Archiv - Wien
Martin Bruny am Samstag, den
1. Oktober 2005 um 13:30 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Am 29. September 2005 ging in Frank Stronachs Magna Racino die Wiederaufnahme-Premiere der Dinner-Varietà©-Show Sommernachtsträume mit neuer Cast über die Bühne. Vor ausverkauftem Haus erlebten die Zuschauer das, was man wohl am besten mit perfekt organisiertem Wohlfühlabend beschreiben könnte.

Was in Frank Stronachs Center keinen Platz findet, sind Stress, schlechte Laune, unfreundliches Personal, Chaos. Das alles ist einfach nicht vorhanden. Und das ist für eine Wien-nahe Location, wenn wir mal ehrlich sind, ein Wunder. Man sieht nur freundliches Personal, bekommt überall freundlich Auskunft, und das durchaus charmant und ungekünstelt.

Nach einem Begrüßungscocktail, der im Spielhallenteil des Kasinos konsumiert wird, geht es ab in den Veranstaltungssaal. Ja, der Saal hat nicht das Flair einer Oper, aber hier wird auch nicht versucht, in noch einem Opernhaus noch eine bemühte La Traviata-Inszenierung zu geben, hier wird ein Dinner Varietà© geboten, und das Motto “Spiel, Spannung, Show und Schmankerl” umreisst exakt das, was man erlebt.

Die Hauptdarsteller Aris Sas, Lana Gordon, Ramesh Nair und Jana Werner waren am Abend der Premiere großteils krank und mussten während der Pausen mit Infusionen behandelt werden, dennoch, alle waren sie auf der Bühne und gaben ihr Bestes.

Einige der Akrobatik-Nummern waren geradezu atemberaubend, besonders hervorzuheben ist da die Artistentruppe “Novabatics”, die mit ihrem Vertikaltuch-Programm einfach nur für Staunen sorgt.


In den Showpausen wird ein dreigängiges Menü serviert, auf Leinwänden werden währenddesssen Pferderennen live übertragen. Wer will, kann zum Beispiel seinen im Eintrittspreis enthaltenen Wettgutschein im Wert von 2 Euro einsetzen. Man mag dieses Spielelement als “störend” betrachten, allein, das Ganze ist durchaus amüsant, und das Personal, das die Wetteinsätze entgegennimmt, macht auch das charmant und unterhaltsam, als wäre es Teil der Show - und letzten Endes beginnt die Show, die man an diesem Abend erlebt, tatsächlich beim Betreten des Magna Racino. Es ist eine Las Vegas-ähnliche Wohlfühloase, und das hat seinen Reiz. Für 59 Euro entspannt man sich drei Stunden, erlebt Stars wie Aris Sas, Jana Werner, Lana Gordon, Ramesh Nair oder die Novabatics, wird kulinarisch bestens bedient, und zum Drüberstreuen gibt’s ein bisschen Wett-Thrill. Schaun Sie sich das an!
Martin Bruny am Montag, den
1. August 2005 um 13:07 · gespeichert in Musical, Wien

