Martin Bruny am Sonntag, den
18. März 2012 um 13:15 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
20. April 2012
20:00
bis
23:00
1997 schrieb der Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Patrick Marber das Theaterstück »closer«, das seit seiner Uraufführung am Royal National Theatre für heftige Diskussionen sorgt. So war in einer Rezension der »taz« anlässlich der deutschen Produktion von »Hautnah« anno 2000 am Oldenburgischen Staatstheater unter dem Titel »Wie das Lotterleben so spielt – sie fickten und sie schlugen sich« Folgendes zu lesen:
Männer lassen die Hosen runter, Frauen brechen durch eine riesige Leinwandvagina auf die Bühne. So hinterrücks defloriert prangen die gespreizten Schamlippen dem Oldenburger Publikum direkt ins Gesicht. Die Premiere von Patrick Marbers ‚Hautnah‘ löste unter der Regie von Urs Odermatt den Titel des Stückes ein und trennte dadurch nach der Pause im Oldenburgischen Staatstheater zartbesaitetere TheatergängerInnen von den aufgeschlosseneren. Die bildeten dann aber eine klare Mehrheit und quittierten die Inszenierung mit viel Beifall.
2004 kam eine Verfilmung des Stoffes in die Kinos, die weit weniger unzüchtig angelegt war, dafür aber mit hübschen Darstellerinnen und Darstellern (Julia Roberts, Jude Law, Natalie Portman und Clive Owen) sowie einem süffigen Soundtrack aufzuwarten hatte.
2007 feierte »closer« seine Wien-Premiere am Ensembletheater. Als Gastspiel des vienna theatre project ging die Premiere von »closer« (in englischer Sprache) am 7. Mai 2007 über die Bühne.
2012 zeigt der Theaterverein Vision »closer” in deutscher Sprache, unter dem Titel »Hautnah«, und unter der Regie von Joanna Godwin-Seidl (Leiterin des »vienna theatre project«, Regie »The Last 5 Years« in der Drachengasse) im Wiener Off Theater.
Es spielen Caroline Frank (zur Zeit im Raimund Theater und an den Wiener Kammerspielen engagiert), Sascha O. Bauer (im Sommer 2012 als Judas in »Jesus Christ Superstar« bei den Festspielen Röttingen), Sabine Kranzelbinder und Markus Schöttl (beide spielen zur Zeit Peter Turrinis »Rozznjagd« in Klagenfurt).
»Closer«
von Patrick Marber
Deutsch von Helmar Harald Fischer
Cast
Caroline Frank: Anna
Sascha O.Bauer: Larry
Sabine Kranzelbinder: Alice
Markus Schöttl: Dan
Regie: Joanna Godwin-Seidl
Fotos: Martin Siebenbrunner
Premiere: 20. April 2012, 20:00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 21., 26., 27. und 28. April 2012, jeweils 20:00 Uhr
OFF Theater (Kirchengasse 41, 1070 Wien) – Weißer Saal
Martin Bruny am Samstag, den
10. März 2012 um 03:48 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
9. Mai 2012
19:30
bis
21:30
Bis sich die verantwortlichen Damen und Herren der Wiener Kulturpolitik genau überlegt haben, was sie in Zukunft nun wirklich mit der Wiener Kammeroper anstellen wollen, wird es im Haus Gastproduktionen geben.
Eine solche Gastproduktion ist am 9. und 12. Mai 2012 zu sehen. Gegeben werden zwei Einakter über die Ehe für eine Frauenstimme, abwesenden Partner und Ensemble.
1) Sucktion – Eine Cyborg Hyperopera über eine cybererotische Transformation für Sopran, Staubsauger, Laptopplayer und Percussionist
von Anna LeBaron
Irona: ANNA-MARIA BIRNBAUER
Dauer: 40 Minuten
Libretto: Douglas Kearny
Uraufführung: 2008, New Original Works Festival at REDCAT in downtown Los Angeles
Inhalt
Die Oper Sucktion der bedeutenden amerikanischen Komponistin Anne LeBaron zeigt die cyber-erotische Transformation einer unterwürfigen Hausfrau in einen selbstzufriedenen kybernetischen Organismus mittels des subversiven Gebrauchs eines Staubsaugers. Mit Elementen der Satire und Science Fiction kritisiert Sucktion den Sexismus, und im besonderen, wie gesellschaftlich abgesegnete weibliche Abhängigkeit von männlicher wirtschaftlicher Dominanz Frauen zu Hausangestellten ohne Agenden, eben zu “Reinigungsmaschinen” reduziert. Dabei folgt der erzählerische Bogen von Sucktion sechs Songs: Soap Aria, Sucktion Remix, Anniversorry, Cleaning House, Rabbitroobabot’rumba, and Cyborgasm.
