Archiv - Netz
Martin Bruny am Sonntag, den
11. September 2005 um 13:19 · gespeichert in Netz, Musical
Als Musicalfan ist man mitunter ziemlich unterversorgt, was hard facts betrifft. Recherchiert man zu einer bestimmten Show, so kommt man oft auf längst von allen guten Machern verlassene ex-offizielle Homepages, nette, aber nicht sehr informative Fanpages und allerlei Schrott, der nur zu Spamzwecken ins Netz gestellt wurde.
Die folgenden Links sollen eine kleine Hilfe sein, wenn es um Facts geht. Keine große Sammlung - für Ergäzungsvorschläge bin ich immer dankbar.
Musical Theatre Database
CastAlbum Database
Internet Broadway Database
Lortel Archives
Internet Theatre Database
Martin Bruny am Dienstag, den
9. August 2005 um 13:12 · gespeichert in Netz, Musical
Jede Woche eine neue Folge gibt es von der webberühmten Internet-Radiosendung “The Broadway Radio Show” mit Donald Feltham. Feltham ist seit mehr als 30 Jahren im Musicalbusiness. Vor der “Broadway Radio Show” produzierte und präsentierte er die “Broadway Radio Hour” und “Showtune Spotlight”, beides für Radiostationen in Los Angeles. Feltham ist Schauspieler, Produzent und Schriftsteller. In der “Broadway Radio Show” konzentriert er sich im wesentlichen, wie der Titel schon sagt, auf das Broadway-Musical mit gelegentlichen Ausflügen zum West End und durchaus auch noch exotischeren Schauplätzen (aus der Sicht eines Amerikaners). Wer jede Woche seine Sendung verfolgt, bekommt schon innerhalb kurzer Zeit eine Unzahl von Ausschnitten aus bemerkenswerten Scores zu hören, die bei “uns” großteils völlig unbekannt sind.
Martin Bruny am Samstag, den
16. Juli 2005 um 13:01 · gespeichert in Netz, Musical
Musicalsendungen im österreichischen Radio? Gibt es nicht. Hört man Musicals beispielsweise auf Ö3, kann es eigentlich nur ein Programmierungsfehler eines Technikers sein, mal abgesehen von einem Song aus “Romeo & Julia”, der aus unerfindlichen Gründen plus einer ganz netten Strategie der VBW unlängst trotz medialer Vernichtungskampagne recht erfolgreich in den Charts war und daher fast schon zwangsweise auch im Radio des Staatsfunks gelaufen ist.
Die Radiolandschaft spiegelt das Image, das das Musicalgenre im sogenannten Kulturleben Österreichs hat. Man würde Musicals gerne totschweigen, und doch, ab und an gibt die eine oder andere Produktion Lebenszeichen von sich, die man nicht ignorieren kann. Man kann dem Musical die Theater nehmen, man kann die Shows mit untergriffigen Kritiken in Grund und Boden schreiben, die Darsteller beschimpfen und stillos ihr Talent leugnen, all das passiert in Wien und Restösterreich … doch das Musical wird das und auch den Rest der Funktionsperiode des derzeitigen STOP-Direktors überleben.
Zurück zum Thema. Wenn schon der ORF dem Musicalgenre keine Sekunde widmet, findet sich im Internet ein unabhängiger Sender, der nicht nur Musicalsendungen produziert und sendet, sondern sie anschließend auch zum Download zur Verfügung stellt. Musicalmix.at sendet einmal wöchentlich auf 105,0 MHZ. Jede Musicalmixsendung beinhaltet ein Wochenthema (z. B. “”Homosexuelle” Musicals”, “Musical-Flops”, “Grammy Award Musicals” uvam.), zu Beginn oder am Ende der Sendung gibts aktuelle Musicalnews, in der Mitte meistens eine aktuelle Kritik. Thema der nächsten Sendung ist u. a. Steve Barton, dessen Todestag sich am 21. Juli zum vierten Mal jährt.
