Archiv - Musical
Martin Bruny am Mittwoch, den
19. Mai 2010 um 10:05 · gespeichert in Musical, Broadway
In Magdeburg kann man bekanntlich auf bekannte Namen verzichten, am Broadway wohl nicht. Am 20. Juni laufen die Verträge von Angela Lansbury und Catherine Zeta-Jones für das Broadway-Revival von Stephen Sondheims “A Litte Night Music” aus, und das wars. Die Leading Ladies verlängern nicht, daher fällt im Walter Kerr Theatre der letzte Vorhang - da helfen auch nicht die 4 Nominierungen für die begehrten Tony Awards.
Ursprünglich sollte die Produktion bis Ende August gespielt werden, doch ohne Stars wird in den Statistiken dereinst zu lesen sein: 20 Previews, 217 reguläre Vorstellungen.
Letztlich gilt es, das zahlende Publikum, das vielleicht auch wegen der großen Namen gebucht hat, nicht zu vergraulen.
Link
- The Sun Will Set on Broadway’s A Little Night Music June 20
Martin Bruny am Montag, den
17. Mai 2010 um 20:36 · gespeichert in Musical, Awards
In der sehr schwachen Broadway-Spielzeit 2009/2010 ist es schon ziemlich schwer, “würdige” Gewinner für all die Awards zu finden, die derzeit in der Pipeline der Vergabe harren.
Welche Produktion soll man auszeichnen? Eine Rockshow, die fast ohne Dialoge, praktisch ohne Charakterzeichnung und mit vernachlässigbarer Handlung auskommt wie “American Idiot”? Mit einer Cast-CD, bei der es völlig egal ist, welches Lied man zuerst spielt, weil die Lieder nicht aufeinander aufbauen, nicht zueinander wirklich in Bezug stehen? Eine Show, die so retro ist, dass “Spring Awakening”, das Vorbild in vielen Belangen, fast schon innovativ wirkt? Gab es je dämlichere Tanzsequenzen als jene bei “American Idiot”? Zumindest nicht am Broadway. Oder sollen die Awards an eine Multikulti-Show wie “Fela” gehen, dessen Konzept von Andrà© Heller stammen könnte? Nö, da dann doch an “Memphis”, das einzige Vollblutmusical mit packender Atmosphäre und einer spannenden Cast-CD von David Bryan, dem Keyboarder und Gründungsmitglied von Bon Jovi. Und natürlich an all die wunderbaren Revivals, an denen man so beinhart erkennt, was für große Produktionen am Broadway einmal für Furore gesorgt haben und es nun, erneuert, wieder tun.
Ungefähr so muss die Jury der Outer Critics Circle Awards gedacht haben, denn sie zeichnete “Memphis” mit 4 Awards aus, “La Cage aux Folles” ebenfalls mit 4 Preisen, “Fences” bekam 3 Auszeichnungen und “The Orphans’ Home Cycle” 2. Bei einigen Preisen war eine eindeutige Entscheidung nicht möglich, also wurden je zwei Awards vergeben.
Die Outer Critics Circle Awards 2009/10 (Musical und Sprechtheater) gehen an:
OUTSTANDING NEW BROADWAY PLAY
* Red
OUTSTANDING NEW BROADWAY MUSICAL
* Memphis
OUTSTANDING NEW OFF-BROADWAY PLAY
* The Orphans’ Home Cycle
OUTSTANDING NEW OFF-BROADWAY MUSICAL
* Bloody Bloody Andrew Jackson
* The Scottsboro Boys
OUTSTANDING NEW SCORE (Broadway or Off-Broadway)
* Memphis
OUTSTANDING REVIVAL OF A PLAY (Broadway or Off-Broadway)
* Fences
OUTSTANDING REVIVAL OF A MUSICAL (Broadway or Off-Broadway)
* La Cage aux Folles
OUTSTANDING DIRECTOR OF A PLAY
* Michael Wilson: The Orphans’ Home Cycle
OUTSTANDING DIRECTOR OF A MUSICAL
* Terry Johnson: La Cage aux Folles
OUTSTANDING CHOREOGRAPHER
* Bill T. Jones: Fela!
