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Archiv - News

Joshua Kadison - Was wurde aus dem Soundhealer?

Joshua Kadison
1993 taucht er aus dem Nichts auf, landet ein paar Hits und verschwindet wieder von der Bildfläche. Das wäre kurzgefaßt die 08/15-Bio eines gescheiterten Popstars, wie sie nicht gerade selten vorkommt. Allein, im Falle von Joshua Kadison sollte man es sich nicht so einfach machen. Immerhin sind seine Hits von einer seltenen Qualität - aus der Feder eines der heutzutage so selten gewordenen Piano Man oder noch seltener gewordenen Singer/Songwriter.

Geboren 1965 im kalifornischen Santa Barbara, sitzt Joshua Kadison bereits mit 12 Jahren am Klavier und übt sich an Eigenkompositionen. Wesentlich beeinflussen ihn dabei große Namen wie Cole Porter und George Gershwin. Nachdem Kadisons Mutter stirbt, verlässt Joshua die Hollywood Hills und sammelt ungewöhnliche Lebenserfahrungen bei Otelia, einer Indianerin, die einen guten Ruf als “Soundhealer” genießt. Joshua wird Otelias letzter Schüler. Ihre Lehren gehen in seine Kunst ein: Je bewusster wir die Klänge unserer Umwelt wahrnehmen, je bewusster wir uns die heilende Wirkung von Harmonien vergegenwärtigen, desto klarer wird uns die magische Kraft von Musik. Die nun entstehenden, sehr persönlichen Geschichten des Storytellers und seine zunehmend aufwendigen Arrangements lenken die Aufmerksamkeit des Firmenriesen EMI auf den Kalifornier.

Er wird mit seinen Songs zum “Soundhealer” vieler Menschen, die mit Hilfe seiner Balladen wieder ein bisschen mehr Ruhe in ihr Leben bringen. Die Single “Jessie” (Live-Version als Download) macht ihn über Nacht berühmt, sein Debütalbum “Painted Desert Serenade” wird ein Hit. Auch die zweite Single “Picture Postcards from L.A.” landet ganz oben in den Charts. Der Erfolg macht ihn jedoch alles andere als glücklich. Kadison: “Ich fühlte zwar, dass mir die Welt zu Füßen lag, aber es war nicht das, was meine Seele wollte.”

Mit “Delilah Blue”, seiner zweiten CD, entwickelt sich Kadison 1995 in eine andere Richtung. Der vertraute Klang von Live-Instrumenten in seinen Songs weicht Synthesizer-Melodien, während Kadison textlich versucht, andere Menschen die Welt durch seine Augen sehen zu lassen. Die CD floppt, EMI lässt Kadison fallen.

1998 veröffentlicht Kadison den Roman 17 Ways to eat a mango. Für das in mehrere Sprachen übersetzte Buch, das auch auf Deutsch erscheint, fertigt Kadison selbst die Illustrationen an. Auch wenn die Geschichte zwischen einem weisen Lehrer und seinem Schüler frei erfunden ist, birgt diese Konstellation autobiographische Züge, verarbeitet er darin doch die Zeit mit seiner Lehrerin Otelia. Im selben Jahr erscheint die 5-Track EP “Saturday Night In Storyville” bei einem kleinen Label.

2000 bekommt der Sänger von EMI eine neue Chance: “Vanishing America” ist der Titel seiner dritten CD, ein Ausdruck, mit dem Kadison auch den Verlust der Unschuld Amerikas beschrieben wissen möchte. “Vanishing America” ist ein Album, dessen Songs eine enorme Ruhe und Souveränität ausstrahlen. Es sind geradezu archetypische Balladen im Stile von Billy Joel und Elton John zu besten Zeiten. Romantische Songs wie “Carolina’s Eyes”, in die man sich sprichwörtlich verlieren kann. Die Figuren in seinen Songs sind meistens fiktiv und stammen aus seinen Träumen. Diese bilden eine eigene Realität, von der sich Kadison gerne inspirieren lässt. Dabei bieten seine Geschichten die beste Projektionsfläche, um sich als Hörer selbst in Traumwelten zu flüchten. Ganz wie “Molly In The Mirror”, ein feinnerviges Porträt einer Frau, die ihre Kinder groß gezogen hat, als alte Frau noch einmal in ihr Hochzeitskleid schlüpft und noch immer von der nie angetretenen Reise nach Venedig träumt. Eine traurige Geschichte und zugleich dringlicher Appell, sein Glück selbst in die Hand nehmen. Allein, mit den Charts will es für Joshua Kadison nicht mehr so recht klappen. Es wird still um den Sänger.

