Wie schon der Titel vermuten lässt, erwartet das Publikum kein Musical-Potpourri der Marke 08/15, sondern eine einmalige Best-of-Musical-Show, die von vier Künstlern auf die Bühne gebracht wird, die eine innige, zum Teil auch langjährige Freundschaft verbindet.
Das Quartett um den Weinviertler Martin Berger bringt nicht nur die größten Hits jener Musical-Produktionen, bei der sie selbst rund um den ganzen Erdball mitgewirkt haben, sondern auch einen eigenen Showblock der Marke “Rat-Pack”, bei dem den legendären Entertainern rund um Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin Tribut gezollt wird.
Martin Bruny am Sonntag, den
15. Juni 2008 um 20:46 · gespeichert in Event-Tipps
26. Juni 2008
20:00
bis
22:00
viva la poesàa!« - gedichte, performances, videoclips. Eine Leistungsschau der Wiener Poetenschmiede. Gezeigt werden Videos, die H.C. Artmann, Wolfgang Bauer, Falco, Gerhard Rühm, Anne Waldman, Allen Ginsberg, Nick Cave beim Unterricht zeigen.
Live auf der Bühne: Studenten präsentieren Ergebnisse aus den aktuellen Klassen. Die Schule für Dichtung (Direktion: Christian Ide Hintze) wurde 1991 in Wien gegründet. Sie bietet Klassen im Spannungsfeld eigene Sprache / fremde Sprache, sowohl im analogen Bereich als auch via internet: www.sfd.at
Martin Bruny am Sonntag, den
15. Juni 2008 um 20:44 · gespeichert in Event-Tipps
24. Juni 2008
20:30
bis
22:30
Ein Poetry Slam ist ein abwechslungsreiches, interaktives Wettlesen um die Gunst des Publikums. Das performte Wort steht im Vordergrund. Der Grand Slam of Poetry lädt 12 slamerprobte Literatenaus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum freundschaftlichen Dreiländertextmatch ins Wiener Metropol.
Die Pause und Afterparty wird von Rayl Patzak, Organisator und Moderator des dienstältesten Poetry Slams Deutschlands und PJ (= DJ unterwegs in Sachen Poetry), bestritten.
Martin Bruny am Sonntag, den
15. Juni 2008 um 20:41 · gespeichert in Event-Tipps
18. Juni 2008
20:00
bis
22:00
Doppelte Premiere im Wiener Metropol: Die frankophile Schauspielerin Nicole Beutler, bekannt von Film, Fernsehen und Bühne, debütiert im Rahmen des »Festivals der Poesie« als Chanson-Sängerin; die Wiener Theatermusiker begleiten erstmals einen anderen Künstler als Michael Heltau, den Doyen des Burgtheaters, großen Chansonier und Mentor dieses Programmes. Premiere ist am 18. Juni um 20 Uhr. Zweite Vorstellung: 25. Juni.
Nicole Beutler singt an diesen Abenden fast ausschließlich in deutscher Sprache: »Ich möchte dem Publikum die Poesie dieser Texte und die Geschichten der Lieder nahe bringen«, sagt sie.
Zu hören ist ein Brückenschlag Wien - Paris, von Greta Keller bis Juliette Greco: Endlich wieder gehobene und neu polierte Schätze, Rückblicke und Einblicke, die viel über Nicole Beutlers Persönlichkeit und die zahlreichen Gesichter einer Frau verraten. In einer erstklassigen, feinen Besetzung der vor zehn Jahren gegründeten Theatermusiker, die in Wien längst ihre Fangemeinde haben: Tscho Theissing (Arrangements und Geige), Otmar Binder (Klavier), Maria Reiter (Akkordeon) und Herbert Mayr (Kontrabass). Beutler: »Es ist ein Vergnügen, mit diesen Musikern zusammenzuarbeiten.«
Mit diesem Programm begibt sie sich künstlerisch in ein völlig neues Genre: »Ich habe das Chanson schon als Kind geliebt. Mich jetzt damit als Frau auf die Bühne zu stellen, ohne eine Theaterrolle zu spielen, ist eine wunderschöne Herausforderung.«
Kartenpreise:
Kat 1: € 25,- nummeriert / Cercle & Rang
Kat 2: € 23,- nummeriert / Seitenränge
Kat 3: € 19,- freie Platzwahl / Parkett
Martin Bruny am Freitag, den
6. Juni 2008 um 09:06 · gespeichert in Tonträger
Image via WikipediaDie 2008 Cast-CD des Rodgers & Hammerstein-Musicals “South Pacific” steht derzeit an der Spitze der Billboard Cast Album Charts, auf Nummer 59 der Top 200 Charts und auf Nummer 2 der Internet Sales Charts.