In der ersten Szene spricht Irona (die Hausfrau) in der Sprache von Werbesongs, Soaps und Soft Rock-Songs. Der Text von Sucktion setzt die Verwandlung in einen Cyborg mittels einer von der Hausfrau nach und nach angenommenen Kunstsprache in Szene, die aus Elementen aus kreolischem Englisch, Deutsch und onomatopoetischen Annäherungen von Industriegeräuschen gebildet wird.
Sucktion erforscht den Schnittpunkt von geschriebenem Text und akustischer Aufführung durch die Fusionierung eines typographischen Librettos mit experimenteller Konzert-Theatermusik weiter.
Der Text, mit seinem visuellen Kollisionen von schwankenden Mustern, ist gleichzeitig Text, Regieanweisung und Bühnenbild, und erzeugt einerseits eine Flut von TV Soaps von hausfraulicher Unterhaltung, Talk-Shows und Melodramas, andrerseits Irona’s alle Haushaltsgeräte zerstörenden Amoklauf.
2) Miss Donnithorne’s Maggot – Musiktheater für Mezzosopran und Ensemble
von Peter Maxwell Davies
Miss Donnithorne: ANNETTE SCHÖNMÜLLER
Dauer: 32 min
Libretto: Randolph Stow Uraufführung: 1974, Town Hall, Adelaide
Miss Donnithorne’s Maggot ist ein Klassiker des zeitgenössischen Musiktheaters. Die Oper thematisiert die Traumatisierung einer Frau durch das Verlassen werden durch den Partner und ihre Reaktion darauf.
Miss Donnithorne war eine australische Dame und, wie es scheint, eines der Vorbilder für Miss Havisham in Dickens’ Great Expectations. Sie wurde, nachdem sie buchstäblich in letzter Minute sitzen gelassen wurde, eine Einsiedlerin, und im Stück finden wir sie schwadronierend über dem Rest ihrer Hochzeitstorte vor, die mit Instrumentalisten verziert ist. Wie der verrückte König George III in Maxwell Davies bekanntestem Werk Eight Songs for a Mad King hat auch sie acht Lieder, wobei das fünfte ein Notturno-Zwischenspiel ist, das die Altflöte für sie singt. Wie in dem früheren Werk ist auch hier der Solopart eine tour de force stimmlicher Effekte, die über drei Oktaven führt, auch wenn Miss Donnithorne in all ihrem Wahnsinn noch liedhafter ist als George III. Auch ist die Stimmung der Ensemblemusik etwas verhaltener, kontrollierter, vielleicht mehr einer Lady gemäß – allerdings ist hier eine nicht weniger bedingungslose, brillante Darbietung gefragt.
Martin Bruny am Dienstag, den
28. Februar 2012 um 22:05 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
11. April 2012
20:30
bis
22:30
Vom 11. April bis 28. April 2012 ist im Wiener Kosmostheater die Produktion »ARGE Mordslust - ein musikalischer Thriller« zu sehen.
Worum geht’s? Das liest sich in der Ankündigung so:
Des kanns jetzt aber net sein, flucht die eine.
Ein toter Fuß, bemerkt die andere. Dreckschwein, schreit die Dritte! Die Vierte ergreift die Schaufel und beginnt zu beten.
Ein österreichisches Dorf, drei routinierte Witwen, eine Alleinerzieherin, ein asthmatischer Auftragskiller und die Präsentation eines Buches: Mordslust!
Hintergründige Dorfgeschichten samt neuem Gemeindezentrum erfordern schauriges Timing und kriminalistischen Spürsinn in diesem Trash-Krimi mit Musik.
