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Archiv - Theater

After The Final Curtain - Theatersterben in den USA dokumentiert

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Matt Lambros arbeitet als Fotograf in New York. Auf seiner Website “After The Final Curtain” dokumentiert er das Theatersterben in den USA. Sehenswert.

Link
- After The Final Curtain

… und ewig lockt der ORF

Am 6. April (Mittwoch) lädt Generaldirektor Alexander Wrabetz seine Führungskräfte ins ORF-Zentrum ein, um ihnen “einen Überblick über den Status Quo und die anstehenden Projekte zu geben”, wie es in einem der APA vorliegenden Einladungsschreiben heißt. Rund um diesen Termin dürfte sich Wrabetz auch zu seiner Wiederkandidatur äußern, wie Beobachter vermuten. Die Ankündigung von Wrabetz’ Wiederkandidatur wurde bereits vor Wochen für Ende März/Anfang April erwartet.
Offen ist derzeit noch die Besetzung der Fernsehdirektion, in der künftig Programm und Information zusammengelegt werden sollen. Als Wunsch gilt eine weibliche Kandidatin, etwa die Wiener Landesdirektorin Brigitte Wolf oder die frühere ORF-Programmchefin und nunmehrige Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien, Kathrin Zechner. [noen.at]

Achtung - fertig - los: Wer übernimmt Mörbisch? Haider, Lichter, Wagner-Trenkwitz?

Bald gibt es ihn bei den Mörbischer Seefestspielen nicht mehr, Herrn WUNDERBAR, Harald Serafin, 2012 wird seine letzte Saison.

Das Rennen um Serafins Nachfolger als Intendant des burgenländischen Operetten-Sommerspektakels ist längst eröffnet. Eine burgenländische Postille schreibt von über 20 Bewerbungen, darunter Namen wie

- Manfred Waba
- Marika Lichter
- Alfons Haider
- Dietmar Kerschbaum
- Christoph Wagner-Trenkwitz
- Gerhard Krammer

Für Mitte April ist ein Hearing angesetzt, danach kommt der Tag der Entscheidung.

Links
- BVZ: Seitenblicke-Clique will Mörbisch »dirigieren«
- orf.burgenland: Mörbisch: “Zigeunerbaron” und Bewerbungen

Für Theaterfanatiker ohne Privatleben: Die Junge Burg schreibt das Theaterjahr 2011/12 aus

Auch in der kommenden Spielzeit des Wiener Burgtheaters wird die Junge Burg wieder ein TheaterJahr zusammenstellen, das sich für zehn Monate auf dem Lusterboden des Burgtheaters einnistet und dort unter anderem gemeinsam Produktionen erarbeitet, die SchauSpielBar gestaltet und intensiv an den unterschiedlichsten Prozessen des Theaters beteiligt ist. Es richtet sich an alle Theaterfanatiker (Mindestalter: 18 Jahre), die bereits über erste Theatererfahrungen verfügen, und die den Theateralltag inklusive aller Schattenseiten intensiv und praxisnah kennenlernen wollen. Nähere Infos –> hier.

Die Junge Burg bietet das TheaterJahr in unterschiedlichen Bereichen an: Neben Schauspiel gibt es auch die Möglichkeit, seinen Schwerpunkt auf den Bereich Regie, Kostüm- und Bühnenbild und Theaterpädagogik zu legen.

Was ist wichtig?
1) Man möchte auf der Bühne stehen oder interessiert sich mehr für die Abläufe dahinter - Hauptsache, man bringt erste Theatererfahrungen mit (dazu zählt auch die Theatergruppe mit dem Deutschlehrer).
2) Man weiß, welche Richtung am Theater für die eigene Person von besonderem Interesse ist und kann sich vorstellen, zehn Monate (zeit)intensiv am Burgtheater zu verbringen.
3) Eine abgeschlossene Schulausbildung.
4) Die Bewerbung muss rechtzeitig bis 11. April 2011 (Poststempel) eintreffen.

Danach startet das Bewerbungs- und Aufnahmeverfahren (siehe –> hier)

“Wonderland” - live im Wiener Burgtheater

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Die “Junge Burg” zeigt ab Mai 2011 “Alice im Wunderland” von Roland Schimmelpfennig. Unter der Regie von Annette Raffalt spielen die Teilnehmer des “TheaterJahres”.

