Feliz Navidad
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- davedays @YouTube
Ramesh Nair ist seit vielen Jahren fixer Bestandteil der Wiener Musicallandschaft, sei es als Darsteller oder in den letzten Jahren verstärkt als Choreograph und Gründer der “Sophistikids”.
Am Ende passiert dem “Musicaldarsteller” Nair nun als Galionsfigur einer Werbekampagne des Telekommunikationsunternehmens tele.ring der Traum vieler Musicaldarsteller: ein Sprung in die Popcharts.
Die Signation des Werbespots “Frag doch den Inder” wurde vom Plattenlabel MGSound/HitSquad zur Popnummer ausgebaut, ein Video steht auf YouTube (Link –> hier) bereit. Jetzt fehlen nur noch Fans, die sich die Scheibe auch kaufen und für Airplay im Radio sorgen.
The K & L Orchestra (Linde Gansch - Cello, Stimme; Kyrre Kvam - Stimme) hatte seinen ersten Auftritt im Dezember 2007, als sich Autor und Regisseur David Schalko Lieder aus den 80er Jahren als Begleitmusik für eine Lesung wünschte. Kyrre Kvam und Linde Gansch hatten bereits ein großes Repertoire, allerdings mit Jazzstandards und norwegischen Volksliedern. Über Nacht wechselten die beiden die Musikrichtung, statt “My Funny Valentine” und “Cry me a River” spielten sie “Girls just wanna have fun” und “Tainted Love”. Der Auftritt wurde ein großer Erfolg und das Projekt fortgesetzt.
The K & L Orchestra interpretiert bekannte Hits auf neue Art: Songs wie Duran Durans “Wild Boys” oder “Touch me” von Samantha Fox werden in einen musikalisch neuen Kontext gestellt, Hits von Popstars wie Michael Jackson erklingen melancholisch schön durch einfache Arrangements und in besonderem Sound. Beim “Orchester”, das nur aus drei Instrumenten besteht - Cello, Stimme und Stimme - funktioniert das Cello manchmal als Begleitung, manchmal als dritte “Gesangsstimme”.
Ein Lied wird ausgewählt, weil es “einfach gut” ist, oder weil es einen bescheuerten Text hat, oder weil es gut ist und einen bescheuerten Text hat. In einem transparenten Setup wie diesem werden Lied-Texte sofort hörbar, was den AutorInnen mal zur Ehre gereicht und mal weniger. Überzeugen kann man sich davon beim nächsten Live-Gig in der Wiener Sargfabrik - am 9. Dezember 2008 um 20 Uhr. Ticketinfos –> hier
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- MySpace-Account von Linde Gansch
- MySpace-Account des K & L Orchestra
- MySpace-Account von Kyrre Kvam
- Sargfabrik
Am 26. Februar 2009 feiert Frank Wildhorns Musical “RUDOLF” am Wiener Raimund Theater seine deutschsprachige Erstaufführung. In den Hauptrollen: Drew Sarich und Lisa Antoni.
Bereits am 21. November 2008 wird ein erster akustischer Eindruck dieser Show in den Plattenläden stehen: “I was born to love you”, das Liebesduett von Rudolf (Drew Sarich) und Mary von Vetsera (Lisa Antoni).

Der in englischer Sprache gesungene Song (Frank Wildhorn/Jack Murphy) wurde mit eindeutiger Zielrichtung Charts von HitSquad/MG-Sound als poppige Ballade auf Augenhöhe mit Produktionen internationalen Formats feinjustiert produziert, und auf diesem Terrain ist Frank Wildhorn, der unter anderem Whitney Houstons Hit “Where do broken hearts go” (1987) sowie zahlreiche andere Lieder für Stars wie Travis Tritt, Natalie Cole oder Linda Eder komponierte, ein Garant für Gefühlvolles mit Gänsehautfaktor. Ich persönlich vergleiche ja die Wildhorn’schen Powerballaden immer mit kleinen Euphorie-Drops, die in der Intensität und Vielzahl nur beim “Bigger-than-Life”-Maestro zu finden sind. Schmuseballaden wie “I was born to love you” kreiseln natürlich immer im am Rand zwischen Edel und Kitsch, aber da sind es letztendlich Interpretation und Produktion, die einen Song aus dem Schmalz in den Balladenolymp schießen.