Martin Bruny am Sonntag, den
26. Juni 2005 um 12:58 · gespeichert in Netz, Musical
Das Internet ist reich an Musicalsendungen. Sie sind manchmal schwer zu finden, oft stolpert man rein zufällig über die eine oder andere doch recht interessante Online-Show, die ein Bookmark wert ist. In einer kleinen Reihe werde ich einige interessante Internet-Musicalsendungen kurz vorstellen.
So hat zum Beispiel der englische Musicalstar Elaine Page auf BBC2 eine wöchentliche Radiosendung, die man nicht nur jeden Sonntag live von 13 bis 14:30 Uhr hören, sondern auch als Stream im Archiv von BBC2 jederzeit abrufen kann (Playlist vom letzten Sonntag). Tunes vom Broadway, dem West End, aber auch Filmmusik stellt Elaine Page in ihrer Sendung vor. Bei einer Umfrage nach dem beliebtesten Musical in der vergangenen Woche gingen 350.000 Votes ein.
Mit Michael Ball schickt BBC2 auch noch einen zweiten Musicalstar on Air. Vorläufig auf 6 Sendungen konzipiert, präsentiert Ball die neuesten Broadway-Shows sowie einen Blick hinter die Kulissen und Interviews mit den Protagonisten der neuesten Musicalhits.
Für alle William Finn-Fans noch ein ganz besonderer Tip. Nur mehr bis heute ist eine komplette Show von Finns Musical “Falsettos” als Stream abrufbar. Es handelt sich dabei um eine Aufführung von L.A. Theatre Works, die am 18. Juni live ausgestrahlt wurde. In den Hauptrollen: Michael Rupert, Stephen Bogardus und Chip Zien.
Martin Bruny am Dienstag, den
3. Mai 2005 um 12:40 · gespeichert in Netz, Musical
Websites von Künstlern - eigentlich liegt doch nichts näher als die Auffassung, dass in unserer Zeit eine gut gestaltete Homepage für jeden Künstler eine Selbstverständlichkeit ist. Sie bietet Kontaktmöglichkeit zum Publikum, sie bietet die Chance, potentielle Arbeitgeber anzusprechen, das eigene Schaffen genau so, wie man es will, darzustellen, sie bietet die ideale Plattform zur Selbstpromotion - das heißt nun nicht, dass Darsteller, Schauspieler, Komponisten selbst in ihrer Freizeit HTML- oder sonstige ähnliche Fertigkeiten freisetzen müssten. Es gibt genug Agenturen, die das gerne übernehmen, und wer dafür nicht unbedingt Geld ausgeben will, wird mehr als einen “Fan” finden, der bereit ist, eine Homepage zu gestalten. Nötig ist nur die gewisse Einstellung, das auch zu wollen. Nötig ist dazu auch, sich nicht nur in Künstlerkreisen zu vernetzen, sondern auch mit Fans, mit Förderern, nötig ist es auch, sich nicht in den Elfenbeinturm zurückzuziehen, sondern Einblick zu gewähren, förderlich ist es mit Sicherheit, das Publikum spüren zu lassen, dass Mitarbeit erwünscht ist. Ich glaube ja, dass Künstler nach wie vor völlig unterschätzen, wie stark die Bindung zwischen ihnen und ihrem Publikum gerade auch durch Homepages werden/sein kann, wieviel Energie gerade enthusiasmierte Fans freisetzen, um für den von ihnen geschätzten Künstler zu “werben” - gratis, unverbindlich, ohne den Wunsch nach einer nennenswerten Gegenleistung. Wobei natürlich eine ins Netz genudelte Site mit ein paar Bildchen und Statements nicht so viel bringen wird wie eine vom Künstler persönlich regelmäßig upgedatete Page. Wenn ich als interessierter “Fan” damit rechnen kann, regelmäßig Neuigkeiten, vielleicht sogar exklusive Schaffenssplitter auf der Homepage vorzufinden, werde ich sie häufig aufsuchen, werde ich sie weiterempfehlen. Wenn ich als “Fan” die Möglichkeit habe, an der Gestaltung der Site in irgendeiner Form mitzuarbeiten, oder auch zum Beispiel verlinkt zu werden, wird die Bindung an Stärke gewinnen.
