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Archiv - Theater

Vivan Bhatti - der Star aus “Frühlings Erwachen”

Man mag zur jüngsten Verfilmung des Wedekind-Dramas “Frühlings Erwachen” stehen, wie man mag, beispielsweise könnte man meinen, dass sie immer dann stark war, wenn sie recht “theatralisch” über den Bildschirm kam, und immer dann recht plump, wenn mit Wucht auf Gegenwart getrimmt wurde, aber eines ist unbestreitbar: Der Film hat einen echten Star, und das ist die Musik. Verantwortlich für die musikalische Untermalung der Verfilmung: Vivan Bhatti.

Der Künstler studierte Musik an der Hochschule für Musik in München und der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Als E-Gitarrist und Klassischer Gitarrist wirkte er mit in diversen Projekten, Bands und Ensembles aus dem klassischen Bereich bis hin zu Rock, HipHop und auch Neue Musik und war auf Tourneen in Deutschland Österreich und der Schweiz.

Vivan Bhatti komponierte Musik für diverse Kurzfilme und Theaterproduktionen. Mit Nuran David Calis verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit an den Theatern in München (”Romeo und Julia”, 2003), Hannover (”urbanstories”, 2005), Essen (”Homestories”, 2006), Wien (”Die Räuber”, 2006) und Hamburg (”Schwarz”, 2006). Am schauspielhannover arbeitete er erneut mit ihm zusammen in der Produktion “Frühlings Erwachen!” in einer Bearbeitung von Nuran David Calis nach Frank Wedekind.

Bhattis Kompositionen zur Wedekind-Verfilmung sind die besten Beispiele dafür, wie stark die Wirkung eines Films von seiner Musik geprägt wird. Mehr von ihm unter anderem auf seiner MySpace-Site –> hier und –> hier

Sex - der Top-Trend in der Wiener Kunst- und Kulturszene 2010?

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Begonnen hat es mit Herrn Mauser, oder genauer gesagt am 16. Januar 2010 mit der Premiere des Theaterstücks “Soul Strip” in Wiens “Queen Club”. Der “Queen Club” ist eines der bekanntesten “Animierlokale” Wiens - ein doch eher etwas ungewöhnliches Ambiente für ein Theaterstück. Aber dass es sich um Theater handelt, ist wohl unbestreitbar.

Die Sache liegt wohl etwas anders bei einem Projekt des Swingerclub-Unternehmens “Element6″. Da haben sich die Besitzer schlicht und einfach für die nächsten beiden Monate in eines der bedeutendsten Museen Wiens eingemietet, in die Wiener Secession. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde das Projekt der Swingerclub-Besitzer wie folgt beschrieben:

Das Element6 ist eine Bar und ein Club für Swinger und andere Paare und Singles, die sexuelle Anregungen suchen, Phantasien ausleben oder sich auch nur darüber unterhalten wollen. Wir bieten Raum für (nicht kommerzielle) erotische Kontakte. Wir - vier Leute aus unterschiedlichen Berufsbranchen - haben vor mehr als zwei Jahren einen ehemaligen Swingerclub übernommen mit bzw. wegen der Herausforderung, ein neues Konzept in diesem Bereich zu entwickeln, und dafür ein Publikum zu gewinnen. Das ist uns gelungen! Mit unserer Mitwirkung am Projekt in der Secession wollen wir jetzt möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, eine Hemmschwelle zu überwinden; und sich diesen Swingerclub einfach anzuschauen. Die Bezeichnung ´Swingerclub` vermeiden wir normalerweise, da sie Vorstellungen weckt, die unser Konzept zum Teil nicht erfüllt: Man muss im Element6 nicht nackt oder halbnackt herumlaufen, es ist aber auch ok, wenn man es tut. Dresscode ist dennoch in erster Linie: bitte erotisch. Oberstes Ziel ist nicht, dass jeder mit jedem möglichst viel und möglichst gleichzeitig Sex hat. Vielmehr schaffen wir eine Atmosphäre, in der Lust entstehen soll, und zudem den Freiraum, alles was daraus entspringt zu erleben.
Wir bieten ein vielfältiges Showprogramm: Striptease, Bondage, SM, Body Painting, Tanz Performance usw., und DJs, um die Stimmung anzuheizen. Ob das alles der eigenen Sexualität neue Dimensionen öffnet, kann jeder (Volljährigkeit vorausgesetzt) im Rahmen dieser Ausstellung in der Secession für sich überprüfen.
Wir erlauben uns also zu zitieren: »Schau´n Sie sich das an!«

Ist das noch Kunst? Passt es in ein Museum? Ist das erst der Beginn und kann man sich demnächst für ein paar sündige Stunden in die Wiener Katakomben einmieten, um dort seinen Trieben nachzukommen, oder vielleicht auf den Spuren des Dritten Manns den Mäuschen in den Wiener Abwasserkanälen bei der Paarung zusehen?

