstellung erleben.

Ensemble
Jà¡nos Mischuretz: Darsteller, Sänger, Blockflöte
Carola Gartlgruber: Darstellerin, Sängerin, Cello
Stefan Moser: Darsteller, Sänger, Gitarre
Christa Schreiner: Darstellerin, Sängerin, Perkussion
Martin Plass: Darsteller, Sänger, Kontrabass
Robert Perschà©: Darsteller, Sänger, Keyboards

Leading Team
Bühnenbild: Georg Gröchenig
Kostüme: Eva Weutz
Regie: Robert Perschà©
Produktion: Robert Perschà© (Musiktheater Graz) und Andreas Schwarzmann (TTZ Graz)

Termine
25.–28. November – jeweils 15 Uhr
3.–5., 10.–12., 17.–19., 24. Dezember – jeweils 15 Uhr
2., 9., 16. Dezember – jeweils 19 Uhr
alle im TTZ Graz, Viktor-Franz Straße 9

Infos und Karten
Tel.: 0676 847 351 100
WWW: www.ttz-graz.at

Greyson Chance & PS22 Chorus “Waiting Outside The Lines”

Volkstheater/Rote Bar: Martin Klein

11. Dezember 2010 22:30bis12. Dezember 2010 05:00

Samstag, 11. Dezember 2010, 22:30 bis 04:30 Uhr

Spielstätte: Rote Bar
Salon Rouge
live: MARTIN KLEIN & BAND
DJ Tiga Lily (Cirque Rouge/White Mink Hotel)
//swing to electro swing//
Veranstalter: Salon Rouge
VVK 8,- € // AK 10,- € // Abendkasse vor Ort in der Roten Bar

Music Information Center Austra,26.05.2010, www.mica.at
“Martin Klein ist ein Musiker der eher leisen Töne. Mit dezent eingesetzten Mitteln, zumeist nur ein Klavier und seine Stimme, versucht der Tiroler seinen eigenen Weg zwischen Pop, Jazz und Klassik zu beschreiten. Was den gebürtigen Innsbrucker besonders auszeichnet ist sein ausgeprägtes Gefühl für erstklassige Melodien sowie sein unbestreitbares songwriterisches Talent. Das liegt vermutlich zum Teil an seinem eher ungewöhnlichen musikalischen Werdegang, entstammt er doch eigentlich dem Jazz. Seine musikalischen Fertigkeiten erlernte Klein an einem Musik-Konservatorium in den Niederlanden, wo er von dem begnadeten blinden Jazz-Pianisten Bert van der Brink unterrichtet wurde. Anfangs noch als Casinopianist und Musiker in Theaterprojekten tätig, wuchs mit der Zeit zunehmend auch sein Interesse an Popmusik. Schließlich begann er eigene Stücke für Klavier und Gesang zu komponieren. Kleins musikalische Sprache ist eine sehr individuelle, eine, die fast hypnotisch wirkt u
nd die HörerInnen mit wunderschön atmosphärischen, melancholischen Spannungsbögen fesselt. Großartige Popmusik eben. Der junge Tiroler ist mit ein Beispiel dafür, dass auch hierzulande talentierte und viel versprechende Musiker/Innen mit einem enormen Potential am Werken sind, die es verstehen, hervorragende Songs zu schreiben und das Publikum zu begeistern wissen.

Links
- Martin Klein
- Volkstheater/Rote Bar

Theater Akzent: Romeo und Julia

1. Dezember 2010
19:30bis21:30

Theater Akzent: Romeo und Julia
von William Shakespeare
in einer Bearbeitung von Felix Mitterer
Eine Produktion von Schule für das Leben

Die Bildungsinitiative »Schule für das Leben« wurde 2008 von der Intendantin des Wiener Kindertheaters Sylvia Rotter gemeinsam mit Dr. Brigitte Sindelar (Sigmund-Freud-Privatuniversität) und Prof. Dr. Max H. Friedrich (Universitätsklinik für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters) ins Leben gerufen.

