Archiv - 2007
Martin Bruny am Freitag, den
19. Oktober 2007 um 13:57 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 23. Oktober 2007 |
| 20:30 | bis | 21:30 |
Jazztime: Das Jazztime-Songbook: B wie Irving Berlin
RadioKulturhaus - ORF KulturCafe, Wien
23.10.2007, 20.30 Uhr
Nicht nur mit seinen 101 Lebensjahren war der gebürtige Weißrusse Israel Isidore Baline (1888-1989) ein Sonderfall der Musikgeschichte.
Er komponierte (und textete) rund 3000 Lieder, weiters 17 Filmmusiken und über zwanzig Musicals. Zu Berlins unsterblichen Songs gehören “White Christmas”, “There Is No Business Like Show Business”, “Alexander’s Ragtime Band†oder “Puttin’ on the Ritz”.
Live in Ö1 ab ca. 21:30 Uhr.
Eintritt: frei
Martin Bruny am Freitag, den
19. Oktober 2007 um 11:58 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 26. Oktober 2007 |
| 10:00 | bis | 17:00 |
Tag der Offenen Tür am 26. Oktober 2007
im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
“Weltweit für Sie da”
Bundesministerin Dr. Ursula Plassnik und ihr Team würden sich freuen, Sie am 26. Oktober 2007 in den Räumlichkeiten des Außenministeriums willkommen heißen zu können. Sie beantworten gerne Ihre Fragen zu Ihren Auslandsreisen, zu Schwerpunkten der österreichischen Außenpolitik, zur Unterstützung der österreichischen Wirtschaft und Kultur im Ausland ebenso wie zur Entwicklungszusammenarbeit.
Erleben Sie zeitgemäßes Service im historischen Rahmen der ehemaligen Niederösterreichischen Statthalterei und besichtigen Sie den berühmten Marmorsaal, wo Österreichs Geschichte in einem einzigartigen Deckenfresko von Biedermeiermaler Leopold Kuppelwieser dargestellt ist. Genießen Sie zum süßen Abschluss “Fair Trade” Schokolade, ein Ergebnis erfolgreicher österreichischer Entwicklungszusammenarbeit. ”
WO: Bundesministerium für europäische und
internationale Angelegeheiten
Minoritenplatz 8
1014 Wien
(U3 Herrengasse, Aufgang Minoritenplatz)
WANN: 26. Oktober 2007
ZEIT: 10:00 - 17:00 Uhr
MUSIKPROGRAMM: mit Sandra Pires und weiteren renommierten Künstlern
Um 10 Uhr treten dort im Rahmen des Musikprogramms Studierende der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater auf.
Martin Bruny am Mittwoch, den
17. Oktober 2007 um 20:49 · gespeichert in Broadway, Castingshows
Es gibt sie tatsächlich, die wirklich erfolgreichen, die wirklich wirklich erfolgreichen Castingstars. Gewinnen muss man einen solchen Wettbewerb nicht wirklich, es reicht, wenn man auf den Plätzen landet, wie beispielsweise Clay Aiken (29). Er schaffte es 2003 ins Finale der zweiten Staffel von “American Idol” und unterlag da Ruben Studdard. Der gute Ruben ist heute mehr oder weniger Geschichte, Clay Aiken aber konnte von seinen bis dato drei CDs (”Measure Of A Man”, “Merry Christmas With Love” und “A Thousand Different Ways”) mehr als sechs Millionen Tonträger absetzen, das von ihm verfasste Buch “Learning To Sing: Hearing The Music In Your Life” landete in den Bestseller-Charts, seine sechs US-Tourneen waren bis auf den letzten Platz ausverkauft.
“Das ist viel zu musicalmäßig”, bemängelten die Juroren oft seine Auftritte bei “American Idol”, das Fernsehpublikum liebte jedoch genau diesen Stil. Nächste logische Stufe: Clay Aiken am Broadway. Vom 18. Januar 2008 bis 4. Mai 2008 wurde der Popsänger als Staraufputz für “Spamalot” verpflichtet. Mit Recht rechnen die Produzenten damit, dass sie damit eine völlig neue Zielgruppe ins Shubert Theater locken können: Einmal Aiken-Fan, immer Aiken-Fan, so lautet das Motto der Anhänger des Entertainers.
