Martin Bruny am Sonntag, den
3. April 2011 um 16:15 · gespeichert in Absurditäten
Nicht, dass ich unter Verfolgungswahn leiden würde, aber ein wenig penetrant ist die neue Werbekampagne einer Männerpflege-Firma, die Uwe Kröger als Testimonial gebucht hat, schon geschaltet, erlaube ich mir zu meinen. Das ist jedenfalls das erste Mal, dass eine Werbung praktisch auf jeder zweiten willkürlich angesurften Site aufpoppt.
Martin Bruny am Sonntag, den
3. April 2011 um 09:49 · gespeichert in Flicks
“Red Bull BC One”-Finalist von 2009, professioneller Tänzer und Schauspieler (Step Up 3D): Daniel ‘Cloud’ Campos aus Los Angeles im ziemlich coolen und wunderschön gedrehten Tanz-Kurzfilm «The Music Boxâ€, bei dem der talentierte Künstler selbst Regie geführt hat. Wie man unschwer erkennen kann, gehört der 27-Jährige nicht umsonst zu den besten B-Boys der Welt. [www.electru.de]
DARK CLOUD PRODUCTIONS in association with RUFFHOUSE ENTERTAINMENT and JLE MEDIA GROUP
Written/Directed/Edited - Daniel Cloud Campos
Cinematography - Jerry Evans & Troy Christian
Original Music by - Daniel Cloud Campos & Nathan Lanier
Guitar Solo - David Curtain
Sound design - Daniel Cloud Campos & Nathan Lanier
Colorist - Luis Silva
Hair & Make up - Valerie Soto
Choreography - Daniel Cloud Campos
Special Thanks - Charlie Schmidt, Tamara Levinson, Jaime “Venum” Burgos, Oscar Orosco, Anthony “Lil Bob” Cabaero and Alex F. Munoz
Camera - EOS Canon 7D
Martin Bruny am Samstag, den
2. April 2011 um 23:53 · gespeichert in Theater, Pop, Event-Tipps, Kult
11. April 2011
20:00
bis
22:00
Kafka und Pop. Für die Dramatisierung von Franz Kafkas “Amerika” am Stadttheater Klagenfurt (Regie: Bernd Liepold-Mosser) hat die österreichische Rockband Naked Lunch neun Songs als assoziative Annäherung an des Schriftstellers verstörenden Kosmos geschrieben. Keinen Soundtrack als “Begleitmusik” zum Bild, sondern eigene Bilder quasi als Platzhalter der Leerstellen im Fragment gebliebenen Text.
Naked Lunchs “Amerika” steht als Liederzyklus der fast ausgestorbenen Idee des Konzeptalbums näher als jeder herkömmlichen Bühnenmusik, die im besten Fall das Geschehen umrahmt, während hier die Songs buchstäblich aus dem Rahmen fallen - als eigenständige popkulturelle Artefakte auf den schmalen Schultern des alles andere als popigen Riesen Franz Kafka. [Fritz Ostermayer]
Was liegt also näher, die auf CD erschienenen Songs gemeinsam mit dem Hauptdarsteller der Klagenfurter Bühnenversion, Robert Stadlober, live - losgelöst vom Theaterstück - zu präsentieren. Dieses Event geht am 11. April 2011 ab 20 Uhr im Wiener Stadtsaal über die Bühne. Tickets sind noch einige erhältlich, zu bestellen –> hier.
Martin Bruny am Samstag, den
2. April 2011 um 23:21 · gespeichert in Theater, Fotos
Matt Lambros arbeitet als Fotograf in New York. Auf seiner Website “After The Final Curtain” dokumentiert er das Theatersterben in den USA. Sehenswert.
Martin Bruny am Freitag, den
1. April 2011 um 01:22 · gespeichert in Flicks, Theater, Event-Tipps
23. September 2011
19:30
bis
22:30
“Forrest Gump”-Komponist Alan Silvestri, “Harry Potter”-Komponist Patrick Doyle und der zehnfache Emmy-Preisträger Bruce Broughton sind die Stargäste der diesjährigen “Hollywood in Vienna”-Gala, die am 23. September 2011 unter dem Titel “Magic Moments” im Wiener Konzerthaus stattfindet.
Unter der musikalischen Leitung von John Axelrod spielt das ORF Radio-Symphonieorchester einen Abend lang unvergessliche Filmmelodien. Am Programm wird noch gearbeitet, eine Vorschau gibt es bereits. Zu hören werden unter anderem Stücke aus folgenden Filmen sein:
- “Harry Potter” (John Williams, Patrick Doyle)
- “How to Train Your Dragon” (John Powell)
- “E. T.” (John Williams)
- “Forrest Gump” (Alan Silvestri)
- “Zurück in die Zukunft” (Alan Silvestri)
- “Abyss” (Alan Silvestri)
Alan Silvestri wird im Rahmen des Konzerts von der Stadt Wien mit dem “Max Steiner Film Music Achievement Award” ausgezeichnet, der an den Wiener Filmmusik-Pionier Max Steiner erinnert. Und er wird auch selbst am Podium stehen und das Orchester dirigieren.
Patrick Doyle wird seine Musik zu der “Harry Potter”-Filmserie mit einem “Farewell to Harry Potter” persönlich vorstellen, und Disney-Spezialist Bruce Broughton bringt dem Publikum mit seiner Musik die magischen Welten der Disney-Themenparks näher.
Hollywood in Vienna
Freitag, 23. September, Wiener Konzerthaus, Großer Saal, 19.30 Uhr, 3, Lothringerstraße 20
Karten für das Galakonzert sind ab sofort über das Wiener Konzerthaus (Tel. +43 1 242002, ticket@konzerthaus.at, oder online via www.konzerthaus.at) erhältlich.