Andrew Lloyd Webbers “Jesus Christ Superstar” ist ein Musical, das sich in den letzten Jahren wohl zu einer der Shows mit den meisten Produktionen entwickelt hat. Manche werden das auf Lizenzfreiheit zurückführen, andere werden meinen, dass es einfach eine der perfektesten Shows ist, die das Musicalgenre zu bieten hat. Eine einprägsame Melodie nach der anderen, eine starke Szene jagt die andere. Schlechte Sänger können die Show nicht kaputt singen, miese Regisseure schaffen es nicht, sie selbst mit den doofsten Einfällen zu kippen. Man kann JCS konzertant aufführen, auf größer Bühne, Open Air, mit großem Orchester, mit Rockband, mit Bongos, … egal wie, vermutlich werden die Zuschauer sich großartig unterhalten fühlen. Die Show dauert keine 4 Stunden, keine 3, sie dauert ungefähr zwei Mal 45 Minuten. Steht mal ein schwacher Jesus auf der Bühne, keine Sorge, ein starker Judas macht die Pleite wett, oder ein krasser Herodes, eine beeindruckende Maria Magdalena …
In Amstetten stimmt fast alles, und wären wir hier nicht völlig objektiv (kleiner Scherz), man könnte die Amstettner Produktion durchaus in JUDAS SARICH SUPERSTAR umbenennen. Man soll in einem starken Ensemble nicht mit Gewalt einen Darsteller über andere stellen, aber Drew Sarich macht es einem schwer. Zu stark ist seine Bühnenpräsenz, zu perfekt seine Interpretation. Pehton Quirante gibt einen entzückenden Herodes, so verrückt das klingt, Rob Fowler brilliert als Pontius Piatus, Eric Minsk als Annas und auch der Rest des Ensembles sind durchwegs stark besetzt. Beat For Feet zaubern mit allerlei Effekten einen elektrisierenden Sound. Etwas laut zwar, aber noch in Grenzen. Die in den Medien durchaus auch kritisierten Videoeinspielungen passen perfekt in die Soundkulisse, und so vereinigen sich Ton und Bild zu einem Gesamterlebnis, das zu faszinieren versteht. Die Shows sind längst alle ausverkauft. Werbung hat diese JUDAS SARICH SUPERSTAR-Produktion sowieso keine nötig. [weitere Pics]
Martin Bruny am Samstag, den
23. Juli 2005 um 13:05 · gespeichert in Musical, Wien
“Es ist ein altes Thema”, könnte man fast sagen, und doch wird das Süppchen bei jeder sich bietenden Gelegenheit neu aufgekocht: Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) bzw. alle Bühnen Wiens schlechthin, was noch jenseitiger ist, kontra egal welche Produktion auch immer. Und immer sind es die anderen, die besser, innovativer, spritziger blabla sind. Es ist müßig, Produkionen der VBW zu verteidigen, es gibt gute und schlechte, und ich meine mehr gute als schlechte.
Eine “Jesus Christ Superstar”-Kritik einer Produktion aus Amstetten jedoch mit einem Satz wie
“”Hosanna” sängen Wiener Bühnen, wären sie Heimstatt des Musicals “Jesus Christ Superstar”, das Kim Duddy zu neuem Leben erweckt hat. So aber hat Amstetten seit der Donnerstag-Premiere in der Eishalle einen Sommerhit.”
zu beginnen, ist absoluter Nonsens. Nicht nur, dass sich “Jesus Christ Superstar” als Long-Run-Produktion nicht mehr eignet, was weltweit schon dutzendfach bewiesen wurde, eine solche Aussage ignoriert auch völlig die Tatsache, dass die VBW vor wenigen Monaten eine konzertante Aufführung von “Jesus Christ Superstar” auf die Bühne des Wiener Ronachers gestellt haben und dafür ausschließlich erstklassige Kritiken absahnten.
Was anderes also als üble Stimmungsmache und Anbiederung an die musicalfeindliche Haltung mancher politischen Parteien Wiens und des STOP-Direktors sollte diese von Bernd Lichtenberger verfasste Aussage sein. Da interessiert mich dann der Rest der Lobhudelei des oberösterreichischen Regionalblatts schlicht und einfach gar nicht mehr. Armes Amtstetten, wenn es nur im Spiegel solcher “Kritiken” mediale Beachtung erfährt.
Martin Bruny am Freitag, den
6. Mai 2005 um 12:42 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Interaktives Theater - ich mags nicht, ich sags gleich. Ich denk mir: Würde ich auf der Bühne stehen wollen, hätte ich einen anderen Beruf gewählt, sagen wir mal: Schauspieler. Hab ich aber nicht. Ich geh gerne ins Theater, um mich zu entspannen, um zu sehen, zu beobachten und die Show zu genießen, nicht, um die Show zu machen. Interaktive Bestandteile von Shows mögen ja bei einigen Menschen beliebt sein, man denke an die Rocky Horror Show oder die Sing-along-Specials diverser Volksopernproduktionen. Dafür gibt es dankbare Kundschaft, weniger beliebt machen sich wohl Darsteller, die ganz verzweifelt darauf aus sind, ein wenig Pepp auf Kosten einiger Zuschauer in ihr Programm zu bringen. Ich erinnere mich da an peinliche Momente in Shows von Alfons Haider oder Eva Marold. Man kann das machen, sicher, aber so wird man sein Publikum oder eben Teile seines Publikums eventuell auch rasch los. Man könnte sich als Zuschauer natürlich beispielsweise Plätze wählen, wo man aus gesicherter Entfernung vor den unerwünschten interaktiven Zugriffen der Darsteller sicher ist. Auch nicht jedermanns Sache, in irgendeinem Winkerl des Theaters einzuschauen. Vorstellbar wären auch interaktive “Leo”-Zonen …