* Sergio Trujillo: Memphis
OUTSTANDING SET DESIGN (Play or Musical)
* Phelim McDermott & Julian Crouch: The Addams Family
OUTSTANDING COSTUME DESIGN (Play or Musical)
* Matthew Wright: La Cage aux Folles
OUTSTANDING LIGHTING DESIGN (Play or Musical)
* Kevin Adams: American Idiot
OUTSTANDING ACTOR IN A PLAY
* Denzel Washington: Fences
OUTSTANDING ACTRESS IN A PLAY
* Viola Davis: Fences
OUTSTANDING ACTOR IN A MUSICAL
* Douglas Hodge: La Cage aux Folles
OUTSTANDING ACTRESS IN A MUSICAL
* Montego Glover: Memphis
* Catherine Zeta-Jones: A Little Night Music
OUTSTANDING FEATURED ACTOR IN A PLAY
* Jon Michael Hill: Superior Donuts
OUTSTANDING FEATURED ACTRESS IN A PLAY
* Jan Maxwell: Lend Me a Tenor
OUTSTANDING FEATURED ACTOR IN A MUSICAL
* Levi Kreis: Million Dollar Quartet
OUTSTANDING FEATURED ACTRESS IN A MUSICAL
* Katie Finneran: Promises, Promises
OUTSTANDING SOLO PERFORMANCE
* Carrie Fisher: Wishful Drinking
JOHN GASSNER AWARD
* Geoffrey Nauffts: Next Fall
Martin Bruny am Montag, den
17. Mai 2010 um 08:44 · gespeichert in Musical, Deutschland
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen der Fachpresse,
nach nun einer sehr erfolgreichen Spielserie der “West Side Story” am Opernhaus Magdeburg, nach fulminanten Kritiken in der regionalen, überregionalen sowie Fachpresse, möchte ich Ihnen - auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen - mitteilen, dass wir sechs Gäste, die für diese Produktion engagiert waren, für die geplante Wiederaufnahme in der kommenden Spielzeit 2010/11 nicht verlängert wurden und somit mit der gestrigen Vorstellung unser aller Engagement beendet wurde.
In der kommenden Spielzeit werden wir alle durch Mitglieder des Opernhauses, des Ballets und/oder des Schauspielensembles des Theater Magdeburgs ersetzt. Eine neue Besetzungsliste wird Ihnen auf Anfrage durch das Theater Magdeburg sicherlich gesendet.
Ich denke, ich spreche auch im Namen des Regie- und Kreativteams um Christian Struppeck & Andreas Gergen, dass diese Nichtverlängerung nach einem so großen Erfolg uns allen bitter aufstößt, denn wir waren fast alle bereit für eine Wiederaufnahme und zeitlich nicht eingeschränkt.
Als Grund wurde uns mitgeteilt, dass die “West Side Story” zu teuer sei und - obwohl ausverkauft - keinen Gewinn abwirft und das Theater “draufzahlt”.
Unser aller Frage ist dann folgende: Bei der Planung zu einem Spielplan sollte sich ein subventioniertes Theater sehr genau ausrechnen können, was eine Produktionen kosten wird, inkl. Gäste, Dirigent, Bühnenbild, Kostüm, Choreographie & Regie: Warum hat man von vornherein Gäste engagiert, wo doch abzusehen war, dass selbst bei komplett ausverkauftem Hause rote Zahlen geschrieben werden? Oder liegt es einfach nur daran, das Intendantin Frau Karen Stone, von vornherein - aus Geschmacksgründen - (Zitat) “nur Opernsänger für diese Produktion haben wollte” und nun ihr eigentliches Vorhaben durchsetzen möchte. Auch sie war bei den Vorsingen von uns allen dabei und hat uns engagiert!
