Archiv - Musical
Martin Bruny am Samstag, den
26. August 2006 um 22:45 · gespeichert in Musical
“Der Meister und Margarita” aus der Feder von Michail Afanasjewitsch Bulgakow, das ist der Stoff, aus dem Musicals gemacht werden können, denkt sich Andrew Lloyd Webber.
Den Inhalt des 510 Seiten starken Romans könnte man in wenigen Worten so zusammenfassen: “Der Teufel persönlich stürzt Moskau in ein Chaos aus Hypnose, Spuk und Zerstörung. Die Heimsuchung für Heuchelei und Korruption trifft alle - ausgenommen zwei Gerechte … Bulgakows Hauptwerk ist, in der Tradition von Goethes “Faust”, Dostojewskis “Die Brüder Karamasow” und Thomas Manns “Doktor Faustus” längst ein Klassiker der literarischen Moderne.”
Lloyd Webber: “After six months of agonising about what I should write next I am going to attempt the impossible. I am going to see if I can turn Mikhail Bulgakov’s extraordinary novel The Master and Margarita into a stage musical or, more probably, an opera … I know it has been done many times before but never, that I am aware of completely in music … I am very aware that this will be almost certainly the most ambitious undertaking I have ever embarked upon. It will therefore almost certainly falter and will depend on who my collaborators are. At the moment I have not approached anyone.”
Martin Bruny am Samstag, den
26. August 2006 um 22:42 · gespeichert in Musical, Tonträger
Nach 6.137 Vorstellungen war für “A Chorus Line” am 28. April 1990 am Broadway Schluss. Seit der Premiere am 21. Mai 1975 war die Show zum Lebens-Soundtrack schlechthin für angehende Musicaldarsteller geworden, lange Zeit war das Musical von Michael Bennett (Choreographie/Regie), James Kirkwood/Nicholas Dante (Buch), Marvin Hamlisch (Musik) und Edward Kleban (Texte) die am längsten am Broadway laufende Produktion - bis “Cats”, “The Phantom of the Opera” und “Les Misà©rables” kamen und “A Chorus Line” auf den vierten Rang verwiesen. Freilich ist “A Chorus Line” nach wie vor das am längsten am Broadway laufende “American Musical”.
2006 kommt Marvin Hamlischs Kultmusical zurück. Derzeit laufen die Try-outs in San Francisco, Broadway-Premiere ist am 18. September 2006.
Bereits im August fanden im Skywalker Sound Studio in Marin County, Kalifornien, die Aufnahmen zur Cast-CD statt. Ein Bonus-Track, “The Overture That Never Was”, interpretiert von Marvin Hamlisch an zwei Pianos, sowie die bisher nicht aufgenommene Nummer “And” werden exklusiv bei iTunes als Download erhältlich sein. “A Chorus Line - The New Broadway Cast Recording” wird von Davis Caddick, Marvin Hamlisch und Jonathan Tunick für Masterworks Broadway produziert und ist ab 3. Oktober erhältlich.
Einen kleinen Filmbericht über die Aufnahmesessions bietet Broadway.com.
Martin Bruny am Mittwoch, den
23. August 2006 um 22:46 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger
Am Mittwoch (23. August 2006) strahlt der TV-Sender ATV einen Bericht über die Studioaufnahme der englischsprachigen Vorab-Single für das neue Levay/Kunze-Musical “Rebecca” aus. Interpretiert wird das Lied von Disco-Queen Gloria Gaynor. Zu sehen ab 19:45 Uhr in Hi Society.
Martin Bruny am Montag, den
14. August 2006 um 22:50 · gespeichert in Musical
Digitale Downloads sind unter Musicalliebhabern eher umstritten. Zu schlecht sei die Qualität der angebotenen Files, zu viel Information gehe verloren, wenn man keine Booklets zur Verfügung hat.
