Martin Bruny am Donnerstag, den
28. Juli 2011 um 22:26 · gespeichert in Musical, Broadway
New York, NY (July 28, 2011) – The music video for «Rise Above 1,†the first single from the album Music From SPIDER-MAN Turn Off The Dark, is now available to view on Vevo. Directed by Aaron Platt and Joseph Toma and shot in New York City, the video includes a look into the making of the Broadway musical SPIDER-MAN Turn Off The Dark, including Reeve Carney training for his roles as «Peter Parker/Spider-Man.â€
The single, produced by Alex Da Kid, is available on the album Music From SPIDER-MAN Turn Off The Dark out now on Interscope. SPIDER-MAN Turn Off The Dark features creative consultation by Philip William McKinley (The Boy From Oz), original direction by Tony® Award-winner Julie Taymor (The Lion King, Across The Universe, Frida), music and lyrics by 22-time Grammy® Award-winners Bono and The Edge, and book co-written by Taymor, Glen Berger (Underneath The Lintel) and Roberto Aguirre-Sacasa (Fantastic Four and Spider-Man comics, «Big Loveâ€).
In einem Beitrag, betitelt “Stop Telling Me What to Think About Your Show: A Manifesto of Love and Annoyanceâ€, beschäftigt sich die Bloggerin Laura Motto (vulgo Lucky) mit Durchsagen, die vor Beginn von Theateraufführungen über Band in den Theatersaal eingespielt werden oder auch live von der Bühne kommen.
Heutzutage ist man es ja gewohnt, dass man daran erinnert wird, sein Handy auszuschalten, ja, auszuschalten, nicht auf lautlos zu stellen – nur um dann während der Show dennoch eine nette Sitznachbarin zu haben, die einen “ganz bedeutenden” Song live per Handy “übertragen” muss, oder eine SMS nach der anderen live aus dem Theater schicken muss.
In den USA scheinen sich belehrende Durchsagen in letzter Zeit zu häufen, so beispielsweise erlebte Laura Motto eine Preview des neuen Duncan Sheik/Steven Sater-Musicals «The Nightingale” und bekam als Intro die Warnung, dass man eine Show zu sehen bekäme, die noch nicht fertig sei. Es sei nicht erwünscht, dass man darüber bloggt, tweetet oder sich anders online darüber äußert.
Motto meint dazu:
I understand the value of the preview process, and it’s our blog’s policy to play by the rules: We generally don’t post reviews until previews have ended. But besides just being a total drag, the announcements, I couldn’t help but feel, infringed on something really basic: They wrecked the magic.
Musicals, like opera, require the suspension of disbelief in ways that almost no other kind of entertainment does. Preshow lectures don’t do much to preserve that. They took me out of the moment and distracted me from the work. And there was a more sinister implication, too: That the audience is not capable of fairly judging a show on its own.
Die Frage, die Motto stellt: Wenn sie für ihr Ticket bezahlt, wer kann ihr das Recht absprechen, ihre Meinung zu äußern, egal wie und egal wo.
Wir alle kennen die ungeschriebenen Regeln, dass man eine Show nicht vor der Premiere bespricht, aber wenn es denn ohnedies ungeschriebene Regeln sind, die für Journalisten gelten, die im Auftrag für ein Medium schreiben und nicht für ihre Tickets bezahlen, wenn es denn Regeln sind, die nur die befolgen, die sie befolgen wollen, warum müssen sich dann alle derartigen Schmafu vor der Show anhören?
Und was ist so positiv an all den falschen Lobgesängen, die man oft von unmittelbar oder mittelbar Involvierten über jede besuchte Show hört, was ist so großartig an jenen entsetzlichen Lobgesängen, die sie dann in Magazine, Foren und sämtliche meinungsbildenden Online-Medien einschleusen. Ein bisschen mehr Wahrheit wäre angebracht.
Martin Bruny am Samstag, den
16. Juli 2011 um 12:24 · gespeichert in West End, Musical, Broadway
In einem Interview mit der New York Times kündigt Komponist Andrew Lloyd Webber an, auf absehbare Zeit die Finger vom Produzieren seiner eigenen Shows zu lassen. Wieso?