Gehen wir also lieber einen Schritt zurück, wieder mehr in Richtung Kultur. Warum nicht zum Beispiel ins TAG. Da steht ab 25. März 2010 das Stück “Phalli” auf dem Programm. Kann man sich nichts drunter vorstellen? Nun, man könnte es sozusagen als eine Antwort auf Eve Enslers Vagina-Monologe bezeichnen. Beschrieben wird dieses Theaterstück wie folgt:

Drei Männer. Drei Penisse. Sie reden darüber. In Zeiten der sexuellen Überflutung durch TV und Internet residiert in den Schlafzimmern biederste Schamhaftigkeit. Besonders Männer verstecken sich gerne hinter der Annahme, derbe Witze und alkoholgetränkte Pseudogespräche wären zur Behandlung des Themas genug. Nicht so Raoul Biltgen, Sven Kaschte und Giuseppe Rizzo. Sie wollen mit Vorurteilen und Geheimniskrämereien aufräumen. In ihrem so informativen wie vergnüglichen Abend reden sie von Vorund Nachteilen der Selbstbefriedigung, über die empfehlenswertesten Techniken des Blowjobs bis zum ewigen Thema Schwanzlängen. Sie reden einfach über alles. Und noch ein wenig mehr.

Mit »Phalli« präsentiert die Plaisiranstalt ihre erste Bühnenproduktion und greift damit gleich mal in die Vollen: Drei Männer reden über ihr Gehänge. So einfach und zugleich so eindringlich kann moderne Dramaturgie sein. Denn dass an einem solchen Abend weit mehr als nur ein paar Nullachtfünfzehn-Tipps zum Umgang mit dem Genital vermittelt werden, davon kann und muss man ausgehen.

Die Plaisiranstalt mit Raoul Biltgen, Sven Kaschte und Giuseppe Rizzo. Mit herzlichem Dank an: Paola Aguilera, Eva-Maria Schachenhofer und Barbara Schubert. Rechte: R Thomas Sessler Verlag Wien.

Und auch das Wiener WUK ist in Sachen Sex unterwegs. Ab 31. März zu sehen: “I put a record on”, die Adaption einer Produktion, die unter dem Titel “Venus im Pelz” im Vorjahr am Linzer Landestheater Premiere hatte. Andrà© Turnheim arbeitet am 1869 erschienenen Roman “Venus im Pelz” von Leopold Sacher-Masoch das Spiel von Dominanz und Unterwerfung heraus, durch welches gesellschaftlich konstruierte Geschlechterrollen und deren Auflösung demaskiert werden. Nähere Infos —> hier

Sacher-Masoch ist ein ganz heißes Thema 2010 in Wien, Gerüchten zufolge dürfte es auch ein Musical über den Schriftsteller geben, der nicht zuletzt dafür bekannt ist, in einigen seiner Werke triebhaftes Schmerz- und Unterwerfungsverlangen zu schildern (”Venus im Pelz”, 1870; “Grausame Frauen”, 1870).

“Der Herr Karl” - “Puppentheater” mit Shootingstar & Newcomer Nikolaus Habjan

In Wien begegnet man dem »Herrn Karl« in vielen Personen, an unzähligen Orten. Helmut Qualtingers zum Klassiker avancierter Charakter ist allgegenwärtig. Das Schubert Theater Wien zeigt ab Ende Februar Qualtingers Text als Puppentheater. Nikolaus Habjan schlüpft darin mit Hilfe seiner Puppen in die verschiedensten Rollen, die alle zusammen »Der Herr Karl« sind.

