In der Inszenierung von Ulla Pilz wird der Diener zum Praktikanten und der Mäzen zum Banker. Allfällige Ähnlichkeiten mit realen Personen sind beabsichtigt. Die Premiere geht am 7. August über die Bühne.
Ein weiterer Programmpunkt: Die »Richard Wagner Gala« – mit Annette Fischer (Sopran), Michael Pabst (Tenor), Ulla Pilz (Sopran, Moderation) und Erich Binder (Musikalische Leitung) – zu sehen am 20. August 2013.
Martin Bruny am Dienstag, den
18. Juni 2013 um 17:11 · gespeichert in Theater
Kärntens jüngstes Sommertheaterfestival geht in die zweite Runde. Das Team um Markus Schöttl und Sabine Kranzelbinder bietet diesmal die deutschsprachige Erstaufführung von Fabrice Melquiots französischer Gesellschaftssatire »Juri« im Innenhof des kulturhof:keller in Villach.
Handlung
Patrick und Andrea sind glücklich verheiratet. Nur mit dem Kinderkriegen klappt es nicht so ganz. Was tun? Patrick schluckt fleißig Hormone, während Andrea bereits über Alternativen nachdenkt. Eine Adoption vielleicht? Andrea will nicht mehr warten. Also nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand. Das Schicksal heißt »Juri« …
Der Autor
Der Franzose Fabrice Melquiot ist im deutschen Sprachraum kein Unbekannter. Seine über 40 Theatertexte, anfangs noch romantisch-boulevardesk, haben sich mittlerweile zu schonungslosen Gegenwartsanalysen gewandelt. Mit sprachlicher Skurrilität und viel schwarzem Humor geht Melquiot in »Juri« gegen eine zunehmend von Burnout, Vorurteilen und Kinderlosigkeit geprägte Generation an, die trotz Wohlstand, Bildung und Überfluss schwer glücklich werden kann.
Martin Bruny am Samstag, den
15. Juni 2013 um 19:15 · gespeichert in Theater
Nach fünf erfolgreichen Kindertheaterproduktionen im »Theater zum Himmel« gründeten Maresa Hörbiger und Katharina Stockinger das »Junge Ensemble Hörbiger«: Hochtalentierte Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren spielen mit großer Leidenschaft die berühmteste Liebesgeschichte der Welt, mit den Instrumenten modernen Theaters inszeniert von Florian Brüggler und Christian Holemy.
Theater mit allen Sinnen zu erfassen, den emotionalen Kern eines Charakters zu begreifen und in der authentischen Darstellung einen Bezug zu sich selbst und zum eigenen Leben zu finden, sind die Ziele der Theaterarbeit des »Jungen Ensembles Hörbiger«. Initiatorin Mag. Katharina Stockinger.
In unserer »Romeo und Julia«-Inszenierung wollen wir mit Hilfe Shakespeares Sprache, den Instrumenten modernen Theaters und der darstellerischen Kraft der Jugendlichen das Publikum berühren.
Das Ensemble besteht aus neun hochbegabten Jungendlichen, die alle bereits erste Schauspielerfahrungen an den großen Bühnen Wiens, in Film und TV gesammelt haben. 6 Vorstellungen stehen noch am Programm auf der Sommerbühne des »Theaters zum Himmel«. Freitag, 21., Samstag, 22., Sonntag, 23., Freitag, 28., Samstag, 29. und Sonntag, 30. Juni 2013.
Kartenpreise: € 20,00 / Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) ermäßigt € 10,00
Verbindliche Kartenreservierungen per E-Mail an: office@theaterzumhimmel.at
Karten an Vorstellungstagen erhältlich ab 19.00 Uhr an der Abendkassa.
Martin Bruny am Mittwoch, den
29. Mai 2013 um 13:59 · gespeichert in Theater
Woods Of Birnam haben die musikalische Leitung für eine Neuinterpretation von Shakespeares »Hamlet« am Staatsschauspiel Dresden, in welchem Frontmann Christian Friedel auch die Titelrolle spielt. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist »I’ll Call Thee Hamlet«.
