Archiv - 2004
Martin Bruny am Donnerstag, den
15. Juli 2004 um 09:18 · gespeichert in TV

Keine Flugszenen, das war in den ersten drei Staffeln von Smallville, der Serie über die Jugendjahre von “Superman”, das Credo der Produzenten - in der vierten Staffel ist es nun aus mit diesem Firlefanz. Es wird Flugszenen geben, freilich nicht, wie man sich das erwarten könnte, so die Produzenten. Na dann … Hauptsache er tut, was er tun soll. [story]
Martin Bruny am Donnerstag, den
8. Juli 2004 um 09:17 · gespeichert in Theater

In den ersten Jahren seiner Filmkarriere wurde Christian Slater des öfteren mit Hollywoodlegende Jack Nicholson verglichen, nun schlüpft der Filmstar in eine der berühmtesten Rollen Nicholsons. In einer Bühnenversion mimt Slater die Rolle des R. P. McMurphy in Ken Keseys Einer flog über das Kuckucksnest.
Die Produktion von Guy Masterson wird im Rahmen des Edinburgh Fringe Festival präsentiert. Ein Transfer ans Londoner West End im September 2004 ist bereits fix.
Für Slater ist es nicht die erste Bühnenrolle. Bereits 1980 debütierte er in “The Music Man”. Neben Slater agieren Stephen K. Amos, David Calvitto, Ian Coppinger, Adrian Hope, Katherine Jakeways, Dave Johns, Owen O?Neill, Phil Nichol, Lucy Porter, Gavin Robertson und Lizzie Roper. [story]
Martin Bruny am Dienstag, den
6. Juli 2004 um 09:16 · gespeichert in Musical

[Jennifer van Brenk und Rob Pelzer;
Titelfoto der Produktion: www.engelenbak.nl]


[Fotos vom Schlussapplaus: Jeroen Beekhof]
Vom 30.06.-03.07.04 wurde in dem Theater De Engelenbak in Amsterdam die erste nicht-englischsprachige Version des Musicals “The Last 5 Years” von Jason Robert Brown aufgeführt. Es handelt sich um ein 2-Personen-Stück, das die Geschichte der Beziehung von Robin und Eva erzählt. Die beiden Hauptdarsteller wurden musikalisch begleitet von einem 6-köpfigen Orchester unter der Leitung von Fred van Straten.
Die Rolle des Robin wurde gespielt von Rob Pelzer, dem ehemaligen alternierenden “Mozart” in Wien. In der Rolle der Eva war Jennifer van Brenk zu sehen, die zuvor als Julia in der flämisch-niederländischen Produktion von “Romeo & Julia” mitwirkte, und die letztes Jahr mit dem “Jacques de Leeuw Toptalent-Preis 2003″ ausgezeichnet wurde.
Die niederländische Version von “The Last 5 Years” war eine Initiative der beiden Hauptdarsteller, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mezzoforte. Der Ort der Handlung wurde nach Amsterdam verlegt.
Das Besondere an dem Einakter mit 14 Songs besteht darin, dass die Geschichte von Robin und Eva aus zwei gegenläufigen Erzählperspektiven dargestellt wird. Eva, von Beruf Musicaldarstellerin, beginnt mit ihrer Geschichte in der Gegenwart, in der es gerade zur Trennung gekommen ist, und geht in ihren Liedern zurück bis zum ersten Treffen mit Robin.
Robin, ein Schriftsteller, beginnt seine Erzählung mit seiner ersten Begegnung mit Eva und endet mit dem Scheitern der Beziehung in der Gegenwart.
Allein zum Zeitpunkt der Hochzeit verlaufen beide Erzählstränge synchron.
Durch diese eigenwillige Erzählform wird dem Zuschauer auf eindringliche Weise die unterschiedliche Denk- und Erlebensweise der beiden Hauptpersonen vermittelt, ihre unterschiedliche Motivation, die zwangsläufig zu Konflikten führt.
Jennifer van Brenk und Rob Pelzer spielten ihre Rollen mit großer Intensität und zeigten die ganze Bandbreite ihres gesanglichen und darstellerischen Könnens. In dem kleinen Theatersaal (120 Plätze) entstand die beabsichtigte Intimität zum Publikum, das dadurch gleichsam in die Geschichte hineingezogen wurde. Sämtliche vier Vorstellungen waren ausverkauft, und es bleibt zu hoffen, dass aufgrund des großen Erfolges weitere Aufführungen, möglicherweise auch als Tourneeproduktion, folgen. (Ein Bericht von Gabi Bartoschek)
Martin Bruny am Samstag, den
3. Juli 2004 um 09:15 · gespeichert in Theater