Wie auch immer, dieser Tage schlossen Universal Music und Andrew Lloyd Webbers Really Useful Group einen Deal über 10 Millionen Pfund ab. Man einigte sich darauf, dass Universal den gesamten Songkatalog des Komponisten digital verwerten darf. Ein Argument, das ins Treffen geführt wird: Nun können auch die unzähligen “heimlichen” Fans von Sir Andrew zuschlagen. Die Armen hätten bisher bittere Entbehrung leiden müssen, weil ein Nachfragen in einem Plattengeschäft nach “Cats” oder “Joseph” - nein, also das wäre für sie unheimlich peinlich gewesen. Dank Universal können sie sich nun im geschützten Bereich ihrer Wohnung klammheimlich Webbertunes auf ihren iPod runterladen.
Im Programm von Universals digitaler Musicalinitiative werden auch Ringtones & Realtones sein, der größte Nepp seit der Erfindung von Mobiltelefonen. Ein Realtone wird 1,50 Pfund kosten. In Zukunft werden also die Anonymen Webbersüchtigen ein Massenouting initiieren können, mit dem Phantom der Oper, einer mieselsüchtigen Katze oder wem auch immer - und wo auch immer, in der U-Bahn, der Schnellbahn, beim McDoof oder an anderen öffentlichen Orten. Lloyd Webber immer und überall, danke Universal!
Martin Bruny am Sonntag, den
13. August 2006 um 22:56 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger

So wie bereits bei “Romeo & Julia” wird es auch für das Musical Rebecca vorab eine englischsprachige radiotaugliche Single geben, mit der die Vereinigten Bühnen Wien die neue Sylvester Levay/Michael Kunze-Show in die Charts pushen wollen. Interpretiert wird die Vorab-Single von der “Queen of Disco” Gloria Gaynor, die mit Hymnen wie “I will survive” oder “I am what I am” in die Musikgeschichte eingegangen ist.
Gloria Gaynor wird Ende August in einem New Yorker Studio “The Power of a Woman in Love”, die englische Version von “Die Stärke einer liebenden Frau”, aufnehmen.
Martin Bruny am Dienstag, den
8. August 2006 um 23:15 · gespeichert in Musical, Wien

Wenn Musicalstars Solokonzerte geben, kann man nie wissen. Einige meinen außerhalb ihres gewohnten künstlerischen Wirkungsfelds beweisen zu müssen, wie mies doch eigentlich Musicals sind, wie schlecht die letzte Show war, in der sie gespielt haben und wie viel lieber sie doch weiß der Geier was singen, sei es Jazz, Rock, Soul, Blues, Samba oder selbstgestrickte Liederware von der Stange, egal, nur bitte keine Musicals. Dann ruft ihr Agent an, und husch husch sieht man sie wieder in der jüngst erst verschmähten Rolle. Man mag sich fragen, wie sehr muss der/die Ärmste doch leiden, aber so ist das eben. Nun, über Musicals zieht Maya Hakvoort in ihrer Soloshow “Maya goes solo”, mit der sie derzeit durch Österreich und Deutschland tourt, keineswegs her, doch dann gibt es da diesen einen Moment - aber dazu später.
Die Musicals, in denen Maya Hakvoort in den letzten Jahren zu sehen war, sind die schlechtesten nicht: “Elisabeth”, “Jekyll & Hyde”, “Les Misà©rables”, “Die drei Musketiere”, “Chicago”, “Blutsbrüder”, “Aspects of love”, “There’s no Business like Showbusiness”, “Gaudi”, “Catherine” und “Evita”.
Am Silvestertag des Jahres 2004 startete die Künstlerin im Theater an der Wien ihre Solo-Karriere - eine Schiene, die sie seit der Derniere von “Elisabeth” Ende 2005 forciert. Mitte 2005 ist ein Livemitschnitt des Silvesterkonzerts im Theater an der Wien unter dem Titel “Maya goes solo” als CD erschienen.
Zoomen wir uns ins Wiener Theater Metropol, wir schreiben den 29. April 2006. Der Saal ist praktisch ausverkauft. Das Konzert beginnt mit einer Lautsprecherdurchsage: “Meine Damen und Herren, Ladies and Gentlemen, Mesdames et Messieurs, bitte begrüßen Sie mit mir Aaron Wonesch am Klavier und die wunnnderbaaare Maya Hakvoort.” Es ist die Stimme von Dennis Kozeluh, als “Konserve” - bei aller Liebe, wer lässt sich per Konserve als “wunderbar” ankündigen? Das ist ein stimmungsmäßiges No-no. Ich kann mir viele Intros vorstellen, aber per lobhudelnder Konserve?