“I’m called ‘That Pop Guy’”, sagte der Komponist einmal in einem Interview mit der Los Angeles Times, angesprochen auf die “bigger than life”-Popmelodien, die seine Musicals immer schon auszeichneten. Und in Richtung der New Yorker Kritiker, die Musicals mit Pop-Touch meist als völlige Fehlentwicklung betrachten: “What do they want me to be? ‘The Unpop Guy?’” Wildhorn weiter:
I just love music. I’m a composer. When I work in the theater, I’m a theater composer. When I’m writing for Whitney Houston or Kenny Rogers or Natalie Cole, I’m a pop composer. I’ve been commissioned by the Bolshoi Ballet to do a full length ballet, so I’m a classical composer when I’m doing that. I’m just a composer, and depending on the medium I work in, that’s what I am that day.
Der Pop-Appeal ist also eines der Markenzeichen der Musicalsongs à la Wildhorn. Ein weiteres: Seine Lieder wachsen mit der “Qualität” des Performers und lassen sich wunderbar gestalten, man kann sie im wahrsten Sinn des Wortes zum Leben erwecken - anders etwa als die Lieder von Phil Collins, die mal als “Tunnelsongs” bezeichnet worden sind: Augen zu und geradlinig durch, jedes Abweichen von der Ideallinie wird mit einem bösen Crash geahndet, eigenständige Phrasierungen unerwünscht.
Lisa Antoni und Drew Sarich jedenfalls gehen ganz in “ihrem” Liebeslied auf. Man muss wohl kein großer Prophet mehr sein, um Lisa Antoni eine schöne Karriere zu prognostizieren und Drew Sarich ein weiteres Karrierehoch.
“I was born to love you”
(Frank Wildhorn/Jack Murphy)
Tracks:
1) “I was born to love you” (Radio Edit) [03:26]
2) “I was born to love you” (Acoustic Version)
3) “I was born to love you” (Dance Mix)
4) “I was born to love you” (Instrumental Version)
Mehr von “RUDOLF” auf CD wird es frühestens im April 2009 geben, da sollte das Cast-Album fertig sein.
| 11. November 2008 | ||
| 20:00 | bis | 23:00 |
Mit nur zwanzig Jahren hat er sein Debut »Eulogy For Evolution« veröffentlicht und versetzte damit die eingeweihte Indie-Szene mit den Koordinaten »Kunst« und »Kammermusik« in Begeisterung. Auf 40 Minuten verteilt er acht unbetitelte Kompositionen, die vorwiegend kammermusikalischer Natur sind, also von einem Streichquartett bestimmt werden und deren solistischer Kontrapunkt ein Piano darstellt, das vorwiegend auf Akkordbegleitung verzichtet und meistens einsame melodiöse Verläufe in die meditativen Streicherarrangements integriert. Angesichts seiner isländischen Herkunft liegt der Vergleich mit Sigur Rà²s nahe und ist tatsächlich nicht zu gewagt - 2008 wurde er von Sigur Rà²s ja auch als Support ihrer Tour engagiert. Nebenbei komponiert und produziert der Hardcore-Afficionado noch Intros/Outros für Heaven Shall Burn.
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- à“lafur Arnalds @ MySpace
- Szene Wien
Tourplan (Deutschland/Österreich)
08.Nov.2008 20:00 Zeise Kino Hamburg, DE
09.Nov.2008 20:00 Centrà© Francais Berlin, DE
11.Nov.2008 20:00 Szene Wien, AT
13.Nov.2008 20:00 PMK Innsbruck, AT
19.Nov.2008 20:00 AJZ Chemnitz, DE
20.Nov.2008 20:00 Das Bett Frankfurt, DE
24.Nov.2008 20:00 Cineplex Münster, DE
Man hört, dass in vielen Supermärkten Österreichs schon Weihnachtsware wie zum Beispiel Lebkuchen einsortiert wurde. Kein Wunder, dass es nun auch langsam mit den Weihnachts-CDs ernst wird.