Am 1. Juli gastierte Soul-Diva Patti Labelle im Rahmen des Jazzfest Wien in der Wiener Staatsoper und lieferte eines jener seltenen Konzerte ab, die von Anfang an in eine andere Welt entführen. Die Erwartungshaltung war hoch, die Spannung vor dem Konzert spürbar - nichts anderes als DAS Live-Highlight des Jahres haben sich alle Fans der Künstlerin erhofft -, und schon mit dem ersten Ton, den Patti noch offstage in den Saal sandte, löste sich diese aufgeladene Atmosphäre - was dann folgte, war Soul pur, Soul der Extra-Klasse wie ihn nur eine Handvoll KünstlerInnen auf dieser Welt zu leben und vermitteln verstehen. Das haben Kritiker, die dafür eine gewisse Sensibilität aufbringen, verstanden und gefühlt, und so liest sich auch eine Kritik in der PRESSE auszugsweise wie folgt:
Magie und Aura waren eindeutig auf Seiten der Künstlerin aus Philadelphia, die nicht nur nahm, sondern vor allem gab. Etwa eine intensive Version von “If only you knew”, ihres späten ersten Nummer-Eins-Hits (1983), oder eine Duett-Adaption von “On my own”. Dazwischen erzählte sie tragische Episoden ihres Lebens, die sie derart selbst berührten, dass sie immer wieder zu weinen begann, ehe sie sich darauf besann, ihre Gefühle in Gesang zu kanalisieren.
In der Einleitung zu “Not right but real” empfahl sie allen unglücklichen Frauen, aus ihren Partnerschaften zu flüchten; vor dem eleganten Schleicher “Two steps away” erinnerte sie an die Ungewissheiten des Lebens. Ihre ekstatische Adaption des Al-Green-Klassikers “Love and Happiness” ließ die Oper brodeln. Das konnte dann nicht einmal ihr alter Discohit “Lady Marmalade” toppen. Mit einem langen “Over the Rainbow” und einer Gospelversion des “Vaterunser” verabschiedete sich Patti LaBelle, wankte in die Garderobe zurück, mit nichts als Schweiß und Tränen und einem knapp sitzenden Kleid. Keine Frage: ein Star.
Freilich gibt es auch Zeitgenossen unter uns, die Kritiken, so kommt es mir machmal vor, nur deswegen schreiben, um ihre berufliche Pflicht zu erfüllen, die manche Events wahrnehmen müssen, obwohl sie lieber bei irgendeiner Indie-Band abgruften würden, die die Emotionalität eines Soulkonzerts in der Tat nicht erleben wollen, und so liest sich eine Kritik desselben Konzerts von Patti Labelle im STANDARD auszugsweise so:
Nun bleibt es jedem unbenommen, mit den Mitteln des Peinlichkeit gegen die Gesetze des Lebens anzukämpfen. Aber man sollte das dann zumindest im Musikalischen mit ausgewogenen Mitteln tun. Es erwies sich jedoch leider als verhängnisvoll, dass LaBelle die Energie einer Girlband in sich vereint. Natürlich, schön ist die Exaltation. Doch noch schöner, wenn sie mit Pausen versehen wird. In “Lady Marmalade” obwaltete jedoch der Wunsch nach Dauerintensität. Und da sie im Gesanglichen zu grobschlächtigen Mitteln tendiert, führte dies bald zur Überforderung der Lauscher.