Was macht Joshua Kadison dieser Tage? Er hält mittels eigener Website Kontakt zu seinen Fans. Seine Offenheit dabei ist erstaunlich. So schreibt er:

“I had a long relationship come to an end about two years ago (quick update— this letter’s been up less than a week and I’ve already gotten four emails wondering if it was with a guy or girl… never thought it mattered and I still don’t… but for those who think it does matter, he is a guy and a really great guy, too… I thought ya’ll knew…anyway…). And I was so brokenhearted. I had never experienced so much pain. I was full of sorrow, anger, resentment. For a year and a half it seemed I was always in tears and memories. Sometimes I faked it and pretended I was okay if only to fool myself. Truth is, I was crying everywhere. Supermarkets, freeways, on cell phones in the middle of town. I kept trying to figure out stuff. And what made it worse was that I judged myself for holding on so long. I couldn’t seem to let go. Then I began to realize that what was really hurting were wounds far older than what was really hurting were wounds far older than my relationship. Many I didn’t even know I had. So it took time and work and a willingness to look at myself in ways I had never done, either because I wasn’t ready or I didn’t have the courage to. And so many beautiful friends were all around to help me through. What am I talking about?… hmmm….the songs.

Und er veröffentlicht wieder Songs - per Download. Seinem Ruf als Soundhealer ist er treu geblieben. Wer sich die neuesten Songs “The Venice Beach Sessions - Vol. 1″ des Piano Man anhört, wird mit Sicherheit zumindest für eine gewisse Zeit wieder zur Ruhe kommen.

Update 2020
Auf YouTube meldet sich Joshua Kadison nach Jahren wieder einmal mit dem Song »Real love now (siehe -> hier): »My name is Joshua Kadison and I am sitting back down at the piano because Black Lives Matter.«

Von Kritikern, die gerne nachtreten, Pferderennbahnen und Off-Broadway-Ensembles, die Hippes nach Wien bringen

Ja, es gibt ein “musicalisches” Theaterleben abseits der großen Bühnen in Wien, unbestritten. Allerdings bestreiten einen großen Prozentsatz dieser “alternativen” “musicalischen” Aufführungen Schulen der unterschiedlichsten Art, Tanzschulen, Schauspielschulen, alles übergreifende Schulen … und da ist in den letzten Jahren ein bedenklicher Trend zu beobachten: Abschlußveranstaltungen/Abschlußprüfungen als Showevent zu verkaufen, ist an und für sich eine schöne Sache. Das Theater Akzent bietet sich da als idealer Veranstaltungsraum an … Fakt ist aber, dass die Eintrittspreise für diese Schulaufführungen von Jahr zu Jahr in höhere Dimensionen angesiedelt werden. Vorläufiger Höhepunkt war eine Abschlußveranstaltung der Performing Arts Ende April um 30 Euro. Das ist so nicht mehr akzeptabel. Wenn einmal Tickets für Schulaufführungen teurer sind als Eintrittskarten für Solo-Shows von Musicalstars, stimmt etwas nicht.

Wien hat eine wahre Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten für Darsteller. Die Frage ist, WO finden diese Absolventen Arbeit? Hoffentlich nicht auf Rennbahnen, die ihre Las Vegas-Ambitionen mit kreativem Talent aufpeppen wollen. Wien ist nicht Las Vegas, schon gar nicht publikumsmäßig, und Ebreichsdorf nun schon überhaupt nicht. Wie man hört, will Frank Stronach in Kürze in Ebreichsdorf mit einer neuen Show für seine Pferderennbahn ein attraktives Nebenprogramm auf die Bühne stellen. Sein Erstversuch mit den Performing Arts Studios Vienna ist unlängst in die Hose gegangen. Die Frage ist, warum sich Musicalstars dafür hergeben sollten, das Wetten auf Pferdebahnen populär zu machen. Nö, Wien ist nicht Las Vegas.

