Martin Bruny am Montag, den
28. Mai 2012 um 13:30 · gespeichert in Musical, Wien, Event-Tipps
31. Juli 2012
20:00
bis
23:00
Das neueste »Metropol«-Musical, das 2013 am Spielplan des Wiener Theaters steht, feiert schon 2012 seine Uraufführung im Rahmen des Niederösterreichischen Theatersommers. Im Filmhof Wein4tel in Asparn/Zaya ist die Show ab 31. Juli 2012 zu sehen. Im Wiener Metropol geht die Premiere am 2. Mai 2013 über die Bühne.
Inhalt
Das Weingut Stephanimundo in der Toskana wird von dem überzeugten Junggesellen Bernardo Stephani mit großem Erfolg geführt. Seine Weine werden jedes Jahr prämiert. Doch leider besagt der Letzte Wille des verstorbenen Vaters, dass das Weingut der Sohn bekommen soll, der zuerst heiratet. Der jüngere Sohn Angelo ist als Weinbauer aber völlig ungeeignet- und so beschliesst die Mutter, Bernardo möglichst schnell unter die Haube zu bringen, um das Weingut zu retten.
Um den widerspenstigen Heiratskandidaten zur Hochzeit zu bewegen, täuscht sie eine Herzattacke vor. Also verspricht Bernardo seiner Mutter seine Pflicht zu tun. Und so wird die Tochter eines befreundeten Weinhändlers eingeladen, die ihr Vater auch endlich an den Mann bringen will. Doch Bernardos Werben, dass er halbherzig, arrogant und zu lässig beginnt, erschwert die Annäherung der beiden erheblich… Er ist bereit zu heiraten. Zähmen lassen, will er sich jedoch nicht.
Aber auch Angelos Verlobte will das Weingut nicht kampflos aufgeben und treibt die Hochzeit mit ihm voran. Ein Wettrennen zum Altar beginnt…
Leading Team
Buch: Peter Hofbauer und Vicki Schubert
Musik: Peter Hofbauer und Christian Deix
Regie: Vicki Schubert
Bühne: Stephan Koch
Cast
Stefano Bernardin, Erik Arno, Miriam Mayr, Christian Deix, Rene Velazquez Diaz, Olivier Lendl, Erika Mottl, Clemens Aap Lindenberg, Pia Strauss und Horst von Rothmar
Premiere: 31. Juli 2012
weitere Vorstellungen (jeweils 20:00 Uhr)
2., 3., 4., 9., 10., 11., 16., 17., 18., 23., 24., 25., 31.August, 1. September 2012
Martin Bruny am Montag, den
28. Mai 2012 um 00:15 · gespeichert in Event-Tipps, Kult
29. September 2012
19:30
bis
21:30
Auch 2012 bietet das Theater am Spittelberg ein reichhaltiges Angebot in jener Zeit, in der die meisten anderen Theater Wiens Sommerpause halten. Am 1. Juni startet die Saison mit einem »Open House – 10-Jahre-Fest«, und gegen Ende der Saison, am 29. September 2012, steht eines der Highlights am Spielplan: Lynne Kieran, Kim Cooper, Eddie Cole und Previn Moore spielen, singen & tanzen ihren »Tribute to Black Icons«.
Martin Bruny am Samstag, den
26. Mai 2012 um 10:19 · gespeichert in Theater
Wie die »Wiener Zeitung« meldet, muss Wiens »International Theatre« 32 Jahren nach seiner Gründung schließen. 1980 von Marilyn Wallace und ihrem Mann in der Porzellangasse, Ecke Müllnergasse, im Alsergrund eröffnet, hat die kleine Bühne jahrzehntelang einen wichtigen Beitrag geleistet, englische Theaterkultur, wie Wien sie an sich gar nicht kennt, auch und vor allem Schülern zu vermitteln.
In den letzten Jahren wurde die kleine Bühne immer wieder von Seiten der Behörden drangsaliert, man erinnere sich etwa daran, dass man dem Theaterunternehmen vorgeworfen hat, mehr Sitzplätze kurzfristig zur Verfügung zu stellen, als behördlich erlaubt war. Ich nenne das eher Kundenservice, denn jedes Jahr zu Weihnachten war die Produktion »A Christmas Carol« ein Highlight der Wiener Theaterszene.
War das Theater nicht mehr zu retten? Natürlich wäre es zu retten gewesen, aber es war nicht der Wille da, es zu tun. Subventionen wurden gekürzt, statt erhöht. Ein Totalversager einer pervertierten Subventionskultur, in der die Moloche gefüttert werden und die kleine Szene vernichtet wird.
