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Archiv - Flicks

“Frankly, my dear, I don’t give a damn!”

Wir sind wieder einmal bei Listen gelandet. Diesmal: Die Top 100 der Filmzitate, zusammengestellt vom “American Film Institute”. Wobei Konsumenten der verdeutschten Fassungen das Problemchen haben, dass ihnen die Zitate gar nicht geläufig sein werden. Mit ein bißchen Anstrengung (und einem guten Schuß Bosheit) könnte man den Originalen die deutschen Versionen gegenüberstellen - allein, wer macht sich die Mühe? (Ich nicht!)
Die Nummer 1 der Top 100 geht an Rhett Butler, der Scarlett O’Hara mit folgenden Worten ein wenig uncharmant abblitzen läßt: “Frankly, my dear, I don’t give a damn.” Seit 1939 hatte dieser Spruch einige Zeit, Kult zu werden, wie auch die Plätze 2 bis 10 aus Filmen stammen, die zumindest älter als 20 Jahre sind.

Die Top 10:
1. “Frankly, my dear, I don’t give a damn”, “Gone With the Wind”, 1939
2. “I’m going to make him an offer he can’t refuse”, “The Godfather”, 1972
3. “You don’t understand! I coulda had class. I coulda been a contender. I could’ve been somebody, instead of a bum, which is what I am”, “On the Waterfront”, 1954
4. “Toto, I’ve got a feeling we’re not in Kansas anymore”. “The Wizard of Oz”, 1939
5. “Here’s looking at you, kid”, “Casablanca”, 1942
6. “Go ahead, make my day”, “Sudden Impact”, 1983
7. “All right, Mr. DeMille, I’m ready for my close-up”, “Sunset Blvd.”, 1950
8. “May the Force be with you”, “Star Wars”, 1977
9. Fasten your seatbelts. It’s going to be a bumpy night”, “All About Eve”, 1950
10. “You talking to me?” “Taxi Driver”, 1976

Die Top 100 gibt es hier!

“The Final Cut” - ein Flop, aber WAS für einer!

The Final Cut - Robin Williams
In den Videotheken erhältlich, ein sagenhaft gefloppter Film mit Robin Williams in der Hauptrolle: The Final Cut. Der Film mag miserabel inszeniert sein, auf einem schlechten Drehbuch basieren und mit Schauspielern besetzt sein, die alle damit ihre jährliche Fehlbesetzung abgebüßt haben … allein, ich bin gegenteiliger Ansicht. Ich finde die Idee und die Umsetzung des Films genial. Ja, man kann ein paar Zeilen zum Inhalt schreiben:

In der nahen Zukunft pflanzt man den Menschen bei der Geburt den sogenannten ‘Zoe Chip’ ein, einen digitalen Speicher für Erinnerungen eines ganzen Lebens. Nach dem Tode schneidern zuständige Spezialisten kleine Filme vornehmlich aus jenen Teilen der Aufzeichnungen, die den Verstorbenen im besten Lichte erscheinen lassen. Alan Hakman ist der König dieser Cutter und bekommt dennoch Probleme, als er das gar nicht so schöne Leben des Zoe-Konzernchefs aufpolieren soll und dabei von Bürgerrechtlern wie den eigenen, bösen Erinnerungen bedrängt wird.

Genug, es geht nicht um den Plot, soll heißen, wenn man den Film nach seinem Plot bewertet, dann wird er wohl keine so gute “Note” bekommen. Wer sich aber auf die Grundidee des Films einläßt und auf die Stimmungen, die dieser Streifen zu erzeugen vermag (nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Filmmusik, komponiert von Brian Tyler), der wird eventuell doch 90 Minuten lang gefesselt sein von der Vorstellung, wie ein solcher Chip die Welt verändern könnte. Der Film beantwortet keine Fragen, ich glaube auch nicht, dass es die Aufgabe von Filmen ist, Fragen zu beantworten. Ich finds schon mal gut, wenn ein Film Fragen aufwirft, Atmosphäre, Stimmungen erzeugt. Der digitale Bilderrausch, die Vorstellung eines modernen Sin Eaters, das dunkle Setting … alles Faktoren, die Fans dieses Genres normalerweise schätzen … und doch scheint irgendetwas nicht funktioniert zu haben. Mit knapp 500.000 Dollar Einspielergebnis schaffte es der Film nicht mal in die europäischen Kinos. 500.000 Dollar, das mag wohl der Betrag sein, den George Lucas für ein paar Ersatzteile eines Darth Vader-Kostüms benötigt.
Wie auch immer. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein derartiger Flopfilm nach ein paar Jahren zum Kultfilm wird.