Die Leidtragenden sind nun wieder mal die Darsteller: Wir haben uns wochenlang bei den Proben “ins Zeug” gelegt und in größter Kraftanstrengung versucht, diese “West Side Story” zu etwas Besonderem für die Stadt Magdeburg zu machen. Und als “Dank” für diesen wahrlich großen Erfolg werden wir nicht verlängert.
Aber auch die Kolleginnen und Kollegen des Ensembles des Theater Magdeburgs haben nun keinen leichten Stand. Sie werden nun in einer Art “Hau-Ruck-”Verfahren, in der kommenden Spielzeit einstudiert. Ohne Original Regie-Team, Original-Choreographin etc. In Ihrer Haut möchte keiner von uns stecken. Denn die “West Side Story” ist ein unglaublich komplexes Werk und verlangt genügend Zeit zum Aufbau eines Charakters.
Diese wird ihnen, lt. eingesehener und jetziger Planung, nicht gegeben.
Desweiteren fragen wir uns: Wird es die neue “Masche” eines Stadttheaterbetriebes, dass man in aufwendigen (und für uns Darsteller, wg. Anreise und Hotelkosten sehr teuren) Auditions eine, so lt. Theater Magdeburg, (Zitat Anfang) “Starbesetzung” (Zitat Ende) lockt, diese dann engagiert, mit ihrem Konterfei in diversen Zeitungen, Magazinen und der vor Ort ansässigen Presse sowie im Internet wirbt und dann nach eingeheimsten Erfolg alle Hauptdarsteller und Gäste in der kommenden Spielzeit mit Mitgliedern des Hauses besetzt, um somit Kosten zu sparen, um dadurch die West Side Story lukrativer zu machen? Wir sind “mal wieder” an dem Punkt, dass der künstlerische Aspekt des Genres Musical nicht ernstgenommen wird. Es geht nur um volle Häuser, um volle Kassen.
Wir fragen uns, warum im speziellen Falle das Opernhaus Magdeburg unter der genannten Leiterin und der künstlerischen Betriebsdirektorin Frau Waltraut Parisot, nur von Donnerstag bis Sonntag bespielt wird, obwohl es an der Kasse eine Warteliste für Zuschauer gibt, die versuchen, noch ein Ticket für unsere oder eine der anderen Erfolgsproduktion zu ergattern. Das Haus fällt von Montag bis Mittwoch in den Dornröschenschlaf, das Haus könnte einen wesentlich lukrativeren Spielplan für die Bewohner ihrer Stadt erstellen - denn dafür wird doch Theater gemacht! So etwas hat es unter den letzten Intendanzen, lt. Aussage vieler MitarbeiterInnen, nicht gegeben. Wo bleiben die Verantwortlichen des Kulturbetriebes und der Politik einer Landeshauptstadt?
In unser aller längjährigen Laufbahn im Bereich Musiktheater ist uns ein solches Vorgehen noch nicht vorgekommen und wir hoffen, das es für uns alle ein Einzelfall bleibt. Dennoch wollten wir Ihnen mitteilen, warum - und zwar aus unserer Sicht - eine Verlängerung der “West Side Story” für uns von Seiten des Theater Magdeburgs nicht zustande kam.
Das “Mekka des deutschen Musicals” (”Volksstimme”, Magdeburg) ist also nur augenscheinlich eines. Es mag sein, dass großartige Produktionen über die Bühne gehen, große Premieren gefeiert werden - aber diese Medaille hat zwei Seiten, und das SUBVENTIONIERTE Theater schöpft zum Schluss das Fett von der Suppe, während der künstlerische Aspekt einer Produktion zur Seite geschoben wird.
Wir alle sind trotzdem stolz auf die zurückgelegten Vorstellungen der “West Side Story” und freuen uns auf andere Aufgaben. In diesem Sinne wünsche wir der kommenden NEUEN Besetzung des Theater Magdeburgs eine gute Übernahme “unserer” “West Side Story”.
