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Martin Bruny am Donnerstag, den
27. Mai 2010 um 10:56 · gespeichert in Event-Tipps
| 10. Dezember 2010 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Stadthalle Wien: Best of Christmas - Josà© Carreras & Friends
Die Konzertreihe “Best of Christmas” - im Vorjahr erfolgreich mit Montserrat Caballà© begonnen - bietet auch heuer wieder Top-Stars. Zu Gast in Wien ist einer der weltbesten Tenöre - Josà© Carreras. Der Ausnahmekünstler nimmt in der Musikwelt eine besondere Stellung ein: Sein Repertoire umfasst mehr als 60 Opern und sein breitgefächertes Konzertprogramm mehr als 600 Titel der unterschiedlichsten Gattungen. Carreras spielte die Hauptrollen in mehreren Opernverfilmungen. Legendär und unvergessen sind inzwischen die Konzerte der “3 Tenöre”.
Ein weiteres Highlight an diesem besonderen Galaabend ist der Auftritt von Patricia Kaas, deren gefühlvolle Chansons weltweit zu Dauerbrennern geworden sind. Das Album “Je te dis vous” (Ich sieze dich) war und ist nicht nur phänomenal erfolgreich, es gilt auch bis heute als eines der besten Alben des modernen Chansons.
Als Gaststar wird Natalia Ushakova, der neue Star der Oper, an diesem Abend die Bühne betreten. Die aus Tashkent stammende Wahlwienerin und Sopranistin gab ihr erfolgreiches Debüt an der Wiener Staatsoper 2007 als Violetta in “La Traviata” und sang sich heuer als Norma in die Herzen des Publikums.
Bei so einem hochkarätig besetzten Konzert dürfen natürlich auch die Wiener Sängerknaben nicht fehlen. Traditionell Weihnachtliches wie “Es wird schon glei dumpa” und “Oh Tannenbaum” wird von ihnen zu hören sein.
Best of Christmas 2010
mit Josà© Carreras, Patricia Kaas, Natalia Ushakova, den Wiener Sängerknaben und dem Ambassade Orchester unter dem Dirigent David Gimenez
am 10. Dezember / 19.30 Uhr
in der Wiener Stadthalle, Halle D
Kartenpreise: 74,- bis 145,-
Rollstuhlbenutzer: 28,-
Golden Ticket - Punschempfang und offenes Buffet: 80,- - nur in Zusammenhang mit einer gültigen Eintrittskarte, solange der Vorrat reicht
Kartenvorverkauf: an den Kassen der Wiener Stadthalle, www.stadthalle.com , Ticketservice 01/79 999 79 sowie bei allen Vorverkaufsstellen mit Anschluss an: Ticket Online, www.ticketonline.at, 01/88088, Wien Ticket, www.wien-ticket.at, 01/58885, oeticket, www.oeticket.com, 01/96096, Ticketcorner, www.ticketcorner.com, 01/ 205 15 65 - Ticket gilt als Fahrschein für die Wiener Linien!
Martin Bruny am Donnerstag, den
27. Mai 2010 um 01:17 · gespeichert in Event-Tipps
| 8. September 2010 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Theater Ansicht: Scheinbar Treibgut
Schauspiel mit Bänkelgesang/Uraufführung
Geschwister, die nicht voneinander lassen können, die sich lieben, die, obwohl sie es wollen – und dürfen – da sie keine Halbgeschwister, sondern Stiefgeschwister sind, dennoch voneinander getrennt werden, um “das Schlimmste zu verhindern”, um “den Schein zu wahren”, sich selbst und dem anderen gegenüber.
Im Brennpunkt: die eigene Familie, ihre Geschichte, ihr Handeln, ihre Versäumnisse, ihre gemeinsam einsame Prägung in Hinblick auf das soziale Umfeld, auf die Gemeinschaft der anderen - Gesellschaft genannt. Diese Gesellschaft wiederum, die schaut zu und schaut weg und glaubt zu wissen. Genauso wie wir.