“Maya goes solo” ist eine Art von Biographical. Die Künstlerin plaudert über einige Stationen in ihrem Leben, über ihre Familie, ihre Leidenschaften, dazwischen eingestreut interpretiert sie thematisch passende Lieder, beispielsweise widmet sie “Papa can you hear me” (”Yentl”; Michel Legrand/Alan & Marilyn Bergman) ihrem Vater. Maya Hakvoorts Stärke sind die Wohlfühlballaden, nicht die “Bigger than Life-Ballads” mit Mörderfinish, sondern Lieder, die zum Träumen einladen, Songs, die keiner extremen Vokalakrobatik bedürfen, die durch eine perfekte Symbiose von metaphernreichem Text, verträumter Musik, wohltuender Stimme und Piano (musikalischer Showbegleiter: der famose Aaron Wonesch am Klavier) strahlen, Songs wie beispielsweise Claire Hamills “You take me breath away”, eines der Highlights des Abends, oder “Sweet life/It’s a long way up” - Kompositionen von Barry Manilow, die er anlässlich seiner legendären Showserie “Barry Manilow Live On Broadway” als Medley aufgenommen hat - Lieder, die auf Mayas CD nicht zu hören sind, die man sich live dann doch nicht entgehen lassen sollte. Maya Hakvoorts Songauswahl an sich ist zum Teil tatsächlich wunderbar. Lieder von Jason Robert Brown (”Stars and the moon”) verzaubern immer, mit Burt Bacharach (”Wives and Lovers”) kann nicht viel schiefgehen, auch Jonathan Larsons “Seasons of love” oder Stephen Sondheims “Our time” sind perfekt für das Hakvoortsche Verzauberungspotential. Sehr schön ihr “Gold von den Sternen” (Levay/Kunze), weniger geglückt dann Versuche, mit brasilianischem Flair (Bossa-Nova-Medley) Schwung in die Bude zu bringen sowie Mördershowstopper wie “Don’t rain on my parade” oder “Defying Gravity” in das Haakvoortsche Interpretationspotential einzutunen. Aber die Künstlerin hat für diese Songs und auch beispielsweise für jazzige Titel eine Leidenschaft, und so ist es letztendlich durchaus interessant, ihre Versionen dieser Songs mal zu hören.
Es gibt einen Moment, ganz spät in der Show, schon im Zugabenteil, da singt der Musicalstar doch noch jenes Lied, das, ob sie es will oder nicht, ihr Lebenslied ist: “Ich gehör nur mir”. Es ist ein Zauber, der von der Kombination Lied/Interpretin ausgeht. Wenn “die Hakvoort” “Ich gehör nur mir” singt, dann klickt es. Ihre Fans geraten außer Rand und Band, sind kaum mehr zu bändigen. Fast hat man jedoch den Eindruck, Hakvoort ist nur mehr eine Kaiserin wider Willen. Im Mittelteil des Songs persifliert sie die schauspielerische Leistung, mit der sie dem Instrumentalteil vor dem Finish so viel an Intensität verliehen hat. Denn seien wir uns ehrlich, Maya Hakvoort punktete nie mit einem grandiosen Schlusston, wie etwa Pia Douwes, bei ihr war es die Gesamtperformance von “Ich gehör nur mir”, die immer stimmig, intensiv und berührend war. In ihrer Soloshow nun macht sie sich darüber lustig: “Da lieg ich dann am Boden, und weine. Und alle denken: wie dramatisch, wie dramatisch. Das brauch ich alles nicht mehr machen, weil ich gar keine Flügel mehr hab” - zwei, drei Lacher, kippt die Stimmung? Nein, auf die Fans ist Verlass, ein gutes Finish und der Saal tobt wieder. Ein Lied wie “Ich gehör nur mir”, das Publikum und Künstler aufs Engste aneinander bindet, per Persiflage abzumurksen, das hat auch Tradition unter Musicalstars, ich erinnere an Bruno Grassini und Thomas Borchert. Es ist aber ein Zeichen großer Entertainer, dem Publikum das zu geben, was es mit den “Hits” verbindet, vielleicht wird auch Maya Hakvoort das einmal noch stärker berücksichtigen. Mit “Ich gehör nur mir” hat sie einen Song an der Hand, den man so leicht als Trademark verwenden könnte. Instrumental beispielsweise als Auftritts- und Abgangslied, ohne auf peinliche Konserven zurückgreifen zu müssen, während der Show als unvergessliches Highlight. Es hilft nichts, dieses Lied nicht zu singen oder stimmungsmäßig zu meucheln, genausowenig wie ein Barry Manilow “I write the songs” seinem Publikum vorenthalten würde, egal, ob er es nun zum 100.000. Mal oder 200.000. Mal singt.