Aber um auf das alternative “musicalische” Theaterleben zurückzukommen. Am 6. und 7. Mai gastierte das Ensemble Off-Broadway im Wiener Interkulttheater mit einem Showabend.
Das Ensemble Off-Broadway, 7.5.2005; Foto: Martin Bruny
Leider vor nicht ausverkauftem Haus sangen sie Tunes aus derzeit in den USA angesagten Shows wie “Avenue Q”, “The Last 5 Years” oder “I love you, you’re perfect, now change”.
Das Ensemble Off-Broadway, 7.5.2005; Foto: Martin Bruny
Schön, zu sehen, dass diese ambitionierte Gruppe immer wieder topaktuelle Musicaltrends und -hits auch in Österreich präsentiert.
Das Ensemble Off-Broadway, 7.5.2005; Foto: Martin Bruny
Das Ensemble Broadway (Anna Bolyos, Birgit Breinschmid, Britta Steffan, Markus Jandrisits und Markus Puchberger; Band: Sara Bondi (fl), Verena Larsen (vlc), Michael Krenn (sax), Johannes Kurz jun. (p), Paul Öller (dr), Paul Schreier (b, cl, g); Gesamtleitung: Johannes G. Hauer) ist wieder am 23. September 2005, um 19.30 Uhr, im Theater am Steg in Baden zu sehen.

Gar Lustiges war heute in einer im KURIER veröffentlichten Kritik zu einer Aufführung von Mozarts “Lucio Silla” am Theater an der Wien zu lesen. Der Kritiker, Gert Korentschnig, beginnt seine Rezension mit dem Absatz:

“Sollte es noch Zweifler gegeben haben, die die Richtigkeit der Umwandlung des Theater an der Wien in ein Opernhaus in Frage stellten: Nach diesem “Lucio Silva” sollten sie bekehrt sein”.

Nun, ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es ein Skandal erster Güte ist, ein Theater wie das Theater an der Wien in einen Aufführungsort umzuwandeln, der an dreiviertel aller möglichen Spieltage einfach geschlossen bleibt. Wegen einer Aufführung sind noch lange keine Skeptiker “bekehrt”, und eine solch unsachliche Einleitung, die mit dem eigentlichen Thema der Kritik niente zu tun hat, kann man eigentlich nur als Nachtreten bezeichnen, unwürdig eines wahren Kritikers. Es ist entzückend zu beobachten, wie Herr Korentschnig seinen persönlichen Feldzug gegen die Kunstform Musical in Wien weiter fortsetzt.

Lukas Perman: Hier im Jetzt - OUT NOW

25.4.2005: Premiere für “Saison in Salzburg” am stadtTheater Wien

Saison in Salzburg
Haben sich die Salzburger Nockerln im Laufe der Jahre verändert? Sind sie noch immer ein süßer Hauch von Nichts - und wer genießt sie heute? Was passiert, wenn der jüngste Jedermann-Darsteller aller Zeiten auf die Salzburger Nationalspeise trifft?
Saison in Salzburg
Ein Stück Österreichische Gegenwartskomödiantik, in seiner Überzeichnung schon nahe an der Wirklichkeit, umrahmt von ewigen Walzern. Serviert von den Studierenden der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater am Konservatorium Wien. Das erwartet die Besucher des Singspiels Saison in Salzburg, verfaßt von Fred Raymond, bearbeitet von Isabella Fritdum.
Saison in Salzburg
Die Facts:
Regie und Produktionsleitung: Isabella Fritdum
Musikalische Leitung und Arrangement: David Hojer
Choreographie: Maria Blahous
Bühne: Hans Kudlich/Sam Madwar
Assistenz und Kostüme: Doris Richter
Es spielen 15 Studierende des 2. und 3. Jahrgangs der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater des Konservatorium Wien
Premiere: 25. 4. 2005, 19.30 Uhr (weitere Vorstellungen: 26.04.2005, 02.05.2005, 03.05.2005)
Ort der Veranstaltung: Stadttheater Walfischgasse, Walfischgasse 4, 1010 Wien
Kartenpreise: Euro 15.-/9,- (ermäßigt)

Das vienna theatre project präsentiert: “I love you, you’re perfect, now change”