Wir danken für eine Veröffentlichung in Ihrer Publikation und freuen uns von Ihnen zu hören.
Mit den besten Grüßen
i. A. des Ensembles WEST SIDE STORY
Carsten Lepper
Gäste waren:
Jochen Schmidtke (Riff),
Nico Gaik (Action),
Vasiliki Roussi (Anita),
Janko Danailow (Arab),
Serkan Kaya (Bernardo),
(und in der kommenden Spielzeit nach sieben Jahren nicht mehr im festen Ensemble des Theater Magdeburg: Evmorfia Metaxaki - Maria)
Links
- thatsMusical: Gastsolisten monieren Besetzungspolitik Magdeburgs
- musicalzentrale: Lepper kritisiert Besetzungspolitik in Magdeburg
- Starlight Express Fanclub: Offener Brief an das Theater Magdeburg von Carsten Lepper
- toheselue.blogspot.com: Offener Brief von Musicaldarsteller Carsten Lepper
- musicalfriends.de: Magdeburg
- musicals-unlimited.net: Offener Brief von Carsten Lepper zur Situation am Opernhaus Magdeburg
- musicalzentrale: Kommentar zum Streit um Gästeverträge in Magdeburg
Martin Bruny am Samstag, den
15. Mai 2010 um 11:35 · gespeichert in Musical, Wien, Event-Tipps
| 5. Oktober 2010 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Image via Wikipedia
Die Liste der Jukebox-Musicals wird schön langsam endlos. Ein neues Perlchen ist “Die Tom Jones Story”, die derzeit quasi ihre Tryouts in Linz absolviert, bevor sie im Oktober ins Wiener Theater-center-Forum einzieht. Worum gehts in der Show? Das liest sich auf der Website zur Produktion (–> hier) folgendermaßen:
Seine Songs sind legendär und sein Hüftschwung (immerhin der zweitbekannteste der Welt!) ließ die Konzerthallen überkochen. Doch nur einige konnten den TIGER in den 1970ern live in Las Vegas sehen - und noch viel weniger wissen genaueres über sein Leben.
In der neuen Tribute Show »Die TOM JONES Story: Eiskalt erwischt!« lernen wir den Tiger endlich auch von seiner privaten Seite kennen.
Wer verbirgt sich hinter dem Star, der seit über 40 Jahren die Massen begeistert? Wer ist eigentlich der Mann, von dem man sagt, er sei »The Tiger« oder »The Voice«, wirklich? Was für ein Mensch verbirgt sich hinter der Fassade des Superstars?
Hier fanden die Macher der Tom Jones Story auch einen der Ansätze dieser aufsehenerregenden Liveshow: Tom Jones hat es immer verstanden sich und seine Erfolge mit einem Augenzwinkern zu sehen. Und genauso präsentiert sich auch die Tom Jones Story. Es war nicht immer leicht Tom Jones zu sein, aber er hat es wie fast kein anderer verstanden, sich immer wieder zur Sonnenseite des Lebens durchzuarbeiten.
Wir begleiten den Sänger durch seine Höhen und Tiefen und erwischen den Tiger eiskalt als Schürzenjäger, stadtbekannten Schläger und später auch als den Mega-Star, der er zweifellos bis heute geblieben ist!
Die Texte der Website sind recht nett formuliert, jedenfalls wenn man sie als gekonnt selbstironisch getextet auffasst, wobei man sich da nicht so ganz sicher sein kann. Über das Bühnenbild steht zu lesen:
Zu den Schauplätzen zählt auch ein Highlight der Bühnenausstattung in diesem Bereich: Die Tom Jones Story verfügt über das erste aufblasbare Bühnenbild der Welt. Das bühnenfüllende Gebilde im Tiger-Look ist das Herzstück der Show und wurde in monatelanger Handarbeit von der ambitionierten Bühnenwerkstatt Er&Er in Linz gefertigt.