Regisseur Mike Nichols über Clay Aiken:
Clay Aiken is amazing beyond that glorious voice. Turns out he is an excellent comic actor and a master of character. People will be surprised by his wide ranging talent, since the first impression is of great country charm and a singer to remember. This guy is not only a star, he is a lot more. We are lucky to get him for SPAMALOT.
Martin Bruny am Dienstag, den
16. Oktober 2007 um 14:42 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 7. November 2007 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Stopptafelbesessenheit
Theater am Alsergrund; Premiere: 7. Novemer 2007, 19:30 Uhr
Weitere Termine: 9. und 10. November, 19:30 Uhr
Pressetext:
Gemeinsam arbeiten sie an der Zerschlagung des Humors: Jürgen Miedl und Flo Stanek, bekannt vom diesjährigen Feuerwehrball der Marktgemeinde Hinterstrutzing. Die untalentierten Jungkabarettisten halten sich für gar nicht komisch, was auch absolut zutrifft. Einzig Filmfan und Staatsmann Kim Jong-il zeigt sich begeistert von den zweien: “Ein sel gutes Ploglamm”.
Martin Bruny am Dienstag, den
16. Oktober 2007 um 11:42 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 25. April 2008 |
| 19:30 | bis | 21:00 |
theater.wozek: PREMIERE: Jugend ohne Gott
URAUFFÜHRUNG / Schauspiel / 90 Minunten
25. Apr. 2008
Dschungel Wien, Saal 1
Fünf SchülerInnen stehen in mehreren Fächern auf der Abschussliste und haben die Aufgabe, gemeinsam ein 20-minütiges Referat über Horvaths »Jugend ohne Gott« für die Schule vorzubereiten. Nach heftigen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten, jeder will das Referat anders gestalten, entscheiden sie ihre Arbeit als Rock-Punk-HipHop-Show zu präsentieren.
In Ödön von Horvà¡ths Werk finden sich Fragen, die auch heute noch, mehr als ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod, aktuell geblieben sind: Was ist die Liebe? Wovor haben die Menschen Angst? Was macht sie gewalttätig? Woran halten sie sich, wenn ethische Werte als überholt gelten und Lüge und Dummheit sich breit machen?
Als Recherche wurden Gespräche und Interviews mit Jugendlichen aus Wien zu den Themen Idole und Ideale, Lebenssinn, Gewalt, Geld und Glück, no future?, das Fremde, Krieg, Drogen, Kommerz und Kommunikation, Schule, Demokratie, Menschenrechte und Gott geführt.
Horvaths Gedanken, die Statements der befragten Jugendlichen und die Arbeit des Projektteams bilden die Basis für ein Stück, in dem junge Menschen bei der Bewältigung einer Aufgabe nach anfänglichen Konflikten und aberwitzigen Intermezzi einen Sinn bekommen für politisches Bewusstsein und für Nächstenliebe.
/ NACH: Ödön von Horvath / INSZENIERUNG, REGIE: Karl Wozek / DARSTELLERINNEN: Felicitas Lukas, Sandra Selimovic, Charly Vozenilek, Florian Köhler, Wilhelm Iben /
Die weiteren Termine:
Sa. 26. Apr. 19:30 / Mo. 28. Apr. 10:30 + 19:30 / Di. 29. Apr. 10:30 + 19:30
Martin Bruny am Dienstag, den
16. Oktober 2007 um 11:37 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 4. April 2008 |
| 19:30 | bis | 20:40 |
Fight Night (für junges Publikum ab 14 Jahren)
Dschungel Wien – Theaterhaus für junges Publikum
Museumsplatz 1 / 1070 Wien
Karten: 01/522 07 20-20 oder tickets@dschungelwien.at
4/5/8/9. April 19:30
7/8/9/10. April 10:30
Künstlerische Leitung: Karin Steinbrugger
Idee: Heinz Janisch
Konzept/Choereografie: Karin Steinbrugger & Martina Haager
TänzerInnen: Amadeus Berauer, Kun-Chen Shih, Andrea Stotter, Natalie Trs,
Lilian Borek, Ben Feigl, Marscha Haupt, Mira Kapfinger, Aurora Orso, Marco Payer, Julia Polt, Dorothea Zeyringer
Musik: Martin Kratochwil
Produktion: Sonja Haupt & Nikolaus Selimov
Jeden Tag stehst Du im Ring … Tägliches Ringen um Raum für Dich selbst. Platz für Deine Persönlichkeit, Deine Existenz. Täglich musst Du Dich beweisen, Stärke zeigen, schlagfertig sein, reaktionstüchtig und wach. Wer die stärksten Hiebe austeilt, kommt durch, bekommt Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit als eine der momentan begehrtesten Trophäen unserer Gesellschaft.