Das sieht beeindruckend aus, allerdings in tatsächlichen Absatzzahlen ausgedrückt bedeutet das: 9700 Einheiten (digital oder als Silberscheibe) des Tonträgers wurden in seiner ersten Woche im Verkauf abgesetzt.
Auf Rang 5 der Cast Album Charts: “A Catered Affair” mit 1500 verkauften Einheiten. Die Cast-CD von “Passing Strange” konnte 1250 Mal abgesetzt werden.
“Passing Strange” wird im Übrigen als jene “Cast-CD” in die Geschichte eingehen, die ein rein digitales Debüt gab. Um besonders schnell die große Nachfrage befriedigen zu können, die nach einem Mitschnitt dieser Show aufgrund diverser Nominierungen (unter anderem 7 Tony-Awards-Nominierungen) für verschiedene Musical-Preise besteht, brachte das Label Sh-K-Boom eine Liveaufnahme via iTunes Anfang Juni auf den Markt. Der physische Datenträger inklusive Booklet wird erst am 15. Juli 2008 in den Läden stehen.
Die Top Cast Albums der Woche
01 South Pacific (2008)
02 Jersey Boys
03 Wicked
04 Mamma Mia!
05 A Catered Affair
06 Passing Strange
07 The Little Mermaid
08 Legally Blonde
09 Spring Awakening
10 The Lion King
11. Avenue Q
12. Young Frankenstein
13. The Phantom of the Opera: Highlights
14. Monty Python’s Spamalot
15. Mary Poppins
Kaum eine andere Band der letzten Jahre schaffte es, so unmittelbare und wahrhaftige Kinomusik für den Kopf zu formulieren und aufzunehmen. Und wer Sigur Ros je live gesehen hat, kennt die großen Momente ihrer Konzerte, wenn Melodien und Lärm, Licht und visuelle Effekte ein einmaliges Ganzes ergeben. So dürfen wir uns auch am 8. Juli wieder einen wahren Augen- und Ohrenschmaus erwarten.
Die Band Sigur Ros besteht seit 1994. Als das englische Label »Fat Cat«auf sie aufmerksam wurde und 1999/2000 zuerst ihre Single »Svefn-G-Englar« und danach das Album »Agaetis Byrjun« ausserhalb von Island zu vertreiben begann, verbreitete sich die Kunde dieser besonderen Band, die teilweise in einer Fantasiesprache namens »hopeländisch« singt, sehr rasch. Gemeinsam mit Bands wie Mogwai oder Tortoise sind Sigur Ros die Aushängeschilder des Post Rock.
Ein neues Studioalbum darf für Frühsommer 2008 erwartet werden!
www.sigur-ros.co.uk
www.myspace.com/psi2
Tickets
Karten gibts bei wienXtra-Jugendinfo (01/1799 und www.wienxtra.at), österreichweit bei allen Ö-Ticket Vertriebstellen (www.oeticket.com) und von Mo-Fr 11.00h-17.00h im Arena Büro (01 7988595).