Inzest, der keiner ist.
Liebe, die einmal war - in früherer Zeit -, die trotz Trennung die Zeit übersteht, sich jedoch ändert, ständig verändert. In innigere Liebe zueinander? In Liebe, die die frühere Liebe sucht? In Liebe zu einer Zeit, die man hatte?
Geschwisterliebe, die harmlos ist.
Der Blick zurück, von Schuld geprägt. Oder doch nur von einer Teilschuld? Immerhin waren ja mehrere daran beteiligt.
Verantwortung, die auf den Schultern lastet, wie der Stein der Vergangenheit, von der man nicht spricht. Nicht sprechen kann, weil sie bedrückt, erdrückt.
Ein Moment nur - schon ist er vorbei! - und alles ist anders als geplant, erwünscht, erhofft, ersehnt. Hat man versagt? Nicht aufgepaßt? Verdrängt? Verfehlt?
Die einen verirren sich, die anderen wiederum fliehen, vielleicht nach vor – oder doch zurück? Man toleriert, man akzeptiert, man verliert und gewinnt. Einen Freund, eine Freundin, die Mutter, die man nie verstand, den Vater, der an allem Schuld?
Ein Spiel der Zeit, die die Gesellschaft prägt, deren Teil wir sind. Sowohl im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Sinn, als auch im mikroskopischen Geflecht von Beziehungen, Lebensinhalten und Geschichten. Treibgüter der Welt.
Leading Team
Text: Flo Staffelmayr
Regie: Artur Ortens & Flo Staffelmayr
Gesang: Karoline Gans
Bühnenmusik: N. N.
Komposition: Maurizio Nobili
Bühnenbild: Juliana Eck
Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer
Regieassistenz: Helmut Käfer
Produktionsleitung: Catrin Arming
Darsteller
Martina Ebm, Wolfgang Oliver, Christina Scherrer, Markus Schöttl
Termine/Spielort/Tickets
Uraufführung am 8. September 2010 um 20h
Weitere Termine: 9. bis 12. September 2010 jeweils um 20h
Spielort: Schauspielhaus Wien (Porzellangasse 19, 1090 Wien)
Kartenreservierung unter: +43 0681 10 209 623
oder catrin@theateransicht.at
Nähere Infos –> hier
Martin Bruny am Donnerstag, den
27. Mai 2010 um 00:38 · gespeichert in Event-Tipps
| 8. Oktober 2010 |
| 17:30 | bis | 21:30 |
Herbsttage Blindenmarkt: Feuerwerk
Paul Burkhards Zirkusoperette »Feuerwerk« steht im Mittelpunkt der Herbsttage Blindenmarkt 2010. Intendant Michael Garschall garantiert einen Lachschlager par excellence, in den Hauptrollen ist das Operetten-Traumpaar Katrin Fuchs und Andreas Sauerzapf zu erleben. Die populärste Nummer dieser Operette »Oh mein Papa« ist zu einem Weltschlager geworden!
Musikalische Leitung: Kurt Dlouhy
Regie: Michael Garschall
Co-Regie: Isabella Gregor
Bühne: Alexandra Burgstaller
Kostüme: Agnes Hamvas
Choreografie: Monica Ivona Rusu
Licht: Gerald Weilharter
Mit Katrin Fuchs, Gabriele Schuchter, Heilwig Pfanzelter, Michaela Mock, Christiana Bruckner, Fritz Hammel, Robert Kolar, Heinz Müller, Willi Narowetz, Andreas Sauerzapf, Stephan Eder u. v. a.