Martin Bruny am Donnerstag, den
17. März 2011 um 13:00 · gespeichert in Absurditäten
Warum sich eine Firma, die 3D-Biographien von Künstlern anbietet, “Fan Academy” nennt, das bleibt ein Rätsel. Das Produkt, das das in England ansässige “Entertainment Marketing Services (EMS)” verkaufen möchte, ist für Hardcore-Fans aber sicherlich verlockend. Online oder auf DVD um 19,90 Euro kann man, so der Pressetext, “mit dem digitalen Alfons Haider in Kontakt treten und eine Reise durch sein Leben machen”.
Vor hemmungsloser Übertreibung schreckt man nicht zurück:
Geboten werden vom Besucher gesteuerte exklusive Interviews mit Alfons Haider, unveröffentlichtes Bild und Videomaterial, als auch eine Auslese aus seinem Pressespiegel – eine Reise durch die Zeitgeschichte Österreichs
Wer dann genug “Zeitgeschichte” getankt hat, kann für 39 Euro pro Jahr ein Abo buchen und “Alfons Haider hinter den Kulissen” erleben. Höhepunkt dieses Angebots scheint ein “SMS-Chat” mit dem Künstler zu sein. Was das ist, soll man dem folgenden Satz entnehmen können:
Alfons Haider SMS Chat – Alle Infos direkt aufs Handy und SMS senden direkt an Alfons Haider Backstage Bilder & Videos
Martin Bruny am Sonntag, den
13. März 2011 um 02:30 · gespeichert in Literatur, Sprache
1959 veröffentlichte Literatur-Nobelpreisträger Harold Pinter sein Theaterstück “Der Hausmeister” (”The Caretaker”). Die Uraufführung fand am 27. April 1960 im Londoner Arts Theatre mit Donald Pleasence als Davies, Peter Woodthorpe als Aston und Alan Bates als Mick unter der Regie von Donald McWhinnie statt.
1966 schrieben einige Highschool-Schüler dem Schriftsteller einen Brief und stellten ihm einige Fragen zu vermeintlich “versteckten Botschaften” in seinem Text. Pinter nahm sich die Zeit, den Schülern zu antworten. Sein Sarkasmus wird uns heute wohl mehr erfreuen als die Schüler damals (Tranksript unter der Abbildung):
Transcript
7 HANOVER TERRACE
REGENTS PARK
LONDON N.W.1
AMBASSADOR 9393
4 November 1966.
Dear Master Seaman,
I’m glad to know of the interest of Form 5A in THE CARETAKER. I will answer your questions quite frankly.
i) Davies’ papers are at Sidcup because that’s where they are.
ii) His name is assumed because he assumed it.
iii) The two brothers see little of each other because they rarely meet.
iv) Aston fiddles with his plugs because he likes doing it.
v) When he goes out to walk, he walks.
vi) The monk swears at Davies because he doesn’t like him.
vii) Davies doesn’t like coloured people.
viii) He refuses to believe that he makes noises during the night.
ix) The Buddha is a Buddha.
x) The shed is a shed.
I assure you that these answers to your questions are not intended to be funny.
Martin Bruny am Donnerstag, den
10. März 2011 um 13:52 · gespeichert in Absurditäten
“Dancing Stars”, das muntere Tanzen von Prominenten im österreichischen Fernsehen, geht am kommenden Freitag mit einem frischen Set an Tänzern das erste Mal auf Sendung. Die erste Folge der neuen Staffel bietet ein spannendes Aufeinandertreffen von Tänzer Uwe Kröger und Jurorin Marika Lichter.
Schon vorab liefern sich die beiden ein kleines Geplänkel via NEWS:
Am Parkett möchte man sich so gut es geht ohne Animositäten begegnen. Lichter ließ es sich aber nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass ihr ehemals bester Freund auf Wikipedia in der Liste der besten Tänzer gleich hinter Gene Kelly geführt wird. Was sie damit vermitteln will? Kröger ist Tanzprofi und steigt gegen blutige Anfänger in den Ring. - Kröger deeskaliert: “Auch Wikipedia kann sich irren, wie ich spätestens seit meiner ersten Trainingsstunde weiß. Und ich freue mich, vor der ersten “Dancing Queen” tanzen zu dürfen.” [NEWS 10/11, S. 120]
Bei der Wikipedia-Aufstellung handelt es sich nicht um eine Liste der “besten Tänzer”, sondern, alphabetisch geordnet, daher zuerst “Kelly” und bald danach “Kröger”, um eine Liste “bedeutender” Tänzer.
Wer sollte in dieser Liste geführt werden:
Die ”’Liste bedeutender Tänzer und Tänzerinnen”’ enthält solche, die Herausragendes in ihrer Disziplin geleistet haben, deren Leistung zumindest professionellem Niveau entspricht und die auch durch ihren Tanz bekannt wurden. Herausragende Leistungen sind beispielsweise gewonnene Weltmeisterschaften, die Entwicklung, Weiterentwicklung oder Einführung neuer Tanzfiguren oder eines neuen Tanzstils, Berühmtheit in ihrer Epoche, Vortänzer oder Vortänzerin eines bedeutenden Ensembles, die Gründung, Leitung oder Weiterentwicklung einer bedeutenden Tanzschule, Preise und andere bemerkenswerte tänzerische Leistungen. TänzerInnen, die in mehreren Tanzstilen Bedeutendes geleistet haben, können auch bei mehreren Tanzstilen genannt werden.
Man sieht, Uwe Kröger passt hier genauso gut hinein, wie er nicht hineinpasst. Professionelles Niveau kann man einem professionellen Musicaldarsteller nicht absprechen, welche herausragenden Leistungen er als Tänzer bisher erbracht hat, muss man Wikipedia fragen.