Ausgehend von der Beobachtung im Rahmen der Produktionen des Wiener Kindertheaters, dass Theaterarbeit Kinder in ihrer sprachlichen, kreativen und sozialen Entwicklung maßgeblich unterstützt und ihre Persönlichkeit stärkt, sollte dies im Rahmen empirischer psychologischer Studien untersucht werden. Aus den Erkenntnissen der Forschungsarbeit sollten praktische Lösungen für eine Pädagogik entwickelt werden, die die Persönlichkeitsbildung junger Menschen berücksichtigen und dabei auf Sprachkompetenz, Kreativität, Selbstsicherheit, Teamfähigkeit und soziale
Interaktionsfähigkeit setzen. Damit soll auch ein konstruktiver Beitrag zur aktuellen Bildungsdiskussion und für die Entwicklung und Implementierung theaterpädagogischer Unterrichtsmethoden abseits des Frontalunterrichts geleistet werden.

Ende Jänner 2008 wurden in zwei Volksschulen Wiens insgesamt 126 Kinder einer Schulstufe zu Beginn des Semesters umfassend psychologisch getestet, bevor im Zeitraum von drei Monaten zwei mal wöchentlich mit den Kindern praktisch gearbeitet wurde. Der Fokus der theaterpädagogischen Übungen, entwickelt von Sylvia Rotter und ihrem Team, lag dabei auf sprachlichem und körperlichem Ausdruck, Tanz und Improvisation. Nach Beendigung der Projektarbeit im Juni 2008, wurden in einer zweiten Testreihe auch sprachliche Intelligenz und Motorik getestet. Die Ergebnisse dieser ersten Studie zeigen signifikante Verbesserungen der verbalen Merkfähigkeit, der Körperwahrnehmung sowie der Aufmerksamkeit.

Auf Einladung des Transferzentrums für Neurowissenschaft und Lernen ZNL (Universität Ulm) unter der Leitung von Prof. DDr. Manfred Spitzer hat sich im März 2010 eine Expertentagung in Ulm mit diesen Forschungsergebnissen befasst. Ebenso entstand auf Grundlage der Ergebnisse aus der ersten Phase der Bildungsinitiative das Praxisbuch »Vorhang auf fürs Leben!«. Dieses bietet einen Leitfaden für Eltern und Lehrer, um theaterpädagogische Übungen in den Alltag von Kindern und Jugendlichen zu integrieren. Im Vorwort erläutert der Neurowissenschaftler Prof. DDr. Manfred Spitzer eindrücklich die positiven Auswirkungen der Theaterarbeit auf Kernkompetenzen sowie die Entwicklung neuer Synapsen aufgrund von derartigen Lernerfahrungen.

Ende September 2010 wurde die zweite Phase der Initiative mit ca. 40 Lehrlingen der SPAR Akademie Wien im Alter von 16-20 Jahren gestartet. Dem Konzept des “Lebenslangen Lernen” folgend, richtet sich die Fortsetzung des Projekts demnach auch an Menschen, die die Pflichtschulausbildung bereits abgeschlossen haben. Die Förderung von Kreativität, Fantasie und Individualität durch Sylvia Rotters Methode leistet altersunabhängig einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Stressresistenz, Flexibilität, Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit – Schlüsselfaktoren in der heutigen schnelllebigen Gesellschaft.

Die wissenschaftliche Leitung und vorrausgehende beziehungsweise abschließende Testreihen mit den Lehrlingen übernimmt in dieser zweiten Phase der Neurowissenschaftler Prof. DDr. Manfred Spitzer. Die Entwicklung von sprachlichen Kompetenzen wird bei den Produktionen des Wiener Kindertheaters stets groß geschrieben und daher auch immer Stücke der Weltliteratur erarbeitet. Auch die zweite Phase der Bildungsinitiative widmet sich einem populären Werk klassischer Literatur: In einer Textbearbeitung des österreichischen Dramatikers Felix Mitterer werden die Lehrlinge an Shakespeares »Romeo und Julia« herantreten. Gerade die Popularität des Stoffes war ein Aspekt, der für »Romeo und Julia« sprach, um den Jugendlichen einen möglichst spannenden Zugang zu einem klassischen Werk zu ermöglichen.

