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“SPIDERMANN” - ein drittes Spiderman-Musical startet in New York

Schön langsam wirds unübersichtlich. Neben Julie Taymors Spiderman-Musical “Turn Off the Dark” mit drögen Tönen von U2 und “The Spidey Project” des Comedian Justin Moran soll am 13. März 2011 ein drittes Spiderman-Musical die Bühnen New Yorks entern, was gleichzeitig bedeutete, dass es das erste Spiderman-Musical wäre, denn dieser Premierentermin schlägt die bisher veranschlagten der beiden anderen Produktionen.

“Spidermann” wird im Tank in Manhatten insgesamt drei Mal zu sehen sein. Die New York Times über “Spidermann”:

«Spidermann,” which was presented earlier this year in Seattle, is the handiwork of Jose Bold, the stage name of the artist John Osebold, and is described in a press release as «a hastily-constructed abstract musical” that «threads together elements of the original comic book story, references to the buzz-heavy Broadway debacle, songs stripped down to their essential core, and dreamlike video sequences to create a new mythology in an art-house style.” The cast includes Mr. Osebold as the title character; Kirk Anderson as his alter ego, Peter Parkre; Erin Jorgensen and Sara Edwards, who both play the character Mary Jane Taymor; Mark Siano as Radioactive Steve Winwood; and Evan Mosher as Everyone Else. [New York Times]

Die Kritik zur Seattle-Produktion von “Spidermann” kann man –> hier nachlesen.

Maya Hakvoort - die neue “Mrs. Danvers” in St. Gallen

Wie Maya Hakvoort ihre Fans über ihre Facebook-Page wissen ließ, wird sie die Rolle der Mrs. Danvers in “Rebecca” am Theater St. Gallen übernehmen. Damit steht die gebürtige Niederländerin erneut in einer Hauptrolle in einem DramaMusical von Michael Kunze und Sylvester Levay auf der Bühne. Von 1994-1998 und von 2003-2005 stand sie als “Elisabeth” im gleichnamigen Musical unter der Regie von Harry Kupfer auf der Bühne des Theaters an der Wien.
“Rebecca” feiert am 22. Oktober 2011 Premiere am Theater St. Gallen. In der Rolle des Maxim de Winter wird Thomas Borchert auf der Bühne stehen. Die letzten Castings finden Ende März statt. Tickets für “Rebecca” in St. Gallen kann man leider noch nicht ordern.[dramamusicals.de]

Liebe Facebook Fans, mit großer Freude darf ich euch heute etwas ganz Aktuelles mitteilen … ab September 2011 werde ich etwas öfters in der Schweiz sein und zwar in St.Gallen, wo ich dann ab 22. Oktober auf der Bühne stehe. Ich darf böse sein und ganz zum Schluss auch wieder sterben ;-)) Kurz gesagt: Ich werde die Mrs. Danvers in “Rebecca” spielen!!!! Alles Liebe, eure Maya. [Maya Hakvoort @ Facebook]

Chris Murray: “Ich bin Musicaldarsteller und stehe hundertprozentig dazu.”

Ich hasse Leute, die sich über ihr eigenes Genre lustig machen. Wenn wir, die wir Musicals machen, es nicht ernst nehmen, wer dann? Denn das Publikum nimmt es ernst. Die Zuschauer kommen nicht, um zu sehen, wie doof das doch ist, was sie mögen.

Leider treffe ich immer wieder Kollegen, die Musical eigentlich verachten. Dann heißt es: “Eigentlich bin ich ja Rock-/Popstar … eigentlich mache ich ja Chanson … eigentlich bin ich ja Schauspieler … eigentlich bin ich ja was ganz anderes, als das, mit dem ich eigentlich mein ganzes Geld verdiene.” Das ist auch, was ich vorhin meinte: Wenn ich nicht dahinter stehe, wie kann ich dann erwarten, dass die da draußen dahinterstehen.