Chor der Herbsttage Blindenmarkt
Kammerorchester der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz
8., 15., 16., 22., 23., 25., 30. Oktober, 19.30 Uhr
10., 17., 24. und 31. Oktober, 17.00 Uhr
26. Oktober, 16.00 Uhr
Festhalle Blindenmarkt
Nähere Infos –> hier
Martin Bruny am Dienstag, den
25. Mai 2010 um 14:38 · gespeichert in Event-Tipps
| 19. August 2010 |
| 19:30 | bis | 22:30 |
Musicalsommer Bad Leonfelden: The Rocky Horror Show
In ihrer achten Saison spielen die Musicalfestwochen von Bad Leonfelden das Kult Rockmusical »THE ROCKY HORROR SHOW«.
Premiere: 19. August, 19:30 Uhr, Bad Leonfelden
Leading Team
Künstlerische Gesamtleitung: Thomas Kerbl
Regie: Sven Sorring
Musikalische Leitung: Andreas »Anda« Tentschert
Choreographie: Darie Cardyn
Licht und Tondesign: Ingo Kelp
Bühne: Jan Hax Halama
Maske: Corinna Baumgartner
Video Art: »Der Träumer«
Cast
Frank N. Furter: Dennis Oliver
Brad Majors: N. N.
Janet Weiss: Daniela Dett
Riff Raff: Sven Sorring
Magenta: Eva Maria Marschall
Columbia: Dara Pain
Rocky: N. N.
Dr. Everett Scott: Althea Bridges
Eddie: Frank Felicetti/Klaus Niederhuber
Criminologist: Eugen Victor
Vorstellungstermine
19., 21., 26.-28. August 2010, 2.-4. September, 9.-11. September 2010
Beginn jeweils 19:30 Uhr
Tickets
- telefonisch unter 07213-6397
- per E-Mail: kurverband@badleonfelden.at
- und bei allen ÖTicket Verkaufsstellen
Nähere Infos —> hier
Martin Bruny am Dienstag, den
25. Mai 2010 um 12:57 · gespeichert in Event-Tipps
| 21. Dezember 2010 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Dieses Weihnachtskabarett betrachtet auf humorvolle Weise alle Krisen rund um das schönste Fest des Jahres. In witzigen, ironischen Spielszenen, Liedern und Texten spielen Sigrid Spörk und Serge Falck ein heutiges Ehepaar, das krampfhaft aber dennoch hoffnungsfroh auf der Suche ist nach den letzten Überresten einer vorweihnachtlichen Stimmung.
Von der aufgesetzten Vorfreude, über die Qual, das Richtige zu schenken, bis zur wahren Ehekrise beleuchtet dieser Abend alle Probleme dieser hektischen Zeit …
Termine
Waidhofen an der Ybbs (Plenkersaal) 2. 12.
Graz (Orpheum) 12. 12.
Hörsching … (Kusz) 14. 12.
Gmunden (Stadttheater) 15. 12.
Salzburg (Republic) 16. 12.
Tulln (Stadtsaal) 20. 12.
Wien (Theater Akzent) 21. 12.
Nähere Infos -> hier
Martin Bruny am Montag, den
24. Mai 2010 um 21:46 · gespeichert in Event-Tipps
| 12. August 2010 |
| 20:00 | bis | 23:00 |
Anton Tschechow: Die Möwe
Armes Theater Wien im Liebhartstaler Bockkeller
Das Arme Theater Wien, ein Ensemble kluger und souveräner Spieler unter der Regie von Erhard Pauer, ist im August 2010 mit Anton Tschechows Die Möwe abermals im Bockkeller zu Gast.
Wie in allen Produktionen will das Arme Theater Wien auch in der “Möwe” Ensemblearbeit forcieren, so dass es ein Aufeinanderhorchen und zärtliches Miteinander der Schauspieler und Schauspielerinnen gibt, wie man es vom Musizieren her kennt. Auch die Momente der Stille des Abwartens sind genauestens inszeniert.
Der Spiegelsaal des Wiener Volksliedwerks ist idealer Spielort, um die Stimmung auf dem Landgut am See zu evozieren, wo vom wahren Leben und vom Theater geträumt wird und wo Mutter und Sohn, die Diva und ihr Geliebter, der Schriftstellersohn und die junge Nina einander lieben und quälen.