Nik Raspotnik und Julia Preglau stellen in der “Tom Jones Story” ingsamt 15 Personen dar und singen 20 Lieder, laut Website “inklusive Choreographie”. Wie sollte das auch ohne Choreographie gehen, selbst wenn man nur auf einem Bein auf der Bühne steht, ist das eine Art von Choreographie. Die “fasznierende Detailgetreue” … - egal, vergessen wird das mit der Selbstironie doch lieber wieder schnell.
Die Produktion ist ab 5. Oktober im Wiener Theater-center-Forum zu sehen.
Leading Team
Regie: Johannes Hafner
Choreographie: Patrick Strasser, Julia Preglau
Musik & Sounddesign: Erich Zann
Bühne: ER&ER Bühnenwerkstatt
Grafik & Konzept: JGM
Darsteller
Nik Raspotnik, Julia Preglau
Martin Bruny am Donnerstag, den
13. Mai 2010 um 22:43 · gespeichert in Musical
Promotionstart für den Musical Sommer Amstetten. Gerry Frank hat die Promofotos geschossen, mehr Infos zu “The Full Monty” –>
hier.





Martin Bruny am Donnerstag, den
13. Mai 2010 um 20:29 · gespeichert in Musical, Wien
Wien (OTS) - Nachdem der Wiener Szenewirt Ivo Brnjic am 30. Juni nach zwölf Jahren Abschied vom Theatercafà© nimmt, wird das Restaurant in der Linken Wienzeile 6 - direkt neben dem Eingang zum Theater an der Wien - nach einer kurzen Renovierungsphase schon im September wieder seine Pforten öffnen. Gastronom Leopold Doppler, der seit zwölf das Restaurant Hansen im Souterrain des Wiener Börsegebäudes erfolgreich betreibt, erweitert damit seinen Schaffensbereich. [ots]
Martin Bruny am Donnerstag, den
13. Mai 2010 um 13:55 · gespeichert in Musical, Wien, Skurriles, Tonträger
Ein recht interessanter Kommentar zu einem Beitrag (siehe –> hier) des Kultur-Channels könnte die Frage aufbringen: Ist es legitim, den Titel eines Musicals am Cover einer Cast CD abzukürzen?
Wenn die links stehende Abbildung das finale Cover der (irgendwann) bald erscheinenden Cast CD zur aktuellen Wiener Version von “Tanz der Vampire” sein sollte, dann heißt das Musical, mit dem wir es zu tun haben, eigentlich “Vampire”, und nicht “Tanz der Vampire”. Wenn man nun die Meinung vetritt, naja, der Schriftzug ist doch eindeutig, dann könnte man ja gleich “Vamperl” draufschreiben und als Bonustrack “Draußen ist Freiheit” als Wiener Dialektversion dazustempeln.
Man darf gespannt sein.
Martin Bruny am Donnerstag, den
13. Mai 2010 um 10:13 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger

Im September 2009 aufgenommen, bearbeitet, gemastered, bearbeitet und nach wie vor nicht am Markt: die Cast-CD des Jim Steinman-Musicals “Tanz der Vampire” in der sogenannten Wiener Fassung von 2009.
Die Vereinigten Bühnen Wien scheinen nun fast selbst nicht mehr an eine baldige Veröffentlichung zu glauben und haben sogar die Möglichkeit der Vorbestellung gestrichen (siehe —> hier)
Was haben wir also zu erwarten? Werden Teile nun neu eingesungen? Wird Krolock getauscht? Gibt es eine Bonus-CD mit einem neuen Grafen?
Aber zurück zu den Fakten: Es gibt derzeit kein fixes Erscheinungsdatum der neuen Cast-CD von “Tanz der Vampire” in der Fasssung von 2009.
