Martin Bruny am Mittwoch, den
25. Juni 2008 um 10:22 · gespeichert in Netz
k360.net ist neue Kunst- & Kulturplattform für Künstler und Veranstalter in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein, die alle Sparten abdeckt (Theater, Musik, Malerei, Literatur, … ), Termine mit Erinnerungsfunktion veröffentlicht und Infos zu Kulturjobs und Ausschreibungen bereitstellt - ein Hilfsmittel zur Tournee- und Veranstaltungsplanung sowie zur Jobsuche für künstlerische Berufe.
Martin Bruny am Mittwoch, den
25. Juni 2008 um 09:15 · gespeichert in Musical
Sehr zufrieden mit der jüngsten Musicalproduktion kann das Theater im Neukloster sein. Vom 22. Mai bis 15. Juni 2008 zeigte das Team rund um Harald Scherz eine Bühnenfassung von Disneys “High School Musical”.
13 Vorstellungen wurden gegeben, die Auslastung lag bei knapp über 95 Prozent, und nicht mal die Fußball-Europameisterschaft konnte die Musicalfans vom Theater abhalten. An Tagen mit Österrreich-Beteiligung war die Auslastung noch besser (98,1 Pozent). Insgesamt sahen rund 2400 Besucher die Show.
Martin Bruny am Mittwoch, den
25. Juni 2008 um 08:51 · gespeichert in Filmmusical
Sommerzeit ist Freiluftkinozeit. Seit elf Jahren geht das »Mondscheinkino” Eggenburg in den heißen Wochen des Jahres an den Start und bietet auf einer 84 qm umfassenden Großformat-
leinwand eine Mischung aus populären, aber auch anspruchsvollen Filmen.
Der Spielplatz liegt in einem turnierhofartig anmutenden Areal direkt an der Stadtmauer. Verstärkt wird dieses mittelalterliche Ambiente durch Fackeln, die auf der Stadtmauer entzündet werden, um den Beginn der Vorstellung anzukündigen.
Eggenburg zeigt in diesem Jahr am 18. Juli die Verfilmung von Stephen Sondheims “Sweeney Todd” und am 19. Juli, einen Tag nach der Österreich-Premiere, die Filmversion von ABBAS “Mamma Mia!”
Spielbeginn ist 21.00 Uhr. Die maximale Fassungskapazität beträgt 1.000 Plätze. Für rund 300 Besucher gibt es im Regenfall ein Festzelt bzw. ein überdachtes Areal. Ein reichhaltiges Buffet kreiert Kochkünstler Werner Oppitz (Stadthotel, www.oppitz.at).
Sehenswert in Eggenburg ist auf jeden Fall das Kinoptikum, das die Geschichte der bewegten Bilder dokumentiert: von den Original-Kameras der Filmemacher Franz Antel und Willi Forst, dem ersten ORF-Studio, dem Regietisch von Steven Spielberg, meterlangen Kamera-”Fahrzeugen” bis zum High-Tech-180-Grad-Rundkino. Auch wird über die neueste IMAX-Technologie informiert. Kurbelkästen und das Wochenschaukino dürfen ebenfalls nicht fehlen. Die Besucher können ihr Talent als Comics-Filmer testen oder mit einem etwas eigenwilligen Gast aus “Mars-Attacks!” den Blue-Box-Flug über Eggenburg genießen.
Image via WikipediaDie Firma Disney hat mit “High School Musical” Blut geleckt, was Musical fürs Fernsehen betrifft. Obwohl man noch mitten drin ist im Ausschlachten der “High School Musical”-Idee sowie des Konzepts und noch viele Folgen dieses Formats ins Kino und Fernsehen kommen werden, hat man ein zweites Eisen im Feuer: “Camp Rock”.
“Camp Rock” ist jedoch nicht einfach eine Nachfolgeshow des “High School Musicals”, das TV-Movie dient viel eher dazu, eine Band, die Disney seit dem Jahre 2005 kontinuierlich und mit immer größer werdenden Erfolg fördert, zu featuren: die Jonas Brothers. Die Band, derzeit bestehend aus Joseph, Kevin und Nicholas Jonas, ist das aktuelle Teenie-Phänomen der USA - und drauf und dran, auch Europa zu erobern. Die Zielgruppe könnte man ungefähr so definieren, wie die Jugendpostille BRAVO ein Bild der Brüder untertitelt: “Kevin ist 20 Jahre alt, Joe 18 Jahre und Nick 15 Jahre. Alle drei sind noch Jungfrau.”: Jung, weiblich und willig.