In den achtziger Jahren startete Helen Schneider, die bis dahin als Rocksängerin Erfolge feierte, eine neue Karriere. Der Intendant des Theater des Westens in Berlin, Helmut Baumann, besetzte sie als Sally Bowles in “Cabaret”. An der Seite von Hildegard Knef als Fräulein Schneider wurde die Inszenierung zu einer der herausragenden in der jüngeren Geschichte des Hauses - und für Helen Schneider begann die Zeit als Musicaldarstellerin (»Sunset Boulevard« (1995-1998), “Evita” (1999-2001)) und als Interpretin der Songs von Kurt Weill, Stephen Sondheim u. v. a. 2007 veröffentlichte Schneider ihre CD “Like a Woman”, mit der sie an ihr Schaffen der siebziger Jahre anknüpft: Pop und Rock.
Martin Bruny am Donnerstag, den
29. Mai 2008 um 21:56 · gespeichert in Theater, Theater
So schrill Kabarett oft ist, das wirkliche Leben kann sogar die überzogenste Lachnummer manchmal toppen. Nehmen wir nur die aktuelle Revue des Kabarett Simpl “Kein schöner Land”, die noch bis 9. Juni 2008 zu sehen ist. Da erleben wir Österreichs Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, wie sie leibt, lebt und Kondome verteilt, gnadenlos kabarettistisch verulkt von Bernhard Murg. Wer unlängst das exekutierende ÖVP-Mitglied in der ORF Nachrichtensendung Zeit im Bild erlebt hat, wie “es” sich buchstäblich aufgepudelt hat, angesichts der Proteste der Ärzte über die anstehende “Gesundheitsreform”, die unter anderem zum Ziel hat, Ärzte zu entmündigen und die Apotheker Medikamente für die Patienten bestimmen zu lassen, der hat ja im Prinzip schon Kabarett pur gesehen. Wie die werte Ministerin ihren Body voll Empörung in aufgebrachter Pose leicht streckt, den Kopf nach hinten wirft, die Arme ein wenig unkoordiniert seitlich und nach hinten wirft, ein symbolisiertes langgezogenes nonverbales JETZT SCHEIIIISSTS EUCH DO NED SO AAAAAN in die Kamera und den Ärzten zumimt, da braucht man nicht mehr viel karikieren, das ist bereits bestens vorgelegtes Kabarett. Die Realität der Gesundheitsministerin kabarettistisch toppen zu wollen, würde bedeuten, eine Art Dagoberthausen zu entwerfen, und ja, im Prinzip haben die Macher des Simpl-Programms “Kein schöner Land” genau das gemacht. Österreich als Dagoberthausen Europas. Da wird über den Ausverkauf Österreichs an russische Magnaten geulkt, über das marode Gesundheitssystem, über Auswüchse der modernen Technologie und das sinnentleerte Dasein des Militärs, über die Schule einst und jetzt, All-inclusive-Urlaube und vieles mehr - alles unter dem Motto: aber schön hammas schon hier.
Die Gags bei “Kein schöner Land” sind, wie vom Simpl der “Neuzeit” erwartet wird, manchmal sehr deftig, was die Wahl des Vokabulars betrifft, und das natürlich gewollt und gut ausgearbeitet. Was für Michael Niavarani und Albert Schmidleitner zählt, ist laut lachendes Publikum. Das allerdings war schon immer so im Simpl. Die Schmunzler sind die Feinde der guten Performance. Wer laut lacht, wird Teil der Show, wenn der ganze Saal wie aus einer Kehle lacht, dann, und nur dann ist es für die Kabarettmacher ein perfekter Abend. Manche der Darsteller gehen dafür laut lachend über Leichen, natürlich nur bildlich gesprochen. Es gibt sehr wohl Tricks, ein lahmarschiges Publikum aus der Reserve zu holen, wenn man beispielsweise aus der Bühnenrolle heraustritt und Texthänger simuliert. (Nein, natürlich macht man so etwas niemals nie.) Auf der einen Seite lacht das Publikum gerne über solche “Hoppalas”, Schadenfreude ist die schönste Freude, auf der anderen Seite kann man als Kabarettist diese Taktik gezielt einsetzen, um Lacher abzustauben. Motto: Jeder Lacher zählt, selbst wenn nicht über das gelacht wird, was man eigentlich darstellen wollte.