Inhalt
Der Lehrer liebt Mascha, Mascha liebt Kostja, der wiederum liebt Nina, die liebt den Schriftsteller Trigorin, der jedoch nur sich selbst liebt. In Tschechows bittersüßer Komödie Die Möwe geht es um die Liebe im Überstehen des Unglücks, um das Entkommen aus der Öde der Provinz und die Produktion von Kunst. “Wir beschreiben das Leben so wie es ist und weiter weder piep noch pup. Wir haben weder Nah- noch Fernziele, unser Herz ist wie leergefegt. Ob dies eine Krankheit ist oder nicht – es geht nicht um die Beziehung, sondern um das Eingeständnis unserer Lage”, so Tschechow an einen Freund und Kollegen. Tschechow gelingt es, das Gefühlselend der leidenden Menschen in ihrer Alltäglichkeit und ihren Leerlauf in einer materiell saturierten Gesellschaft widerzuspiegeln und es gleichzeitig komisch und lachhaft wirken zu lassen. Zum Stück In diesem Stück geht es immer auch um die Kunst der Wahrnehmung. Bei Tschechow drücken die Figuren weniger aus, wer sie sind oder sein wollen; die Menschen verdeutlichen sich stets im Blick der anderen. Was ist los mit den Menschen und warum gehen sie uns heute noch genauso an wie vor hundert Jahren? Sie suchen nach Liebe und Sinn, sie denken groß und handeln doch immer wieder klein. Tschechows realistisches Sinnsucher- und Liebesleidstück ist ein theatralischer Seelenzergliederungsapparat, in dem eine traurige Komödie und eine groteske Tragödie zugleich stecken. Verschiedene Seelenlagen werden beleuchtet: sehnsuchtsvoll, stumpfsinnig, gierig, gleichgültig, flausenhaft, tragisch, komisch, banal. Das homogene und konzentrierte Ensemble folgt den Spuren des “Seelenarztes” Tschechow, eines geübten Psychologen, dem der Mensch selbst hinter kostbaren Selbstlügenpelzmänteln nicht verborgen bleibt, und eines Sehers, dem auch die subtileren Verbindungen von äußerem und innerem Elend nicht entgehen. …aber das Gefühl ist der Ausgangspunkt. Das ist unser Beruf.
Darsteller
Inge Altenburger, Evelyn Fuchs, Krista Pauer, Walter Gellert, Manfred Jaksch, Peter Kratochvil, Markus Pol, Thomas Rabitsch u.a.
Regie: Erhard Pauer
Premiere: 12. August 2010
Weitere Vorstellungen: 16.-20., 23.-27. August 2010
20.00 Uhr │Liebhartstaler Bockkeller
Reservierung unter Tel.: 0699 816 39 394 oder info@armestheaterwien.at, www.armestheaterwien.at Eintritt: € 15,- (erm. für Mitglieder des wvlw € 13,-)
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Martin Bruny am Montag, den
24. Mai 2010 um 18:33 · gespeichert in Event-Tipps
| 10. Juni 2010 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Das THEATER OHNE FURCHT UND TADEL zeigt:
K A S P A R H A U S E R
Vom Seelenleben eines Menschen
von Sonja Graf
»Vor etlichen Wochen habe ich von Gartenkress meinen Namen gesäet und dieser ist recht schön gekommen, der hat mir eine solche Freude gemacht, dass ich es nicht sagen kann und da ist einer in den Garten hereingekommen, hat viele Birnen fortgetragen, der hat mir meinen Namen zertreten…«
Inszenierung und Gesamtleitung: Sonja Graf & Markus Hummel
Mit: Sonja Graf, Alexe Schmid, Markus Hummel, David Miesmer