Aber hinter all dem Hype, den die Jonas Brothers derzeit auslösen, steckt harte Arbeit. Beginnend beispielsweise mit einem eigenen YouTube-Channel, in dem derzeit eines der Videos über 24 Millionen Zugriffe verzeichnet und die meisten anderen einige Hunderttausend Klicks, arbeiteten sich die Jungs sukzessive die US-Charts hinauf. Schaffte es ihre Debüt-CD nur auf Platz 91 der US-Charts, kam der Nachfolger bereits auf Platz 5. Und obwohl sie es noch nicht “on the cover of the Rolling Stone” geschafft haben - das Branchenfachblatt BILLBOARD widmete ihnen bereits eines.
“Camp Rock” rockte jedenfalls bei der Erstausstrahlung am 20. Juni 2008 den Disney Channel: 8,9 Millionen Zuseher, davon 3,4 Millionen zwischen 9 und 14 Jahre alt - ein Traumstart, und erfolgreicher als die Erstausstrahlung des “High School Musicals”, die nur 7,7 Millionen Zuseher verfolgten. Kein Wunder, dass “Camp Rock II” bereits vorbereitet wird. Schon im Sommer oder Herbst 2009 geht das Sequel auf Sendung, und dann schaffen es die Jonas Brothers vielleicht auch jene 17,2 Millionen Zuschauer zu erreichen, die sich die Erstausstrahlung von “High Schol Musical 2″ nicht entgehen lassen wollten.
Bis es soweit ist, gehen die Brüder auf Deutschland-Tour, als Vorgruppe von Avril Lavigne, und sind dann doch für viele so etwas wie der Hauptact. Und wer noch immer nicht genug hat, wird vom Disney Channel bedient. “Jonas Brothers: Living the Dream” nennt sich eine Reality-Serie, die seit dem 16. Mai 2008 ausgestrahlt wird. Gedreht während der US-Tour der Brüder, sieht man den Probenalltag, den “Schul”alltag und das übliche Gemörtel, angefangen vom Zähneputzen bis hin zum Umgang mit Diabetes.
Aufgesprungen auf den Erfolgszug der Jonas Brothers ist der deutsche Fernsehsender VIVA, der in Berlin am 25. Juni ein Konzert der kommenden Teenie-Idole auf die Beine gestellt hat. Die exklusive Free-TV-Premiere des Konzerts zeigt VIVA am 10. Juli um 21.30 Uhr. Der Disney Channel (empfangbar über Premiere) präsentiert das Konzert bereits am 4. Juli um 20.15 Uhr in deutscher Erstausstrahlung.
Martin Bruny am Dienstag, den
24. Juni 2008 um 21:07 · gespeichert in Theater
Das International Theatre Vienna hat für die Saison 2008/09 geradezu ein Theaterhighlight nach dem anderen programmiert.
In die neue Spielzeit geht man mit Willy Russels Kultstück “Educating Rita”, das vielen durch die Verfilmung mit Michael Caine und Julie Walters ein Begriff ist. Jack Babb und Roxanne Carless sind in den Hauptrollen vom 9. September bis 8. November 2008 zu sehen.
Danach steht das alljährliche Weihnachtsstück auf dem Prgramm: Charles Dickens’ “A Christmas Carol”, zu sehen ab 17. November bis 31. Dezember 2008. Es spielen: Marilyn Close, Ben Maddox, Gene De Wild, Laura Mitchell, Eric Lomas, Jack Babb und Roxanne Carless.
Mit “Art” holt das International Theatre einen ehemaligen Hit vom Londoner West End nach Wien. Geschrieben von der französischen Schauspielerin Yasmina Reza erzählt das Stück von der langjährigen Freundschaft dreier Männer, die durch den Kauf eines Bildes zu zerbrechen droht. Einer der drei Freunde hat ein “weißes Bild mit weißen Streifen” erstanden - um 20.000 Francs. Er verteidigt seine Entscheidung, einer seiner Freunde attackiert ihn, der dritte versucht zu vermitteln - eine Komödie rund um Kunst und ums Lachen. Gezeigt wird die englische Fassung von Christopher Hampton, gespielt von Brian Hattfield, Kevin Brock und Jack Babb - und zu sehen vom 20. Januar bis 28. Februar 2009.
Ab dem 9. März 2009 steht mit John Osbornes “Look Back In Anger” ein Klassiker auf dem Programm. Der Autor wurde 1956 mit seinem Stück zum Sprachrohr der “angry young men”. In der Inszenierung von Jack Babb sind Ben Maddox, Roxanne Carless und Eric Lomas zu sehen.