Einer der Gründe ist der Londoner “Love Never Dies”-Flop, während die in Melbourne produzierte Version um vieles besser aufgenommen wurde. Als Anweisung von Webber an den Regisseur der Version von Melbourne, Simon Phillips, gabs vom Meister ein knappes:
That’s the score, do what you can.
Ein anderer Grund, mit der Produktion eigener Musicals nichts mehr zu tun haben zu wollen: das Revival von “Jesus Christ Superstar” beim Stratford Shakespeare Festival in Ontario. Webber findet diese Produktion großartig und hofft, dass sie auch am Broadway realisiert werden kann - aber nicht von ihm selbst als Produzent.
Angesichts dieser beiden Versionen seiner Shows, mit deren Produktion der Komponist nichts zu tun hatte, meint er:
So I’ve now decided what I might do is to have nothing to do with my shows for the foreseeable future, which is probably a very sound idea. […] I’ve come to this new conclusion. I’ll just smile and turn up at opening nights.â€
Mehr über Webbers nächste Pläne im Interview mit der New York Times –> hier.
Dieser Tag im Sommer 2011 wird in die Geschichte eingehen, zumindest in die Geschichte der Merkwürdigkeiten.
Niko Alm, der Nudelsieb-Angeber wird von den Behörden bloßgestellt (–> hier)
Die “Rebecca”-Produzenten verzichten für die Broadway-Produktion der Show auf ein Treppchen - auf ein Treppchen, das circa vier Millionen Dollar gekostet hätte - da muss man sich mal vorstellen, was für feine kleine Musicalproduktionen man allein um die Kosten eines Treppchens machen könnte! (siehe –> hier)
In Wien beschließen PolitikerInnen, ein Sprachkunstwerk zu schänden (–> hier)
Und dann, als Sahnehäubchen: Die Riege der “Sister Act”-Darsteller für die Wiener Produktion der Show ist komplett. Und, was für ein Wunder, nach - da sind wir sicher - unzähligen Auditions, vielen vielen schweren Prüfungen und unsagbaren Anstrengungen, Ausleseverfahren ohne Ende, konnte ein echter Schönborn verkündet werden. Der Bruder des Wiener Kardinals Christoph Schönborn, Michael Schönborn, wird die Bühne des Wiener Ronachers als “sympathischer Monsignore” bespielen. Stunt-Casting der aberwitzigen Sorte, aber vielleicht hat mans bald auch nötig, pendelt sich doch die Broadway-Produktion der Show mittlerweile auf schwache 65 Prozent ein.
Fixiert sind nun auch die Ensemblemitglieder von “Sister Act”. Es spielen: Sidonie Smith, Dionne Wudu, Suzanne Carey, Maike Katrin Schmidt, Anja Haeseli, Cornelia Braun, Christa Helige, Gabriela Ryffel, Marle Martens, Anouk Roolker, Claudia Wauschke, Colleen Besett, Franziska Schuster, Maxi Neuwirth, Anastasia Bain, Daniela Harbauer, Ramin Dustdar, Fernand Delosch, Peter Kratochvil, Jerà´me Knols, Riccardo Greco, Dagmar Hellberg, Thomas Bayer und Mischa Mang.
“Rebecca”, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, wird im Frühjahr 2012 am Broadway Premiere feiern. Wunderbar! Sogar der New York Times war die Story ne Schlagzeile wert, und zwar die Geschichte der 4-Millionen-Dollar-Treppe - wurde doch, wie die New York Times schreibt, die Produktion von “Rebecca” am Broadway vor allem durch den Verzicht auf die sagenumwobene Treppe in diesem Mystery-Musical erst möglich:
A $16 million musical production of «Rebecca,†based on the classic 1938 novel by Daphne du Maurier, has been scaled down to a budget of about $12 million — largely thanks to the loss of a collapsing staircase special effect — and is now on track for Broadway, the producers announced on Tuesday. Preview performances at a Shubert theater still to be named are scheduled to begin March 27, 2012, with an opening night set for April 22.
