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Archiv - West End

“Ghost - the Musical” 2012 in New York? – “Romance can be a powerful hook on Broadway”

Der neue West-End-Hit “Ghost - the Musical” könnte schon bald seine Broadway-Premiere feiern. Bereits für April 2012 soll ein Start im Gespräch sein, das schreibt die New York Post.

Anfang der Woche gingen indes für die Produktion am West End weitere 350.000 Tickets in den Verkauf – bis Oktober 2012 kann man sich nun bereits Eintrittskarten sichern.

Michael Riedel von der New York Post sieht für eine mögliche Broadway-Premiere von “Ghost” gute Chancen, da die neuen Shows der neuen Saison den gestrengen Kritiker nicht gerade vom Sockel reißen. Blockbuster vermag er unter “Lysistrata Jones”, “Nice Work If You Can Get It” und Frank Wildhorns “Bonnie & Clyde” keinen auszumachen. Das neue Frank-Wildhorn-Musical, so Riedel, habe zwar einige gute Lieder, aber:

“… it’s a Frank Wildhorn musical, and that means the critics will arrive with switchblades.”

Lustig ist er ja schon, denn das schärfste Messer hat Herr Riedel ja immer als Erster in der Hand.

Seine Analyse weiter:

If you’re a canny producer with a new musical ready to go, now’s the time to take advantage of a weak field. And that’s just what the people behind “Ghost,” which opened in London last month, are looking to do. They’ve met quietly with New York theater owners and, sources say, will try to get the show here in April, just before the Tony Awards cutoff.
Based on the hit 1990 movie starring Demi Moore, Patrick Swayzeand Whoopi Goldberg, what “Ghost” has going for it is its director, Matthew Warchus, who’s been racking up a lot of winners — “The Norman Conquests,” “God of Carnage,” “Boeing-Boeing.”
His slick production of “Ghost” features cutting-edge videos and projections of New York in the ’90s — the subway, Wall Street, Times Square. The opening-night crowd was also impressed with his sleight-of-hand staging of ghostly comings and goings.
The musical closely tracks the movie, telling the story of a psychic who reunites an artist with her murdered boyfriend.
Still, the romantic story at the center of “Ghost” is potent, and as popular hits such as “Aida” and “The Phantom of the Opera” have shown, romance can be a powerful hook on Broadway.

Links
New York Post: NY could be “Ghost” town

Was kostet ein Musical - am Broadway, in Deutschland und in Wien?

Am Londoner West End läuft derzeit und noch bis zum 20. August 2011 Harold Pinters Schauspiel “Betrug” (”Betrayal”) aus dem Jahre 1978 – ein Revival, das auch 2011 zum Hit wurde. Die Produktionskosten beziffert Produzentin Sonia Friedman mit 350.000 Pfund (rund 565.000 Dollar). Dazu kommen rund 65.000 Pfund (105.000 Dollar) an laufend anfallenden Kosten pro Woche.

Ein Hit am West End landet nicht gar so selten am Broadway, auch Sonia Friedman hat diesbezügliche Pläne gemacht. Die Produktionskosten am Broadway allerdings würden für dasselbe Stück in derselben Besetzung (Filmstar Kristin Scott Thomas) 2,8 Millionen Dollar kosten sowie zusätzlich 260.000 Dollar laufend anfallende Kosten pro Woche.

Friedman dazu:

“Betrayal” is easily turning a profit in London. But on Broadway these days, even with a movie star, it’s very hard to survive.

Natürlich sind die teilweise hohen Ticketpreise am Broadway teilweise auf die hohen Produktionskosten zurückzuführen (manchmal freilich auch auf reine Gier), aber auch die hohen Ticketpreise ermöglichen es nur 20 bis 30 Prozent der Broadwayproduktionen, gewinnbringend zu spielen.

Schauspielstücke am Broadway kosten ein Minimum von 2,5 Millionen Dollar – Musicals sind teurer. In “Next to Normal” mussten 4 Millionen Dollar investiert werden, “The Book of Mormon” verschlang 9 Millionen. Doch damit ist noch nicht die Spitze erreicht. In “Shrek” packte Dreamworks satte 25 Millionen Dollar, und “Spider Man: Turn Off the Dark” verheizte 75 Millionen Dollar.