Inhalt
Alice wird von einem sehr gestressten, aber elegant gekleideten Kaninchen aus ihrer Langeweile gerissen. Sie folgt dem Kaninchen – denn nichts hält sie in einer Welt, in der große Schwestern langweilige Bücher ohne Bilder lesen und jede Chance auf Unterhaltung mit »absurd« oder »gänzlich unmöglich« abtun.
Durch ein bedenklich tiefes Loch im Kaninchenbau fällt Alice bis – zum Erdmittelpunkt? Zur anderen Seite? In jedem Fall landet sie in einer höchst verwirrenden Umgebung und kann sich nun über mangelnde Abwechslung nicht mehr beklagen. Dass allerdings nun auch sie selbst – abwechselnd – mal ganz groß und dann wieder ganz klein ist und hochberühmte Balladen erschütternde Veränderungen erfahren, wenn sie aus Alice’s Mund sprudeln, ist doch etwas zu viel der Unterhaltung.
Alice ist plötzlich gar nicht mehr sicher, ob sie noch sie selbst ist. Die Ratschläge einer Pfeife rauchenden Raupe und der Grinsekatze helfen auch nicht weiter. Die Katze kann Alice auf der Suche nach ihrem Weg und ihrem Ich nur an drei Verrückte weiter verweisen. Ver-rückt ist in diesem sonderbaren Land aber so vieles, dass Alice sich über Humpty Dumpty, Hutmacher und Märzhasen und ihre sonderbaren Teatime-Gewohnheiten nur noch wenig wundert. Die Runde wird zusehends fröhlicher, doch dann spitzt Alice’ Lage sich zu … bis sie plötzlich wieder neben ihrer Schwester sitzt – die schon wieder von »absurd« und »nur geträumt« redet. Doch Hutmacher und Märzhase treten den Gegenbeweis an – und die unsteten Größenverhältnisse haben auch einen Vorteil: Wunderland hat Platz in jedem Kopf!

Nachwuchsförderung zahlt sich aus
Roland Schimmelpfennig macht aus dem weltberühmten Kinderbuch von Lewis Carroll ein phantasievolles und poetisches Musical-Libretto. Und die “Junge Burg” wird wieder einmal beweisen, dass sich Nachwuchsförderung auszahlt. Diese Einstellung kann man gar nicht hoch genug einschätzen, wurden doch seinerzeit beispielsweise die Theater an der Wien Studios mit dem “legendären” Argument geschlossen: “Wir werden doch nicht Musicaldarsteller ausbilden, die dann ins Ausland und nach Deutschland gehen.” Völlig zurecht meint dazu Peter Weck in seiner Autobiographie “War’s das?”: “So einen Unsinn muss man sich erst einmal einfallen lassen Aber man sieht, welche profunden Theaterleute die Geschicke nach mir übernommen haben. Mit einem Weitblick für die Sparte Musical, der dann dort hingeführt hat, wo man jetzt steht.”

Weitere Infos & demnächst Tickets –> hier

Graz/Next Liberty: “Die Kraft der Musik - Bühne als Therapie für Kinder”

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Am Grazer Kinder- und Jugendtheater “Next Liberty” läuft seit zehn Jahren ein außergewöhnliches Projekt: Marguerite Dunitz-Scheer, Medizinerin und Regisseurin, entwickelte ein innovatives Theaterexperiment und gliedert Kinder mit einer persönlichen Leidensgeschichte in den von ihr gegründeten Skating Amadeus Chor ein. Das neueste Projekt des Chors, eine Bearbeitung von Haydns “Schöpfung”, ist noch bis April 2011 im “Next Liberty” zu sehen.

Für den ORF begleiteten Regisseur Günter Schilhan und sein Team den Chor ein Jahr lang. In ihrer TV-Dokumentation “Die Kraft der Musik - Bühne als Therapie für Kinder” erläutern sie die Grundidee und demonstrieren den Erfolg dieser ganz besonderen Art der Musiktherapie.

Der Film wurde gestern vor einem ausgewählten Publikum im “Next Liberty” präsentiert und wird erstmals am Sonntag, dem 20. Februar 2011, um 18.25 Uhr, in ORF 2 ausgestrahlt.

Interview with Jesus

Interviewer: Michael Smulik
Jesus: Norman Stehr

Ansichten: Schauspieler im Interview - Ulli Maier und Gert Voss

BÜHNE: Ulli Maier, warum sind Sie nie längere Zeit an einem Haus geblieben?
Ulli Maier: Ich wusste nicht, dass es so lange Wanderjahre werden würden. Aber ich habe definitiv Schwierigkeiten mit Eheverträgen am Theater, wo du am Besetzungszettel erfährst, dass du vorkommst. Der Beruf verlangt Fluktuation, nur so komme ich auf neue Gedanken. Ich muss wissen, ob ich das Stück mag, das jeweilige Theater, ob ich Lust auf den Regisseur habe. Es ist anstrengend, es ist risikoreich und beziehungsfeindlich. Ich habe viel Zeit in Flugzeugen verbracht und die Gagen in Wohnungen gesteckt, um mir einen Anflug von Privatleben zu ermöglichen. Zur Zeit genieße ich es, in Wien zu sein.
Alexander Pschill: Das hat mich sehr beeindruckt, was du gesagt hast. Ich komme mir jetzt wie ein Beamter vor, der täglich im 13A sitzt und “in die Schule” fährt. [BÜHNE Nr. 2; Februar 2011, S. 43]

Link
- Theater in der Josefstadt: “Kap Hoorn”, mit Ulli Maier und Alexander Pschill