Am Cello: Klaus Joachim Keller
Komposition und Klanginstallation: Markus Hummel
Film, Raum, Kostüm: Sinn & Wahn. Kunst
Aufführungsort: Narrenturm, Pathologisch-Anatomisches Bundesmuseum,
Spitalgasse 2, A-1090 Wien
Premiere/Uraufführung: Do 10. Juni 2010
Vorstellungen: Fr 11. 06., Sa 12. 06., Mi 16. 06., Do 17. 06. sowie Fr 18. 06.2010
Beginn: 20.00 Uhr
Nur bei schönem Wetter
Karten und Infos unter: 0676/425 09 85
Kartenpreise: 8 €-15 €
Am Pfingstmontag des Jahres 1828 erscheint auf einem einsamen Platz mitten in Nürnberg »in höchst auffallender Haltung des Körpers«, »schwankend wie ein Betrunkener« ein junger Mensch, den keiner kennt. In seiner Hand hält er einen Brief adressiert an den Rittmeister des 6ten Regiments der Leichten Reiterei; auf jede an ihn gerichtete Frage antwortet der Fremde ohne Sinn und Verstand mit ein und demselben Satz: »I möcht a söchäner Reiter wärn, wie mei Vater gwän is.« Niemand weiß, woher er kommt. Der Sprache kaum mächtig wird er von den Behörden aufgegriffen und schreibt mit ungelenker Hand den Namen: Kaspar Hauser.
Bei näherer Untersuchung stellt sich heraus, dass der junge Mann Opfer eines ungeheuren Verbrechens geworden ist. Über zwölf Jahre hatte man ihn vollkommen allein in einem finsteren Gelass gefangen gehalten und schließlich unter rätselhaften Umständen ausgesetzt. Der Magistrat nimmt sich seiner an, das Schicksal des »Kindes Europas« findet allerorten reges Interesse. Und langsam erwacht das verstörte Bewusstsein des unbekannten Findlings, entwächst er der Sprachlosigkeit, gewinnt er sich die Welt: die Sterne, den Schnee, ein weiches Bett, die Musik. Und Spuren seiner Erinnerung.
Die für Hauser glückliche Zeit endet jedoch plötzlich: aus dem Dunkeln tritt ein Vermummter auf ihn zu und verletzt ihn schwer. Drei Jahre später wird er an den Folgen eines weiteren Attentates innerlich verbluten - Ziel und Zweck eines brutalen, politischen Kalküls, der zynischen Gier nach Macht. Die genauen Umstände des Mordes bleiben unbekannt. Kaspar Hauser wird zum Rätsel seiner Zeit.
Nach Originaldokumenten und dem bekannten Roman von Jakob Wassermann wird ein Stück subjektiver Geschichte erzählt, vom Erwachen der Seele, vom Ringen um den Geist, von einem gewaltsamen, unbegreiflichen Ende. Von der Bestürzung über die Welt.
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Martin Bruny am Montag, den
24. Mai 2010 um 16:06 · gespeichert in Event-Tipps
| 24. März 2011 |
| 19:30 | bis | 22:30 |
Stadttheater Klagenfurt: AMERIKA
Schauspiel mit Musik
von Bernd Liepold-Mosser
Nach der Erzählung von Franz Kafka
Musik von Naked Lunch
Amerika ist seit der Neuzeit die Chiffre für eine real existierende Utopie. Nicht erst mit den Mythen von Hollywood, Mickey Mouse und Elvis und auch schon lange vor den Ungewissheiten und Tragödien des erzwungenen Exils hat sich die Neue Welt als Sehnsuchtsmoment in das europäische Unbewusste eingeschrieben: ein weiter, sich dehnender Raum dient als Projektionsfläche, die bevölkert werden will mit den Ausgeburten der Phantasie all jener, die nie in ihrem Leben dort gewesen sind.
