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Archiv - Broadway

Broadway: “A Little Night Music” macht dicht

In Magdeburg kann man bekanntlich auf bekannte Namen verzichten, am Broadway wohl nicht. Am 20. Juni laufen die Verträge von Angela Lansbury und Catherine Zeta-Jones für das Broadway-Revival von Stephen Sondheims “A Litte Night Music” aus, und das wars. Die Leading Ladies verlängern nicht, daher fällt im Walter Kerr Theatre der letzte Vorhang - da helfen auch nicht die 4 Nominierungen für die begehrten Tony Awards.

Ursprünglich sollte die Produktion bis Ende August gespielt werden, doch ohne Stars wird in den Statistiken dereinst zu lesen sein: 20 Previews, 217 reguläre Vorstellungen.

Letztlich gilt es, das zahlende Publikum, das vielleicht auch wegen der großen Namen gebucht hat, nicht zu vergraulen.

Link
- The Sun Will Set on Broadway’s A Little Night Music June 20

Broadway: Abschusskandidat “American Idiot”?

Die Berichte mehren sich, dass Green Days’ Musical “American Idiot” in Problemen steckt. Seit mehreren Wochen wird mit einer Auslastung von unter 70 Prozent gespielt. Das mag bei Stage Entertainment Deutschland noch als Erfolg gelten, wie man kürzlich lesen konnte, am Broadway ist man damit auf der Abschussliste - ganz oben.

“Wonderland” - Frank Wildhorn checkt bei Sony Masterworks ein

“Wonderland” machts möglich. Frank Wildhorn hat für sein jüngstes Musicalbaby und für viele weitere Projekte ein starkes Team gefunden: Sony Masterworks und Soul Bear Records.

Gemeinsam wird man in einem ersten Schritt versuchen, die Konzept-CD von “Wonderland” international zum Hit zu machen. Seit 30. März 2010 ist die Aufnahme in digitaler Form erhältlich.

Die 15 Tracks von “Wonderland” werden unter anderem von Janet Dacal, Jose Llana, Karen Mason, Darren Ritchie, Nikki Snelson, Tad Wilson, Julie Brooks und Ed Staudenmayer gesungen. Als Bonustrack ist die Demoversion des Songs “Go With the Flow”, gesungen von Rob Evan, zu hören.

Frank Wildhorn zu seiner Partnerschaft mit Sony:

I am so excited, honored, and grateful to begin what I hope will be a wonderful, longtime musical adventure with SONY MASTERWORKS. I hope we will be able to create and bring out exciting new works from the new shows and the artists that come from them, both in the U.S. and just as important, internationally.

Alex Miller, General Manager von Sony Masterworks:

As the home of world’s largest and greatest catalog of Broadway cast albums it brings me great pleasure to announce MASTERWORKS’ association with Frank Wildhorn. Frank’s talents as composer and producer are well known, respected, and admired. We all look forward to the new productions that he’ll create, discover and develop, joining the legacy of this venerable label.

In Österreich, Deutschland und der Schweiz, den so genannten GAS-Ländern, wird “Wonderland” im April exklusiv auf Hitsquad Records veröffentlicht, wo Frank Wildhorns »Music Without Borders« zu Hause ist. Bisherige Veröffentlichungen: »Dracula«, »Der Graf von Monte Christo«, «Rudolf« (CD & DVD).

Tracklist
01 Worst Day of My Life (Alice)
02 Advice from a Caterpillar (The Caterpillar)
03 Keep On Dancin’ (El Gato)
04 The Mad Hatter (The Mad Hatter)
05 One Knight (The White Knight)
06 Home (Chloe)
07 Once More I Can See (Alice)
08 Through the Looking Glass (Alice & The White Knight)
09 I Give You the Queen of Hearts (The Rabbit)
10 Off With Their Heads (The Queen of Hearts)
11 Don’t Wanna Fall in Love (Alice & The White Knight)
12 Love Begins (Alice & The White Knight)
13 The Nick of Time (The Mad Hatter)
14 Misunderstood (Jabberwock)
15 Finding Wonderland (Alice)
16 (Bonus Track) Go with the Flow (original demo) (Rob Evan)