Suzanne Carey & Pehton QuiranteKatrin Mersch & Danial Williams; Pic: traumi
Mittlerweile in seiner 10. Saison als erfolgreichste Off-Broadway Show aller Zeiten, zeigt das Joe DiPietro/Jimmy Roberts-Musical “I Love You, You’re Perfect, Now Change” das moderne Paarungsspiel in all seinen Facetten und Nuancen. Unterstützt von Klavier und Violine verwandeln vier DarstellerInnen dieses Potpourri aus entzückenden Szenen und Liedern in einen über sechzig Charaktere umfassenden, tollwütigen Sturmlauf durch den modernen Beziehungsdschungel an Verabredungen, Liebeserlebnissen, Ehen, Liebhabern, Eheleuten, und angeheirateter Verwandtschaft.
“I Love You, You’re Perfect, Now Change” wurde in den letzten 10 Jahren erfolgreich auf der ganzen Welt aufgeführt (u. a. in Chicago, Boston, Toronto, Barcelona, Mexico City und Prag). Dem vienna theatre project ist es gelungen, dieses ausgesprochen komische, unterhaltsame Musical als österreichische Erstaufführung in englischer Sprache nach Wien zu bringen.

Die Autoren:

Joe DiPietro
Theaterstücke: “Over the River”, “Through the Woods”, “The Kiss at City Hall”, “The Art of Murder” (Edgar Award, Best Mystery, 2000). Broadway-Musicals: “All shook up”; Off-Broadway-Shows: “I Love You, You’re Perfect, Now Change”, “The Thing About Men”, “Memphis”, das “neue” Gerswhin Musical “Heaven on Earth” und Text zur Neuversion von Rodgers und Hammersteins “Allegro”.
Jimmy Roberts
Gewinner jährlicher ASCAP Auszeichnungen für Theater, ist Absolvent der Manhattan School of Music, wo er bei Constance Keene Klavier lernte; er komponierte das Musikthema für die wöchentliche PBS Sendung “Theater Talk”. Weitere Off-Broadway Werke: “The Thing About Men”; “A … My Name Is Still Alice”; “Pets!”; Musik zu Joe DiPietros “Over the River” und “Through the Woods”; “The Velveteen Rabbit”, ein Kindermusical.

Die Darsteller:
Katrin Mersch
Suzanne Carey
Daniel Williams
Pehton Quirante

Preise/Location
Spielort: Ensembletheater - Petersplatz 1, 1010 Wien
Termine & Zeiten: 25. April-6. Mai 2005 (täglich) - 20 Uhr
Premiere: Montag, 25. April
Geschlossene Voraufführung: Sonntag, 24. April
Spieldauer: ca. 135 Minuten (inkl. eine Pause)
Kartenpreise: 17? Normalpreis - 12? Studenten/Senioren
Gruppenermäßigungen (Euro 15/Euro 9) für Gruppen von mehr als 10 Personen
Reservierungen: +43 1 535 32 00 (14-18 Uhr) +43 1 920 2583
et-info@ensembletheater.at office@viennatheatreproject.at
www.ensembletheater.at www.viennatheatreproject.at