Die Grünen Wien und die ÖVP Wien zeigen sich erfreut, dass der Druck auf Stadtrat Mailath-Pokorny, den die Opposition seit dem verheerenden Kontrollamtsbericht zum International Theatre ausgeübt hat, offenbar wirkt. Laut Ankündigung des Stadtrates in der heutigen Sondersitzung des Kontrollausschusses werden konkrete Empfehlungen des Kontrollamtes nun doch umgesetzt: Etwa Verhandlungen über eine neue Geschäftsführung oder eine monatliche Berichtspflicht des Theaters. “Dieser Fall zeigt wieder: Die Empfehlungen des Kontrollamtes müssen rasch und direkt umgesetzt werden, es kann nicht sein, dass die SPÖ erst auf Druck der Opposition reagiert”, so die Vorsitzende des Kontrollausschusses, Waltraut Antonov.
Am 17. Dezember 2012 findet im Wiener MuseumsQuartier (Halle E) die Show »A Christmas Eve 2012« statt. Mit dabei: Maya Hakvoort, Uwe Kröger, Pia Douwes, Marjan Shaki, Lukas Perman, Ramesh Nair und The Rounder Girls. Veranstaltet wird das Konzert von »Maya Hakvoort Productions«.
Martin Bruny am Dienstag, den
22. Mai 2012 um 00:56 · gespeichert in Musical, Wien
… oder warum man als Schauspieler so gerne diese Show spielt (die nächste Vorstellung findet bereits am Mittwoch, dem 23. Mai, auf der Probebühne des Ronacher statt, nähere Infos zu dieser Produktion gibt es –> hier):
Martin Berger
Es ist eine sehr große Herausforderung, eine Rolle zu spielen, die Martin Berger heißt. Der reine Wahnsinn: Man spielt sich selbst! Gleichzeitig verkörpert man in diesem Stück aber auch unglaublich viele andere Personen aus der Menschheitsgeschichte, was es sehr vielschichtig macht. Eine Herausforderung, die sehr viel Spaß bringt, wenn man sich darauf einlässt.
Und dann mit so einem tollen Kollegen auf der Bühne zu stehen, der die Bälle annimmt und zurückgibt, wenn man sie ihm zuwirft, das ist in diesem energiegeladenen Stück sehr von Vorteil.
Artur Ortens
Für mich stellt den Reiz dieses Stückes »der Wahnsinn« dar, anders kann man es nicht bezeichnen. Zwei Personen stolpern in einem Affentempo in verschiedensten Rollen durch ein 90-Minuten-Stück, wobei der Umgang mit Requisiten und das Zusammensuchen der Kostüme immer wieder improvisiert wirken muss. Persönlich empfinde ich den Urknall auch musikalisch sehr interessant, ein geniales Zusammenspiel von Musik, Gesang, Choreographie und Schauspiel, in dem die Komik an erster Stelle steht.
Die Rolle des »Arturs« ist mir nicht nur durch den Namen auf den Leib geschrieben, sondern gibt mir als Schauspieler die Möglichkeit, alle Facetten zu zeigen, wozu man sonst selten die Gelegenheit erhält. Hier spielen wir nicht nur verschiedene Rollen, wir schlüpfen in unsere Ausgangsrolle und in dieser in die verschiedensten weiteren Charaktere.
Spannend gestaltete sich der Probenprozess dieser Produktion, da wir die verschiedenen Charaktere und die Requisitenschlacht durch Improvisation entwickeln konnten. Hierbei war ich glücklich, in meinem Partner Martin Berger einen kompatiblen Wahnsinnigen gefunden zu haben und zu meiner großen Freude wieder mit Reinfried Schieszler, unserem Regisseur, arbeiten zu dürfen.
Von der Premiere des »Urknalls« gibt es auf YouTube bereits einige Videos. Wer eine Übersicht haben will, wählt ganz einfach den Link zum YouTube-Kanal von Reinfried Schieszler, dem Regisseur des Stücks –> hier.
Die nächste Vorstellung des »Urknalls« ist bereits am Mittwoch. Noch gibt es Karten.
Martin Bruny am Sonntag, den
20. Mai 2012 um 23:56 · gespeichert in Musical, Broadway, Wien
Ben Brantley, Journalist bei der New York Times, hat vor einigen Tagen unter dem Titel »Against Ovation Inflation« (siehe –> hier) ein Plädoyer für die »sitting ovation« geschrieben, mit dem wunderbaren Intro:
Something rare and wonderful happened at the opening night of the Encores! concert production of »Gentlemen Prefer Blondes« at City Center last week. At the end of the show, when the performers took their bows, the audience remained seated.