FIGHT NIGHT zeigt Menschen, die auf unterschiedliche Weise kämpfen – mit fairen aber auch mit unfairen Mitteln. Vom Einsetzen roher Gewalt über bewusste Selbstinszenierung bis hin zur raffinierten Verführung und Manipulation wird alles versucht. Aber nicht jeder kann mithalten, manche gehen schon in der ersten Runde k.o. Der Ring von außen betrachtet, verändert den Blickwinkel. Verhaltensweisen werden in Frage gestellt. Bedeutet »Nicht - gewinnen« tatsächlich zu scheitern?
Im Ring stehen 8 Jugendliche gemeinsam mit 4 TänzerInnen der Company homunculus.
Als Reaktion auf den zunehmenden ökonomischen Druck in unserer Gesellschaft zeigt sich die Tendenz, dass Wettbewerb und Wettkampf eine immer größere Rolle spielen. Soziale Aspekte und Kompetenzen scheinen weniger wichtig. Konzerne kreieren und steuern Trends, machen mit enormem Etat Werbung, benutzen Medien und üben damit immer stärkeren Druck auf das Individuum aus. Für Jugendliche ist es oftmals schwer, sich diesem Druck zu entziehen. Zahlreiche Fernseh-Shows sind auf Prinzipien des Wettkampfes aufgebaut. Die KandidatInnen müssen sich beweisen, werden demoralisiert und dazu angehalten unter allen Umständen zu entsprechen. Wer das nicht schafft, scheidet aus, geht »K.O.« Die GewinnerIn erhält die größte Aufmerksamkeit und Anerkennung. Den Jugendlichen wird auch hier vermittelt, dass man sich nur als Beste(r) seinen Platz in der Gesellschaft sichert.
Karin Steinbrugger / Martina Haager, ChoreografInnen
Martin Bruny am Dienstag, den
16. Oktober 2007 um 11:29 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 11. Dezember 2007 |
| 19:00 | bis | 21:30 |
XMAS HOME
Das neue Weihnachtsjugendmusical
des Performing Center Austria im Theater Akzent
Premiere: 11.12.2007, 19:30
Weitere Termine:
11.12.2007 10:00
14.12.2007 10:00
18.12.2007 15:00
18.12.2007 19:00
19.12.2007 10:00
20.12.2007 10:00
20.12.2007 19:00
21.12.2007 10:00
Kartenpreise: € 27,- /23,- / 19,- / 13,-
Der Weihnachtsmann verteilt, wie jedes Jahr, seine Geschenke an alle Kinder dieser Welt. Doch als er bei dem kleinen Harry die Geschenke ins Wohnzimmer legt, ist er für kurze Zeit unaufmerksam und wird von diesem entdeckt.
Harry, der nicht an den Weihnachtsmann glaubt - seine Eltern haben ihm früh jeglicher Illusion beraubt - schlägt sofort Alarm.
Und wie das Leben so spielt ist die Polizei schneller am Ort als der Weihnachtsmann aus dem Kamin.
Als ertappter Einbrecher, wird der Weihnachtsmann mit auf das Revier genommen und in die globale Verbrecherkartei aufgenommen. Sein Gewand wird ihm genauso abgenommen wie sein Sack. Sein Schlitten endet auf einem Polizeiparkplatz. Die Rentiere werden in Quarantäne genommen und der Weihnachtsmann in Sträflingsgewand gesteckt. Fotos für die Verbrecherkartei werden angefertigt, Fingerabdrücke genommen und die Handschellen klicken. Wie soll es weiter gehen? Wie kommt er aus dieser misslichen Lage?