SH-K-Boom, der neue Stern am Cast-CD-Himmel

Cast-CDs fristen in der Tonträgerlandschaft ein elitäres, aber karges Dasein. Auf der einen Seite der Kostenfaktor: Aufnahmen mit Orchester kosten ein Vermögen, Aufnahmen mit Broadway- oder sonstigen Stars ebenso. Auf der anderen Seite die Absatzchancen: In die Charts kommt man mit Musical-CDs äußerst selten. Man hat es mit einem völlig unbrechenbaren Publikum zu tun, das aus Freaks besteht, die jeden Song von Stephen Sondheim besitzen wollen, egal, auf welcher CD er zu finden ist, bis hin zu Sammlern, die alle Off-Broadway-Shows lückenlos in ihrer Sammlung wissen wollen.
Oft wurde die Cast-CD totgesagt, seit dem Jahre 2000 jedoch gibt es in den USA ein sehr rühriges Label, das neue Standards auf dem Gebiet der Musical-CDs setzt: Sh-K-Boom mit seinem Spin-off-Label Ghostlight Records. Gleich eine ganze Reihe an hochinteressanten Neuerscheinungen bringt Ghostlight in den nächsten Monaten auf den Markt:
- Altar Boyz
- Bright Lights Big City (mit Patrick Wilson, Jesse L. Martin und Sherie Rene Scott)
- Wearing Someone Else’s Clothes (die Debüt-Solo-CD von Tony-Award-Gewinner Jason Robert Brown)
- Dirty Rotten Scoundrels
- Little Women
- The 25th Annual Putnam County Spelling Bee (das neue Musical von William Finn)
- The Actors Fund of America’s recording of Hair (mit Harvey Fierstein, Adam Pascal, “American Idol”-Star Jennifer Hudson und “Queer Eye”-Star Jai Rodriguez)
Käuflich zu erwerben sind alle diese CDs am besten direkt bei SH-K-Boom. Kauft man bei den üblichen Verdächtigen hierzulande, kommen die CDs incl. Porto meistens sogar teurer als Importe aus den USA incl. Zoll. So etwas sollte man erst gar nicht unterstützen.

Lukas Perman - in “24 Stunden” zur Nr. 1 …

Lukas Perman; Pic: Susanne Stemmer
… das mag übertrieben sein, andererseits, wenn man sich die Karriere des Lukas Perman ansieht: Verteufelt schnell hat er es zum Leading Man des Wiener Musicals geschafft. Noch als Student des Konservatorium Wien landete er mit der Rolle des Rudolf im Kultmusical Elisabeth punktgenau in der Musical-Oberliga. Mit seiner Darstellung des “Romeo” in “Romeo & Julia” schaffte Lukas Perman es endgültig zum Liebling der Musicalfans.
Doch Musicalstar allein, das wollte er wohl nie “nur” sein. Sein “Starmania”-Ausflug mag Lukas Perman nicht sofort zum Popstar “gemacht” haben, andererseits, vielleicht wäre der blitzartige Erfolg auch gar nicht so gut gewesen. “When The Evening Falls”, seine erste Solo-Single, brachte immerhin 2003 erste Chartserfolge (Platz 9 der “Austria Top 40″).
Ab 29.3.2005 wird das Kapitel Popstar in der Karriere von Lukas Perman jedenfalls ganz neu geschrieben. Mit der Single “24 Stunden” erscheint die erste Auskopplung aus “Hier Im Jetzt”, dem Debüt-Longplayer des österreichischen Sängers, Musikers und Schauspielers als Solokünstler.
Für seinen ersten eigenen Tonträger ließ sich Lukas Perman so richtig Zeit, frei nach dem Motto “Gut Ding braucht Weile”. Wiewohl er bereits als “Starmaniac” erste Cheers als Popsänger einfangen und auch mit dem englischsprachigen Popsong “These Are My Rivers” aus “Romeo & Julia” bis auf Platz drei der heimischen Verkaufscharts vorstoßen konnte, wird die mit dem Wiener Produzenten und Komponisten Bob Gutdeutsch aufgenommene CD “Hier im Jetzt” (VÖ: 25.4.2005) das erste persönliche musikalische Statement von Lukas Perman darstellen. Es glänzt durch vielseitiges und einfallsreiches Songwriting in ebenso facettenreicher und emotionsgeladener Interpretation. Der Titel “Jeder träumt” (Bonustrack auf der Single “24 Stunden”) beispielsweise wurde vom heimischen Chartsbreaker Marque geschrieben, die erste Single “24 Stunden” stammt aus der Feder von Maya Singh sowie Bob Gutdeutsch und ist eine stimmungsvolle, verträumte Ballade mit einem wunderbaren Refrain, der sofort ins Ohr geht.
Bei den Aufnahmen wurde Lukas Perman von erstklassigen Musikern unterstützt, unter anderem werkten am Bass der Count Basic-Bassist Willi Langer und am Schlagzeug der Depeche Mode-Tourdrummer Christian Eigner.
Wer Lukas Perman unterstützen möchte und sein neues Lied möglichst bald im Radio gespielt wissen will, klickt am besten gleich mal hier und wünscht sich die Single. Im Plattenhandel ist die Single ab 29.3.2005 überall zu haben.