Ich finde es immer wieder sehr bedauerlich, wie wenige Musicaldarsteller auch nur halbwegs ansprechende Sites online stellen. Es ist oft ausschließlich Fans zu verdanken, dass man den einen oder anderen Darsteller, Komponisten, Schauspieler überhaupt ergoogeln kann. Ganze Schaffensperioden eines Darstellers etwa können mit Bildern, aufgenommen von Fans, wunderbar dokumentiert werden - wenn man das als Künstler zulässt, was jedoch nur selten der Fall ist. Schade um die vielen vergebenen Möglichkeiten. Fans kommen und gehen, entweder man versteht es, sie an sich zu binden, oder eben nicht. Früher hatte man für diesen Bindungsprozeß oft ausschließlich die Bühne, das Buch, ein Konzert. Heutzutage hat man auch die Welt des WWW und, was noch wichtiger ist, die Arbeit an der Schaffung einer eigenen Region in der Welt des WWW. Ein Künstler, der diese Welt gemeinsam mit seinen Fans errichtet, wird am Ende des Tages mit Sicherheit nicht allein dastehen.
Ein Beispiel: Bill Russell, Autor der Kultmusical “Elegies for Angels, Punks and Raging Queens” oder “Side Show” bietet eine schier unglaubliche Menge an Informationen, Bildern, Notizen, Links u.v.a.m. auf seiner Site. Für die Besucher seiner Page schreibt er ein “Gedicht des Monats”, und nicht selten kommt es vor, dass die Besucher seines Gästebuchs persönliche Mails erhalten. DAS ist Commitment, so stellt sich ein Künstler professionell, aber auch persönlich dar.
Durchaus zu empfehlen ist auch die Darsteller-Site von Paul Vaes, der derzeit als Lord Capulet im Musical “Romeo & Julia” am Wiener Raimundtheater zu sehen ist. Tagebucheintragungen, Newsletter, Links zu Berichten über sein Schaffen, eine nette Multimedia-Sektion, all das macht seine Site durchaus liebenswert.
Es ist immer wieder spannend, sich auf die Suche nach liebevoll gestalteten Websites zu machen, ich wünsche allen Lesern viel Erfolg.
Martin Bruny am Montag, den
31. Januar 2005 um 11:03 · gespeichert in Literatur, Netz, Flicks, TV

Über Wil Wheatons erstaunlich erfolgreiches und wirklich hochinteressantes Blog hab ich schon mal vor ein paar Jahren geschrieben, diese Woche hat er in seinem AudioBlog ein “Posting” veröffentlicht, das es mehr als wert ist, gehört zu werden. Er schildert darin seine Gefühle bei der Audition für einen Film, den er nicht wie so oft maximal aus rein karrieretechnischen Beweggründen machen möchte, sondern wirklich wirklich machen WILL. Ob er die Rolle bekommen hat, ist noch nicht raus. Aber er wird es posten. Zum Download des Audioblog-Beitrags geht’s hier.
Martin Bruny am Montag, den
25. Oktober 2004 um 09:56 · gespeichert in Literatur, Netz
Bücher über Blogs, das ist wie eine Videokassette, auf der die Vorzüge des Mediums DVD erklärt werden. Immer wieder ist es ärgerlich, ein Buch über Weblogs in die Hände zu bekommen und dann doch nur festzustellen, dass ein Autorenteam mal wieder das Phänomen “Blogging” auf etwas reduziert, was dem Ganzen nie und nimmer gerecht wird. Jüngstes Beispiel: die 1-Kilo-Schwarte “Blogs!“, herausgegeben von “Don Alphonso” und Kai Pahl. Das Buch bietet auf den ersten Seiten altbekannte Vergleiche zwischen der Journaille und den Webloggern und versucht danach, sich auf den “Inhalt” einiger Weblogs zu konzentrieren, was jedoch nichts anderes bedeutet, als dass versucht wird, Weblogeinträge krampfhaft in den Rang von Literatur zu erheben. Nun mag es durchaus Weblogs von literarischem Niveau geben, aber das Phänomen Weblogging auf diesen Aspekt einzuschränken und damit dann auch noch auf eine Lesetour zu gehen, das ist, mit Verlaub, völlig am Thema vorbeikonzipiert.