Findet er wen, der ihm vertraut und - viel wichtiger - der noch an den Weihnachtsmann glaubt?
Ein Jugendmusical mit viel Musik, Witz und Humor mit 10- bis 18-jährigen Talenten.
Idee, Buch und Regie: Thomas Frank
Musikalische Leitung: Markus Richter
Choreografie: Sabine Arthold & Rita Sereinig
Martin Bruny am Dienstag, den
16. Oktober 2007 um 11:04 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 22. November 2007 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Gernot Kranner: 6 mit 45
22. November, 20:00
Orpheum, Wien
Pressetext:
6 mit 45 ist nicht nur ein kabarettistischer Solosexer voll sprühendem Humor, frenetischem Augenzwinkern und unbändigem Biederkeitsverweigerungsscheiterns, sondern auch ein musikalisches Feuerwerk von mörbischer Festspieldimension voller selbstmörderischer Kehlkopfvirtuosität.
Die Grundthematik des Programms – Texte, Sketches und Songs - schlummert seit Jahrzehnten eingemeißelt in der Person von Gernot Kranner und hat nur auf den Moment der Erweckung durch die schicksalshafte Parallelität des Alters unseres Titelhelden mit dem Werbeslogan der Lottogesellschaft geharrt.
Wobei der Unterschied zwischen 6 aus 45 und 6 mit 45 gleich dem Unterschied zwischen Lotto und Roulette ist.
Bei Lotto 6 aus 45 heißt es: Alles ist möglich. Beim Roulette 6 mit 45 heißt es: Rien ne va plus – Nichts geht mehr.
Karten gibt es ab sofort
telefonisch unter
01-407 77 407
sowie bei Ö-Ticket 01-96096,
Clubticket 01- 24924,
und Wienticket 01- 588 85
Martin Bruny am Dienstag, den
16. Oktober 2007 um 02:21 · gespeichert in Wien, Fotos, Theater

Am Silvestertag des Jahres 2004 startete Maya Hakvoort im Theater an der Wien, im Anschluss an eine umjubelte “Elisabeth”-Vorstellung, ihre Solo-Karriere. “Maya Goes Solo” hieß ihr erstes Programm, mit dem die Sängerin fast drei Jahre durch die Lande reiste. Am 12. Oktober 2007 feierte die Künstlerin mit ihrem zweiten Soloprogramm “In My Life” im Theater Längenfeldgasse Premiere.
Wieder erzählt Maya Hakvoort allerlei Biographisches, diesmal bei ihrer Kindheit beginnend. Teils sind es lustige Anekdoten, teils Berührendes.

Wie schon bei “Maya Goes Solo” ist der Einstieg in die Show nicht wirklich gelungen. Während Aaron Wonesch als Pianist eine fabelhafte Performance hinlegt, ist er als Confà©rencier eher suboptimal und als Sänger, wenn wir mal ehrlich sind, nicht wirklich gut. Das klingt dann schon eher wie Brummen nach Noten als nach Gesang. Das Intro in die Show läuft folgendermaßen ab:
[Aaron Wonesch spielt ein paar Takte Klavier. Ein Handy läutet.]
Aaron Wonesch (ans Publikum gerichtet): “Ah, Handys bitte ausschalten.”
[Ein Telefon läutet. Maya Hakvoort ist dran.]
Aaron Wonesch: Hallo? Ja Maya. Ja, es sind schon alle da. Längenfeldgasse 13-15, wenn du von der Ubahn links - genau.”
[Aaron Wonesch spielt ein paar Takte Klavier, dann nach 5 Sekunden:]
Aaron Wonesch: “Meine Damen und Herren, heute Abend exklusiv für Sie: Maya Hakvoort.”