Showfrühling 2005 in Wien

Abseits der großen Bühnen fegt in den nächsten Wochen ein wahrer Frühjahrs-Show-Sturm durch Wiens Theater. Eine kleine (und unvollständige) Auflistung einiger Events sei hier mal kurz präsentiert:

Die (vorläufige) Derniere von SUBWAY STORIES, einer Produktion von SchülerInnen des Vienna Konservatoriums, am 31.03.2005 ist bereits restlos ausverkauft. Wenige Karten für den 30.03.2005 können noch geordert werden (www.interkulttheater.at). Im April wird es vielleicht noch weitere Vorstellungen geben, Infos demnächst hier.

Im April präsentiert das Ensemble des Vienna Konservatoriums LYSISTRATE, ein Musical von Heinz R. Unger und den Schmetterlingen. Die Show, die letztes Jahr bereits begeisterte, wird nun ab 13.04.2005 im Theater Center Forum wieder aufgeführt.

Von H. C. Artmann über Tschechow und Gustav Ernst bis zu den Toten Hosen - und mehr. Eine literarische Revue präsentiert der 4. Jahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater des Konservatoriums Wien. Die LUXUS-REVUE ist von 05.04.2005 bis 09.04.2005. zu sehen.

SAISON IN SALZBURG, eine Operette von Fred Raymond, haben 15 Studierende des 2. und 3. Jahrgangs des Wiener Konservatoriums, Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater, erarbeitet. Am 26.04.2005 steigt im Stadttheater in der Walfischgasse die Premiere.

NIGHT & DAY heißt die Jahresabschlußveranstaltung der Performing Arts Studios Vienna. Die Show führt in die Welt der 30er Jahre und handelt von Gegensätzen der oberen Gesellschaft, Unterweltmilieu und Rassendiskriminierung. Die Musik stammt von Cole Porter und Harold Arlen. [25.04.2005, 19:30, Theater AKZENT]

Albert Kessler schlüpft wieder einmal in seine Kunstfigur ALEL und präsentiert “Five Stories - Eine interaktive Show” im Wiener Akzent.

LIGHT AND SOUND, der 2. Wettbewerb der Veranstaltungstechniker, steigt am 9. 5. 2005 im Wiener Akzent. Seit 4 Jahren haben junge Menschen die Möglichkeit, den attraktiven Beruf eines Veranstaltungstechnikers zu erlernen. Dieses Angebot haben bisher weit über 100 Personen angenommen, Tendenz steigend! Die Schüler des 3. Jahrgangs können Dank der Unterstützung der Arbeiterkammer Wien einen Lehrlingswettbewerb durchführen. Hier sollen die Schüler in der Praxis zeigen, welch umfangreiche bühnentechnische Kenntnisse sie erworben haben. Studenten der Performing Arts Studios Vienna werden verschiedene Szenen aus Musicals, Shows und Entertainment zeigen. Die Schüler betreuen die Aufführung licht- und tontechnisch, wobei je ein Team eine Szene technisch gestaltet. Eine Fachjury vergibt die Preise für die besten Leistungen.