220 Zuschauer fasst der Saal, vor und nach der Vorstellung wird an den Tischen serviert, und wer nicht an Tischen sitzen mag, wird an der 24 Meter langen Bar seinen Platz finden. Die Tickets für die Shows werden zwischen 15 und 45 Euro kosten.
- Glorious!
Eine Hommage an Florence Foster Jenkins
von Peter Quilter
Deutsch von Horst Johanning
Österreichische Erstaufführung
Schottenberg/Kudlich/Navas
Premiere: 29. September 2013
mit Judith Aguilar, Maria Bill, Inge Maux, Johanna Mertinz, Till Firit und Ronald Kuste
- Woyzeck
Nach dem Stück von Georg Büchner
Songs und Liedtexte von Tom Waits und Kathleen Brennan
Konzept von Robert Wilson
Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens
Schottenberg/Lichtenberger-Bozoki/Kudlich/Navas
Premiere: 22. November 2013
mit Hanna Binder, Susa Meyer, Haymon Maria Buttinger, Tany Gabriel, Thomas Kamper, Christoph F. Krutzler u.a.
- Doris Day, die letzte Jungfrau Hollywoods
Spielstätte: Volkstheater in den Bezirken
von Andy Hallwaxx
Uraufführung
Hallwaxx/Kudlich/Navas/Bauer
Premiere: 19. März 2014
mit Doris Weiner, Martin Bermoser und Dennis Kozeluh
Martin Bruny am Mittwoch, den
17. April 2013 um 20:58 · gespeichert in Theater
Kurzdokumentation über den Puppenspieler Nikolaus Habjan
Redaktion: Felix Weisz
Kamera: Silvio Lenglachner / Jakob Grill
Licht und Ton: Matthias Sonnweber
Martin Bruny am Donnerstag, den
11. April 2013 um 12:44 · gespeichert in Theater
Am 19. April 2013 bringt Bernd Roger Bienert zeitgenössisches britisches Opernschaffen nach Wien. Im Metallenen Saal des Wiener Musikvereins findet die österreichische Erstaufführung der 2006 in London uraufgeführten Oper »The Original Chinese Conjuror« von Raymond Yiu in englischer Sprache statt.
Handlung
Im Mittelpunkt der Oper steht die obskure Lebensgeschichte des amerikanischen Zauberkünstlers William Robinson, der um 1900 aus den USA nach London reiste, um – obwohl er kein einziges Wort Chinesisch sprach – dort als »chinesischer Zauberkünstler« zu größter Berühmtheit zu gelangen.
Robinson eignete sich uneingeschränkt die Identität des zu dieser Zeit in den USA auftretenden chinesischen Magiers Ching Ling Foo an. Er trat in London mit einer nur mikroskopischen Namensänderung unter dem Künstlernamen Chung Ling Soo auf.
Genauso betrügerisch wie in seinen Zaubershows verhielt sich Chung Ling Soo alias William Robinson auch im privaten Leben: So unterhielt er parallel gleich mehrere Ehefrauen samt Familien in verschiedenen Ländern.
Vollkommen unerwartet endete diese erstaunliche Karriere, als William Robinson während seiner Zaubershow bei einem seiner riskantesten Tricks auf offener Bühne erschossen wurde. William Robinsons/Chung Ling Soos spektakulärer Doppeltod vor zahlendem Publikum und sein reales Verschwinden aus dem Diesseits verhalfen ihm gleichzeitig zur Möglichkeit der Flucht aus seinem verworrenen irdischen Dasein sowie zur Unsterblichkeit als Künstler. War William Robinsons allerletzter nicht zugleich auch sein großartigster Zaubertrick?
Raymond Yiu | Musik
Der Komponist und Jazzmusiker Raymond Yiu wurde in Hongkong geboren. Er lebt und arbeitet seit über zwei Jahrzehnten in London. 2006 gelang Yiu mit seiner ersten Oper in London ein durchschlagender Erfolg bei Presse und Publikum. 2009 brachte Starpianist Lang Lang ein für ihn geschriebenes Werk ebenfalls in London zur Uraufführung. Zahlreiche Kompositionsaufträge, Preise und Auszeichnungen sowie Uraufführungen im Auftrag des BBC Symphony Orchestra folgten.