Wie ich auf dieses Thema komme … Am 5. Mai gastierte Albert Kessler mit seiner Show “ALEL” im Wiener Akzent. Ich muss gestehen, ich wusste schon vorher, dass dies eine Show mit “interaktiven Bestandteilen” werden würde - da war ich also nun, und ich war selbst schuld. Nein, ich hatte keine Lust, wie ein Schwein zu grunzen oder wie ein Huhn zu gackern. Sorry, das ist einfach nicht mein Ding. Gleichwohl habe ich registriert, dass viele Besucher die Show bereits gut kannten und begeistert mitgemacht haben. Der Touch einer Sekten-Veranstaltung kam nur eine Sekunde auf, dann driftete das Ganze in die Fröhlichkeit einer Kindershow ab. In den längeren Abschnitten, in denen keine Interaktivität gefordert wurde, konnte man sich sogar auf den Tanz (Afro, Flamenco, Oriental-Indian, Modern) und das eine oder andere Lied konzentrieren, und ja, das war wirklich ansprechend.

“ALEL” ist eine interessante Show mit Darstellern, die mit enormem Körpereinsatz alles geben, sich die Seele aus dem Leib schwitzen. Albert Kessler fungiert dabei als Autor, Komponist, Choreograph, Darsteller und Produzent. An seiner Seite agieren Brian Wimpel (ein Darsteller mit einer ganz wunderbaren Stimme), Carla Almeida, Kathrin Zurek und Stefan Trdy. Weiters wirken mit Arpad Hadnagy (Gitarre, Chorarrangements), Carlos Pino-Quintana (Bass, Orchesterarrangements), Thomas “fish” Fischdick (Percussion, Vocals, Musikalische Leitung).

Jim Libby führt Regie, kleinere Tanzeinlagen steuern Schüler und Schülerinnen der Musischulen Wien bei.

Fazit: “ALEL” ist für alle empfehlenswert, die es zulassen wollen, ihre Gefühle “die Schönen und Hässlichen, die Peinlichen und Stolzen, die Dreckigen, Erotischen, Kitschigen und vor allem die Ehrlichen” während der Show gemeinsam mit dem Darstellerteam auszuleben.

Das ist der Anspruch, den diese Show an sich selbst stellt. Wenn es den Darstellern gelingt, ein Publikum dazu zu bringen, ist der Abend gut über die Bühne gegangen.
Martin Bruny am Freitag, den
22. April 2005 um 16:57 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Mit frenetischem Applaus und Jubel schickte Wien am 21.4.2005 die Kaiserin Elisabeth in den Sommerurlaub. Für so manch zartes Öhrchen waren der orkanartige Beifall und das hysterische Gekreische eventuell ein Touch zu viel, aber wo gefeiert wird, fallen Schranken, und bei der Lautstärke darf man froh sein, dass der dritte Rang heil geblieben ist.

Eine letzte Wiederaufnahme wird es für das Levay/Kunze-Monarchical noch geben: ab 15.9. bis zum 27.11.2005 steht die Show noch einmal am Spielplan des Theaters an der Wien. Danach versinkt diese Kultstätte in den ewigen Schlaf. Nur ab und zu, um die 50 Mal pro Jahr, soll es Aufführungen geben, ausschließlich der klassischen Musik geweihte hochpreisige Opernevents. 2006 wird aus dem Theater eine reine Mozart-Kultstätte, danach … man wird sehen.

Denken wir nicht an die dunkle Zukunft, freuen wir uns auf die Wiederaufnahme nach dem Sommer.

Martin Bruny am Freitag, den
22. April 2005 um 16:48 · gespeichert in Musical, Wien, Event-Tipps