So kommt es leider, wie es kommen muss: Wie die Anzahl von Höhepunkten jeglicher Art ab einer gewissen Menge zu Indifferenz führt, so ist man nach Tausend “Yeahs” und “Uhhhhs” an den Grenzen seiner Wahrnehmungsgelüste angelangt. Und verlässt das ehrenwerte Haus mit der Sehnsucht nach hundert Jahren Stille.
Wie schade, dass der Kritiker des STANDARD, in all seiner Hilflosigkeit, der Magie des Abends zu trotzen, sich in so Belanglosigkeiten verliert wie einer Soul-Diva zeilenlang ihr Alter vorzuhalten oder einer anerkannten Sängerin mangelnde stimmliche Mittel zu attestieren. Das ist wahrlich unterstes Niveau, auch sprachlich. Da wenden wir uns doch lieber zum Abschluß der Presseschau der Kritik der TIROLER TAGESZEITUNG zu:
Sie spielte sowohl alte Songs (”Love, Need and Want”, “If you only knew”, “On my Own”), als auch neue (”Two Steps Away”), und sie sang sie nicht nur, sondern gab mit den Liedern alles, was sie hatte, und war ständig in Kontakt mit dem Publikum. Eine Sternstunde, als sie “Lady Marmalade” anstimmte, das sie vermutlich bereits tausende Male gespielt hat. Wie selbstverständlich bat sie das Publikum, mitzusingen, und holte sich zur Verstärkung gleich ein paar Zuschauer auf die Bühne zum gemeinsamen Singen.
Als sie nach der Zugabe (wieder in Schuhen) wirklich ging, sagte sie noch zum Abschied: “Thank you. You save my life”, und man glaubte es ihr, wie auch den persönlichen Talk während des Konzerts mit Schilderungen aus ihrem Leben, der natürlicher Teil der höchst professionellen Show war. Dabei ging es um ihren Abscheu gegen die allgemeine politische Weltlage, die private Beschäftigung mit ihrer Scheidung, den Tod, nachdem sowohl Eltern als auch die Schwester und Künstlerfreunde an Krankheiten gestorben sind. Keine Frage, dass sie ihres kranken Freundes Luther Vandross ebenso gedachte wie des kürzlich verstorbenen Ray Charles.
Diese Show von Patti LaBelle, einer grandiosen Live-Performerin, war eine selten perfekte Synthese von geben und nehmen, sowohl für das äußerst dankbare Publikum, als auch für sie selbst. Hervorragend auch die Band (darunter Derrick Cummings, Kevin Randolph, Grady Harell, Jeffrey Womack).
Hoffentlich muss Wien nicht wieder siebzehn Jahre lang auf ein solches Soul-Ereignis warten!
Martin Bruny am Samstag, den
26. Juni 2004 um 09:14 · gespeichert in Musical, Broadway