Zum Saisonabschluss zeigt das International Theatre “Driving Miss Daisy”, ein Theaterstück von Alfred Uhry, das 1989 mit Morgan Freeman, Jessica Tandy, Dan Aykroyd, Patti Lupone und Esther Rolle verfilmt wurde. Vom 19. Mai bis 27. Juni 2009 spielen Marilyn Close, Allen Browne und Jeff Sturgeon unter der Regie von Don Fenner.
Martin Bruny am Dienstag, den
24. Juni 2008 um 11:28 · gespeichert in Broadway, Wien
Image by stovak via FlickrIn den letzten Wochen machte das Broadway-Musical “Young Frankenstein” vor allem dadurch Schlagzeilen, dass es bei den Tony Awards durchfiel und die Produzenten der Show ihren Darstellern ab der kommenden Spielzeit nur mehr die Hälfte der bisherigen Gage anboten. Das kleine Chaos, das dadurch verursacht wurde, nötigte Mel Brooks (”Da muss ich mich dringend um Ersatz kümmern.”) offensichtlich zu dem Entschluss, seinen Wien-Besuch anlässlich der deutschsprachigen Erstaufführung im Wiener Ronacher zu canceln.
Die gute Nachricht ist, dass die neuen Darsteller für “Young Frankenstein” gefunden wurden. Beth Leavel, Michele Ragusa und Kelly Sullivan sind die frisch rekrutierten Leading Ladies der Show. Sie werden mit Roger Bart, Shuler Hensley, Fred Applegate und Christopher Fitzgerald gemeinsam auf der Bühne stehen, die sich entschlossen haben, das unmoralische Angebot der Produzenten anzunehmen.
Nun, wo alle Probleme gelöst sind, kann Mel Brooks doch nach Wien kommen, oder?
Martin Bruny am Montag, den
23. Juni 2008 um 14:04 · gespeichert in Castingshows
Ab 17. Oktober 2008 geht die 4. Staffel der ORF-Castingshow “Starmania” auf Sendung. ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz dazu:
Die Neuauflage von Starmania ist nicht nur das Zurückgreifen auf ein bewährtes Format, sondern logische Konsequenz der vorangegangenen Ausgaben. Alle “Starmania”-Staffeln waren höchst erfolgreich und alle haben den Österreichischen Musikmarkt belebt. Die Zeit ist reif, ein blutaufgefrischtes “Starmania” mit neuen Talenten zu präsentieren.
Zu sehen ist Starmania 4 im ORF1-Hauptabendprogramm, produziert werden 14 Folgen.
Martin Bruny am Sonntag, den
22. Juni 2008 um 20:51 · gespeichert in Tonträger
Am 27. Juni 2008 erscheint auf Kai Peterson-Henrys Label Soul-Made-Productions als Pre-Release (offizielles Veröffentlichungsdatum: September 2008) “A Man Like Me” - eine Solo-CD von Alvin Le-Bass.
In den letzten Jahren ist Alvin Le-Bass überwiegend in Europa, und da häufig auch in Österreich, als Musicalsänger aktiv (”Ain’t Misbehavin”, Kammeroper Wien, “Carmen Cubana”, Stadthalle Wien, ab Juli 2008 “La Cage Aux Folles”, Amstetten).
Die Songs auf “A Man Like Me” sind vor allem ein Resultat der souligen “Vergangenheit” des Sängers, in der er mit US-Superstars wie Jeffrey Osborne, Peabo Bryson, JT Taylor, Philip Bailey, Howard Hewitt und Lynette Hawkins-Stephens zusammenarbeitete und tourte - zum Teil Soullegenden, die hierzulande leider nicht gar so bekannt sind.
Martin Bruny am Samstag, den
21. Juni 2008 um 21:20 · gespeichert in Tonträger, Tonträger
Alexander Klaws’ größtes Problem ist gleichzeitig auch der Grund für seine bisherigen Erfolge: DSDS. Während sich dieses Castingformat beispielsweise in den USA unter dem Titel “American Idol” zu einer ernstzunehmenden Talenteshow entwickelt hat, firmiert DSDS in Deutschland als Dieter Bohlen-Talentwerkstatt. Solange die Gewinner Songs des Jurors interpretieren, können sie Erfolge einfahren, wenn sie sich gegen Songs von Bohlen entscheiden, ist es mit ihrer Karriere vorbei - oder aber sie startet eigentlich nie richtig durch.