Das, mit Verlaub, ist kein wirklich showmäßiges Glamour-Intro - besser als bei der ersten Show, aber nicht wirklich optimal. Im Programmheft als erster Song angekündigt: “Jada” von den Pointer Sisters. Dass Maya Hakvoort dieses Lied gar nicht singt, dürfte nicht wirklich jemandem aufgefallen sein, ist “Jada” doch ein Song, der nicht gerade auf jedem iPod zu finden ist. Maya singt stattdessen ein Lied, das “Isn’t it just a beautiful day” heißen könnte [was den genauen Titel und den Originalinterpreten betrifft, muss ich passen].

Maya Hakvoort startet in den Abend also mit ein paar Patzern, sie setzt ihn fort mit einer berührenden Geschichte aus ihren Kindheitstagen und einem ganz und gar unbekannten Lied: “Schau die an” [”Gut kijk haar”, im Original von Jenny Arean, gesungen in einer deutschen Übersetzung von Thomas Strobl]. Sie macht damit etwas, wovor beispielsweise amerikanische Entertainer immer warnen: Sie singt zu viele Songs, die das Publikum nicht kennt, nicht nur das, sie beginnt ihre Show mit Songs, die nur wenige kennen. Barry Manilow brachte das einmal überspitzt für seine Shows in Las Vegas so auf den Punkt:
Gib den Leuten Lieder, die sie nicht kennen, und sie rennen aufs Klo und kommen nie mehr wieder.
Maya Hakvoort-Fans machen das natürlich nicht, aber die Stimmung am Anfang ist eher flau. Und so ist es überaus spannend, mitzuerleben, ab wann sich das Publikum im Theater Längenfeldgasse auf Maya Hakvoort eintuned. Das als “Kirchenmedley” angekündigte Set aus Liedern von Elton John, Cat Stevens und Stevie Wonder schafft die Basis, und als Hakvoort dann Lieder singt, die tatsächlich jeder kennt, nämlich ein Medley mit Songcontest-Evergreens, ist das Eis, kein Wunder, tatsächlich gebrochen. Ab da hat sie das Publikum in der Hand und kann den Rest des Abends auch großteils wenig bekannte, aber sehr sehr clever gewählte Songs interpretieren.
Trotz des suboptimalen Beginns ist “In My Life” ein ganz hervorragendes Solopogramm geworden und übertrifft “Maya Goes Solo” bei weitem. Was Maya Hakvoort beispielsweise damit schafft, ist das Augenmerk der Konzertbesucher auf einige Küstler zu lenken, die vielleicht nicht jeder kennt, wie zum Beispiel auf Marco Borsato und seine Coverversion der Riccardo Cocciante-Ballade “Margherita”. Cocciante, Borsato und Hakvoort machen sich den Song auf ganz verschiedene Art und Weise zu eigen. Maya Hakvoort liefert in ihrer Show eine geradezu atemberaubende Version. Am Ende des Songs entschließt sich das Publikum - zumindest am Premierenabend - nicht zu klatschen, und vielleicht ist genau diese ohrenbetäubende Stille der lauteste Applaus des Abends. Ein Publikum so betroffen zu machen, dass es im entscheidenden Augenblick geradezu unfähig ist zu klatschen - das kommt ganz selten vor:

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen zu Hause, ganz gemütlich. Die Tür geht auf, Ihr Partner kommt herein und sagt: Wir müssen reden.