Es gab auch damals Kollegen, als ich meine “Greatest Hits” veröffentlichte, die mich fragten, warum ich Musicaltitel aufgenommen habe. Was sollte ich denn machen: Knef? Wenn ich sieben bis acht CDs auf dem Tisch habe, wo ich alles und den Küchenschrank noch mitsinge, dann können wir mal vielleicht einen Exkurs machen … Ich bin Chris Murray, der Musicalsänger, und wenn mein Name irgendwo draufsteht, sollen die Leute wissen, dass sie das von mir erwarten können. Ich bin Musicaldarsteller und stehe hundertprozentig dazu. Mich ärgern Leute, die ihr Genre herabwürdigen. Deshalb freue ich mich immer über die Gelegenheit, Musical eine Plattform zu bieten, und über die, die das tun. [blickpunkt musical, Nr. 01/11, Januar-Februar 2011, S. 35]

The Spidey Project: Vergesst den U2-Spinnenmann - Jetzt kommt das echte Spiderman-Musical

Es ist ja wunderbar, mit welch perfiden Publicitystunts die Produzenten des U2-Spinnenmann-Musicals das Aufmerksamkeitslevel der Medien auf Trab halten. Aber sehen wir doch das Ganze mal realistisch: Außer den U2-Fans, den Touristen und all jenen, die auf Unfälle warten, wen interessiert es noch wirklich, ob Julie Taymors Werk nun wirklich auch eine “echte” Premiere auf die Reihe bekommt oder nicht. Die wahren Musicalfans haben sich schon nach den ersten Hörproben verabschiedet … doch es bleibt immer noch die Hoffnung, dass bei der nächstjährigen Grammy-Verleihung das Spinnenmännchen mit dem Preis für die beste Cast-CD ausgezeichnet wird, das hat 2010/1011 ja auch das schwachbrüstige “American Idiot” geschafft.

Man muss das verstehen. In Zeiten, in denen die Fans die aktuellen CDs ihrer Stars lieber für lau aus dem Netz klauen, überlegen sich die, wie sie ihren Fans nicht nur den Preis für ne CD aus der Tasche ziehen können, sondern noch mehr, und ein “Broadway-Musical”, das ist eine feine Sache. Dass damit das wahre Musicalgenre schön langsam zu Grabe getragen wird, was solls. Auch hierzulande machen sich die Musicalproduzenten ja tagtäglich lächerlich. Es beginnt schon bei Kleinigkeiten wie den Outfits der Platzanweiser. Kürzlich stand in einem der netten Fanforen (siehe –> hier) zu lesen:

Würde ich ins Burgtheater gehen, um dort Richard III. zu sehen, fände ich es auch deplaziert, wenn mir die Platzanweise mit künstlichem Buckel entgegenhumpelten. Aber Musical im allgemeinen und TdV im speziellen sehe ich als Unterhaltungstheater.

Weit haben wirs gebracht. Clowns, Artisten und fahrendes Volk, Unterhaltungstheater im Ringelspielsinn, hier die “hohe Kunst”, da die Kunst für die, die nur Zerstreuung suchen. Was für eine Einstellung ist das? Was für eine Definition von “Unterhaltungstheater” mag das sein?

The Spidey Project
Aber zurück zum Spinnenmann. Bevor noch Julie Taymor also ihre echte Premiere in die Gänge bringt (oder auch nicht), wird “Mr. Moran” mit “The Spidey Project: With Great Power Comes Great Responsibility” am 14. März 2011 das erste Spiderman-Musical New Yorks uraufführen. Sein Slogan: “Zero Dollars - 30 Days - The First Spiderman Musical to Officially Open in NYC.”

Stattfinden wird dieses Event in Manhattan im “People Improv Theater”. Morans “Spidey Project” erzählt die Geschichte des Spinnenmanns so, wie es im Marvel-Comic nachzulesen ist: “It’s Peter Parker, in high school at Forest Hills when he gets bitten by the spider and all that good stuff.” Eine Genehmigung von Marvel hat er zwar nicht, aber da er eine Parodie auf die Bühne bringt, nach einem Buch, das er selbst mit Jon Roufaeal geschrieben hat und einem Score, komponiert von Adam Podd und Doug Katsaros, sieht er möglichen Problemem gelassen entgegen. Geplant ist vorläufig nur eine einzige Vorstellung. Doch sollte das Publikum nach mehr verlangen … wer weiß.

Mr. Moran ist kein Unbekannter in der Branche. 2010 gewann er beim Fringe Festival für die Texte zu “Pope! The Musical” einen Excellence Award, und für sein Spidey Project haben sich schon Dutzende Darsteller, Komponisten, Set Designer und andere Interessierte gemeldet. Sein Ziel hat er klar definiert:

Our goal is to do what she [Julie Taymor] should have done in the first place, and that’s just make a really good musical.