Am 14. Oktober 2008 erscheint bei Sony BMG Masterworks Kristin Chenoweths (”Wicked”) erster Weihnachts-Longplayer “A lovely way to spend Christmas”, und dafür hat sich der Musicalstar prominente Produzenten ins Studio geholt, so unter anderem Robbie Buchanan (Barbra Streisand, Bette Midler, Barry Manilow) und Executive Producer Jay Landers (Streisand, Midler, Manilow, Celine Dion und Josh Groban).
Die Aufnahmen entstanden in den legendären Capitol Recording Studios A & B, wo schon Frank Sinatra, Judy Garland und Nat King Cole ihre Weinhnachts-Klassiker eingespielt haben.
Für “A lovely way to spend Christmas” hat die Sängerin sowohl neu komponierte Lieder ausgewählt (”Home on Christmas Day”, geschrieben von Walter Afanasieff und Jay Landers; “Born on Christmas Day” mit Lyrics von R&B-Superstar Peabo Bryson) als auch Klassiker wie “Silver Bells” oder “I’ll be home for Christmas”.
Kristin Chenoweth über ihre neue CD:
From the minute I signed with Sony Classical eight years ago, I wanted to record a Christmas album. I grew up listening to Barbra Streisand’s Christmas album, and that was such an inspiration to me. Christmas is my favorite holiday and I am blessed and excited to be able to do my own Christmas album.
Track Listing
01 I’ll Be Home For Christmas
02 Christmas Island
03 The Christmas Waltz
04 Do You Hear What I Hear?
05 Marshmallow Ride / Sleigh Ride
06 Sing
07 Silver Bells
08 Come On Ring Those Bells
09 What Child Is This?
10 Home On Christmas Day
11 Born On Christmas Day
12 Sleep Well Little Children / What A Wonderful World
Seit die amerikanische Choreographin Mia Michaels den Song 2007 für eine Tanznummer der populären US-Castingshow “So You Think You Can Dance” verwendet hat, gilt die italienische Sängerin Elisa als Geheimtipp in den Staaten. “Dancing” ist das, was man einen Themesong nennen kann, für alle, die sich dem Tanz verschrieben haben, aber ganz bestimmt auch für die Sängerin selbst.
Am 8. April gab Elisa im New Yorker In-Treff “Joe’s Pub” ihr US-Konzertdebüt, ihre erste englischsprachige CD “Dancing” ist seit 15. Juli in den Staaten erhältlich (in Europa als Import)
Dancing
Time is gonna take my mind
and carry it far away where I can fly
The depth of life will dim the temptation to live for you
If I were to be alone silence would rock my tears
’cause it’s all about love and I know better
How life is a waving feather
So I put my arms around you around you
And I know that I’ll be leaving soon
My eyes are on you they’re on you
And you see that I can’t stop shaking
No, I won’t step back but I’ll look down to hide from your eyes
’cause what I feel is so sweet and I’m scared that even my own breath
Oh could burst it if it were a bubble
And I’d better dream if I have to struggle
So I put my arms around you around you
And I hope that I will do no wrong
My eyes are on you they’re on you
And I hope that you won’t hurt me
I’m dancing in the room as if I was in the woods with you
No need for anything but music
Music’s the reason why I know time still exists
Time still exists
Time still exists
Time still exists
So I put my arms around you around you
And I hope that I will do no wrong
My eyes are on you they’re on you
And I hope that you won’t hurt me
So I put my arms around you around you
And I hope that I will do no wrong
My eyes are on you they’re on you
And I hope that you won’t hurt me
Jüngst haben es die amerikanischen Aufsteiger “The Jonas Brothers” aufs Cover von BILLBOARD geschafft, nun haben sie quasi den Ritterschlag erhalten und zieren das jüngste Cover des “Rolling Stone”. Unter dem Titel “The Clean Teen Machine” analysiert das Rock-Magazin die Karriere der smarten US-Boys. (via Perez Hilton)
After all, the primary engine behind the Jonas Brothers phenomenon — besides the brothers themselves — is the Walt Disney Company, which has made hundreds of millions of dollars blanketing the American tweenscape with a sun shower of G-rated musical entertainment. With its various subsidiaries — including Disney Channel, Radio Disney and a record company, Hollywood Records, not to mention theme parks and merchandising arms — Disney has built powerhouse 21st-century franchises like High School Musical and Hannah Montana. In an era when music companies have struggled to connect with record buyers, Disney prospered by cultivating a demographic that had been largely ignored. “People don’t think they have much buying power, but they do,” says Disney president Robert Iger. “We decided they should be our core demo.