Auch Michael Kunze hat sich heute Gedanken über Produktionskosten und Ticketpreise gemacht. Auf seiner Site schreibt er unter anderem:

Gäbe es für das Musical eine entsprechende Subvention, würde ein Ticket nicht mehr als 25-45 Euro kosten. [Michael Kunze, Storyarchitekt]

Man darf annehmen, dass die Vereinigten Bühnen Wien “entsprechend” subventioniert werden. Dennoch sind sie von den 40 Euro nicht nur weit entfernt, nein, sie entfernen sich auch zunehmend von diesem Betrag. Sie entfernen sich nicht nur an der Spitze, bei den höchsten Eintrittspreisen, nein, was noch viel negativer einzuschätzen ist, sie heben die Eintrittsschwelle ins Theater laufend an, und Preiserhöhungen im billigsten Segment haben die größten Auswirkungen.

25 bis 40 Euro also, das wäre nett, aber klar, die VBW haben ja viel Personal, das bezahlt werden muss, beispielsweise eine Rechtsabteilung. Vielleicht wird einfach zu viel Zeit damit verbracht, kleine Blasmusikkapellen, die die Stärke einer liebenden Frau in einem Ballsaal rausblasen wollen, mit Klagen zu bedrohen, statt darüber nachzudenken, wie man die Explosion der Ticketpreise verhindern könnte.

Links
- Michael Kunze: Storyarchitekt
- The New York Times: The Staggering Cost of Broadway

Believe in “Ghost the Musical”

Links
- TimeOut London: A new West End hit has landed
- remotegoat.co.uk: “You Take It With You”
- ShowandStay: Reviewed: Ghost The Musical at the Piccadilly Theatre
- theStage: Ghost the Musical
- The Telegraph: Ghost: the Musical, Piccadilly Theatre, review
- The JC.com: Eerily good
- Bloomberg: Gospel-Belting Psychic Channels Dead Hunk, Seeks Killer in ‘Ghost’: Review
- YouTube: Richard Fleeshman Interview - Ghost the Musical - Piccadilly Theatre
- reelkandi.tv: Opening Night
- niklasbloggt: Ghost the Musical

Andrew Lloyd Webber: Finger weg von seinen eigenen Musicals

In einem Interview mit der New York Times kündigt Komponist Andrew Lloyd Webber an, auf absehbare Zeit die Finger vom Produzieren seiner eigenen Shows zu lassen. Wieso?

Einer der Gründe ist der Londoner “Love Never Dies”-Flop, während die in Melbourne produzierte Version um vieles besser aufgenommen wurde. Als Anweisung von Webber an den Regisseur der Version von Melbourne, Simon Phillips, gabs vom Meister ein knappes:

That’s the score, do what you can.

Ein anderer Grund, mit der Produktion eigener Musicals nichts mehr zu tun haben zu wollen: das Revival von “Jesus Christ Superstar” beim Stratford Shakespeare Festival in Ontario. Webber findet diese Produktion großartig und hofft, dass sie auch am Broadway realisiert werden kann - aber nicht von ihm selbst als Produzent.

Angesichts dieser beiden Versionen seiner Shows, mit deren Produktion der Komponist nichts zu tun hatte, meint er:

So I’ve now decided what I might do is to have nothing to do with my shows for the foreseeable future, which is probably a very sound idea. […] I’ve come to this new conclusion. I’ll just smile and turn up at opening nights.”

Mehr über Webbers nächste Pläne im Interview mit der New York Times –> hier.

Andrew Lloyd Webber veröffentlicht “Love Never Dies” auf DVD

Andrew Lloyd Webber plant, seine Show “Love Never Dies” auf DVD zu veröffentlichen. Welche Version der Show, ob jene von London, oder jene von Melbourne, gefilmt wird, steht noch nicht fest. [Playbill]

Spider Man 2 - das Geheimnis von Manderley

“Rebecca”, das Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, wird im Frühjahr 2012 am Broadway Premiere feiern. Wunderbar! Sogar der New York Times war die Story ne Schlagzeile wert, und zwar die Geschichte der 4-Millionen-Dollar-Treppe - wurde doch, wie die New York Times schreibt, die Produktion von “Rebecca” am Broadway vor allem durch den Verzicht auf die sagenumwobene Treppe in diesem Mystery-Musical erst möglich:

A $16 million musical production of “Rebecca,” based on the classic 1938 novel by Daphne du Maurier, has been scaled down to a budget of about $12 million — largely thanks to the loss of a collapsing staircase special effect — and is now on track for Broadway, the producers announced on Tuesday. Preview performances at a Shubert theater still to be named are scheduled to begin March 27, 2012, with an opening night set for April 22.

Was ranken sich nicht für Geschichten um diese Treppe. Angeblich war eine Produktion in London nicht möglich, weil sämtliche Unterbühnen am West End nicht tief genug sind. Würde man sie tiefer bohren, wer weiß, vielleicht überflutete man dann glatt das kleine Inselchen.