11.11.2005: US-Kinostart für Jonathan Larsons “Rent”

Unter der Regie von Chris Columbus haben die Dreharbeiten zur Verfilmung des Jonathan Larson-Kultmusicals “Rent” in San Francisco begonnen. In den Hauptrollen u. a. zu sehen und hören: Taye Diggs (als Benjamin “Benny” Coffin III), Wilson Jermaine Heredia (als Angel Schunard), Jesse L. Martin (als Thomas B. “Thom” Collins), Idina Menzel (als Maureen Johnson), Adam Pascal (als Roger Davis) und Anthony Rapp (als Mark Cohen). Weiters dabei: Rosario Dawson als Mimi und Tracie Thoms als Joanne Jefferson. Angepeilter US-Kinostart: 11. November 2005.

Jonathan Rhys Meyers: Mit “Elvis” zum Megastar?

Jonathan Rhys Meyers ist Elvis
Jonathan Rhys Meyers, 28 Jahre, geboren in Dublin, Irland, ist seit Jahren am Sprung zu einer Weltkarriere. Ganz hat es freilich bis jetzt nicht geklappt. Nebenrollen in nicht unbedeutenden Filmen wie “A Man of No Importance”, “Michael Collins”, “Velvet Goldmine” und größere Rollen in eher unbedeutenden Filmen wie “The Governess”, “The Tribe”, “Tangled” und einigen anderen mehr standen am Anfang, erst in Bend it like Beckham konnte er die Aufmerksamkeit eines etwas größeren Publikums auf sich ziehen. Und wenn man Howard Braunstein, seines Zeichens Exec. Producer, glauben mag, war es seine Rolle in “Bend it like Beckham”, die Rhys Meyers einen Vertrag für eine Mini-TV-Serie gebracht hat, mit der er tatsächlich weltweit durchstarten könnte. “I watched Bend It Like Beckham and when you see him, you just say, ‘He is Elvis.’ But at the time he wasn’t available, so we started the search. … He both has the physical look and the style that embodies Elvis, both the sweetness and the sex appeal”.
“Elvis”, die CBS-Miniserie, wird am 8. und 11. Mai 2005 im amerikanischen TV gesendet, und es muss schon verdammt viel schiefgehen, dass es Jonathan Rhys Meyers damit nicht in die Liga der Hollywoodstars schafft. Man kann davon ausgehen, dass diese Miniserie im Laufe der nächsten Jahre praktisch überall auf dieser Welt zu sehen sein wird, und bis dahin hat Rhys Meyers mit Match Point, dem neuen Woody Allen-Streifen, und The last Unicorn (an der Seite von Christopher Lee, Angela Lansbury und Mia Farrow) reichlich Gelegenheit, sich auf seinen Status als Hollywood-Star einzustellen.

Wil Wheatons Audioblog - gehört gehört

Wil Wheaton, Pic: Wil Wheaton

Über Wil Wheatons erstaunlich erfolgreiches und wirklich hochinteressantes Blog hab ich schon mal vor ein paar Jahren geschrieben, diese Woche hat er in seinem AudioBlog ein “Posting” veröffentlicht, das es mehr als wert ist, gehört zu werden. Er schildert darin seine Gefühle bei der Audition für einen Film, den er nicht wie so oft maximal aus rein karrieretechnischen Beweggründen machen möchte, sondern wirklich wirklich machen WILL. Ob er die Rolle bekommen hat, ist noch nicht raus. Aber er wird es posten. Zum Download des Audioblog-Beitrags geht’s hier.

“Rolling Stone” wählt die 10 besten Filme des Jahres 2004 - und die 100 schlechtesten

Die Listenfetischisten haben es gut zu Jahresende und zu Jahresbeginn, werden doch geradezu haufenweise Flops des Jahres, Erfolge des Jahres, vielversprechende Projekte etc. des neuen Jahres in Listenform publiziert. Recht interessant die Top 10-Liste der besten Filme 2004, zusammengestellt von “Rolling Stone”:

01) Sideways (Directed by Alexander Payne)
02) Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Directed by Michel Gondry)
03) Million Dollar Baby (Directed by Clint Eastwood)
04) The Aviator (Directed by Martin Scorsese)
05) The Incredibles (Directed by Brad Bird)
06) Kinsey (Directed by Bill Condon)
07) Closer (Directed by Mike Nichols)
08) Finding Neverland (Directed by Marc Forster)
09) Kill Bill Vol. 2 (Directed by Quentin Tarantino)
10) Fahrenheit 9/11 (Directed by Michael Moore)

Mit ziemlicher Sicherheit wird in diesen Top 10 der Sieger der diesjährigen Oscarverleihung in der Kategorie “Bester Film” dabei sein, wobei mein Tip für die meisten Oscars in diesem Jahr “The Aviator” ist.

