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Max Schneider: “Breakeven”

Max Schneider ist ab 4. Februar 2012 in der Nickelodeon-Show »How to Rock« als Zander zu sehen.

Links
- How to Rock
- Max Schneider @YouTube
- Kurt Hugo Schneider @YouTube
- The New York Times: The Name Is Distinctive, But the Role Is Generic

Baron Lloyd-Webber sucht einen Judas für seinen “Jesus” – auf ITV

Andrew Lloyd Webber will die Finger nicht von TV-Castingshows lassen. Für eine Tourproduktion seiner Rockoper »Jesus Christ Superstar« braucht er noch einen »Judas«-Darsteller. BBC hat keine Lust mehr auf die leicht skurrilen TV-Auftritte des Musicalkönigs, also ist diesmal ITV dran, wenn alles so klappt, wie es sich der Meister vorstellt.

Schon 2007 suchte ITV via Castingshow einen Darsteller für eine Musicalproduktion am West End: »Grease is The Word« war der Titel jener Castingshow, entwickelt auf Basis von Lloyd Webbers BBC-Show »How Do You Solve a Problem Like Maria«, und weder Kritiker noch TV-Zuschauer waren davon besonders angetan. Auch Lloyd Webber wollte damals für eine US-Produktion von »Grease« mit seinem Castingformat in den USA an den Start gehen, allerdings hatte David Ian, der Entwickler der ITV-Show, sein Konzept schon an NBC verkauft. NBC produzierte »Grease: You’re the One that I Want!«, suchte damit für das Broadway-Revival von »Grease« (2007) Darsteller – und landete einen Zuschauerflop.

Link
- entertainment.stv.tv: Andrew Lloyd-Webber quits BBC

“Twilight: the Musical” – die erste konzertante Aufführung in New York

Am 16. Januar 2012 passiert das Unmögliche: »Twilight: the Musical« erlebt in New York seine erste konzertante Aufführung.

Liz Ulmer, Moxyrah Productions und Dreamcatcher Entertainment produzieren dieses einmalige Event, das es vorläufig auch genau ein Mal geben wird. Tickets sind ab 51,50 Dollar erhältlich, die Einnahmen kommen der Non-Profit-Organisation »Blessings in a Backpack« zugute.

Leading Team
Idee/Buch: Ashley Griffin
Musik/Texte: Jeremy Ezell, Ashley Griffin, Sean Mahoney, David Mallamud, and Michael Sutherland.
Regie: Gabriel Barre
Musikalische Leitung: David John Madore

Cast
Meghann Fahy (Next to Normal) als Bella Swan
Jenna Leigh Green (Wicked) als Rosalie, Hermione
Lauren Lopez (A Very Potter Musical) als Alice
Jason Michael Snow (The Book of Mormon) als Harry Potter
Olli Haaskivi (Jurassic Parq: The Musical) als Jasper
Eddie Gutierrez (Miss Abigail’s Guide…)
Lindsay Dunn (West Side Story)
Michael McArthur (Newsies)
Kaitlin Mesh (West Side Story)
Clifton Samuels (Follies)

»Twilight: the Musical«, die Parodie »in der Tradition von ‚Urinetown‘ und der ‚Rocky Horror Show‘ (nach eigenen Angaben), ist seit dem Jahre 2009 in Entwicklung, ein erster Workshop fand 2010 in New York im LABA Theater statt.

Finanziert wird die Aufführung scheinbar zum Teil über die Plattform indiegogo. Das Ziel der Produzenten ist es, über diese Website 5000 Dollar hereinzubekommen. Jeder, der möchte, kann sich als »Investor« betätigen. Von den angestrebten 5000 Dollar sind bis jetzt erst 760 hereingekommen. Wer Geld und Lust hat, kann das jederzeit ändern –> hier.

Worum geht’s in der Show. Nun das Musical:

“examines our culture of obsession through the story of teenage outsider Bella Swan who risks everything when she embarks on a star-crossed romance with Vampire Edward Cullen.”