Leading Team
Buch: Michaela Riedl-Schlosser
Regie: Susanne Draxler
Komposition/Songtexte: Herbert Tampier
Ausstattung: Andrea Hölzl
Lichtdesign: Albert Haderer
Regieassistenz: Valentina Kratochwil
Darsteller
Caroline Koczan, Petra Kreuzer, Linde Prelog, Susanne Rader, Herbert Tampier
Spieltage
Mi, 11. April. bis Sa, 28. April 2012 (Mi bis Sa, Beginn: 20:30 Uhr)
Martin Bruny am Montag, den
13. Februar 2012 um 03:21 · gespeichert in Theater, Pop, Event-Tipps
15. Februar 2012
20:00
bis
22:00
15. März 2012
20:00
bis
22:00
»Darf über Nazis gelacht werden?« – Das fragt in einer Aussendung anlässlich der bevorstehenden Premiere von Nick Whitbys »Sein oder Nichtsein” die Presseabteilung der Wiener Kammerspiele.
1942 drehte Ernst Lubitsch in Amerika mit der Nazi-Farce »Sein oder Nichtsein« die Vorlage für dieses Bühnenstück und einen seiner bekanntesten Filme. Doch neben begeisterten Reaktionen kam es auch zu Protesten. So wurde ihm vorgeworfen, den Nationalsozialismus scheinbar zu leichtfertig behandelt zu haben, sich über das Leiden der Polen lustig gemacht zu haben, zeigte er doch eine polnische Theatergruppe im besetzten Warschau und ihre heiterkeitserregende Konfrontation mit Hitlers Gestapo.
Letztlich ist die Frage, ob man über Nazis lachen darf, eine rhetorische, denn ums Dürfen ist es ja eigentlich nie gegangen. Dürfen darf man, doch will oder sollte man auch? 1942, als Lubitsch mit seinem Film in die Kinos kam, war das Jahr, in dem auf der Wannseekonferenz die Vernichtung der Juden beschlossen wurde. Lubitsch führte im Film die Figur des »Konzentrationslager-Erhardt” ein und trieb damit krasse Scherze. Auf Kritik reagierte er folgendermaßen:
Ich habe drei Todsünden begangen, so scheint es – ich habe die üblichen Genres missachtet, als ich Melodrama mit komischer Satire und sogar mit Farce verband, ich habe unsere Kriegsziele gefährdet, weil ich die Nazibedrohung verharmloste, und ich habe außerordentlich schlechten Geschmack bewiesen, weil ich das Warschau von heute als Schauplatz für eine Komödie wählte. [New York Times, 29.3.1943]
und
Dieser Film mokiert sich nicht über die Polen; er war nur eine Satire über Schauspieler, Nazi-Geist und bösen Nazi-Humor. Obwohl dieses Bild des Nazismus als Farce gemeint war, zeigte es ihn doch ungeschminkter als viele Romane, Artikel und Filme, die sich mit demselben Gegenstand beschäftigten. [In einem Brief an Herman G. Weinberg, 1948]
1983 produzierte Mel Brooks, wer sonst, ein Remake des Films, das im Vergleich zu Lubitsch unter anderem so bewertet wurde:
Lubitsch treibt mit Entsetzen Scherz; dass darüber erhobenen Hauptes nach wie vor gelacht werden kann, während das Remake von Mel Brooks (1983, Regie Alan Johnson) nur albern wirkt, darin erweist sich die präzise Treffsicherheit von Lubitschs Komödienstil. [mediaculture]
Martin Bruny am Montag, den
6. Februar 2012 um 03:18 · gespeichert in Musical, Wien, Theater
Der »Welt der Operette« widmet sich eine Ausstellung im Wiener Theatermuseum seit 2. Februar und noch bis 24. September 2012 – kuratiert von Marie-Theres Arnbom sowie Kevin Clarke, und gestaltet von Sam Madwar. Starkult und Kommerz werden ebenso thematisiert wie Sozialkritik, Politik und rassische Verfolgung.