»Man wird über den Herrn Karl lachen und weinen, man wird ihn verdammen und bemitleiden, man wird ihn zitieren, man wird ihm – als höchste Bestätigung seiner Gültigkeit – auf Schritt und Tritt begegnen. Sein scheinbar zufälliges Gerede enthält in konzentrierter Form die Substanz eines Zeitromans oder eines Zeitstücks, ist zugleich Zeugnis einer Epoche, Enthüllung einer Haltung und Ergebnis souveräner literarischer Gestaltung, mit einem Wort: ein Stück Welt.« (Hans Weigel)

Puppenspiel: Nikolaus Habjan
Regie: Simon Meusburger

Termine: 26. und 27. Februar, 2. und 3. März, 4., 5., 7. und 8. Juni 2010

Simon Meusburger, 1974 in Bregenz geboren, arbeitet neben seiner Tätigkeit als Komponist und Regisseur als freier Regieassistent. Zuletzt seit mehreren Jahren bei den Bregenzer Festspielen, für Produktionen wie “West Side Story”, “Der Troubadour” und “Tosca” tätig, hat er mit Regisseuren wie Francesca Zambello und Philipp Himmelmann gearbeitet.
Nach zahlreichen Filmproduktionen und zwei Musicalkompositionen gab er mit »Krach im Hause Gott« (September 2006) sein Debüt als Sprechtheater-Regisseur am Schubert Theater Wien. Es folgten zahlreiche Inszenierungen, u. a.: “Die Glasmenagerie”, “My Way”, “Geschlossene Gesellschaft” oder das Puppentheater für Erwachsene “Schlag sie tot”.
Seit dem Sommer 2007 ist er als Direktor für das Schubert-Theater tätig, wo er auch in Zukunft als Hausregisseur für zahlreiche Eigenproduktionen verantwortlich sein wird.

Nikolaus Habjan aus Graz studiert seit 2006 Musiktheaterregie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Durch zahlreiche Hospitanzen und Assistenzen (u. a.”Fidelio” oder “Hoffmanns Erzählungen” an der Grazer Oper, “Rinaldo” in St. Pölten, “La Finta Giardinera”, “La Colombe” am Schlosstheater Schönbrunn) konnte er Erfahrung sammeln und setzte diese bei seinem Regiedebüt mit Gian-Carlo Menottis »The Telephone« um. Es folgten weitere Inszenierungen an der Universität, und die Madrigalkomödie »Il festino …« von Adriano Banchieri in Graz. Mit 15 Jahren kam Habjan zum ersten Mal in Kontakt mit dem Puppentheater. Durch Neville Tranter perfektionierte er seine Puppenspieltechnik, es folgte unter anderen eine Zusammenarbeit mit dem Kabinetttheater («King of the Birds-Queen of the Blood” im Semperdepot). Für das Opernfestival «Sirene” entwarf und baute er die Puppen für die Kammeroper «Das Gespräch der Hunde” von C. Dienz. Im Schubert Theater realisierte Nikolaus Habjan die Puppentheaterproduktion «Schlag sie tot” und ist seit der Saison 2008/09 neben seiner Funktion als Puppenspieler und Regisseur (”Elling”) als Co-Direktor tätig.

Links
schuberttheater.wordpress.com/
simonmeusburger.wordpress.com/
nikolaushabjan.wordpress.com/

Gernot Kranner für Kinder: “Das kleine Vampir-ABC”

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Vom 11. bis 17. März 2010 findet in Wien im Palais Auersperg die Veranstaltungsreihe “Literatur für junge LeserInnen” statt. Im Rahmen dieses Literaturfestivals präsentiert Gernot Kranner sein neues Programm für Kinder “Das kleine Vampir-ABC”.

Die Show geht im Großen Saal über die Bühne und ist für Kinder von fünf bis zehn Jahren konzipiert. Worum gehts? Da hilft der Veranstaltungsfolder (bedingt) weiter:

Die neue Kinder-Show von Gernot Kranner: Das kleine Vampir-ABC
Ein anregender Blutsaugerspaß mit Geschichten, Liedern und Szenen. Gernot Kranner ist der Vampirjäger Prof. Abronsius aus dem Musical »Tanz der Vampire«. Am Klavier: Walter Lochmann

Ticketinfos unter der Telefonnummer 505 03 59 oder online: www.jugendliteratur.net