PROFIL: Haben Sie eigentlich Hobbys?
Gert Voss: Nein, mein Beruf ist meine Leidenschaft. So ein Aquarium daheim zu haben, um das ich mich kümmere - das kann ich mir nicht vorstellen. So etwas macht man doch nur, weil man anderswo einen Mangel hat. Man freut sich schon während der Arbeit darauf, dass man abends die Korallen im Aquarium reinigen wird.
PROFIL: Ein Hobby hat man, wenn einen der Beruf nicht ausfüllt?
Gert Voss: Vermute ich mal, obwohl es sicher ganz tolle Ärzte gibt, die nebenbei leidenschaftliche Briefmarkensammler sind. Aber das ist nichts für mich. [PROFIL Nr. 5, 31. Januar 2011, S. 91]

Link
- Akademietheater: “Einfach kompliziert”, mit Gert Voss

Schubert Theater: Edgar Allan Poes “Der Untergang des Hauses Usher”

Nur noch von 27. bis 30. Januar 2011 ist Edgar Allan Poes schaurig-romantischer Horrorklassiker in einer dramatisierten Form im Wiener Schubert Theater zu sehen.

Inhalt
Ein Tag, trübe, grau und lautlos. Eine Gegend, eigentümlich, öde und traurig. Ein Haus, fahl, tot und starrend. Er weiß nicht, was ihn erwarten wird, als er der Einladung Roderick Ushers folgt. Er weiß nur, dass er seinen Jugendfreund nicht wiedererkennt - und dass er bei ihm bleiben wird. Selbst, als sie Lady Madeline zu Grabe tragen, ist er an seiner Seite. Ein schauriges Geheimnis und “Der Untergang des Hauses Usher” nimmt seinen Lauf.

Regie: Ann-Kristin Meivers
Besetzung: Christoph Hackenberg, Benedikt Grawe, Lena Sophia Lehmann
Vorstellungstermine: 27. bis 30. Januar 2011, Beginn: 19:30 Uhr
Tickets –> hier
Nähere Infos –> hier

Vienna’s English Theatre: Premiere von “Cat on a Hot Tin Roof” mit Dennis Kozeluh

In Vienna’s English Theatre feiert das von Tennessee Williams geschriebene und mit einem Pulitzerpreis ausgezeichnete Theaterstück “Die Katze auf dem heißen Blechdach” (Originaltitel: “Cat on a Hot Tin Roof”) am 31. Januar 2011 Premiere (in englischer Sprache). Sogar einen besonderen Anlass gibt es für diese Produktion. Der Schriftsteller hätte 2011 (am 26. März) seinen 100. Geburtstag gefeiert. Williams starb am 25. Februar 1983 im Alter von 72 Jahren.

Inhalt
Eine mächtige Südstaatenfamilie feiert den 65. Geburtstag des Patriarchen »Big Daddy«. Trotz der Feierlichkeiten ist die Stimmung gedrückt, denn Big Daddy hat Krebs im Endstadium - und keiner findet den Mut, es ihm zu sagen, vor allem da nun der Kampf ums Erbe begonnen hat. Jeder in der Familie versucht seine Position zu behaupten. Der älteste Sohn Gooper kämpft um die Anerkennung seines Vaters, seine Frau Mae um das Erbe, »Big Mama« um die Harmonie in der Familie und Schwiegertochter Maggie ringt verzweifelt um die Liebe ihres Mannes Brick. Nur Brick kämpft nicht mehr. Seit dem Selbstmord seines Freundes Skipper hat er sich in Alkohol, Welt- und Selbstekel geflüchtet. Maggie versucht Bricks Interessen zu vertreten, doch schlägt der »Kinderlosen« nur Verachtung entgegen. Bald brechen sich vielfältige Konflikte die Bahn und zerstören die mühsam errichtete Fassade der scheinbar perfekten Familie, der als einziger Ausweg vor der der Selbstzerfleischung nur die Enthüllung der ungeschminkten Wahrheit bleibt.

Mit dabei als Reverend Tooker: VBW-Urgestein Dennis Kozeluh in der Rolle von Reverend Tooker.

Cast
Margaret: Rachel Spencer Hewitt
Brick: Ross Hellwig
Mae: Kate Gleason
Big Mama: Peggy Cosgrave
Dixie: Toni Arroyave, Sandra Baverman, Leonie Gadner
Gooper: Jay Russell
Reverend Tooker: Dennis Kozeluh
Big Daddy: John Tillotson
Doctor Baugh: Jeff Sturgeon

Creative Team
Directed by: Jonathan Fox
Set designed by: Neil Prince
Costumes designed by: Lothar Hüttling
Children’s Acting Coach: Adrienne Ferguson
Casting by: Stephanie Klapper
New York Casting Assistants: Lauren O’Connell, Tyler Albright

31. Januar–12. März 2011
Vorstellung täglich um 19:30 Uhr, außer Sonntag
Keine Vorstellung am 2. Feb

1. Akt: 50 Minuten
Pause: 20 Minuten
2. Akt: 90 Minuten
Vorstellungsende: ca. 22:10 Uhr

Weitere Infos –> hier

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