Das musste auch Klaws zur Kenntnis nehmen. Seine ersten beiden CDs (”Take your Chance”, 2003, und “Here I Am”, 2004) erreichten jeweils Platz 1 in den deutschen Charts. Der von Bohlen produzierte Soundbrei verkaufte sich auch in Österreich (Platz 4 bzw. 24) und der Schweiz (Platz 11 bzw. 26). 2006 kam mit der dritten CD “Attention” der Absturz. In Deutschland erreichte der bohlenfreie Tonträger nur mehr Platz 20, in Österreich und der Schweiz keine Platzierung mehr.
2008 ging Klaws mit “Was willst du noch?” an den Start, erstmals mit deutschsprachigen Songs, und schaffte es bislang auf Platz 28 der deutschen Charts (keine Platzierungen in Österreich und der Schweiz). Die erste Singleauskopplung “Welt” floppte (Platz 65), am 11. Juli erhält Klaws mit “Sie liebt dich” noch eine Chance, seine Chartstauglichkeit zu demonstrieren und zu beweisen, dass es doch ein kreatives UND erfolgreiches Leben nach Bohlen als DSDS-Gewinner gibt.
Jenseits des Musikbusiness sind die Versuche des Sängers, beispielsweise im Musical, Fuß zu fassen, recht umstritten. Als “Alfred” in “Tanz der Vampire” musste er sich von der Kritik darstellerische und gesangliche Defizite bescheinigen lassen - dass Klaws überhaupt beim Musical landen konnte, ist freilich nur ein Symptom der Misere des deutschsprachigen Musicals an sich. Ab einem gewissen Zeitpunkt jagte man insbesondere in Deutschland bei Open-Run-Produktionen jegliche künstlerische Vorbehalte über Bord und gesellte sich zum kulturellen Trash. Man schickte die Künstler in Megashows wie “Wetten, dass …” und erniedigte sie, indem man sie zu Playbacks anderer Künstler singen ließ, man loggte sich in triefend dümmliche Volksmusiksendungen ein und holte sich dann den Kapitän volkstümlicher Dümmlichkeit als “Tod” ins Theater - all das duldeten nicht nur Produzenten, Komponisten und Autoren, sondern, und somit wurden all diese Publicitystunts im Nachhinein gerechtfertigt, auch das Publikum. Musical an sich wurde spätestens ab da auf einer gewissen Ebene Trash, und wer nicht schon immer der Meinung war, dass Musicals nur für Vollkoffer unterhaltend sind, der war es nach all den Silbereisens auf jeden Fall. Von “Mamma Mia!” ausgehend startete man dann in Sachen Klon-Factory durch. Auf “Ich war noch niemals in New York” folgt “Ich will Spaß”, dem Verlangen nach Dümmlichkeiten kommt man mit “Der Schuh des Manitou” entgegen. Bald wird man es auf diese Weise nicht mal mehr in Volksmusiksendungen schaffen.
Zurück zu Alexander Klaws, der scheinbar erkannt hat, dass er im Musicalbereich aufgrund seiner Limitierungen nicht berühmt werden wird und nun eine neue Karriere ansteuert: Für die Sat.1-Telenovela “Anna und die Liebe” steht er als “Lars Hauschke” in Berlin vor der Kamera, gemeinsam mit Schauspielern/Starlets wie Jeanette Biedermann, Heike Jonca oder Mathieu Carrià¨re - und ist damit imagemäßig am unteren Ende der Entertainmentpyramide angelangt. Vielleicht hat er im Hinterkopf, dass eine solche Telenovela auch eine Titelmelodei benötigt, und das, ja das wäre vielleicht wieder eine Chance, in die Charts zu kommen, oder zumindest auf einen Fixplatz in den Hörercharts von Radio Burgenland.
Dabei hat Klaws mit “Was willst du noch?” eine CD im Rennen, die etwas unter ihrem Wert geschlagen wird. Man kennt das ja: Plattenkritiken sind oft was Ärgerliches. Wovon soll der Rezensent auch ausgehen als von seinem persönlichen Interesse. Legendär, die “We Will Rock You”-Cast-CD-Kritik in der österreichischen Tageszeitung KURIER anlässlich der Wien-Premiere des Queen-Musicals - also Jahre nach der Veröffentlichung der CD. Und natürlich war die KURIER-Kritik vernichtend. Keine Frage, Musical, das geht gar nicht. Da kann man in anderen Rubriken des Blattes noch so viele Features schalten, am Plattenkritiker wirst du scheitern.