Links
- The Spidey Project
- Pope! The Musical
- North Jersey.com: Moran writes and rewrites his way into Fringe Festival
- The New York Times: A Second Spider-Man Musical Swings Into Town

Koblenz: “Zustände wie im alten Rom”

febd51e6c4.jpgAm 25. Februar 2011 feiert Stephen Sondheims Musical-Comedy «Zustände wie im alten Rom” in der Kulturfabrik Koblenz Premiere. Auf der Bühne: eine junge Truppe des Koblenzer Jugendtheaters.

Web-2.0-gerecht geht man bei der Vermarktung dieser Produktion auch beispielsweise mit Videos ins Web. Auf YouTube unter anderem: ein interessantes Interview mit Darsteller Sebastian Steil zum Thema “Hauptberuflicher Darsteller? NEIN danke!” (–> hier) und ein Interview mit Regisseur Andre Wittlich über “Zustände wie im alten Rom” (–> hier)

Natürlich gibt es eine Website zur Show (–> hier), und man ist auf Facebook, flickr und Twitter vertreten.

Link
- Kulturfabrik Koblenz

Michael Heller: “All I need is the girl”

Musical-Diplomprüfung Folkwang Hochschule Essen, Januar 2010

Link
- Michael Heller @Diabelli Management

“Wonderland” - live im Wiener Burgtheater

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Die “Junge Burg” zeigt ab Mai 2011 “Alice im Wunderland” von Roland Schimmelpfennig. Unter der Regie von Annette Raffalt spielen die Teilnehmer des “TheaterJahres”.

Inhalt
Alice wird von einem sehr gestressten, aber elegant gekleideten Kaninchen aus ihrer Langeweile gerissen. Sie folgt dem Kaninchen – denn nichts hält sie in einer Welt, in der große Schwestern langweilige Bücher ohne Bilder lesen und jede Chance auf Unterhaltung mit »absurd« oder »gänzlich unmöglich« abtun.
Durch ein bedenklich tiefes Loch im Kaninchenbau fällt Alice bis – zum Erdmittelpunkt? Zur anderen Seite? In jedem Fall landet sie in einer höchst verwirrenden Umgebung und kann sich nun über mangelnde Abwechslung nicht mehr beklagen. Dass allerdings nun auch sie selbst – abwechselnd – mal ganz groß und dann wieder ganz klein ist und hochberühmte Balladen erschütternde Veränderungen erfahren, wenn sie aus Alice’s Mund sprudeln, ist doch etwas zu viel der Unterhaltung.
Alice ist plötzlich gar nicht mehr sicher, ob sie noch sie selbst ist. Die Ratschläge einer Pfeife rauchenden Raupe und der Grinsekatze helfen auch nicht weiter. Die Katze kann Alice auf der Suche nach ihrem Weg und ihrem Ich nur an drei Verrückte weiter verweisen. Ver-rückt ist in diesem sonderbaren Land aber so vieles, dass Alice sich über Humpty Dumpty, Hutmacher und Märzhasen und ihre sonderbaren Teatime-Gewohnheiten nur noch wenig wundert. Die Runde wird zusehends fröhlicher, doch dann spitzt Alice’ Lage sich zu … bis sie plötzlich wieder neben ihrer Schwester sitzt – die schon wieder von »absurd« und »nur geträumt« redet. Doch Hutmacher und Märzhase treten den Gegenbeweis an – und die unsteten Größenverhältnisse haben auch einen Vorteil: Wunderland hat Platz in jedem Kopf!

Nachwuchsförderung zahlt sich aus
Roland Schimmelpfennig macht aus dem weltberühmten Kinderbuch von Lewis Carroll ein phantasievolles und poetisches Musical-Libretto. Und die “Junge Burg” wird wieder einmal beweisen, dass sich Nachwuchsförderung auszahlt. Diese Einstellung kann man gar nicht hoch genug einschätzen, wurden doch seinerzeit beispielsweise die Theater an der Wien Studios mit dem “legendären” Argument geschlossen: “Wir werden doch nicht Musicaldarsteller ausbilden, die dann ins Ausland und nach Deutschland gehen.” Völlig zurecht meint dazu Peter Weck in seiner Autobiographie “War’s das?”: “So einen Unsinn muss man sich erst einmal einfallen lassen Aber man sieht, welche profunden Theaterleute die Geschicke nach mir übernommen haben. Mit einem Weitblick für die Sparte Musical, der dann dort hingeführt hat, wo man jetzt steht.”