Warum hat er das bloß getan? Er kann es begründen:
Because we really have reached the point where a standing ovation doesn’t mean a thing. Pretty much every show you attend on Broadway these days ends with people jumping to their feet and beating their flippers together like captive sea lions whose zookeeper has arrived with a bucket of fish. This is true even for doomed stinkers that find the casts taking their curtain calls with the pale, hopeless mien of patients who have just received a terminal diagnosis.
The s.o. (if I may so refer to a phenomenon that no longer warrants the respect of its full name) has become a reflexive social gesture, like shaking hands with the host at the end of a party.
Or, to put in cruder and more extreme terms, it’s like having sex with someone on the first date, whether you like the person or not, because you think it’s expected of you.
Nicht, dass in Wien jede Vorstellung mit einer Standing Ovation abgefeiert würde, wir haben ja die Kampfkreischer und Kampfpfeifer, die mit Gewalt jedem zeigen müssen, wie begeistert sie sein können. Aber es ist manchmal eine wahre Wohltat, eine Show zu erleben, die von keinem einzigen Zwischenapplaus gestört wird, einfach, weil das Publikum erkennt, dass es unpassend wäre, und bei der es am Ende begeisterten und lang anhaltenden Beifall gibt, aber eben kein reflexhaftes Aufspringen der ganzen Bude. So geschehen heute bei der Premiere der neuen Fassung von »Wenn Rosenblätter fallen« im Wiener Off Theater. Übrigens wird das mal eine Vorstellungsserie sein, die jeder gern gesehen hätte, aber jetzt, da sie tatsächlich zu sehen ist, gibt es nach wie vor Tickets.
Martin Bruny am Sonntag, den
20. Mai 2012 um 14:01 · gespeichert in Theater, Pop
Drew Sarichs neuestes Projekt, der Songzyklus »Ugly Nina«, feiert am 20. Juni 2012 im Wiener Ost Klub Premiere.
Handlung
Nina is a sixteen year-old victim, kept prisoner by an abusive father. Her only options for escape are a photograph of her late mother, and the pages of her beloved comicbooks. Even in the dark, solitude of her bedroom, the books have plans for Nina.
Gemeinsam mit dem Insomnia Quartet (Sarah Grubinger, Michaela Girardi, Georg Wimmer, Matthias Bartholomey), einem klassischen Streichquartett, erzählt Sarich die Geschichte der sechzehnjährigen Nina. Die Songs, geschrieben von Drew Sarich, wurden von Klemens Bittann für Streicher arrangiert.
Tickets (zu 20 Euro) für die Show gibt es im Ost Klub. Vorverkauf in Wien gibt es bei Jugendinfo wienXtra!
Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr.
Martin Bruny am Samstag, den
19. Mai 2012 um 12:25 · gespeichert in Musical, Wien
Am 23. und 30. Mai sowie am 6. Juni 2012 hat man noch die Chance, ein Musical auf der Probebühne des Wiener Ronacher zu sehen, das man sich als am Musicalgenre ernsthaft Interessierter eigentlich nicht entgehen lassen sollte. »Der Urknall« lautet der Titel der Show – ein Comedy-Musical der feinsten Sorte, das Reinfried Schieszler (u. a. Regisseur bei den Uraufführungen von »BONIFATIUS – das Musical« und »ELISABETH – die Legende einer Heiligen«) im Rahmen einer Koproduktion mit den VBW auf die Bühne gebracht hat.
Inhalt
Ein Komponist und ein Autor nutzen das Apartment ihrer Wiener Freunde, um zusammen mit ihrem Pianisten Sponsoren für ihr ultimatives VBW–Musical zu gewinnen. Ihre Show mit den höchsten Produktionskosten aller Zeiten soll in zwölf Stunden die ganze Weltgeschichte präsentieren. Vom Urknall bis bis Woodstock. Sie haben potentielle Geldgeber in das Apartment geladen und geben Ihnen in 90 Minuten eine Probevorstellung ihrer Gesangs,- und Tanzrevue über die Geschichte der Zivilisation…
»DER URKNALL« (»THE BIG BANG«) feierte 2002 am Fairbanks Theater in New York Premiere, nachdem das Stück schon 1997 unter dem Titel »FREE FOOD & FRONTAL NUDITY« in Durham/North Carolina getestet wurde. Der Komponist Jed Feuer und der Autor Boyd Graham spielten selbst. Für die Aufführungsserie auf der RONACHER/ Probebühne erstellte der Regisseur Reinfried Schieszler eine »Wiener Fassung«.