Mit den Themen, Konflikten und Lebenssituationen, die das Stück behandelt, können sich Jugendliche besonders identifizieren. Aus- und Leidtragende des tragischen Konflikts ist in erster Linie die junge Generation, deren Schicksale in eine Geschichte um verfeindete Familien, Streit, Mord, Freundschaft und Liebe bis in den Tod verflochten sind.

Mitterer schreibt für dieses Projekt eine gekürzte und für Jugendliche leichter zugängliche Fassung von Shakespeares »Romeo und Julia«. Sein Gesellschafts- und Liebesdrama soll die Lebensrealität und die Lebensumstände junger Menschen von heute reflektieren: Gesellschaftliche Intoleranz, Jugendgangs, feindliche Lager und eine Liebe, die in einem solchen Setting unmöglich ist, sind nicht nur literarische Motive, sondern haben allzu zahlreiche reale und aktuelle Entsprechungen. Sein Text soll dafür als Ausgangsmaterial dienen.

Wunsch Felix Mitterers ist es, dass die jugendlichen Darstellerinnen und Darsteller im Zuge der Stückerarbeitung seine Vorlage weiterbearbeiten und sich selber mit ihrer eigenen Welt einbringen, sodass das Stück möglicherweise eine ungeahnt neue Gestalt erhält.

In regelmäßigen Theaterworkshops werden sich die 40 Lehrlinge der SPAR Akademie unter der Leitung von Sylvia Rotter und Diane Travis »Romeo und Julia« auf Grundlage der Textfassung von Felix Mitterer nähern. Diese zweite Phase sieht erneut Testreihen vor Probenstart und nach Abschluss des Projekts vor, sie wird jedoch um eine weitere Testung drei Monate nach Projektende ergänzt, um die Nachhaltigkeit des Erlernten zu überprüfen. Durchgeführt von Dr. Anne Stein, unter der Schirmherrschaft von Prof. DDr. Manfred Spitzer und dem Transferzentrum für Neurowissenschaft und Lernen ZNL (Universität Ulm), werden diesmal auch die Auswirkungen auf die Synapsenbildung während des Probenprozesses berücksichtigt.

Die eigene Geschichte der Darstellerinnen und Darsteller, ihr Verständnis der literarischen Vorlage und das selbst Empfundene nehmen einen wichtigen Part in der Erarbeitung und Entwicklung des Stücks ein. Eine offene Probensituation soll den kreativen Prozess der mitwirkenden Lehrlinge fördern, ihnen den nötigen Freiraum für eigene Ideen geben und diese entsprechend in das Ergebnis – also die zur Aufführung gelangende Inszenierung – einfließen lassen. Im Probenprozess werden Improvisationen einen wichtigen Stellenwert einnehmen, um die Jugendlichen frei experimentieren, Szenen entwickeln und Charaktere entfalten zu lassen. Spannend sind dabei die Potentiale gruppendynamischer Impulse einzuschätzen. Die verschiedenen Rollen werden an den beiden Aufführungsabenden in unterschiedlichen Besetzungen gespielt.

Premiere: 1. Dezember 2010
Theater AkzentPremiere: 1. Dezember 2010
2. Aufführung: 2. Dezember 2010
jeweils 19.30 Uhr
Spielort: Theater Akzent
Theresianumgasse 16-18
1040 Wien
Dramaturgie: Felix Mitterer
Regiekonzept: Diane Trevis
Produktion: Sylvia Rotter
Bühnenbild: Anna Mitterer
DarstellerInnen: ca. 40 Lehrlinge der SPAR Akademie Wien

Links
- Das Wiener Kindertheater
- Theater Akzent
- Schule für das Leben

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