Martin Bruny am Samstag, den
4. Juni 2011 um 02:37 · gespeichert in Musical, Absurditäten
Am 28. Juli 2011 feiert am Landestheater Linz Frank Wildhorns Musical “Jekyll & Hyde” Premiere. Die Tickets dafür sind seit langer Zeit im Verkauf, wer allerdings in dieser oberösterreichischen Erstproduktion auf der Bühne steht? Das scheint niemand zu wissen. Auf der Website des Theaters steht zu lesen:
Und das Musicalfieber geht weiter: Am 28. Juli hebt sich der Vorhang des Großen Hauses für die heimische Musicalproduktion und oberösterreichische Erstproduktion Jekyll & Hyde. Erstmalig kommt es zu einer Zusammenarbeit der OÖ Kultureinrichtungen – Landestheater Linz, Landesmusikschulwerk, Landesmusikdirektion, Anton Bruckner Privatuniversität und MTA (Musical-Theatre Academy). An 16 Abenden wird der gruselige und melodiöse Thriller-Spaß mit arrivierten Solisten und heimischen Publikumslieblingen für wohlige Schauer sorgen.
Wenn Linz tatsächlich demnächst als “Musicalmetropole” durchstarten will, wird man noch ein wenig an der Vermarktung der Shows arbeiten müssen.
Martin Bruny am Samstag, den
4. Juni 2011 um 00:27 · gespeichert in Musical, Deutschland
Gar nicht begeistert zeigt sich die katholische Kirche vom Musical “Die Päpstin”, das am 3. Juni seine Uraufführung feierte. Der Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, seines Zeichens Ritter des Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, meint zur Show:
Ich bin mir sicher: Wo der Glaube an den Erlöser und Heiland ein Menschenleben nicht mehr prägt, stehen dem Aberglauben Tür und Tor offen. Das war im 8. Jahrhundert, zur Zeit des Bonifatius, so, das gilt heutzutage, wo viel Absurdes für wahr gehalten wird. Als Beispiel nenne ich den Roman »Die Päpstin« von Donna Cross, der 1996 die Bestsellerlisten stürmte, ebenso auch die Romanverfilmung von 2009. Eine Frau auf dem Stuhl Petri – Wirklichkeit oder banales Märchen?
Die heutige Geschichtswissenschaft ist eindeutig: Es gibt keinen, wirklich überhaupt keinen Beweis für die Existenz einer Päpstin Johanna. Alles ist reine Fiktion und beruht auf Legenden. Im Gegenteil: Die seriöse Geschichtswissenschaft hat den Fall der Päpstin längst zu den Akten gelegt. Gleichwohl wird dieses Märchen immer wieder aufgekocht und geglaubt. Wenn daher am 3. Juni, bezeichnenderweise sozusagen am Vorabend des Bonifatiusfestes, im Fuldaer Schlosstheater das Musical »Die Päpstin« zur Uraufführung kommt, ist das ein weiterer Mosaikstein einer frivolen Fiktion.
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. Juni 2011 um 23:44 · gespeichert in Musical
Er lässt sich nicht entmutigen, das ist schon mal ein guter Zug. Was wurde nicht alles gemeckert ob der gesanglichen Leistung von Nick Jonas bei der “Les Mis”-Megafeier in London vor ein paar Monaten. Man bemängelte den großen Unterschied in der “stimmlichen Qualität” im Vergleich zum Rest der Jubiläums-Cast. Doch wie heißt es so schön nach Frau Lichter: Opfere einen Ton für eine Emotion.
Die Produzenten der Show wussten, wen sie engagiert hatten, sie wussten, was sie für eine Stimme in der Rolle wollten, und es war, letztendlich, eine gute Wahl. Natürlich, man kann auch einen Opernsänger nehmen, keine Frage, am besten noch einen 37-jährigen Heldentenor, der sich dann bei “A Little Fall of Rain” hinstelzt und seiner Bühnenpartnerin das Lebenslicht ausbrüllt. Geht auch, kommt nicht selten vor. Immer wieder sieht man die klassischen jugendlichen Liebhaber mit Sängern besetzt, die sich auf ihre Stimme verlassen und über absolut Null Ausstrahlung verfügen, die einen Ausdruck haben, als würden sie ihren Text von rechts unten nach links oben singen, ohne erkennen zu lassen, was eine Szene eigentlich bedeutet.