“Maya goes solo” ist, bei aller Kritik, eine unterhaltsame Show des sympathischen “Elisabeth”-Stars, mit vielen Highlights. Und wer weiß, vielleicht wird sie ihre Schatten los und schafft es demnächst wieder “Ich gehör nur mir” so zu singen, dass man den Song auch tatsächlich genießen kann.
Martin Bruny am Freitag, den
4. August 2006 um 23:20 · gespeichert in Musical, Broadway
Auf Stippvisite im New Yorker Zipper Theatre beim Off-Broadway-Revival von “Jacques Brel is Alive and Well and Living in Paris” war Broadway.com am 24. Juli 2006. Stars wie Robert Cuccioli, Natascia Diaz, Gay Marshall und Drew Sarich live auf der Bühne und in Interviews zu sehen: hier
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. August 2006 um 23:38 · gespeichert in Netz, Musical, Tonträger
Komponist Alan Menken, 8-facher Oscar-Preisträger für Filme wie “Hercules”, “Arielle, die Meerjungfrau”, “Die Schöne und das Biest”, “Aladdin”, “Pocahontas” oder “Der Glöckner von Notre Dame”, bietet auf seiner Homepage ein häufig wechselndes Angebot an Gratisdownloads aus seinem Backkatalog an - rare, begehrte Songs, beispielsweise CDs, die längst vergriffen sind und auf absehbare Zeit nicht mehr veröffentlicht werden, aber auch Demo-CDs, Filmclips, Sheet Music und und und. Derzeit im Angebot unter anderem Demo-Songs von “The Hunchback of Notre Dame”.
Alan Menken schenkt damit nicht nur seinen Fans etwas, sondern sorgt auch dafür, dass man seine Site immer wieder gerne besucht. Bravo.
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. August 2006 um 23:34 · gespeichert in West End, Musical
Wenn es nach Andrew Lloyd Webber geht, muss sich am Londoner West End in den nächsten fünf Jahren einiges ändern. Er selbst habe kein großes Bedürfnis, ein neues Musical zu schreiben, meint der Komponist in einem Interview. Das moderne Musical, so Webber, sei in den letzten Jahren zur reinen Feel-good-Show verkommen. Ein interessantes neues Musical? Webber fällt da keines ein: “Nur drei Produktionen machen am West End Gewinn: ‘Billy Elliot’, ‘The Phantom of the Opera’ und ‘The Lion King’. Einige Shows fahren einen wöchentlichen Verlust von 100.000 Pfund ein.”
Andrew Lloyd Webber jedenfalls geht auf Nummer Sicher und investiert vorerst mal in Bekanntes: “The Sound of Music” feiert seine West-End-Premiere im Herbst.[Originalartikel]
Martin Bruny am Sonntag, den
30. Juli 2006 um 01:10 · gespeichert in Netz, Musical

Es gibt einige “Star Wars”-Musicals da draußen im Universum, sagt man. Wenn man die Quellen im Internet dann recherchiert, landet man auf toten Planeten oder im Narrenhaus. Aber halt, es gibt doch ein “wirkliches” Star Wars-Musical. Aufgeführt wurde es zwar noch nie, aber wer Lust hat, kann sich eine Demo-CD (als ZIP-File) gratis aus dem Netz runterladen. Was gibt es noch? Beispielsweise einen Filmclip, der von der Titelnummer “One Season More” produziert wurde und bei den Star Wars Fan Film Awards den ersten Preis gewonnen hat. Fanart der etwas ulkigeren Art.
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