Weitere Infos & demnächst Tickets –> hier

Attacke: Michael Riedel versus “Wonderland”

Frank Wildhorns neues Musical “Wonderland” ist noch nicht mal endgültig am Broadway gelandet, da lästert Michael Riedel, das Kritikerflaggschiff der New York Post, auch schon los gegen die Show. Sein Furor gipfelt in folgender Passage:

They should be able to make “Wonderland” coherent, at least. And if it doesn’t work here, there’s always Austria. The country that gave us Mozart is home to the annual Frank Wildhorn Festival.
Das ist der moment!

Zum Artikel gehts –> hier

Linda Eder: “No Finer Man”

eder2011.jpgBroadwayworld.com zeigt exklusiv Linda Eders neues Video: “No Finer Man”. Frank Wildhorn komponierte den Song (und alle anderen) für Eders CD “Now”, die am 1. März 2011 erscheinen wird. Zum Video gehts –> hier.

Die Tracklist der CD
- Not Gonna Fall This Time (Lyricist Jack Murphy)
- No Finer Man (Lyricist Leslie Bricusse)
- Ordinary People (Lyricist Brenda Russell)
- The Heat of The Night (Lyricist Jack Murphy)
- What Did You See Inside The Stars? (Lyricist Nan Knighton)
- Now (Lyricist Maury Yeston)
- The Mad Hatter (Lyricist Jack Murphy)
- A Woman In His Arms (Lyricist Nan Knighton)
- Good Bye (Lyricist Jack Murphy)
- What’s Never Been Done Before (Lyricist Nan Knighton)
- More Than Heaven (Lyricist Robin Lerner)
- Living In The Shadows (Lyricist Leslie Bricusse)

Mumford & Sons - die heimlichen Sieger der Grammy Awards

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Ihr Auftritt bei den diesjährigen Grammy Awards (siehe –> hier) dauerte zwar nur an die zweieinhalb Minuten, aber mit was für einer erkennbaren Freude und mit welchem Enthusiasmus sie ihren Auftritt gestalteten und danach als Teil der Begleitband von Bob Dylan fungierten, das schien vielen Zusehern der Live-Übertragung zu imponieren: Die britische Folk-Rock-Band Mumford & Sons ist, das kann man nun einige Tage nach den Feierlichkeiten feststellen, der eigentliche Sieger der diesjährigen Grammy Awards. Zwar hat sie keinen Preis bekommen, aber ihr Auftritt bescherte Marcus Mumford, “Country” Winston Marshall, Ben Lovett und Ted Dwane eine Menge neuer Fans.

Die Grammy Awards sorgten immer schon für einen regelrechten Boost der Verkaufszahlen von auftretenden und ausgezeichneten Künstlern. Im Digitalen Zeitalter ist ein Boost-Effekt instantmäßig erkennbar. Da gibt als erstes Anzeichen mal die Website der “neu entdeckten” Lieblinge w. o., weil der Server dem Besucheransturm nicht mehr gewachsen ist, und dann schießen die Downloadzahlen, legale und illegale, in die Höhe. All das war bei Mumford & Sons wie bei keinem anderen Act der diesjährigen Grammys der Fall. 49.000 Einheiten verkauften Mumford & Sons von ihrem aktuellen Album “Sigh No More” (Glassnote) in den Tagen nach der Verleihung und verdoppelten damit ihr bisheriges Ergebnis. Seit 47 Wochen sind sie mit ihrer CD in den Charts, in dieser Woche erreichten sie Platz 2 der Billboard 200 Charts und Platz 1 in den Billboard-Rock-Albums-, Independent-Albums-, Folk-Albums-, Alternative-Albums- und Digital-Albums-Charts.

Verglichen damit sind die Verkaufszahlen von Gewinnern wie Arcade Fire (12.000 verkaufte Einheiten seit den Grammys) eher gering einzustufen, obwohl sie damit um 95 Prozent mehr absetzen konnten als in der Woche vor den Grammys. Letztendlich landete ihre akuelle CD “The Suburbs” nur auf Platz 52. Justin Bieber, der große Verlierer des Awards (einige Nominierungen, kein Preis), konnte mit einem Liveauftritt bei den Grammys und einem US-Filmstart “Never Say Never” als Bonus Platz 3 der Charts erreichen (48.000 verkaufte Einheiten).

Eine Verkaufsklasse für sich ist allerdings Lady Gaga. Sie performte ihre neue Single “Born this way” bei den Grammys und wurde mit unglaublichen 448.000 Downloads belohnt.

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