Bereits am 12. September 2004 fällt der letzte Vorhang für The Boy from Oz - ein Musical rund um legendäre Songs von Peter Allen und Hollywoodstar Hugh Jackman in der Hauptrolle gebaut. Hugh Jackman konnte für seine Performance vor wenigen Wochen als erster Australier einen Tony Award für sich entscheiden, und um es auf den Punkt zu bringen: Da ihn Hollywood wieder lockt, verlässt er mit 12. September, nach Auslaufen seines Vertrags, die Show - und ein Hugh Jackman kann schlicht und einfach durch niemanden ersetzt werden.
Von offizieller Seite werden diese Fakten bestritten: Klar, man habe nie eine längere Laufzeit als ein jahr geplant. Die Show spielt zwar wöchentlich eine Million Dollar ein - doch angesichts der hohen Produktionskosten darf bezweifelt werden, ob die 9 Millionen Dollar Investitionskosten innerhalb eines Jahres bereits eingespielt werden können.
Am Ende des Tages werden sich die statistischen Daten recht nüchtern betrachtet wie folgt lesen: 32 Previews, 396 Vorstellungen.
Martin Bruny am Donnerstag, den
24. Juni 2004 um 09:11 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

[Das Ensemble der Kinder- und Jugendtanzabteilung des Performing Center Austria; Foto: Martin Bruny]
Die Highlights des vergangenen Jahres aus den Abteilungen PERFORMING ARTS STUDIOS VIENNA, PERFORMING TALENTS, PERFORMING CENTER YOUTH COMPANY sowie die besten Choreographien der erfolgreichen KINDER- UND JUGENDTANZABTEILUNG präsentierte das Performing Center Austria am 23. Juni 2004 im Wiener Theater Akzent.
Vor ausverkauftem Haus zeigten sich die Talente, angehenden Performer und tanzbegeisterten Kids von ihrer besten Seite. Das Programm reichte von “Mozart!” (”Irgendwo wird immer getanzt”) über “Tanz der Vampire” (”Santas laden zum Tanz”) und “Der Glöckner von Notre Dame” (”God help the Outcast”) bis zu Finix, einem Musical von Michael Schnack (Musik), das in einer Neubearbeitung unter der Regie von Hannes Muik vor wenigen Wochen im Wiener Raimundtheater zu sehen war.
Eine gelungene Abschlußshow mit viel Power und bester Laune.




[Fotos: Martin Bruny]
Martin Bruny am Freitag, den
18. Juni 2004 um 09:10 · gespeichert in Musical

Der Autor und Komponist William Finn (geb. 1952 in Boston) gilt in der Reihe der post Sondheim Broadway-Komponisten wie Lynn Ahrens und Stephen Flaherty, Jason Robert Brown, Adam Guettel, Michael John LaChuisa usw. auch unter Kollegen als Genie. Die emotionale Energie seiner Songs ist gewaltig, seine Melodien berühren, verzaubern - tauchen den Zuhörer in ein tönendes Meer von Melancholie, Nachdenklichkeit, aber auch Freude und Ausgelassenheit. Jeder seiner Songs ist eine detaillierte Charakterstudie - im Zusammenspiel von Musik und Text erreicht diese Charakterzeichnung der Protagonisten eine Tiefe, die anderen Komponisten/Textern nur selten gelingt.
William Finns Ruhm liegt in seinem Erstlingswerk, der Trilogie “Falsettos”, begründet. Ursprünglich als drei eigenständige Musical-Einakter konzipiert, lässt sich die Entwicklung der “Falsettos”-Trilogie ungefähr folgendermaßen skizzieren:

1) “In Trousers” (1979/neue Fassung 1985)
Premiere: 1979 im Playwrights Horizons.
Premiere der Version von 1985: 26. März 1985 im Promenade Theatre am Off-Broadway.

2) “March of the Falsettos” (1981)
Premiere: 1981 im Playwrights Horizons. Es wurde danach unter der Regie von James Lapine in New York produziert.