“Rolling Stone” hat es sich auch nicht nehmen lassen, eine Liste der schlechtesten Filme zusammenzustellen, wobei 100 in Listenform aufgereihte Filme dann schon einen gewissen Touch von Beliebigkeit haben und nicht wirklich aussagekräftig sind.

Michel Colombier ist tot

Famed composer Michel Colombier has passed away of cancer at age 65. He died peacefully at home in Santa Monica CA. He is survived by his wife Dana, three daughters Emily, Siena and Arabella, and his sister, Marie-Francoise Hoessler. There are also 3 other children from previous marriages in France, Christian, Agathe & David.

Es ist ein trauriges Jahr, in dem drei der bekanntesten Filmkomponisten von uns gegangen sind: Elmer Bernstein starb am 21. August, Jerry Goldsmith am 25. Juli, Michel Colombier am 14. November. Ihre Musik machte sie unsterblich.

Robert Stadlober, der Sommerstürmer zwischen Wien und Rilke

Robert Stadlober, der Sommerstürmer

“Die Österreicher checken nicht, dass ich Österreicher bin. Die denken sich, depperter Piefke, den brauchen wir nicht besetzen. Leider, weil ich den österreichischen Film um einiges höher schätze als den deutschen. Barbara Albert, ein Genie, Ulrich Seidl … (…) Für die bin ich zu sehr in der Popkultur verhaftet. Die Filme, die ich mache, werden von einer bestimmten Intelligentsia nicht ernst genommen.” [Robert Stadlober, 3. August 2004]

Robert Stadlober, in Kärnten geborener Steirer mit (seit kurzem) Wohnsitz in Wien, hat gerade einen “Tatort” abgedreht, ist am 10. September mit Tom Hanks bei “Kerner” zu Gast, wird im Herbst mit Rilke-Texten durch Deutschland touren und wohl auch wieder mit Gary Konzerte geben. Er ist einer der “Großen 10″ im deutschsprachigen twentysomething Schauspielerpool und wird derzeit mit seinem neuesten Film Sommersturm mal wieder als “Shootingstar” abgefeiert. Das war schon bei Sonnenallee (1999) so und auch bei crazy (2000). Wollen wir doch hoffen, dass er vom Shootingstar-Status mal endlich wegkommt.

Elmer Bernstein (1922-2004)

Elmer Bernstein ist tot. Im Alter von 82 Jahren starb der amerikanische Filmkomponist in Kalifornien. Einige seiner bekanntesten Scores:

- “Die zehn Gebote”

- “Die glorreichen Sieben”

- “Wer die Nachtigall stört”

- “Gesprengte Ketten”

Insgesamt wurde der Komponist 14 Mal für den Oscar nominiert, zuletzt 2002 für den Film “Dem Himmel so fern”.

Marlon Brandos letzte Rolle: Eine Frau


Es ist nicht gerade die Rolle, in der Marlon Brando seinen Fans in unsterblicher Erinnerung bleiben wird, aber es ist seine letzte: In “Big Bug Man”, einer Animation, die erst 2006 in die Kinos kommen wird, lieh er Mrs. Sour seine Stimme.
Da Brando von seinen gesundheitlichen Problemen geschwächt war, fanden die Aufnahmen in seinem Haus statt. Auf einer Couch sitzend widmete er sich einen Nachmittag dem “Big Bug Man”-Projekt.
Laut Bob Bendetson, seines Zeichens Autor und Co-Regisseur des Films, war es immer schon ein Traum Brandos, einmal im Leben eine Frau in einem animierten Film zu spielen. Wen wundert es da, dass sich Brando auch entsprechend vorbereitet hat. Während der Aufnahmesession machte er jeder Drag-Queen schärfste Konkurrenz - Brando hatte ein Kleid, eine blonde Perücke und weiße Handschuhe an, selbstverständlich hat er sich auch mit Make-up stylisch auf den letzten Stand gebracht. Method Acting? Naja.[story]

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