Archiv - News
Martin Bruny am Freitag, den
16. Mai 2008 um 16:58 · gespeichert in Event-Tipps
| 10. Juni 2008 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
3Raum Anatomietheater: Der zwölfte Mann ist eine Frau - Fußballkabarett mit Musik in 12 Spielzügen von Dirk Böhling
Spielort: 3Raum Anatomietheater, Beatrixgasse 11, 1030 Wien
Premiere am 10. Juni, 20.00 Uhr
Spieltage: 12., 13., 14., 19., 20. und 21. Juni 2008
In elf Spielzügen ziehen drei Schauspielerinnen und ein Schauspieler im wahrsten Sinne “vom Leder”. Die kuriosen Auswüchse aus der Fußballwelt gewähren tiefe Einblicke in die Natur des Balles und werden auf dem Bühnenspielfeld radikal transformiert. Kleinkariert bis größenwahnsinnig, vorläufig bis hinterhältig und auf alle Fälle singend und swingend.Bekannte Songs, EM-tauglich abgerundet und auf Ballhöhe aufbereitet, berühren, erhitzen und erklären einiges neu, was es über die schönste Nebensache der Welt zu erzählen gibt.
Ein schräges Nummernkabarett mit Szenen und Songs, auf dem Rasen der EU 2008 gebaut. Jeder Spielzug läuft unabhängig vom anderen ab. Das Publikum wird von »Tante Käthe« für jedes weitere Turnier fit gemacht, sodass beim Abpfiff ganz sicher jeder eingefleischte Kickerfan etwas verwundert und jeder Fußballmuffel zum wahren Fan geworden ist.Die Spielzeit von zwei mal 45 Minuten mit Nachspielzeit wird eingehalten.
Ob nun ein Fußball zur Welt gebracht wird, die “Tri-Bühnen-Erotik” schwingungsschwanger zu Wort kommt, ob in Hamlets Hand anstelle des Totenkopfes ein Fußball liegt, ob das “Aktuelle Spottstudio” über jeden Zweifel erhaben ist oder “Das Wunder von Bernd” neu gedeutet wird - Zum Schluss steht eines fest: Der Boss im Fußballhimmel ist eine Frau! Und das muss Karl, der einzige männliche Kämpfer im Team erst einmal verkraften…
“Der 12. Mann ist eine Frau” mit seinen Szenen und Songs birgt soviel Wahrheit in sich, dass man sie nicht suchen muss. Man muss sie sich lediglich erlauben.
Besetzung
Petra Kreuzer: Klagenfurterin, Absolventin des «Studio Theater an der Wien«. Engagements als Sängerin u. Schauspielerin u. a. am Raimundtheater, Theater a.d.Wien, Rabenhof, Landestheater Salzburg, Stadttheater Klagenfurt, Stadttheater Bozen, Metropol Wien, Oper Graz, Festival «Wien ist andersrum«, Komödienspiele Porcia. Zahlreiche Shows, Comedyprogramme und CD-Aufnahmen. Zuletzt »Die Göttinnen« Comedy-Show mit Lilly Kugler.
Lilly Kugler: gebürtige Münchnerin, Absolventin des »Studio Theater a.d.Wien«, Preisträgerin des Bundeswettbewerb für Gesang/Berlin, Engagements am Theater des Westens, Raimundtheater, Stadttheater Klagenfurt. Spielte in »Elisabeth« ,«Sunset Boulevard«, «Ludwig« etc. Zahlreiche Showprogramme, erfolgreich als Choreographin tätig Im Kino war sie in dem Oscar- preisgekrönten Spielfilm “Die Fälscher” zu sehen. Zuletzt »Die Göttinnen« Comedy-Show mit Petra Kreuzer.