Kafka, der österreichische Autor aus Prag, kannte das Land nur vom Hörensagen, ebenso wie der Schöpfer von Winnetou und Old Shatterhand, oder, um ein aktuelles Beispiel aus dem europäischen Kino zu nehmen, Lars von Trier, dessen Beschäftigung mit den Brüchigkeiten des amerikanischen Mythos genau darauf baut, eben niemals über den Atlantik gekommen zu sein. Amerika ist ein imaginärer Fluchtpunkt, ungeachtet der Barrieren aus Kontrollen, Bürokratie und Paranoia, die das reale Land um sich herum errichtet hat, mit und ohne der großen Leerstelle am Ground Zero und den Implosionen der Aktienmärkte.
Zu Kafkas Zeiten war die Einreise zwar strapaziöser als heute, aber bestimmt auch einfacher. Im vorliegenden Fall des 17-jährigen Protagonisten Karl Rossmann geschieht die Überfahrt allerdings nicht ganz aus freien Stücken, wird er doch von seinen Eltern nach Amerika geschickt, weil er die Haushälterin geschwängert hat. Die Geschichte setzt mit Karls Ankunft im Hafen von New York ein, und gleich von der ersten Szene an verstrickt sich der übermäßig selbstbewusste, zu grotesker Verstiegenheit neigende junge Held in Schwierigkeiten. Es wäre nicht Kafka, gäbe es für diese Verwicklungen eine Erklärung. Ganz im Gegenteil vollziehen sich die Ereignisse nach einem scheinbar verborgenen Plan, der den Wunsch nach Verstehen gezielt ins Leere laufen lässt. Wann immer Karl neue Bekanntschaft macht und die Hoffnung auf ein vernünftiges Weiterkommen keimt, sinkt er tiefer ins Schlamassel.
Was Kafka ausbreitet ist eine Art Road-Movie, die an den traurigen Tramp der Stummfilmzeit ebenso gemahnt wie an die absurden Anti-Helden Becketts. Die von slapstickhaften Elementen geprägten Erlebnisse Karls camouflieren den Gestus des Erziehungsromans und der großen amerikanischen Erzählungen. Der Erfolg ist nur vermeintlich, das wiederholte Scheitern unausweichlich, und man fragt sich, was dieser Karl auf seiner Reise gelernt haben könnte. Dennoch zieht sich durch die Geschichte ein lichter Ton, der weite Westen lässt die Hoffnung auf Entrinnen fortdauern. Man kommt nicht umhin, sich über Karls groteske Laufbahn und die ihm begegnenden Figuren zu amüsieren.
Leading Team
Regie Bernd Liepold-Mosser
Musikalische Leitung Oliver Welter
Choreographie und Regiemitarbeit Ricarda Regina Ludigkeit
Bühne Rainer Sinell
Kostüme Gera Graf
Dramaturgie Sylvia Brandl
Darsteller
Dagmar Hellberg, Katharina Schmölzer, Nadine Zeintl, Daniel Doujenis, Arthur Klemt, Kai Möller, Jens Schnarre, Robert Stadlober, Eduard Wildner, Erwin Windegger und Naked Lunch
Mitglieder des Chores des Stadttheaters Klagenfurt (Einstudierung Günter Wallner)
Uraufführung 24. März 2011
Nähere Infos –> hier
Martin Bruny am Montag, den
24. Mai 2010 um 09:22 · gespeichert in Event-Tipps
| 27. Mai 2010 |
| 10:30 | bis | 12:30 |
Dschungel Wien: Das Spiegelkabinett: Wer bist du?
Uraufführung / Schauspiel mit Tanz und Musik / 40 Minuten / ab 2 Jahren
27. Mai 2010 - 28. Mai 2010
Saal 2
Jeden Tag sehen wir Menschen. Viele Menschen. Auf der Straße, in der U-Bahn, im Restaurant oder zu Hause. Familie, Freunde, Bekannte, Berühmtheiten, Fremde, …
Manche kennen wir, manche erkennen wir, manche zischen vorbei, ohne uns die Möglichkeit zu geben sie zu betrachten. Manchmal schauen wir weg, um sie nicht betrachten zu müssen. Manchmal würden wir so gerne hinsehen, trauen uns aber nicht. Eine Fülle von Eindrücken. Und am Abend stellen wir uns eine Menge von Fragen:
Was wäre geschehen, wenn wir den alten Mann angesprochen hätten? Was wäre geschehen, wenn wir dem traurigen Kind etwas vorgesungen hätten? Was, wenn wir den Sportler zu einem Wettrennen herausgefordert hätten? Hätten wir gewonnen? Nein? Vielleicht könnten wir uns so verwandeln, dass wir es mit ihm aufnehmen können. In eine Rennmaus, in einen Düsenjet, oder in einen Lichtstrahl…?