Martin Bruny am Mittwoch, den
12. Mai 2010 um 07:27 · gespeichert in Musical, Broadway
Die Berichte mehren sich, dass Green Days’ Musical “American Idiot” in Problemen steckt. Seit mehreren Wochen wird mit einer Auslastung von unter 70 Prozent gespielt. Das mag bei Stage Entertainment Deutschland noch als Erfolg gelten, wie man kürzlich lesen konnte, am Broadway ist man damit auf der Abschussliste - ganz oben.
Martin Bruny am Dienstag, den
11. Mai 2010 um 12:31 · gespeichert in Musical, Wien
“Le Avventure Di Pinocchio: Storia Di Un Burattino”, die “Abenteuer des Pinocchio: Geschichte eines Hampelmanns” - dieses Werk des italienischen Schriftstellers Carlo Collodi (geboren 1826) ist heute ein Klassiker der Jugendliteratur. Es wurde in mehr als 200 Sprachen übersetzt, sehr oft nacherzählt, verändert, weitergeschrieben und bis heute immer wieder in Filmen, Hörspielen, Opern, Musicals und Theaterstücken umgesetzt.
“Pinocchio” wurde im Laufe der Jahre für die Italiener ein Volksheld, ein Symbol der italienischen Kultur, im 20. Jahrhundert schließlich weltweit zu einer der beliebtesten Figuren der Literatur. Der Autor selbst hat den großen Erfolg nicht erlebt (er starb 1890), erst posthum wurde er damit weltberühmt.
Der Anfang aller Abenteuer des hölzernen Straßenjungen erschien am 7. Juli 1881 im “Giornale per i bambini”, einer der ersten Wochenzeitschriften für Kinder in Italien. Für dieses Märchen schöpfte Carlo Collodi in verschiedenen kulturellen und literarischen Wurzeln: in dem alten italienischen Theater mit seiner tragenden Figur des Harlekins, im Reich der Fabeln mit den sprechenden und wie Menschen handelnden Tieren sowie in Volkstraditionen. Zu den Volkstraditionen gehörten u. a. die Marionetten, die von toskanischen Familien als bleibende Abbilder (damals gab es noch keine Fotografien) ihrer verstorbenen Vorfahren, ihrer ausgewanderten Onkel und Tanten und auch von Nachbarn, die auf eine lange, gefährliche Reise gegangen waren, hergestellt wurden.
Das Theater der Jugend zeigt ab dem 20. Mai 2010 eine von Thomas Birkmeir bearbeitete Musicalfassung der beliebten Geschichte in einer Inszenierung von Henry Mason.
Bereits vor 15 Jahren war “Pinocchio” als Musical am Wiener Theater der Jugend zu sehen, damals unter der Regie von Thomas Birkmeir. Die Fassung von damals wurde von Hanry Mason aktualisiert, überarbeitet und mit neuen Liedern angereichert. Kam in der “alten” Version die Musik vom Band, so wird in der Fassung von 2010 eine Live-Band spielen. Jazz-Komponistin Katrin Weber hat die Musik geschrieben, stilistisch an die Tunes der Roaring Twenties angelehnt, Henry Mason, der schon mit dem Musical “Honk” (2008) für das Theater der Jugend einen Erfolg auf die Bühne zauberte, will auch “Pinocchio” zu einem spannenden Abenteuer gestalten.
Handlung
Es ist nicht leicht ein Mensch zu sein. Noch schwerer ist es, einer zu werden, vor allem, wenn man eine Holzpuppe ist. Pinocchio, dem eine Sternschnuppen- und Glücksfee Leben eingehaucht hat, soll seinem »Vater«, dem Sargmacher Geppetto, ein ganz besonderer Sohn werden: pflegeleicht, folgsam, artig und lieb – große Erwartungen für eine unerfahrene Holzpuppe, die begierig darauf ist, die Welt kennen zu lernen.