Das Schöne am Simpl ist bei gelungenen Sketches das perfekte Timing und die hohe Taktrate der Gags, Tak - Tak - Tak, im Stakkato, auf ganz unterschiedlichem Niveau. Manchmal gehts einfach auch nur darum, im ärgsten Slang derbste Vokabel zu zermatschen, und damit das zu machen, was so viele in ähnlichen Situationen machen wollen, sich aber nicht trauen - völlig auszurasten. Musterbeispiel dafür ist einer der herrlichsten Sketche des Abends: “Ein neues Telefon”, in dem Bernhard Murg einen verdrossenen Handybesitzer gibt, der voller mühsam zurückgehaltenen Aggressionen “ein Vierteltelefon” im Handyshop ordert. Pointe folgt auf Pointe, bis das Ganze ins Abstruse driftet und der Mann, der einfach ein Telefon zum Telefonieren will, mit Wählscheibe, ohne Funktion zum Anklopfen, ein Wurschtsemmerl bei der Handytussi bestellt, aber OHNE GURKERL.
Schon damals war klar, dass ich etwas in der Richtung mache. Mir zumindest. Von da an war ich jedes Jahr bei der Premiere, weil mich das so fasziniert hat.
Im Simpl unter der Regie Sobotkas und der Leitung von Michael Niavarani ist die Darstellerriege im Vergleich zur letzten Intendanz (Martin Flossmann) erheblich verjüngt worden, und auch die Anforderungen sind andere geworden. Praktisch alle Darsteller haben neben einer Schauspiel- auch eine Gesangs- und Tanzausbildung. Das wiederum ist die Voraussetzung für ein sehr abwechslungsreiches Programm, das von Cedric Lee Bradley choreographiert wurde. Die musikalischen Einlagen haben bei “Kein schöner Land” allerdings eher die Funktion von Nummerngirls, die die Pause zur nächsten Gagparade überbrücken. Das ist zwar ein bisserl schade, bietet aber doch ein wenig Abwechslung. Neben Bernhard Murg auf der Bühne: Angelika Niedetzky, Alexandra Schmid, Christoph Fälbl, Ciro de Luca, Thomas Smolej und Thomas M. Strobl, ein durch die Bank spielfrohes Ensemble, mit einer Produktion, die man sich schnell noch ansehen sollte.
KEIN SCHÖNER LAND
Eine kabarettistische Revue von Michael Niavarani und Albert Schmidleitner
mit: Angelika Niedetzky, Alexandra Schmid, Christoph Fälbl, Ciro de Luca, Bernhard Murg, Thomas Smolej und Thomas M. Strobl.
Conference: Ciro de Luca
Musikalische Leitung: Christian Frank
Choreographie: Cedric Lee Bradley
Bühnenbild: Markus Windberger
Kostüme: Gaby Rajtora
Regie: Werner Sobotka
Martin Bruny am Mittwoch, den
28. Mai 2008 um 20:24 · gespeichert in Netz, Pop, Newcomer
Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen auf über 30 Grad, die Marktschreier in den Radiojournalen schlagen Purzelbäume vor lauter Pseudofreude über das ach so tolle Wetter.
Matt Duke, ein amerikanischer Singer/Songwriter, liefert da für all jene etwas, denen dieses Wetter sowas von sonstwo vorbeigeht. Musik zum Entspannen für die lauen und kühleren kommenden Sommerabende, oder wie es ein Kollege formuliert hat, für alle, die gerade im “market of love” sind.
Every sentiment hangs around
No longer than a minute or two
I find I keep falling for love
But I can’t seem to follow it through
So run, little rabbit, run
I leave one good hand on the wheel
Been counting mile markers for days
Everything falls further behind
I can disappear in several ways
So run, little rabbit, run
Sleep through the morning
Don’t wake me up
Sleep through the morning
One little man to one mighty sun
Try to break away from yourself
Throw your broken bones in a heap
All your blood and guts are exposed
Your spirit has been begging to leave
Mehr von Matt Duke gibt es auf seiner MySpace-Site –> hier