Update:
Auch im Wiener Ronacher ist Gernot Kranners Show zu sehen, und zwar an vier Sonntagen im April und Mai 2010. Gespielt wird auf der Probebühne des Ronacher, am 11. und 25. April sowie 9. und 30. Mai um jeweils 15 Uhr.
Ein kleines Update auch zum Inhalt der Show:

»Vampirspezialist« Gernot Kranner und sein »Klavier-Assistent« Walter Lochmann laden die kleinsten Zuschauer im Alter von etwa 4 – 10 Jahren – selbstverständlich gemeinsam mit deren Eltern, Großeltern, Onkeln und Tanten – zu einer Reise in die geheimnisvolle Welt der Blutsauger ein. In einer spannenden, lustigen und die Phantasie anregenden Stunde erfahren die Zuschauer anhand von Geschichten, Liedern und Szenen mehr über das Leben und die Vorlieben von Vampiren und Geistern. Zum Mitsingen, Mitmachen und Mitlachen - und ein erster Schritt in die wunderbare Welt des Theaters.

Tickets: zu € 7,50 (für Kinder) und € 12,- (für Erwachsene)
Erhältlich an allen Tageskassen der Vereinigten Bühnen Wien, www.musicalvienna.at sowie bei Wien Ticket, www.wien-ticket.at, 01/588 85

Update:
Am Samstag, dem 23. Oktober 2010, ist das Vampir-ABC ab 15 Uhr im Karikaturmusuem Krems zu sehen. Tickets –> hier

Dortmund: Premiere für Christoph Ransmayrs “odysseus, verbrecher.”

Am Dortmunder Schauspielhaus findet am 28. Februar 2010 die Uraufführung des “Schauspiels einer Heimkehr” betitelt “odysseus, verbrecher.”, geschrieben von Christoph Ransmayr statt.

Der Schriftsteller Christoph Ransmayr, 1954 in Wels/Oberösterreich geboren, zählt spätestens seit dem Erscheinen seiner Romane »Die letzte Welt« (1988) und »Morbus Kitahara« (1995) zu den wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellern. Seine Bücher wurden in mehr als dreißig Sprachen übersetzt. Ransmayr wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt unter anderem mit dem Heinrich-Böll-Preis für sein Lebenswerk, dem Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur und dem Nestroy-Theaterpreis für sein bisher einziges Theaterstück »Die Unsichtbare«.

Worum gehts in “odysseus, verbrecher.”:

Lange Jahre führte er Krieg, lange Jahre irrte er durch die Welt. Jetzt ist Odysseus zurück in Ithaka. Überhäuft mit Geschenken, reich, treibt er an den Strand, bereit, sein altes Leben wieder aufzunehmen. Bereit für den Frieden. Doch die Jahre des Krieges haben auch Ithaka verändert. Odysseus erwartet seine Heimat – und findet einen Ort, der ihm fremd geworden ist. Obwohl er als Sieger heimkehrt, muss er erkennen, dass er den Folgen des Krieges, den tatsächlichen und den seelischen Verwüstungen, nicht entkommen kann. Und je fremder ihm scheint, was seine Heimat war, je weniger Verständnis er selbst bei seiner Gattin Penelope spürt, umso stärker werden in ihm die Verzweiflung und die Wut, die er eigentlich schon überwunden glaubte.

Regie: Michael Gruner
Bühne: Peter Schulz
Kostüme: Gabriele Sterz
Musikalische Leitung: Lukas Goldschmidt
Choreographie: Michael Sieberock-Serafimowitsch

Es spielen: Bernhard Bauer, Monika Bujinski, Mathias Frank, Dominik Freiberger, Alexander Gier, Lukas Goldschmidt, Juliane Gruner, Günther K. Harder, Ralf Kubik, Patrick Jurowski, Leif Mieland, Steffen Scheumann, Matthias Scheuring, Jakob Schneider, Harald Schwaiger, Wolfgang Türks, Andreas Vögler, Andreas Wrosch

Termine
Februar 2010: 28.
März 2010: 07., 14.
April 2010: 03., 09., 15., 23.
Mai 2010: 08., 23.
Juni 2010: 06.

Lisa Antoni - von “Rudolf” zum “Soul Strip”

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Am 16. Januar 2010 geht in Wiens “Queen Club” die Premiere des Theaterstücks “Soul Strip” über die Bühne. In den Rollen: Lisa Antoni (”Rudolf”), Julian Looman (”Tschüss! Das war der ORF”) und Martina Stilp.