Wie auch immer, der achtzehnjährige Nick Jonas hat also wieder mal eine Rolle in einem Musical angenommen. Von 5. bis 7. August 2011 wird “Hairspray” in der Hollywood Bowl laufen, und er ist als Link Larkin mit dabei. An seiner Seite: Corbin Bleu, Harvey Fierstein, Marissa Jaret Winokur, Drew Carey, John Stamos und viele andere.
Jerry Mitchell übernimmt, wie bereits bei der Broadway-Produktion, die Choreographie, und führt Regie.
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. Juni 2011 um 20:44 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
14. Januar 2012
19:30
bis
22:30
Die Bühne Baden bringt ab 14. Januar 2012 Cy Colemans (Musik), Neil Simons (Buch) und Dorothy Fields’ (Texte) Musical “Sweet Charity” - die Show mit Hits wie “Hey, Big Spender”, »Rhythm Of Life« oder »If My Friends Could See Me Now«.
1966 und 1967 lief “Sweet Charity” unter der Regie und mit der Choreographie von Bob Fosse am Broadway. 608 Vorstellungen gingen im Palace Theatre über die Bühne, Bob Fosses Arbeit wurde mit einem Tony Award für die beste Choreographie des Jahres belohnt.
Das Musical basiert auf dem Film »Die Nächte der Cabiria« von Federico Fellini. 1969 wurde der Stoff sehr erfolgreich mit Shirley MacLaine, Chita Rivera, Sammy Davis Jr. u. v. a. unter der Regie von Bob Fosse verfilmt.
Inhalt
Im Nachtclub-Milieu unterhält Charity - wie ihre Kolleginnen - solvente Herren als Taxigirl, um nach ihrer Arbeit von einem bürgerlichen Leben und der großen Liebe zu träumen. Doch mit den Männern ist das ein Problem: Der eine hat es auf ihr sauer verdientes Geld abgesehen, der andere macht sie zur Seelentrösterin für eine Nacht, bis sie eines Tages auf den bodenständigen Angestellten Oscar trifft und sich in ihn verliebt. Er liebt sie auch, nur leider hat er eine fixe Idee …
Leading Team
Musik: Cy Coleman
Buch: Neil Simon
Text: Dorothy Fields/Karl Vibach, Marianne Schubart
Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
Inszenierung: Ricarda R. Ludigkeit
Choreografie: Ricarda R. Ludigkeit
Bühnenbild: Sam Madwar
Kostüme: Friederike Friedrich
Besetzung
Ariane Swoboda / Julia Tiecher / Barbara Wanasek / Nina Weiss // Beppo Binder / Ramin Dustdar / Peter Lesiak / Martin Niedermair / Philip Ranson / Marcus Tesch / Timo Verse
Martin Bruny am Samstag, den
28. Mai 2011 um 10:33 · gespeichert in Musical, Broadway
Im März 2011 feierte die Show “Priscilla, Queen of the Desert” im Palace Theatre von New York Premiere. Am vergangenen Donnerstag gingen Broadway-Musiker, organisiert von “Save Live Music on Broadway”, auf die Straße, um gegen die musikalische Umsetzung des “Musicals” zu protestieren. In der Show werden vorgefertigte Aufnahmen mit live gespielter Musik kombiniert.
Zum Fall “Priscilla” meint “Save Live Music on Broadway”:
Now, producers of the recently opened Priscilla Queen of the Desert have actually begun implementing the unthinkable—the producers of Broadway’s Priscilla Queen of the Desert have drastically cut the theatre’s live orchestra, and instead are forcing the remaining musicians to play along with a recording. Needless to say, theatre critics who reviewed the show have been appalled, calling it «synthetic to the core†(Time Out New York); «mechanical and monotonous†and «karaoke-inspired†(The New York Times); «a glossy costume party masquerading as a musical†(New York Daily News); «the songs… blend together into an undifferentiated morass†(everythingmusicals.com); and «an oversized karaoke party†(AM New York). This show deprives the audience of the robust, live musical experience they have every reason to expect.
Die Produzenten von “Priscilla” verstehen die ganze Aufregung natürlich nicht und setzen dem entgegen:
The orchestrations were created more than five years ago and have been performed in productions in Sydney, Aukland, London and Toronto for thousands of performances prior to Broadway. There are elements in the sound of the ‘Priscilla’ score that cannot be recreated by live performance. These are the recorded manipulated sounds that accompany the live musicians who play every performance of the show.