3) “Falsettoland” (1990)
Premiere: 28. Juni 1990 im Playwrights Horizons.
Auszeichnungen: -Outer Critics Circle Award for Best Musical
- 2 Los Angeles Drama Critics Awards
- 2 Drama Desk Awards
- Lucille Lortel Award (”Outstanding Musical”)
- Guggenheim Fellowship in Playwrighting
4) “Falsettos” (1992)
1991 wurden die Einakter “March of the Falsettos” und “Falsettoland” zu einer Einheit zusammengeführt und von der Hartford Stage uraufgeführt. Die Browadway-Version dieses neuen Stückes erlebte am 29. April 1992 im John Golden Theatre seinen ersten Vorhang. In den Hauptrollen: Michael Rupert, Stephen Bogardus, Barbara Walsh und Jonathan Kaplan. Insgesamt wurde das Stück 486 Mal aufgeführt. Im Laufe dieser Aufführungsserie übernahm Broadwaystar Mandy Patinkin die Hauptrolle des Marvin.
Auszeichnungen: 2 Tony Awards (Best Book of a Musical und Best Original Score)
In “Falsettos” beschäftigt sich Finn mit dem emotionalen und sexuellen Leben der von ihm geschaffenen Hauptfigur Marvin. Der Inhalt, kurz zusammengefasst:
I. Akt: 1979, MARCH OF THE FALSETTOS:
Marvin versteht sich als Familienmensch, er hat ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis. Trotzdem verlässt er seine Frau Trina und seinen Sohn Jason, um zu seinem Liebhaber Whizzer zu ziehen. Diese Entscheidung fällt Marvin sichtlich schwer, immer wieder zieht es ihn zu Frau und Kind zurück, denn er möchte seine Familie erhalten. Am Ende jedoch heiratet Trina den Psychiater Mendel und gründet eine neue Familie, während Marvin von Whizzer verlassen wird.
II. Akt: 1981, FALSETTOLAND:
Zwei Jahre sind vergangen. Marvin ist nach einiger Zeit der Trennung wieder glücklich mit Whizzer, hält jedoch nach wie vor den Kontakt zu seiner ehemaligen Familie aufrecht. Die Verwicklungen innerhalb des Quintetts gehen weiter, die Suche nach Liebe, die Erfahrung von Leid und Einsamkeit prägen die Menschen, bis Whizzer, geschwächt von einer HIV-Infektion, zusammenbricht.
PREQUEL: IN TROUSERS spielt zeitlich gesehen vor “Falsettos” und schildert Marvins Jugend. Wir erleben ihn als verzogenen 14-Jährigen, als verliebten, romantischen Studenten. Wir sind bei seiner Heirat dabei, bei ersten Eheproblemen und seinem ersten Zusammentreffen mit Whizzer.
William Finns “Falsettos” erlebte am 04.01.1996 in Hamburgs Delphi Musicaltheater seine deutschsprachige Erstaufführung. Der Lehrgang für Musical am Institut für Gesang und Musiktheater (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) brachte “Falsettos” vom 26.5. bis 28.5.2003 in Wien zur Aufführung.
Martin Bruny am Samstag, den
12. Juni 2004 um 09:09 · gespeichert in Musical, Broadway
Der Tony-Award - er gilt als wichtigster Preis, was Musicals betrifft. Die diesjährige Tony-Awards-Verleihung, die vor einigen Tagen in New York über die Bühne ging, war ein wenig merkwürdig und sorgt nach wie vor für Diskussionen. Wie nur ist es möglich, dass eine Show wie Avenue Q über ein geradezu klassisches Musical wie Wicked in der Kategorie “Bestes Musical” triumphieren kann. Eine mögliche Antwort bietet Gareth McLean in seinem höchst interessanten Artikel How to win a Tony. Für noch mehr Aufregung sorgt nun der Umstand, dass die Produzenten der kleinen Off-Broadway-Produktion “Avenue Q” erst nach der Preisverleihung bekannt gegeben haben, dass sie einen hochdotierten Las-Vegas-Deal abgeschlossen haben. Gilt doch das Image der “kleinen, aber feinen Nischenproduktion” bei vielen als ein Siegesfaktor. Hätte “Avenue Q” auch mit dem lukrativen Las-Vegas-Deal gewonnen? Die meisten meinen Nein.
Martin Bruny am Donnerstag, den
10. Juni 2004 um 09:08 · gespeichert in Tod, Pop
Ray Charles, the Grammy-winning crooner who blended gospel and blues in such crowd-pleasers as “What’d I Say” and heartfelt ballads like “Georgia on My Mind,” died Thursday, a spokesman said. He was 73. Charles died at his Beverly Hills home surrounded by family and friends, said spokesman Jerry Digney. [Story]
Martin Bruny am Donnerstag, den
10. Juni 2004 um 09:06 · gespeichert in Musical, Wien