The TheaterMania Guide to Musical Theater Recordings

The Theatermania Guide to Musical Theater Recordings
Was zur Bibel für Musicalfans hätte werden können, es entpuppt sich letztlich als Zankapfel: der TheaterMania Guide to Musical Theater Recordings, herausgegegeben von Michael Portantiere, Editor-in-Chief der bekannten Website TheaterMania.com, versehen mit einem Vorwort von Jerry Herman.
Das broschierte Buch bietet auf rund 400 Seiten Kritiken zu mehr als 1000 Cast-CDs der wichtigsten Shows des Broadway und Londoner West End, beginnend am Anfang des 20. Jahrhunderts - eine umfangreiche Aufgabe. Jede Aufnahme wird nach einem Punkteschema von “not recommended” (kein Punkt) bis “Superlative; outstanding” (5 Punkte) bewertet.
Das erste große Minus: es gibt keine exakten Angaben zur Cast, Details zu Komponist, Texter etc. sind lediglich in den Kritiken selbst enthalten, nicht in einem Übersichtsteil zu jeder CD. Letztlich ist dieses Buch tatsächlich eine leserunfreundliche Ansammlung von Kritiken geworden - eine höchst subjektive, und die Empörung unter beispielsweise englischen Musicalfans war groß, als sie für sich aus den Kritiken herausfilterten, dass englische Cast-CDs praktisch immer schlechter “bewertet” werden als die amerikanischen Pendants.
Ganz übel meint man es mit Boublil & Schönberg. Von “Miss Saigon” etwa werden 2 Cast-CDs rezensiert: die Original London Cast von 1989 und die Studio Cast von 1995. Das Urteil des Kritikers: “not recommended”. Zitat: “Like its equally Eurotrashy predecessors “The Phantom of the Opera” and “Les Misà©rables”, “Miss Saigon” followed a crooked path to enourmous popular and financial (but not artistic) success.”
“Les Misà©rables” konnte die Kritiker ein klein bisschen mehr überzeugen. Die Original London Cast (1985) erhielt 2 Punkte, Broadway Cast (1987) ebenfalls 2 Punkte, Complete Symphonic Recording (1988) nur einen Punkt, die London Concert Cast (1995) 2 Punkte.
Favorit der Kritiker, was Boublil/schönberg betrifft, ist eindeutig “Martin Guerre”: 4 Punkte für die London Cast (1996) und 3 Punkte für die Touring Cast.
Andrew Lloyd Webbers “Das Phantom der Oper” kommt auf den 2 bewerteten Aufnahmen nicht über je einen Punkt hinaus. Zur London Cast CD wird vermerkt: “The recording gets one grudging star for its few nice moments, but don’t take that as a recommendation to buy it.”
Man mag sich über die Subjektivität der Rezensenten empören, Fakt ist, dass wir hier Kritiken zu mehr als 1000 Cast-CDs vorliegen haben, und wenn man dieses Büchlein schon zu nichts anderem verwenden mag, so doch vielleicht als höchst inspirierende Ansammlung von Kauftipps. Garniert wird das Ganze durch Listen der 10 persönlichen Lieblingsmusicals von Größen wie Barbara Cook, Kristin Chenoweth, Fred Ebb, Jason Robert Brown und Michael John LaChiusa.
[The Theatermania Guide to Musical Theater Recordings; Paperback: 416 pages; Publisher: Backstage (December 10, 2004); ISBN: 0823084353]

Jonathan Rhys Meyers: Mit “Elvis” zum Megastar?

Jonathan Rhys Meyers ist Elvis
Jonathan Rhys Meyers, 28 Jahre, geboren in Dublin, Irland, ist seit Jahren am Sprung zu einer Weltkarriere. Ganz hat es freilich bis jetzt nicht geklappt. Nebenrollen in nicht unbedeutenden Filmen wie “A Man of No Importance”, “Michael Collins”, “Velvet Goldmine” und größere Rollen in eher unbedeutenden Filmen wie “The Governess”, “The Tribe”, “Tangled” und einigen anderen mehr standen am Anfang, erst in Bend it like Beckham konnte er die Aufmerksamkeit eines etwas größeren Publikums auf sich ziehen. Und wenn man Howard Braunstein, seines Zeichens Exec. Producer, glauben mag, war es seine Rolle in “Bend it like Beckham”, die Rhys Meyers einen Vertrag für eine Mini-TV-Serie gebracht hat, mit der er tatsächlich weltweit durchstarten könnte. “I watched Bend It Like Beckham and when you see him, you just say, ‘He is Elvis.’ But at the time he wasn’t available, so we started the search. … He both has the physical look and the style that embodies Elvis, both the sweetness and the sex appeal”.
“Elvis”, die CBS-Miniserie, wird am 8. und 11. Mai 2005 im amerikanischen TV gesendet, und es muss schon verdammt viel schiefgehen, dass es Jonathan Rhys Meyers damit nicht in die Liga der Hollywoodstars schafft. Man kann davon ausgehen, dass diese Miniserie im Laufe der nächsten Jahre praktisch überall auf dieser Welt zu sehen sein wird, und bis dahin hat Rhys Meyers mit Match Point, dem neuen Woody Allen-Streifen, und The last Unicorn (an der Seite von Christopher Lee, Angela Lansbury und Mia Farrow) reichlich Gelegenheit, sich auf seinen Status als Hollywood-Star einzustellen.

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