Aber Gott sei Dank, Ben Sprecher hat für die Broadway-Produktion nun eine perfekte Lösung:

It would have been a phenomenal special effect, but it kept proving to be a gigantic and costly obstacle. But we’ll still have a large revolving staircase, and we’ll still have a fire unlike any Broadway has ever seen.

Drei Jahre hätten er und seine Kollegen mit den Feuerwehrkommandos New Yorks gesprochen, um ein paar der Bühnendarsteller und natürlich MANDERLEY in der Schlusszene effektvoll abfackeln zu können, aber:

We don’t want to say too much so we don’t spoil the magic, but rest assured we are going to burn Manderley eight times a week.

Was jetzt noch fehlt? Ganz klar: Während der Previews müssen sich ein paar Statisten oder sonstwer ein paar Haxen brechen, ein paar Mal muss der Feueralarm losgehen - wie beim lieben Spider Man! Promotion ist alles, und die Stiege, die Stiege, sie ist so wichtig! Denn, und das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche, der Musik werden sich die Broadwaykritiker noch genug widmen.

Links
- The New York Times: Rebecca’ to Sing, Manderley to Burn on Broadway
- The Washington Post: Musical based on the Gothic love story ‘Rebecca’ is heading to Broadway next March
- musicalvienna.at: 2012 Broadway-Premiere für VBW-Musicalexport REBECCA
- orf.at: Musical „Rebecca“ geht 2012 an den Broadway
- Kleine Zeitung: “Rebecca” geht 2012 an den Broadway
- ots.at: 2012 Broadway-Premiere für VBW-Musicalexport REBECCA
- Wirtschaftsblatt: “Rebecca” geht 2012 an den Broadway
- Die Presse: “Rebecca”: Wiener Musical startet 2012 am Broadway
- Kurier: “Rebecca” geht 2012 an den Broadway
- live-pr: 2012 Broadway-Premiere für VBW-Musicalexport REBECCA
- gmx.net: “Rebecca” geht 2012 an den Broadway
- wienholding: Broadway-Premiere für „Rebecca“

“Ghost - The Musical”: Cast-CD bis Freitag als Gratis-Stream auf Facebook

Bis Freitag kann man die gesamte Cast-CD des neuen West-End-Musicals “Ghost” auf Facebook als Gratis-Stream hören. Perfekte Werbung? Ja! Anspieltipps: Tracks 10, 11 und 18.

Link
- Ghost - The Musical @Facebook

Webber bringt Love und Oz an den Broadway

Ein (relativ gesehen) Flop erhält am Broadway eine neue Möglichkeit, zu zeigen, ob er sein Publikum findet. Andrew Lloyd Webber bringt sein Musical “Love Never Dies” nach New York, und auch gleich noch seine Version des “Wizard of Oz”. Die Zeitpläne dafür sind noch offen. [express.co.uk]

Love finally dies

Tatsachen muss man ins Auge sehen. Andrew Lloyd Webbers Musical “Love never dies” geht recht frühzeitig den Weg aller Musicals. Am 27. August 2011 fällt der letzte Vorhang in Londons Adelphi Theatre. Nähere Infos dazu –> hier.

“The Postman and the Poet” - Live @London mit Ethan Freeman

Das neue englische Musical “The Postman and the Poet”, basierend auf dem Roman, nach dem der italienische Film “Il Postino” entstanden ist, wird am 27. und 28. Juni 2011 in einer gekürzten Fassung in London (Angel Studios, 311-312 Upper Street, Islington, London N1 2TU) vor geladenem Publikum aufgeführt und von JAY Productions Ltd. für eine CD-Veröffentlichung aufgezeichnet.

Es spielt das National Symphony Orchestra unter der Leitung von Craig Barna. In den Rollen zu sehen:

Pablo Neruda, the Poet: Ethan Freeman
Matilde, Neruda’s wife: Clare Burt
Mario Jimenez, the Postman: Simon Thomas
Jose Jiminez, Mario’s father: Stuart Pendred
Beatriz Gonzalez: Joanna Ampil
Rosa Gonzalez, Beatriz’s mother: Siobhan McCarthy
Labbe, the Political deputy: Hal Fowler
Cosme, the Postmaster: Graham Bickley
Father Zulueta, the Priest: Arvid Larsen

Women of Isla Negra:
Guilietta: Robyn North
Carmen: Jennifer Hepburn
Raffaela: Madalena Alberto
Dolores: Sarah Lark
Francesca: Aimie Atkinson
Maria: Rosa O’Reilly

Fishermen:
Antonio: Ben Watson
Paco: Paul Betts
Miguel: Adam Ellis
Tomas: Robin Chalk
Paolo: Stephen Carlile
Fernando: Matt Harrop

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