Wie von fern spricht eine Stimme
so vertraut von unseren Streiten
und zerstörten Illusionen und den vielen Kleinigkeiten
und ich hör die harte Kälte deiner unterdrückten Wut
doch was kann ich mehr als heulen
denn das hab ich nie vermutet
Wie im Nebel hör ich dir sagen
du willst alles das aufgeben
du willst alles mir verjagen
was ich lieb in diesem Leben
und ich höre wie deine Rede sich langsam zu Sätzen ballt
die mich treffen wie ein Blitz
mit vernichtender Gewalt
Diese Kälte macht mich rasend
und das Gefühl ist angsteinjagend
doch deine Sätze tönen weiter
und meine Augen schauen fragend
warum sagtest du nicht früher
dass du du dich von mir entfernt hast
warum sprachst du je von Liebe
wenn du mich doch nie geliebt hast
ich verlier mich in Verzweiflung
ich fühle meine Tränen brennen
und ich wünsche mir nichts lieber
als den Kopf in deinen Händen
doch was bis vor einer Stunde
noch so heil und sicher schien
ist nur eine große Lüge
und ein Kartenhaus im Wind
Es ist mir, als ob ein anderer
sich in deinen Körper schlich
und ich hab nicht mal bemerkt
dass er da reingeschlichen ist
deine Liebe fortzuwischen
und meine Welt mir zu zerstören
kann denn niemand mir versichern
ich hätt alles nur geträumt
[Margherita: Riccardo Cocciante; Übersetzung: Heidi Klinger]
Ob Maya Hakvoort mit einer solchen Reaktion gerechnet hat, kann man nicht wirklich beantworten. Es sind aber solche Momente, die noch lange in Erinnerung bleiben und Konzerte zu etwas Besonderem machen.

“In My Life” ist vor allem ein Abend, der melancholischen, veträumten Balladen gewidmet ist. Wunderbar beispielsweise das von Aaron Wonesch und Thomas Strobel geschriebene Lied “Sie atmet schon” oder “This love” von Angela Aki in einer deutschen Übersetzung von Maya Hakvoort. Daneben macht Hakvoort auch wieder einige Abstecher Richtung Jazz, beispielsweise mit “Spain” (Al Jarreau), “Birdland” (Joe Zawinul) oder “Dass du fliegen kannst” (Tuck & Patti). “In My Life” ist eine Show, die man sich durchaus öfter ansehen kann. Die nächsten Termine:
22.11.2007 in Waidhofen a.d. Ybbs / Schloss Center
24.11.2007 Neunkirchen / VAZ
27.01.2008 Orpheum Wien (noch kein Kartenvorverkauf!)
Infos zum Kartenverkauf auf der Website des Maya Hakvoort-Fanclubs.

Setlist
01) Isn’t it just a beautiful day (?)
02) Schau die an (Original: “Gut kijk haar” von Jenny Arean; Übersetzung: Thomas Strobl)
03) Kirchenmedley:
- Border Song (Elton John)
- Morning has broken (Cat Stevens)
- You and I (Stevie Wonder)
04) Michel Fugain-Medley
- Attention Mesdames & Messieurs
- Belle Histoire
05) Song Contest-Medley
- Dinge-Dong: (Teach-In)
- All kinds of everything (Dana Rosemary Scallon)
- Save all your kisses for me (Brotherhood of man)
- Hallelujah (Milk & Honey)
- Diggi-loo, Diggi-ley (Herreys)
06) Ich bin die Frau (Original: “I am the girl” von Roberta Flack; Übersetzung: Thomas Strobl)
07) Dass du fliegen kannst (Tuck & Patti; Übersetzung: Thomas Strobl)
08) It’s oh so quiet (Björk)
09) Tre Uomini (Ornella Vanoni)
10) Sie atmet schon (Thomas Strobl/Aaron Wonesch)
11) Roots and Wings (Thomas Strobl/Aaron Wonesch)
12) Margherita (Marco Borsato; Riccardo Coccianto; Übersetzung: Heidi Klinger)
13) Warum ich so fröhlich bin (Herman van Veen; Übersetzung: T. Woitkewitsch)
14) Spain (Al Jarreau/Chick Corea/A. Maren)
15) This love (Angela Aki)
16) Birdland (Joe Zawinul)
Kreativteam
Übersetzung: Thomas Strobl, Heidi Klinger
Choreographie: Annette Wimmer
Fashion-Design: Thang de Hoo
Lichtdesign: Gerhard Landauer
Ton: Klaus Gruber
Video, Photo: Gerald Berthold
Ausstattung, Merchandising: Andrea Berthold, Regina Huszar
Martin Bruny am Montag, den
15. Oktober 2007 um 16:22 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
| 10. April 2008 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Tini Kainrath/Willi Resetarits/Stringfizz: Gershwin on a String
Donnerstag, 10.04.2008 und 11.04.2008
Gläserner Saal/Magna Auditorium
Beginn: 20:00
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