Mittlerweile in seiner 10. Saison als erfolgreichste Off-Broadway Show aller Zeiten, zeigt das Joe DiPietro/Jimmy Roberts-Musical “I Love You, You’re Perfect, Now Change” das moderne Paarungsspiel in all seinen Facetten und Nuancen. Unterstützt von Klavier und Violine verwandeln vier DarstellerInnen dieses Potpourri aus entzückenden Szenen und Liedern in einen über sechzig Charaktere umfassenden, tollwütigen Sturmlauf durch den modernen Beziehungsdschungel an Verabredungen, Liebeserlebnissen, Ehen, Liebhabern, Eheleuten, und angeheirateter Verwandtschaft.
“I Love You, You’re Perfect, Now Change” wurde in den letzten 10 Jahren erfolgreich auf der ganzen Welt aufgeführt (u. a. in Chicago, Boston, Toronto, Barcelona, Mexico City und Prag). Dem vienna theatre project ist es gelungen, dieses ausgesprochen komische, unterhaltsame Musical als österreichische Erstaufführung in englischer Sprache nach Wien zu bringen.
Die Autoren:
Joe DiPietro
Theaterstücke: “Over the River”, “Through the Woods”, “The Kiss at City Hall”, “The Art of Murder” (Edgar Award, Best Mystery, 2000). Broadway-Musicals: “All shook up”; Off-Broadway-Shows: “I Love You, You’re Perfect, Now Change”, “The Thing About Men”, “Memphis”, das “neue” Gerswhin Musical “Heaven on Earth” und Text zur Neuversion von Rodgers und Hammersteins “Allegro”.
Jimmy Roberts
Gewinner jährlicher ASCAP Auszeichnungen für Theater, ist Absolvent der Manhattan School of Music, wo er bei Constance Keene Klavier lernte; er komponierte das Musikthema für die wöchentliche PBS Sendung “Theater Talk”. Weitere Off-Broadway Werke: “The Thing About Men”; “A … My Name Is Still Alice”; “Pets!”; Musik zu Joe DiPietros “Over the River” und “Through the Woods”; “The Velveteen Rabbit”, ein Kindermusical.
Die Darsteller:
Katrin Mersch
Suzanne Carey
Daniel Williams
Pehton Quirante
Preise/Location
Spielort: Ensembletheater - Petersplatz 1, 1010 Wien
Termine & Zeiten: 25. April-6. Mai 2005 (täglich) - 20 Uhr
Premiere: Montag, 25. April
Geschlossene Voraufführung: Sonntag, 24. April
Spieldauer: ca. 135 Minuten (inkl. eine Pause)
Kartenpreise: 17? Normalpreis - 12? Studenten/Senioren
Gruppenermäßigungen (Euro 15/Euro 9) für Gruppen von mehr als 10 Personen
Reservierungen: +43 1 535 32 00 (14-18 Uhr) +43 1 920 2583
et-info@ensembletheater.at office@viennatheatreproject.at
www.ensembletheater.at www.viennatheatreproject.at
Martin Bruny am Freitag, den
25. März 2005 um 12:13 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Am 24.3.2005 feierte “Jesus Christ Superstar” als konzertante Aufführung in einer Produktion der Vereinigten Bühnen Wien im Wiener Etablissement Ronacher Premiere.

Mit Weihnachtskonzerten, so der Musikalische Leiter und Dirigent Caspar Richter in einer kurzen Einführung, sei den Vereinigten Bühnen Wien schon ein alljährlicher Dauererfolg geglückt, nun sei es an der Zeit, eine neue Tradition zu initiieren: Osterkonzerte.

Die Chancen stehen gut, dass mit dieser Showproduktion tatsächlich ein Reigen an sensationellen Osterkonzerten gestartet werden konnte. Orchester und Darsteller zeigten sich in glänzender Spiellaune und zauberten mit all ihrer Kraft und Energie eine fulminante Version des Rockmusicals von Andrew Lloyd Webber auf die Bühne des Ronacher.

Die Darsteller:
Jesus: Drew Sarich
Judas: Serkan Kaya
Kaiphas: Dennis Kozeluh
Simon/Annas: Rob Fowler
Pilatus: Andrà© Bauer
Petrus: Roman Straka
Maria Magdalena: Claudia Stangl
Soulgirl/Herodes: Jaqueline Braun
Soulgirls: Tina Schöltzke, Wietske van Tongeren

Nicht vergessen sollte man bei dieser Produktion den Hinweis auf den Ton und die Tonausrüstung. Es ist spätestens jetzt bewiesen, dass man auch das Ronacher sehr gut beschallen kann. Künftige Einmieter dürfen sich vertrauensvoll an die Firma Memphis Multisound wenden, da scheint man zu wissen, wie man diesen Job effektiv erledigt.

Zwei Mal noch, am Samstag, dem 26.03.05 (15 Uhr), und Sonntag, dem 27.03.05 (11 Uhr), kann man “Jesus Christ Superstar” im Ronacher erleben. Restkarten sind bei Wien-Ticket erhältlich.
Martin Bruny am Samstag, den
19. März 2005 um 12:10 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

In ihrem zweiten Soloprogramm Mutter lass mich in Ruh! Ich steh heute nicht auf! Ich bleib im Bett! beschäftigt sich Eva Maria Marold mit den dunklen und furchteinflößenden Seiten des Musical-Darsteller-Daseins. Gekonnt und mit viel Routine schlüpft sie in die Rolle einer faulen Musicalsängerin. Begleitet wird der Musicalstar von Willi Langer (Bass), Gerald Gratzer (Schlagzeug), Harry Peller (Gitarre) und Christian Frank (Musikalische Leitung & Keyboards).