Links
- Twilight: the Musical
- Indiegogo: Twilight: the Musical
- Playbill: Meghann Fahy, Jenna Leigh Green, Jason Michael Snow Set for Twilight Reading at New World Stages
- businessinsider: “Twilight” To Sink Its Teeth Into Broadway
- examiner.com: ‘Twilight’ the musical coming to New York for one night

Broadway: Jeremy Jordan (”Bonnie & Clyde”): “We all felt cheated”

Am 30. Dezember 2011 ging die letzte Vorstellung von Frank Wildhorns Musical »Bonnie & Clyde« im Schoenfeld Theatre über die Bühne, am 2. Januar 2012 versammelte sich die Cast im Tonstudio, um die Cast-CD einzusingen.

Broadwayworld-TV hat die Aufnahmen begleitet und den Komponisten, den Regisseur und die Darsteller über die Gründe befragt, wieso »Bonnie & Clyde« sich am Great White Way nicht länger halten konnte. Es lohnt sich, sich die Antworten anzuhören und anzusehen –> hier.

Jeremy Jordan:

“We all felt cheated, you know, we all felt cheated. Everyone that’s come to see the show from our industry, actors, directors, other professionals … we say people that feel feelings … really loved, enjoyed the show. I was at the stagedoor for 20 minutes most days signing autographs cause people are loving it, they are loving it. And that’s the judgement I take home with me.”

Broadway: “Lysistrata Jones” gefloppt

Das Broadway-Musical »Lysistrata Jones« ist offiziell gefloppt. Die letzte Vorstellung geht am 8. Januar 2012 über die Bühne. Die Premiere der Show fand am 14. Dezember 2011 statt.

Insgesamt kommt die Show von Lewis Flinn (Musik, Texte) und Douglas Carter Beane (Buch) auf 34 Previews und 30 reguläre Vorstellungen. In den sieben Wochen der Laufzeit am Broadway wurden lediglich 1,1 Millionen Dollar eingespielt.

Nähere Infos –> hier.

Broadway: Darren Criss – sein GLEE-Factor kostet extra

Darren Criss, bekannt aus der US-Serie »Glee«, spielt seit einigen Tagen in der aktuellen Broadway-Produktion des Musicals »How to Succeed in Business Without Really Trying« und macht das, was man von ihm erhofft hat: Er bringt neue Publikumsschichten ins Theater. Die Vorstellungen mit ihm sind gut gebucht bis ausgebucht.

Kosteten Premium-Tickets in Shows mit seinem Vorgänger in der Rolle des J. Pierrepont Finch, Daniel Radcliffe, 302 Dollar, so darf das »Glee«-Fanvolk bluten. Premium-Tickets für die Shows mit dem TV-Liebling Criss kosten ab sofort 402 Dollar. Gültig ist diese Preiserhöhung von 3. bis 22. Januar 2012. Am 24. Januar übernimmt der nächste Publikumsliebling: Nick Jonas. Vielleicht gibt es ja dann Tickets nur mehr gegen Organspenden.

Broadway Death Watch: “Sister Act” in Schwierigkeiten?

Der Januar war schon immer ein schwieriger Monat für Broadway-Shows. Die Touristen müssen zuerst mal wieder Geld verdienen, um sich den Luxus leisten zu können, Entertainment wie jenes, das Hugh Jackman bietet, um 400 Dollar und mehr zu shoppen. 400 Dollar für Jackmans Solo-Show auszugeben, daran ist ja an sich nichts Verwerfliches, aber es mag dann bei dem einen oder anderen auch die Entscheidung gefallen sein, das vorhandene Budget in diese eine Produktion zu investieren und sich nicht andere Produktionen anzusehen – wie zum Beispiel »Sister Act«.

Und dabei könnte es diese Show brauchen. »Sister Act« spielte in der Vorwoche vor mehr als halbleerem Haus. Die Einnahmen? 36 Prozent dessen, was möglich gewesen wäre. Vielleicht wird es Zeit, den Platz zu räumen – es warten 2012 mehr als ein Dutzend neue Produktionen auf frei werdende Theater. Beispielsweise »Yank!«, ein Revival von »Funny Girl« (geplant, verschoben, abgesagt?), »Jesus Christ Superstar«, »Evita«, »Sleepless in Seattle«, »Once«, »Newsies«, »Ghost«, »Rebecca«, »Nice Work If You Can Get It«, um nur im Musicalsektor zu bleiben.