Daniela Kong: ausgebildet an der Schauspielschule Krauss, Engagements u. a. am Theater Phönix Linz, Burgtheater, Wiener Festwochen, Rabenhof, Theater Scala, Waldviertler Hoftheater, Komödienspiele Porcia, Stadttheater Mödling. Zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen. Zuletzt »Perfect Pitch« von Thomas Gassner in Innsbruck. Kommende Sommerproduktion für das 10 jährige Jubiläum der Komödienspiele Porcia.
Roman Gregory: geb.in Wien, Sänger der Kultrockband «Alkbottle«. Absolvent der Schule des Sprechens in Wien. Freier Mitarbeiter, Autor und Sprecher bei Ö3 und »Antenne Wien«. Spielte in »Falco - A Cybershow« im Ronacher, zahlreiche Bühnen und TV-Produktionen, Soloprogramm »St.Martin« Roman Gregory singt Dean Martin. Und ab Ende April 2008 gibt es ein neues ALKBOTTLE-Album!
Martin Bruny am Donnerstag, den
15. Mai 2008 um 18:47 · gespeichert in Netz, Pop, Newcomer
Tom Felton, Darsteller des “Draco Malfoy” in fünf Harry-Potter-Filmen, soll, so erzählt man sich, an seiner ersten Solo-CD arbeiten, die bald schon bei iTunes im Downloadregal erhältlich sein könnte. Sein Gesangstalent demonstriert er via YouTube der Fangemeinde.
Martin Bruny am Mittwoch, den
7. Mai 2008 um 20:12 · gespeichert in Theater
Von 21.-23. Mai 2008 werden im Rahmen eines Festivals die Möglichkeiten des Internet mit den Mitteln des Theaters untersucht: Dabei gelangen vierzehn kurze Theaterstücke, die von jungen AutorInnen aus Internetblogs generiert wurden, aus fünf europäischen Ländern zur Aufführung.
Interessante Texte aus Internetforen, die so genannte “Blog Scouts” aufgespürt haben, werden von AutorInnen in Ungarn, Polen,
Italien, Rumänien und Österreich szenisch umgesetzt. Das Länder übergreifende und von der EU geförderte Projekt ist eine Kooperation mit Partnertheatern in Budapest, Krakau, Bukarest und Palermo und kommuniziert Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Ansprüche, Wege und Fragen der Menschen im neuen europäischen Raum.
Nähere Infos bietet die Website zum Theaterfestival –> blogtheatre.net.
Martin Bruny am Samstag, den
3. Mai 2008 um 22:20 · gespeichert in Event-Tipps
| 3. Juli 2008 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Theater am Spittelberg: Sandra Pires - Destino
3. Juli 2008, 19:30 Uhr
Tickets: 22 Euro
Infos zum Kartenvorverkauf –> hier
Wie man portugiesisches Flair ins Theater am Spittelberg zaubern kann, demonstriert die charismatische Sängerin Sandra Pires mit ihrem Programm »Destino«. Im Mittelpunkt des Programms stehen Lieder mit Melodie, Seele und Rhythmus. Neue, selbst komponierte Songs der Künstlerin mit portugiesischen Texten, gefühlvoll arrangiert sowie harmonisch virtuos umgesetzt von hervorragenden Solisten auf Saiteninstrumenten. Gemeinsam mit ihren Musikern unternimmt Pires einen Ausflug in die Weltmusik. Mit ihrer herausragenden Stimme, die Gefühle auf eine mitreißende Art vermittelt, präsentiert sie ein Programm fernab von kurzlebigen Trends und dennoch am Puls der Zeit.