Lee Warren | Libretto
Gemeinsam mit dem britischen Komponisten Raymond Yiu stieß Librettist Lee Warren – er ist selbst Magier – auf der Suche nach einem passenden Sujet für eine Oper auf die merkwürdige Geschichte des Magiers Chung Ling Soo. Warren und Yiu waren von der Idee des Betrugs fasziniert, der heute so zeitaktuell scheint wie selten zuvor. »Wir leben in einer Zeit des Lügens – in einer Welt, in der man annimmt, man müsste andere betrügen, bevor man selbst betrogen wird – in einer Zeit, in der sogar Regierungen ihre Völker anlügen«, sagt Lee Warren. Und: »Wäre der Magier Robinson/Soo nicht vor Publikum gestorben, hätte sich niemand an ihn erinnert. Nur der Tod hat ihm gleichzeitig die Möglichkeit zur Flucht aus seinem verworrenen Leben und zur Unsterblichkeit als Künstler angeboten.«
Bernd R. Bienert | Inszenierung und künstlerische Gesamtleitung
Regisseur Bernd Roger Bienert verlässt bei seiner Umsetzung dieser österreichischen Erstaufführung bewusst den Weg des analogen Inszenierungsansatzes, um die Zusammenhänge des Librettos auf eigenwillige und intuitive Weise zu beleuchten und zu interpretieren. Er konzentriert angedeutetes Bühnengeschehen auf reduzierte choreografische Abläufe, schöpft aus der Interaktion mit den eigens für Wien kreierten Visuals des in Belgien lebenden Videokünstlers Walter Mirtl. Die freie Auslegung der zeitlich gestaffelten Ebenen und komplexen Handlungsstränge des Librettos verbinden sich zu einer homogenen Einheit, die zugleich sowohl visuell als auch auditiv rezipiert werden kann.
The Original Chinese Conjuror
(A Musical Diversion Suggested by the Lives of Chung Ling Soo)
Musik: Raymond Yiu
Libretto: Lee Warren
Leading Team
Inszenierung: Bernd R. Bienert
Visuals: Walter Mirtl
Kostüme: Simon Grundtner
Dirigent: Vasilis Tsiatsianis
Orchester: DIE REIHE
Produktion: TEATRO BAROCCO
Besetzung
William Robinson: Bryan Benner
Dot Robinson: Anne Wieben
Alexander Herrmann: Andreas Maurer
Chai Ping: Friedolin Obersteiner
Soldat, Besucher, Donald Stevenson, Zeitungsjunge, Reporter und Harry Elson, Stimme von Ching Ling Foo: Klaus Paar
19. April 2013
Musikverein Wien, Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien, Österreich
Beginn: 20:00 Uhr
Dauer: 70 Minuten
Martin Bruny am Samstag, den
6. April 2013 um 19:09 · gespeichert in Theater
Das Arme Theater Wien beschäftigte sich 2010 bis 2012 in einer Aufführungs-Trilogie (»Die Möwe« 2010, »Onkel Wanja« 2011 und »Drei Schwestern« 2012) mit dem Werk Anton Tschechows. Auch 2013 widmet sich die Gruppe Tschechow (»Zimmer Nr. 6«) und will neue Wege gehen, in der Auseinandersetzung mit dem Text und auch in der Art der Aufführung.
Im Pressetext zur Produktion liest man:
Zum Abschluss unserer Tschechow-Trilogie fassen wir alle Erkenntnisse und Emotionen, die wir in den letzten drei Jahren in der Auseinandersetzung mit dem großen Seelenarzt erfahren durften, zu unserer eigenen ATW-Liebeserklärung an Anton Tschechow zusammen.
Wir wollen mit diesem Projekt den Freiraum schaffen, mit unserem Ensemble neue Strukturen zu suchen, Fragmenten zu begegnen und daraus Figuren zu entwickeln.