Der “Queen Club” ist eines der bekanntesten “Animierlokale” Wiens, dementprechend ist willkommen, wer 18 Jahre und älter ist. Für das Event ist “Abendgarderobe” vorgeschrieben - das soll nun alles aber nicht vom “Eigentlichen” ablenken. Worums in dem Theaterstück geht, wird auf der offiziellen Website des “Herrn Mauser” wie folgt beschrieben:

Eine beklemmende Reise in das Innere dreier Personen. Ein Mann. Eine Frau. Die Andere. Nora und Liviu lieben sich lange und ausschließlich. Doch etwas schiebt sich zwischen sie und ihn. - Etwas wie Erinnerung. Liviu hat Lea verloren, die ihm mehr war als eine Schwester. Nora weiß von Lea, von einem großen Unglück, von nicht mehr. Nichts von geöffneten Knöpfen eines blauen Kleides, nichts von bloßen Füssen, nichts vom Schilf. Doch sie träumt von Orten, an denen sie nicht gewesen sein, stellt sich Dinge vor, von denen sie nichts wissen kann. Liviu schweigt und das, was sich zwischen ihn und sie schiebt, spricht eine andere Sprache. Doch das Vergessen ist kein Vermögen und das Gestern unberechenbar. Ein fiebriges Tappen und Tasten im Altvertrauten beginnt, in dem Nora auf die Andere trifft. Das Lüften des Schleiers wird zum Verhängnis und das Erinnern zu einem riskanten Spiel um sich selbst.

Eine gefährliche mà©nage à  trois. Identitäten, die aufweichen. Ein erschreckender Trip durch das, was man Ich nennt.

“Rock the Ballet” - ab 2010 auf Deutschland- & Österreich-Tour

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Klassisches Ballett trifft auf Pop/Rock. Was mit der Musik von Queen (“Tanzhommage an Queen”, Volksoper Wien, 2007) schon geklappt hat, sollte auch bei den Songs von Lenny Kravitz , U2, Prince oder Michael Jackson aufgehen. Temporeiche Schrittfolgen, atemberaubende Choreografien und die unglaubliche Präzision des klassischen Balletts - das ist das Rezept der Tanz-Show “Rock the Ballet”, ein Mix aus Ballett, Modern, HipHop, Jazz und Akrobatik.

Worum gehts? Das entnehmen wir am besten der offiziellen Website zur Produktion:

Die Choreografien von Rasta Thomas, dem »Kopf der Truppe«, sind so »als würde man das Beste von Baryschnikow, Bruce Lee und Michael Jackson auf die Bühne bringen«, schwärmt »Entertainment Tonight«. »Dance at it’s best« jubelt die renommierte New York Times über dieses treibende Pulsieren aus Emotionen, Erotik und Humor. Faszinierend für Kenner und ein neues Publikum gleichermaßen, wird Tanz hier - befreit vom Korsett der Klassik - als überaus lebendig (und unwahrscheinlich sexy!) erfahrbar. Beeindruckend genug sind die technische Perfektion und die virtuose, nahezu akrobatische Körperbeherrschung der Tänzer. Und doch bilden sie nur das stabile Fundament, auf welchem in dieser Tanzrevolution die brillanten, scheinbar schwerelosen Körper eine flackernd-leuchtende, ansteckend-hitzige Glut aus Liebe, Lust und brennender Leidenschaft entfachen. Und die überträgt sich von der ersten Minute dieser außergewöhnlichen, rockigen Show als Begeisterung auf das Publikum. Wohl nirgends sonst lässt sich die Zukunft des Tanzes heute schon so mitreißend erleben wie in dieser Rock-Ballett-Show für das 21. Jahrhundert!

Die genauen Termine der Tour, die Ende Januar 2010 in Berlin beginnt und auch nach Österreich ins Wiener Museumsquartier führen wird, findet man –> hier.