Heute strömen die Besucher ins Kino, früher stürmten sie Operettentheater und warteten auf Novitäten und Skandale ihrer Stars. Showbusiness war angesagt, Glamour und Glitter bestimmten die Inszenierungen, die niemals verstaubt und altmodisch, sondern in der prägenden Zeit der 1920er sozialkritisch, humorvoll und frivol waren. Ihre Akteure wurden zu Superstars und gesuchten Werbeträgern für Produkte von Zigaretten bis Luxusautos. Wiener Operette machte auch am Broadway Furore und war ein einzigartiger Exportartikel österreichischer Kultur.
Ein Rahmenprogramm begleitet diese Ausstellung. Unter dem Motto “Wir laden gern uns Gäste ein” gibt es Gespräche unter anderem mit Dagmar Hellberg, Robert Meyer, Peter Fröhlich und vielen anderen mehr. Weitere Programmpunkte:
Im weißen Rössl – erstmals für Kinder! Kinderversion der beliebten Benatzky-Operette mit Alexander Kuchinka (Regisseur, Pianist und »Leopold«), Cornelia Horak, Christoph Wagner-Trenkwitz, Peter Kühnelt-Leddihn und Sam Madwar (Ausstattung). Eine Produktion des Kindermusikfestivals St. Gilgen. 31. März 2012, 17 Uhr, Eintritt: 18 €, Kinder und Schüler 8 €
Und Operette rettete der ungarische Schlager! Heinz Holecek singt und erzählt
Am Klavier: Markus Vorzellner
25. April 2012, 19.30 Uhr, Eintritt: 18 €, Schüler und Studenten 10 €
Von der Operette zum Wienerlied – »Schlager« für Fortgeschrittene? Maria Stippich, Helmut Stippich, Peter Havlicek und Otto Brusatti bieten Achterbahnfahrten für Schwindelfreie.
3. Juni 2012, 11 Uhr, Eintritt: 18 €, Schüler und Studenten 10 €
Und wer schließlich ein aktuelle Operette sehen will, hat dazu ab 19. Mai 2o12 im Wiener Konservatorium Gelegenheit, wo an diesem Tag die Uraufführung der Musicaloperette »Tee um drei« von Florian Stanek (Buch/Liedtexte) und Sebastian Brandmeir (Musik) stattfindet. (Dabei handelt es sich um keinen Programmpunkt des Theatermuseums.) Nähere Infos –> hier.
Martin Bruny am Samstag, den
28. Januar 2012 um 16:33 · gespeichert in Theater
In einem gemeinsamen Statement formulierten die frei produzierenden Wiener Musiktheatergruppen, seit August 2011 in der Plattform »Freies Musiktheater Wien« vereint, ihren Protest gegen das angekündigte Modell »Kammeroper Neu«. Die freie Szene wurde nicht in den Diskussionsprozess eingebunden.
Etwas pikant ein kleines Detail. Walter Kobera, ebenfalls Mitglied der Plattform, der seinen Deal mit den Vereinigten Bühnen Wien in der Tasche zu haben scheint als Vorstand eines neuen Vereins zur Gründung der »Kammeroper Neu«, hat als einziges Mitglied der Plattform nicht unterschrieben.
Klar ist somit, dass die Aussagen, die Kulturstadtrat Mailath-Pokorny in einem Interview mit dem KURIER traf, zumindest missverständlich waren oder wiedergegeben wurden (siehe auch –> hier). Ausschließlich ein Theater, nämlich die »Neue Oper Wien«, war in die Diskussionen rund um eine von außen gewünschte Neustrukturierung der Kammeroper involviert.
Das Freie Musiktheater Wien steht für Vielfalt und die Aufwertung freier Produktionen, sieht durchaus Bedarf an einem Koproduktionshaus, wünscht sich aber für die Zukunft des Musiktheaters in Wien transparente Entscheidungsfindungen mit substanzieller Beteiligung der freien Musiktheaterproduzenten Wiens.