Sandra Pires – voc; Alegre Corràªa – acoustic git, cajon, ukulele; Mario Berger – acoustic git; Ivan Ruiz Macchado – bass
Martin Bruny am Samstag, den
3. Mai 2008 um 22:17 · gespeichert in Event-Tipps
| 6. Juni 2008 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Theater am Spittelberg: Sabina Hank - Inside
Sabina Hank – piano, voc
Alex Meik – bass, voc
Freitag, 6. Juni 2008
Begin: 19:30 Uhr
Tickets: 16 Euro
Infos zum Kartenvorverkauf –> hier
Martin Bruny am Mittwoch, den
23. April 2008 um 16:42 · gespeichert in Event-Tipps
| 17. Mai 2008 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Konservatorium Wien Privatuniversität, Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater: Die Piraten von Penzance
Komische Operette in zwei Akten
Neubearbeitung nach einer Broadway-Aufführung durch das New York Shakespeare Festival
Leonie-Rysanek-Saal der Konservatorium Wien Privatuniversität, Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Premiere: 17. Mai 2008, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 19., 20., und 21. Mai, 19:30 Uhr
Leading Team
Text: William Schwenck Gilbert
Musik: Arthur Sullivan
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Regie und Bühne: Isabella Fritdum
Choreographie: Lilly Kugler
Kostüme: Doris Richter
Lichtdesign: Barbara Dulcinea Jan
Cast
3. Jahrgang: Stefan Bischoff, Birgit Breinschmied, Daniel Feik, Julian Looman, Simone Niederer, Florian Resetarits, Birgit Riegler, Anna Veit, Andreas Wanasek
2. Jahrgang: Stefan Bleiberschnig, Thomas Dapoz, Bernd Kainz, Dustin Peters
1. Jahrgang: Christof Messner
Tickets
15 Euro (ermäßigt: 9 Euro)
Erhältlich an der Kassa der KWU unter 01/512 77 47 89329 oder kassa@konswien.at
Martin Bruny am Mittwoch, den
23. April 2008 um 16:27 · gespeichert in Event-Tipps
Wiener Urania: Christina Bahlo - “Let me love you”
6. Mai 2008
Im Zentrum der Musikreihe “Viaggio Musicale” stehen am 6. Mai Broadwayhits wie “Memory”, “Don’t Cry For Me Argentina”, “Let The Sunshine In”. Unter dem Titel “Let me love you” singt Christina Bahlo bekannte Melodien, begleitet von Gabor Rivo am Piano.
Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19.00 Uhr bei freier Sitzplatzwahl im Mittleren Saal.
Eintritt: Abendkassa 12,- Euro / Vorverkauf und Ermäßigung für Studierende, SeniorInnen und Ö1-Mitglieder 9,- Euro
Nähere Informationen und Anmeldung unter www.urania.vhs.at
Martin Bruny am Montag, den
21. April 2008 um 09:21 · gespeichert in Event-Tipps
| 29. April 2008 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
wiener wortstaetten: Buchstabensuppe n°20
AutorInnen und ihre (Geheim)Rezepte
So wie sie kochen, so schreiben sie auch. (Oder umgekehrt?)
Dienstag, 29. April 2008, 19.30 Uhr
Büro wiener wortstaetten, Schönbrunnerstraße 9, 1040 Wien
Eintritt inklusive einem Teller heißer Suppe, € 7,-
Wer kommt, wenn der Tag geht? Bei den wiener wortstaetten ist es nicht Johnny Walker, sondern der bosnische Autor Semir Plivac. Im Rahmen unserer monatlichen Lesereihe stellen wir das Stück vor, mit dem Plivac 2007 den von wiener wortstaetten ausgeschriebenen DramatikerInnenpreis gewonnen hat.
»Tagstürzer«
von
Semir Plivac
Achtung: Begrenzte Teilnehmeranzahl!