Tim Smith von der “Baltimore Sun” liefert dazu einen sehr passenden Kommentar:
I still haven’t forgotten the experience of seeing the celebrated revival of “South Pacific” at Lincoln Center, where the audience burst into rapturous applause partway through the overture simply because a cover over the pit opened to reveal the sight of an honest-to-goodness, Broadway-sized orchestra — an experience as rare for most of us as obtaining a $500,000 revolving charge account at Tiffany’s.
Martin Bruny am Dienstag, den
24. Mai 2011 um 13:33 · gespeichert in Listen, Musical, Awards
“The Book of Mormon” und “Anything Goes”, das sind die Gewinner der diesjährigen Drama Desk Awards. Beide Shows wurden mit je fünf Preisen ausgezeichnet, darunter mit den wichtigsten: “Outstanding Musical” und “Outstanding Revival of a Musical”.
Abgeschlagen Shows wie “Catch Me if You Can”, “How to Succeed in Business Without Really Trying” oder “Women on the Verge of a Nervous Breakdown”, die jeweils nur einen Preis für sich entscheiden konnten.
Ganz leer ging “Sister Act” aus [auslastungsmäßig liegt “Sister Act” derzeit bei 85,8 Prozent].
Die Liste der Gewinner im Musicalbereich:
The Book of Mormon
- Outstanding Musical
- Outstanding Director of a Musical: Casey Nicholaw, Trey Parke
- Outstanding Music: Trey Parker, Robert Lopez, Matt Stone
- Outstanding Lyrics: Trey Parker, Robert Lopez, Matt Stone
- Outstanding Orchestrations: Larry Hochman, Stephen Oremus
Anything Goes
- Outstanding Revival of a Musical
- Outstanding Actress in a Musical: Sutton Foster
- Outstanding Choreography: Kathleen Marshall
- Outstanding Set Design: Derek McLane
- Outstanding Sound Design in a Musical: Brian Ronan
See Rock City & Other Destinations
- Outstanding Book of a Musical: Adam Mathias
Catch Me if You Can
- Outstanding Actor in a Musical: Norbert Leo Butz
How to Succeed in Business Without Really Trying
- Outstanding Featured Actor in a Musical: John Larroquette
Women on the Verge of a Nervous Breakdown
- Outstanding Featured Actress in a Musical: Laura Benanti
Priscilla Queen of the Desert: The Musical
- Outstanding Costume Design: Tim Chappel, Lizzy Gardiner
Rain: A Tribute to the Beatles on Broadway
- Outstanding Revue
Martin Bruny am Sonntag, den
22. Mai 2011 um 23:40 · gespeichert in Netz, Ausbildung
Informationen über die “Abteilung 10″ der Konservatorium Wien Privatuniversität, also die Schauspiel-Abteilung, bietet die Website konservatorium-schauspiel.at
Zu finden sind Infos über die Studenten der einzelnen Jahrgänge, Absolventen und Lehrende sowie Termine aktueller Veranstaltungen.
Martin Bruny am Sonntag, den
22. Mai 2011 um 23:00 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
13. Juli 2011
19:30
bis
21:30
Wie schön es doch im Märchen sein kann: Der Prinz küsst das Schneewittchen, rettet ihr das Leben, und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute. So romantisch kann die Liebe sein!
Niemand erzählt uns aber, wie es dann weitergeht. Denn nun schlägt sich Schneewittchen mit einer anstrengenden Schwiegermutter herum, fadisiert sich mit einem langweiligen Prinzen und stöhnt unter der Eintönigkeit des Ehealltags. Und so treibt sie die Sehnsucht zurück in den Wald. Dort begegnet sie dem Wolf im Schafspelz, einem verführerischen Fliegenpilz und dem lange herbeigesehnten 8. Zwerg. Und vorbei ist es mit Unschuld und Treue bis in den Tod.
Nach dem »Jedermann in Wien« nimmt das Ensemble von “Stegreif Reloaded” die Grimm´schen Märchen genauer unter die Lupe.
Idee und Bearbeitung: Susanne Draxler, Helmuth Vavra und Berthold Foeger
Kostüm: Beatrice Radlinger
Regieassistenz: Angelina Tichy
Mit Albert ALEL Kessler, Eva D., Petra Kreuzer, Thomas Schreiweis und Valentina Kratochwil
Termine
13. Juli 2011 Premiere
20. Juli 2011
03. August 2011
10. August 2011
17. August 2011
31. August 2011
(Beginn: Jeweils 19:30)