“Lying Cheating Bastard” - ein Musical-Filmprojekt von Stephen Schwartz, Nicholas Hammond & Magier James Galea

“Lying Cheating Bastard”, ein Theaterstück von Nicholas Hammond und “Australian Magician of the Year” James Galea, das im kleinen Old Fitzroy Theatre in Darlinghurst, Australien, seine Premiere feierte, hat das Zeug, zum Hollywood-Blockbuster zu werden. Davon sind zumindest die Autoren überzeugt, und das meint auch Musicalkomponist Stephen Schwartz (”Godspell”, “Wicked”). Er lud Hammond und Galea zu einem Workshop in die USA, sieht er doch in dem Stoff des Stücks die Chance, endlich seinen Plan verwirklichen zu können, einen Musicalfilm über einen jungen Magier zu produzieren. Wenn es nach Schwartz geht, soll Galea die Hauptrolle übernehmen und Hammond das Theaterstück in ein Filmscript umformen.

Hammond zu diesen Plänen:

I have done a couple of musicals myself over the years but have never done a Stephen Schwartz show, and I never thought I would be writing one.

Worum gehts in “Lying Cheating Bastard”?

Jimmy has no idea how it happened, but somehow he was born with a gift, a talent to play and read cards, dice, any game of chance, better than just about anyone in the world. «I always win, always”, says Jimmy. «Cos I never go against the percentages, I control the variables, and I don’t leave anything to chance. Ever.” «Oh yeah. And I cheat”.
Lying Cheating Bastard is the intriguing tale of a young man being drawn into the seedy underbelly of Sydney, the story of infamous con-man Jimmy Garcia aka the Cricket, and how he became the most successful con-man in Australia by the age of 27.
Part mystery, part coming-of-age story, part demonstration of the finer arts of trickery, Lying Cheating Bastard is the extraordinary story of Jimmy’s induction into the murky world of gangsters and grift. Featuring close-up projection of Jimmy’s card scams live on stage, Lying Cheating Bastard stars the Australian Magician of the Year James Galea and his increasingly astonishing feats of skill with cards and sleight of hand.

James Galea, Australiens Magier des Jahres, ist mit seinen Shows ein Hit. Einer seiner Kartentricks:

Schweewittchen live in Wien - das Event

Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen. (Matthäus 7,6)

Intelligente Texte, packende Musik, und umgekehrt, das Ganze auf Deutsch, “Perlen vor die Säue” heißt die noch immer aktuelle CD der Band “Schneewittchen”, und das könnte man auch als Motto nehmen, denn nach wie vor sind Marianne Iser und Thomas Duda zwar Kultstars der sagen wir mal Gothic-/Dark-Wave-Szene, aber noch ohne jene Breitenwirkung, die sie sich längst verdient hätten. Vielleicht ist es auch schlicht das “schräge” Image, das man ihnen verpasst hat, das die breite Masse abhält, diese Band in die Spitzenplätze der Charts zu peitschen. Andererseits, dazu sind manche der Chansons der dunkelsten Stunden dann auch wieder zu intelligent. Zwar bieten “Schneewittchen” sogar “Elisabeth”-Fans Identifikationsfragmente, wie man auf YouTube bei Songs wie “Der Tod hat sich verliebt” mit Schrecken feststellen muss, aber spätestens bei “Destruktiv” sind dann die Pseudoromantiker wohl wieder bei einem Lizzie-Bootleg von 1992 gelandet.

Tatsache ist, dass “Schneewittchen” schon bald in Wien gastieren werden, und zwar im Rahmen der von “specialedition” veranstalteten Show “Moments - Varietà© von Traum und Wirklichkeit”. Neben “Schneewittchen” werden bei diesem Event Nikolaus Habjan, Alexander Merk und Thomas Thalhammer mitwirken. Nähere Infos –> hier

Moments
16. Dezember 2009 | 19:30
Theater Akzent, Wien

Volksoperndirektor Robert Meyer im Interview

Standard: Wie gehen Sie persönlich mit Buhrufen um?

Meyer: Ich habe noch nie welche bekommen. Aber ich kann mich erinnern, als wir an der Burg Hamlet in der Regie von Klaus Maria Brandauer gemacht haben. Als er ausgebuht wurde, ging er an die Rampe, legte den Zeigefinger an den Mund. Es wurde mucksmäuschenstill. Dann verbeugte er sich und ging.

Standard: Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann beteuert, dass er keine Kritiken liest. Und Sie?

Meyer: Keine Kritiken zu lesen nützt gar nichts. Weil: Sie kriegen sie sowieso um die Ohren. Spätestens in der Kantine wird das Erste, was ein Kollege sagen wird, sein:”Also, was sie über dich geschrieben haben: Wirklich eine Sauerei.” [via derstandard.at]

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