Anmeldung unter: 0699 1172 0199 oder office@wortstaetten.at
Martin Bruny am Montag, den
21. April 2008 um 08:53 · gespeichert in Event-Tipps
| 26. April 2008 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Schubert-Theater Wien: Henrik Ibsens “Nora”
Voraufführungen: 24. und 25. April 08 jeweils um 19.30 Uhr
Premiere: 26. April 08 um 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 9. Mai 19.30 Uhr, 10. Mai 15.00 und 19.30 Uhr, 13. Mai um 19.30 Uhr, 25. Mai 14.00 Uhr und 19.30 Uhr;
10. Juni um 19.30, 27. Juni um 19.30, 28. Juni um 14.00 und 19.30 Uhr, 29. Juni um 19.30 Uhr
Besetzung
NORA: Martina Ebm
FRAU LINDE: Saskia Fanta
TORVALD HELMER: Jakob Beubler
KROGSTAD: Valentin Schreyer
DR. RANK: Michael Pöllmann
Leading Team
REGIE: Benjamin Plautz
BÜHNE: Sophie Lux
KOSTÜM/AUSSTATTUNG: Brigitte Schima
DRAMATURGIE: Anna Sonntag
LICHTDESIGN: Veronika Lassenberger
TECHNIK: Joachim Schenk
REGIEASSISTENZ: Verena Skocek
PRODUKTIONSASSISTENZ: Stephanie Pfeffer
KOSTÜMASSISTENZ: Katharina Schöller
Nora
(aus dem lat. Honor »Ehre«)
– jung, hübsch, dynamisch, verheiratet, 2 Kinder, »Bobo« (Bourgeois und Boheme).
HELMER: …aber niemand opfert der, die er liebt, seine Ehre.
NORA: Das haben hunderttausende von Frauen getan!
Nora lebt mit Mann und Kindern »glücklich« zusammen. Er verdient das Geld, sie gibt es aus. Völlig normal, zumindest in ihren Augen. Was damals ein Meilenstein zum Thema Emanzipation im 19. Jahrhundert war, scheint heute nicht mehr als nur eine Reflexion
über vergangene Zeiten zu sein. Doch hat sich wirklich so viel verändert?
Nora hat für ihren Lebensstandard einiges getan. Was das ist, erfährt man, als sie Besuch von ihrer Jugendfreundin Frau Linde bekommt: Nora hat in der Vergangenheit eine Unterschrift gefälscht, um an Geld zu gelangen, was ihrem Mann Helmer schlussendlich das Leben gerettet hat.
Helmer, der seine Frau stets als »Lerche« oder »Eichhörnchen« bezeichnet, weiß davon nichts. Als Krogstad, ein Jurist und ehemaliger Mitarbeiter von Helmer, der von dieser Angelegenheit weiß, versucht, Nora zu erpressen, scheint ihr »Puppenheim« langsam zu zerbrechen.
Der junge Schauspieler und Regisseur Benjamin Plautz hat sich für sein Regiedebüt “Nora” von Henrik Ibsen ausgesucht. Aber warum?
Ich sehe “Nora” auch als Emanzipationsstück für den Mann. Da gibt es zum Beispiel Helmer, der einerseits der patriarchale Typ ist, aber andererseits auch so eine Art »Karl Heinz Grasser«, der nicht weiß, wo er eigentlich steht und ohne seine Frau schon fast verloren wäre. Krogstad z. B. ist, auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint, schon eine Spur emanzipierter.
Martin Bruny am Montag, den
21. April 2008 um 08:40 · gespeichert in Event-Tipps
| 17. Mai 2008 |
| 18:30 | bis | 22:30 |
Staatsoper Stuttgart: Gioacchino Rossini - “Le Comte Ory”
Oper in fünf Akten
Libretto von Eugà¨ne Scribe und Charles-Gaspard Delestre-Poirson
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Sonntag, 17. Mai 2008, 18.30 Uhr, Staatsoper Stuttgart, Opernhaus
Weitere Aufführungen: 24. Mai, 15. und 19. Juni, 4., 18. und 23. Juli 2008
Musikalische Leitung: Enrique Mazzola
Regie und Bühne: Igor Bauersima
Kostüme: Johanna Lakner
Video: Georg Lendorff
Licht: Reinhard Traub
Chor: Johannes Knecht
Dramaturgie: Sergio Morabito
Besetzung
Le Comte Ory: Angelo Scardina
Le Gouverneur du Comte Ory: Matias Tosi
Isolier: Tina Hörhold
Raimbaud: Adam Kim
Adà¨le / La Comtesse de Formoutiers: Ina Kancheva
Dame Ragonde: Ezgi Kutlu
Alice: Yuko Kakuta
Staatsorchester Stuttgart
Chor Staatsoper Stuttgart
Autor von «norway.today» Igor Bauersima inszeniert in Stuttgart seine erste Oper
Betrüger, Betrogene, Begehren: Gioachino Rossinis »Comte Ory« ist ein amoralisches Spiel der Verwandlung und Verführung. Mit der selten gespielten Komödie zum Saisonabschluss wird einmal mehr dem französischen Schwerpunkt an der Staatsoper Stuttgart Rechnung getragen und gibt Igor Bauersima am 17. Mai um 18.30 Uhr sein Opern-Regiedebüt.