Links
- The New York Times: You Read It Here First: Plays’ Plans Still in Flux
- PopWatch: Broadway Death Watch: Can Harry Connick Jr.’s musical survive?

Broadway/Hugh Jackman: Macht das noch Sinn?

Premium, noch mehr Premium, und noch eins drauf. Scheinbar jeder, der in den letzten Wochen Besuche von Broadway-Shows plante, hatte einen Fixpunkt: die Soloshow des australischen Entertainers Hugh Jackman: »Back on Broadway«. Und man zahlte, was verlangt wurde, denn fixe Ticketpreise gab es längst keine mehr. Verlangt wurden pro Karte bis zu 400 Dollar und mehr.

Zehn Wochen zeigte Jackman sein Programm am Broadhurst Theater, und schon bald wurde die Ticketpreisgestaltung völlig flexibel. Preise, wie sie normalerweise höchstens sittenwidrig am Schwarzmarkt verlangt werden, waren nun ganz normal.

Über 1176 Sitze verfügt das Theater, 14,6 Millionen Dollar konnte Jackman in diesen zehn Wochen einspielen, allein 2,1 Millionen Dollar in der letzten Woche. Natürlich schrieb er damit einen Rekord. Niemals hat eine Show in einem Theater der Shubert Organization (Inhaber von 17 Broadway-Theatern) mehr einspielen können. Im vergangenen Jahr war Al Pacino als “Merchant of Venice” Spitzenreiter mit 1,18 Millionen Dollar.

Bald wird es kein »Ausverkauft«-Schild mehr geben, denn man wird die Ticketpreise so gestalten, dass man bis zuletzt noch buchen kann, und dann vielleicht um 1000 Dollar und mehr. Und warum auch nicht, solange man ein paar Dumme findet …

Link
The Hollywood Reporter: Hugh Jackman Shatters Broadway Box-Office Records

Andrew Lloyd Webbers düstere Prognose für die Londoner Theater 2012: “A bloodbath”

Die Olympischen Sommerspiele 2012, die vom 27. Juli bis 12. August in London stattfinden, werden, so Andrew Lloyd Webber, “a bloodbath of a summer” für die Londoner Theater bedeuten.

Lloyd Webbers Prognose:

Nobody’s going to go to the theatre at all, most of the theatres in London will shut. It’s going to be very tough.

Der Ticketvorverkauf ist auf 10 Prozent dessen gesunken, was normalerweise erzielt wird, drei große Musicalproduktionen werden während der Olympischen Spiele den Spielbetrieb ganz einstellen. Publikumsrenner wie Webbers »Phantom« spielen auch während des Sportevents, andere müssen einfach den Laden dichtmachen, weil das typische West-End-Publikum ausbleiben wird.

Nach den Spielen gehts wieder bergauf, die weiteren Prophezeiungen und Trendanalysen von Lloyd Webber gibt es –> hier.

Kathrin Zechners letzte Großtat: Warum »The Producers« gefloppt ist

Eine letzte Großtat kann die Ära Zechner nun noch verbuchen. In sicher jahrelangen Analysen konnte man den Grund isolieren, warum die österreichische Version von »The Producers« im Wiener Ronacher gefloppt ist. In einem Interview mit dem österreichischen Werbemagazin »Bühne« führt die Intendantin aus:

Eine Rolle spielte aber auch der amerikanische Titel, den wir als Lizenznehmer leider nicht ändern durften. Vor allem die Menschen in den Bundesländern, die wir brauchen, um ein ausgelastetes Jahr zustande zu bringen, konnten mit dem Titel nichts anfangen Die Skepsis einem amerikanischen Titel gegenüber war einfach zu groß. [Bühne, 1/2012, Seite 25]

Danke, Kathrin Zechner, you officially MADE MY YEAR!

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