Schon wenn man von der Himmelpfortgasse mit dem Aufzug fast ganz oben, einen Halbstock unter der Kantine, angelangt ist und durch die Pforte in den Aufführungsraum kommt, in dem sich alles abspielt, ist es, als ob man in eine andere Dimension gelangen würde. Wir alle kennen die Entertainment-Variante der Begrüßung, wie sie heutzutage im Big-Sister-Act-Ronacher und im Matrosen-Raimund-Theater üblich ist. Man sieht fesche kostümierte Billeteure und Billeteusen, wird von einer Oberbilleteuse eventuell zusammengestaucht, weil man nicht gleich folgsam an der Garderobe alles abgegeben hat, was immer man, je nach Billeteur (das ist schon bis zur Aufforderung, das Sakko abzugeben, gegangen), abgeben muss, man kommt an Gummientchen und anderem Getier vorbei – und wundert sich eventuell über all diese an ein Musicaldisneyland erinnernden Lächerlichkeiten. Sicher, ohne Geld kein Musical, aber die gelackte Entertainment-Variante im Faschingsmodus 365 Tage im Jahr ist doch eher … sagen wir auf krude Weise amüsant.
Wenn man im »Urknall«-Saal anlangt, wird man von swingenden Klavierklängen begrüßt. Wolfgang Gattringer an den Keyboards ist schon am Werk, die beiden Hauptdarsteller stehen bereit, um uns, jeden einzelnen von uns, zu begrüßen. Wir sind die Investoren, wir wollen ihrer Showpräsentation beiwohnen – und die Show hat schon längst begonnen, bevor sie noch begonnen hat. Das alles hat etwas von echtem Musicalfeeling, wie man es oft in London erleben kann. Man fühlt sich wohl, es hat diese gewisse Atmosphäre, man ist gespannt auf das, was folgt.
Worum es im »Urknall« geht, kann man –> hier nachlesen. Eine Kritik zur Show wird in der nächsten Ausgabe von »musicals« erscheinen. Und da ich hier nicht vorab dasselbe schreiben kann wie in meiner Kritik, die erst in rund zwei Wochen publiziert wird, ein paar ergänzende Bemerkungen.
Wenn man als Zuschauer beim Musical mal nicht über Millionen teure Treppen oder zerplatzende Flugzeuge staunt, sondern über die sprühende Phantasie einer Künstlertruppe und ihr Können, mit größtmöglicher Präzision im Vorfeld und in der Show größtmöglichen Spaß zu erzeugen, dann sind das schöne Momente im Leben eines Musicalbegeisterten.
Der »Urknall« ist ein auf so vielen Ebenen intelligent gemachtes Comedy-Musical. Es kommen etwa keine Stellen vor, in denen ein Ensemblemitglied von rechts nach links über die Bühne geht, nur damit etwas auf der Bühne passiert, während vorne gerade der Hauptdarsteller sein wichtigstes Solo singt und sich Abend für Abend ärgert, dass auf einmal alle auf den hinten vorbeiflanierenden Statisten glotzen, statt sich auf seine Darbietung zu konzentrieren. Darsteller laufen nicht sinnlos in Balladen ein paar Schritte nach links, um dann plötzlich stehen zu bleiben und wieder zurückzutrippeln und ihren Song fertig zu singen, nur weil dem Choreographen nix Sinnvolleres eingefallen ist. [Mehr dazu in »musicals«]
Neben all den parodistischen Elementen, auf die ich in »musicals« eingehe, ist unter anderem auch eine herrliche Nummer in der Show, die die Stupidität mancher Musicaltexte aufs Korn nimmt, die auch den Trend parodiert, Nummern aus Shows in einer radiotauglichen Variante auszukoppeln. Eine sogenannte Selbstläufernummer, also ein garantierter Hit, wird uns, dem Publikum, vorgestellt, mit dem kolossal dämlichen Refrain: »Das Heut war gestern noch ein Morgen, und heut ist morgen schon vorbei, das heut ist morgen schon ein Gestern, und morgen ist gestern und nicht heut.« Zwei Varianten hören wir, eine, wie sie in der Show vorkommt, und eine Pop-Variante, die, ja, etwa Alfons Haider und Uwe Kröger singen könnten. Die Parodie auf textlicher und musikalischer Ebene, und auch auf gesanglicher Ebene, wenn Martin Berger und Artur Ortens die beiden Varianten interpretieren – ein Riesenspaß.
Musik von Jed FEUER
Text von Boyd GRAHAM
zusätzliche Arrangements und Orchestrierung von Albert AHRONHEIM
Deutsche Fassung von Bernd SAMLAND und Alfons NOWACKI
Links
- Jed Feuer
- Archiv der Wiener Kammerspiele: »Der Urknall«
- The Big Bang (Video einer Produktion mit Patrick Herlihey, Pier Debes und Eric Lander) bei –> YouTube