Unterzeichnet von:
Musikwerkstatt Wien – Huw Rhys James / Anna-Maria Birnbauer
Mupath – Rupert Bergmann
Netzzeit – Michael und Nora Scheidl
Neues Wiener Musiktheater – Alexander Kukelka
Oper Unterwegs – Helga Utz
phace – Reinhard Fuchs
progetto semiserio – Georg Steker
sirene Operntheater - Kristine Tornquist / Jury Everhartz
Teatro Barocco – Bernd R. Bienert
Wiener Taschenoper – Gerhard Dienstbier
Zoon Musiktheater - Thomas Desi
Martin Bruny am Samstag, den
28. Januar 2012 um 03:27 · gespeichert in Theater
Im Wiener Theater Drachengasse ist seit 24. Januar die österreichische Erstaufführung der musikalischen Farce »Mord im Musikantenbeisl« zu sehen. Die Show läuft so erfolgreich, dass man die Spielserie um zwei Tage verlängert hat. Zum lustigen Mörderraten darf man sich nun auch noch am kommenden Donnerstag und Freitag, am 2. und 3. Februar, einfinden.
Die Produktion ist ein schrilles Spektakel, in dem der Humor ab und an mit den United Forces von Bronchial- & Brachialgewalt zelebriert wird, aber wohlüberlegt und geplant. Gute Laune ist vorprogrammiert, wenn das vergammelte, falsche und verlogene Schlager-TV-Geschäft so richtig, aber wirklich so richtig aufs Korn genommen wird.
Das Ganze ist sehr interaktiv angelegt, wer nicht mitpascht, mitstampft und keine Stimme hat, um HOSSA zu brüllen, hat wenig Chancen, heil aus dem Theater rauszukommen, vor allem, wenn man in der dritten Reihe sitzt.
Kleine Unpässlichkeiten innerhalb der Cast wurden so gelöst, dass das Ganze ein noch größerer Spaß wird. So hat Jacqueline Braun, Darstellerin der Moderatorin Linda De Mehl und des amerikanischen blinden 19-jährigen Schlagerstars Heidi Heida, ausgerechnet während der Spielzeit ihre Stimme verloren. Die Lösung: Sie wird live synchronisiert, und das Publikum darf wählen, wer diese Aufgabe denn erfüllen soll: In der Vorstellung vom 27. Januar waren das Richard Panzenböck, der Regisseur, oder Joanna Godwin Seidl, die bei dieser Produktion unter anderem als Assistent der Regie fungiert. Das Publikum wählte mehrheitlich Richard Panzenböck, und auch das war, wie alles an diesem Abend, ein großer Spaß.
Gegen Ende der Show stellte Karsten Kammeier in seiner Rolle als Schizo-Tourette-Blaskapellen-Inspektor einem Mädchen die Frage: »Wie bringt man einen Musikanten zum Singen?” Als Antwort kam, spontan: “Hauen!” – das sind Momente, wie man sie wohl nur in solchen Shows erlebt.
Sollte man sich nicht entgehen lassen.
Leading Team
Buch: Ronny Rindler
Musik: Rory Six
Regie: Richard Panzenböck
Assistenz: Joanna Godwin Seidl
Playbacks + Aufnahme: Gernot Ottowitz
Playbacks: Joschen Hirschinger
Licht: Gordanna Crnko
Cast
Linda De Mehl, Heidi Heida: Jacqueline Braun
Florian Edelstahl, Uwe Schwarm: Nikolaus Firmkranz
Ottfried Schnüffler: Karsten Kammeier
Rosa Pinsel, Helene Zwitscher, Dr. Schnelltod: Katrin Mersch
Detlef Leim: Rory Six
Dr. Dr. Richter: Joanna Godwin Seidl
Martin Bruny am Mittwoch, den
25. Januar 2012 um 04:48 · gespeichert in Theater, Event-Tipps
4. März 2012
13:00
bis
15:00
Nach den großen Erfolgen im Oktober 2010 und Mai 2011 präsentieren die Vereinigten Bühnen Wien und die Freunde der Wiener Staatsoper in Kooperation mit dem Unterrichtsministerium am Sonntag, dem 4. März 2012, um 13.00 Uhr im Raimund Theater eine dritte Ausgabe der Matinee »Musical meets Opera«.
Die Infos zum Konzert:
Diesmal sind wir zu Gast auf einem Luxuskreuzfahrtschiff, das uns nach New York bringt. Im Gegensatz zu Tanz der Vampire ist das Musical ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ein reines Revuestück mit aneinandergereihten Hits von Udo Jürgens, aber durch die immense Popularität der Lieder nicht weniger spannend.