Eva Maria Marold arbeitet in ihrem Soloprogramm oft im derben Register, allerdings doch immer sehr gewollt und genau auf dem Punkt. Sie schafft es, Stimmungen der Ausgelassenheit innerhalb weniger Sekunden in tiefe Betroffenheit umkippen zu lassen, berührende Szenen lösen sich in heiteren Momenten auf, mit visuellen Elementen schickt sie die Zuschauer des öfteren in bestimmte Stimmungen, nur um sie dann mit Songs je wieder herauszureißen.

All das ist fein konzipiert und weist vielleicht auf den Weg hin, den Marold einmal gehen wird. Weg vom Musical, hin zur sogenannten “Kleinkunst”. Aber wer weiß schon, wohin sich die Allrounderin tatsächlich entwickeln wird.

Eva Maria Marold ist mit ihrer Show wieder am 30. und 31. März live im Wiener Metropol zu sehen, vom 23. bis 25. Mai gastiert sie im Orpheum.
Martin Bruny am Donnerstag, den
17. März 2005 um 12:08 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Auf eine Reise durch die Geschichte der “Black Music” nahmen Kim Cooper, Lynne Kieran, Eddie Cole & Previn Moore die Zuschauer im Wiener Akzent am 16.3.2005 mit. Der Zauber ihrer Stimmen und Performance verwandelte das biedere Akzent in den brodelnden Cotton Club, ins legendäre Apollo Theatre.
Begleitet von Jeff Frohner (Flügel, Keyboard), Andy Winkler (Schlagzeug), Christoph Petschina (Bass), Josef Burchartz (Trompete) und Georg Barnert (Klarinette) interpretierten die vier Ausnahmekünstler Songs aus den Musicals One Mo’ Time (”Down in Honky Tonk Town”, “C.C. Rider”, “Everybody loves my baby”, “Key hole”), Ain’t misbehavin’ (”Honeysuckle Rose”, “Your feet’s too big”, “Black and Blue”, Mean to me”), Five Guys Named Moe (”Early in the morning”, “I know what I’ve got”, “Is You Is Or Is You Ain’t”, “Choo Choo Boogie”, “What’s the use of getting sober”, “Don’t let the sun catch you crying”), The Wiz (”No Bad News”, “Home”, “Ease on down the road”) und Dreamgirls (”Move”, “One night only”).

Martin Bruny am Sonntag, den
6. März 2005 um 12:03 · gespeichert in Musical, Wien, Fotos

Der erste Jahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater des Konservatoriums Wien präsentierte vom 2. bis 5. März 2005 im Wiener stadtTheater (ehemals “Kleine Komödie”) “Metro Flair” - Lieder und Szenen rund um die U-Bahn. In einer 90-minütigen schwungvollen Show mit raschen Szenenwechseln wurde folgendes Programm geboten:

Linie 1 (”Fahr mal wieder U-Bahn”, “Du sitzt mir gegenüber”, “Warten”, “Er-Sie”, “Du bist schön”), Falsettoland (”Was will ich mehr”), La Cage aux Folles (”Ich bin wie ich bin”), Rent (”Another day”, “Take me or leave me”), A Slice of Saturday Night (”Seventeen”, “Baby I love you”), Godspell (”By my side”), Anything goes (”Buddy beware”), Footloose (”I can’t stand still”), Kuss der Spinnenfrau (”Stil und Dekor”), A Chorus Line (”Surprise”), Applause (”One Halloween”), I Do! I Do! (”Dialog”), The Act “(”My own space”) sowie Me and my shadow (Al Jolson & Billy Rose), Das Ei (Loriot) und Szenen aus Ulrich Seidls Hundstage.

Die Abteilung “Musikalisches Unterhaltungstheater” des Konservatoriums hat, das sollte man mal erwähnen, in den letzten Jahren ein sich ständig qualitativ steigerndes Show-Output. “Metro Flair” entspricht diesem erkennbaren Muster. Was der erste Jahrgang auf die Beine gestellt hat, die Spielfreude und auch das Können, all das ist sehr beeindruckend. Es wäre nicht verwunderlich, wenn man von einigen der 8 Studenten des ersten Jahrgangs, als da sind Donja Anvieh-Golpashin, Rainer Bräuer, Andrea Frohn, Elisabeth Heller, Otto Jaus, Richard Schmetterer, Daniela Sukup und Nadine Denise Zeintl, noch einiges hören und sehen wird in den nächsten Jahren.


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