Credits
Alice: Janet Dacal
The Caterpillar: Eugene Fleming
Chloe: Julie Brooks
El Gato: Jose Llana
Mrs. Everheart / The Queen of Hearts: Karen Mason
Jack / The White Knight: Darren Ritchie
Madeline / The Mad Hatter: Nikki Snelson
Richard / The Rabbit: Ed Staudenmayer
Jabberwock: Tad Wilson

Background Vocals: Andrea Burns, Janet Dacal, Rogelio Douglas, Jr., Henry Gainza, Zach Hanna, Natalie Hill, Darren Ritchie, Nikki Snelson, Shaun Taylor-Corbett
Piano, Keyboards, & Programming: Jeremy Roberts
Guitars: Kevin Kuhn
Drums: Rich Pagano, David Ratajczak
Bass: Dave Kuhn, Jeremy Roberts
Trumpet: Tony Kadleck
Saxophones & Flute: David Mann
Solo Violin: Antoine Silverman
Solo Cello: Dave Eggar
«Go with the Flow” (original demo) vocals: Rob Evan
Music Direction, Vocal & Dance Arrangements and Incidental Music by Ron Melrose

Album Coordinator: Nicholas Cheng
Kaleidoscopic Sound Sessions Engineered by Sal Mormando
Rich Pagano Drums Recorded at New Calcutta Recordings, Engineered by Rich Lamb
Recorded, Mixed, and Mastered by Jeremy Roberts
Arranged, Orchestrated & Conducted by Jeremy Roberts
Produced by Frank Wildhorn & Jeremy Roberts

Broadway im Tony-Stress: 11 Premieren in 33 Tagen

Bei den Produzenten des Great White Way dreht sich derzeit alles um die kommenden Tony-Awards. Wer spielt noch mit, und wer nicht? Ende April, das ist die Deadline. Wer seine Show bis 29. April an den Start gebracht hat, ist noch berechtigt, für einen der begehrten Tony-Awards nominiert zu werden. Und so erlebt New York in einer Zeitspanne von nicht viel mehr als einem Monat exakt 11 Premieren. Gehn wirs durch:

Gestern bereits feierte Twyla Tharps Sinatra-Show COME FLY AWAY im Marquis Theatre Premiere.

Weitere Premieren:
01. April 2010: RED (John Logan) im John Golden Theatre
04. April 2010: LEND ME A TENOR (Ken Ludwig) im Music Box Theatre
08. April 2010: THE ADDAMS FAMILY (Music/Llyrics: Andrew Lipp; Book: Marshall Brickman/Rick Elice) im Lunt-Fontanne Theatre
11. April 2010: MILLION DOLLAR QUARTET (Book:Colin Escott/Floyd Mutrux; Music: Johnny Cash/Jerry Lee Lewis/Carl Perkins/Elvis
Presley) im Nederlander Theatre
18. April 2010: LA CAGE AUX FOLLES (Music/Lyrics: Jerry Herman; Book: Harvey Fierstein) im Longacre Theatre
20. April 2010: AMERICAN IDIOT (Music: Green Day; Lyrics:Billie Joe Armstrong; Book: Billie Joe Armstrong/Michael Mayer) im St. James Theatre
22. April 2010: SONDHEIM ON SONDHEIM (Music/Lyrics: Stephen Sondheim, Idee: James Lapine) im Studio 54
25. April 2010: PROMISES, PROMISES (Book: Neil Simon; Music: Burt Bacharach; Lyrics: Hal David) im Broadway Theatre
26. April 2010: FENCES (August Wilson) im Cort Theatre
26. April 2010: 24th ANNUAL EASTER BONNET COMPETITION (Broadway Cares/Equity Fights AIDS) im Minskoff Theatre
27. April 2010: ENRON (Lucy Prebble) im Broadhurst Theatre
28. April 2010: COLLECTED STORIES (Donald Margulies) im Samuel J. Friedman Theatre
29. April 2010: LIPS TOGETHER, TEETH APART (Terrence McNally) im American Airlines Theatre

Budapest: Premiere für “Rebecca”

copyright:

“Rebecca”, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, basierend auf einem Roman von Daphne du Maurier, feierte am 18. März 2010 seine Ungarn-Premiere im Rahmen des renommierten Budapester Frühlingsfestivals (19. März bis 5. April 2010).