Da muss ein Babysitter her! Die etwas abgetakelte Showstar-Kakerlake Flibbertigibbit übernimmt dieses Amt mit großer Würde. Doch wie furchtbar schwer ist es, einen vorwitzigen und wissbegierigen Pinocchio zu bändigen! Da ihm seine Neugier immer eine Nasenlänge voraus ist und Fuchs und Kater versprochen haben, mit ihm gemeinsam die Welt zu erobern, nimmt Pinocchio schon bald Reißaus. Und nun ist es an Flibbertigibbit, diese eigenwillige Holzpuppe vor dem Unglück zu retten! Werden sie es schaffen, dem zwielichtigen Zirkusdirektor Malgusto ein Schnippchen zu schlagen? Können sie sich vor dem Kater Stupido und seinem Kompagnon, dem Fuchs Stronzo, in Sicherheit bringen? Sich aus den schauerlichen Klauen des geheimnisvoll-gefährlichen Vergnügungsparadieses befreien? Und wie stellt man es an, aus dem Bauch eines riesigen Wals zu entkommen?
Die wichtigste Frage aber: Wird Pinocchios größte Sehnsucht wahr? Wird er jemals ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut?
PINOCCHIO
nach Carlo Collodi
in einer Fassung von Thomas Birkmeir
mit neuen Dialogen und Liedtexten von Henry Mason
Leading Team
Regie: Henry Mason
Choreographie: Ernst Gabriel Vokurek
Bühnenbild: Michaela Mandel
Kostüme: Jan Hax Halama
Musik: Katrin Weber
Musikalische Leitung: Gerald Schuller
Licht: Frank Sobotta
Korrepetition: Stephanie Hacker
Assistenz und Inspizienz: Eva Maria Gsöllpointner
Hospitanz: Florian Pilz
Cast
- Pinocchio: Daniel Jeroma
- Flibbertigibitt, Showkakerlake: Reinhold G. Moritz
- Geppetto, Sargmacher: Horst Eder
- Stronzo, Fuchs: Christian Graf
- Stupido, Kater: Pilar Aguilera
- Fantasma, Sternschnuppenfee / Scholastica, Dorflehrerin: Barbara Spitz
- Calamari, Wirt / Böser Zuckerwattenclown: Peter Steiner
- Bigotto, Dorfpfarrer / Malgusto, Theaterdirektor / Jahrmarktwunder / verwahrlostes Kind: Sebastian Eckhardt
- Kakerlakenboy / Prigione, Dorfpolizist / Zappo, Clown / Jahrmarktwunder / verwahrlostes Kind / Pompfüneberer / Hering / Kugelfisch: Robert Neumayr
- Kakerlakenboy / Capelli, Dorffriseur / Zeppo, Clown / Jahrmarktwunder / verwahrlostes Kind / Pinocchio-Albtraum-Double / Hering / Rochen: Stefan Konrad
- Kakerlakengirl / Lavazza, Wäscherin / Ludmilla, russische Marionette / Jahrmarktwunder / verwahrlostes Kind / Pompfüneberer / Hering / Muschel: Julia Tiecher
- Kakerlakengirl / Fiora, Blumenverkäuferin / Chouchou, französische Marionette / Jahrmarktwunder / verwahrlostes Kind / Pompfüneberer / Hering / Kugelfisch: Daniela Dett
- Kakerlakengirl / Zucchina, Wirtin, Calamaris Tochter / Vroni, alpenländische Marionette / Jahrmarktwunder / verwahrlostes Kind / Pompfüneberer / Hering / Schleierfisch: Katharina Lochmann
Musiker
Peter Kusen, Robert Pistracher, Bernd T. Rommel und Gerald Schuller
Renaissancetheater, 7, Neubaugasse 36
Aufführungen ab 18. Mai 2010; Premiere am 20. Mai 2010 um 16:00 Uhr
Weitere Vorstellungen: täglich außer sonntags bis 26. Juni 2010
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