Einmal all die seltsamen, lustigen, freundlichen, grimmigen Figuren zu treffen, uns auf die Begegnungen einzulassen und zu sehen, wo sie uns hinführen, das ist die Vorgabe für »Wer bist du?«. Mit manchen werden wir uns gut verstehen, einige werden wir das nächste Mal meiden, ein paar wenige werden uns Angst einjagen und ganz nebenbei werden wir merken, dass auch wir uns verändern, je nachdem, wer uns gegenüber steht.
/ REGIE, KONZEPT: Richard Schmetterer / BÜHNE, KOSTÜM: Karoline Hogl /
MUSIK: Christoph Richter / DARSTELLERINNEN: Michaela Mark, Alexander Donesch /
Termine
27. Mai 2010 10:30
27. Mai 2010 16:30
28. Mai 2010 10:30
28. Mai 2010 16:30
Nähere Infos –> hier
Martin Bruny am Montag, den
24. Mai 2010 um 01:34 · gespeichert in Event-Tipps
| 29. Juli 2010 |
| 20:00 | bis | 23:00 |
Musikfestival Steyr: Edith Piaf - “Der Spatz von Paris”
Ein Musical von Pam Gems über das Leben von Edith Piaf
Deutsch von Angela Kingsford Röhl
Eine musikalische Collage über das Leben der einst bestbezahltesten Chansonsängerin des 20. Jahrhunderts - Edith Piaf. Süchtig nach Liebe, weltberühmt und von Millionen verehrt, prägte die “Piaf” das französische Chanson, wie keine andere. Erst ihre Männer machten sie von der Pariser Göre zum Weltstar.
Ort und Zeit des Geschehens: Paris im 20. Jahrhundert. Das Musical “Edith Piaf - Der Spatz von Paris” ist als Schauspiel mit Musik zu verstehen, in dem mitwirkende SchauspielerInnen in bis zu vier Rollen zu sehen und hören sind. Ursprünglich für 3 Frauen und 5 Männer geschrieben (uraufgeführt im Berliner Coupà©-Theater, im April 2008), konzentriert sich die Inszenierung in Steyr auf eine kleinere Besetzung - 2 Frauen und 3 Männer -, wodurch die Hauptfigur des Stücks, Edith Piaf, noch mehr in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt wird.
Die Geschichte des harten Kampfes einer Frau, gefangen zwischen Liebe, Sehnsucht und Leidenschaft - durch ihr Leben begleitet von ihrem Manager, dem Geliebten, dem Ehemann, sowie dem Entdecker. Mittels (Bild-) Projektionen werden einzelne Stationen bzw. Szenen der Karriere von Edith Piaf auf der Bühne (wieder) zum Leben erweckt. Ein musikalischer Abend, gewidmet der Poesie sowie dem Auf und Ab eines Künstlerinnenlebens. Ein spannendes Theaterstück mit den bekanntesten Chansons der “Piaf”, u. a. natürlich mit “Non, je ne regrette rien” - “Ich bereue nichts.”
Cast: Michaela Christl, Conny Bös, Martin Lubenov, Ivaylo Guberov, Josef Krenmair
Regie: Ivaylo Guberov
Termine: Do, 29.7. / So, 1.8. / Do, 5.8. / So, 8.8.2010
Beginn: 20:00 Uhr im Alten Theater
Nähere Infos –> hier
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