[Maya Hakvoort, Sigrid Hauser,
Dagmar Hellberg & Ruth Brauer; Foto: Martin Bruny]
Am 7. Juni 2004 brachten Wiens “Leading Ladies” gute Stimmung ins Raimundtheater. Unterstützt von einem prominent besetzten Ensemble (Albert Kessler, Michael Bernhard, Arthur Büscher, Robert D. Marx, Axel Olzinger, Philip Ranson, Markus Simader, Georg Prohazka) und noch prominenteren Gästen (Mà¡te Kamarà¡s, Eva Maria Marold, Serkan Kaya, Anne Mandrella, Drew Sarich und Kyrre Kvam) präsentierten die Musical-Stars ein abwechslungsreiches Programm:
01) Broadway Baby (”Follies”; Ladies, Ensemble)
02) Stars and the moon (”Songs for a new world”; Maya)
03) Life with Harold (”The Full Monty”; Dagmar)
04) Smoke dreams (K. D. Lang; Sigrid)
05) I steh auf di (”Strizzis & Mizzis”; Ruth)
06) We share everything (”Side Show”; Ladies)
07) Big Spender (”Sweet Charity”; Ensemble)
08) Das Leben ist ein Fall für 2 (Alfons Haider)
09) Du (Ruth)
10) I love you Porgy (”Porgy & Bess”; Dagmar)
11) Making love alone (”Saturday Night Life”; (Sigrid)
12) Makin´ Whopee (”WHOOPEE!”; Maya)
13) Unser Wiener Alphabet/Wann I amoi stirb (Ruth, Sigrid)
14) You’ve got a friend (Carole King; Ladies)
15) More (”Dick Tracy”; Ladies, Ensemble)
16) Two Boys (Peter Allen; Mate, Alfons)
17) Sex-Appeal (Marcellus Schiffer 1930; Anne)
18) Lesbian love song (”Wild Party”; Eva Maria)
19) Easy to be hard (”Hair”; Kyrre Kvam/Drew Sarich)
20) I can’t stand still (”Footloose”; Serkan)
21) Pity the child (”Chess”; Mate)
22) Dagmar Koller-Parodie (Alfons Haider)
23) Medley aus “Allem Möglichen” (Walter Lochmann)
24) Through the fire (Chaka Khan; Dagmar, Maya)
25) I don´t know how to love him aus (”Jesus Christ Superstar”; Sigrid)
26) Paris makes me horny (”Victor & Victoria”; Ruth)
27) Tell him (David Foster, Linda Thompson, Walter Afanasieff; Maya, Sigrid)
28) Karl, oh Karl (Dagmar)
29) Here´s to life (Phyllis Molinary, Artie Butler; Maya)
30) You´ll never walk alone (”Carousel”; Alle)
Durch den Abend führte ein launiger Alfons Haider, die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Walter Lochmann.
Auf absehbare Zeit ist das unter anderem von Markus Prühs erarbeitete Konzept “Leading Men”/”Leading Ladies” mit dieser Show auf Eis gelegt. Man hat sich mit der Zeit eben doch ein wenig schwer getan, geeigneten Darstellerinnen das Etikett “Leading” umzuhängen. Wiens Zeiten als innovatives Musicalzentrum sind längst zu Ende. Was derzeit von den Verantwortlichen geboten wird, sind entweder Wiederaufnahmen (”Elisabeth”) oder Trash (”Barbarella”, “Wake Up”). Auf absehbare Zeit wird sich da wohl nichts ändern. Mit der Schließung des Theater an der Wien für Musicalproduktionen begräbt man jenes künstlerische Konzept, mit dem in den 80er Jahren Peter Weck Wien zur Musicalmetropole aufgebaut hat. Ein Schelm ist, wer denkt, dass der Niedergang des Musicals in Wien mit dem Einzug der schwarzblauen Regierung in Österreich zuusammenfällt. Alles nur Zufall, ganz klar.
Fraglich ist, was mit den zahlreichen Musicalschulen in Wien passieren wird. Sie zeigen Semester für Semester ganz hervorragende Shows - doch wo sollen die Absolventen in Österreich spielen?
Wie auch immer - die Show geht weiter, und so freuen wir uns auf “Mann oh Mann”, eine Gala, die von Markus Prühs für den Oktober 2004 im Raimundtheater geplant wird, wir werden eine “Christmas Show” im Wiener Metropol erleben und schließlich 2005 die Nachfolgeshow des “Leading Ladies”/”Leading Men”-Konzepts: “The Musical Stars at home Show”.


[Sigrid Hauser & Maya Hakvoort;
Ruth Brauer & Dagmar Hellberg; Foto: Martin Bruny]


[”Big Spender” - Das Ensemble der
“Leading Ladies”; Foto: Martin Bruny]


[Maya Hakvoort - DIE Leading Lady
schlechthin; Foto: Martin Bruny]


[Serkan Kaya & Mà¡te Kamarà¡s - die
regierenden “Leading Men” Wiens; Foto: Martin Bruny]
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