Die Show folgt damit den anderen Musical-Exporten der Vereinigten Bühnen Wien wie “Elisabeth” (seit 1996), “Mozart!” (seit 2003), “Tanz der Vampire” (seit 2007) und “Rudolf” (seit 2006) nach Ungarn.

In der Regie von Attila Bà©res ist die Show 2010 mindestens 40 Mal zu sehen, weitere Vorstellungen sind für die Spielzeit 2010/2011 in Planung.

copyright: Budapester Operettenhaus

Seine Uraufführung feierte “Rebecca” am 26. September 2006 im Wiener Raimund Theater. Bis zur Dernià¨re am 30. Dezember 2008 sahen weit über 500.000 Besucher die Show. 2008 erlebte “Rebecca” Premieren in Tokio, Moskau (Workshop) und Helsinki, 2010 sind weitere Produktionen in Tokio, Nagoya und Osaka sowie Kouvola (Finnland) geplant - und 2011 steht das Musical in St. Gallen auf dem Spielplan.

Im Herbst 2009 fand ein erstes Reading für eine englischsprachige Version des Musicals in London statt. Ob und wann es zu einer Premiere am West End oder am Broadway kommen wird - lassen wir uns überraschen.

Broadway 2.0: Die spektakuläre HAIR “eParty”

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Eine neue Form der Vermarktung haben sich die Produzenten der aktuellen Broadway-Produktion von HAIR einfallen lassen. Nach dem Motto Kundenbindung über alles, wurden im Balkon-Bereich des Al Hirschfeld Theaters High-Definition-Kameras postiert. Der Sinn dahinter? Am Ende der Show, wenn alles tobt und tanzt, holen sich einzelne Mitglieder der Cast Zuschauer auf die Bühne, um mit ihnen gemeinsam ein wenig die Knochen durchzuschütteln. Genau diese Sequenzen werden nun seit Dienstag in HD-Qualität eingefangen und schlummern dann nicht etwa in den großen Archiven des Theaters, sondern werden prompt online gestellt. Und zwar bereits vier Stunden nach der jeweiligen Vorstellung. Abrufbar ist diese “HAIR eParty” –> hier

Per Mail oder Twitter kann man diese Sequenzen gleich selbst weltweit in Umlauf setzen, auch ein Download aufs Facebook ist möglich. Auf der HAIR-Website können alle, die auf dem Video zu sehen sind, sich selbst vertaggen, sodass Freunde genau wissen, wann mit ihrem Auftritt zu rechnen ist.

So genial die Idee ist, die Umsetzung dürfte nicht gar so leicht gewesen sein, musste doch zuvor ein Deal mit den Gewerkschaften der Schauspieler und Musiker abgeschlossen werden. Joe Parnes, Executive Producer von HAIR: “The unions were great in seeing how this could help a show, which means jobs.”

Und ganz ehrlich, wer darauf steht, sich selbst mitten im Geschehen auf der Bühne auf Video in bester Qualität gebannt zu sehen, hat damit ein besseres Erinnerungs-Goodie als mit einem Kaffeehäferl, oder nicht?

Wenn man das mit den “nomalen” Zuständen vergleicht, die dadurch gekennzeichnet sind, dass man nicht mal mit einer lausigen Handy-Kamera Szenen vom Schlussapplaus einfangen darf, ohne gleich von einem wütenden Ticketbehüter attackiert zu werden, kommt man sich bei einer solchen Produktion sicher vor wie nach einem Sprung direkt aus dem Mittelalter in die Neuzeit.