Mit Verwunderung muss man auch zur Kenntnis nehmen, dass es zwar wunderbar gestaltete Blogs gibt, die auch manchmal geradezu atemberaubendes Bildmaterial bieten, wenn es aber dann daran geht, ein Buch über Blogs zu schreiben, bringt man die hässlichsten und abstoßendsten Cover auf den Markt, die man sich nur vorstellen kann.
Martin Bruny am Samstag, den
31. Juli 2004 um 09:21 · gespeichert in Netz, Musical

Die Quelle lesen oder selbst ein Plakat entwerfen.
Martin Bruny am Dienstag, den
24. Februar 2004 um 15:14 · gespeichert in Netz, Musical

Michael Kunze ist ein international erfolgreicher Schriftsteller und Dramatiker, Buch- und Fernsehautor, Liedertexter und Librettist. In den letzten Jahren schuf er mit ELISABETH, TANZ DER VAMPIRE und MOZART! eine neue, europäische Form des populären Musiktheaters, die den Begriff «Musical†erweitert und ein eigenes Genre («DramaMusicalâ€) geschaffen hat. Aus seiner Feder stammen auch die deutschen Versionen internationaler Bühnenhits wie EVITA, CATS, A CHORUS LINE, PHANTOM OF THE OPERA, LITTLE SHOP OF HORRORS, INTO THE WOODS, KISS OF THE SPIDER WOMAN, ASPECTS OF LOVE, SUNSET BOULEVARD, THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME, THE LION KING, MAMMA MIA! und Elton Johns AIDA.
Auf seiner Homepage storyarchitekt.com finden Musicalfans unter anderem einige schöne Photos mit Stars aus u. a. den Produktionen “Elisabeth” und “Mozart!”, diverse Interviews mit dem Meister, Lyrics einiger seiner größten Hits u. v. a. m. [Foto: Alexander Wulf]
Martin Bruny am Donnerstag, den
22. Januar 2004 um 13:27 · gespeichert in Literatur, Netz
Seien wir doch mal ehrlich: Was wäre aus Florian Illies’ Buch Generation Golf geworden, wenn das Publikum beim Aufschlagen des Schmökers einen Lehrkurs in Sachen Golf oder eine Liste der Bestandteile eines Golfs vorgesetzt bekommen hätte. Mit einem Schmunzeln hätte man das Buch wohl wieder ins Regal zurückgestellt und sich sein Teil gedacht.
Nun, auf dem Markt ist derzeit ein Buch zu haben mit dem Titel Generation Blogger. Wer jedoch glaubt, hier eine interessante und spannende Abhandlung zum Phänomen Blogging geboten zu bekommen, irrt völlig. Womit der staunende Leser konfrontiert wird, ist zum Beispiel eine Anleitung, wie man bei blogger.com ein Account eröffnet und die Uhrzeit einstellt oder wie man “Movable Type” benutzt (und das gleich auf fast 100 Seiten). Die wirklich interessanten Infos zum eigentlichen Thema “Generation Blogger” (was ist das eigentlich, wodurch zeichnet sich diese Generation aus, wie ist sie fassbar etc.) hat man großteils schon in den diversen Blogs dieses Universums gelesen, sie sind veraltet und teilweise peinlich simpel: “mit einem Weblog können Sie publizieren, unkompliziert und weltweit” (S. 226). No na! Die Zielgruppe für dieses Buch gibt es nicht, denn es will allen genügen und ist daher für alle unbrauchbar. Schade, denn das Thema hätte sich Besseres und Spannenderes verdient. Aber das kann ja noch kommen.
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