Wiederum haben Sie die Möglichkeit Opernsänger zu bestaunen, wenn sie sich von ihrem gewohnten Umfeld wegbewegen und sich als Musicalsänger versuchen. Andrerseits werden die Stars aus dem Musical auf die Oper zugehen und gemeinsam mit den Kollegen aus der Oper Medleys aus den bekanntesten Opernmelodien interpretieren. Für einen musikalischen Augen und Ohrenschmaus sorgen diesmal: Daniela Fally, Lisa Koroleva, Clemens Unterreiner und Jörg Schneider.
Seitens des Musicals sind Andreas Lichtenberger, Ann Mandrella, Andreas Bieber, Peter Fröhlich und all die anderen Hauptdarsteller mit dabei.
Tickets sind um €15,- (Musicalclubpreis €10,-) unter 01/588 85 und an den Tageskassen der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN buchbar.
Martin Bruny am Mittwoch, den
25. Januar 2012 um 02:53 · gespeichert in Theater
Wie vorauszusehen war, wird die Kammeroper Wien von den VBW/Theater an der Wien quasi »übernommen”, wenngleich dieser Ausdruck in der amtlichen Sprachregelung tunlichst vermieden wird. Mit der »Nichtübernahme« lässt man sich aber Zeit, denn zuvor gilt es wohl, den derzeitigen Leitern keinerlei Hoffnung auf eine andere Regelung zu machen – sozusagen nachhaltig. Es wird, wie Kulturstadtrat Mailath-Pokorny in einem Interview mit dem KURIER formuliert, eine »Kammeroper Neu« geben, aber erst im September 2012.
Warum es die »Kammeroper Neu« geben wird? Nun, weil Bund und Stadt Wien in einer konzertierten Aktion der »Kammeroper Alt« die Subventionen in der Höhe von jeweils 700.000 Euro gestrichen haben beziehungsweise vernehmen ließen, sie nicht weiter zu gewähren, und damit den derzeitigen Leitern sagen wir die Aufgabe der Leitung »leicht gemacht haben«. Eine Online-Petition, die von 2567 Unterstützern der »Kammeroper Alt« gezeichnet wurde, darf man sich als virtuell im Gulli verrottend vorstellen. Gründe für die »Nichtübernahme« der Kammeroper werden keine angegeben.
Freilich, so Mailath-Pokorny, ist das Genre »Kammeroper« ja für eine Opernstadt wie Wien sehr wichtig, daher wird ein Verein gegründet, in dessen Vorstand unter anderem zwei Personen vertreten sein werden: Roland Geyer, der Chef des Theaters an der Wien, und Walter Kobera, Leiter der Neuen Oper Wien, als Repräsentant der freien Szene.
Damit ist klar, dass die Kammeroper großteils zur Spielstätte des Theaters an der Wien wird, und die VBW bekommen für das Projekt Kammeroper 700.000 Euro von der Stadt Wien jährlich. Mailath:
»Das ist aber keine Übernahme durch das Theater an der Wien, weil ja auch die freie Szene verankert ist.«
Die Fakten: Roland Geyer wird künstlerischer Letztverantwortlicher der Kammeroper, und strukturell wird die Kammeroper ja wohl doch zum Teil des Theaters an der Wien, selbst der Aboverkauf wird über das Theater an der Wien abgewickelt. Dennoch: Man hat ja noch das Schamtuch »Freie Szene« als Rechtfertigungstotschlagargument. Well done!
Martin Bruny am Mittwoch, den
18. Januar 2012 um 10:55 · gespeichert in Theater
»Wer für die Salzburger Festspiele teure Karten kauft, darf sich dumm vorkommen.« So formulierte das »Wirtschaftsblatt« sein Fazit eines Rechnungshofberichts, der die Salzburger Festspiele einigermaßen zerpflückt.
Freikarten pro Saison im Wert von bis zu zwei Millionen Euro wurden verschenkt, sehr oft Tickets der besten Kategorien. Doppelte Buchhaltungen, unvollständig erklärte Subventionen, »sehr ungenaue” bis gar nicht erstellte Voranschläge sowie Vergehen gegen das Bundesvergabegesetz bei Aufträgen im Gesamtwert von 1,62 Millionen € (Website, Consulting, Druckwerke) … Ein Debakel.