Man kanns auch anders formulieren: Bedenkt man, wieviele “Freunde” jeder Facebook-Nutzer durchschnittlich hat, kommt man zu einem Statement wie jenem von Damian Bazadona, dem Vorsitzenden von Situation Interactive, einer Firma, die das interaktive Marketing vieler Broadway Shows entwickelt: “We’ll be looking for other ways to connect theater to its audience, and get that word out to the larger public. Since the average person has 130 friends on Facebook, I think “Hair” will see huge organic growth from this.”

Links
- The New York Times: ‘Hair’ Has New Way to Spread the Love
- Situation Interactive

Spider-Man singt: Reeve Carney

Sollte das “Spider-Man”-Musical von U2 tatsächlich jemals seine Broadway-Premiere feiern, sollten sich also neue, potente Geldgeber finden, und die Chancen scheinen derzeit nicht so schlecht zu stehen, dann, nun dann gibt es jedenfalls schon mal Reeve Carney, der darauf wartet, als Musical-”Spider-Man” am Great White Way durchzustarten. Was er stimmmäßig so draufhat, konnte man unlängst beim Musikfestival “Hear No Ho” in North Hollywood erleben - oder 2007 in Austin/Texas, wo er Queens “Bohemian Rhapsody” sang.

Offstage, Reeve Carney — frontman for the Los Angeles rock band that bears his last name — is a sincere, courteous, and disarmingly modest young man who will charm your socks off with funny stories about how he discovered «Bohemian Rhapsody” at age 9 while watching Wayne’s World. But put him onstage in front of a live audience, and this polite, well-mannered young man is transformed into a strutting rock-star peacock, wowing the crowd with his intensity, passion, and sheer talent.

Links
- Spiderman On Broadway - Official Site
- Is This Guy Broadway’s New Spider Man?
- Playbill: Reeve Carney Is Broadway’s Spider-Man; New Producers Promise 2010 Opening
- Carney - Official Website

“The First Wives Club” - Francesca Zambello hat keine Zeit mehr

Den Broadway steuerte Francesca Zambello mit der Musical-Produktion «The First Wives Club” an, bei der sie Regie führte, doch nach der bei Kritikern nicht sehr erfolgreichen Premiere letzten Sommer in San Diegos Old Globe Theatre zieht sie nun einen Schlussstrich. Die Regisseurin hat das Leading Team verlassen. Die Produzenten dazu:

We wish Francesca the absolute very best in all of her future projects, but we are moving forward on the development of our new musical. Francesca has always been a member of the FWC family, and she will remain a trusted friend and supporter. Our engagement this summer at the Old Globe was a huge success, we have also learned a great deal from our audiences, investors and friends. With the departure of Francesca, we are now in the process of speaking to a select group of talented individuals interested in joining the creative team, and when the time is right, we will be making an announcement about future plans. Big musicals take time, and we have every intention of giving this one all the support and energy it needs. Like the three woman at the center of The First Wives Club, we are moving on, getting on with our lives and not stopping until we get what we want. And that means Broadway!

2010 wird auch ohne “The First Wives Club” ein arbeitsreiches Jahr für die Regiseurin. Auf dem Plan stehen die Shows: “Little House on the Prairie” (Walton Arts Center, Fayetteville, Arkansas, Januar 2010), “Porgy and Bess” (Washington National Opera, März 2010), “Madame Butterfly” (Dallas Opera, Mai 2010) und “Die Walküre” (San Francisco Opera, Juni 2010). Von einer “Rebecca”-Produktion liest man auf Zambellos Website bis dato nichts.

Der Countdown läuft: WONDERLAND

Michael Kunze im Interview mit broadwayworld.com

In einem brandneuen Interview, das Jonathon Collis für broadwayworld.com mit Michael Kunze geführt hat, geht es unter anderem um “Rebecca”, “Tanz der Vampire”, um die Fans des Storyarchitekten und das Thema Musicalübersetzungen. Sehr lesenswert —> hier

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