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- Perez Hilton
- Rolling Stone
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Schauspielerische Ambitionen hatte der amerikanische Singer/Songwriter Barry Manilow in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Viel ist daraus nicht geworden, was die große Leinwand betrifft, seine Songs allerdings werden in den letzten Jahren immer wieder in Hollywood-Blockbustern eingesetzt, und sei es auch nur, um eine bestimmte abstruse Stimmung zu erzeugen.
Zum Beispiel mit “Can’t smile without you”, einem Happy-Mitklatsch- und Mitpfeifsong - aber nicht, wenn ihn Hellboy im zweiten Teil seiner 2004 begonnenen Abenteuer anstimmt, und doch, gerade diese Szene sorgt in den amerikanischen Medien derzeit für Schlagzeilen. So schreibt die Salt Lake Tribune von “best use of a Barry Manilow song in a soundtrack ever”.
Guillermo del Toro, Regisseur von “Hellboy II” bezeichnete in Interviews jene Szene, in der Hellboy Ron Perlman “Can’t smile without you” singt, als seine liebste. Del Toro:
I think everybody is a secret admirer of Barry Manilow. When I was kid I used to be fully into punk; you know, the Sex Pistols, the Ramones - and/or progressive rock - Peter Gabriel, Genesis, Pink Floyd. But secretly, at the end of the day, the cassette that went into my car was “Mandy”.
“Hellboy II” startet heute in den amerikanischen Kinos.
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- Hellboy II: Official Trailer
Mit einem phänomenalen Konzert begeisterte Curtis Stigers am 8. Juli 2008 in der Wiener Kammeroper beim Jazz Fest Wien.

Begonnen hat alles mit dem Einheiz-Soul/R&B/Funk-Act von Gisele Jackson, die es mit dem Wiener Publikum etwas schwer hatte. Ganz nach Performer-Manier einer Patti Labelle enterte sie die ersten Sitzreihen und animierte die Wiener zum Mitsingen, daraus wurde - natürlich - nichts, dann reduzierte sie auf “Can you show me love - in your way”, was nach zwei zaghaften Ich-weiß-nicht-wie einer der Wiener mit einem herzhaften “NO” beantwortete.
Gut war sie dennoch, Gisele Jackson, auch wenn sie auf eine Line-up zurückgreifen musste, die aus Wien stammte (Christoph Helm, g; Hannes Oberwalder, keys; Bernhard Wiesinger, ss, ts; Bastian Stein, tp; Jojo Lackner, b) und nicht wirklich auf einen stimmigen Groove kam. Zu sehr klebten die Musiker an ihren Noten, Drummer Joris Dudli, langjähriger musikalischer Begleiter von Gisele Jackson, tat sein Möglichstes, und in manchen Momenten ging die Show dann auch wirklich ab.

Curtis Stigers wurde bei seinem ersten Gig in Wien nach sechzehn Jahren von Matthew Fries an Bösendorfer, an den Drums von Keith Hall, am Kontrabass von Cliff Schmitt und an der Trompete von John Sneider begleitet. Er startete mit einem verjazzten Elvis-Klassiker (”That’s alright Mama”, geschrieben von Arthur Crudup) und gab danach “You’re all that matters to me”, einen seiner eigenen Klassiker von seinem ersten Album, mit kleiner Scat-Einlage. In seinem rund 90-minütigen Programm verließ sich Stigers aber nicht auf das, was er für viele, die seine Karriere in den letzten Jahren nicht mitverfolgt haben, am besten kann, nämlich poppige Love-Songs. Er rechtfertigte quasi seinen Auftritt beim Jazz Fest Wien mit ein paar satirischen Kommentaren zu seinem Image als Pop-Schnulzer und dass er eigentlich ja den Jazz schon immer geliebt hat:
Joe Jackson, Randy Newman, Bob Dylan, Tom Waits, Emmylou Harris - die großen Songwriter und Interpreten waren es dann, die Stigers in der Wiener Kammeroper interpretierte - und seinen Trademark-Song “I wonder why”. Ein charmanter Abend mit einer durch und durch gediegenen, swingenden Band und einem Curtis Stigers in Hochform. Wunderbar.