Uns interessiert die permanente Gegenwärtigkeit Tschechows. Bei Tschechow können wir nichts Antiquiertes finden. In der Begegnung mit Tschechow öffnet sich ein Spalt, da zeigt sich etwas vom Inneren des Menschen.
Es gibt keine endgültige Fassung. Ausgehend von Texten Anton Tschechows entwickeln wir unsere eigene ATW-Fassung und Erzählweise, die sich auch noch während der Aufführungsserie verändern wird. Unser »Zimmer Nr. 6« zwingt dem Zuschauer keine Tschechow-Interpretation auf, es ist vielmehr ein Angebot an den Zuschauer, selbst Assoziations- und Bedeutungsräume zu schaffen.
Besetzung
Manuel Heuser, Manfred Jaksch, Georg Leskovich, Johannes Nepomuk, Krista Pauer und Piroska Szekely
Regie
Erhard Pauer
Premiere: 9. Mai 2013
Weitere Vorstellungen: 12., 13., 14., 15., 16., 17. und 18. Mai 2013
Beginn: jeweils 20:00 Uhr
Einlass: ab 19:30 Uhr
Karten: € 17.- / € 15.- (Senioren) / € 10 (Studierende)
Reservierung: 0699 816 39 394 oder per Mail: info@armestheaterwien.at
im WUK-Projektraum
1090 Wien, Währinger Straße 59
(erreichbar mit U6 Station Volksoper; Straßenbahnlinien 40,
41, 42, 37, 38, 5, 33)
Martin Bruny am Dienstag, den
2. April 2013 um 00:56 · gespeichert in Theater
Vom 6. bis 27. April 2013 zeigt die Open House Theatre Company im Wiener Theater Brett »The Collector«, ein Theaterstück nach dem gleichnamigen 1963 erschienenen Roman von John Fowles, adaptiert von Mark Healy, in englischer Sprache.
»The Collector« wurde 1965 von William Wyler unter dem Titel »Der Fänger« verfilmt. Mehrere Lieder, unter anderem von The Everly Brothers, The Jam, Nine Inch Nails und Slipknot wurden von dem Roman inspiriert.
Handlung
Der Büroangestellte Frederick Clegg arbeitet in der Stadtverwaltung; er fängt und sammelt in seiner Freizeit Schmetterlinge, ist einsam und unfähig, Emotionen zu empfinden und mit Menschen in Beziehungen zu treten, fühlt sich aber zu Miranda Grey, einer Kunststudentin, hingezogen.
Als Clegg eines Tages eine größere Summe im Lotto gewinnt, gibt er seinen Job auf und kauft sich ein abgelegenes Landhaus. Er stellt Miranda nach, betäubt sie mit Chloroform und hält sie im vorbereiteten Landhaus im versteckten, verschlossenen Verlies im Keller gefangen. Er erwartet, dass sich zwischen den beiden Gefühle entwickeln, träumt davon, eine liebevolle und anmutige Frau zu »besitzen« – doch die ihm intellektuell weit überlegene Miranda wehrt sich. Clegg kauft ihr teure Kleider, gutes Essen, Kunstliteratur – und wenn sie nicht zufrieden ist, fragt er sie, was er ihr denn noch schenken müsse. Als Miranda erkrankt, steuert die angespannte, klaustrophobische Beziehung auf ihr verheerendes Ende zu.
Parallelen zum Fall Natascha Kampusch sind auffällig. In zahlreichen Medien wurde darauf auch hingewiesen. Man fand jedoch weder das Buch noch eine Kopie der Verfilmung des Romans in Priklopils Haus. Sollte er beides nicht gekannt haben, so sind die Parallelen umso erschreckender.
The Collector
von John Fowles, adaptiert von Mark Healy
(in englischer Sprache)
im Theater Brett, Münzwardeingasse 2, 1060 Wien
Regie & Bühne: Eric Lomas
Kostüme: Maria Krebs
Technische Leitung: Gabriel Geber
Produktionsleitung: Paul Elsbacher
Es spielen:
Alan Burgon als Frederick Clegg
Julia C. Thorne als Miranda Grey