Angesiedelt im Mittelalter schickt Librettist Eugà¨ne Scribe in diesem Rossini-Werk Väter, Brüder und Ehemänner auf den Kreuzzug, bindet die daheim gebliebenen Frauen an ein Keuschheitsgelübde und zwingt so die jungen Männer, allen voran den Grafen Ory (Angelo Scardina gibt sein Stuttgartdebüt), zur wildesten Maskerade, um Kontakt mit dem anderen Geschlecht, respektive der Gräfin Adà¨le (Ensemblemitglied Ina Kancheva) aufzunehmen.
Ist das 1828 in Paris uraufgeführte Spätwerk eine Parodie und Maskerade, trifft dies auch auf die musikalische Struktur zu: Der italienische Komponist »recycelt« zur Hälfte seine Krönungsoper »Il viaggio a Reims« und verbindet in dem Zweiakter, den in Stuttgart Enrique Mazzola dirigieren wird, Elemente der Opà©ra Comique mit der Verve der italienischen Buffa und dem überquellenden Reichtum einer »Großen Oper«.
Dass Igor Bauersima sowohl für Regie als auch Bühne verantwortlich zeichnet, ist symptomatisch für das in der Schweiz lebende Mulitalent mit tschechischen Wurzeln: Denn es zeichnet den Architekten, Filmemacher, Theaterregisseur und Autor aus, unterschiedliche Kunstgenres in Personalunion zu vereinigen. So inszenierte er auch selbst sein erfolgreiches Drama »norway.today«, das ihm 2001 den Titel »Nachwuchsautor des Jahres« einbrachte. Heute zählt Bauersima zu den meistinszenierten Autoren, seine Stücke wurden in über 20 Sprachen übersetzt und an über 100 Theatern weltweit gespielt.
Der 44-Jährige sieht Rossinis »Graf Ory« als »Komödie über einen Betrüger und ein Volk, das ihm auf den Leim geht und gehen will. Es zeigt sich, dass es den Betrug nur gibt, weil der Betrogene es zulässt. Das scheinbare Opfer wird zum Täter. Das ist doch hoch aktuell«. Dabei wird Verführung mehrfach durchdekliniert: Sie findet auf erotischer Ebene statt, ist aber auch Volksverführung, die bei Rossini gleich zweimal erzählt und von Bauersima aus einer materiellen und einer mystischen Perspektive beleuchtet wird: »Symbolisch lese ich das so: Im ersten Akt werden die Leute `aus sich herausgelockt’, von ihren Überzeugungen weggeführt; im zweiten dringt der Eroberer, der Graf Ory, ins Innerste der Leben vor und untergräbt die Werte seiner Opfer.«
Auch optisch tragen Bauersima und Kostümbildnerin Johanna Lakner – ergänzt durch Videoprojektionen (Georg Lendorff) – dieser doppelten Perspektive Rechnung: ein Rum-melplatz, »der technologischen Fortschritt spielerisch zur Schau stellt«, ist der Außenraum des Ersten Aktes, »eine hochmoderne Villa« steht für das Interieur des Zweiten
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