Was ranken sich nicht für Geschichten um diese Treppe. Angeblich war eine Produktion in London nicht möglich, weil sämtliche Unterbühnen am West End nicht tief genug sind. Würde man sie tiefer bohren, wer weiß, vielleicht überflutete man dann glatt das kleine Inselchen.
Aber Gott sei Dank, Ben Sprecher hat für die Broadway-Produktion nun eine perfekte Lösung:
It would have been a phenomenal special effect, but it kept proving to be a gigantic and costly obstacle. But we’ll still have a large revolving staircase, and we’ll still have a fire unlike any Broadway has ever seen.
Drei Jahre hätten er und seine Kollegen mit den Feuerwehrkommandos New Yorks gesprochen, um ein paar der Bühnendarsteller und natürlich MANDERLEY in der Schlusszene effektvoll abfackeln zu können, aber:
We don’t want to say too much so we don’t spoil the magic, but rest assured we are going to burn Manderley eight times a week.
Was jetzt noch fehlt? Ganz klar: Während der Previews müssen sich ein paar Statisten oder sonstwer ein paar Haxen brechen, ein paar Mal muss der Feueralarm losgehen - wie beim lieben Spider Man! Promotion ist alles, und die Stiege, die Stiege, sie ist so wichtig! Denn, und das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche, der Musik werden sich die Broadwaykritiker noch genug widmen.
Martin Bruny am Sonntag, den
10. Juli 2011 um 20:09 · gespeichert in Musical, Broadway
Das Fass brachte wohl Bono von U2 zum Überlaufen, als er seine Flugshow “Spider Man: Turn Off the Dark” mit der Genrebezeichnung “Pop-Art opera” etikettierte. Seitdem reißen die Diskussionen in amerikanischen Foren nicht ab und auch die New York Times widmet dem Thema unter dem Titel “Opera? Musical? Please Respect the Difference” einen Artikel. Nachzulesen –> hier.
Martin Bruny am Samstag, den
25. Juni 2011 um 11:33 · gespeichert in West End, Musical, Broadway
Ein (relativ gesehen) Flop erhält am Broadway eine neue Möglichkeit, zu zeigen, ob er sein Publikum findet. Andrew Lloyd Webber bringt sein Musical “Love Never Dies” nach New York, und auch gleich noch seine Version des “Wizard of Oz”. Die Zeitpläne dafür sind noch offen. [express.co.uk]
Martin Bruny am Donnerstag, den
23. Juni 2011 um 18:41 · gespeichert in Musical, Broadway
Er muss ein Optimist sein, und er muss Mut haben. Frank Wildhorn ist noch lange nicht fertig mit dem Broadway. Eben noch mit “Wonderland” am Great White Way versandet, wird noch im Herbst sein Musical “Bonnie & Clyde” am Broadway starten.
Das Buch der Show rund um das kultige Gaunerpärchen stammt von Ivan Menchell, die Texte von Don Black. Mit den Previews beginnt man am 4. November und für 1. Dezember 2011 ist die Premiere am Gerald Schoenfeld Theater angesetzt.
In den Hauptrollen: Laura Osnes («Anything Goesâ€) als Bonnie und Jeremy Jordan («Rock of Ages,†«West Side Storyâ€) als Clyde. Jeff Calhoun hat die Regie übernommen.
Martin Bruny am Samstag, den
18. Juni 2011 um 09:41 · gespeichert in Musical, Broadway
Um rund 900 Dollar werden Sitzplätze (pro Ticket) des Musicals “The Book of Mormon” derzeit auf eBay gehandelt. Doch auch, wenn man ein Ticket bei einem Ticketunternehmen wie Telecharge bestellt, hat man mit einigem zu rechnen. Man hat genaugenommen inklusive aller Gebühren derzeit für einen sehr guten Platz 487,25 Dollar zu bezahlen. Das übertrifft jene 480 Dollar, die man 2001 für “The Producers” in dieser Kategorie zahlen musste, auch wenn jene 480 Dollar des Jahres 2001 inflationsbereinigt heutzutage 612 Dollar wären.
Weitere Zahlenspielchen sind auf bloomberg.com zu finden –> hier.