Klaws zeigt sich auf seiner CD als guter Studiosänger, es gibt eigentlich keinen Grund, warum er nicht mit etwas besserem Songmaterial auch wieder einen Hit haben sollte. Was ihm und seinem Team allerdings dabei eingefallen ist mit “Zu spät zu früh” einen Song von Lukas Permans erster Solo-CD zu covern, wird eines jener Rätsel bleiben, die wir gar nicht lösen wollen. Das Lied war, gesungen von Lukas Perman, ein ganz guter CD-Track, aber ohne wirkliches Hitpotential. Es gibt also eigentlich keinen Grund, ausgerechnet dieses Lied noch einmal, und leider wesentlich schlechter produziert und nervend eintönig arrangiert, einzuspielen. Gibt es wirklich so wenig gute Songwriter im deutschsprachigen Raum?
Auf “Was willst du noch?” hören wir einerseits eine Ansammlung von Lyrics, die keinen Moment packen. Metaphern bis zum Erbrechen, keine Poesie, Reime, die mit Gewalt in Zeilen gezwängt scheinen. Am Tiefpunkt kommen wir bei “Ich erinner’ mich” an - einem völlig sinnfreien Song, der ungefähr so gebaut ist: ” Nur keine Reue, wer ist programmiert auf ewige Treue. Wir sind doch nie für immer monogam, denn unsere Herzen sind nicht so zahm […] Sie ist’ ne Tramperin schon immer und ewig. Und ich erinner mich so gern an dich, mein Herz ist frei - dein Herz ist frei - viel zu groß für nur zwei.” Das sind Texte, wie man sie in den 80ern von deutschen Schlagerschnulzern gewohnt war, insofern Retro-Nonsens schlimmster Art, Baukastengeschreibsel ohne Seele.
Was diese CD andererseits beweist, ist die stimmliche Ausdrucksarmut von Alexander Klaws. Mag sein, dass es gewollt war, dieselbe leicht melancholische Grundstimmung ein ganzes Album lang zu transportieren, viel eher aber könnte man glauben, dass der Sänger einfach derzeit nicht mehr drauf hat. Die Trübsinnigkeit beginnt spätestens nach dem dritten Lied zu irritieren, da packt nichts nachhaltig, Klaws berührt fast nie.
Und dann ist da doch ein Lied wie “Vor dir”, das zeigen könnte, was aus diesem Album hätte werden können. Es sind nicht unbedingt die Lyrics, die den Song interessant machen - aber wenn man aus dieser CD überhaupt ein Lied auskoppelt, der Song hätte es sein müssen. Und noch ein zweites Lied ist gelungen: “Schönes Leben” - ein wenig Rhythmus im langweiligen Tal der Trübsinnigkeit, auch “Es wird immer Liebe sein” ist von Melodie und Groove her nett, allerdings textmäßig nicht wirklich tragbar (”Du sagst, ich könnt jetzt gehen, du würdest mich verstehen, doch ich seh in dir die Titanic untergehen” - wie bitte?) - letztlich ist das alles jedoch leider zu wenig. Schade, aber vielleicht wird’s was mit der Telenovela-Titelmelodei.
Martin Bruny am Freitag, den
20. Juni 2008 um 18:35 · gespeichert in Broadway
Image via WikipediaAm 27. Juli 2008 fällt für das Broadway-Musical “A Catered Affair”, eine der derzeit mit Abstand meist unterschätzten Shows, der letzte Vorhang. Fast keine “Tony”-Nominierungen, kein Tony Award, da müssen die Produzenten Konsequenzen ziehen. Auf 27 Previews und 166 Vorstellungen wird es die Produktion im Walter Kerr Theatre bringen.
Das 6,5 Millionen Dollar teure Musical war kein Favorit der Kritiken, aber Harvey Fierstein, der das Buch der Show geschrieben hat, sieht eine Zukunft für “A Catered Affair”:
I assume we are going to have a huge life after Broadway. We have genuine interest in foreign markets around the world. … It is a show that can be produced by almost anyone. The show needs very little - or as much as you want to give. It will have a life in universities, regional theaters. Any place where they have a great leading lady, a great leading man. And what theater doesn’t have a man to play the uncle?
I’ve never seen an audience in a musical do what our audience does - the weeping and the crying and the love. A lot of women have come time and time again. It’s becoming the ‘Rent’ of middle-aged women - which they haven’t had since Hugh Jackman shook his tuchas in “The Boy From Oz”.
Was auf alle Fälle bleibt, sind die Songs & Lyrics von John Bucchino. Er mag am Broadway mit seiner ersten Show keinen Erfolg eingefahren haben, aber die Cast-CD ist für viele eine der besten seit langer Zeit.